Interviews

Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
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Interviews

 

Bei einem Interview handelt es sich ganz allgemein um eine Form der Befragung. Beabsichtigt wird damit, interessante, neue und spannende Dinge über und vom Interviewpartner in Erfahrung zu bringen und für eine Zielgruppe offenzulegen.

 

 

 

Das Ziel von Interviews

 

Interviews bieten sich dafür an, Menschen und Ansichten vorzustellen, um deren Argumente oder Sichtweise erkennbar und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der Journalist hat die Aufgabe den Gesprächsverlauf zu kontrollieren. Durch die Interaktion zwischen Journalisten und Interviewgast, können Zusammenhänge verzerrt oder beeinflusst werden.

 

 

 

Interview-Typen

 

Interviews können in drei Typen eingeteilt werden.

 

 

 

1. Das Sachinterview

 

Bei einem Sachinterview geht es in erster Linie um Fakten, nicht um die Person. Es ergründet die Haltung einer Person zu bestimmten Sachfragen und ergänzt die Nachricht. Der Interviewpartner ist Experten oder Beteiligter des Journalisten.

 

 

 

2. Das Meinungsinterview

 

Im Vordergrund eines Meinungsinterviews steht die Meinung oder der Standpunkt des Gesprächspartners.

 

 

 

3. Das personenbezogene Interview

 

Es geht bei einem Interview zur Person darum, diese Persönlichkeit bzw. deren Charakter in den Fokus zu rücken.

 

 

 

Wiedergabeformen

 

Bei der Wiedergabe von Interviews, wird unterschieden zwischen Berichten und Wortlaut-Inter­view. Bei einem Wortlaut-Interview wechselt sich Rede und Gegenrede in Form von Frage und Antwort ab. Bei einem Bericht verbindet der Autor Aussagen aus dem Interview mit zusätzlichen Informationen, Geschichten und Kommentaren. Es wird bei einem Bericht auch von einem gebauten Interview gesprochen.

Konzentration: Vorsicht vor harmlos klingenden Interviewfragen

 

Nichts scheint so harmlos wie die kleine indiskrete Bemerkung.

Oscar Wilde

 

 

Kamera läuft! Augen auf und Ohren spitzen, sicher ist sicher. Volle Konzentration bis das Interview scheinbar zum Ende kommt. Erleichterung breitet sich aus. Der Reporter fragt so harmlos wie Inspektor Columbo; „Ach ja, fast hätte ich es vergessen, wie stehen Sie zu….?“ Diese und andere nebensächliche Frage erscheinen meist harmlos und können gerade dadurch so verheerend sein, selbst, wenn jemand keinen Dreck am Stecken hat. So kann auch ein Medieninterview, das bis dahin sehr gut verlief, bei Unachtsamkeit an dieser Stelle umso mehr entgleisen. Schwächeln gilt nicht. Gerade harmlos klingende Fragen haben es mitunter faustdick hinter den Ohren.

Ungedacht sind Gedanken weitgehend harmlos. Einmal ausgesprochen sind sie es nicht mehr. Das Ansehen ist wesentlich durch die Wahrnehmung in den Medien beeinflusst. Damit das in die gewünschte Richtung geht, ist eine strategische Planung und konsequente Umsetzung erforderlich.

Dazu gehört eine systematische Vorbereitung auf ein Interview. Es beginnt schon bei der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Teilnahme empfehlenswert ist. Generell sind die Medien eine große Chance, sich und die Botschaft überzeugend zu präsentieren. Es ist aber auch auf Risiken zu achten.

 

 

 

Mehr

 

Mehr erfahren Sie im Artikel Columbo-Technik in Interviews.

Wann ist ein Interview beendet?

 

Das war es mit dem offiziellen Teil. Es lief doch ganz gut, oder? So manch einer absolvierte schon ein recht passables Interview oder einen anderen Auftritt, um sich im Anschluss selbst ins Knie zu schießen. Oft geschieht das, wenn das Interview oder die Frage- und Antwortrunde nach einem Auftritt beendet zu sein scheint. Dann fällt der Druck ab und es fühlt sich gut an, die Maske abzulegen. Das Adrenalin wirkt noch nach. Endlich wieder locker! Beine hoch! Mit entsprechend laxen Äußerungen soll dem dann noch zusätzlich Ausdruck verliehen werden. Doch diese unbedachten Aussagen können ihren Weg in die Öffentlichkeit finden. Beispielsweise, wenn das Mikrofon noch nicht ausgeschaltet war oder ein Journalist oder eine andere Person es später bezeugt. Dann spricht nicht nur die Aussage selbst gegen einen. Besonders der Kontrast zur ursprünglichen Erscheinung und den Behauptungen kann die eigene Glaubwürdigkeit maßgeblich beschädigen.

 

 

 

Gesagt ist gesagt

 

Wenn es Ihnen doch passiert? Sie wurden entlarvt: Von nun an wird Ihnen Unehrlichkeit und Verstellung unterstellt. Dann ist oft immenser Aufwand erforderlich, um den Schaden zu reduzieren und den schlechten Eindruck wieder loszuwerden. Und das selbst dann, wenn es sich nur um einen Scherz gehandelt hat. Es findet sich oft jemand ein, der eigene Interessen mit dem Aufgreifen der Verfehlung verfolgt. Die Entwicklungen können dann eine unerfreuliche Richtung nehmen.

Gut zu wissen, wann Sie sich wieder zurücklehnen dürfen und wann nicht. Hier können Sie den gesamten Artikel dazu lesen. Der Titel lautet: Wissen, wann ein Interview zu Ende ist.

Glossar

 

In diesem Glossar finden Sie Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren.

Fragen Sie ruhig! Wenn Sie trotz Suche zu einem interessanten Begriff nicht fündig werden, senden Sie mir doch eine Nachricht.

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