Woher bekommt Angst ihren Schrecken?
Ängste verstehen und überwinden.
Angst
Ängste stehen einem erfüllten Leben im Weg. Woher bekommt Angst ihren Schrecken?
Überblick
Woher bekommt Angst ihren Schrecken?
Es gibt zahlreiche Hindernisse auf dem Weg zu einem erfüllenden Leben zu meistern, immer wieder und wieder. Viele dieser Hindernisse haben mit Angst zu tun.
Ursprung
Einst waren Menschen selbst gefährdet, gefressen zu werden. Die Vorfahren, die keine Angst hatten, wurden damals gefressen. Entsprechend haben sie weniger Nachkommen gezeugt. Das hat während der Evolution wohl Muster hinterlassen. Teile unseres Gehirns haben sich auf die veränderte Welt noch nicht eingestellt.
Damals und Heute
In unserer etwas zivilisierteren Welt sind existenzielle Bedrohungen meist anderer Natur als in der Vor- und Frühgeschichte. Von hungrigen wilden Tieren werden heutzutage weniger Menschen vertilgt. Doch unser Gehirn bewertet Situationen immer noch nach alten Kriterien und löst uralte körperliche Reaktionen aus. Heute geschieht das nicht mehr in der Savanne, sondern beispielsweise in Besprechungsräumen und vor Publikum. Noch immer ängstigt das Verlassen des vermeintlich sicheren Zentrums der Herde. Selbst die so oft gepriesene Individualität zielt überwiegend darauf ab, die Sicherheit der Gruppenzugehörigkeit zu erhalten. Am Rand und außerhalb der Herde fühlen wir uns unsicher.
Missverständnisse
Ein Besprechungsraum ist kein Kampfplatz, doch, wenn das Reptiliengehirn befürchtet, vom Publikum könnte eine Gefahr ausgehen, meldet sich daraufhin heftiges Lampenfieber. Hier und in vielen anderen Situationen helfen Ängste uns heute nicht mehr unmittelbar dabei, unser Leben zu retten. Im besten Fall führen sie zu einer Leistungssteigerung, so wie es eine Tasse Espresso vermag. Steigert sich die Angst zu einer einschränkenden Hemmung oder nimmt sogar pathologische Formen an, dann ist sie schädlich.
An einige Ängste gewöhnen wir uns durch Wiederholung und an andere nicht. Angenehm sind sie nicht, mal vom lustvollen Schauer wie bei einer Gruselgeschichte, einer Achterbahnfahrt oder Extremsport abgesehen.
Ängste auflösen
Unangemessene Ängste setzen uns unnötige Grenzen. Sie stehen der Entfaltung im Weg und können sehr schmerzhaft sein. Die Auflösung einschränkender Ängste lohnt sich selbst bei milden Formen. Unangemessene Ängste reduzieren unnötig die Lebensqualität. Solcher Ballast, der vor allem unter der Oberfläche Einfluss nimmt, darf abgelegt werden, wenn er Wahrnehmung, Denken und Handeln beeinflusst.
Unterstützung
Angst hat viele Formen, Ausprägungen, Auswirkungen — erfordert unterschiedliche Schritte. Während beispielsweise Lampenfieber noch selbst oder im Coaching zu bearbeiten und lösen ist, erfordert Redeangst als spezifische Angst fundierte Psychotherapie.
Stellen Sie sich Ihren persönlichen Dämonen und Sie werden daran wachsen. Lassen Sie sich dabei unterstützen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. November 2017
Überarbeitung: 12. April 2021
Englische Version:
AN: #764
K: CNB
Ü:









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