Gewusst wie: Lampenfieber durch Bewegung abschütteln

Wenn schon, dann bitte richtig!
Gewusst wie: Lampenfieber durch Bewegung abschütteln. Es beginnt beim richtigen Stand!

Bewegung und Lampenfieber

 

Erfahren Sie, wie Sie Stress und Lampenfieber bei Reden und Präsentationen durch unterstützende Bewegungen abschütteln.

Bewegung und Stress

 

Stress kann durch Bewegung abgebaut werden. Doch viele Menschen, die unter Lampenfieber und Redeangst leiden, strengen sich bewusst an, möglichst ruhig zu erscheinen und unterdrücken deshalb so weit wie möglich alle Bewegungen. Dadurch wird beispielsweise auch auf eine ansprechende Gestik verzichtet.

 

 

 

Die Unruhe findet ihren Weg an die Oberfläche…

 

… so oder so. Ein Bedürfnis zu unterdrücken, ist ansteckend. Und weil der Körper bestrebt ist, den Stress durch andere Bewegungen abzuschütteln, tauchen sie dann zwangsläufig an unkontrollierten Orten auf. Es sind diese eigenartigen Bewegungen, die nicht zur Aussage gehören und die Zuschauer irritieren. Häufiges Kratzen, Zucken, mit den Fingern spielen, mit den Füßen wippen, mit dem Körper schaukeln und viele andere Bewegungen sorgen dann für Unruhe beim Redner und schließlich auch beim Publikum. Die Spiegelneuronen machen sich bemerkbar; die Unruhe färbt ab! Darauf ist Verlass!

Stattdessen lieber:

 

 

 

Stress abschütteln: Bewegung gezielt nutzen

 

Viel besser als alle verkrampften Kontrollversuche ist es, bei Lampenfieber Techniken zu lernen, bei denen Bewegungen sowohl der Aussage als auch dem Zustand des Redners zugutekommen. Schon eine angemessene Gestik wirkt Wunder, wenn sie auch die Aussagen unterstützt.

 

 

 

Wohin mit den Händen?

 

Nehmen Sie die Hände locker oberhalb Ihres Bauchnabels ineinander, denn das ist ein guter Ausgangspunkt für eine natürliche Gestik. Mit etwas Übung wird es so leichter unterstützende Gesten an den Tag zu legen, anstatt an irgendetwas nervös herumzuspielen. Solche unkontrolliert verkrampften Bewegungen lenken Sie selbst und Ihr Publikum nur unnötig ab.

Behalten Sie die Hände möglichst frei und nehmen Sie nur dann Dinge in die Hand, wenn es unbedingt erforderlich ist. Benötigen Sie eine Fernbedienung, dann kommt diese in die nichtdominante Hand. Dort stört sie am wenigsten und gibt nach einer Gewöhnungszeit Ruhe. Es gibt Redner und Rednerinnen, die haben die ganze Zeit einen Stift in der Hand, obwohl sie nichts schreiben. Das wirkt eigenartig und zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

 

 

 

Klingt nebensächlich, ist es aber nicht: der gute Stand beim Reden

 

Ganz wesentlich ist ein guter Stand. Aus ihm heraus sind unterstützende Bewegungen viel leichter. Das klingt einfach und trivial? Mag sein, doch schon das braucht in der Regel etwas Hilfestellung und Übung. Wer ihn nicht geübt hat, verändert meist so oft den Stand, dass vom sprichwörtlichen Standpunkt keine Rede mehr sein kann.

