Tipps für das Storytelling: „Es war einmal…“ - Die Wirkung von Geschichten

So erzählen Sie Geschichten die wirken
Storytelling

Storytelling

 

Bei trockenen, unemotionale Beiträgen, wie vielen der tagtäglichen Reden und Präsentationen, schaltet das Gehirn gelangweilt in den Ruhezustand, sucht nach dem Smartphone oder spielt Bullshit-Bingo.

Storytelling ist deutlich angenehmer für Redner und Zuhörer, als Zahlenschlachten. Im Gegensatz zu trockenen Zahlen und Kommastellen, Daten, Fakten und noch so logische Argumente, wirken Geschichten tief in der Seele des Menschen. Das menschliche Unbewusste liebt Geschichten und verarbeitet sie unterbewusst noch lange Zeit, nachdem sie gehört wurde.Neu ist das nicht, auch, wenn der Begriff Storytelling den Eindruck vermitteln könnte.

 

 

 

Heldengeschichten

 

Dank Joseph Campbell (US-amerikanischer Professor und Autor auf dem Gebiet der Mythologie) wissen wir, die Heldengeschichten aller Kulturen folgen meist dem gleichen bewährten Muster. Typischerweise versucht der Held zunächst die Herausforderung auf den gewohnten Wegen zu lösen. Doch das wäre zu leicht und zu langweilig, also scheitert er. Damit es dramatisch und menschlicher zugeht folgt eine existentielle Krise. Es geht um Leben und Tod. Hält der Held am Gewohntem fest, könnte er daran zugrunde gehen. Will er bestehen, dann muss er sich dem Neuen öffnen, lernen, mutig sein. Geht er über diese Schwelle, dann kehrt der Held entweder als geläuterter Sieger heim oder er scheitert vollständig und verliert sein Leben.

 

 

 

Die Schritte

 

Der Held wird in seinem Alltag vorgestellt. Dort erreicht ihn der Ruf zum Abenteuer. Er weigert sich zunächst. Dann trifft er auf einen Mentor, der ihn unterstützt. Das Abendeuer beginnt. Der Held überquert die Schwelle in eine andere Welt. Die Reise beginnt. In der neuen Welt gilt es Prüfungen zu bestehen. Hier trifft er auf Mitkämpfer und Gegner. Im Inneren dieser Welt, absolviert er eine Prüfung, bekommt einen Schatz und reist zurück. Am Übergang zu seiner alten Welt erwartet ihn eine letzte Prüfung. Endlich kann er zurück in seine Welt, die von seinem veränderten Ich (Transformation) und seinem Schatz profitieren kann.

 

 

 

Hintergrundinformationen

 

Die Klassiker zum Thema sind Der Heros in tausend Gestalten von Joseph Campbell und The Writer’s Journey vom Christopher Vogler.

 

 

 

Was zu einer guten Geschichte gehört

 

Treffen sich 2 Jäger, beide tot.

 

 

1. Protagonist

 

Meist steht ein Protagonist im Mittelpunkt der Geschichten, der Eigenschaften oder unerfüllte Sehnsüchte hat, mit denen sich das Publikum identifiziert.

 

 

 

2. Auslösendes Ereignis

 

Zu Anfang einer Geschichte gerät die Welt des Hauptcharakters durch ein äußeres Ereignis in eine Schieflage.

 

 

 

3. Veränderungswunsch

 

Gute Geschichten erzählen von der Transformation des Protagonisten.

 

 

 

4. Antagonist

 

Antagonistische Kräfte halten den Protagonisten davon ab das Ziel zu erreichen. Sie sind Gegenspieler und sind wesentlich für die Entwicklung des Protagonisten. An seinen Gegner definiert er sich, sie erzwingen sozusagen die Veränderung zum Helden.

 

 

 

5. Konflikt

 

Spannenden Geschichten erzählen vom Kampf der Gegensätze. Die Auseinandersetzung des Helden mit den antagonistischen Kräften klärt die Werte. Während der Auseinandersetzung mit seinem Gegner lernt der Protagonist dazu, entwickelt sich.

 

 

 

6. Transformation

 

Gelingt es dem Protagonisten schließlich die Hürden zu überwinden, ist er eine neue Person. All das lässt ihn menschlich wachsen. So verändert kehrt er in sein früheres Umfeld zurück.

 

 

 

6 weitere Tipps für gutes Storytelling

 

 

1. Zieldefinition

 

Was soll durch das Storytelling erreicht werden? Während der Entwicklung der Geschichte ist das Ziel im Auge zu behalten.

 

 

 

2. Die Art von Geschichte wählen

 

Was für eine Geschichten von Geschichte soll erzählt werden?

 

 

 

3. Zielgruppe definieren

 

Wer gehört zur Zielgruppe, was macht sie aus und welche Kommunikationsformen und -wege sind geeignet sie zu erreichen?

 

 

 

4. Gute Struktur

 

Am beliebtesten ist der Aufbau von Geschichten im Format einer Heldengeschichte.

 

 

 

5. Tempo

 

Eine angemessene Erzählgeschwindigkeit sorgt für Aufmerksamkeit bei ausreichender Atmosphäre ohne Weitschweifigkeit.

 

 

 

6. Sprache

 

Sinnliche Sprache die Bilder in den Köpfen der Zuhörer erzeugt anstatt trockener Amtssprache. Was nicht hilft fliegt raus. Viele Geschichterzähler lieben Adverben, die keine wichtige Information tragen.

P.S.

 

Wie stehen Sie zum Storytelling? Was macht gute Geschichten aus und wofür sind sie hilfreich?

2 Kommentare

  1. Gibt ein empfehlenswertes Buch zum Thema?

    Antworten
    • Von Joseph Cambell und Vogler gibt es gute Bücher dazu.

      Antworten

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