Vorsicht, 19+ Fallen in Interviews

Überzeugend in den Medien auftreten: Mediencoaching in Berlin und online
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Vorsicht, 19+ Fallen in Interviews

 

 

1. Überfallfragen

 

Es gibt Journalisten, die meinen, mit einer überfallartig gestellten Frage zu besseren Antworten zu kommen. Woran Sie das erkennen?

Schneidet ein Journalist überraschend ein neues Thema an oder befragt Sie zu etwas, mit denen Sie nicht gerechnet haben, dann ist es mitunter am besten keine Antwort zu geben und weiterhin freundlich sibyllisch zu lächeln. Bei einer guten Vorbereitung auf Ihren Medienauftritt sollten Sie auf die wahrscheinlichsten und auch viel unwahrscheinliche Fragen vorbereitet worden sein.

Manchmal kommt die Frage in Form der Columbo-Technik, ganz harmlos erscheinend daher.

 

 

 

2. Hypothetische Fragen

 

Sie klingen harmlos, sind es aber oft nicht: Hypothetische Fragen. Die sollten Sie grundsätzlich nicht beantworten. Ihre hypothetische Antwort führt viel zu schnell zu unangenehmen Mutmaßungen. Es lassen sich einfach zu verlockende Schlagzeilen daraus machen. Und die wollen Sie nicht über sich lesen.

 

 

 

3. Absolute Stellungnahmen

 

Da werden Sie gefragt, ob Sie vollkommen ausschließen können, dass XYZ. So gerne Sie für etwas eintreten wollen, Sie können nicht hellsehen, können und wollen die Frage, ob man etwas garantieren oder ausschließen kann, nicht beantworten. Nochmal: Also beantworten Sie die Frage nicht! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

 

 

 

4. Formulierungen übernehmen

 

Lassen Sie sich keine Formulierungen unterjubeln. Gerade, wer in Interviews Stress erlebt, neigt dazu, die Formulierungen des Interviewers zu übernehmen. Doch das ist keine gute Idee.

 

 

 

5. Bedenkliche Begriff

 

Widersprechen Sie Begriffen, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Sonst könnten diese später gegen Ihre Interessen eingesetzt werden.

 

 

 

6. Unverständliche Fragen

 

Nachfragen als Mittel, um Zeit zu gewinnen, halte ich für albern. Aber wenn man nicht weiß, worauf der Fragende hinaus will, sollte man das vor der Antwort klären. Viele harmlose Einstiegsfragen führen zu kontroversen Themen.

 

 

 

7. Dreigeteilte Fragen

 

Mehrteilige Fragen sollten grundsätzlich nacheinander beantwortet werden. Auf drei Fragen gleichzeitig zu antworten, ist zu schwierig. Erst eine Antwort. Dann lässt man sich die zweite Frage nochmal geben. Dann geht es weiter.

 

 

 

8. Überraschungen

 

Während eines Interviews lassen Sie sich weder etwas in den Mund, noch in die Hand legen. Auch keine zuvor besprochene Unterlagen, die Sie nicht sehr genau kennen. Sie können versprechen, sich damit in Ruhe zu beschäftigen. Spontane Kommentare kommen hingegen nicht infrage.

 

 

 

9. Private Hinweise

 

Unter Freunden mag es das geben, eine private Meinung, die unter vier Augen bleibt. In einem Interview gibt es keine private Meinung. Man spricht mit einem Journalisten und der verdient auch mit Privatmeinungen sein Geld. Privatmeinungen gehören in rein private Gespräche und nicht ins Interview.

 

 

 

10. Mutmaßungen bei Glaskugelfragen

 

Natürlich kann man über seine Hoffnungen und Wünsche sprechen, aber sichere Voraussagen über die Zukunft zu machen ist sehr problematisch, nicht nur, wenn die Firma börsennotiert ist.

 

 

 

11. Fehlende Abwägung von Chancen und Risiken

 

Es ist seltener eine gute Entscheidung Interviews abzulehnen, trotzdem gehört zur verantwortungsvollen Entscheidungsfindung die Abwägung von Chancen und Risiken sowie das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen. Schließlich sollte nicht das Ego entscheiden, sondern die Vernunft.

 

 

 

12. Destruktive Körpersprache

 

Vielen Menschen ist nicht bewusst, welches Eigenleben ihre Körpersprache entwickelt. Profis gleichen Selbst- und Fremdbild ab, wissen wie sie wirken und arbeiten daran. Leicht können unbeabsichtigte Gesten eine noch so gut vorbereitete Aussage schwächen oder sogar in ihr Gegenteil verkehren.

 

 

 

13. Kleine oder große Unwahrheiten

 

Lügen haben kurze Beine, besonders in der Öffentlichkeit. Wer das in der Öffentlichkeit tut, hat eine Menge Zeugen. Hoffentlich tun Sie es auch sonst nicht und in Interviews sollten Sie sich auch keine Notlügen erlauben.

 

 

 

14. Fieser Schnitt

 

Der Schnitt hat großen Einfluss auf die Wirkung. Ein Beispiel dafür ist der Kuleschow-Effekt bei Interviews. Ihr Medienberater wird Sie dabei unterstützen miese Tricks zu erschweren. Ganz verhindern lassen sie sich kaum.

 

 

 

15. Doch noch zu Antworten provozieren lassen

 

Wenn Sie entschieden haben auf eine Frage nicht zu antworten, bleiben Sie dabei. Kein Kommentar bedeutet „Kein Kommentar!“

 

 

 

16. Zu großes Lampenfieber

 

In schlechtem Zustand machen Sie keinen guten Eindruck, weshalb auch immer Sie gestresst sind. Das wird dann leicht als Unehrlichkeit gedeutet. Also sorgen Sie für einen konstruktiven Zustand, wenn das Lampenfieber ein erträgliches Maß überschreitet. Das Eigenmedikamentierung bei Lampenfieber mit Alkohol und Co. eine blöde Idee wäre, muss ich nicht erwähnen, oder doch? Und doch geschieht es immer wieder. Die Auftritte werden dadurch nicht besser!

 

 

 

17. Diese Frage war so nicht abgesprochen

 

Zumindest vor der Kamera sollten Sie den Hinweis „Diese Frage war so nicht abgesprochen!“ hinunterschlucken. Selbst, wenn das stimmen sollte, wird der Journalist das so nicht akzeptieren. Es würde ihn ja schlecht aussehen lassen und Ihr Hinweise wird gerne gesendet, um das zu unterstreichen.

 

 

 

18. Das Umfeld

 

Scherzbolde, unbedachte Zeitgenossen oder purer Zufall mischten sich gerne in Interviews ein. Murphys-Gesetz grüßt schön! Also achten Sie, wenn möglich auf ein geeignetes Umfeld. Auch der Platz vor manchen Gegenständen oder Pflanze kann aus Kamerasicht sehr possierlich wirken und muss nicht in Ihrem Interesse liegen. So manch ein Experte sah mit Pflanzen im Hintergrund so aus, als wenn er riesige Ohren oder Hörner hätte.

 

 

 

19. Emotionale Reaktionen

 

Sie dürfen durchaus Emotionen in Interviews zeigen. So ein Deadpan wirkt nicht sehr menschlich. Nur, wenn Sie verzückt über die Studiomöbel hüpfen oder ausrasten wird das in der Regel nicht gut für Sie ausgehen. Es sei denn die Leute würden das von Ihnen erwarten, Herr Kinski.

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