Besser: Stellen Sie die Füße parallel oder etwas mit den Spitzen nach außen. Je nach Typ ist es am besten, wenn der Fußabstand etwas weniger oder breiter als die Schulter ist. Ja, es gibt kleine kulturelle Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die sind  allerdings relative klein, wenn es um einen guten Stand bei einer Rede geht. Achten Sie darauf, die Knie nicht nach hinten durchzudrücken. Das macht Sie unbeweglich. Und das sowohl körperlich als auch geistig. Wenn der Stand sicher ist, dann ist auch der Reiz kleiner zu wackeln oder zu wippen. Nicht schön, wenn Sie behaupten, dass Sie für etwas stehen und dabei einen symbolischen Schritt nach hinten machen oder sonst wie wankelmütig erscheinen. Zeigen Sie lieber Haltung! Halten Sie den Oberkörper aufrecht. Die Schultern hängen weder dabei, noch sind sie zu steif nach hinten gezogen. Dabei immer schön locker bleiben! Halten Sie den Kopf gerade. Achten Sie darauf, dass die Nase weder hochschaut, das würde arrogant wirken, noch nach unten gerichtet ist, denn das wirkt unsicher und unterwürfig.

Fazit: Ein guter Stand wirkt souverän und Sie fühlen sich auch sicherer.

 

Ist es Lampenfieber oder Redeangst?

 

Lampenfieber und Redeangst sind keine Synonyme. Das die Bezeichnungen so oft synonym verwendet werden hat Folgen. Was bei Lampenfieber gut funktioniert, wirkt bei Redeangst kaum und kann sie sogar noch verschlimmern. Hinweis finden Sie im Artikel Redeangst: Wenn das Lampenfieber keines ist.

 

Unterstützung bei Lampenfieber, Redeangst und Auftrittsdruck

 

Wer beruflich oder öffentlich sichtbar wird, ist immer wieder gefordert, klar zu sprechen, überzeugend zu präsentieren und für die eigenen Ideen einzustehen.

Lampenfieber kann dabei eine hilfreiche Kraft sein.
Es weckt Energie, Aufmerksamkeit und Präsenz.

Manchmal wird aus dieser Auftrittsenergie eine starke innere Belastung.

Die Stimme wird enger.
Der Körper spannt sich an.
Der Kopf wird schneller.
Der Zugang zu Wissen, Erfahrung und Ausdruck fühlt sich erschwert an.

Dann halten sich Menschen zurück, obwohl sie etwas Wertvolles beizutragen haben.

Das ist besonders schade, wenn Fachwissen, Erfahrung und gute Gedanken vorhanden sind und im entscheidenden Moment zu wenig sichtbar werden.

Wenn Lampenfieber, Redeangst oder Leistungsdruck die eigene Wirkung beeinträchtigen, lohnt sich gezielte Unterstützung.

Seit 1998 begleite ich Menschen dabei, sich und ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Dabei habe ich viele Rednerinnen, Redner, Führungskräfte, Selbstständige und Fachleute unterstützt, die vor Auftritten, Präsentationen, Gesprächen oder Medienmomenten starke innere Anspannung erlebt haben.

In meiner Arbeit verbinden sich Erfahrungen aus Kommunikation, Psychologie, Coaching, Rhetorik, Marketing und Auftrittsvorbereitung.

Da Lampenfieber manchmal tiefer reicht als reine Auftrittsunsicherheit, bringe ich zusätzlich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie mit. So kann im gemeinsamen Gespräch geklärt werden, welcher Rahmen passt: Coaching, Auftrittsvorbereitung, Mentaltraining oder ein therapeutischer Weg.

Ziel ist ein Auftritt, bei dem vorhandene Fähigkeiten wieder leichter zugänglich werden.

Klarer denken.
Ruhiger sprechen.
Präsenter wirken.
Die eigene Botschaft überzeugender vermitteln.

Termine sind in Berlin und online per Video möglich.

Die aktuellen Honorare stehen auf der Honorarseite.

Mehr über mich steht in meinem Profil.

 

 

Lampenfieber ...

 

 

%

... quält mich.

%

... hat mich früher gequält und ist heute weg oder viel besser.

%

... ist kein relevantes Thema für mich.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 482)

P.S.

 

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Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2009

Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #641
K: CNB
Ü: