Wirkungsvolle Pausen in Reden und Präsentationen
Pausen haben viel positive Auswirkungen auf Redner und Publikum
Pausen in Reden und Präsentationen
Gerade Anfänger fühlen sich vor Publikum unwohl und wollen den Vortrag möglichst schnell hinter sich bringen. Für Pausen fehlt ihnen der Mut. Erfahren Sie, weshalb Pausen so wichtig für die Wirkung von Redebeiträgen sind.
Die positive Wirkung von Pausen
„Das richtige Wort mag effektiv sein, aber kein Wort war jemals so effektiv wie eine richtig gesetzte Pause.“ meinte Mark Twain. Weshalb er recht hat? Deshalb:
1. Dramaturgie
Pausen sind ein mächtiges Werkzeug, um in Vorträgen Spannung aufzubauen. Nicht nur beim Erzählen von Geschichten. Denn durch Pausen entfaltet sich die Dramaturgie. Die Wirkung einer Rede ohne Pausen bleibt auf der Strecke. Erst die Pause gibt den Worten Raum, sich zu entfalten.
2. Verstärkung nach einer Aussage
Langsam und deutlich sprechen Sie eine wichtige Botschaft aus. Anschließend machen Sie eine Pause, damit die Aussage verstärkt wird, wirkt. Dabei halten Sie Augenkontakt, um herauszufinden, ob es angekommen ist. Im Zweifelsfall drücken Sie es. Nochmals mit anderen Worten aus. In einem Gespräch würden Sie das vermutlich auch tun und weshalb solltest du hier darauf verzichten?
3. Aufmerksamkeit für eine Aussage vor der Aussage
Machen Sie vor einer gewichtigen Aussage eine dramatische Pause. Das steigert die Neugier, das Interesse, die Aufnahmebereitschaft. So wird der Fokus gelenkt.
4. Fülllaute vermeiden
Wer Ähh, Umm, Genau, echt, … und Co. einsetzt anstatt Pausen zu nutzen, lenkt von der Botschaft ab und reduziert die eigene Glaubwürdigkeit. Fülllaute und Füllwörter wirken alles andere als kompetent.
Falls das relevant ist: 11 Tipps bei Redeticks: Ähhs, Ähms, Mhhs, Fülllaute, Stammelsilben, Füllworte und andere Sprachparasiten
5. Zeit zur mentalen Verarbeitung
Bei einem Text kann jeder Leser selbst entscheiden, wie schnell es vorangeht. Gegebenenfalls kann ein Abschnitt auch erneut gelesen werden. Bei einem Redebeitrag ist das etwas anders. Das Publikum benötigt Zeit, um die Informationen zu verarbeiten. Pausen geben den Zuhörern diese Zeit.
Mehr hierzu? Artikel: Redegeschwindigkeit: Tipps für die richtige Sprechgeschwindigkeit in Gesprächen, Reden, Präsentationen
6. Publikumskontakt
Die Vorstellung, den Blick durch alle Reihen des Publikums wandern zu lassen, macht vielen Rednern eine Gänsehaut. Doch dieser persönliche Kontakt mit dem Publikum lohnt sich. Es ähnelt dadurch eher einem Dialog und führt dazu, dass sich jeder einzelne im Publikum angesprochen fühlt. Für diese Form des Blickkontakts braucht es entsprechende Pausen.
Weiter Anregungen hierzu im Artikel 14+ Tipps für Blickkontakt mit Wirkung in Gesprächen und Präsentationen.
Antworten auf häufige Fragen
Welche Rollen spielen Pausen in Reden und Präsentationen?
Pausen spielen in Reden und Präsentationen eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen, dass die Rede oder Präsentation flüssig und verständlich bleibt und dass das Publikum aufmerksam bleibt. Pausen können auf verschiedene Arten eingesetzt werden, um verschiedene Effekte zu erzielen.
Einige Beispiele für die Rollen, die Pausen in Reden und Präsentationen spielen können, sind:
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Atemholen: Pausen können verwendet werden, um dem Redner oder der Rednerin Zeit zum Atemholen zu geben und um die Rede oder Präsentation flüssiger und verständlicher zu machen.
