Internet: Die sozialen Netzwerke verändern sich: Und nun?
Gedanken zu Entwicklungen, Folgen, Chancen, Risiken und was bedeutet das praktisch?
Das Netz verändert sich
Es liegt in der Natur, auch die sozialen Netzwerke verändern sich. Facebook vergreist, Twitter wird härter und das Verständnis von Snapchat entzieht sich den meisten Volljährigen. Mögliche Entwicklungen, Folgen, Chancen, Risiken und was bedeutet das für uns?
Das Internet verändert die Welt
Es war ein Aufbruch in unbekannte weite Welten, in die zuvor noch nie ein Mensch einen Fuß gesetzt hat, das World Wide Web. Der Wilde Westen ist nun woanders, doch mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung tummelt sich nun im Internet. Dank Smartphone verbringen viele Menschen einen großen Anteil des Tages dort. Selbst das Klo ist mithilfe der Begleiter zu einem magischeren Ort als der Schreibtisch geworden. Die Fortbewegung in der Öffentlichkeit ähnelt dafür heute einem Hindernislauf, die Physiotherapeuten freuen sich.
Auf Skandale bei den Plattformen der sozialen Netzwerke reagiert kaum noch jemand aufgeregt, wir haben uns wohl schon daran gewöhnt. Das Phänomen ist generationsübergreifend, selbst soziale Netzwerke sind schon lange kein Jugend- oder Nischenphänomen mehr.
Die sozialen Netzwerke verändern sich
Es liegt in der Natur der Sache, dass sich auch die sozialen Netzwerke verändern. Facebook vergreist, Twitter wird härter und das Verständnis von Snapchat, TikTok und Co. entzieht sich vielen Volljährigen.
Ein Beispiel
Twitter 2012
- 55 % harmloser Unfug
- 30 % Wortwitz
- 15 % Katzenfotos
Twitter 2021
- 75 % Politik-Pöbelei und Verschwörungstheorien
- 10 % harmloser Unfug
- 15 % Katzenfotos
Fazit
Katzen sind eine sichere Bank!
Im Ernst
Das ist kein Nörgelartikel, sondern die Vorbereitung einer Diskussion, die ansteht und die ich somit auch hier anbiete. Meinungen und Ergänzungen sind wie üblich sehr willkommen — auch gerne unterschiedlichste, solange wir uns respektvoll austauschen.
1. Polarisierung
Soziale Netzwerke habe das Potenzial, immensen Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben – im Guten, wie im Schlechten. Filterblasen, Echokammer, Fake News und Meinungsbeeinflussung bei Wahlen wirken sich aus. Die Gesellschaft hat das Internet nicht gerade geeinigt, der Riss ist heute zumindest deutlich spürbarer, der Ton rauer.
2. Ungleichheit
Google und Facebook, dominieren den globalen Werbemarkt und haben die Macht, den öffentlichen Raum zu dominieren. Die großen Anbieter bewegen sich weitgehend unreguliert. Die heimischen Nutzer verheddern sich hingegen in einem unübersichtlichen Netz der Regulierungen und empfinden eine unbehagliche Willkür. Der Gesetzgeber ist überfordert und richtet unbeholfen weiteren Schaden an. Die im Grunde gut gemeinten Datenschutzbemühungen der EU hatten so vor allem das Ende vieler meist kleinerer Blogs zur Folge. Am Ende bleibt die Last und das Risiko überwiegend beim Nutzer. Auch so manche Perle ist deswegen für Außenstehende unbemerkt verloren gegangen. Wer nicht über ein entsprechendes Budget verfügt, erspart sich das Minenfeld.
3. Fehlender Wettbewerb
Dass private Unternehmen ein Monopol und noch dazu über so etwas Heikles wie persönliche Daten besitzen und sie weiterverkaufen können, ist schlicht und einfach jenseits von Gut und Böse. Es wäre in anderen Wirtschaftsbereichen Thema der Gerichte.
4. Einfluss
Für freiheitliche Demokratie ist der Einfluss auf die öffentliche Meinung ebenso bedenklich, wie die Möglichkeiten, die sich aus der Analyse der Datenströme ergeben. Big Data ist nicht nur ein Steckenpferd von Diktaturen. Big Brother grüßt auch über 1984 hinaus schön!
5. Zukunft
Spracherkennung und Künstliche Intelligenz sind auf dem Sprung und werden zu weiteren Veränderungen führen.
6. Aufmerksamkeitsspannen
Die Bereitschaft, einer Botschaft Aufmerksamkeit zu widmen, nimmt stetig ab. Kommentare nehmen ab, doch längere Texte führen mitunter zu Nichtleserbriefen, die sich beschweren, einen so langen Text nicht lesen zu wollen. Bald müssen komplexe Bilder in vereinfachten Ausführungen bereitgestellt werden.
7. Fast Food
Kurze Eindrücke, vorzugsweise in Bild oder Video, die nach vierundzwanzig Stunden automatisch gelöscht werden, erfreuen sich der Beliebtheit.
Und selbst?
Was bedeutet all das für jeden Einzelnen und worauf gilt es zu achten? Sind wir dem ausgeliefert oder wo gibt es noch Gestaltungsraum?
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
Ergänzende Artikel
- Politik, Rhetorik und Entscheidungen: Politik findet nicht nur im Bundestag statt
- Shitstorm: Paul Watzlawick gilt auch im Internet
- Pinkwashing
- Manipulation der Midterm-Wahlen in den USA, Fake-Pages, Fake-Nutzer, Fake-News
- Die 11 häufigsten Manipulationstechniken erkennen
- 15 Wege, um mit schmutzigen Tricks Debatten zu gewinnen
- Trugschluss: Wenn Argumente richtiger klingen als sie sind!
- Diskussionen gewinnen: 9 hilfreiche Fragen und Taktiken für Ihre Argumentation in Diskussionen (Taktischer Argumentationsplan)
- 6 Techniken, damit gute Argumente keine Frage des Zufalls sind
- Shitstorm: Das Selfie von der Nashornjagd und das Internet
2 Kommentare
Einen Kommentar abschicken
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:CNC
Ü:
Alles verändert sich.
Immer mehr Zeitverschwendung und wenig Qualität.