11 Tipps: Raus aus hinderlichen Routinen und hinein in förderliche

Verhaltensmuster, die gestern noch hilfreich waren, können irgendwann überholt sein
Raus aus bremsenden Routinen

Überblick

 

 

 

 

 

Raus aus hinderlichen Routinen und hinein in förderliche

 

Es gibt hilfreiche Routinen und recht hinderliche Routinen. Manche erleichtern das Leben und andere stehen positiven Veränderungen im Weg. Wie gelingt es von guten Routinen zu profitieren und dabei trotzdem im Hier-und-Jetzt aufmerksam zu sein? Aus meiner Sicht hilft beispielsweise Yoga dabei, das zu erkunden.

Raus aus bremsenden Routinen

Und wie lassen sich alte Gewohnheiten ablegen?

 

In einem eigenen Artikel beschreibe ich 17. Empfehlungen, wenn es darum geht sich von überholten Gewohnheiten zu befreien.

Gute Routinen schlechte Routinen

 

In einem Interview für den Radiosender SWR2 ging es um das Thema Multitasking. Der Titel der Sendung „Wenn Unterbrechungen zur Qual werden – Forscher ergründen das ‚Multitasking’“.

Eine meiner Aussagen:

„Ich kann bestimmte Dinge meiner Tätigkeit, die sich bewährt haben, standardisieren. Oder um es anders zu sagen: Ich kann eine bestimmte Routine entwickeln. Und eine Routine hat den Vorteil, dass ich dann nicht mehr soviel Aufmerksamkeit brauche, dann kann ich das einfach aus dem Handgelenk heraus. Es kann höchstens den Nachteil haben: wenn ich zu sehr in der Routine drin bin, dass ich vielleicht etwas mache, was vor fünf Jahren aktuell war, und jetzt sollte ich es mal langsam optimieren. Aber grundsätzlich: Routine ist eine gute Sache, wenn ich sie im Auge behalte.“

Neue Routinen zu etablieren ist einfacher, als alte abzulegen. Mit diesen Empfehlungen geht es noch leichter neue Gewohnheiten zur Routine werden zu lassen:

 

 

12 Tipps für bereichernde Routinen

 

 

1. Einschränkende Routinen erkennen

 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Manche Routinen sind so fest einfahren, dass sie besondere Aufmerksamkeit benötigen. Da kann es helfen sich zuerst sehr genau die vorhandenen Muster und ihre Ursachen zu betrachten. So gut To-Do-Listen, also Aufgabenlisten sind, mitunter hilft auch eine Not-To-Do-Liste, also eine Liste mit den Dingen die Sie zukünftig sein lassen wollen.

 

 

 

2. Neue Verhaltensweisen an etablierte Routinen knüpfen

 

Am besten ist es neue Verhaltensweisen mit vorhandenen Routinen zu verknüpfen. Bestehende Rou­ti­nen machen es leich­ter, neue zu eta­blie­ren. Ist der Aus­lö­ser bereits gespei­chert, dann kann leichter noch etwas oben­drauf gesetzt werden. Das ist viel ein­fa­cher als ein voll­stän­dig neues Verhalten zu eta­blie­ren.

 

 

3. Anfangen

 

72 Stunden

 

 

4. Disziplin

 

Es ist nun mal leichter im Autopiloten alte Verhaltensmuster abzuspulen, als neue Wege zu beschreiten. Da braucht es schon eine Portion Disziplin.

 

 

5. Geduld und Durchhaltevermögen

 

Bis neue Muster in Fleisch und Blut übergegangen sind, braucht es meist eine Weile. Leider sind viele Menschen nicht geduldig genug und geben mitunter sogar kurz vor dem Ziel noch auf.

 

 

6. Enthusiasmus

 

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ran ans Werk, möglichst sofort! Mit Aufschieberitis ist noch nichts erreicht worden. Wichtige Veränderungen auf so beliebten Momente, wie Geburtstage oder den Jahreswechsel zu verschieben ist keine gute Idee. Der beste Moment ist JETZT!

 

 

7. Angemessene Schritte

 

Wie isst man einen Elefanten? Bissen für Bissen! Also lieber in kleineren Schritte denken, die auch eine Chance haben, als zu große Ziel, die zu schnell entmutigen.

Das Ziel bei den Anonymen Alkoholikern ist: heute das erste Glas stehen lassen. Und dann morgen …

 

 

8. Schritt für Schritt, einen nach dem anderen

 

Prioritäten setzen hilft. Ist eine Gewohnheit zur Routine geworden, dann ist es ein besserer Moment, mit der nächsten zu beginnen.

 

 

9. Einfach einfach machen

 

Ungewohnte Wege zu beschreiten kostet Über­win­dung. Des­halb machen Sie es sich am besten so einfach wie mög­lich. Mein Yogamatte rolle ich schon am Vorabend aus. Vom gesunden Frühstück ist immer ausreichend vorhanden und es steht morgens schon bereit,

 

 

10. Unterstützung

 

Gemeinsam mit anderen Menschen ans Werk zu gehen kann sehr förderlich sein. Es birgt allerdings auch das Risiko sich gegenseitig zu sabotieren, was leider sehr häufig geschieht. Besser ist professionelle Unterstützung, die ganz und gar für einen da ist – und weiß, was sie tut. Dafür kommen je nach Thema und persönlichen Präferenzen unterschiedliche Formen infrage. In vielen Fällen ist Coaching und Mentaltraining sehr hilfreich.

 

 

11. Rückfälle als Lerngelegenheiten betrachten

 

Die Gefahr, wieder auf ausgetretene Pfade zurückzukehren, bleibt bestehen. Davon können nicht nur Raucher ein Lied singen. Kaum wurde nach langer Zeit der Freiheit eine Zigarette geraucht, kehren viele zum alten Suchtverhalten zurück. Viel besser ist es, solche Situationen als Rückmeldungen zu betrachten, dass es noch etwas zu lernen gibt. Mit diesem Wissen geht es dann daran das gewünschte Verhalten zu fördern.

 

 

12. Die Motivation hochhalten

 

Eine starke Motivation ist mächtiger als Disziplin. Sorgen Sie dafür, dass die Motivation erhalten bleibt. Und das auf einem möglichst hohen Niveau, bis die Routine sich eingestellt hat. Wohin genau soll das neue Verhalten führen und was ist daran so verlockend? Nutzen Sie anziehende Visualisierungen.

 

P.S.

 

Wie lässt sich am besten von Routinen profitieren? Wie lassen sich hinderliche loswerden?

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Routinen sind nicht immer so schlecht wie ihr Ruf. 
Es gibt auch gute Routinen und die gilt es zu pflegen.

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. August 2011
Überarbeitung: 3. April 2020
Englische Version:
AN: #126
K: CNB
Ü: