Körpersprache: Was bedeutet Gänsehaut?

Gänsehaut lügt nicht!
Gänsehaut

Überblick

 

 

 

 

Gänsehaut

 

Hochsommer 35 Grad Celsius, 0 % Regenwahrscheinlichkeit, doch selbst bei solchem Wetter kann sich eine Gänsehaut bilden.

Eine flüchtige Berührung im Vorbeigehen, eine Gruselgeschichte, Erregung, ein Schauer oder eisige Kälte: Vieles kann eine Gänsehaut erzeugen. Manchmal reicht mir ein Musikstück oder ein besonderer Moment vor Publikum dafür. Etwas bewegt tief das Inneres und das wiederum das Äußerste; unsere Außengrenze, unsere Haut. Nur weshalb und wie geschieht das? Eine ganz praktisch Frage taucht auf; lässt sich Gänsehaut als Körpersprache lesen?

 

 

 

 

Was ist eine Gänsehaut?

 

Als Gänsehaut werden die aufgerichtete Körperbehaarung und kleine Erhebungen der Hautoberfläche bezeichnet, die vor allem an Armen und Beinen auftauchen und dem Anblick einer gerupften Gans ähneln.

 

 

 

Wie entsteht sie?

 

Gänsehaut kann eine Reaktion auf Kälte oder auch auf eine intensive Empfindung sein, auf ein angenehmes Gefühl, wie Erregung oder ein unangenehmes Gefühl wie Angst.

Bewusst steuern lässt sich dieser Prozess nicht. Eine bewusste Steuerung ist jedoch auf dem Umweg einer entsprechenden Vorstellung möglich. Ein entsprechendes Vorstellungsvermögen vorausgesetzt und losgeht es. Die Kontraktion des Haarbalgmuskels wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert, der Haarfollikel erhebt sich durch das Zusammenziehen über die Hautoberfläche und deswegen richtet sich das Haar auf. Die Haut zieht sich zusammen, verkleinert so ihre Oberfläche, sie ist in diesem Zustand weniger empfänglich für äußere Reize und sorgt dafür, dass sich die Luft zwischen den Haaren weniger bewegt. Auf unbehaarter Haut, wie Fußsohlen und Handflächen, bildet sich keine Gänsehaut.

 

 

 

Gänsehaut als Hinweis der Körpersprache

 

Neben der ganz praktischen Funktion bei Kälte ist eine Gänsehaut symbolisch recht vieldeutig. Bei angenehmen Empfindungen stellen wir die Haare wie Antennen auf, in anderen Momenten als Kampfvorbereitung, wie eine Katze, die sich größer macht. Manchmal stehen mir auch die Nackenhaare zu Berge.

Wenn die Reaktion nicht auf Kälte zurückzuführen ist — Kühle ist allerdings eine recht individuelle Angelegenheit — liefert eine Gänsehaut in Kombination mit weiteren Signalen Hinweise. Wie so oft bei der Körpersprachanalyse, kommt es auf genaue Beobachtung des Auftretens im Kontext an, das nennt sich Kalibrierung. Wann beginnt sie und wann endet sie? Was ist geschehen? Gab es beispielsweise Hinweise negative oder auf positive Erregung, wie erweiterte Pupillen und worauf waren die Augen gerichtet?

Kirche, Dorf und Körpersprache

 

Eine direkte Übersetzung, womöglich sogar einzelner, körpersprachlicher Elemente gehört in die Unterhaltungsbranche. Ohne das erforderliche Kalibrieren ist die Aussagekraft gering, Interpretationen willkürlich. Erst in der Gesamtbetrachtung einiger Signale der Körpersprache (Mimik, Blick, Gestik, Stimme, Haltung etc.) im Kontext lassen sich Hinweise gewinnen und auch die sind nicht automatisch als Wahrheit zu betrachten.

Weshalb ich auch eigenartige Interpretationsmöglichkeiten erwähne?

 

Viele der weiterverbreiteten Tipps und Tricks zur Deutung von Körpersprache halte ich für Unfug. Doch es ist Unfug, der gelesen und zur Deutung herangezogen wird, deshalb ist er relevant. Da es meine Aufgabe ist Menschen dabei zu helfen sich und Ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren, achte ich darauf, dass auch die Körpersprache das Ziel unterstützt. Es gilt der Grundsatz; der Empfänger entscheidet über die Bedeutung der Botschaft. Da hilft es, die Interpretationswahrscheinlichkeit zu kennen. So lassen sich Missverständnisse reduzieren und Botschaften deutlicher präsentieren.

Ergänzende Artikel

 

 

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Karsten Noack

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P.S.

 

Wann bekommen Sie eine Gänsehaut?

4 Kommentare

  1. Das hilft mir doch nur im Schwimmbad.

    Antworten
    • Tatsächlich ist das nicht in allen Situationen sichtbar.
      Allerdings sind die Pupillen bei getönten Brillengläsern auch nicht immer lesbar.
      Wir können nur nutzen, was uns zur Verfügung gestellt wird.
      Das ist allerdings oft eine Menge.

      Antworten
  2. Wenn ich die Nachrichten anschaue bekomme ich auch eine Gänsehaut. Die ist allerdings nicht so angenehm, wie die in schönen Momenten.

    Antworten

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