Was Redner von Comedians lernen können
Damit Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren
Redner und Comedians
In diesem Beitrag geht es darum, was Redner und Rednerinnen von Comedians lernen können.
Was Redner von Comedians lernen können
Comedians werden vom Publikum knallhart beurteilt, sie müssen wissen, was sie tun, sonst ist der Auftritt schnell am Ende. Das Publikum ist nicht immer feinfühlig.
Professionelle Comedians verbringen Jahre damit, ihr Handwerk zu erlernen, damit sie ihr Publikum immer wieder begeistern und zum Lachen bringen können. Und üblicherweise gelingt ihnen das alles ohne die Hilfe von PowerPoint und Co., Notizen oder einem Rednerpult.
Jahrelang habe ich mir immer wieder einige Frauen und Männer angesehen, die auf bewundernswerte Weise ihr Publikum als Comedians verzauberten. In den Fortgeschrittentrainings für Rhetorik und Präsentationen vermittle ich die Erkenntnisse. In diesem Beitrag geht es um Grundlegendes, das Redner und Rednerinnen von Comedians lernen können.
1. Pausen für den Effekt
Comedians sind Meister des Innehaltens, denn Pausen zeigen dem Publikum, wann es lachen soll. Bei Präsentationen bewirken Pausen, dass das Publikum aufmerksamer ist, und Emotionen gefördert werden.
In einigen Beiträgen beschreibe ich die Wirkung von Pausen, doch in der Praxis verzichten immer noch viele Rednerinnen und Redner darauf, die Wirkung zu erkunden. Comedians wissen, weshalb sie die Macht von Pausen nutzen.
Comedians steigern mit Pausen die Erwartung des Publikums. Die Spannung trägt zum Unterhaltungswert des Erlebnisses bei.
Genauso wichtig sind die Pausen, nachdem ein wichtiger Punkt gemacht wurde. Geben Sie Ihrem Publikum einen kurzen Moment Zeit, um über Ihre Worte nachzudenken und sie zu verdauen. Wenn Sie sich beeilen, lachen die Zuhörer vielleicht nicht oder verstehen nicht, worum es geht. Zu wissen, wann und wie lange eine Pause sein sollte, erfordert Übung!
Pausen werden auch dazu verwendet, um von einem Thema zu einem anderen zu wechseln. Rednerinnen und Redner sollten zwischen Geschichten oder Ideen immer eine Pause einlegen; das hilft, die Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Themenwechsel vorzubereiten. Überstürzen Sie die Übergänge, dann kommt das Publikum nicht mit.
Falls Sie zu Fülllauten neigen, können Pausen Ihnen helfen sie zu verringern. Eine Pause ist auf jeden Fall besser, als Füllwörter wie „sowieso“ oder „äh“. Der übermäßige Gebrauch von Füllseln vermittelt Nervosität, während strategisch gesetzte Pausen Selbstvertrauen vermitteln.
Um zu wissen, wann und wie lange pausiert werden sollte, brauchen Sie Übung. Experimentieren Sie mit Pausen, vor allem, wenn Sie Ihre Rede mit Humor würzen wollen. Setzen Sie Pausen weise ein, und Sie werden das Interesse Ihres Publikums wecken und die Aufmerksamkeit halten.
2. Proben, proben, …
Machen Sie mutig Erfahrungen. Erkunden Sie die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung. Eine konsistente Präsentation und eine konsistente, vorhersehbare Reaktion erfordern Übung, sehr viel Übung. Comedians wissen, dass es genauso hilfreich ist, auf die Bühne zu gehen und keine Reaktion zu bekommen, wie auf die Bühne zu gehen und eine Reaktion zu bekommen. Deswegen sind Proben so wichtig. Beginnen Sie im Kleinen und steigern Sie dann die Personen im Testpublikum. Nutzen Sie brauchbares Feedback, um sich und Ihren Beitrag zu entwickeln.
3. Timing
Auch das Gespür für das Timing erfordert einige Aufmerksamkeit. Hier sind professionelle Comedians wahre Meister, von denen sich Vieles lernen lässt. Was an einer Stelle verpufft, entfaltet an einer anderen die volle Wucht.
4. Das Publikum kennen
Comedians wissen, dass die Einbindung des Publikums wesentlich für den Erfolg ihres Auftritts ist. Und sie wissen, dass das Publikum in der Lage sein muss, sich mit ihnen und ihrem Humor zu identifizieren. Gute Comedians passen deswegen ihr Material an das jeweilige Publikum an, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Auch Redner sollten wissen, an wen sie sich wenden. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Präsentationen zu verstehen und jedes Mal anzupassen, damit Sie Ihr Publikum effektiv ansprechen. Profis haben Elemente im Gepäck, die sie je nach Bedarf zusammenfügen.
5. Erlauben Sie Mimik und andere Körpersprache
Verwenden Sie Gesichtsausdrücke und andere Elemente der Körpersprache, um Ihre Ausdruckskraft zu steigern. Mimik und Körpersprache gehören zu den wirkungsvollsten Instrumenten der Kontaktaufnahme mit dem Publikum.
Comedians wissen, dass selbst so ein Detail, wie das Anheben einer Augenbraue das Publikum zum Lachen bringen kann. Ein kleines Schmunzeln kann Wunder wirken. Finden Sie heraus, wie Ihre Mimik und Ihre Körperbewegungen Ihren Vortrag bereichern können. Gehen Sie spielerisch ans Werk und erkunden Sie die Möglichkeiten und deren Wirkung. Wenn Sie witzig sein wollen, können Sie einen Ausdruck, eine Geste oder eine Bewegung machen, die im Gegensatz zu Ihren Worten steht. Die Überraschung des Unerwarteten ist genau das, was es lustig macht.
Ja, und?
Sie können eine Menge von Comedians lernen. Was Sie jedoch besser lassen sollten, ist, mit einem Witz zu beginnen. Wenn Sie kein geborener Comedian sind (und wer ist das schon?), ist es für Sie, wie für die meisten Redner, besser, mit einer persönlichen Geschichte zu beginnen.
Eine hervorragende Möglichkeit, ein besserer Redner, eine bessere Rednerin zu werden, besteht darin, Comedians zu beobachten und sich von ihnen abzuschauen, wie sie ihr Publikum fesseln und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
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- Was darf die Vorbereitung einer Präsentation kosten, welcher Aufwand ist gerechtfertigt?
Unterstützung bei Reden und Präsentationen
Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?
Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.
Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:
-
Ziel und Kernbotschaft
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Struktur und Dramaturgie
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Argumentation und Storytelling
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Sprache und Formulierungen
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Folien und Visualisierung
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Stimme, Körpersprache und Präsenz
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Lampenfieber und Auftrittssicherheit
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kritische Fragen und Einwände
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einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback
Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.
Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.
Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2013
Überarbeitung: 17. Septemberi 2020
AN: #43345
K:CNB
Ü:









Wenn nur endlich wieder richtige Kurse stattfinden. Ich bin sehr interessiert das zu lernen.