Elevator Pitch: 21 Tipps für eine überzeugende Kurzvorstellung

Wie gelingt ein guter Elevator Pitch?
Im Jahr 2000 Referent Karsten Noack. Wenn Ihr Elevator Pitch davon profitieren soll ...

Elevator Pitch: 21 Tipps für eine überzeugende Kurzvorstellung

 

„Und was machst du so?“

Eine einfache Frage.

Und manchmal erstaunlich schwierig zu beantworten.

Vielleicht weißt du sehr genau, was du tust.

Du kennst:

  • dein Fachgebiet
  • deine Leistungen
  • deine Erfahrung
  • den Wert deiner Arbeit

Und dann soll all das plötzlich in wenigen Sätzen verständlich werden.

Genau hier hilft ein guter Elevator Pitch.

Er bringt auf den Punkt:

  • wer du bist
  • was du tust
  • für wen das relevant ist
  • welchen Unterschied du bewirkst

Ein guter Elevator Pitch ist dabei kein Mini-Werbespot.

Und schon gar kein auswendig gelernter Monolog.

Er ist:

eine kurze, klare und anschlussfähige Erklärung dessen, wofür du stehst.

 

 

 

Was ist ein Elevator Pitch?

 

Der Begriff stammt aus der Vorstellung, dass du nur so viel Zeit hast wie während einer kurzen Aufzugfahrt.

Also vielleicht:

30 bis 60 Sekunden.

In dieser Zeit soll dein Gegenüber verstehen:

  • was du anbietest
  • welches Problem du löst
  • warum das relevant sein könnte

Der Aufzug ist heute eher ein Bild.

Ein Elevator Pitch kann gebraucht werden:

  • beim Networking
  • in einer Vorstellungsrunde
  • bei Kundengesprächen
  • vor Investoren
  • in Bewerbungsgesprächen
  • auf Veranstaltungen
  • in Meetings
  • auf LinkedIn

Die eigentliche Fähigkeit dahinter lautet:

Komplexität verständlich verdichten.

 

 

 

Der Elevator Pitch soll kein Gespräch ersetzen

 

Das ist für mich der wichtigste Perspektivwechsel.

Ein Pitch muss nicht:

alles erklären.

Er soll genug Orientierung geben, damit das Gegenüber versteht:

„Das könnte für mich relevant sein.“

Oder:

„Das möchte ich genauer verstehen.“

Dann entsteht die stärkste Reaktion:

eine Rückfrage.

 

 

 

Der beste Elevator Pitch öffnet ein Gespräch

 

Zum Beispiel:

„Wie machen Sie das konkret?“

„Für wen arbeiten Sie hauptsächlich?“

„Was unterscheidet Ihren Ansatz?“

„Könnte das auch bei uns funktionieren?“

Wenn solche Fragen entstehen, hat dein Pitch bereits viel erreicht.

Er hat:

Interesse erzeugt, ohne alles vorwegzunehmen.

 

 

 

Ein Elevator Pitch ist keine feste Rede

 

Das klassische Bild suggeriert:

Du brauchst den einen perfekten Text.

In der Praxis ist eine kleine Familie von Varianten häufig hilfreicher.

Zum Beispiel:

  • eine Version für Networking
  • eine für potenzielle Kunden
  • eine für Entscheider
  • eine für Investoren
  • eine für Bewerbungssituationen

Der Kern bleibt stabil.

Die Form verändert sich.

Gute Kurzvorstellung ist flexibel.

 

 

 

Wie lang sollte ein Elevator Pitch sein?

 

Es gibt keine magische Sekundenregel.

Je nach Situation können reichen:

  • 10 Sekunden
  • 30 Sekunden
  • 60 Sekunden
  • 90 Sekunden

Bei einem lockeren Kontakt ist eine kurze Version oft stärker.

Bei einer formellen Vorstellungsrunde darf es etwas mehr sein.

Entscheidend ist:

Du sagst genug, damit das Gegenüber folgen kann.

Und:

wenig genug, damit Raum für Gespräch bleibt.

 

 

 

1. Kläre zuerst, wofür du stehst

 

Bevor du formulierst, braucht es Klarheit.

Frag:

  • Was tue ich?
  • Für wen?
  • Welches Problem löse ich?
  • Welches Ergebnis ermögliche ich?
  • Was unterscheidet mich?

