Körpersprache, die dir schadet: 15 Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können
Wenn nonverbale Signale deiner Botschaft im Weg stehen
Was jemand denkt, erkennen wir weniger an den Worten, als vielmehr am Verhalten.
Körpersprache, die dir schadet: 15 Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können
Wenn nonverbale Signale deiner Botschaft im Weg stehen
Körpersprache wirkt.
Im Gespräch.
In Präsentationen.
In Meetings.
Vor Publikum.
Vor der Kamera.
Dabei geht es weniger darum, einzelne Gesten wie ein Wörterbuch zu übersetzen.
Ein verschränkter Arm bedeutet keineswegs automatisch Ablehnung.
Ein ausweichender Blick beweist keine Unsicherheit.
Und eine bestimmte Haltung verrät weniger zuverlässig, was ein Mensch denkt.
Körpersprache bekommt ihre Bedeutung im Zusammenspiel von Kontext, Situation, Person und weiteren Signalen.
Trotzdem gibt es Gewohnheiten, die deine Wirkung unnötig schwächen können.
Vor allem dann, wenn sie sich häufig wiederholen oder im Widerspruch zu deiner Botschaft stehen.
Hier sind 15 davon.
Körpersprache braucht Kontext
Bevor wir auf einzelne Verhaltensweisen schauen, ein wichtiger Grundsatz:
Ein einzelnes körpersprachliches Signal liefert selten eine zuverlässige Interpretation.
Interessant wird das Gesamtbild:
Mimik.
Blick.
Gestik.
Stimme.
Haltung.
Bewegung.
Abstand.
Situation.
Und die Frage, was für diese Person normalerweise typisch ist.
Deshalb geht es in diesem Beitrag weniger darum:
„Diese Geste bedeutet immer …“
Sondern:
„Welche Wirkung könnte dieses Verhalten in dieser Situation erzeugen?“
15 Körpersprache-Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können
1. Ständig ausweichender Blick
Blickkontakt hilft, Verbindung herzustellen.
Wenn du dein Gegenüber fast nie ansiehst, kann das je nach Situation als Unsicherheit, Desinteresse oder fehlende Verbindung wahrgenommen werden.
Das bedeutet weniger:
Du musst Menschen anstarren.
Hilfreicher ist natürlicher Blickkontakt mit Unterbrechungen.
Gerade bei Präsentationen kannst du den Blick bewusst im Raum verteilen.
2. Unruhige Hände
An Schmuck spielen.
Den Kugelschreiber drehen.
Die Brille ständig anfassen.
Finger kneten.
Solche Bewegungen können Aufmerksamkeit von deiner Botschaft wegziehen.
Vor allem dann, wenn sie sich ständig wiederholen.
Deine Hände dürfen sichtbar sein. Sie brauchen weniger Dauerbeschäftigung.
3. Gesten ohne Bezug zur Botschaft
Gestik kann Aussagen lebendiger und verständlicher machen.
Problematisch wird sie, wenn Hände ständig irgendetwas tun, ohne die Botschaft zu unterstützen.
Dann entsteht Bewegung ohne Bedeutung.
Besser:
Gesten dürfen Gedanken sichtbar machen.
4. Komplett eingefrorene Gestik
Das Gegenteil kann ebenfalls Wirkung kosten.
Wenn Arme und Hände fast vollständig still bleiben, kann ein Auftritt zurückhaltender oder angespannter wirken, als du beabsichtigst.
Natürlich gibt es Menschen mit ruhigerer Gestik.
Das ist vollkommen in Ordnung.
Entscheidend ist:
Passt deine Gestik zu deiner Persönlichkeit, deiner Botschaft und der Situation?
5. Ständiges Hin- und Herlaufen
Bewegung kann Präsenz erzeugen.
Ungezieltes Auf-und-ab-Gehen kann dagegen Unruhe vermitteln und Aufmerksamkeit binden.
Gerade bei Präsentationen hilft:
Bewege dich mit einem Grund.
Wechsle beispielsweise die Position bei einem neuen Gedanken oder Abschnitt.
Dann bekommt Bewegung Bedeutung.
6. Wie angewurzelt stehen
Auch völlige Bewegungslosigkeit kann einen Auftritt steif wirken lassen.
Ein stabiler Stand ist wertvoll.
Er bedeutet weniger, dass du dich kaum bewegen darfst.
Sicherheit und Beweglichkeit passen zusammen.
7. Sich unnötig klein machen
Zusammengesunkene Haltung.
Schultern nach vorn.
Kopf dauerhaft gesenkt.
Solche Haltungen können deine Präsenz reduzieren und zugleich deine Stimme weniger frei tragen lassen.
Es geht weniger um militärische Haltung.
Eher um:
Aufgerichtet, beweglich und gut im eigenen Körper stehen.
8. Übertrieben raumgreifend auftreten
Mehr Raum bedeutet weniger automatisch mehr Autorität.
Sehr dominante Gesten, breit beanspruchter Raum oder demonstratives körperliches Überlegenheitsverhalten können je nach Kontext arrogant, aufgesetzt oder einschüchternd wirken.
Präsenz braucht weniger Inszenierung.
Nimm den Raum ein, der zu dir und zur Situation passt.
9. Mimik und Botschaft passen wenig zusammen
Du sprichst über etwas Wichtiges und lächelst gleichzeitig nervös.
Du willst Begeisterung vermitteln und dein Gesicht wirkt nahezu unbewegt.
Du hörst einer kritischen Frage zu und rollst mit den Augen.
Solche Widersprüche können die Botschaft schwächen.
Dabei gilt:
Mimik weniger kontrollieren – Botschaft und innere Haltung stärker miteinander verbinden.
10. Ein dauerhaft angespanntes Gesicht
Unter Druck spannen Menschen häufig unbewusst Kiefer, Stirn oder Gesichtsmuskeln an.
Das kann einen Auftritt härter oder angespannter wirken lassen.
Eine kurze körperliche Vorbereitung kann helfen:
Atmen.
Kiefer lösen.
Schultern bewegen.
Gesicht lockern.
Nicht für ein künstliches Lächeln.
Für mehr Beweglichkeit.
11. Dauerlächeln
Lächeln kann Nähe, Offenheit und Wärme vermitteln.
Ein dauerhaftes Lächeln passt jedoch weniger zu jeder Botschaft.
Gerade bei ernsten Themen kann es irritieren.
Eine lebendige Mimik reagiert auf Inhalt und Situation.
12. Zu geringe oder zu große Distanz
Nähe beeinflusst Wirkung.
Wer Menschen sehr nahe kommt, kann Grenzen überschreiten.
Wer unnötig viel Abstand hält, kann distanziert wirken.
Die passende Distanz hängt von Kultur, Beziehung, Situation und persönlichem Empfinden ab.
Respektiere Raum – deinen und den der anderen.
13. Ständige Selbstberührungen
Gesicht berühren.
Haare richten.
Kleidung korrigieren.
Hände am Hals oder Gesicht.
Solche Bewegungen können unter Anspannung häufiger werden.
Sie sind weniger ein eindeutiges „Nervositätssignal“.
Sie können jedoch die Aufmerksamkeit erhöhen, wenn sie ständig auftreten.
Video-Feedback hilft hier besonders gut.
14. Körpersprache imitieren statt natürlich reagieren
Manche Körpersprachetipps empfehlen:
Spiegle exakt die Haltung.
Setze gezielt diese Geste.
Nimm jene „Power Pose“ ein.
Das kann schnell künstlich wirken.
Natürlich passen Menschen ihre Körpersprache im Kontakt ohnehin teilweise aneinander an.
Das braucht weniger mechanische Nachahmung.
Gute Körpersprache entsteht aus Aufmerksamkeit und echter Verbindung.
15. Deine Körpersprache widerspricht deiner Botschaft
Das ist für mich der wichtigste Punkt.
Du sagst:
„Ich bin überzeugt davon.“
und wirkst gleichzeitig, als möchtest du möglichst schnell verschwinden.
Du sagst:
„Ihre Frage ist willkommen.“
und dein Gesicht signalisiert Ungeduld.
Du sagst:
„Wir schaffen das gemeinsam.“
und gehst körperlich auf Distanz.
Menschen registrieren solche Widersprüche häufig.
Dann hilft weniger kosmetische Korrektur.
Interessanter ist:
Was stimmt innerlich noch weniger mit meiner Botschaft überein?
Welche Körpersprache ist überzeugend?
Es gibt weniger die eine perfekte Körpersprache.
Ein guter Ausgangspunkt ist:
stimmig statt einstudiert.
Deine Körpersprache sollte zu deiner Persönlichkeit passen.
Zur Rolle.
Zur Situation.
Zum Publikum.
Und zu dem, was du tatsächlich sagen möchtest.
Dazu gehören häufig:
-
stabiler, beweglicher Stand
-
natürlicher Blickkontakt
-
Gestik, die Gedanken unterstützt
-
lebendige Mimik
-
bewusste Bewegung
-
passende Nähe und Distanz
-
eine Haltung, die freies Atmen und Sprechen ermöglicht
Wie findest du heraus, wie du tatsächlich wirkst?
