Nach Lesen der FAQ: 01577 704 53 56 mail@karstennoack.de

Ist das wirklich die eigene Mission?

Tagesmotto*
Stimme
Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.  Chinesisches Sprichwort

Persönliche Mission

 

Die Gedanken des Tages widmen sich der Frage, woran zu erkennen ist, dass wir uns der richtigen persönlichen Mission widmen.

Eine persönliche Mission

 

Es lohnt sich herauszufinden, wofür wir uns, auf welchem Weg, einsetzen wollen. Woran erkennen wir die persönliche Mission?

 

 

 

Wer braucht schon eine Mission?

 

Wir müssen keine Mission für uns definieren. Die Freuden, die das Leben uns bringt, können wir auch genießen, wenn wir keine Mission haben. Wir können uns entscheiden, unseren Job, unsere Hobbys oder was auch immer wir die meiste Zeit tun, mehr oder weniger geplant zu wählen und zu genießen. Ob wir es als etwas betrachten, das uns Spaß mach oder als notwendiges Übel, als Mittel zu einem anderen Zweck, wie Geld verdienen, wir verbringen unser Leben damit. Das Leben vergeht so oder so.

 

 

 

Also, wozu verhilft mir eine Mission?

 

Wenn wir jedoch eine Mission annehme, werden wir eine größere Zufriedenheit im Leben genießen. Wir gewinnen etwas, das die Freude, die wir durch flüchtige Vergnügungen empfinden, nicht bieten kann. Es meldet sich etwas, das die meisten Menschen nicht mit einem starken Sinn für Ziele in Verbindung bringen, ein Antrieb, eine Energiequelle, die trägt, die aufrichtet und kräftigt.

 

 

 

Quellen und Risiken

 

Gehen Menschen die Aufgabe an, ihre Mission zu finden, indem sie zuerst entscheiden, was sie glauben, dass es sein sollte, kann das auf Irrwege führen. Die gewählte Mission ist dann oft von den Erwartungen der Eltern oder dem Bedürfnis, ein bestimmtes Bild auf andere zu projizieren, beeinflusst. Dann wird versucht, ein erforderliches Maß an Leidenschaft dafür zu wecken. Die Qualität einer solchen Mission hinkt überwiegend weit hinter einer wirklich selbst gewählten Mission hinterher. Solch ein Vorgehen ist sehr mit Disziplin und dem selbst auferlegten Zwang verbunden, etwas zu fühlen, was nicht gefühlt wird.

Ein besserer Ansatz bestehen darin, dass wir versuchen, eine wertschöpfende Aussage zu formulieren, für die wir uns schon in den Ansätzen begeistern. Solch eine wertschöpfende Aussage liefert, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, die Basis der Mission, der wir bereits tief drinnen verpflichtet fühlen. Die Mission ist wie ein wertvoller Schatz noch versteckt. Wenn wir diesen Schatz bergen, entfaltet er seine Wirkung auf uns.

Anstatt zu versuchen, uns Dinge vorzustellen, von denen wir glauben, dass sie uns begeistern würden, können wir unsere Erfahrungen nutzen. Wir können unsere Erfahrungen untersuchen, um herauszufinden, was uns schon begeistert hat. Vielleicht haben wir das vergessen. Oder wir können neue Erfahrungen machen, um zu sehen, ob sie etwas in uns wecken, uns begeistern.

 

 

 

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Finden der eigenen Mission

 

Viele Menschen, die eine Mission für sich haben wollen, wünschen sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Finden der eigenen Mission. Tatsächlich habe ich Jahre damit verbracht mich diesem Thema zu widmen. Das Ergebnis; ein umfangreicher Prozess, den wenige Menschen bereit vollständig zu gehen sind. Viele Erkenntnisse sind in meine Arbeit eingeflossen und haben sich bewährt.

Hier ein paar Anregungen:

 

 

 

1. Am Anfang stehen die passenden Fragen

 

Beginnen Sie mit einer konstruktiven Frage. Sie könnten sich fragen: „Was will ich mit meinem Leben anfangen?“ und sich auf die Karriere konzentrieren. Doch das Ergebnis wäre vermutlich eine Strategie, keine Mission. Fragen Sie sich stattdessen: „Welche Art von Wert fühlt sich wie der wichtigste Wert an, dem ich mich widmen möchte?“

 

 

 

2. Sinn vor Leidenschaft

 

Suchen Sie nach Sinnhaftigkeit, anstatt nach Leidenschaft. Beide schließen sich zwar nicht gegenseitig aus, sie sind jedoch unterschiedlich. Leidenschaft hat in der Regel mehr mit den Strategien zu tun, die Sie einsetzen, um Ihre Mission zu erfüllen (beispielsweise mit der Medizin und nicht mit der Mission, die Gesundheit der Menschen zu fördern). Leidenschaft garantiert keinen Wert, Sinn fördert Leidenschaft (Enthusiasmus ist mir die angenehmere Bezeichnung) leichter.