Wenn diese Fragen unklar sind, wird auch der Pitch unklar.

Ein Kommunikationsproblem ist manchmal ein Positionierungsproblem.

 

 

 

2. Beginne bei der Perspektive des Gegenübers

 

Viele Pitches beginnen mit:

„Ich bin …“

Dann folgen:

  • Berufsbezeichnung
  • Ausbildung
  • Unternehmensname

Das kann passen.

Interessanter ist häufig:

Warum sollte das für mein Gegenüber relevant sein?

Deshalb lohnt sich die Perspektive:

Was beschäftigt diese Person?

 

 

 

3. Beschreibe das Problem verständlich

 

Ein starker Pitch macht häufig zuerst klar:

Welche Situation kennst du besonders gut?

Zum Beispiel:

„Viele Führungskräfte wissen sehr genau, was sie sagen wollen. Unter Druck werden ihre Botschaften trotzdem unnötig kompliziert.“

Jetzt entsteht sofort ein Bild.

Das ist häufig stärker als:

„Ich bin Kommunikationsberater.“

 

 

 

4. Zeige, was du bewirkst

 

Danach wird klar:

Was verändert deine Arbeit?

Zum Beispiel:

„Ich unterstütze sie dabei, ihre Kernbotschaften so zu schärfen, dass sie auch in anspruchsvollen Situationen klar und souverän kommunizieren.“

Das beschreibt:

Wirkung.

Nicht nur:

Tätigkeit.

 

 

 

5. Sprich über Nutzen statt nur über Leistungen

 

Eine Leistung lautet:

„Ich biete Präsentationstraining an.“

Ein Nutzen könnte lauten:

„Ich unterstütze Führungskräfte dabei, komplexe Botschaften so zu vermitteln, dass ihr Publikum versteht, worum es geht und was daraus folgt.“

Der Nutzen beantwortet:

Warum ist das wichtig?

 

 

 

6. Vermeide Fachsprache

 

Ein Pitch verliert schnell Wirkung, wenn das Gegenüber zunächst Begriffe übersetzen muss.

Zum Beispiel:

„Wir entwickeln KI-basierte B2B-SaaS-Lösungen für predictive workflow optimization.“

Vielleicht ist das fachlich korrekt.

Nur:

Versteht dein Gegenüber sofort, warum das relevant ist?

Ein guter Pitch klingt nicht möglichst fachlich.

Er klingt:

verständlich.

 

 

 

7. Verwende konkrete Sprache

 

Viele Pitches bestehen aus Begriffen wie:

  • innovativ
  • ganzheitlich
  • nachhaltig
  • individuell
  • maßgeschneidert
  • lösungsorientiert

Solche Wörter können stimmen.

Sie erzeugen allein jedoch wenig Vorstellung.

Konkreter ist:

Was tust du tatsächlich?

Was verändert sich dadurch?

 

 

 

8. Ein guter Pitch braucht eine klare Kernbotschaft

 

Nach deinem Pitch sollte das Gegenüber einen Satz erinnern können.

Nicht zehn.

Frag:

„Was soll hängen bleiben?“

Wenn du dafür fünf gleich wichtige Antworten hast, braucht der Pitch noch Arbeit.

 

 

 

9. Widerstehe dem Wunsch, alles unterzubringen

 

Das ist besonders schwierig für Menschen mit viel Erfahrung.

Vielleicht kannst du:

  • beraten
  • trainieren
  • coachen
  • moderieren
  • Strategien entwickeln

Wenn du alles aufzählst, bleibt häufig:

weniger Klarheit.

Ein Pitch ist keine Leistungsübersicht.

Er ist:

eine Auswahl.

 

 

 

10. Passe den Pitch an dein Gegenüber an

 

Ein Investor interessiert sich für andere Fragen als ein potenzieller Kunde.

Ein Recruiter für andere als ein Kooperationspartner.

Deshalb können sich verändern:

  • Einstieg
  • Beispiele
  • Nutzen
  • Schwerpunkt

Das ist keine Unehrlichkeit.

Es ist:

adressatengerechte Kommunikation.

 

 

 

11. Beginne nicht zwangsläufig mit deiner Berufsbezeichnung

 

Berufsbezeichnungen helfen manchmal.

Manchmal erzeugen sie jedoch sofort eine Schublade.

