Vlog und Vlogging: Welche Kamera eignet sich zum Vloggen?

Vloggen: Praktische Tipps
Playlists auf YouTube - Karsten-Noack

Welche Kamera für das Vloggen?

 

Was braucht ein Vlogger für eine Vlogging-Kamera? Vlog ist ein Kunstwort, das für „Video“ und „Blog“ steht und an dieser Stelle finden Sie ein paar Gedanken zur passenden Kamera für Vlogger.

Vlogging-Kameras

 

Viele Wege führen nach Rom beziehungsweise zum erfolgreichen Vlog. Im Grunde lassen sich heutzutage schon mit einem Smartphone beachtliche Beiträge erstellen. Hier ein paar Gedanken zu Auswahl.

 

 

 

Mindestvoraussetzungen

 

Aus meiner Sicht erforderliche Grundvoraussetzungen (zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels):

  • Sensor
    Hochwertiger möglichst großer Sensor mit mindestens 20 Megapixeln.
  • 4K
    Fähigkeit 4K-Videos aufzuzeichnen. 8K ist nett, ist jedoch noch schwer zu bearbeiten.
  • Mikrofonanschluss
    Unbedingt erforderlich ist eine Anschlussmöglichkeit für ein externes Mikrofon. So wichtig die Bildqualität ist, schlechter Ton richtet sofort Schaden an.
  • Geeignetes Objektiv
    Achten Sie auf ein lichtstarkes Objektiv, je nach Zielsetzung in der Regel mit Weitwinkelbrennweite.
  • Monitor
    Neig- und schwenkbares Display, um sich beim Dreh selbst zu sehen. Das kann allerdings auch über einen zusätzlichen Monitor realisiert werden. Doch das ist teurer und schwerer.
  • Verbindung
    Üblich sind heute WLAN und Bluetooth für die Verbindung auch zum Smartphone. Für Android und Apple sollte es eine entsprechende App geben.

 

 

 

Kameratypen

 

Grundsätzlich bieten sich unter anderem die folgenden Kameratypen für das Vlogging an:

 

 

 

1. Smartphone

 

Die meisten Smartphones leisten hier sehr gute Arbeit und das haben ohnehin schon viele Menschen in der Tasche. Einige neue Modelle liefern nicht nur gute, sondern beeindruckende Ergebnisse.

 

Ton

Schwachpunkt beim Vloggen mit dem Smartphone ist der Ton. Ein gutes externes Mikrofon für das Smartphone kann deshalb Wunder bewirken. Oder der Ton wird gesondert aufgenommen und dann beim Schnitt hinzugefügt.

 

Bildstabilisierung

Mit einem Gimbal lassen sich die Bilder stabilisieren, wobei einige Modelle schon beachtliche Bildstabilisatoren mitbringen. Da die sich oft nicht abschalten lassen kann das wiederum Probleme bei Einsatz eines Gimbals machen. Hier gilt es sich gut zu informieren.

 

Objektive und Brennweiten

Neuere Modelle haben meist schon mehrere Objektive eingebaut. Ansonsten gibt es mit verschiedenen Befestigungen(Klemmen und Gehäuse) die Möglichkeit diverse Objektive anzubringen. Im Angebot sind Weitwinkelobjektive, Makroobjektive, Fisheye-Objektive und Teleobjektive.

 

Mehr

Mehr Informationen in einem eigenen Beitrag: Vloggen mit dem Smartphone

 

 

 

2. DSLR und DSM

 

Die Ergebnisse, die sich mit geeigneten Spiegelreflexkameras (DSLR) und spiegellosen Systemkameras erzeugen lasen, können hollywoodreif sein. Die umfangreichen Möglichkeiten, die sich schon bei der Auswahl des eingesetzten Objektivs ergeben, sind beachtlich.

 

Bei mir im Einsatz

Ich selbst nutze aktuell meist die Canon EOS RP und die Canon EOS R6. Die Canon EOS R6 hat ihre Stärken bei 4K und ich kann sie Dank sehr gutem Bildstabilisator ohne Gimbal in Bewegung nutzen. Das die Gesichtserkennung beziehungsweise Augenerkennung der Canon EOS R5 und R6 dafür sorgt, stets auch vor der Kamera, selbst mit ausgestrecktem Arm, scharf auszusehen ist ein riesiger Pluspunkt. Gerade die Canon EOS R5 und R6 schaffen das sogar unter erschwerten Bedingungen erstaunlich schnell. Das spart Zeit und Nerven.

Die Videodateien der Canon EOS R5 in 8K sind mir persönlich aktuell zu aufwendig zu verarbeiten. Mit den neuen Prozessoren wie dem M1 von Apple könnte sich das schnell ändern. Höhere Auflösung gibt mir mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung, wie dem Cropping. Insofern wäre dass schon nett.

Diese von mir eingesetzten Kameras haben dreh- und klappbare Displays, sodass ich sie aus nahezu jeder Kameraposition betrachten kann. Bei Außeneinsätzen spare ich mir so einen externen Monitor. Wobei der Einsatz eines NINJA V oder einer ähnlichen Lösung durchaus interessant ist, doch das ist ein anderes Thema für einen eigenen Beitrag.

