Tischrede: Einen Toast aussprechen

9 Tipps für Ihre überzeugende Tischrede
Redevorbereitung - Einen Toast aussprechen

Tischrede: Einen Toast ausbringen

 

Es gibt zahlreiche Gelegenheiten, einen Toast auszubringen. Ob Sie ein guter Freund darum bittet, auf seiner Hochzeit ein paar Worte zu sagen; Sie eine kleine Ansprache auf einem Geburtstag halten wollen oder Sie als Führungskraft einen kleinen Toast für die Beförderung eines Kollegen ausbringen. Was dem einen Redner Freude bereitet ist für andere ein Albtraum. Doch nicht nur für Redner, sondern auch für die Zuhörer kann ein Toast unangenehm werden. Damit Ihre Tischrede zum Erfolg wird, erfahren Sie hier, worauf Sie bei Ihrem Toast unbedingt achten sollten, damit Sie die Anwesenden mit Ihren Worten begeistern.

 

 

 

10 Tipps für Ihre Tischrede

 

Ein gekonnter Toast kann die Zuhörer mitreißen und nachhaltig beeindrucken. Auf diese Weise können Sie Ihre Freundschaft oder auch Wertschätzung gegenüber der Person demonstrieren, über die Sie reden. Allerdings; wer bereits den ein oder anderen Toast erlebt hat, weiß vermutlich aus eigener Erfahrung, dass es auch ganz anders verlaufen kann. Leider ist nicht jede Tischrede ein Quell der Freude für die Anwesenden.

Die Reaktionen auf die Tischrede reichen von offen gezeigter Langeweile bis hin zu Verärgerung und Fremdschämen. Um Ihnen dieses Schicksal zu ersparen und Sie stattdessen einen positiven Eindruck hinterlassen, lohnt es sich auf die folgenden Empfehlungen zu achten.

 

 

 

1. Persönliche Haltung

 

Wenn Sie die Gelegenheit erhalten, einen Toast auszubringen, dürfen Sie sich über diese Ehre freuen. Es zeigt schließlich, wie viel jemand von Ihnen hält. Je selbstbewusster und gelassener Sie an die Rede herangehen, desto leichter wird es Ihnen fallen, vor Publikum zu reden.

 

 

 

2. Ziehen Sie gekonnt die Aufmerksamkeit auf sich

 

Wenn Sie einen Toast ausbringen wollen, sollten Sie zunächst sicher sein, dass Ihnen auch alle Anwesenden zuhören. Erheben Sie sich, stellen Sie sich so hin, dass alle Sie sehen können und klopfen Sie an Ihr Glas. Das machen Sie allerdings nur dann, falls Ihre Präsenz nicht ausreichend Aufmerksamkeit erregt. Bevor Sie lossprechen, geben Sie Ihren Zuhörern ausreichend Zeit, sich Ihnen zuzuwenden und die Aufmerksamkeit auf Sie zu richten. Meist wird es bereits nach einigen Momenten spürbar leiser, sollten einige noch nichts mitbekommen haben, können Sie mit einem freundlichen Lächeln das Klopfen wiederholen.

 

 

 

3. Keine Entschuldigungen

 

Viel zu häufig beginnen Redner mit Entschuldigungen im Sinne von „Ich bin wirklich kein guter Redner, aber versuche es jetzt trotzdem.“ Oft steckt der Wunsch dahinter durch eine frühe Entschuldigung mehr Verständnis zu erhalten. Das mag gut gemeint sein, doch Sie erreichen eher das Gegenteil. Weil die nun Anwesenden erfahren haben, dass sie nichts mehr von Ihnen zu erwarten haben, schalten sie ab und holen das Smartphone heraus oder – auch nicht schöner – sie achten verstärkt auf noch so kleine Fehler, um sich in ihren Erwartungen bestätigt zu fühlen. So ist das mit dem Halo-Effekt, der wirkt in alle Richtungen.

