Atemtechniken bei Lampenfieber: ruhig atmen, klarer auftreten

Atemtechniken bei Lampenfieber: Was wirklich hilft
Atemtechniken bei Lampenfieber

Atemtechniken bei Lampenfieber: ruhiger atmen, klarer auftreten

 

Die Atmung gehört zu den schnellsten Möglichkeiten, den eigenen Zustand vor einem Auftritt zu beeinflussen.

Sie ist direkt mit körperlicher Aktivierung verbunden.

Und genau deshalb kann sie bei Lampenfieber hilfreich sein.

Gleichzeitig wird ihre Wirkung häufig überschätzt.

Eine Atemtechnik kann deinen Zustand unterstützen.

Sie ersetzt keine gute Vorbereitung.

Sie löst nicht automatisch die Ursachen starken Lampenfiebers.

Und sie sollte so eingesetzt werden, dass du dich während des Auftritts stärker auf deine Botschaft konzentrieren kannst statt immer mehr auf deinen Körper.

 

 

 

Warum verändert sich die Atmung bei Lampenfieber?

 

Wenn eine Situation wichtig erscheint, reagiert der Körper.

Der Puls kann steigen.

Die Muskulatur bekommt mehr Spannung.

Die Aufmerksamkeit richtet sich stärker auf mögliche Risiken.

Und häufig verändert sich auch die Atmung.

Sie wird schneller.

Flacher.

Unruhiger.

Manche Menschen beginnen dabei unbewusst stärker zu atmen, als ihr Körper gerade braucht.

Dann können zusätzliche Empfindungen entstehen.

Zum Beispiel:

  • Schwindel
  • Kribbeln
  • ein Gefühl von Enge
  • Benommenheit
  • mehr körperliche Unruhe

Diese Empfindungen können wiederum als weiteres Zeichen von Nervosität interpretiert werden.

So verstärkt sich der Kreislauf.

 

 

 

Mehr Luft ist nicht automatisch besser

 

Vor einem wichtigen Auftritt hören Menschen häufig den Rat:

„Atme jetzt ganz tief ein.“

Das klingt zunächst plausibel.

Bei ohnehin beschleunigter Atmung kann besonders tiefes und häufiges Einatmen die Aktivierung jedoch zusätzlich verstärken.

Hilfreicher ist oft eine ruhigere, weniger forcierte Atmung.

Der entscheidende Gedanke lautet:

Weniger eingreifen. Mehr regulieren.

 

 

 

Eine einfache Atemtechnik vor dem Auftritt

 

Eine einfache Variante funktioniert so:

  1. Atme ruhig ein.
  2. Atme etwas länger und entspannter aus.
  3. Lass nach dem Ausatmen einen kurzen natürlichen Moment entstehen.
  4. Atme wieder ruhig ein.
  5. Wiederhole das einige Male.

Es geht weniger darum, Sekunden exakt zu zählen.

Wichtiger ist:

Das Ausatmen darf etwas länger und ruhiger werden.

So kann sich die körperliche Aktivierung reduzieren, ohne dass du die Atmung künstlich kontrollierst.

 

 

 

Warum längeres Ausatmen hilfreich sein kann

 

Eine ruhige Ausatmung kann dem Körper ein Signal geben, die Aktivierung etwas zurückzufahren.

Viele Menschen erleben dadurch:

  • weniger körperliche Spannung
  • mehr Ruhe im Sprechtempo
  • eine stabilere Stimme
  • einen besseren Zugang zum eigenen Denken

Die Wirkung ist individuell.

Eine Atemtechnik ist deshalb ein Werkzeug.

Sie ist selten die gesamte Lösung.

 

 

 

Atmung direkt vor dem ersten Satz

 

Der Moment unmittelbar vor dem Beginn ist für viele Menschen besonders intensiv.

Du gehst nach vorne.

Alle schauen dich an.

Der Körper registriert:

Jetzt beginnt es.

Gerade hier hilft häufig ein sehr einfacher Ablauf:

Position einnehmen.

Den Raum wahrnehmen.

Ruhig ausatmen.

Menschen anschauen.