Statt:

„Ich bin Unternehmensberater.“

kann ein situationsbezogener Einstieg stärker sein:

„Ich arbeite mit Unternehmen, wenn wichtige Entscheidungen kommunikativ heikel werden.“

Jetzt entsteht zuerst:

Relevanz.

 

 

 

12. Nutze einen guten ersten Satz

 

Der Einstieg sollte Orientierung oder Interesse erzeugen.

Möglichkeiten sind:

  • eine konkrete Beobachtung
  • eine bekannte Problemsituation
  • eine überraschende Differenzierung
  • eine prägnante Aussage

Weniger hilfreich ist ein künstlicher:

Werbeslogan.

Ein Elevator Pitch sollte wie:

ein gutes Gespräch

beginnen.

 

 

 

13. Verwende Beispiele

 

Wenn dein Angebot abstrakt ist, kann ein Mini-Beispiel helfen.

Zum Beispiel:

„Das kann eine Vorstandspräsentation sein, ein kritisches Mitarbeitergespräch oder ein Pitch, bei dem wirtschaftlich viel auf dem Spiel steht.“

Jetzt kann das Gegenüber dein Tätigkeitsfeld leichter einordnen.

 

 

 

14. Übertreibe dein Alleinstellungsmerkmal nicht

 

Viele Pitch-Ratgeber verlangen:

einen vollkommen einzigartigen USP.

Das kann unnötigen Druck erzeugen.

Vielleicht bist du nicht die einzige Person auf der Welt, die eine bestimmte Leistung anbietet.

Das ist normal.

Interessanter ist die Kombination aus:

  • Zielgruppe
  • Erfahrung
  • Arbeitsweise
  • Positionierung
  • Persönlichkeit

Relevante Unterscheidbarkeit ist wichtiger als künstliche Einzigartigkeit.

 

 

 

15. Belege statt Behauptungen

 

Sätze wie:

„Ich bin sehr erfahren.“

sind Behauptungen.

Stärker kann ein konkreter Hinweis sein:

„Seit mehr als 25 Jahren begleite ich Menschen bei anspruchsvollen Präsentationen und Kommunikationssituationen.“

Der Beleg trägt die Aussage.

Du musst die Bewertung weniger selbst übernehmen.

 

 

 

16. Persönlichkeit gehört hinein

 

Ein Pitch muss nicht vollständig neutral klingen.

Er darf zeigen:

  • wie du denkst
  • was dir wichtig ist
  • welche Haltung du mitbringst

Genau dadurch wird aus einer Leistungsbeschreibung:

eine persönliche Vorstellung.

 

 

 

17. Sprich natürlich

 

Ein schriftlich perfekter Pitch kann gesprochen vollkommen künstlich wirken.

Deshalb:

laut ausprobieren.

Wenn du beim Sprechen stolperst, ist möglicherweise nicht dein Sprechen das Problem.

Vielleicht ist der Satz:

zu geschrieben.

Gute gesprochene Sprache braucht:

  • klare Sätze
  • natürliche Übergänge
  • verständliche Wörter

 

 

 

18. Lern den Pitch nicht Wort für Wort auswendig

 

Wenn du einen Text exakt reproduzieren willst, steigt leicht die innere Kontrolle.

Dann kann ein kleiner Wortfehler plötzlich stören.

Besser:

Kenne die Bausteine.

Zum Beispiel:

  • Ausgangssituation
  • Zielgruppe
  • Nutzen
  • Unterscheidung
  • Anschluss

Dann kannst du natürlich formulieren.

 

 

 

19. Bereite verschiedene Längen vor

 

Zum Beispiel:

 

Die 10-Sekunden-Version

Ein Satz.

Gut für:

  • kurze Vorstellungen
  • Networking
  • erste Orientierung

 

Die 30-Sekunden-Version

Problem, Wirkung und Zielgruppe.

 

 

Die 60-Sekunden-Version

Etwas mehr Kontext und ein konkretes Beispiel.

So bleibst du flexibel.

 

 

 

20. Beende den Pitch nicht wie einen Werbespot

 

Der Abschluss:

„Und deshalb sollten Sie unbedingt mit mir arbeiten.“

passt in viele Situationen schlecht.

Häufig besser:

Raum lassen.

Oder eine natürliche Anschlussfrage stellen.

