Kreativitätswerkzeug: Kollektives Notizbuch

Kreativitätstechniken für die Praxis
Kreativitätswerkzeug: Kollektives Notizbuch

Das Kollektive Notizbuch ist eine eigenständige schriftliche Variante des Brainstormings. Die Zahl der Teilnehmer ist hierbei unbegrenzt. Ein Vorteil dieser Kreativitätstechnik ist, dass sich die Beteiligten auch dann gegenseitig inspirieren können, wenn sie nicht gleichzeitig an einem Ort anwesend sind.

Als Orientierung für die Dauer dieser Kreativitätsmethode haben sich zwei bis vier Wochen bewährt. Ein kollektives Notizbuch kann aber auch nach einer erfolgten Kreativitätssitzung dafür eingesetzt werden, über einen längeren Zeitraum noch weitere Ideen zu sammeln.

Der Erfolg eines Kollektiven Notizbuches ist sehr davon abhängig, ob und in welchem Maße sich die Teilnehmer dafür begeistern lassen. Es geht bei dieser Übung vor allem darum, Assoziationsketten zu fördern. Da die Rückmeldungen allerdings oft erst mit großer Zeitverzögerung ankommen, kann die Motivation im Verlauf der Aktion rasch verloren gehen.

 

 

 

Verlauf der Ideenfindung mittels Kollektivem Notizbuch

 

 

Schritt 1: Vorbereitungsphase

 

Zunächst ist abzuwägen, ob die Ursprungsvariante dieser Kreativitätstechnik in Papierform oder stattdessen eine (meist geschlossene) Intra- oder Internetversion zum Einsatz kommt. Beides hat Vor- und Nachteile.

Für die physische Variante wird ein Ordner oder Notizbuch vorbereitet, in dem die erhofften Ideen aufgenommen werden 
und das eingangs die Aufgabenstellung erläutert sowie Hinweise zu das Thema betreffenden Problemen gibt. Gegebenenfalls können auch Grafiken oder weitere Erläuterungen hilfreich sein.

Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass das Kollektive Notizbuch für alle Beteiligten erreichbar ist. Wichtig ist auch die Information, wie lange es für Einträge bereitliegen wird.

 

 

Schritt 2: Sammelphase

 

Im Notizbuch werden unterschiedlichste Ideen gesammelt. Die gegenseitige Inspiration soll die Fortentwicklung fördern.

 

 

Schritt 3:

 

Ist der Zeitraum beendet, werden die Inhalte des Notizbuches zusammengefasst und Schlussfolgerungen daraus gezogen. In der Auswertungsphase werden auf dieser Grundlage dann Vorschläge zur Problemlösung erarbeitet bzw. weitere Schritte vorbereitet.

 

 

 

Vorteile und Nachteile des kollektiven Notizbuches

 

 

Vorteile

 

  • Alle Teilnehmer kommen an die Reihe, ohne von dominanten Persönlichkeiten eingeschränkt zu werden.
  • Einsatz auch ohne direkte Treffen der Teilnehmer möglich.

 

 

Nachteile

 

  • Großer Zeitaufwand
  • Bedingt die Bereitschaft der Teilnehmer, da ein Moderator hier nur bedingt Einfluss nehmen kann.
  • Die gegenseitige Inspiration ist bei der Reinform auf das Notizbuch begrenzt.