 

 

 

4. In der Kürze liegt die Würze

 

Lassen Sie den Toast nicht zu lang werden. Auch wenn Sie gerne viel erzählen würden, sollten Sie die Geduld der Zuhörer nicht überstrapazieren. Je nach Situation dürfen Sie sich natürlich einige Minuten Zeit für Ihre Tischrede nehmen, jedoch sollte diese nicht zu einem endlosen Monolog ausarten. So können Sie auf der feucht-fröhlichen Hochzeit eines guten Freundes getrost mehr Zeit einplanen, als für den Toast auf einen langjährigen Kollegen bei der Firmenfeier. Geraten Sie nicht zu lange zwischen hungriges Publikum und die Snacks. Das macht Sie nicht beliebter.

 

 

 

5. Reden und nicht vorlesen

 

Lesen Sie keine vorgeschriebenen Texte ab. So gut wie jeder macht sich vor einem Toast Gedanken darüber, was er sagen möchte und überlegt sich bereits passende Formulierungen. Es gilt aber ein absolutes Tabu, Ihren gesamten Text von einem womöglich noch kleinen Zettel abzulesen. Dies ist nicht nur langweilig, sondern erweckt auch den Eindruck, sie hätten nur wenig für die Person übrig, für die der Toast gedacht ist.

 

 

 

6. Schluss mit endlosen Adjektivketten

 

Sicherlich ist es nett gemeint, wenn Sie den Ehrengast als witzig, zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit, verantwortungsbewusst, ordentlich, gutmütig und einzigartig ist. Doch ist es weder schön, solch endlos aneinander gereihten Adjektiven zuzuhören, noch sind sie wirklich ein Beleg dafür, dass die Beschreibungen auch zutreffen. Viel mehr Gewicht erhalten Ihre Worte, wenn Sie sich auf einige Beschreibungen konzentrieren und diese mit passenden Anekdoten verdeutlichen.

 

 

 

7. Berichten Sie von Ihrer Beziehung zum Ehrengast

 

Wenn Sie und die Person, auf die Sie den Toast ausbringen, sich bereits seit einiger Zeit kennen, kann es für Ihre Zuhörer interessant sein mehr zu erfahren. Erzählen Sie, wie sie sich kennengelernt haben und was Sie in den Jahren gemeinsam erlebt haben. Es sind oft diese Geschichten, die einen Toast zu etwas besonderem machen, da sie persönlich sind und dem Gesagten mehr Authentizität verleihen. Aber …

 

 

 

8. Es geht nicht um Sie

 

Die anderen Gäste sind nicht ihretwegen, sondern wegen der Person gekommen, an die der Toast gerichtet ist. Nehmen Sie sich selbst zurück und rücken dafür den Ehrengast in den Mittelpunkt. Das beginnt schon damit, dass Ihre Sätze nicht mit Ich anfangen, sondern beispielsweise mit dem Namen des Ehrengastes.

 

 

 

9. Humor ja, Indiskretion nein

 

Verzichten Sie auf Indiskretionen, die peinlich werden können. Ein Toast beinhaltet zwar oft humorvolle Begebenheiten, die mit dem Ehrengast erlebt wurden. Doch sein Sie vorsichtig mit peinlichen Geschichten aus der Vergangenheit. Da hat jeder seine eigenen Grenzen und die sollten nicht erkundet werden. Manches Publikum reagiert auf Andeutungen positiv und schmunzelt, anderes schaut beschämt zu Boden.

 

 

 

10. Unterstützung

 

Wenn Sie für die Vorbereitung keine Zeit haben, Ihre Tischrede beziehungsweise Ihren Toast schon selbst formuliert haben und optimiert haben wollen, oder diese Aufgabe lieber gleich einem professionellen Redenschreiber überlassen, helfe ich Ihnen. Übrigens auch, wenn Sie lernen wollen solche Redegelegenheiten zukünftig spontan zu begegnen.

Glossar

 

Im Glossar finden Sie Informationen zu gängigen und nicht so gängigen Begriffen rund um die strategische Rhetorik und Kommunikation. Rhetorik, Marketing und Psychologie ergänzen sich. Wo Glossar und Artikel aufhören, fängt die Arbeit mit mir an. Ich sorge dafür, dass Sie sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren.

 

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