Sind die Glücklichen neugierig, oder die Neugierigen glücklich?

Tagesmotto

 

Wissbegierde

Die Glücklichen sind die Neugierigen.

Friedrich Nietzsche

Wer, wie, was?

 

Neugier beeinflusst das Verhalten. Wer nicht fragt, bleibt dumm. Neugier und Entdeckergeist liefern den Antrieb, die Motivation. Neugier macht kreativ, hilft beim Lernen und löst im Gehirn echte Glücksgefühle aus. Bei Entdeckungen kommt es zu einer verstärkten Ausschüttung von Endorphinen (körpereigenen Opiaten), die ein Hochgefühl auslösen. Wir wollen vom ersten Moment unseres Lebens die Dinge erfassen, begreifen, verstehen. Der Drang, einer neuen Sache nachzugehen und herauszufinden, was dahintersteckt ist tief im menschlichem Wesen verwoben. Heureka! Hoch lebe der menschliche Wissensdurst!

Indikator

 

Hören Sie online Musik? Was für Musik wählen Sie üblicherweise; die Musik von früher oder gönnen Sie Ihrem Entdeckertrieb auch unbekannte Musik zu erkunden? Beim Musikgeschmack beginnen viele Menschen mit Erreichen des 30. Geburtstag auf aktuelle Musik zu verzichten. Das Radio kommt dem nach, mit dem Besten aus den 70er, 80er und …

Ist das in anderen Bereichen anders? Und worauf verzichten wir, wenn wir aufhören zu fragen?

Neugierüberdruss

 

Also, von wegen „Das machen wir schon immer so!“ und „Als alter Hase brauche ich keine Neugier mehr!“. Mit zunehmenden Lebensjahren haben viele Menschen das Gefühl zu wissen, wie die Welt funktioniert, und meinen deshalb, nicht mehr neugierig sein zu müssen.

Dann stellen wir Vermutungen auf, die auf gesammelten Erfahrungen basieren. Wir sind uns dessen oft nicht bewusst. Werden wir mit einer neuen Situation und Aufgaben konfrontiert, dann entpuppt sich das schnell als Herausforderungen für unser Gehirn. Es fehlen Informationen und die Verwirrung will beruhigt werden. Deswegen ist das Gehirn bestrebt die Leerstellen mit bereits Bekanntem zu füllen. Da muss dann nicht unbedingt zu den besten Ergebnissen führen. Sehr kreativ ist es meist auch nicht.

Ideen

 

  • Hinterfragen
  • Lesen
  • Mit Menschen diskutieren, die eine abweichende Meinung haben.
  • Experimentieren
  • Reisen
  • Neue Sprachen lernen
  • Neues ausprobieren
  • Pflegen Sie Ihre Selbstreflexion
  • Ausgetretene Pfade verlassen

Homo curiositas

 

„Ich habe keine speziellen Talente, ich bin nur leidenschaftlich neugierig.“, meinte Albert Einstein.

Miesepeter

 

Zumindest am Rande gilt es auf die negativen Auswirkungen von Neugier einzugehen. Die griechische Saga berichtet beispielsweise von einem Zwischenfall. Es war Göttervater Zeus, der Pandora mit einer Büchse zu den Menschen schickte. Er bestand darauf, dass die verschlossene Büchse unter keinen Umständen geöffnet werden dürfe. Es kam, wie es kommen musste; Pandora war viel zu neugierig und öffnete die Büchse. Dadurch entwich der Inhalt mit Krankheiten, Leid, Tod. Die machen sich nun nicht sehr erfreulich auf der Erde bemerkbar.

Neugier und Verantwortungsbewusstsein vertragen sich doch, oder?

P.S.

 

Was bekommt heute eine Portion Neugier?

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