Narzisstische Eltern: mögliche Folgen für erwachsene Kinder
Narzissten und Narzisstinnen als Eltern
Narzisstische Eltern: Was aus einer schwierigen Kindheit wachsen kann
„War meine Mutter narzisstisch?“
„War mein Vater ein Narzisst?“
Diese Fragen können verständlich sein.
Besonders dann, wenn du rückblickend erkennst:
- Deine Bedürfnisse hatten wenig Raum.
- Zuneigung fühlte sich an Bedingungen geknüpft an.
- Kritik war gefährlich.
- Du solltest funktionieren.
- Du solltest ein bestimmtes Bild nach außen erfüllen.
- Die Stimmung eines Elternteils bestimmte das Familienklima.
Und trotzdem möchte ich mit einer anderen Frage beginnen:
Was hast du tatsächlich erlebt – und welche Bedeutung hat das heute noch für dich?
Weniger Ferndiagnose, mehr Blick auf die Beziehung
Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung ist eine klinische Diagnose.
Sie lässt sich weniger rückwirkend anhand einzelner Erinnerungen oder einer Liste typischer Eigenschaften sicher feststellen.
Auch selbstbezogenes, kontrollierendes oder emotional verletzendes Verhalten bedeutet weniger automatisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
Für die eigene Aufarbeitung ist eine Diagnose des Elternteils häufig ohnehin weniger entscheidend.
Hilfreicher sind Fragen wie:
- Wie wurde mit deinen Gefühlen umgegangen?
- Durftest du anderer Meinung sein?
- Wie wurden Fehler behandelt?
- Wurden Grenzen respektiert?
- Konntest du dich entwickeln, ohne eine bestimmte Rolle erfüllen zu müssen?
- Wie sicher war Nähe?
Die konkrete Beziehungserfahrung ist oft aussagekräftiger als das Etikett.
Wie können narzisstisch geprägte Eltern-Kind-Beziehungen aussehen?
Es gibt weniger das eine typische Muster.
Menschen mit starken narzisstischen Eigenschaften können sehr unterschiedlich auftreten.
Mögliche Dynamiken sind beispielsweise:
- starke Kontrolle
- hohe Erwartungen
- wenig emotionale Verfügbarkeit
- starke Kränkbarkeit
- Idealisierung und Abwertung
- Instrumentalisierung des Kindes für das eigene Selbstbild
- wenig Raum für eine eigenständige Persönlichkeit des Kindes
Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit beschreibt insbesondere ungünstige Zusammenhänge bei antagonistischen und vulnerablen narzisstischen Merkmalen der Eltern. Dabei wurden unter anderem konflikthaftere Beziehungen, unsichere Bindungsmuster und ungünstiges Erziehungsverhalten beschrieben.
Das sind Zusammenhänge, keine zwangsläufigen Folgen.
Wenn das Kind eine Funktion bekommt
Ein Kind braucht Beziehungen, in denen es zunehmend entdecken darf:
Wer bin ich?
Was fühle ich?
Was brauche ich?
Schwierig wird es, wenn das Kind vor allem eine Funktion für die Eltern erfüllen soll.
Zum Beispiel:
„Mach mich stolz.“
„Zeig den anderen, was für eine gute Familie wir sind.“
„Enttäusche mich nicht.“
Oder unausgesprochen:
„Sei so, wie ich dich brauche.“
Liebe und Leistung können sich vermischen
Ein mögliches Muster lautet:
Anerkennung gibt es besonders dann, wenn das Kind Erwartungen erfüllt.
Gute Noten.
sportliche Leistung.
passendes Verhalten.
äußeres Erscheinungsbild.
soziale Anerkennung.
Dann kann sich früh eine innere Gleichung entwickeln:
„Wenn ich gut genug bin, bin ich wertvoll.“
Oder:
„Wenn ich enttäusche, verliere ich Nähe.“
Was daraus im Erwachsenenalter entstehen kann
Hier ist mir das Wort kann besonders wichtig.
Menschen reagieren unterschiedlich auf ähnliche Kindheitserfahrungen.
Temperament, weitere Bezugspersonen, Freundschaften, spätere Beziehungen und viele andere Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle.
Es gibt weniger einen unvermeidbaren Lebensweg.