Selbstwahrnehmung hilft.
Sie reicht bei Körpersprache allerdings oft weniger weit.
Denn du erlebst dich von innen.
Andere sehen dich von außen.
Deshalb ist Video besonders wertvoll.
Nimm eine Präsentation oder Gesprächssituation auf.
Schau zunächst ohne Ton.
Was siehst du?
Wo wirkt etwas ruhig?
Wo unruhig?
Was unterstützt deine Botschaft?
Was zieht Aufmerksamkeit ab?
Dann schaue mit Ton.
Wie gut passen Inhalt und nonverbale Wirkung zusammen?
Genau daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte.
Vorsicht vor Körpersprache-Mythen
Rund um Körpersprache kursieren viele einfache Regeln.
Verschränkte Arme = Ablehnung.
Blick nach rechts = Lüge.
Berühren der Nase = Täuschung.
Breiter Stand = Macht.
Solche Übersetzungen sind in dieser Form wenig belastbar.
Körpersprache ist kontextabhängig.
Menschen unterscheiden sich.
Und viele Bewegungen haben zahlreiche mögliche Ursachen.
Ein Signal ist ein Hinweis. Kein Beweis.
Das gilt besonders dort, wo aus Körpersprache Absichten, Charakter oder Wahrheit abgeleitet werden sollen.
Wenn du deine Wirkung gezielt verbessern möchtest
Manchmal reicht schon ein gutes Video und etwas Aufmerksamkeit.
Bei wichtigen Auftritten kann professionelles Feedback deutlich mehr sichtbar machen.
Wie wirkst du?
Was trägt bereits?
Welche Gewohnheiten lenken ab?
Welche kleinen Veränderungen verbessern Präsenz und Verständlichkeit?
Dabei geht es weniger darum, eine fremde Körpersprache zu lernen.
Es geht darum, deine eigene Wirkung klarer und stimmiger werden zu lassen.
→ Persönliche Wirkung, Ausstrahlung und Präsenz
Geht es um eine konkrete Präsentation?
Wenn ein wichtiger Vortrag oder eine Präsentation bevorsteht, lässt sich Körpersprache direkt im realen Kontext trainieren.
Stand.
Blickkontakt.
Gestik.
Bewegung.
Stimme.
Umgang mit Raum und Publikum.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Noch ein Gedanke
Dein Publikum braucht weniger die perfekte Geste.
Es braucht Zugang zu dir und deiner Botschaft.
Wenn du jede Handbewegung kontrollieren möchtest, verlierst du möglicherweise genau das, worum es geht:
Kontakt.
Gute Körpersprache ist weniger eine Choreografie.
Sie ist die sichtbare Seite einer klaren, präsenten Kommunikation.
Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.
Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?
Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?
Welche Botschaften kommen klar an?
Wo entsteht Präsenz?
Wo verliert die Wirkung an Kraft?
Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?
Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.
Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.
Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,
- was bereits gut funktioniert,
- wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
- wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
- welche Veränderungen besonders lohnend sind
- und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.
Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.
Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.
Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.
Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Unterstützung bei Reden und Präsentationen
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
-
Ziel und Kernbotschaft
-
Struktur und Dramaturgie
-
Argumentation und Storytelling
-
Sprache und Formulierungen
-
Folien und Visualisierung
-
Stimme, Körpersprache und Präsenz
-
Lampenfieber und Auftrittssicherheit
-
kritische Fragen und Einwände
-
einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht
Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.
→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen
Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.
→ Executive Präsentationsvorbereitung
Probelauf und professionelles Feedback
Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?
Ein Probelauf macht genau das sichtbar.
→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen
Antworten auf häufige Fragen
Was sind Beispiele für negative Körpersprache?
Zu diesen Verhaltensweisen, die als negative Körpersprache betrachtet werden, gehören: eine schlechte Haltung, unsicher Stand, Vermeiden von Blickkontakt, Schaffen von Barrieren, unangemessene Abstände zu anderen Personen, Schwitzen, Stirnrunzeln und der übermäßige Gebrauch von Geste, Inkongruenz.
Was sind Beispiele für positive Körpersprache?
Beispiele für positive Körpersprache:
- Sicherer Augenkontakt
- Zustimmendes Kopfnicken
- Fester Händedruck
- Zeigen offene Handflächen
- Aufrechte und offene Körperhaltung
- Zu Gesprächspartnern neigen
Mehr im Beitrag So beruhigt gute Körpersprache, so schadet Ihnen Körpersprache
Vorsicht, Kommentare!
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #656443
Ü:
K:




Was kennzeichnet gute Gestik?
Faszinierende Tipps.