Dann beginnen.

Dieser kleine Moment verhindert, dass du aus der Bewegung heraus sofort in den ersten Satz hineinschießt.

 

 

 

Der erste Satz beeinflusst den Rhythmus

 

Wer angespannt startet, beginnt häufig zu schnell.

Das hohe Tempo verstärkt wiederum das Gefühl von Druck.

Deshalb lohnt sich eine bewusste Entscheidung:

Der erste Satz darf langsam sein.

Sprich ihn vollständig.

Lass das Satzende stehen.

Dann geht es weiter.

So entsteht von Anfang an ein anderer Rhythmus.

 

 

 

Atmung während des Sprechens

 

Beim Sprechen entsteht die Atmung idealerweise weitgehend von selbst.

Du musst weniger darüber nachdenken, wann du ein- oder ausatmest.

Hilfreicher ist häufig, auf die Sprache zu achten.

Kurze Sätze.

Klare Satzenden.

Pausen.

Ein Gedanke nach dem anderen.

Dadurch bekommt die Atmung automatisch mehr Raum.

Gute Sprechstruktur unterstützt gute Atmung.

 

 

 

Warum lange Sätze die Atmung belasten können

 

Unter Druck entstehen häufig lange Sätze.

Ein Gedanke wird ergänzt.

Dann noch einer.

Und noch eine Absicherung.

Irgendwann fehlt Luft.

Die Stimme verliert Stabilität.

Das Sprechtempo steigt.

Deshalb ist sprachliche Klarheit auch körperlich hilfreich.

Kurze bis mittlere Sätze geben dir Raum.

Sie geben dem Publikum Raum.

Und sie unterstützen einen ruhigeren Sprechrhythmus.

 

 

 

Die Atmung weniger beobachten

 

Bei starkem Lampenfieber kann ein weiteres Problem entstehen:

Du beobachtest deine Atmung immer genauer.

Atme ich richtig?

Ist sie zu schnell?

Warum fühlt sich das gerade komisch an?

Diese intensive Selbstbeobachtung kann zusätzliche Aufmerksamkeit binden.

Dann wird eine Technik, die eigentlich helfen sollte, zu einer weiteren Kontrollaufgabe.

Deshalb ist der nächste Schritt besonders wichtig.

 

 

 

Richte deine Aufmerksamkeit wieder nach außen

 

Nach ein oder zwei bewussten Atemzügen darf deine Aufmerksamkeit zurück zu dem gehen, worum es eigentlich geht.

Zu den Menschen.

Zu deiner Botschaft.

Zu deiner ersten Frage.

Zu deinem ersten Gedanken.

Die Atmung soll dich beim Auftritt unterstützen. Sie soll weniger selbst zum Mittelpunkt des Auftritts werden.

 

 

 

Was hilft bei starkem Lampenfieber zusätzlich?

 

Wenn Atemtechniken allein wenig verändern, lohnt sich ein breiterer Blick.

Zum Beispiel auf:

  • die Bedeutung des Auftritts
  • deine Erwartungen an dich selbst
  • deine Aufmerksamkeit
  • negative innere Szenarien
  • die Qualität deiner Vorbereitung
  • frühere Erfahrungen
  • die Angst vor Bewertung
  • die Sorge vor körperlichen Reaktionen

Dann kann eine einzelne Atemtechnik ein hilfreicher Baustein sein.

Die eigentliche Arbeit liegt möglicherweise an einer anderen Stelle.

 

 

 

Mentaltraining ergänzend nutzen

 

Eine gute mentale Vorbereitung kann helfen, schwierige Situationen bereits vor dem eigentlichen Auftritt durchzuspielen.

Du kannst vorbereiten:

  • wie du beginnst
  • wie du mit Aktivierung umgehst
  • wie du bei einer Unterbrechung reagierst
  • wie du nach einer schwierigen Frage wieder zu deiner Botschaft zurückfindest

→ Mentaltraining bei Lampenfieber

 

 

 

Was gilt bei wichtigen beruflichen Auftritten?