Zum Beispiel:

„Wie ist das bei Ihnen organisiert?“

Jetzt entsteht:

Dialog.

 

 

 

21. Teste den Pitch im echten Leben

 

Der Schreibtisch ist nur die erste Testumgebung.

Interessanter ist:

Was passiert im Gespräch?

Achte darauf:

  • Wo kommen Rückfragen?
  • Wo verliert das Gegenüber den Faden?
  • Welche Formulierung bleibt hängen?
  • Welche Passage klingt künstlich?

Dann überarbeite.

Ein guter Pitch entsteht häufig iterativ.

 

 

 

Ein einfaches Grundgerüst für deinen Elevator Pitch

 

Ein brauchbarer Ausgangspunkt kann sein:

 

1. Ausgangssituation

Welche Situation oder welches Problem kennt deine Zielgruppe?

 

2. Deine Arbeit

Was tust du konkret?

 

3. Wirkung

Was wird dadurch besser oder möglich?

 

4. Unterscheidung

Was ist an deinem Ansatz besonders relevant?

 

5. Anschluss

Wo kann ein Gespräch weitergehen?

 

 

 

Beispiel für einen persönlichen Elevator Pitch

 

Angenommen, jemand arbeitet im Bereich Führungskräftekommunikation.

Eine mögliche Variante:

„Ich unterstütze Führungskräfte dabei, komplexe Botschaften so auf den Punkt zu bringen, dass sie auch unter Druck klar und souverän kommunizieren. Das kann eine Vorstandspräsentation sein, ein kritisches Gespräch oder ein wichtiger öffentlicher Auftritt. Mich interessiert dabei besonders, wie Klarheit, persönliche Wirkung und strategische Kommunikation zusammenkommen.“

Das ist kein universelles Muster.

Es zeigt lediglich:

Ein Pitch kann sachlich, persönlich und gesprächsoffen zugleich sein.

 

 

 

Beispiel für einen sehr kurzen Pitch

 

„Ich unterstütze Führungskräfte dabei, in anspruchsvollen Situationen klar zu entscheiden und souverän zu kommunizieren.“

Jetzt kann die andere Person fragen:

„Was für Situationen meinen Sie?“

Genau das ist gut.

 

 

 

Beispiel für einen Pitch mit Problemfokus

 

„Viele Experten wissen enorm viel über ihr Thema. Genau das macht es manchmal schwer, ihre Botschaft auf den Punkt zu bringen. Ich unterstütze sie dabei, aus ihrer Expertise eine klare und überzeugende Kommunikation zu entwickeln.“

Auch hier entsteht eine nachvollziehbare Bewegung:

Problem → Leistung → Wirkung.

 

 

 

Was gehört in einen Investor-Pitch?

 

Bei Start-ups oder Finanzierungssituationen verschiebt sich der Schwerpunkt.

Dann interessieren beispielsweise:

  • Problem
  • Lösung
  • Zielmarkt
  • Geschäftsmodell
  • Wettbewerb
  • Traktion
  • Team

Ein Elevator Pitch kann diese Punkte nicht vollständig erklären.

Er sollte die entscheidende Logik sichtbar machen.

→ Elemente eines Elevator Pitch

 

 

 

Elevator Pitch für die Selbstvorstellung

 

Bei einer persönlichen Kurzvorstellung interessiert zunächst:

  • Was machst du?
  • Wofür stehst du?
  • Was ist daran interessant?

Du brauchst dabei keine künstliche Unternehmerdramaturgie.

Eine gute Selbstvorstellung klingt:

nach dir.

→ Persönlicher Elevator Pitch als Selbstvorstellung

 

 

 

Elevator Pitch im Bewerbungsgespräch

 

Auch die Aufforderung:

„Erzählen Sie etwas über sich.“

ist im Kern eine Kurzpräsentation.

Hier sollte der Schwerpunkt liegen auf:

  • relevanter Erfahrung
  • beruflichem Profil
  • Passung zur Rolle
  • Motivation

Ein Bewerbungspitch ist deshalb etwas anderes als ein Vertriebspitch.

Der Kontext bestimmt den Inhalt.

 

 

 

Elevator Pitch beim Networking

 

Beim Networking sollte der Pitch besonders leicht sein.

Niemand möchte bei der Frage:

„Und was machst du?“

eine vollständige Unternehmenspräsentation hören.