Leider wird in dem Text nicht berücksichtigt, dass es Frauen oder Männer mit einer zu hohen Stimme schwerer haben als seriös zu gelten. Sie werden gern verlacht und ihre Vorschläge übergangen.
Das ist aufgrund der zumeist heterosexistisch-misogynen Anwesenden so. Daran kann auch ein noch so gutes Stimmtraining und Tipps zum Auftreten, zur Schlagfertigkeit die alle super verinnerlicht wurden, nichts ändern.
Wenn nicht du selbst der Fehler bist, sondern dein Umfeld – wie auch?
Das nur als Info. Weiter empfehle ich zur Logik der Misogynie das gleichnamige Buch von Kate Manne „Down Girl Sie Logik der Misogynie“ darin liefert sie besonders gute Hinweise, die Frauen und auch diverse Männer für sich nutzen können.
Ich denke es bringt etwas, das Umfeld auf seine Fehler hinzuweisen sozusagen „den Teufel aus dem Schatten zu locken“.
Dafür brauch es aber natürlich erst mal den gewissen Blick, um diese Fehler sichtbarer zu machen.
Alles Gute!
Guten Tag Herr Noack,
Kurz zu meiner Person:
Ich bin 37 Jahre alt und Einsatztrainer der Polizei.
Seit ca. einem Jahr beschäftige ich mich damit meine Auszubildenden sowie auch Teilnehmer aus der Führungsebene genau zu beobachten und nonverbale Informationen zu lesen. Ich habe in diverser Literatur auch viele Antworten auf bestimmtes Verhalten meiner Teilnehmer erhalten können.
Jedoch blieb ein Verhalten für mich bis jetzt ungeklärt. Dieses Phänomen taucht aber tatsächlich jedes Training bei mindestens 10-15% des Teilnehmerkreises auf.
Und zwar das stehen auf den Fußaußenkanten. Meistens tritt dies auf wenn ich Dinge erkläre und sie gleichzeitig vor machen muss um die Bewegungsdynamik zu zeigen. Wenn ich die Teilnehmer dabei beobachtet stelle ich sehr oft fest das einige auf ihren Fußaußenkanten stehen. Was einen ziemlich unsicheren und instabilen Eindruck vermittelt.
Haben Sie eine Interpretation dieses Verhaltens. Es würde mich brennend interessieren.
Über eine Antwort würde ich mich außerordentlich freuen.
Gute Zeit und viel Gesundheit
Auf dem Weg einer Suchanfrage bin ich auf ihre Webseite gestoßen und wollte es mir nicht nehmen lassen mir ihre siebzehn Hinweise durchzulesen.
Sicherlich kann man nicht alle Eventualitäten abdecken, jedoch musste ich schmunzeln als sie „über dem Kopf, nach hinten verschränkte, offene Arme“ als eine „Überlegenheitsgeste“ meist eines Vorgesetzten interpretierten. So kann ich mir zwar gut einen Vorgesetzten vorstellen, würde diese Geste niemals als „überlegen“ ansehen, sondern von einer Unsicherheit mir gegenüber. Sollte dieser Geste zuvor eine Frage vorausgegangen sein, sehe ich darin die Antwort als eine „geflunkerte“ Lüge an.
Dann, die von ihnen dargestellte „Spiegel-Position“ als „falsch/unehrlich“ zu interpretieren, kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Wenn sich zwei Personen miteinander Unterhalten, werden, wenn sie sich auf das Gespräch ehrlich einlassen, Körperhaltungen des gegenüber angenommen, das passiert automatisch, weil es sich gut anfühlt und man sich so so spiegelbildlich mit der Person identifiziert. Das einzig negativ könnte man darin sehen, wenn einer der beiden, diese Körpersprache wissentlich einsetzt, um sein Gegenüber in Wohlgefallen zu versetzen.
Diese Spiegelposition ist auch oft zu sehen, wenn sich in einer Gruppe von stehenden Angestellten, sich der Chef dazugesellt und z.B. die Arme verschränkt. Die Angestellten die sich gut mit dem Chef stellen wollen, werden unbewusst, spiegelbildlich, die Haltung, hier, die der verschränkten Arme des Chefs, annehmen.
Zu guter Letzt kommen wir noch auf meine Suchanfrage:
Mich würde persönlich interessieren, was für ein Person ich bin, wenn ich am Schreibtisch sitze, in meine Arbeit vertieft bin und unbewusst meinen linken Arm mit dem Ellbogen auf der Tischkante aufstütze und der Unterarm so senkrecht nach oben absteht? Können sie sich darauf einen Reim machen?
Über ein Antwortmöglichkeit würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Michael