Lampenfieber: Realistische Bewertung der Befürchtungen

Sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren: Hilfe bei Lampenfieber und Redeangst in Berlin

 

Hilfe bei Lampenfieber und Redeangst in Berlin

Die Menge macht das Gift!

 

Fast jeder, der Präsentationen oder Reden vor Publikum hält, kennt Lampenfieber. Mit dem Leistungs- und Konkurrenzdruck in unserer Gesellschaft steigt auch die Angst, zu versagen. Rasender Herzschlag, zitternde Hände, Schweißausbrüche, jagende Gedanken machen sich dann unangenehm bemerkbar. Ob im Besprechungsraum oder auf der Bühne, ob Präsentation, Prüfung oder Konzert; wer vor anderen Menschen etwas vorträgt und sich dabei nicht blamieren möchte, kennt die Tücken des Nervensystems, das diese Angstreaktionen hervorbringt. Im Lampenfieber verdeutlicht sich unsere tief verwurzelte Angst vor dem Ausgeliefertsein, dem Ungewissen. Meistens tritt es kurz vor oder am Anfang einer Präsentation auf.

Etwas Lampenfieber fördert die Qualität einer Präsentation, weil es Redner menschlicher machen kann. Doch manchmal nimmt es überhand und das Lampenfieber hindert dann Redner daran sich zu entfalten, so gut zu sein, wie es in einem guten Zustand möglich wäre.

 

 

 

Auf in die Schlacht

 

Wer übersteigertes Lampenfieber loswerden möchte, muss sich ihm stellen. Vermeidung lässt die Dämonen mächtiger werden, davon ernähren sie sich. Anstatt zu versuchen, Ihnen aus dem Weg zu gehen und die Angst zu verdrängen, setzen Sie sich also besser bewusst mit ihr auseinander. Was ist Ihre Vermutung; woher stammt Ihre Angst, vor anderen Menschen zu sprechen? Hatten Sie eine negative Erfahrung, ein Erlebnis, dass unangenehme Gefühle ausgelöst hat? Manchmal kann es schon helfen, sich ein realistisches Schlimmster-Fall-Szenario, ein Worst Case Szenario, konsequent auszumalen.

Was ist das Allerschlimmste, das passieren kann? Vielleicht merken Sie dann schon selbst, dass einige Befürchtungen nicht sehr wahrscheinlich sind. Damit meine ich nicht, dass Sie Ihre Angst verharmlosen sollen. Im Gegenteil: Nehmen Sie Ihre Ängste ernst, selbst wenn Sie sie gleichzeitig logisch entkräften können. Indem Sie sich mit Ihren Befürchtungen auseinandersetzen, können Sie sich im Vorfeld Maßnahmen überlegen, um sie zu vermeiden.

 

 

 

Ran an die Wurzeln des Lampenfiebers

 

Es ist Zeit, genauer näher hinzusehen, weshalb Ihnen die Knie schlottern.

Ist es die Angst vor dem persönlichen Scheitern? Befürchten Sie Ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht zu werden oder sich sogar bis zu blamieren? Manchmal laufen vor dem inneren Auge Endzeitszenarien ab, der innere Dialog macht sich selbstständig. Und was er von sich gibt ist oft nicht sehr konstruktiv.

  • Was, wenn ich den Faden verliere, einen Blackout habe?
  • Hoffentlich fange ich nicht an zu stottern.
  • Wenn nur nicht meine Stimme versagt.
  • Auf keinen Fall die rettenden Unterlagen fallen lassen.

 

Oder befürchten Sie negative Reaktionen Ihres Publikums?

  • Werde ich selbst kritische Fragen beantworten können?
  • Gibt es Menschen im Publikum, die mich nicht mögen?
  • Was mache ich, wenn mir jemand etwas böses will?
  • Hoffentlich verärgere oder langweile ich niemanden!

 

Möglicherweise sind es unvorhersehbare Zwischenfälle, die Ihnen die Nackenhaare anheben?

  • Wie gehe ich damit um, wenn der Beamer nicht mitspielt?
  • Was, wenn das Notebook ausfällt?
  • Bin ich spontan genug, um auftretende Probleme souverän zu lösen?

 

Wenn Sie wissen, was Ihnen Angst macht, holen Sie die Verursacher aus dem Dunkeln ins Licht. So haben Sie die Chance genau dort anzusetzen und sich konkret auf die entsprechende Situation einzustellen. Dann haben Sie nicht mehr allgemein und diffus vor dem Auftritt Angst, sondern haben klarer vor Augen was es vorzubereiten gibt, um potenzielle Hindernisse schon im Vorfeld abzubauen. Murphy mag keine Vorbereitung.

Schreiben Sie genau auf, wovor Sie sich fürchten. Also beispielsweise nicht bloß, dass Sie Angst davor haben nicht ernst genommen zu werden, sondern unter welchen Umständen dies geschehen könnte. Machen Sie es konkret, Punkt für Punkt!

 

 

 

Ja und?

 

Es könnte geschehen, dass Ihnen ein Wort nicht einfällt, Sie den Faden verlieren oder anderer Meinung als Ihr Publikum sind. Na und? Ist das ein angemessener Grund, für Ihre so intensiven Ängste? Der Umgang mit dem Lampenfieber erfordert die Auseinandersetzung mit den eigenen Werten, Wünschen und Erwartungen. Das gelingt am besten mit einem geeigneten Gesprächspartner, einem Coach oder Therapeuten. Schließlich sollen die Antworten auf wesentliche Fragen ja nicht an der Oberfläche halt machen. Klären Sie das Thema für sich, ein und für alle Mal.

Lampenfieber wird oft in aller erster Linie als Störenfried und Spielverderber empfunden. Doch es kann uns auch interessante Einblicke in unsere Persönlichkeit bieten und dabei helfen, uns weiterzuentwickeln. Wenn die Angst ein Symptom für etwas ist; was wollen diese Symptome uns mitteilen? Nervosität macht sich bemerkbar, wenn wir an unsere Grenzen stoßen. Und ein gutes Gefühl stellt sich ein, wenn wir gut vorbereitet sind, wir unsere Grenzen neu und weiter stecken, uns entfalten.