Alternativen zum Herunterschlucken negativer Emotionen

Tagesmotto: Was tun mit unangenehmen Gefühlen?
Aussprechen statt herunterschlucken. Handeln statt ignorieren.
Der Kummer, der nicht spricht, nagt leise an dem Herzen, bis es bricht. William Shakespeare

Alternativen zum Herunterschlucken von unangenehmen Emotionen

 

Was haben Sie lange genug hinuntergeschluckt? Wie gehen Sie mit negativen Emotionen um?

Ignorieren, ertragen, durchhalten

 

Unsere Gefühle beeinflussen unsere Stimmung, unsere Motivation und Leistungsfähigkeit. Fühlen wir uns schlecht, etwas ärgert uns oder uns plagt die Traurigkeit, wirkt sich das negativ auf viele Lebensbereiche aus. Das kann unsere alltäglichen Handlungen blockieren. Manchmal scheint es, als wäre es nicht mehr möglich klar zudenken, weil uns die Emotionen im festen Griff haben. Egal, was wir tun und was um uns herum geschieht, die Gefühle scheinen wie eine dunkle Wolke über uns zu schweben. Negative Gefühle vergiften Wahrnehmung, Denken und Handeln. Sie können auch unseren Schlaf beeinflussen und zu Niedergeschlagenheit führen. 

Je nach Persönlichkeitstyp und Erfahrung gehen unterschiedliche Menschen auf andere Art und Weise mit negativen Gefühlen um. Unsere Emotionen können uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen. Also wird immer wieder versucht die unangenehmen Gefühle beiseite zu schieben. Das ist allerdings keine gute Idee. Es ist sprichwörtlich; Ärger hinunterzuschlucken schlägt irgendwann auf den Magen. Irgendwann brodelt der Ärger unter der Oberfläche. Mit anderen Emotionen ist es so ähnlich.

 

 

 

Flucht

 

Die Versuche den Emotionen zu entkommen sind vielfältig. Viele Menschen stürzen sich Hals über Kopf in die Arbeit und betäuben so ihre Beziehung zu sich selbst und den abgelehnten Emotionen. Andere verweigern sich komplett und sitzen stundenlang vor dem Computer oder dem Fernseher. Andere wiederum trinken Alkohol und nehmen andere Drogen, nur um diese nagenden Emotionen nicht mehr so stark zu empfinden.

 

 

 

Folgen

 

Es hat Folgen nicht gut auf sich acht zu geben. Das Unterdrücken unangenehmer macht Gefühle krank. Ein erfüllendes Leben ist so kaum möglich, es ist schlecht für Körper und Geist, kann krank machen. Außerdem haben Emotionen die Aufgabe uns auf etwas hinzuweisen, das Aufmerksamkeit erfordert.

 

 

 

Besser

 

Besser als Flucht ist es einen positiven, gesunden und nachhaltigen Umgang mit unseren Gefühlen zu erlernen und zu praktizieren. Es ist der erste Schritt sich zu trauen, den Gefühlen wieder mehr Aufmerksamkeit zu geben. Nun gilt es zu lernen, den Emotionen auf eine konstruktive Art und Weise mit Aufmerksamkeit zu bedenken, als wir das bisher getan haben. Achtsamkeit ist gefragt.

Es geht darum, die Emotionen zu sehen, zu spüren, ohne sie dabei zu bewerten. Geben wir ihnen Raum, betrachten und würdigen wir sie während sie vorbeiziehen. Nicht die Emotion an sich sorgen dafür, dass wir uns schlecht fühlen, sondern unsere Bewertung dieser Emotion. Erst, der Widerstand gegen die Emotion macht sie zum Problem. Wenn wir gegen sie ankämpfen und die Emotion mit aller Kraft unterdrücken oder kontrollieren wollen wachsen die Probleme.

Zugegeben, manchmal sind Emotionen sehr stark. Da hilft es schon in der Lage zu sein auch mit heftigen Emotionen umzugehen, sie objektiver zu betrachten und zu kanalisieren, zu akzeptieren,… Dazu stehen viele Wege zur Verfügung, Selbstreflexion gehört zu vielen. Atemübungen, Yoga, Meditation, Coaching, Psychotherapie, …

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf dem Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto meist auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu in Fragmenten zu erscheinen. Fühlen Sie sich eingeladen Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um Ihre persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei Ihnen aus?
  • Unter welchen Umständen stimmen Sie der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in Ihrem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto Ihr Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo wollen Sie sich wie daran erinnern?

P.S.

 

Was haben Sie lange genug hinuntergeschluckt?

3 Kommentare

  1. Also allen Frust auf die Mitmenschen verteilen?

    Antworten
    • Wem sollte das von Vorteil sein?

      Antworten
  2. Gerade bei Wut und Ärger ist der Rat zwar vernünftig, nur halt nicht so naheliegend.

    Antworten

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2016
Überarbeitung: 25. Juni 2020
Englische Version:
AN: #223
K: CNB
Ü: