Teamwork: Denkblockaden mit der Walt-Disney-Technik überwinden

Im Team ergänzende Perspektiven für beachtenswerte Lösungen nutzen
Unterschiedlichste Perspektiven für beachtenswerte Lösungen nutzen

Denkblockaden mit der Walt-Disney-Technik überwinden

 

Täglich grüßt das Murmeltier und es ist nicht Bill Murray, der die Hauptrolle spielt. Leider erleben viel zu viele Menschen in ihrem Berufsalltag Besprechungen, in denen die Kekse das einzig Positive sind. Es ähnelt einem Trauerspiel: Viel zu viele Meetings laufen völlig uninspiriert und ohne Ergebnis ab. Das kann an uninspirierten und ineffektiven Teilnehmern liegen, die das Trauerspiel choreografieren oder über sich ergehen lassen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass es an der Zusammensetzung des Teams liegt. Das ist heute nach wie vor die Hauptursache für gescheiterte Zusammentreffen. Das ist in mehrfacher Weise schade. Schließlich gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Modellen und Methoden, die strukturellen Bremsen zu lösen.

Hilfe naht: Eine dieser Möglichkeiten die Perspektiven zu erweitern ist die Walt-Disney-Technik. Das Walt-Disney-Modell baut auf unterschiedlichen Rollen innerhalb einer Gruppe auf. Die Erfahrungen zeigen, dass Teams umso kreativer zusammenarbeiten können, je unterschiedlicher (heterogener) sie insgesamt zusammengesetzt sind. Homogene Teams, in denen alle ähnlich oder gar im Gleichtakt ticken, stets einer Meinung sind und alle ähnliche Talente mitbringen, sind sehr viel harmonischer in ihrer Zusammenarbeit. Friede, Freude,… Das hat seinen Preis, denn etwas wirklich Neues oder Innovatives bringen solche Teams eher selten hervor.

 

 

 

Gegenseitige Inspiration

 

Besser, viel besser: Werden Teams aus unterschiedlich geprägten Menschen zusammengesetzt, die unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen mitbringen, ist ihre Innovationskraft, im Vergleich zu homogenen Teams weit größer.

 

 

 

Übertragung in die Praxis

 

So weit die Theorie. In der Praxis kommt es allerdings höchst selten vor, dass Gruppen und Teams aus unterschiedlichen und sich ergänzenden Personen bestehen. Meist ist die Zusammensetzung von Teams relativ homogen. Bei der Zusammenstellung von Gruppen und Teams haben die fachliche Kompetenz der Mitglieder, Hierarchie und Verfügbarkeit großen Einfluss. Und die daraus resultierende Zusammensetzung erlaubt oft nicht ein breiteres Spektrum von Perspektiven zu nutzen. Mehr oder weniger starr bevorzugen wir bestimmte Sicht- und Kommunikationsweisen. Solche Rolle sind beispielsweise Träumer, Kritiker und Realisten. 

Nicht jeder Mensch ist in der Lage beziehungsweise willens, zumindest in gewissem Maße in ergänzende Rollen zu schlüpfen. Den Perspektivwechsel verweigern Teilnehmer sehr häufig mit dem Hinweis, dann nicht mehr authentisch zu sein. „Ich bin, wie ich bin!“ Dann gibt es Klärungsbedarf, der Fingerspitzengefühl bevorzugt. Wenn sich die Mitglieder einig und gewillt sind, kann das Walt-Disney-Modell mit Unterstützung eines Moderators hier Wunder wirken.

Es kann erstaunlich einfach sein. Allerdings, bei aller Begeisterung; was viel zu oft unterschätzt wird, sind die Auswirkungen von Störfaktoren, wie Konkurrenzstreben, Sympathien und Aversionen zwischen den verschiedenen Teammitgliedern.

Vorteile

 

Kreativitätstechniken und -modelle wie die Walt-Disney-Technik bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Sie schärfen die Selbstwahrnehmung und sensibilisieren dafür wahrzunehmen, welche Rollen im Team besetzt sind, welche noch benötigt werden und welche jedem persönlich am besten entspricht. Je geringer die Kluft zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung der einzelnen Teammitglieder ausfällt, desto besser. So lernt jedes Teammitglied seine optimale Funktion in der Gruppe kennen. Gegenseitige Wertschätzung für die unterschiedlichsten Beiträge macht die Zusammenarbeit nicht nur angenehmer, sondern auch fruchtbarer. Die Walt-Disney-Technik hilft dabei, dass jeder Teilnehmer gezielt mit seinen Stärken die Defizite der gesamten Gruppe auszugleicht beziehungsweise die Perspektiven erweitert. Was vorher als Nachteil empfunden wird, wandelt sich zum Vorteil. Und das führt zu den ersehnten Lösungen.

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