Eine kurze Antwort reicht.

Dann kann das Gespräch entscheiden, ob mehr relevant ist.

Networking braucht Anschlussfähigkeit, nicht Informationsdichte.

 

 

 

Elevator Pitch für Führungskräfte

 

Auch Führungskräfte brauchen Kurzpositionierungen.

Zum Beispiel wenn sie erklären:

  • wofür ihr Bereich steht
  • was eine Initiative erreichen soll
  • warum eine Veränderung notwendig ist
  • welche Prioritäten gelten

Dann geht es weniger um:

Selbstvermarktung.

Und stärker um:

Orientierung.

 

 

 

Ein Elevator Pitch kann auch eine Idee verkaufen

 

Du musst weder Unternehmer noch Vertriebler sein.

Vielleicht möchtest du:

  • eine Initiative vorstellen
  • Budget erhalten
  • Unterstützung gewinnen
  • eine Veränderung anstoßen

Dann hilft dieselbe Fähigkeit:

Warum ist diese Idee relevant?

Was soll geschehen?

Warum lohnt sich ein genauerer Blick?

 

 

 

Was ein Elevator Pitch nicht braucht

 

Er braucht nicht zwingend:

  • eine spektakuläre Geschichte
  • einen cleveren Slogan
  • eine provokante Frage
  • eine überraschende Statistik
  • einen künstlichen Cliffhanger

All diese Mittel können funktionieren.

Sie sind kein Pflichtprogramm.

Klarheit ist wichtiger als Show.

 

 

 

Typische Fehler beim Elevator Pitch

 

Zu viel Inhalt

Alles soll hinein.

Dadurch bleibt wenig hängen.

 

Zu viel Fachsprache

Das Gegenüber versteht die Begriffe, aber nicht den Nutzen.

 

Zu viel Selbstbeschreibung

Der Pitch beantwortet vor allem:

„Was kann ich alles?“

statt:

„Warum ist das für dich relevant?“

 

Zu viele Superlative

„Innovativ“, „einzigartig“ und „führend“ ersetzen keinen Beleg.

 

Auswendig gelernt

Der Pitch klingt wie eine Audio-Datei.

 

Zu lang

Aus einer Kurzvorstellung wird ein Vortrag.

 

Kein Anschluss

Der Pitch endet.

Und niemand weiß:

Wie geht das Gespräch weiter?

 

 

 

Auch Körpersprache und Stimme zählen

 

Ein guter Text allein reicht nicht.

Die Kurzvorstellung wird gesprochen.

Relevant sind deshalb auch:

  • Blickkontakt
  • Stimme
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Gestik

Das Ziel ist jedoch nicht:

eine perfekte Pitch-Performance.

Stärker ist:

klar, präsent und natürlich sprechen.

 

 

 

Sprich nicht schneller, nur weil du wenig Zeit hast

 

Wenn ein Pitch zu lang ist, entsteht schnell der Reflex:

schneller sprechen.

Das löst das falsche Problem.

Wenn du zu viel Inhalt hast:

kürze.

Die Lösung ist nicht:

mehr Wörter pro Minute.

 

 

 

Nutze Pausen

 

Auch in 30 Sekunden darf es kurze Pausen geben.

Sie helfen:

  • Gedanken zu trennen
  • Kernaussagen hervorzuheben
  • ruhiger zu wirken

Kürze bedeutet nicht:

Hektik.

 

 

 

Ein guter Elevator Pitch klingt nicht nach Elevator Pitch

 

Das ist vielleicht die höchste Stufe.

Das Gegenüber soll idealerweise nicht denken:

„Jetzt höre ich offenbar seinen Pitch.“

Sondern:

„Jetzt verstehe ich, was diese Person macht.“

Dann ist die Vorbereitung:

unsichtbar geworden.

 

 

 

Eine Checkliste für deinen Elevator Pitch

 

  1. Ist klar, für wen ich relevant bin?
  2. Wird verständlich, welches Problem ich löse?
  3. Beschreibe ich Wirkung statt nur Tätigkeit?
  4. Versteht jemand außerhalb meines Fachgebiets meine Sprache?
  5. Ist meine Kernbotschaft erkennbar?
  6. Habe ich Überflüssiges entfernt?
  7. Klingt der Text gesprochen natürlich?
  8. Passt er zu meinem Gegenüber?
  9. Kann ich ihn kürzer oder länger formulieren?
  10. Gibt es einen natürlichen Gesprächsanschluss?