Nachteilig ist das Gewicht, im Vergleich zu den anderen Lösungen. Doch mit einem entsprechenden Käfig (Kamera-Rig) und ergonomischen Griffen komme ich damit gut zurecht. Ein größerer Nachteil ist die erzeugte Aufmerksamkeit. Je professioneller die Ausrüstung, desto mehr Aufmerksamkeit zieht sie auf sich. Das macht die Arbeit nicht gerade leichter.

Für mich ein großer Pluspunkt: Ich kann meine umfangreiche Sammlung mit Ausrüstung aus der Fotografie nutzen. Seit ich denken kann  nutze ich Kameras von Canon, früher mit Kleinbildfilm und eigener Dunkelkamera. Die kostspieligen und hervorragenden L-Objektive kommen nun Dank Adapter an den Kameras der R-Serie zum Einsatz.

 

 

 

3. Actioncams

 

Vloggen mit der Actioncam? Ohne zusätzliches Mikro sind Actionscams wie die GoPro wohl eher für B-Roll zu nutzen. Dafür sind sie allerdings sehr gut geeignet. Actioncams sind klein, unempfindlicher und einige haben beachtliche Bildstabilisatoren. Außerdem lassen sich mit Dank des geschützten Gehäuses besondere Aufnahmen machen, die sonst kaum möglich sind. Gerade für Unterwasseraufnahmen eine gute Sache.

Da keine Wechselobjektive möglich sind, ist der cineastische Spielraum klein. Anfänger freuen sich darüber, dass Vorder- und Hintergrund scharf sind. Doch gerade Tiefenschärfe erzeugt gute Bilder von Vloggern.

 

 

 

4. Osmo Pocket und Co.

 

Ich habe einen DJI OSMO Pocket im Einsatz. Es ist die Kombination einer klassischen Action-Kamera mit den Vorteilen eines 3-achsigen-Stabilisierungssystems. Das erspart einen Gimbal. 116 Gramm und so klein, dass ich sie für Gelegenheiten gut bei mir führen kann. Innerhalb weniger Sekunden ist sie startbereit. Die Gesichtserkennung sorgt dafür, dass mir die Kamera folgt. Zusammen mit der einfachen Bedienung erleichtert es sehr das Vlogging. Mittels Adapter ist bei mir ein externes Mikrofon angeschlossen, damit auch der Ton stimmt. Die Bildauflösung ist 4K und ziemlich gut. Über das Zubehör lässt sich eine Menge berichten. Vorab: Der Selfiestick, der Mikrofonadapter und der WiFi-Adapter ist bei mir stets mit dabei.

Das sollte für den Anfang reichen. Ich werde dazu einen eigenen Beitrag schreiben.

 

 

 

5. Drohnen

 

Der Vollständigkeit halber gehören auch Drohnen mit ihren Kameras in diese Liste. Obwohl ich sie für stilistische Elemente recht spannend finde, habe ich bisher der Versuchung widerstanden mir ein Exemplar anzueignen. Und wer mich und meine Neugier kennt, kann erahnen, dass mir das nicht leicht gefallen ist. Doch für mich hält sich der praktische Nutzen in Grenzen. Wenn Drohnen so weit sind lautlos vor mir zu schweben und ich so Beiträge aufnehmen kann, …

 

 

 

Fazit

 

Ich betrachte Kameras und sonstige Ausrüstung als Werkzeuge. Und die geben so viel her, wie die Menschen in de Lage sind, die mit ihnen arbeiten. Noch so gute Technik ersetzt keinen guten Inhalt. Funktionierende Technik kann allerdings einiges vereinfachen.

Übrigens: Immer wieder ist daran zu erinnern, dass der Ton eine wesentlichere Rolle spielt als ein paar Extrapixel bei der Auflösung.

P.S.​

 

Welche Kamera favorisieren Sie und weshalb?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wenn Sie dieses Formular absenden, dann speichert es den eingegebenen Namen, die Email-Anschrift sowie die Inhalte. Mehr erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

Sie wünschen sich professionelle Unterstützung? Lassen Sie uns dazu ins direkte Gespräch kommen. Bei Interesse, für organisatorische Fragen und Terminvereinbarungen erreichen Sie mich persönlich am besten per E-Mail (mail@karstennoack.de). Telefonisch bin ich montags bis donnerstags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu sprechen: Telefon 030 / 864 213 68, Mobil 01577 / 704 53 56. Wenn ich gerade im Einsatz bin, hinterlassen Sie einfach eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer in Deutschland. Denken Sie unbedingt daran sehr konkret den Anlas Ihres Anrufs zu nennen. Ich rufe Sie dann so schnell wie möglich zurück. Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier.

Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen finden Sie deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir und den Honoraren. Wenn das für Sie passt, freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Juni 2021
Überarbeitung: 23. Januar 2021
AN: #453
K: CNC
Ü:

error: Content is protected !!