Fertiges Redemanuskript: Was für eine tolle Rede hätte das werden können

Guter Redeentwurf ohne gute Vorbereitung ...
Was für eine tolle Rede hätte das werden können - Entschädigung für schlechte Rede?

Fertige Redemanuskripte

 

Es gibt gute Redenschreiber. Doch, was nutzt der beste Redeenwurf, wenn die Darbietung lieblos ist?  Eine wichtige Rede verdient Vorbereitung, Proben, … 

Überblick

 

 

 

 

Ein Redemanuskript macht noch keine Rede

 

Eine hervorragende Rede liegt da vor mir, genauer; ein Redemanuskript. Sie ist dieses Mal nicht aus meiner Feder. Sie ist hervorragend aufgebaut, humorvoll, geistreich. Sie passt zum Auftraggeber und dem Ziel, das er mit ihr verfolgt. Sie ist einfach gut!

Sie hat auch etwas mehr gekostet. Ich weiß es, denn ich habe den Redenschreiber empfohlen. Allerdings hatte ich in dem Zusammenhang auch darauf hingewiesen, dass etwas Vorbereitung für die Rede erforderlich ist, um sie zu verinnerlichen und glaubwürdig zu präsentieren.

Dafür haben Zeit und finanzielle Mittel dann allerdings anschließend nicht mehr zur Verfügung gestanden. Also hat der Käufer der Rede sie einfach am Tag der Rede ausgepackt und vorgelesen. Nun ja, auch Vorlesen will gelernt sein und nur wenige Menschen beherrschen diese hohe Kunst. So war das Zuhören für das Publikum keine Freude und das anschließende Buffet wurde zum Trostpreis, die Cupcakes zum Höhepunkt. Eine vertane Chance! Schade, um diesen hervorragenden Redeentwurf. Wenn er den Text ausgedruckt und verteilt hätte, anstatt ihn stammelnd vorzulesen, dann hätte er sich und den Anwesenden einen großen Gefallen getan. An gute Reden erinnert sich das Publikum nicht immer. Eine schlechte Rede vergisst es selten.

 

Eine abgelesene Rede garantiert, dass Ihnen das Publikum nicht zuhört.

Henry Kissinger

 

 

 

Es existieren hervorragende Redenschreiber. Nur gute Vorleser sind selten.

 

Es existieren hervorragende Redenschreiber. Sie fühlen sich in den auftraggebenden Redner so gut ein, dass dieser den Eindruck hat, die edelsten eigenen Gedanken seien auf magische Weise auf das Papier übertragen worden. Es passt, wirkt und ist stimmig – zumindest auf dem Papier. Um das zu ermöglichen braucht es Zeit und Geld, gute Redenschreiber haben ihren wohlverdienten Preis.

Allerdings ersetzt ein vom Redenschreiber geliefertes Redemanuskript nicht vollständig die Vorbereitung seitens des Redners, beziehungsweise oft nur Vorlesers. Die meisten Menschen können ohne Vorbereitung nur sehr unbeholfen vorlesen. Auch das Vorlesen will gelernt sein, wenn es denn unbedingt sein muss.

Es ist der sichere Tod durch Langeweile für den Zuhörer, wenn ein Redemanuskript stur abgearbeitet und dabei auch noch monoton abgelesen wird.

Umfrageergebnisse

 

Was hält das Publikum von vorgelesenen Redemanuskripten?

 

Vorgelesene Reden empfindet das Publikum zu …

%

... als nicht so schön bis schrecklich.

%

... in Ordnung.

%

... gut.

Nicht repräsentative Umfrage (n=600), wobei die Antwort davon beeinflusst wurde, wie gut die erlebten Vorlesefähigkeiten waren.

Fragen Sie mich ruhig persönlich

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P.S.

 

Welche Erfahrungen haben Sie mit Redemanuskripten von Redenschreibern gemacht?

4 Kommentare

  1. Von Hans-Olaf Henkel soll der folgende Satz stammen:
    Der deutsche Redner trennt sich leichter von seiner Frau als von seinem Rede-Manuskript.

    Antworten
  2. Die Redner sprechen grundsätzlich in freiem Vortrag.
    Sie können hierbei Aufzeichnungen benutzen.

    Geschäftsordnung des deutschen Bundestages

    Antworten
  3. Die meisten Reden wären mir als E-Mail lieber. Dann könnten wir gleich ans Buffet und stotternde Redner bleiben uns erspart.

    Antworten
  4. Es gibt auch hervorragende Redevorleser. Nicht jeder Redner hat die wünschenswerte Zeit für jede Rede.

    Antworten

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 15. Februar 2016
Überarbeitung: 28. März 2019
AN: #1319
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