Die Unterschiede zwischen Narzissmus und hohem Selbstwertgefühl

Narzissmus oder Selbstwertgefühl? Die wichtigsten Unterschiede
Nimmt der Narzissmus in unserer Kultur zu und woran erkennen Sie Narzissten?

Narzissmus und Selbstwertgefühl: Was ist der Unterschied?

 

Selbstbewusst.

Durchsetzungsfähig.

Von sich überzeugt.

Ist das schon Narzissmus?

Weniger.

Ein hohes Selbstwertgefühl und narzisstische Merkmale können von außen ähnlich wirken.

Beides kann mit:

  • Selbstsicherheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Eigenständigkeit
  • sozialer Präsenz

verbunden sein.

Psychologisch sind es trotzdem unterschiedliche Dinge.

Der entscheidende Unterschied liegt weniger darin, wie groß jemand wirkt.

Interessanter ist, worauf der eigene Wert gegründet wird und was im Umgang mit anderen daraus folgt.

 

 

 

Die kurze Antwort

 

Ein gesundes Selbstwertgefühl bedeutet:

„Ich bin wertvoll.“

Narzisstische Überhöhung bewegt sich eher in Richtung:

„Ich bin wertvoller als andere.“

Das ist vereinfacht.

Doch es zeigt bereits einen wichtigen Unterschied.

 

 

 

Was bedeutet Selbstwertgefühl?

 

Selbstwertgefühl beschreibt vereinfacht, wie positiv oder negativ ein Mensch sich selbst bewertet.

Menschen mit höherem Selbstwert können sich beispielsweise eher erleben als:

  • wertvoll
  • kompetent
  • akzeptabel
  • handlungsfähig

Ein hoher Selbstwert braucht weniger das Gefühl:

„Ich muss anderen überlegen sein.“

 

 

 

Was bedeutet Narzissmus?

 

Narzissmus ist komplexer als Selbstwert.

Er umfasst je nach Modell unter anderem Aspekte wie:

  • Grandiosität
  • Anspruchsdenken
  • starke Selbstbezogenheit
  • Statusorientierung
  • Bedürfnis nach Bewunderung
  • Empfindlichkeit gegenüber Bewertung

Narzisstische Merkmale können unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Einzelne Eigenschaften bedeuten weniger automatisch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

→ Was ist Narzissmus?

 

 

 

Narzissmus ist weniger einfach „zu viel Selbstwert“

 

Das ist eine der wichtigsten Unterscheidungen.

Ein Mensch kann ein sehr gutes Selbstwertgefühl besitzen und trotzdem wenig narzisstisch sein.

Und ein Mensch mit starken narzisstischen Merkmalen kann je nach Ausprägung einen:

  • hohen
  • niedrigen
  • oder schwankenden

Selbstwert erleben.

 

 

 

Grandioser Narzissmus und Selbstwert

 

Grandiose narzisstische Merkmale gehen häufig mit höherem selbstberichteten Selbstwert einher.

Menschen mit solchen Merkmalen erleben sich eher als:

  • selbstsicher
  • durchsetzungsfähig
  • besonders
  • überlegen

Darum wäre die pauschale Aussage:

„Narzissten haben in Wahrheit immer ein niedriges Selbstwertgefühl.“

zu einfach.

 

 

 

Vulnerabler Narzissmus und Selbstwert

 

Vulnerable narzisstische Merkmale zeigen ein anderes Bild.

Sie können stärker verbunden sein mit:

  • niedrigerem Selbstwert
  • Scham
  • Unsicherheit
  • Kränkbarkeit
  • sozialer Empfindlichkeit
  • starker Reaktion auf Kritik

Von außen kann dieser Mensch deutlich weniger „narzisstisch“ wirken als das bekannte Bild des selbstbewussten, dominanten Narzissten.

 

 

 

Grandios und vulnerabel sind weniger zwei starre Typen

 

Auch das ist wichtig.

Menschen können unterschiedliche Anteile zeigen.

Und bei stärker ausgeprägtem Narzissmus können grandiose und vulnerable Muster innerhalb derselben Person näher zusammenrücken.

Ein Mensch kann daher:

selbstbewusst auftreten.

und bei Kritik stark einbrechen.

dominant wirken.

und gleichzeitig sehr kränkbar sein.

 

 

 

Selbstwert und Narzissmus überschneiden sich teilweise

 

Forschung zeigt:

Hoher Selbstwert und grandioser Narzissmus können beide mit Eigenschaften zusammenhängen wie:

  • Selbstsicherheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Aktivität
  • sozialer Präsenz

Deshalb können beide auf den ersten Blick ähnlich wirken.

Die Unterschiede zeigen sich stärker im zwischenmenschlichen Bereich.

 

 

 

Der große Unterschied: Wie sehe ich andere Menschen?

 

Gesunder Selbstwert braucht weniger einen Rangvergleich.

Ein Mensch kann sagen:

„Ich finde mich gut.“

und gleichzeitig:

„Du bist ebenfalls wertvoll.“

Narzisstische Überhöhung ist stärker mit Fragen von:

  • Status
  • Überlegenheit
  • Anspruch
  • sozialem Vergleich

verbunden.

 

 

 

Selbstwert braucht weniger Abwertung

 

Ein Mensch mit stabilem Selbstwert kann anerkennen:

„Du kannst etwas besser als ich.“

ohne den eigenen Wert zu verlieren.

Wenn Selbstwert dagegen stark über Überlegenheit reguliert wird, kann der Erfolg anderer leichter zur Bedrohung werden.

 

 

 

Hoher Selbstwert bedeutet weniger Egoismus

 

Auch das ist ein verbreitetes Missverständnis.

Selbstachtung und Rücksichtnahme schließen sich weniger aus.

Im Gegenteil:

Wer den eigenen Wert weniger permanent verteidigen muss, kann häufig leichter:

  • zuhören
  • Fehler zugeben
  • andere würdigen
  • Kritik prüfen

 

 

 

Narzissmus und Anspruchsdenken

 

Ein besonders wichtiger Unterschied ist Entitlement, also Anspruchsdenken.

Zum Beispiel:

„Für mich sollten besondere Regeln gelten.“

Oder:

„Ich verdiene mehr Anerkennung als andere.“

Hoher Selbstwert braucht solche Ansprüche weniger.

 

 

 

Selbstbewusstsein oder Überlegenheitsgefühl?

 

Ein selbstbewusster Mensch kann sagen:

„Ich kann das gut.“

Ein stärker überhöhter Selbstbezug braucht eher:

„Ich kann das besser als die anderen.“

Der Vergleich wird wichtiger.

 

 

 

Wie reagieren beide auf Kritik?

 

Auch hier gibt es weniger eine einfache Trennung.

Jeder Mensch kann Kritik unangenehm finden.

Ein stabilerer Selbstwert erleichtert jedoch eher:

„Das gefällt mir weniger. Ich prüfe trotzdem, ob etwas daran ist.“

Bei stärker narzisstischen Mustern kann Kritik schneller als Bedrohung des Selbstbildes erlebt werden.

Mögliche Reaktionen können sein:

  • Rechtfertigung
  • Abwertung
  • Gegenangriff
  • starke Kränkung
  • Rückzug

Keine dieser Reaktionen beweist für sich allein Narzissmus.

 

 

 

Kann ein selbstsicherer Mensch Fehler zugeben?

 

Ja.

Gerade darin zeigt sich häufig Stärke.

Ein stabilerer Selbstwert erlaubt eher:

„Ich habe mich geirrt.“

ohne daraus zu machen:

„Dann bin ich weniger wert.“

 

 

Fehler bedrohen weniger die gesamte Identität

 

Das ist ein zentraler Punkt.

Ein Fehler ist:

eine falsche Entscheidung.