 

Bei einem bedeutenden beruflichen Auftritt reicht es häufig weniger, ausschließlich die körperliche Aktivierung zu betrachten.

Dann gehören auch Fragen dazu wie:

  • Was ist deine Kernbotschaft?
  • Wer sitzt vor dir?
  • Welche Entscheidung soll entstehen?
  • Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?
  • Welche Einwände erwarten dich?
  • Wie möchtest du deine Position vertreten?

Deshalb verbinde ich bei High-Stakes-Situationen die Arbeit am Lampenfieber mit der konkreten Auftrittsvorbereitung.

 

 

 

Executive Sparring bei High-Stakes-Auftritten

 

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im Executive Sparring.

Das gilt auch dann, wenn das aktuelle Thema vor allem Lampenfieber, mentale Vorbereitung oder Auftrittssicherheit ist.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im Executive Sparring, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite hat.

Zum Beispiel:

  • Vorstandspräsentationen
  • Auftritte vor dem Aufsichtsrat
  • entscheidende Pitches
  • Investorenpräsentationen
  • große Keynotes
  • Medienauftritte
  • wichtige Verhandlungen

Dann können wir Atemregulation, mentale Vorbereitung, Botschaft, kritische Fragen und realistische Simulation miteinander verbinden.

→ Executive Sparring

 

 

 

Business 1:1 bei allgemeiner Entwicklung

 

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann Business 1:1 passen, wenn du deine Auftrittssicherheit grundsätzlich entwickeln möchtest.

Zum Beispiel:

  • ruhiger präsentieren
  • sicherer vor Gruppen sprechen
  • Atmung und Stimme besser nutzen
  • mit wiederkehrender Nervosität konstruktiver umgehen
  • mehr Präsenz entwickeln

Sobald eine konkrete High-Stakes-Situation hohe Tragweite hat, gilt Executive Sparring.

→ Business 1:1

 

 

 

Atemtechnik bei Redeangst?

 

Bei ausgeprägter Rede- oder Auftrittsangst reicht eine Atemtechnik häufig deutlich weniger weit.

Wenn bereits die Vorstellung eines Auftritts starke Angst auslöst, Situationen zunehmend vermieden werden oder die Angst den beruflichen Alltag erheblich beeinflusst, lohnt sich eine sorgfältige Einordnung.

→ Lampenfieber oder Redeangst?

 

 

 

Was ist die beste Atemtechnik?

 

Die beste Atemtechnik ist weniger die komplizierteste.

Sie ist diejenige, die dir hilft, deinen Zustand zu regulieren und anschließend deine Aufmerksamkeit wieder auf den Auftritt zu richten.

Für viele Menschen bedeutet das:

ruhig einatmen.

etwas länger ausatmen.

weniger kontrollieren.

und dann wieder nach außen gehen.

 

 

 

Ein wichtiger Auftritt steht bevor?

 

Dann schreib mir kurz:

  • Welche Rolle hast du?
  • Welche Situation steht bevor?
  • Wann findet sie statt?
  • Wie zeigt sich das Lampenfieber?
  • Was möchtest du erreichen?
  • Welche Tragweite hat der Auftritt?

Ich ordne den passenden Rahmen ein.

Geschäftsführer, Vorstände und Inhaber → Executive Sparring.

Andere Fach- und Führungskräfte bei High-Stakes-Situationen → Executive Sparring.

Andere Fach- und Führungskräfte bei allgemeinen Entwicklungszielen → Business 1:1.

→ Unterstützung bei Lampenfieber anfragen

 

 

 

Eine Atemtechnik ist ein Werkzeug

 

Atemtechniken können hilfreich sein.

Besonders dann, wenn du sie unkompliziert einsetzt und anschließend wieder bei deinem Publikum und deiner Botschaft bist.

Die eigentliche Souveränität zeigt sich weniger darin, jede körperliche Reaktion zu kontrollieren.

Sie zeigt sich darin, auch mit spürbarer Aktivierung klar und handlungsfähig zu bleiben.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

1 Kommentar

  1. Dafür habe ich während des Redens keine Nerven.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 16. Juni 2012
Überarbeitung: 02. Mai 2026