Mögliche spätere Muster können jedoch sein:
- starke Orientierung an Anerkennung
- Schwierigkeiten mit Grenzen
- hohes Verantwortungsgefühl für andere
- Selbstzweifel
- Perfektionismus
- Konfliktvermeidung
- Überanpassung
- Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen
- starke Empfindlichkeit gegenüber Ablehnung
- Unsicherheit in engen Beziehungen
Die Jagd nach Anerkennung
Ein Muster begegnet mir besonders häufig:
Der eigene Wert soll immer wieder durch Leistung bestätigt werden.
Das kann enorme Energie freisetzen.
Menschen arbeiten viel.
Sie werden erfolgreich.
Sie funktionieren.
Von außen sieht das manchmal beeindruckend aus.
Innerlich entsteht trotzdem wenig Sättigung.
Denn Anerkennung wirkt nur kurz.
Dann braucht es die nächste.
So kann aus einer frühen Anpassungsstrategie eine lebenslange Jagd werden.
„Ich funktioniere doch“
Gerade deshalb bleiben solche Muster manchmal lange unerkannt.
Du bist leistungsfähig.
zuverlässig.
verantwortungsvoll.
Vielleicht sogar besonders erfolgreich.
Das bedeutet weniger automatisch, dass die innere Dynamik keine Kosten verursacht.
Zum Beispiel:
- ständiger Leistungsdruck
- Schwierigkeiten beim Abschalten
- Angst vor Fehlern
- starke Abhängigkeit von Bewertung
- wenig Kontakt zu eigenen Bedürfnissen
Das angepasste Kind
Manche Kinder lernen sehr früh:
„Wenn ich mich anpasse, bleibt es ruhiger.“
Sie beobachten:
Wie ist die Stimmung?
Was wird erwartet?
Was darf ich sagen?
Wie verhindere ich Konflikte?
Diese Fähigkeit kann später beeindruckend wirken.
Solche Menschen spüren schnell, was andere brauchen.
Sie können Situationen hervorragend lesen.
Und gleichzeitig fällt es ihnen möglicherweise schwerer zu spüren:
„Was möchte ich?“
Das leistungsorientierte Kind
Andere Kinder lernen:
„Leistung schafft Sicherheit.“
Sie werden ehrgeizig.
diszipliniert.
leistungsstark.
Auch das ist weniger automatisch problematisch.
Die entscheidende Frage lautet:
Kann ich leisten, weil ich etwas erreichen möchte – oder muss ich leisten, um mich wertvoll zu fühlen?
Das rebellische Kind
Nicht alle Kinder passen sich an.
Andere reagieren mit:
- Widerstand
- Abgrenzung
- Provokation
- Rückzug
- starker Autonomie
Auch dieses Verhalten kann einen Versuch darstellen, den eigenen inneren Raum zu schützen.
Unterschiedliche Reaktionen können auf ähnliche Beziehungserfahrungen folgen.
Geschwister können völlig unterschiedliche Kindheiten erleben
Zwei Kinder wachsen in derselben Familie auf.
Und berichten später von zwei scheinbar verschiedenen Welten.
Das ist weniger ungewöhnlich.
Eltern reagieren auf Kinder unterschiedlich.
Kinder unterscheiden sich.
Familiäre Bedingungen verändern sich.
Und Geschwister können innerhalb eines Systems unterschiedliche Rollen übernehmen.
Das „goldene Kind“ und der „Sündenbock“?
In populären Beiträgen über narzisstische Familien werden häufig Begriffe wie:
Golden Child
und
Scapegoat
verwendet.
Sie können bestimmte Familienerfahrungen anschaulich beschreiben.
Ich würde sie trotzdem weniger als feste psychologische Rollen behandeln.
Familiendynamiken sind häufig beweglicher.
Ein Kind kann in einer Situation bevorzugt und in einer anderen abgewertet werden.
Die Begriffe können Orientierung geben. Sie erklären weniger eine gesamte Familie.
Wenn ein Kind idealisiert wird
Auch scheinbare Bevorzugung kann belastend sein.
Zum Beispiel wenn die Botschaft lautet:
„Du bist außergewöhnlich.“
und gleichzeitig:
„Deshalb darfst du mich weniger enttäuschen.“
Dann kann Anerkennung mit enormem Erwartungsdruck verbunden sein.
Das Kind wird weniger nur gesehen.
Es soll ein bestimmtes Bild erfüllen.
Wenn ein Kind regelmäßig verantwortlich gemacht wird
In anderen Familien wird eine Person besonders häufig zum Träger von Problemen.
Konflikte werden an ihr festgemacht.
Sie gilt als:
- schwierig
- undankbar
- empfindlich
- problematisch
Wenn solche Zuschreibungen früh und dauerhaft erfolgen, können sie das Selbstbild beeinflussen.
