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Lobbyliste (Bundestag)

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Lobbyliste (Bundestag)

Lobbyliste (Bundestag)

 

Laut Beschluss des Deutschen Bundestages vom 21. September 1972 führt der Präsident des Deutschen Bundestages eine öffentliche Liste, in der Verbände, die Interessen gegenüber dem Bundestag oder der Bundesregierung vertreten, eingetragen werden können.

Es werden nur Verbände in die öffentliche Liste aufgenommen, die eine Aufnahme von sich aus beantragt haben. Nicht registriert werden Anstalten, Körperschaften und Stiftungen des öffentlichen Rechts und deren Dachorganisationen sowie Organisationen, deren Interessenvertretung bereits auf überregionaler Basis erfolgt. Gleiches gilt für angeschlossene Verbände eines bereits registrierten Dachverbandes sowie für einzelne Vereine und Einzelfirmen.

Der von vielen Stellen geforderten Transparenz liefert diese Liste wenig Antworten. In der Kritik: Viele Konzerne und große Wirtschaftsverbände verfügen im Parlament über Hausausweise, ohne dass der Bundestag diese wichtigen Informationen von sich aus öffentlich macht. Wie und mit welchen finanziellen Mitteln wer Einfluss nimmt, wissen nur wenige Personen. Vieles bleibt im Dunkeln, fördert Spekulationen und nährt Misstrauen. Das reduziert das öffentliche Vertrauen in die Arbeit des Bundestages.

P.S.​

 

Haben Sie dazu Fragen oder Kommentare?

2 Kommentare

  1. Und wer sorgt dafür, dass hier kein zu großer Einfluss stattfindet?

    Antworten
    • Scheinbar leider niemand so richtig!

      Antworten

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack Mai 2007

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