Streiten am Weihnachtsfest? So lassen sich Streit und Stress beim Weihnachtsfest vermeiden

11 Tipps für die Nerven schonende Weihnachten ohne Stress und Streit
Weihnachstfest

Überblick

 

 

 

 

 

Von wegen Weihnachten, das Fest der Liebe

 

Weihnachtsfest:
viel zu viele Menschen für zu lange Zeit in einem zu kleinen Raum.

 

Schon die Vorweihnachtszeit erzeugt bei vielen Menschen Stress. So vieles will vorbereitet werden. Der Druck steigt an. Schnell noch die Geschenke besorgen, einige Familienmitglieder reisen an. Weihnachten bringt die Menschen auf engstem Raum zusammen, die sonst meist deutlich weniger Zeit miteinander verbringen. Unterschiedlichste Vorstellungen treffen aufeinander.

Das Fest der Liebe kann da schon mal zur Herausforderung werden. So viel Nähe ist nicht jeder gewohnt und so entzündet sich an solchen Feiertagen oft Streit. Ein falsches Wort, ein falscher Gesichtsausdruck, eine ungünstige Betonung können eine Lawine ins Rollen und das Fass zum Überlaufen bringen, die Situation eskaliert. Das kann durchaus explosive Momente mit sich bringen. Eins, zwei, drei und verflogen ist die besinnliche Weihnachtsstimmung. Besonders heikel wird es, wenn Glühwein und Co. ins Spiel kommen.

 

 

 

Harmoniebedürfnis

 

In unserer Kultur hat sich der Anspruch der Menschen auf Wohlbefinden und Harmonie bereits so weit entwickelt, dass die wenigsten Menschen einen Konflikt ertragen können oder wollen. Doch auf engstem Raum so lange mit anderen Menschen gemeinsam…

 

 

 

Unter der Oberfläche brodelt es mitunter

 

Bei Familienstreitigkeiten geht es meist nicht nur um ein einziges Problem. Außerdem verbindet alle Beteiligten eine Reihe von Erfahrungen. Das macht Unstimmigkeiten so schwierig, denn statt sachlicher Argumente dominieren oft Vorwürfe, Angriffe und Beleidigungen die Auseinandersetzung.

Es ist nicht so leicht sachlich zu bleiben, wenn es um brodelnde Verärgerung  geht, die beispielsweise auf Kränkungen und Enttäuschungen beruhen.

Doch genau diese Emotionen verschwinden nicht, wenn man wütend wird, beleidigt ist oder sich innerlich zurückzieht. Besser ist es den Ursachen auf den Grund zu gehen und ihnen zu begegnen.  Da es oft mehr mit einem selbst als mit anderen Menschen zu tun. Wer sich selbst kennt, kann besser erkennen, worum es tatsächlich geht.

 

 

 

11 Tipps für ein Weihnachtsfest ohne Streit und Stress

 

 

1. Ich-Botschaften

 

Es will etwas gesagt werden? Dann gilt es sich an die Grundlagen der Kommunikation zu erinnern. Konstruktiver als Vorwürfe sind Ich-Botschaften. So lassen sich überzogene Vorwürfe und Beschuldigungen am besten vermeiden. Bei Ich-Botschaften müssen eigene Empfindungen nicht objektiv und sachlich sein, denn Emotionen brauchen keine Beweise, um zu gelten.

 

 

 

2. Was Sie lieber lassen sollten

 

Beleidigungen auszusprechen oder einmal anvertraute Dinge auszuplaudern, sollten Sie vermeiden. Solches Wissen im Streit gegen den anderen zu verwerten, ist nicht nur wenig zielführend, sondern vor allem ein Vertrauensverlust.

Überhaupt sollte ein Streit nicht zu einem Schlagabtausch werden. Retourkutschen bringen in Auseinandersetzungen nichts. Wer in sich ruht, kann auch mal die Entgegnung auf einen vermeintlichen Angriff herunterzuschlucken.

 

 

 

3. Klärungsbedarf

 

Bei Klärungsbedarf die geeignete Situation zu finden, ist nicht immer so einfach. Ist es besser, mit dem Einzelnen zu sprechen oder braucht es eine Familienkonferenz? Meist ist es förderlicher, zuerst unter vier Augen die Klärung anzustreben.

 

 

 

4. Streitkultur

 

Eine Streitkultur zu etablieren ist umso schwieriger, je älter die Strukturen sind. Je festgefahrener alte Gewohnheiten sind, desto mehr Aufwand bedarf es, diese gewohnheitsmäßigen Muster aufzubrechen. Das gilt sowohl für die Art des Streitens als auch für die Inhalte der Auseinandersetzungen. Das sind Chancen für eine nachhaltige Klärung.

