Psychologie und wirkungsvolle Präsentationen
Überzeugend präsentieren
Psychologie und wirkungsvolle Präsentationen
Welche hilfreichen Erkenntnisse liefert die Psychologie für wirkungsvolle Präsentationen?
Psychologie und wirkungsvolle Präsentationen
Erkenntnisse der Psychologie können dazu beitragen, Präsentationen noch wirkungsvoller zu machen. Darum geht es in diesem Beitrag.
1. Portionsgröße und Abwechslung
Laut Neurowissenschaftler John Medina neigen Menschen dazu, nach zehn Minuten die Konzentration zu verlieren. Ist die Präsentation länger, dann gilt es, für entsprechende Abwechslung zu sorgen. Sonst schaltet das Publikum ab beziehungsweise um. Schon ist das Smartphone gezückt und die Aufmerksamkeit ist anderswo.
Sorgen Sie für Kontrast in Ihren Präsentationen, damit Ihr Publikum Ihnen weitere 10 Minuten zuhört. Bringen Sie beispielsweise Humor ein, spielen Sie mit Ihrer Stimme, beteiligen Sie das Publikum, machen Sie etwas Unerwartetes, wechseln Sie das Medium.
2. Struktur
Bringen Sie Ihren Inhalt in eine geeignete Struktur ein. Matt Abrahams von der Stamford Graduate School of Business behauptet, dass strukturierte Präsentationen um 40 % leichter zu behalten ist, als Präsentationen, die keiner Struktur folgen.
So kommen Sie zu einer Struktur: Sie wählen eine der beschriebenen Redestrukturen oder Sie beantworten einfach die folgenden drei Fragen:
- Was?
- Was bedeutet das?
- Was jetzt?
3. Alle guten Dinge sind DREI
Wenden Sie das Prinzip der Dreierregel an, denn die Zahl Drei wirkt magische. Es ist vermutlich kein Zufall, dass die meisten Abkürzungen, die mir in den Sinn kommen, aus drei Buchstaben bestehen; CAD, CEO, CFO usw.
Was bedeutet das für unsere Präsentationen? Es bedeutet, dass Sie bei jeder Präsentation nicht mehr als drei Argumente anführen sollten. Und wenn Sie beispielsweise die Vorteile eines Produkts vorstellen, solltest du nicht acht, sondern die drei besten davon aufzählen. Im Durchschnitt merken sich Menschen nicht mehr als drei Ideen für etwas, also helfen Sie ihnen, sich die wesentlichsten zu merken, anstatt sie nicht mit einer Flut von Informationen zu überfordern.
4. Die Augen essen mit
Sprechen Sie alle Sinne. Nutzen Sie bei Präsentationen vor allem die visuellen Mittel. Die meisten Menschen sind visuell geprägt und wir merken uns Informationen viel leichter und besser, wenn wir ein entsprechendes Bild gesehen haben. Anstatt also nur zu sprechen und Ihre Stimme zu benutzen, solltest du Bilder auf Ihren Folien verwenden, die das Gesagte unterstützen und Ihren Zuhörern helfen, sich Ihre Botschaft besser zu merken. Wobei Sie Bilder auch mit Sprache und Körpersprache entstehen lassen können.
5. Präsentieren statt vorlesen
Lesen Sie die Folien nicht vor. Folien sind dazu da, Sie zu unterstützen und nicht zu ersetzen. Erstens spricht das nur den auditiven Kanal, also die Ohren, an. Setzen Sie Folien als Ergänzung zu Ihrer bewegenden Rede ein, sprechen Sie sowohl den Audio- als auch den visuellen Kanal Ihres Publikums an. Das erhöht auch die Chance, dass Sie und Ihre Botschaft in eine gute Position, im Langzeitgedächtnis gespeichert zu werden. Wir haben übrigens mindestens fünf Sinne, die angesprochen werden können. Sorgen Sie für sinnliche Erlebnisse.
6. Überschriften
Nehmen Sie sich Zeit für die Überschriften. Aussagekräftige Überschriften helfen Ihnen, Ihre Folienbotschaft effizienter zu vermitteln. Sie können entweder ein einzelnes Wort, eine kurze Phrase oder sogar einen ganzen Satz verwenden. Bringen Sie es auf den Punkt. Weniger ist mehr, wenn es so besser haften bleibt.
7. Das Gehirn liebt Geschichten
Erzählen Sie relevante Geschichte. Eine der Untersuchungen, die diese Aussage bestätigen, stammt von Paul Zak. Er spielte ein Video ab, in dem eine Geschichte erzählt wurde. Bevor er es abspielte, nahm er seinen Probanden Blut ab. Anschließend nahm er erneut Blut ab. Es stellte sich heraus, dass als Folge der Geschichten zwei chemische Stoffe im Körper der Menschen freigesetzt wurden; Oxytocin und Cortisol.
Oxytocin ist verantwortlich für Fürsorge, Verbundenheit und Einfühlungsvermögen. Cortisol ist für die für erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit verantwortlich ist, oder anders ausgedrückt. Wollen Sie das also bei Ihrem Publikum fördern, dann setzen Sie bei der nächsten Präsentation auf Storytelling.
Ja, und?
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. März 2018
Überarbeitung: 11. August 2020
AN: #937
K: CNC
Ü:
















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