Punktabstimmung (Mehrpunkteabstimmung) bei der Ideenbewertungen und Entscheidungen in Gruppen

Grundlagen: Demokratische Bewertung von Optionen
Punkteabstimmung (Mehrpunkteabstimmung)

Die Qual der Wahl? Von wegen!

 

Ressourcen sind endlich, wer ist schon omnipotent? Eine Option zu verfolgen hat früher oder später zur Folge, dass eine andere Option keine Chance bekommt, ausscheidet. Bei Gruppenentscheidungen kann das auch sehr persönlich genommen werden. Entsprechende Bedeutung haben Gruppenentscheidungen bei der Auswahl der favorisierten Option.

Wenn zwischen mehreren Optionen gewählt und sich schließlich für eine entschieden werden soll, bietet sich eine gemeinsame Abstimmung an. Das Verfahren wird als Punktabstimmung, Mehrpunkteabstimmung, Mehrpunkt-Abfrage oder auch Mehrpunkt-Frage bezeichnet. Dazu erhalten alle Teilnehmer zur Abstimmung mehrere Punkte, die nach eigener Wahl verteilt werden.

Der Vorteil dieser Methode: Die Punktevergabe ist demokratisch, macht die Reihenfolge der Prioritätensetzung und Gewichtung der Teilnehmenden sichtbar.

 

 

 

Gemeinsame Ideenbewertung mittels Punktabstimmung

 

Jeder Teilnehmer erhält eine Anzahl an Abstimmungspunkte, beispielsweise als Klebepunkte. Es hat sich bewährt, mindestens drei Klebepunkte pro Person zu verteilen, jedoch höchstens so viele Punkte, wie die Hälfte der Anzahl der Wahlmöglichkeiten (beispielsweise 10 Optionen = 5 Abstimmungspunkte pro Teilnehmer). Diese Punkte werden auf die Optionen verteilen. Hier gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen:

 

 

a. Freie Punktevergabe

 

Wer das möchte, kann also auch alle Punkte einer einzigen Option geben.

 

 

b. Maximale Punktevergabe je Option

 

Jeder Teilnehmer darf pro Idee nicht mehr als zwei Stimmen vergeben werden, damit das Endergebnis nicht zu stark durch einzelne Teilnehmer geprägt wird.

 

 

Anmerkungen

 

Das Abtreten von Punkten an andere Teilnehmer ist nicht möglich.

 

 

 

 

So geht die Ideenbewertung mittels Punktabstimmung

 

 

1. Überblick

 

Die Optionen werden für alle Teilnehmer gut sichtbar aufbereitet. Das kann mittels Whiteboard, Flipchart, mittels Beamer, als Muster etc. geschehen.

 

 

 

2. Die Abstimmungsfrage

 

Der Moderator formuliert deutlich die Kriterien für die Abstimmung, also die Basis auf der die Entscheidung gefällt werden soll.

Praxisbeobachtung: Die Frage wird leider oft nicht eindeutig formuliert. Es scheint oft offensichtlich zu sein, worum es geht, doch das ist es oft nicht. Bei der Verfolgung von Ideen können beispielsweise Ressourcen eine Rolle spielen, wie Zeit und Geld. Deswegen ist es förderlich der Abstimmungsfrage Aufmerksamkeit zu widmen und sie anschließend zu visualisieren.

 

 

 

3. Verfahren

 

Der Moderator nennt nochmals die Rahmenbedingungen und gibt Hinweise zum Vorgehen.

 

 

 

4. Die Abstimmungspunkte

 

Vom Moderator erhält jeder Teilnehmer die vorgesehene Anzahl von Klebepunkten.

 

 

 

5. Abstimmung

 

Die Teilnehmer beschäftigen sich nun noch einmal mit den Optionen im Hinblick auf die Abstimmungsfrage, damit sie diese gegeneinander abwägen. Die Teilnehmer dürfen nun ihre Klebepunkte auf die Optionen verteilen. Das erfolgt offen, also nicht anonym, damit die Transparenz gefordert wird. Dabei darf diskutiert und so die Meinungsbildung gefördert werden.

 

 

 

6. Sortierung

 

Haben alle Teilnehmer Ihre Abstimmungspunkte sichtbar angebracht, werden die Optionen in der Reihenfolge ihrer erhaltenen Punkte geordnet.

 

 

 

7. Auswahl

 

Die Option mit den meisten Abstimmungspunkten wird weiterentwickelt. Oft bietet es sich an mehrere Optionen in der Reihenfolge ihrer Abstimmungsergebnisse weiter zu verfolgen. Die Optionen ohne Abstimmungspunkte werden verworfen.

P.S.

 

Wie bewerten Sie Optionen, beispielsweise nach kreativen Gruppenprozessen?

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