 

 

 

5. Heikle Themen, wie Politik

 

Jede Familie hat ihre eigenen Reizthemen. Vorsicht bei politischen Themen. Die Überzeugungen sind in Familien häufig sehr unterschiedlich.

Es gibt Familien, die gerne zusammen kommen, um heiße Eisen zu diskutieren. Verschiedene Sichtweisen können sehr bereichernd sein. In vielen Familien ist Politik jedoch ein rotes Tuch. Dann ist es besser das Thema zu umgehen oder bei solch heiklen Themen über Werte zu sprechen. Was wird tatsächlich angestrebt? Die Werte liegen oft überraschend nah beieinander und das offenbart.

 

 

 

6. Versöhnung

 

Ebenso wichtig wie die Fähigkeit des konstruktiven Streits ist die des Vergebens im Anschluss.

Ein wesentliches Merkmal guter Beziehungen ist die Fähigkeit, einen Streit auch irgendwann einmal zu beenden. Man muss den Zeitpunkt erkennen, wann man aufhören muss, auch wenn danach die Stimmung erst einmal nicht so gut ist.

Auseinandersetzungen bringen oft Unruhe und sogar ein paar blaue Flecken mit sich. Gute Beziehungen halten das aus, wenn auch die Heilung gefördert wird. Unter diesen Voraussetzungen kann ein ordentlicher Familienstreit etwas von einem reinigenden Gewitter haben.

 

 

 

7. Erwartungen

 

Realistische Erwartungen sind der Schlüssel zu einem schönen Fest. Es dominiert zu Weihnacht allerdings eine verklärte meist kitschige Vorstellung davon, wie die anderen Menschen sich verhalten werden. Doch die sind nur deswegen nicht gleich viel umgänglicher oder was auch immer wir uns in unserer Idealvorstellung wünschen.

Es gilt die eigenen Wünsche für das Fest frühzeitig zu äußern, über die Sehnsüchte an Weihnachten zu sprechen. Wie wollen die einzelnen Teilnehmer Weihnachten feiern, was wollen sie beibehalten und was vielleicht verändern? Gestalten Sie das Weihnachtsfest doch bewusst gemeinsam. Auch der Aufwand lässt sich auf alle Teilnehmer verteilen.

 

 

 

8. Horrorszenarien

 

Schon im Vorfeld machen sich mache Menschen Gedanken über alles, was während des Weihnachtsfestes schieflaufen kann. Das führt häufig schon zu schlechter Laune, bevor die Zusammenkunft überhaupt angefangen hat. So jemand explodiert dann leichter, bei Kleinigkeiten; „Habe ich es doch gewusst!“

 

 

 

9. Perfektion

 

Verabschieden Sie sich davon, dass dieser Tag perfekt werden muss. Das erzeugt nur unnötigen Druck und nimmt Ihnen und den anderen Teilnehmern den Spaß.

 

 

 

10. Entschuldigungen

 

Wie wäre es für vergangene Unstimmigkeiten von sich aus, um eine Entschuldigung zu bitten?

 

 

 

11. Gemeinsamkeiten

 

Wie so oft ist es eine förderliche Tugend andere Gedanken zu tolerieren, sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Schnittmengen zu machen und dabei Humor an den Tag zu legen. Seien Sie nicht so streng mit sich und den anderen. Konzentrieren Sie sich darauf, was Sie an den anderen Menschen schätzen. Schließlich wissen Sie nicht, wie oft Sie so als Familie nochmals zusammen kommen.

P.S.

 

Wie sorgen Sie für schöne Weihnachtsmomente?

5 Kommentare

  1. Weihnachten ist jedes Mal die Qual für mich! Eigentlich will das keiner, diese Weihnachtsfestfeierstimmung. Krampf!

    Antworten
  2. ‪Gerade habe ich ein Interview zum Thema Weihnachtsfest, Familie, Stress und Streit gegeben.
    Das Interview läuft am Donnerstag zwischen 15:10 und 15:45 ca. im Radio bei COSMO – in Berlin und Brandenburg auf 96,3 MHz (rbb).‬

    Antworten
  3. Jedes Jahr die gleichen vorwurfsvollen Fragen nach Abschluss des Studium, der festen Freundin, etcetera. Weihnachtsfeste nerven.

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  4. Das Weihnachtsfest überlebt und jetzt aufatmen.

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 20. Dezember 2006
Überarbeitung: 28. März 2019
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