Später kann die Frage entstehen:
„Bin ich wirklich so schwierig – oder war das eine Rolle, die mir gegeben wurde?“
Wenn Gefühle wenig Raum bekommen
Ein weiterer möglicher Faktor ist emotionale Nichtverfügbarkeit.
Vielleicht wurden Gefühle:
- belächelt
- abgewertet
- ignoriert
- als Schwäche behandelt
- sofort auf den Elternteil zurückgeführt
Dann kann ein Kind lernen:
„Meine Gefühle sind zu viel.“
Oder:
„Ich sollte sie lieber weniger zeigen.“
Wenn das Kind für die Gefühle der Eltern verantwortlich wird
Manche Kinder erleben früh:
„Ich muss dafür sorgen, dass es meinem Elternteil gut geht.“
Sie trösten.
beruhigen.
vermitteln.
passen sich an.
Das kann später dazu beitragen, dass Verantwortung in Beziehungen sehr schnell übernommen wird.
Auch dann, wenn sie weniger dort hingehört.
Parentifizierung
Der Begriff Parentifizierung beschreibt Situationen, in denen Kinder Aufgaben oder emotionale Verantwortung übernehmen, die eher Erwachsenen zukommen.
Das kann praktische Aufgaben betreffen.
Oder emotionale.
Zum Beispiel wenn ein Kind zum wichtigsten Vertrauten oder emotionalen Stabilisator eines Elternteils wird.
Auch Parentifizierung ist weniger exklusiv mit Narzissmus verbunden.
Sie kann in sehr unterschiedlichen Familiensituationen auftreten.
Grenzen können später schwierig werden
Wenn ein Kind früh gelernt hat:
„Ein Nein verletzt andere.“
oder:
„Abgrenzung führt zu Liebesentzug.“
dann können Grenzen im Erwachsenenalter starke Schuldgefühle auslösen.
Vielleicht weißt du rational:
„Ich darf Nein sagen.“
Und körperlich fühlt es sich trotzdem gefährlich an.
Warum schwierige Beziehungsmuster später vertraut wirken können
Menschen suchen weniger bewusst Beziehungen, die ihnen schaden.
Und trotzdem kann Vertrautheit eine Rolle spielen.
Bestimmte Dynamiken fühlen sich möglicherweise bekannt an:
- starke Nähe mit anschließender Distanz
- ständiges Bemühen um Anerkennung
- das Gefühl, die Beziehung retten zu müssen
- Unsicherheit darüber, woran man ist
Vertraut bedeutet weniger automatisch gesund.
Und es bedeutet auch weniger, dass solche Muster unveränderbar sind.
„Ziehe ich deshalb Narzissten an?“
Diesen Satz höre ich häufig.
Ich würde ihn vorsichtiger formulieren.
Menschen besitzen weniger einen unsichtbaren Magneten für bestimmte Persönlichkeitstypen.
Interessanter sind Fragen wie:
- Welche Verhaltensweisen erkenne ich früh?
- Welche entschuldige ich lange?
- Wie schnell setze ich Grenzen?
- Wie reagiere ich auf intensive Aufmerksamkeit?
- Wann nehme ich eigene Warnsignale ernst?
Damit verschiebt sich die Perspektive von Schicksal zu Handlungsspielraum.
Machen narzisstische Eltern ihre Kinder narzisstisch?
So einfach ist es weniger.
Persönlichkeitsentwicklung entsteht aus vielen Einflüssen.
Dazu gehören unter anderem:
- Temperament
- genetische Faktoren
- Erziehung
- Beziehungserfahrungen
- soziales Umfeld
- Entwicklung über die Lebensspanne
Eine systematische Übersicht zur Beziehung zwischen Erziehungsstilen und narzisstischen Merkmalen fand zwar Zusammenhänge, insbesondere mit wahrgenommen permissivem Erziehungsverhalten. Daraus lässt sich jedoch weniger eine einfache Ursache-Wirkungs-Regel ableiten.
Narzissmus wird weniger einfach „weitergegeben“.
Auch Überhöhung kann problematisch sein
Kinder brauchen Anerkennung.
Problematisch kann Anerkennung werden, wenn sie weniger die tatsächliche Person sieht und stärker eine überhöhte Identität vermittelt.
Zum Beispiel:
„Du bist besser als die anderen.“
Das ist etwas anderes als:
„Ich freue mich über das, was du geschafft hast.“
Gesunder Selbstwert braucht weniger permanente Überlegenheit.