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Betonung: Pausen können verwendet werden, um bestimmte Worte oder Ideen zu betonen und das Publikum darauf aufmerksam zu machen.
-
Aufmerksamkeit: Pausen können verwendet werden, um das Publikum aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass es auf das, was gesagt wird, achtet.
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Dramatik: Pausen können verwendet werden, um Dramatik in einer Rede oder Präsentation aufzubauen und das Publikum zu fesseln.
Weshalb machen viele Redner keine Pausen in Reden und Präsentationen?
Es gibt verschiedene Gründe, warum viele Redner keine Pausen in Reden und Präsentationen machen. Einige mögliche Gründe sind:
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Angst vor Pausen: Manche Redner haben Angst, dass Pausen in ihrer Rede oder Präsentation langweilig oder unangenehm wirken könnten und vermeiden daher bewusst Pausen.
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Zeitdruck: In manchen Fällen gibt es einen Zeitdruck, der es schwierig macht, Pausen in die Rede oder Präsentation einzulegen.
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Unvorbereitet: Manche Redner sind möglicherweise nicht gut vorbereitet und fühlen sich daher nicht sicher, wie sie Pausen in ihrer Rede oder Präsentation einlegen sollen.
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Unsicherheit: Manche Redner fühlen sich möglicherweise unsicher und wissen nicht, wie sie Pausen einlegen sollen, um das Publikum anzusprechen und zu fesseln.
Was geschieht bei fehlenden Pausen in Reden und Präsentationen?
Wenn Pausen in Reden und Präsentationen fehlen, kann das für das Publikum schwierig sein, zu folgen und aufmerksam zu bleiben. Einige mögliche Auswirkungen von fehlenden Pausen in Reden und Präsentationen sind:
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Verwirrung: Ohne Pausen kann das Publikum Schwierigkeiten haben, die Hauptpunkte und Ideen der Rede oder Präsentation zu verstehen, da sie nicht genug Zeit haben, um sich auf das, was gesagt wird, zu konzentrieren.
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Langeweile: Ohne Pausen kann das Publikum schnell langweilen, da die Rede oder Präsentation monoton und eintönig wird.
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Ablenkung: Ohne Pausen kann das Publikum leicht abgelenkt werden und sich von der Rede oder Präsentation entfernen, da es nicht genug Zeit hat, sich zu konzentrieren und auf das, was gesagt wird, zu reagieren.
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Mangelndes Interesse: Ohne Pausen kann das Publikum schnell das Interesse verlieren und sich nicht mehr für die Rede oder Präsentation engagieren.
Was haben Pausen in Reden und Präsentationen mit der Dramaturgie zu tun?
Pausen spielen in der Dramaturgie von Reden und Präsentationen eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen, die Dramatik der Rede oder Präsentation aufzubauen und zu steigern. Pausen können verwendet werden, um bestimmte Worte oder Ideen zu betonen und das Publikum aufmerksam zu machen, um Spannung aufzubauen und um die Dramatik der Rede oder Präsentation aufrechtzuerhalten.
Pausen können auf verschiedene Arten in die Dramaturgie von Reden und Präsentationen eingebettet werden, je nachdem, welche Wirkung erzielt werden soll. Einige Beispiele für die Verwendung von Pausen in der Dramaturgie von Reden und Präsentationen sind:
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Spannung aufbauen: Pausen können verwendet werden, um Spannung aufzubauen, indem sie das Publikum in einem bestimmten Moment innehalten lassen und es darauf warten lassen, was als nächstes kommt.
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Betonung: Pausen können verwendet werden, um bestimmte Worte oder Ideen zu betonen und das Publikum darauf aufmerksam zu machen.
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Dramatik aufrechterhalten: Pausen können verwendet werden, um die Dramatik der Rede oder Präsentation aufrechtzuerhalten, indem sie das Publikum in einer bestimmten Stimmung halten und es dazu bringen, auf das, was gesagt wird, zu reagieren.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. März 2020
Überarbeitung: 19. August 2020
AN: #698
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Wie kann ich das am besten üben?
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