Zukunftswerkstatt: Tipps und Ablauf

Kreativitätstechniken für die Praxis
Zukunftskonferenz - Karsten Noack Coaching & Training Berlin

Zukunftswerkstatt

 

Die Zukunftswerkstatt ist eine von den Zukunftsforschern Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert entwickelte Methode, die Fantasie anzuregen, um ganzheitliche neue Ideen und Ansätze vor allem für komplexe Aufgabenstellungen zu finden. Führen andere Wege nicht zur Lösung eines Problems, hat es sich bewährt, eine Zukunftswerkstatt durchzuführen, um die Dinge in konstruktive Bewegung zu bringen.

Eine Zukunftswerkstatt kann gut an einem Tag, besser aber noch an zwei Tagen, wie beispielsweise an einem Wochenende, abgehalten werden. Da diese Kreativitätstechnik sehr handlungsorientiert ausgerichtet ist, sollte die Teilnehmerzahl mit Bedacht gewählt werden: je größer die Gruppe, desto höher die Ansprüche an Teilnehmer und Moderatoren.

Damit Zukunftswerkstätten nicht zu reinen Sandkastenübungen verkommen, sondern dabei beschlossene Maßnahmen auch wirklich in die Tat umgesetzt werden, sollten die Beteiligten auch nach der Veranstaltung miteinander in Kontakt bleiben. Durch die Vergabe von Ideenpatenschaften kann die Verantwortlichkeit für bestimmte Maßnahmen auf ausgewählte Schlüsselpersonen übertragen werden.

Zukunftswerkstätten sollten keine einmaligen Veranstaltungen bleiben, sondern in bestimmten Abständen mit gleichem Teilnehmerkreis wiederholt werden, damit der kreative Prozess im Fluss bleibt und aktuellen Entwicklungen kontinuierlich Rechnung getragen werden kann.

 

 

 

Ablauf einer Zukunftswerkstatt

 

Der Prozess gliedert sich in drei Hauptphasen:

  • Kritik- und Beschwerdephase
  • Ideen-, Fantasie- und Utopiephase
  • Umsetzungs-, Verwirklichungs- und Praxisphase

 

In der Beschwerdephase haben die Teilnehmer Gelegenheit, ohne Zwang alle kritischen Gedanken zum gewählten Thema zu äußern. Diese Beiträge können beispielsweise mittels Kartentechnik gesammelt und dann im Plenum erläutert werden. Dabei wird auch die Basis für gegenseitiges Vertrauen geschaffen.

In der Fantasie- und Utopiephase wird dann die Kreativität der Teilnehmer aktiviert, um wünschenswerte Lösungen für die Aufgabe bzw. das Problem zu finden, indem beispielsweise Satzanfänge wie „Es wäre schön, wenn …“ vervollständigt werden. Hierbei können auch weitere Kreativitätstechniken eingesetzt werden. Anschließend werden die Ergebnisse dann strukturiert und präsentiert.

In der Verwirklichungs- und Praxisphase werden die Gedanken und Ergebnisse aus den ersten beiden Hauptphasen betrachtet, um zu klären, was davon realisierbar ist. Sind die Maßnahmen konsensfähig und werden beschlossen, folgt ein weiterer Durchlauf, um so einen Kreislauf zu fördern, in dem Zielbild und Ist-Situation miteinander abgeglichen werden.

Ziel-Szenario

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