Und Vernachlässigung?
Auch geringe emotionale Resonanz kann die Entwicklung beeinflussen.
Ein Kind braucht weniger permanente Bewunderung.
Es braucht verlässliche Beziehung.
Gesehen werden.
Grenzen.
Schutz.
und zunehmend Raum für eine eigene Persönlichkeit.
Wichtig: Keine Eltern-Kind-Beziehung ist perfekt
Eltern machen Fehler.
Sie reagieren unangemessen.
Sie verstehen ihre Kinder weniger immer richtig.
Sie sind überfordert.
Ein einzelner Fehler erzeugt weniger automatisch eine belastende Kindheit.
Interessant sind Dauer, Intensität und Muster.
Was hilft im Erwachsenenalter?
Der erste Schritt ist häufig weniger:
„Ich muss meine Eltern endgültig verstehen.“
Sondern:
„Ich möchte mich selbst besser verstehen.“
Welche alten Regeln wirken heute noch?
Welche Rollen übernimmst du automatisch?
Wo entsteht Schuld?
Wo verlierst du deine Grenzen?
1. Alte Regeln sichtbar machen
Zum Beispiel:
„Ich darf niemanden enttäuschen.“
„Ich muss nützlich sein.“
„Konflikte bedeuten Beziehungsverlust.“
„Meine Bedürfnisse sind weniger wichtig.“
Solche Regeln können früher eine Funktion gehabt haben.
Heute dürfen sie überprüft werden.
2. Die eigene Wahrnehmung wieder ernster nehmen
Vielleicht hast du gelernt, deine Empfindungen sehr schnell infrage zu stellen.
Dann kann es hilfreich sein, wieder genauer zu unterscheiden:
Was nehme ich wahr?
Was fühle ich?
Was brauche ich?
Welche Grenze ergibt sich daraus?
3. Verantwortung neu sortieren
Ein wichtiger Lernschritt kann lauten:
Ich bin verantwortlich für mein Verhalten.
Ich bin weniger verantwortlich für jede emotionale Reaktion anderer Menschen.
Das klingt einfach.
Für Menschen, die früh viel Verantwortung für die Gefühle anderer übernommen haben, kann es ein großer Schritt sein.
4. Grenzen entwickeln
Grenzen müssen weniger aggressiv sein.
Sie können ruhig sein.
Zum Beispiel:
„Darüber möchte ich weniger sprechen.“
„Das entscheide ich selbst.“
„Wenn das Gespräch so weitergeht, beende ich es.“
Die eigentliche Herausforderung ist häufig weniger der Satz.
Sie ist das Aushalten der Reaktion darauf.
5. Kontakt gestalten
Nicht jede schwierige Elternbeziehung muss vollständig beendet werden.
Und nicht jede muss aufrechterhalten werden.
Mögliche Lösungen können sein:
- mehr Distanz
- kürzere Kontakte
- klarere Themenbegrenzung
- weniger persönliche Informationen
- zeitweilige Kontaktpause
- Kontaktabbruch
Die passende Lösung hängt von der konkreten Beziehung ab.
Du musst weniger auf die perfekte Einsicht deiner Eltern warten
Vielleicht hoffst du:
„Wenn sie endlich verstehen, was passiert ist, kann ich abschließen.“
Vielleicht geschieht diese Einsicht.
Vielleicht weniger.
Wenn deine innere Entwicklung vollständig davon abhängt, bleibst du weiterhin an die Reaktion deiner Eltern gebunden.
Veränderung kann auch beginnen, bevor die andere Person etwas versteht.
Verstehen bedeutet weniger entschuldigen
Vielleicht erkennst du irgendwann:
Auch deine Eltern hatten eine Geschichte.
Vielleicht eigene Verletzungen.
Vielleicht fehlten ihnen Fähigkeiten.
Dieses Verständnis kann hilfreich sein.
Es bedeutet weniger:
„Dann war alles in Ordnung.“
Erklärung und Verantwortung sind zwei verschiedene Dinge.
Und Vergebung?
Du musst weniger vergeben, um dich weiterzuentwickeln.
Manche Menschen erleben Vergebung als befreiend.
Andere weniger.
Wichtiger erscheint mir:
Dass dein weiteres Leben weniger davon bestimmt wird, was damals geschehen ist.
Was, wenn der Kontakt heute noch belastet?
Dann geht es weniger nur um Kindheit.
Es geht um die aktuelle Beziehung.
