Altlasten abzulegen, fühlt sich gut an

Tagesmotto*
Altlasten ablegen
Wer vor seiner Vergangenheit flieht,
 verliert das Rennen.

Ballast aus der Vergangenheit

 

Das Zitat stammt von Thomas Stearns Eliot, dem englischsprachigen Lyriker, Dramatiker und Kritiker. Und schon haben wir ein neues Tagesmotto.

Altlasten ignorieren?

 

Wer lebt macht Erfahrungen, willkommene und schmerzhafte. Gefühle gehören zum Leben, doch nicht alle sind angenehm. Berufliche und private Enttäuschungen, Verluste und andere traumatische Erlebnisse können zu belastenden, schmerzlichen, unangenehmen Erinnerungen, Gedanken und Sehnsüchten werden.

Die Seele setzt als Abwehrmechanismus auf Verdrängung, wenn es zu viel wird.  Mitunter heilt die Zeit die Wunden. Doch Verdrängen ist ein zweischneidiges Schwert. Wer schmerzliche Erfahrungen zu lange verdrängt, tut sich und dem Umfeld keinen Gefallen. Es brodelt im Hintergrund mehr oder weniger still vor sich hin und beeinflusst Wahrnehmung, Denken und Handeln. Blaue Flecken und ungelöste Konflikte der Vergangenheit mischen sich dann in die Gegenwart ein. Vom Hier-und-Jetzt wird nicht allzu viel registriert, wenn die Gedanken woanders sind. Destruktive Ablenkung bindet Kraft, Aufmerksamkeit und die erforderliche Konzentration leidet. Ja, sie können sich sogar auf die Gesundheit (Somatisierung) niederschlagen und belasten das Immunsystem. So etwas kann zu massiven Ängsten, Verhaltensstörungen, Blockaden und depressiven Zuständen führen. Rund zwei Jahrzehnte habe ich als Therapeut mit Spezialisierung auf Angststörungen die Auswirkungen von Altlasten erlebt. Selbst vermeintliche Kleinigkeiten können immense Auswirkungen entwickeln.

Wir sind uns unserer vielen Altlasten nicht einmal bewusst, registrieren mit etwas Aufmerksamkeit jedoch die Folgen.

 

 

 

Den Erfahrungen stellen

 

Flüchten funktioniert nicht, der emotionale Rucksack sitzt fest. Sie haben die Erfahrungen stets bei sich, sie sind körperlich und geistig im Gepäck. Solchen Ballast zu unterdrücken kostet nur Kraft, die anderswo besser eingesetzt wäre. Also ran an die konstruktive Bearbeitung der Vergangenheit.

Die Betonung liegt auf KONSTRUKTIV, denn damit ist nicht die ewige Beschäftigung mit dem „Warum, warum, warum?“ gemeint. Besser ist es sich möglichst bald dem Wie zu widmen. Wer sich ewig nur mit dem Problem beschäftigt landet leicht in einer deprimierenden Dauerschleife.

Mitunter ist der Wald auch vor lauter Bäumen nicht zu erkennen. Je nach Thema helfen dann Coaches und Therapeuten dabei, die Lerngelegenheit zu erkunden, blaue Flecken heilen zu lassen und sich der Gestaltung zuzuwenden.

 

 

 

Altlasten entsorgen, Erfahrungen integrieren

 

Unverarbeitete Altlasten wirken wie Sand im Getriebe. Räumen Sie auf, entrümpeln Sie gegebenenfalls mit Unterstützung. Das bringt mehr Leichtigkeit in Ihr Leben, Sie können frei durchatmen und Ihr Leben erfüllend gestalten. Mit leichtem Gepäck geht es deutlich angenehmer und flotter voran. Je weniger emotionaler Ballast, desto freier werden wir innerlich. Wer wirklich präsent sein will, ist ohne Ablenkung ganz im Hier-und-Jetzt. Das fühlt sich gut an, ermöglicht eine bessere konstruktive Wahrnehmung, Entscheidungen und ein erfüllteres Leben.

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf dem Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto meist auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu in Fragmenten zu erscheinen. Fühlen Sie sich eingeladen Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um Ihre persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei Ihnen aus?
  • Unter welchen Umständen stimmen Sie der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in Ihrem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto Ihr Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo wollen Sie sich wie daran erinnern?

P.S.

 

Welche Altlasten wollen Sie ablegen?

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 5. August 2018
Überarbeitung: 12. Januar 2020
Englische Version:
AN: #387
K: CNB
Ü: