Weshalb tun sich so viele Menschen mit Schlagfertigkeit so schwer?
Professionelle Schlagfertigkeit und Gesprächskompetenz
Schlagfertigkeit mit Zeitverzögerung
Den meisten Menschen fällt durchaus eine schlagfertige Antwort ein. Allerdings größtenteils erst Stunden später, wenn sie nicht mehr zum Einsatz kommt. Wenn es darauf ankommt, will sich also häufig keine brauchbare Idee einfinden. Woran liegt das?
Überblick
Hindernisse
Früher oder später fällt den meisten Menschen durchaus eine schlagfertige Antwort ein. Allerdings vornehmlich erst Stunden später, wenn sie nicht mehr zum Einsatz kommt. Wenn es darauf ankommt, will sich also häufig keine brauchbare Idee einfinden.
Der wesentlichste Grund dürfte wohl sein, dass wir mit sehr viel Druck versuchen eine Antwort herauszupressen. Druck und diverse negative Emotionen, wie Ärger und Wut lassen das Reptiliengehirn die Führung übernehmen. Unter solchen Voraussetzungen blockiert allerdings das kreative Gehirn. Die inneren Dialoge verschlimmern es nur noch weiter.
Wer entsprechende Techniken gelernt und verinnerlicht hat, kann trotzdem noch die Schlagfertigkeit an den Tag legen. Es sind sozusagen weitgehend automatisierte Reaktionsmuster, die gestartet werden. Einige Dutzend Strategien stehen dafür zur Auswahl.
Grundlegender ist es, den Ursachen für die emotional einschränkenden Reaktionen auf den Grund zu gehen und zukünftig in förderlichen Zuständen solche Herausforderungen zu meistern.
1. Perfektionismus
Perfektionismus, im Sinne zu hoher Erwartungen, schadet. Das verkrampft. Wer die perfekte Antwort finden will, findet sie oft Stunden später, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Spielerisch ginge es deutlich leichter.
Zur Erinnerung: Bei Schlagfertigkeit geht es nicht darum, blitzschnell mit einer nie dagewesenen, möglichst maximal geistreichen, Idee Angreifer umzuhauen und das gesamte Publikum von der eigenen Intelligenz zu überzeugen, sondern darum, für sich und die Ziele einzutreten.
2. Konfliktscheue und Harmoniesucht
Wer nicht deutlich genug auf sich acht gibt, riskiert eher früher als später nicht mehr ernst genommen und schlechter behandelt zu werden.
3. Diverse Überzeugungen und Glaubenssätze
Überzeugungen und Glaubenssätze spielen dabei eine gewichtige Rolle, ob und wie wir wahrnehmen, denken und handeln. Was wir von uns, den anderen Menschen und dem Rest der Welt denken, beeinflusst Wahrnehmung, Denken und Handeln.
4. Selbstvertrauen
Eingeschränktes Selbstvertrauen und fehlende Selbstreflexionen machen es schwieriger, gut auf sich achtzugeben und angemessen zu reagieren. Es braucht dann nur leichte Berührungen blauer Flecken und es fühlt sich nach Tiefschlägen an. Oft braucht es nicht einmal andere Menschen, weil wir dank destruktiver Interpretationen auch ohne tatsächlichen Grund verletzt reagieren. Mit etwas Wohlwollen entpuppen sich viele vermeintliche Angriffe als harmloser, als sie spontan empfunden werden. Überreaktion macht es dann leider nicht besser. Je aufgeräumter wir sind, desto souveräner reagieren wir.
Was tun?
Wirksame, weil zielführende, Schlagfertigkeit beginnt also viel früher. Jeder kann schlagfertig sein. Das wirkt sich positiv auf das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein aus. Das steigert Selbstwirksamkeit und Überzeugungskraft. Also pflegen Sie Ihre innere Balance und trainieren Sie. Zeigen Sie Grenzen auf, wehren Sie unfaire verbale Angriffe ab — und noch besser; signalisieren Sie, dass so etwas sich bei Ihnen nicht lohnt. Wie, dazu gibt es zahlreiche Anregungen in den Beiträgen.
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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)
Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.
Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.
Wir können gemeinsam beispielsweise:
- Ziele und Prioritäten klären
- Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
- Argumentationen entwickeln und prüfen
- Gesprächsstrategien vorbereiten
- kritische Fragen und Einwände antizipieren
- schwierige Gesprächsverläufe simulieren
- Formulierungen ausprobieren
- Grenzen und Alternativen klären
- persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
- den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten
Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.
Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.
Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.
Welcher Rahmen passt?
PRIVAT 1:1
Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.
BUSINESS 1:1
Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.
EXECUTIVE SPARRING
Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.
Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. April 2017
Überarbeitung: 30. August 2020
AN: #2346
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