Zum Beispiel:
- ständige Einmischung
- Schuldgefühle
- Grenzüberschreitungen
- Abwertung
- emotionale Erpressung
Dann kann es sinnvoll sein, konkret an Kommunikation, Grenzen und Handlungsmöglichkeiten zu arbeiten.
→ Hilfe bei narzisstischen Dynamiken im privaten Umfeld
Wenn die Erfahrungen deutliche psychische Folgen hinterlassen haben
Manchmal geht es um mehr als aktuelle Kommunikation.
Vielleicht bestehen:
- starke Ängste
- anhaltende innere Alarmbereitschaft
- depressive Beschwerden
- Schlafprobleme
- Traumafolgen
- starke Selbstwertprobleme
- belastende Bindungsmuster
Dann kann ein therapeutischer Rahmen passend sein.
Meine therapeutischen Angebote sind organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.
→ Psychotherapie in Berlin und online
Du bist weniger auf deine Kindheit festgelegt
Das halte ich für besonders wichtig.
Frühe Beziehungserfahrungen können prägen.
Prägung bedeutet weniger Unveränderbarkeit.
Menschen können:
- neue Beziehungserfahrungen machen
- Grenzen lernen
- Selbstwert anders entwickeln
- alte Überzeugungen überprüfen
- neue Verhaltensweisen aufbauen
Biografie beeinflusst dich.
Sie schreibt weniger jeden nächsten Schritt vor.
Sieben Fragen zur Selbstreflexion
- Welche Rolle hatte ich in meiner Herkunftsfamilie?
- Wofür bekam ich Anerkennung?
- Was durfte ich weniger zeigen?
- Wie wurde mit meinen Grenzen umgegangen?
- Für wessen Gefühle fühlte ich mich verantwortlich?
- Welche dieser Regeln wirken heute noch in meinen Beziehungen?
- Welche davon möchte ich heute neu entscheiden?
Diese Fragen ersetzen weniger Therapie.
Sie können jedoch helfen, Muster sichtbarer zu machen.
Eine wichtige Ergänzung
Es kann befreiend sein, die eigene Kindheit neu zu verstehen.
Gleichzeitig besteht eine Gefahr:
Die gesamte eigene Identität anschließend aus der Verletzung heraus zu erklären.
Du bist weniger nur:
„das Kind eines narzisstischen Elternteils.“
Du bist ein erwachsener Mensch mit:
- eigener Geschichte
- eigenen Fähigkeiten
- eigenen Beziehungen
- eigenen Entscheidungen
- und neuen Möglichkeiten
Seit 1998 Arbeit mit belastenden Beziehungsmustern
Seit 1998 begleite ich Menschen bei schwierigen Beziehungen, Ängsten, Selbstzweifeln und den Folgen belastender Erfahrungen.
Dabei ist mir besonders wichtig:
weniger Ferndiagnose.
weniger Determinismus.
mehr Verständnis für konkrete Muster.
und mehr Aufmerksamkeit für das, was heute veränderbar ist.
Der nächste Schritt
Wenn deine heutige Beziehung zu Mutter, Vater oder anderen Familienmitgliedern im Mittelpunkt steht und du Klarheit, Grenzen oder einen stimmigen Umgang entwickeln möchtest, findest du hier Informationen zu meiner Unterstützung:
→ Hilfe bei narzisstischen Dynamiken im privaten Umfeld
Wenn dagegen deutliche psychische Folgen früherer Erfahrungen im Vordergrund stehen, findest du meine therapeutische Arbeit getrennt auf:
→ Psychotherapie bei Ängsten und Traumafolgen
Fazit: Verstehen, ohne dich festzuschreiben
Schwierige Beziehungen zu stark selbstbezogenen oder narzisstisch geprägten Eltern können die Entwicklung beeinflussen.
Sie können Spuren hinterlassen.
Doch sie legen weniger fest, wer du sein musst.
Vielleicht hilft dir irgendwann weniger die Frage:
„Was haben meine Eltern aus mir gemacht?“
Und stärker:
„Was davon wirkt heute noch – und was möchte ich jetzt anders gestalten?“
Genau dort beginnt neue Freiheit.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
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Antworten auf häufige Fragen
Wie sind narzisstische Mütter?
Narzisstische Mütter neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche über die ihrer Kinder zu stellen und können Schwierigkeiten haben, ihre Kinder als separate Personen mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen wahrzunehmen. Sie können auch Schwierigkeiten haben, ihre Kinder zu unterstützen und sie in ihren Entscheidungen und Zielen zu fördern. Stattdessen können sie versuchen, ihre Kinder zu manipulieren oder zu kontrollieren, um sie so zu gestalten, wie sie sie haben möchten.