 

 

 

Der 10-Sekunden-Test

 

Kannst du in einem Satz sagen:

was du für wen bewirkst?

Wenn ja, hast du bereits einen starken Kern.

Zum Beispiel:

„Ich unterstütze Unternehmen dabei, komplexe Entscheidungen so zu kommunizieren, dass Menschen verstehen, was jetzt wichtig ist.“

Danach kann alles Weitere folgen.

 

 

 

Der Verständlichkeitstest

 

Erkläre deinen Pitch einer Person außerhalb deiner Branche.

Frag anschließend:

„Was glaubst du, mache ich?“

Die Antwort ist wertvoller als:

„Fandest du meinen Pitch gut?“

Denn entscheidend ist:

Was wurde verstanden?

 

 

 

Der Erinnerungstest

 

Frag einige Minuten später:

„Was ist dir davon hängen geblieben?“

Wenn die Person deine Kernbotschaft wiedergeben kann:

sehr gut.

Wenn sie nur einzelne Schlagwörter erinnert:

Der Pitch braucht möglicherweise mehr Klarheit.

 

 

 

Der Gesprächstest

 

Frag dich nach einem realen Einsatz:

Welche Rückfrage kam?

Die Art der Rückfrage zeigt häufig:

welchen Teil dein Gegenüber interessant fand.

Damit kannst du deine Varianten weiterentwickeln.

 

 

 

Elevator Pitch und Positionierung

 

Die Arbeit am Pitch wirkt oft tiefer als erwartet.

Denn plötzlich musst du entscheiden:

  • Was ist mein Kern?
  • Für wen ist meine Arbeit besonders relevant?
  • Welche Wirkung möchte ich ermöglichen?
  • Was gehört nicht in den Vordergrund?

Deshalb ist ein guter Elevator Pitch oft:

ein Positionierungsinstrument.

Wer klar sagen kann, wofür er steht, hat häufig auch klarer darüber nachgedacht.

 

 

 

Der Elevator Pitch muss zu dir passen

 

Eine Formulierung kann rhetorisch brillant sein.

Wenn sie nicht nach dir klingt, wird sie im Alltag wenig hilfreich sein.

Deshalb sollte ein Pitch zu:

  • deiner Sprache
  • deiner Rolle
  • deiner Persönlichkeit

passen.

Professionell bedeutet nicht künstlich.

 

 

 

Elevator Pitch entwickeln und erproben

 

Wenn Positionierung oder Formulierung anspruchsvoll sind, kann gemeinsames Sparring hilfreich sein.

Dabei können wir beispielsweise:

  • deine Kernbotschaft schärfen
  • Zielgruppen unterscheiden
  • mehrere Pitch-Varianten entwickeln
  • Formulierungen vereinfachen
  • die gesprochene Wirkung prüfen
  • konkrete Situationen simulieren

→ Elevator Pitch im 1:1 entwickeln

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Positionierung, Selbstvorstellung, Networking, Akquise oder wiederkehrende berufliche Kurzpräsentationen geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn ein konkreter Pitch hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Fazit: Ein guter Elevator Pitch schafft Klarheit und öffnet ein Gespräch

 

Ein Elevator Pitch ist keine möglichst schnelle Verkaufsshow.

Er hilft dir:

  • deine Positionierung zu klären
  • deinen Nutzen verständlich zu machen
  • komplexe Inhalte zu verdichten
  • Gespräche leichter zu eröffnen

Der beste Pitch enthält deshalb nicht:

möglichst viel.

Er enthält:

das Richtige.

Für diese Person.

In diesem Moment.

Mit genug Klarheit, damit sie versteht, worum es geht.

Und genug Offenheit, damit sie mehr wissen möchte.

Ein guter Elevator Pitch beendet kein Gespräch. Er gibt ihm einen guten Anfang.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

2 Kommentare

  1. Gibt es die Unterstützung auch auf Basis einer Erfolgsbeteiligung?

    Antworten
    • Davon halte ich wenig! Und der Aufwand wäre unnötig größer.

      Antworten

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Mai 2002
Überarbeitung: 26. September 2026