Internet: Die sozialen Netzwerke verändern sich: Und nun?

Gedanken zu Entwicklungen, Folgen, Chancen, Risiken und was bedeutet das praktisch?
Soziale Netzwerke

Das Internet verändert die Welt

 

Es war ein Aufbruch in unbekannte weite Welten, in die zuvor noch nie ein Mensch einen Fuß gesetzt hat, das World Wide Web. Der Wilde Westen ist nun woanders, doch mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung tummelt sich nun im Internet. Dank Smartphone verbringen viele Menschen einen großen Anteil des Tages dort. Selbst das Klo ist mithilfe der Begleiter zu einem magischerem Ort als der Schreibtisch geworden. Die Fortbewegung in der Öffentlichkeit ähnelt dafür heute einem Hindernislauf, die Physiotherapeuten freuen sich.

Auf Skandale bei den Plattformen der sozialen Netzwerke reagiert kaum noch jemand aufgeregt, wir haben uns wohl schon daran gewöhnt. Das Phänomen ist generationsübergreifend, selbst soziale Netzwerke sind schon lange kein Jugend- oder Nischenphänomen mehr.

 

 

 

Die sozialen Netzwerke verändern sich

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass sich auch die sozialen Netzwerke verändern. Facebook vergreist, Twitter wird härter und das Verständnis von Snapchat entzieht sich den meisten Volljährigen.

 

 

Ein Beispiel

 

Twitter 2012

  • 55% Harmloser Unfug
  • 30% Wortwitz
  • 15% Katzenfotos

 

 

Twitter 2018

  • 75% Politik-Pöbelei
  • 10% Harmloser Unfug
  • 15% Katzenfotos

 

 

Fazit

 

Katzen sind eine sichere Bank!

 

 

 

Im Ernst

 

Das ist kein Nörgelartikel, sondern die Vorbereitung einer Diskussion, die ansteht und somit auch ich hier anbiete. Meinungen und Ergänzungen sind wie auch sonst sehr willkommen.

 

 

 

 

1. Polarisierung

 

Soziale Netzwerke habe das Potenzial immensen Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben – im Guten, wie im Schlechten. Filterblasen, Echokammer, Fake News und Meinungsbeeinflussung bei Wahlen wirken sich aus. Die Gesellschaft hat das Internet nicht gerade geeinigt, der Riss ist heute zumindest deutlich spürbarer, der Ton rauer.

 

 

 

2. Ungleichheit

 

Google und Facebook, dominieren den globalen Werbemarkt und haben die Macht, den öffentlichen Raum zu dominieren. Die großen Anbieter bewegen sich weitgehend unreguliert. Die heimischen Nutzer verheddern sich hingegen in einem unübersichtlichen Netz der Regulierungen und empfinden eine unbehagliche Willkür. Der Gesetzgeber ist überfordert und richtet unbeholfen weiteren Schaden an. Die im Grunde gut gemeinten Datenschutzbemühungen der EU hatten so vor allem das Ende vieler meist kleinerer Blogs zur Folge. Am Ende bleibt die Last und das Risiko meist beim Nutzer. Auch so manche Perle ist deswegen für Außenstehende unbemerkt verloren gegangen. Wer nicht über ein entsprechendes Budget verfügt erspart sich das Minenfeld.

 

 

 

3. Fehlender Wettbewerb

 

Dass private Unternehmen ein Monopol und noch dazu über so etwas Heikles wie persönliche Daten besitzen und sie weiterverkaufen können, ist schlicht und einfach jenseits von Gut und Böse. Es wäre in anderen Wirtschaftsbereichen Thema der Gerichte.

 

 

 

4. Einfluss

 

Für freiheitliche Demokratie ist der Einfluss auf die öffentliche Meinung ebenso bedenklich, wie die Möglichkeiten, die sich aus der Analyse der Datenströme ergeben. Big Data ist nicht nur ein Steckenpferd von Diktaturen. Big Brother grüßt auch über 1984 hinaus schön!

 

 

 

5. Zukunft

 

Spracherkennung und Künstliche Intelligenz sind auf dem Sprung und werden zu weiteren Veränderungen führen.

 

 

 

6. Aufmerksamkeitsspannen

 

Die Bereitschaft einer Botschaft Aufmerksamkeit zu widmen, nimmt stetig ab. Kommentare nehmen ab, doch längere Texte führen mitunter zu Nichtleserbriefen, die sich beschweren einen so langen Text nicht lesen zu wollen. Bald müssen komplexe Bilder in vereinfachten Ausführungen bereitgestellt werden.

 

 

 

7. Fast Food

 

Kurze Eindrücke, vorzugsweise in Bild oder Video, die nach vierundzwanzig Stunden automatisch gelöscht werden, erfreuen sich der Beliebtheit.

 

 

 

Und selbst?

 

Was bedeutet all das für jeden Einzelnen und worauf gilt es zu achten? Sind wir dem ausgeliefert oder wo gibt es noch Gestaltungsraum?

P.S.

 

Was für eine Meinung beziehungsweise welche Gedanken haben Sie dazu?

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