Solche Mütter können auch Schwierigkeiten haben, emotional verfügbar und verfügbar zu sein, wenn ihre Kinder sie brauchen, und können sich stattdessen auf sich selbst konzentrieren und ihre eigenen Bedürfnisse an erster Stelle setzen. Sie können auch Schwierigkeiten haben, Grenzen zu setzen und angemessen zu disziplinieren, und können stattdessen ihre Kinder übermäßig verwöhnen oder sie unter Druck setzen, um ihren eigenen Erwartungen gerecht zu werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle narzisstischen Mütter auf die gleiche Weise handeln und dass es auch gesunde und fürsorgliche narzisstische Mütter gibt. Wenn Sie Sorgen haben, dass Ihre Mutter narzisstisch veranlagt ist und Sie Schwierigkeiten haben, mit ihr zurechtzukommen, könnte es hilfreich sein, professionelle Hilfe zu suchen, um Ihnen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu helfen.
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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2013
Überarbeitung: 15. April 2026
English version: https://www.karstennoack.com/narcissism-parents-children-love-relationship/















Es ist Hölle.
Zuerst danke ich ihnen von Herzen für Ihre Arbeit! Ich beschäftige mich seit kurzem mit dem Thema und ihre Videos sind augenöffnend! Vor allem das zum Thema ob man selbst ein Narzisst ist hat mir gezeigt wie sehr ich manipuliert wurde. Aber sowas von subtil. Ich bin seit 11 Jahren mit einem Mann zusammen, seit 8 verheiratet und wir haben zwei Kinder (5 und 8 Jahre). Ich glaube eher, dass er ein verdeckter Narzisst ist. Er ist im Umgang mit den Kindern sehr gleichgültig. Sagt nicht, dass er sie lieb hat und fährt bei Kleinigkeiten aus der Haut und wird auch handgreiflich obwohl er eigentlich den ganzen Tag weg ist und sie garnicht viel um sich hat. Andererseits ist er aber sowas wie ein Sugardaddy. Er mag es aber nicht die bettfertig zu machen. Er legt sich am liebsten zu den von mir bettfertig gemachten Kindern und schaut mit ihnen Videos. Er hat Affären und alles was er vermeintlich für die Familie tut tut er eigentlich für sich. Es gab eine Zeit da hat er den Kindern ständig Sachen gekauft. Das ist seine Art die „Zuneigung“ zu zeigen vielleicht? Aber er ist garnicht so, dass er die Kinder auf ein Podest hebt, oder gar dahinter wäre, dass sie Leistung bringen etc. Sie laufen einfach so mit und haben sich seiner Pläne anzupassen. Wie wir alle. Sie sind beide völlig auf mich fixiert und haben meiner Meinung nach jetzt schon ein gestörtes Verhältnis zu ihm. Es ist ihnen gleichgültig ob er da ist oder nicht. Das macht mich sehr traurig und ich denke gerade wegen der Entwicklung der Kinder (und weil ich erst sehr spät mitbekommen habe, dass er vor allem gegen die Kinder geht wenn ich nicht da bin und ich nicht weiß was schon alles vorgefallen ist, was mir die Kinder nicht erzählen konnten, weil sie noch zu klein waren) denke ich über eine Trennung nach. Bzw. Ist mir nun klar, dass sie kommen muss. Aber ich will nichts überstürzen weil ich Angst davor habe was dann passiert? Was vielleicht aus ihm herausbricht. Ich bin schon zweimal mit unserem großen Sohn gegangen als ich Betrug aufgedeckt habe aber jedesmal zurückgekommen. Er hat sich nie entschuldigt (tut er auch nie bei den Kindern) hat nie um mich gekämpft nur das Opfer gespielt. Deswegen denke ich immer, das wird er bei einer richtigen Trennung vielleicht auch so machen. Andererseits habe ich Angst dass er mich dann vielleicht durch Verleumdung etc. vernichtet….unser Sohn ist sehr sensibel. Ich mache mir Sorgen was er davon trägt. Egal was ich tue.
Herzlichen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen hier teilen. Es betrifft so viele Menschen und nur wenige reden darüber.
Gehen Sie Ihren Weg — passen Sie gut auf sich auf.
Es ist so schmerzhaft!
Den Kontakt vollkommen abbrechen?