Er muss weniger werden zu:

„Ich bin ein Versager.“

Und auch weniger zu:

„Dann müssen die anderen schuld sein.“

 

 

 

Selbstwert oder Selbstwertregulation?

 

Diese Unterscheidung finde ich besonders hilfreich.

Es geht weniger nur darum:

„Wie hoch ist mein Selbstwert?“

Sondern:

„Wie reguliert sich mein Selbstwert?“

Zum Beispiel:

  • Wie abhängig bin ich von Anerkennung?
  • Was passiert bei Kritik?
  • Wie wichtig ist Status?
  • Wie erlebe ich Niederlagen?
  • Wie gehe ich mit dem Erfolg anderer um?

 

 

 

Ein hoher Selbstwert kann stabil oder fragil sein

 

Auch ein Mensch, der sich selbst sehr positiv bewertet, kann stark auf Bedrohungen reagieren.

Deshalb ist die Höhe des Selbstwerts weniger die ganze Geschichte.

Interessant sind auch:

  • Stabilität
  • Abhängigkeit von äußerer Bestätigung
  • Flexibilität

 

 

 

Was bedeutet fragiler Selbstwert?

 

Ein fragiler Selbstwert kann stark davon abhängen, dass bestimmte Bedingungen erfüllt bleiben.

Zum Beispiel:

„Ich bin wertvoll, solange ich erfolgreich bin.“

„Ich bin attraktiv, solange ich begehrt werde.“

„Ich bin kompetent, solange niemand mich kritisiert.“

Dann können Veränderungen dieser Bedingungen besonders belastend werden.

 

 

 

Selbstwert braucht weniger permanente Bewunderung

 

Fast jeder Mensch freut sich über Anerkennung.

Das ist normal.

Die wichtige Frage lautet:

Was passiert, wenn sie ausbleibt?

Kann der eigene Wert bestehen bleiben?

 

 

 

Narzissmus und Beziehungen

 

Auch die aktuelle Seite stellt Beziehungen stark in den Mittelpunkt.

Hier lohnt sich mehr Differenzierung.

Menschen mit narzisstischen Merkmalen können selbstverständlich Beziehungen wünschen und Bindungen eingehen.

Schwieriger können je nach Ausprägung Muster werden wie:

  • starke Konkurrenz
  • Anspruchsdenken
  • Abwertung
  • geringe Gegenseitigkeit
  • starke Bestätigungssuche

 

 

 

Hoher Selbstwert bedeutet weniger automatisch gute Beziehungen

 

Auch selbstbewusste Menschen können:

  • unsensibel
  • egoistisch
  • konflikthaft

sein.

Persönlichkeit besteht aus mehr als Selbstwert.

Die Aussage:

„Hoher Selbstwert = gute Beziehungen“

wäre ebenfalls zu einfach.

 

 

 

Empathie und Selbstwert

 

Gesunder Selbstwert kann es erleichtern, andere Menschen ernst zu nehmen.

Er garantiert Empathie jedoch weniger.

Ebenso bedeutet Narzissmus weniger völlige Empathielosigkeit.

Empathische Fähigkeiten können je nach Person und Situation unterschiedlich ausgeprägt sein.

 

 

 

Durchsetzungsvermögen ist weniger Dominanz

 

Auch hier lohnt sich eine saubere Trennung.

Durchsetzungsvermögen bedeutet:

eigene Interessen klar vertreten.

Dominanz bedeutet stärker:

Einfluss oder Vorrang gegenüber anderen durchsetzen.

Ein Mensch kann sehr durchsetzungsfähig sein, ohne andere kleinzumachen.

 

 

 

Gesunder Selbstwert und Grenzen

 

Menschen mit stabilem Selbstwert können eher sagen:

„Das möchte ich.“

„Das möchte ich weniger.“

Sie brauchen dafür weniger die Abwertung des Gegenübers.

Eine Grenze kann respektvoll und klar zugleich sein.

