Nehmen Sie nicht alles persönlich. Weshalb sollten Sie das Lampenfieber füttern?

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren: Hilfe bei Lampenfieber und Redeangst in Berlin
Nehmen Sie nicht alles persönlich - Hilfe bei Lampenfieber und Redeangst in Berlin

Überblick

 

 

 

 

Nehmen Sie manche Dinge zu persönlich?

 

Einen wesentlichen Beitrag zum Lampenfieber spielen die Wahrnehmung und Interpretation der Vorgänge im Publikum. Sie können Lampenfieber ziemlich anheizen. Sehr oft wird alles, das geschieht, sehr selektiv und negativ auf die eigene Person beziehungsweise die Präsentation bezogen.

 

 

 

Selbstgemachte Stressreaktionen

 

Wenn wir uns bedroht fühlen, will uns das Reptiliengehirn auf das Schlimmste  vorbereiten und unser Überleben sichern. Nun werden wir allerdings selten körperlich bedroht, wenn wir eine Rede halten sollen. Die Interpretation, dass wir bedroht sein könnten, vollzieht sich auf einer Ebene, die wir schlecht steuern können. Das System, das im Gehirn Lampenfieber auslöst, ist das unwillkürliche Nervensystem. Im Gegensatz zum willkürlichen Nervensystem, das wir beispielsweise einsetzen, um  den Arm zu heben –  wir können etwas tun oder lassen – wird das unwillkürliche oder vegetative Nervensystem nicht bewusst in Gang gesetzt, sondern läuft automatisch an. Dazu gehört das parasympathische System, das zum Beispiel für die Atmung und das sympathische System, das für das Lampenfieber zuständig ist. Diese Dinge laufen unbewusst im Gehirn ab und wir bemerken die Folgen.

Es geht bei der Angst vor dem Auftritt um die Angst mangelnder Wertschätzung, der Nichtanerkennung unserer Leistung oder allgemein um die Vorstellung, dass wir versagen könnten. Und das löst die gleichen Reaktionen aus, als wenn wir körperlich bedroht werden.

Zu den typischen Reaktionen gehört dann auch ein zunehmender Tunnelblick. Vieles wird ausgeblendet und was die Befürchtungen betätigt wird wie durch ein Vergrößerungsglas betrachtet. Da genügt dann oft schon ein Gähnen im Publikum, um allgemeine Langeweile zu vermuten, das Flüstern zweier Personen kann nur bedeuten, dass sie gerade dabei sind zu lästern. Schon nehmen Befürchtungen und Ängste immer mehr Raum ein. Im Kopfkino läuft dann ein düsterer FSK 18 Film ab. Wahrnehmung und Interpretation sind dabei weit von der Realität entfernt. In Wahrheit hat der gähnende Teilnehmer sich trotz wenig Schlafs auf den Weg zu Ihnen gemacht, weil er so neugierig ist und die beiden Flüsterer bestätigen sich gerade, wie recht Sie mir Ihren Aussagen haben. Solange Sie nicht hellsehen können, ist alles möglich.

 

 

 

Also …

 

… nehmen Sie nicht alles persönlich!

P.S.

 

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Angst

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 14. Mai 2017
AN: #1310