Vorsicht, zu viele Versprechen mindern das Vertrauen

Tagesmotto
Viele Versprechen mindern das Vertrauen

Viele Versprechen mindern das Vertrauen.

Horaz

Zu viele Versprechen mindern das Vertrauen

 

Der römische Dichter Quintus Horatius Flaccus, genannt Horaz, meinte; viele Versprechen (im Sinne von Zusagen) mindern das Vertrauen. Wenn Horaz das schon vor zwei Jahrtausenden so herausstellte, dann hat er damals wohl schon schlechte Erfahrungen mit Versprechungen gemacht.

Versprechen sind doch eine gute Sache; Menschen positionieren sich so, geben eine Zusage. Wer Versprechen dann auch noch hält, gewinnt an Glaubwürdigkeit. Wer allerdings mehr verspricht, als er hält, verliert Vertrauen und Ansehen in den Augen anderer Menschen. Wir  sind darauf angewiesen, dass Absprachen gemacht und gehalten werden. Geschieht das nicht, dann hat das einige nachteilige Nachteile. Gebrochene Versprechen haben Konsequenzen für diejenigen Menschen, die darauf vertraut haben und für die unzuverlässige Person. Wer Versprechen bricht, macht sich unglaubwürdig, wenn dafür keine nachvollziehbaren und akzeptierten Gründe erkannt werden. Verlorenes Vertrauen macht es sehr schwer die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Ab einem gewissen Punkt verändert sich das Verhalten der Umwelt gegenüber jemanden, der Versprechen nicht einhält.

Die Folgen nicht eingehaltener Versprechen gehen allerdings noch viel tiefer; es nagt an der eigenen Seele. Ja, das kratzt irgendwann am Selbstbild, am Selbstvertrauen. Anderen Menschen nicht mehr trauen zu können ist unangenehm, sich selbst nicht mehr zu vertrauen ist noch deutlich einschränkender. Dann ist „Gesagt, getan!“ keine Selbstverständlichkeit, keine stabile Überzeugung und das Selbstvertrauen löst sich zunehmend auf.

 

 

 

Ja, und?

 

An was kann uns das heutige Tagesmotto erinnern? Sollten wir weniger versprechen oder geht es vielmehr um das Verhältnis von Versprechungen und Lieferung? Weniger versprechen und mehr tun?

Es sprechen viele gute Gründe dafür Wort zu halten — anderen Menschen und sich selbst gegenüber. Wie wäre es dann heute ein Versprechen einzuhalten, vielleicht eines, dass schon eine Weile darauf wartet? Weg mit dem Staub und ran ans Werk.

P.S.

 

Was steht bei Ihnen noch so auf der Liste? Sie könnten ja auch jemanden anderen oder sich selbst überraschen, indem Sie etwas tun, dass Sie noch nicht einmal versprochen haben. Berichten Sie, wie Sie sich anschließend gefühlt haben.

7 Kommentare

  1. Ich habe zumindest eine Liste der offenen Versprechen erstellt.

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    • Der Idee bin ich gefolgt!

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  2. Meine Vorgesetzten erwarten, dass ich Dinge verspreche, die nicht möglich, weil die Projekte überhandnehmen. Was tun?

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    • Das erfordert wohl ein paar grundsätzliche Überlegungen und Entscheidugen.
      Ein klärendes Gespräch oder …

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  3. Es ist ja nicht gerade so, dass ich die meisten Versprechen freiwillig abgeben würde. Sie werden gefordert!

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  4. Heutzutage wird doch überall mehr versprochen als gehalten. Allerdings wird auch ganz oft erwartet, dass Versprechen gegeben werden, die im Grunde nicht zuhalten sind. Das ist dann wohl Teil des Systems und ein grundsätzliches Problem, dass es zu lösen verdient hätte.

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Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich etwas an oder es reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf dem Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto meist auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu in Fragmenten zu erscheinen. Fühlen Sie sich eingeladen Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um Ihre persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2018
Überarbeitung: 17. Oktober 2019
Englische Version:
AN: #561
K: CNB
Ü: