Die Pflege von Spieltrieb und Kreativität

Tagesmotto

Spieltrieb und Kreativität

Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden.
Wir werden alt, weil wir aufhören zu spielen.

George Bernard Shaw

Der Spieltrieb fördert Kreativität

 

Es geht um die Lust und Freude am Spielen, die beim Menschen und bei höheren Tieren zu beobachten ist. Dieses spielerische Verhalten erscheint gerade Erwachsenen oft ineffizient und sinnlose Zeitverschwendung. Schade, denn Spielen ist nicht nur Kinderkram. Spielen ist wichtig! Spielen vertreibt die Langeweile, fördert den Abbau angestauter Aggression, versöhnt selbst mit einem grauen Alltag und vermittelt spielerisch Erfolgserlebnisse und Lernerfahrungen. Motorische, geistige und soziale Fähigkeiten lassen sich spielerisch erweitern. Das sogenannte freie Spielen fördert von Kindheit an wichtige Fähigkeiten und Charakterzüge.

Es geht auch um eine Spielwiese für Fantasie und Kreativität. Hinein in unbekannte Welten und zusätzliche Perspektiven.

Kreativität wird ständig gefordert, der Spieltrieb wird jedoch nur bedingt gefördert, sodass er ungenutzt irgendwann verebbt. Wer das Spiel aufgibt, hat es verloren.

Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann. Deswegen ist jeder selbst gefragt, den Spieltrieb am Leben zu erhalten und auszuleben. Das hilft dann auch gleich dabei geistig beweglich zu bleiben. 

 

 

 

Wie lässt sich der Spieltrieb pflegen?

 

Verzeihung, ich glaube hier nicht an ein Patentrezept. Es wäre ja auch alles andere als spielerisches Erkunden, wenn jetzt eine DIN-Vorschrift zur Spieltriebpflege folgen würde. Mit Mensch-ärger-dich! macht mir jedenfalls keiner eine Freude. Der Drang zum Spielen ist tief in jedem einzelnen Menschen verwurzelt und erfordert vor allem erst einmal die Erlaubnis sich zeigen zu dürfen. Deswegen sind äußere Umstände und Techniken eher Hilfsmittel, um den Rahmen dafür zu schaffen. Um wirklich zu spielen, ist zumindest ein Anteil des spielenden Menschen, wieder ein Kind, solange er spielt,

 

 

 

Spiel und Flow-Erleben

 

Mihály Csíkszentmihályi verweist gerne auf das Flow-Erleben, dass sich mitunter beim Spiel einstellt. Es kommt dabei zur Verschmelzung von Handlung und Bewusstsein, sodass der Spielende sich zwar der Handlung, aber nicht mehr seiner selbst bewusst ist. Wer so am Werk ist, geht vollkommen im Spiel auf, fokussiert die Aufmerksamkeit nur darauf und gerät in einen Zustand der Selbstvergessenheit. Dieses Flow-Erlebnis erfordert keinerlei Ziele oder Belohnungen.

P.S.

 

Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen dem natürlichen Spieltrieb und Kreativität? Wie wollen Sie diese Fähigkeit pflegen?

1 Kommentar

  1. Ich habe den Spieltrieb stets für gut empfunden und genutzt.

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Das Spiel ist die höchste Form der Forschung. Albert Einstein

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 14. Februar 2019
Überarbeitung: 8. März 2019
AN: #1319