 

 

 

Narzissmus und Status

 

Status spielt bei grandiosen narzisstischen Merkmalen häufig eine größere Rolle.

Es kann stärker darum gehen:

„Wie stehe ich im Vergleich zu anderen?“

Hoher Selbstwert braucht diesen Vergleich weniger stark.

 

 

 

Was passiert, wenn jemand anderes erfolgreicher ist?

 

Das ist ein interessanter Prüfstein.

Kannst du denken:

„Das hat diese Person gut gemacht.“

ohne deinen eigenen Wert zu verlieren?

Oder entsteht sofort:

„Ich muss zeigen, dass ich trotzdem überlegen bin.“

 

 

 

Neid ist menschlich

 

Auch Menschen mit gutem Selbstwert können neidisch sein.

Die entscheidende Frage lautet weniger:

„Fühle ich Neid?“

Sondern:

„Was mache ich damit?“

 

 

 

Narzissmus und Selbstliebe

 

Auch diese Begriffe werden häufig verwechselt.

Gesunde Selbstliebe bedeutet weniger:

„Ich bin außergewöhnlich.“

Sie bedeutet eher:

„Ich darf mit mir freundlich und respektvoll umgehen.“

→ Narzissmus: Selbstliebe oder Selbsthass?

 

 

 

Was ist mit „gesundem Narzissmus“?

 

Der Begriff wird in Psychologie und Psychotherapie unterschiedlich verwendet.

Häufig sind damit Eigenschaften gemeint wie:

  • Selbstachtung
  • gesunder Stolz
  • Autonomie
  • Selbstbehauptung

Ich finde diese Begriffe meistens präziser.

→ Gibt es gesunden Narzissmus?

 

 

 

Sieben zentrale Unterschiede

 

1. Selbstwert

Gesunder Selbstwert:

„Ich bin wertvoll.“

Narzisstische Überhöhung:

„Ich bin besonders wertvoll.“

 

2. Vergleich

Gesunder Selbstwert:

braucht weniger permanente Rangordnung.

Narzisstische Muster:

können stärker auf Status und Vergleich ausgerichtet sein.

 

3. Anerkennung

Gesunder Selbstwert:

freut sich über Anerkennung.

Narzisstische Selbstwertregulation:

kann stärker von Bewunderung abhängig werden.

 

4. Kritik

Stabilerer Selbstwert:

kann Kritik prüfen, ohne dass der gesamte eigene Wert zusammenbricht.

Narzisstische Muster:

können Kritik stärker als Selbstwertbedrohung erleben.

 

5. Erfolg anderer

Gesunder Selbstwert:

kann Leistung anderer anerkennen.

Starke Statusorientierung:

kann den Erfolg anderer leichter als Bedrohung erleben.

 

6. Fehler

Gesunder Selbstwert:

„Ich habe mich geirrt.“

Problematische Selbstwertregulation:

kann stärker Rechtfertigung oder Schuldverschiebung benötigen.

 

7. Beziehungen

Gesunder Selbstwert:

erlaubt eher:

„Ich bin wichtig – und du auch.“

Problematische narzisstische Dynamik:

kann stärker dazu führen, dass die Bedeutung des einen zulasten des anderen hergestellt wird.

 

 

 

Kann jemand hohen Selbstwert und Narzissmus gleichzeitig haben?

 

Ja.

Das ist ein entscheidender Punkt.

Die beiden Konstrukte sind weniger Gegensätze.

Grandioser Narzissmus und hoher expliziter Selbstwert können gleichzeitig auftreten.

Trotzdem unterscheiden sie sich psychologisch deutlich.

 

 

 

Was zeigt die Forschung besonders deutlich?

 

Eine große Untersuchung mit Daten aus mehreren Stichproben verglich grandiosen Narzissmus und Selbstwert direkt.

Beide waren mit Selbstsicherheit und einer aktiveren zwischenmenschlichen Orientierung verbunden.

Narzissmus hing jedoch zusätzlich stärker zusammen mit:

  • Grandiosität
  • Anspruchsdenken
  • Geringschätzung anderer
  • antagonistischeren zwischenmenschlichen Mustern

Genau darin liegt ein wesentlicher Unterschied.

 

 

 

Selbstwert ist weniger „sanfter Narzissmus“

 

Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft dieser Seite.

Ein Mensch mit hohem Selbstwert ist weniger einfach eine abgeschwächte Version eines Narzissten.

Gesunder Selbstwert funktioniert psychologisch anders.

 

 

 

Und niedriger Selbstwert bedeutet weniger automatisch wenig Narzissmus

 

Auch die Gegenrichtung stimmt weniger.

Gerade vulnerable narzisstische Merkmale können mit niedrigem Selbstwert zusammenhängen.

Deshalb kannst du aus der sichtbaren Selbstsicherheit oder Unsicherheit eines Menschen weniger zuverlässig auf Narzissmus schließen.

 

 

 

Keine Ferndiagnose aus Selbstbewusstsein

 

Ein selbstbewusster Mensch ist weniger automatisch narzisstisch.

Ebenso wenig beweisen:

  • Arroganz
  • Kränkbarkeit
  • Dominanz
  • starke Selbstdarstellung

allein eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Diagnosen gehören in einen fachlichen diagnostischen Rahmen.

 

 

 

Wenn du dich fragst: „Ist diese Person selbstbewusst oder narzisstisch?“

 

Dann helfen weniger Etiketten und mehr Beobachtungen.

Frag:

  • Kann die Person andere würdigen?
  • Kann sie Fehler anerkennen?
  • Kann sie Kritik prüfen?
  • Respektiert sie Grenzen?
  • Braucht sie Überlegenheit, um sich gut zu fühlen?
  • Kann sie anderen Erfolg gönnen?

 

 

 

Wenn du dein eigenes Selbstwertgefühl stärken möchtest

 

Das Ziel braucht weniger zu sein:

„Ich möchte mich für außergewöhnlich halten.“

Hilfreicher sind:

  • realistische Selbstwahrnehmung
  • Selbstachtung
  • Selbstvertrauen
  • eigene Grenzen
  • Umgang mit Fehlern
  • Unabhängigkeit von permanenter Bestätigung

 

 

 

Starker Selbstwert ist weniger laut

 

Er kann laut sein.

Er kann still sein.

Er kann sichtbar sein.

Er kann zurückhaltend sein.

Entscheidend ist weniger der Stil.

Entscheidend ist, wie abhängig der eigene Wert von Rang, Bewunderung und Abwertung anderer wird.

 

 

 

Im Beruf

 

Diese Unterscheidung ist auch für Führung interessant.

Führung braucht:

  • Selbstvertrauen
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Präsenz

Das alles ist weniger problematisch.

Schwierig wird es, wenn daraus:

  • Unfehlbarkeit
  • Statusfixierung
  • Abwertung
  • Unfähigkeit zu Widerspruch

entsteht.

 

 

 

Selbstsichere Führung kann Widerspruch aushalten

 

Eine souveräne Führungskraft kann sagen:

„Ich sehe das anders.“

Und ebenso:

„Dein Argument ist besser. Lass uns das so machen.“

Das ist weniger Schwäche.

Es ist Korrekturfähigkeit.

 

 

 

Wenn Selbstwert oder Selbstpositionierung dein Thema ist

 

Vielleicht geht es bei dir weniger um den Umgang mit einem narzisstisch geprägten Menschen.

Vielleicht möchtest du selbst:

  • sicherer auftreten
  • Grenzen klarer setzen
  • sichtbarer werden
  • Kritik besser verarbeiten
  • deinen eigenen Wert weniger von äußerer Zustimmung abhängig machen

Dann können Coaching und gezielte Arbeit an Selbstführung, Kommunikation und Selbstpositionierung sinnvoll sein.

 

 

 

Welcher berufliche Rahmen passt?

