Visitenkarten, hilfreich oder Relikte der Vergangenheit?

Sind Visitenkarten überholt oder haben sie noch eine Bedeutung? Hier sind 10 Tipps zur Gestaltung und Verwendung
Visitenkarten

Visitenkarten

 

Sind Visitenkarten überholt oder haben sie noch eine Bedeutung?

Überblick

 

 

 

Visitenkarten

 

Je nach Branche und Alter kennen manche Menschen Visitenkarten nur noch aus uralten Erzählen oder verwenden sie selbst noch. In manchen Bereichen führt Ihre Überreichung heutzutage sogar zu Irritation. Die Digitalisierung hat kein Platz für solch archaischen Relikte, ist mitunter zu hören. Ich mag sie noch ganz gerne, weil sie einiges über den Inhaber aussagen können.

Visitenkarten sind mehr oder wenig glücklich gestaltete Kärtchen, klassisch meist aus Karton, mit Informationen über eine Person. Üblich sind Vor- und Zuname, Adresse, Telefonnummern, E-Mail-Adresse.

 

 

 

 

Vorteile und Nachteile

 

 

a. Pro

 

Argumente, die für die Verwendung von Visitenkarten sprechen sind:

  • Professionelle Wirkung
  • Visitenkarten ergänzen sich gut mit anderen Vernetzungen und erleichtern sie
  • Leichter und schneller Austausch von Kontaktdaten
  • Chance sich abzuheben
  • Durch ihre optischen und haptischen Eigenschaften signalisiert sie auch Stil und Qualitätsbewusstsein
  • Wirkung als Eisbrecher

 

 

 

b. Contra

 

  • Eine Visitenkarten geht schneller verloren als ein Eintrag in die digitale Kontaktliste
  • Die digitale Vernetzung ist vorteilhafter
  • Die spätere Zuordnung ist oft nur schwierig oder überhaupt nicht mehr möglich
  • Der arme Wald…
  • Altbacken
  • Billige Ausführungen lassen den Besitzer schlechter aussehen

 

 

 

 

 

10 Tipps zur Gestaltung und Verwendung von Visitenkarten

 

 

1. Gestaltung

 

Es ist erstaunlich, wie viele Schrifttypen sich im Laufe der Zeit ansammeln. Endlich eine Gelegenheit sie auf kleinstem Raum kunstvoll zu präsentieren.

Mit persönlichem Geschmack ist das so eine Sache. Im Ernst; den meisten Visitenkarten ist schnell anzusehen, wer sie gestaltet hat. Grafiker können, was nur Grafiker können. Guten Grafikern gelingt es oft mit wenigen Griffen Wunder zu bewirken.

Machen Sie vor dem Druck einen Probedruck, auch wenn das Geld kostet. Lesen Sie Korrektur, dann nochmals und dann nochmals.ö

 

 

 

2. Aussagekraft

 

Mit etwas zeitlichem Abstand wird die Zuordnung einer Visitenkarte erleichtert, wenn an die Aussagekraft gedacht wurde.

 

 

 

3. Transport

 

Manch eine Visitenkarte ist länger Zeit unterwegs, bis sie den Besitzer wechselt. Ohne entsprechenden Schutz ist ihr das auch anzusehen. Da das kleine Stück Pappe Sie auch dann repräsentieren soll, wenn Sie nicht anwesend sind, darf sie ruhig einen guten Eindruck machen.

 

Mindestangaben:

  • Firmenname
  • Firmenlogo
  • Vor- und Nachnamen
  • Berufsbezeichnung
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Homepage

 

Die typischen Abmessungen einer Visitenkarte sind: 85 × 54 Millimeter.

 

 

 

4. QR-Code

 

Mittels aufgedrucktem QR-Code wird der Sprung von der analogen zur digitalen Welt erleichter. Wobei das optisch nicht immer eine Freude ist und fraglich ist, ob es diesen Umweg dann noch braucht.

 

 

 

5. Etikette

 

Je nach Umfeld gelten unterschiedliche Erwartungen an die Etikette. So wird beispielsweise meist erwartet, dass in der Reihenfolge des Status hierarchisch die Visitenkarte übergeben wird. Also erhält der ranghöchste Gesprächsteilnehmer zuerst eine Visitenkarte.

 

 

 

6. Achtsamkeit und Respekt

 

Visitenkarten repräsentieren Personen und Unternehmen. Entsprechend respektvoller Umgang mit ihnen wird erwartet. Das darf sich bei Übergabe und Annahme zeigen. Denken Sie beim Umgang mit Visitenkarten daran, was auf welche Weise in seiner Symbolik interpretiert werden kann.

 

 

 

7. Foto

Eine hierzulande nie wirklich weit verbreitete Angewohnheit in manchen asiatischen Ländern finde ich persönlich recht hilfreich; ein Foto des Inhabers darauf. Es hilft die Karte nach einer Weile oder stürmischen Veranstaltungen noch zuzuordnen.

 

 

 

8. Material

 

Dick, dicker am dicksten? Es gibt unterschiedlichste Materialien aus denen Visitenkarten hergestellt werden können. Was in einer Branche als verspinnerte Spielerei gelten würde kann in ein er anderen Freude bereiten. In klassischen Bereichen lohnt oft eine spürbar bessere Pappqualität, da sie hochwertiger wirkt und diese Eigenschaft auf den Besitzer abfärbt. Freunde des Retro-Look lieben besonders dicke Pappe mit haptisch sehr ansprechenden Tiefprägeeffekt.

 

 

 

9. Lesbarkeit

 

Der Aspekt hat einen eigenen Punkt verdient: Lesbarkeit. Das kreativste Design geht nach hinten los, wenn die wesentlichen Daten nicht lesbar sind. Da helfen auch die eigenen Ansichten wenig; wenn die Augen der Empfänger nicht mitspielen, dann kann es sie verärgern.

 

 

 

10. Zur Hand haben

 

Die schönsten Visitenkarten nutzen wenig, wenn sie bei Bedarf nicht zur Hand sind. Also stecken Sie sich stets ein paar Visitenkarten ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S.

 

Wie stehen Sie zu Visitenkarten und worauf achten Sie?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. August 2018
Überarbeitung: 30. Mai 2019
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