 

 

 

3. Was macht Ihnen Freude?

 

Erstellen Sie eine Liste mit rund 50 Dingen, die Ihnen in der Vergangenheit große Freude bereitet haben, und rund 50 laufenden Aktivitäten, die Ihnen auch in der Gegenwart große Freude bereiten. Beziehen Sie Ihre derzeitige Arbeit mit ein. Notieren Sie die Aspekte Ihrer derzeitigen Arbeit, die Ihnen am meisten Spaß machen.

Ermitteln Sie anhand dieser Liste die Punkte, die Ihnen am meisten bedeuten. Am besten tun Sie dies nach Ihrem Bauchgefühl. Jeder Punkt, den Sie auswählen, sollte per Definition etwas sein, das in irgendeiner Weise auch zum Wohlbefinden anderer beiträgt.

Fassen Sie diese Punkte in verwandten Kategorien zusammen. Vielleicht beziehen sich einige Punkte darauf, anderen auf eine bestimmte Weise zu helfen (beispielsweise mit ihrer körperlichen oder geistigen Gesundheit, ihren Talenten oder ihren Beziehungen). Oder es geht es darum, Menschen in bestimmten Situationen zu helfen (beispielsweise Menschen, die in Armut leben, Opfer von Missbrauch sind oder eine Anstellung suchen).

 

 

 

4. Entwurf für Leitbild

 

Erarbeiten Sie aus diesen Kategorien einen ersten Entwurf für ein Leitbild. Beachten Sie zwei Dinge dabei:

a. Es handelt sich um eine Aussage, die auf Erfahrungen beruht, die Sie bereits gemacht haben, nicht auf solchen, die Sie gerne machen würden. Es geht darum, Ihre Mission zu entdecken, nicht zu erfinden. Sie wollen herauszufinden, was bereits vorhanden ist, was sich bereits als das Wichtigste anfühlt, was Sie in Ihrem Leben tun könnten, und nicht, was Sie denken oder wollen, dass es so ist

b. Stellen Sie sich vor, dass Sie bei Ihrem 80. Geburtstag für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden, weil Sie Ihr ganzes Leben damit verbracht hat, es zu erreichen. Trifft die Aussage, die Sie sich ausgedacht haben, den Nerv der Zeit? Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl heraus prüfen, fühlt es sich an wie das Sinnvollste, was Sie hätten tun können? Fühlt sich die Vorstellung gut an?

 

 

 

Tipps

 

 

1. Prozess

 

Mission Statements brauchen Zeit, um sich zu entwickeln. Das, womit Sie beginnen, ist nicht unbedingt das, was Sie am Ende herauskommt. Bringen Sie das ins Rollen. Entwerfen Sie einen groben Entwurf, starten Sie. Geben die Strategien, die Sie anwenden, um ihn zu erfüllen, Ihrem Leben das Gefühl von Sinn? Diese Frage lässt sich nur im Laufe der Zeit beantworten.

 

 

 

2. Präzision

 

Ihr Leitbild sollte so weit gefasst sein, dass Sie es auf viele verschiedene Arten verwirklichen können, dabei so konkret, dass es „Biss“ hat. Das heißt, dass es sich für Sie wirklich sinnvoll anfühlt

 

 

 

3. Anpassungen

 

Leitbilder können sich von Lebensabschnitt zu Lebensabschnitt ändern. Das Leitbild als junger Mensch möchte vielleicht aktualisiert werden, wenn das Alter voranschreitet. Vielleicht auch nicht.

 

 

 

Beobachtungen

 

Es kann sehr gut sein, dass Sie den Eindruck haben, dass Ihre Mission nicht mit Ihrem derzeitigen Job kompatibel ist. Vielleicht verabscheuen Sie sogar Ihren jetzigen Job. Eine häufige Beobachtung: Wenn Sie Ihre Mission gefunden haben, ist es (wie so oft von mir beobachtet) möglich, diesen Job in eine Strategie zu verwandeln, mit der Sie sie erfüllen können und vielleicht sogar Ihre Einstellung zu Ihrem Job zu ändern.

Vielleicht sind Sie tatsächlich nicht in der Lage, Ihre derzeitige Tätigkeit mit Ihrer Mission zu verbinden. In einem solchen Fall können Sie, so beängstigend es sich auch anfühlen mag, darüber nachdenken, sich eine neue Stelle zu suchen. Oder zumindest eine zusätzliche Tätigkeit im Leben, die Ihnen hilft, die Mission zu erfüllen, die Ihnen am wichtigsten ist. Lassen Sie sich nicht von der Angst davor abschrecken, ein erfülltes Leben zu führen. Gehen Sie einfach einen Schritt nach dem anderen. Gehen Sie Ihren Weg, passen Sie gut auf sich auf.

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf dem Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto meist auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu in Fragmenten zu erscheinen. Fühlen Sie sich eingeladen Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um Ihre persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei Ihnen aus?
  • Unter welchen Umständen stimmen Sie der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in Ihrem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto Ihr Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo wollen Sie sich wie daran erinnern?

P.S.

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Tagesmotto? Sind Worte Waffen und wenn das so ist; was macht sie gefährlich, wo schaden sie, wo helfen sie? Was ist zu beachten? 

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn Sie dieses Formular absenden, dann speichert es den eingegebenen Namen, die Email-Anschrift sowie die Inhalte. Mehr erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

 

Sie wünschen sich professionelle Unterstützung? Lassen Sie uns dazu ins direkte Gespräch kommen. Bei Interesse, für organisatorische Fragen und Terminvereinbarungen erreichen Sie mich persönlich am besten über das nachfolgende Formular oder per E-Mail (mail@karstennoack.de). Telefonisch bin ich am ehesten montags bis donnerstags in der Zeit von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu sprechen: Telefon 030 / 864 213 68, Mobil 01577 / 704 53 56. Meist bin ich im Einsatz, hinterlassen Sie dann bitte eine Nachricht mit Ihrer Telefonnummer in Deutschland. Denken Sie unbedingt daran sehr konkret den Anlas Ihres Anrufs zu nennen. Ich rufe Sie dann so schnell wie möglich zurück. Hinweise zum Datenschutz finden Sie hier.

Transparenz ist wichtig. Antworten auf häufige Fragen finden Sie deswegen schon hier, wie beispielsweise zu mir (Profil), den Angeboten, den Honoraren und dem Kennenlernen. Wenn das für Sie passt, freue ich mich auf die Zusammenarbeit.

 

 

Nachricht

 

Um es Ihnen und mir leicht zu machen, bitte ich Sie dieses Formular zu nutzen. Bis auf die E-Mail-Anschrift ist Ihnen überlassen, was Sie eintragen. Umso genauer Sie sind, desto einfacher machen Sie mir eine qualifizierte Antwort. Mit dem Absenden erklären Sie sich damit einverstanden, dass die im Kontaktformular eingegebenen Daten elektronisch gespeichert und zum Zweck der Kontaktaufnahme verarbeitet und genutzt werden. Ihnen ist bekannt, dass Sie Ihre Einwilligung jederzeit widerrufen können. Ich werde die Daten ausschließlich dafür verwenden und so bald wie möglich löschen.

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

13 + 6 =

Anmerkungen:

In der Adresszeile Ihres Browsers sollte die URL mit „https://www.karstennoack.de/...” beginnen, daran erkennen Sie eine sichere Verbindung (SSL).

Artikel zu Visionen

Was tun, wenn der eigene Beitrag die Welt nicht besser macht?

Wenn wir nicht mehr wissen, wozu wir aufstehen, wird das Leben mühsam. Sinn setzt Energie frei, gibt Kraft, Orientierung und Erfüllung. Das Handeln hat Richtung und es ist klar, wozu es morgens gilt das Bett zu verlassen. Haben Sie eine Vision, eine Aufgabe? Wofür setzen Sie sich ein?

Ärgern oder Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen

Ärgern oder Zeichen setzen und Verantwortung übernehmen

Es gibt so viele Beobachtungen, die erst zu Kopfschütteln und dann zu Kopfschmerzen führen können. Wer eine Vorstellung davon hat, wie eine lebenswerte Welt aussehen könnte, passt besser auf nicht zu verzweifeln oder sich zu sehr zu ärgern.

mehr lesen
Persönlicher Umgang mit Grenzsituationen

Persönlicher Umgang mit Grenzsituationen

In Grenzsituationen zeigt sich, wie unterschiedlich Menschen mit Unsicherheit umgehen. Einige reagieren panisch, andere gelassen. Die Covid-19-Krise hat viele Schattenseiten, auch sozial und ökonomisch. Was tun?

mehr lesen
Diskussionskultur und Debattenkultur

Diskussionskultur und Debattenkultur

Wir brauchen dringend eine lebendige und glaubhafte Diskussionskultur. Die Politik ist hier aufgefordert echte Debatten zu führen. Jeder einzelne Mensch ist gefordert sich respektvoll zu beteiligen. Und ganz besonders wichtig: Respektvoller Austausch mit Andersdenkenden auf Augenhöhe.

mehr lesen
Macht, zwischen der Vorsicht vor der dunklen Seite und der Verantwortung

Macht, zwischen der Vorsicht vor der dunklen Seite und der Verantwortung

Wer Macht für etwas einsetzen will, braucht auf die eine oder andere Weise die Autorisierung derjenigen, deren Interessen vertreten werden sollen. Was ist dazu erforderlich und wer ist überhaupt in der Lage verantwortungsvoll mit Macht umzugehen? Euripides forderte: Du hast die Macht, so üb auch Tugend! Ein Sprichwort sagt: Gib jemandem Macht und du erkennst seinen Charakter. Sind wir so schlimm?

mehr lesen

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 23. Mai 2017
Überarbeitung: 25. Dezember 2021
Englische Version:
AN: #890
K: CNB
Ü:

error: Copyright