 

Das Ziel bestimmt den Inhalt. Rolle, Verantwortung und Tragweite bestimmen den Rahmen.

Für Fach- und Führungskräfte unterhalb unternehmerischer Gesamtverantwortung kann BUSINESS 1:1 passend sein, wenn es um Selbstvertrauen, Kommunikation, Auftreten oder berufliche Entwicklung geht.

Geschäftsführer, Vorstände, Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und Personen mit vergleichbarer unternehmerischer Gesamtverantwortung arbeiten mit mir grundsätzlich im EXECUTIVE SPARRING.

Bei anderen Fach- und Führungskräften erfolgt die Zusammenarbeit ebenfalls im EXECUTIVE SPARRING, wenn eine konkrete Situation hohe berufliche, wirtschaftliche, strategische oder öffentliche Tragweite besitzt.

→ Executive Sparring

→ Business 1:1

 

 

 

Wenn du unter narzisstisch geprägtem Verhalten leidest

 

Dann ist weniger entscheidend, ob die andere Person einen hohen oder niedrigen Selbstwert besitzt.

Wichtiger sind:

  • Was geschieht konkret?
  • Wie wirkt es auf dich?
  • Werden Grenzen respektiert?
  • Kann Verantwortung übernommen werden?
  • Welche Möglichkeiten hast du?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

 

Wenn psychische Beschwerden im Vordergrund stehen

 

Belastende Beziehungen können starke Ängste, Selbstzweifel, depressive Beschwerden oder andere behandlungsbedürftige Folgen hinterlassen.

Dann ist ein therapeutischer Rahmen passend.

Meine therapeutische Arbeit ist organisatorisch von Coaching und Beratung getrennt.

→ Psychotherapie in Berlin und online

 

 

 

Acht Fragen zur Selbstreflexion

 

  1. Kann ich mich wertvoll fühlen, ohne anderen überlegen sein zu müssen?
  2. Wie stark hängt mein Selbstwert von Anerkennung ab?
  3. Kann ich Kritik prüfen, ohne meinen gesamten Wert infrage zu stellen?
  4. Kann ich Fehler eingestehen?
  5. Kann ich anderen Erfolg gönnen?
  6. Respektiere ich Grenzen anderer?
  7. Kann ich mich durchsetzen, ohne andere abzuwerten?
  8. Wie stabil bleibt mein Selbstwert, wenn etwas weniger gut läuft?

 

 

 

Fazit: Hoher Selbstwert und Narzissmus sind weniger dasselbe

 

Ein selbstbewusster Mensch ist weniger automatisch narzisstisch.

Und Narzissmus bedeutet weniger automatisch ein niedriges Selbstwertgefühl.

Grandiose narzisstische Ausprägungen können durchaus mit hohem Selbstwert einhergehen.

Vulnerable Ausprägungen häufiger mit niedrigem Selbstwert, Scham und Kränkbarkeit.

Der entscheidende Unterschied liegt deshalb weniger nur in der Frage:

„Wie positiv sieht sich dieser Mensch?“

Interessanter sind:

Wie abhängig ist sein Selbstwert von Bewunderung?

Wie wichtig ist Überlegenheit?

Wie geht er mit Kritik und Fehlern um?

Was geschieht mit anderen Menschen, wenn sein Selbstbild bedroht wird?

Gesunder Selbstwert braucht weniger einen Verlierer.

Er kann sagen:

„Ich bin wertvoll – und du auch.“

Genau darin liegt für mich einer der wichtigsten Unterschiede.

Haben Narzissten ein hohes Selbstwertgefühl?

 

Viele Menschen denken, dass Narzissten ein extrem hohes Selbstwertgefühl haben. Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis. Tatsächlich gibt es große Unterschiede zwischen Narzissmus und hohem Selbstwertgefühl.

 

 

 

Unterschiede zwischen Narzissten und Menschen mit hohem Selbstwertgefühl

 

Narzissten fühlen sich anderen Menschen überlegen, mögen sich jedoch nicht unbedingt selbst. Tatsächlich basieren die Gefühle von Narzissten über sich selbst überwiegend auf der Meinung anderer Personen über sie. Im Gegensatz dazu betrachten sich Menschen mit hohem Selbstwertgefühl nicht grundsätzlich anderen überlegen. Außerdem neigen sie sogar dazu, sich selbst zu akzeptieren, unabhängig davon, was andere über sie denken.

 

 

 

Beziehungen

 

Narzissten haben wenig Bedürfnis nach warmen, intimen Beziehungen auf Augenhöhe. Ihr primäres Lebensziel ist es, anderen zu zeigen, wie überlegen sie sind. Sie sehnen sich ständig nach Bewunderung anderer Menschen, suchen und fordern diese. Erhalten Narzissten die ersehnte Bewunderung, dann fühlen sie sich stolz und beschwingt. Bekommen sie jedoch nicht die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnen, schämen sie sich und reagieren mitunter sogar mit Wut und Aggression.

Da Narzissten von sich selbst auf andere Menschen schließen mangelt es an Vertrauen, Sie gehen davon aus, dass sich alle so rücksichtslos und egoistisch verhalten wie sie. Das bestimmt ihre Wahrnehmung, ihr Denken und Handeln.

Menschen mit hohem Selbstwertgefühl hingegen sind mit sich selbst zufrieden und haben nicht das übersteigerte Gefühl, anderen gegenüber überlegen und wichtiger zu sein. Stattdessen nehmen sie sich als wertvolle Individuen wahr, ohne sich dadurch für wertvoller als andere zu halten. Sie wünschen sich enge, intime Beziehungen zu anderen Menschen. Solche Menschen haben es nicht nötig, übermäßig bewundert zu werden. Menschen mit hohem Selbstwertgefühl werden seltener aggressiv oder wütend gegenüber anderen. Sie sind eher zu Kooperation bereit.

 

 

 

Durchsetzungsvermögen

 

Narzissten brauchen ständige Aufmerksamkeit und werden deswegen stets bemüht sein, im Mittelpunkt zu stehen, um Anerkennung zu bekommen. Sie denken nur an sich und wie sie wahrgenommen werden. Oft sind sie aggressiv, neidisch und müssen andere Menschen dominieren, um sich selbst gut zu fühlen. Sie können keine Kritik annehmen. Sie nehmen schon die Äußerung von Kritik übel, selbst, wenn sie neutral formuliert ist. Es fehlt ihnen die Bereitschaft aus Fehlern zu lernen, sie haben große Schwierigkeiten, diese zu erkennen und vor allem zu akzeptieren. Gelingt es ihnen, das Umfeld zu täuschen, dann wird all das erst verzögert bemerkt, wenn der Schaden schon sehr groß ist.

Menschen mit hohem Selbstwertgefühl sind durchsetzungsfähiger. Sie können besser zuhören und konstruktive Dialoge führen. Entsprechende emotionale und soziale Intelligenz kommt geduldiger zum Einsatz, weil sie sich vertrauen und auf wohlbegründete Meinungsäußerungen setzen.

 

 

 

Lebensqualität

 

Narzissmus ist eine ungesunde Eigenschaft, die letztlich zu Unzufriedenheit führt, während ein hohes Selbstwertgefühl eine positive, das Leben verbessernde Eigenschaft ist.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

1 Kommentar

  1. Bin jetzt noch 2 Wochen krankgeschrieben und fürchte mich wieder arbeitsfähig zu sein. Wurde durch meine Kollegen und Chef teils übel gemobbt aus meiner Sicht, inklusive Körperverletzungen (Herumschubsen), Herabsetzung meiner Leistung, Entzug von Geräten und Tätigkeiten nach Belieben, dafür wurden dann andere eingestellt und die machen meine früheren Tätigkeiten mit, weil Chef ja nicht alles machen kann und ich ja nichts repariere, üble Nachrede hinter meinem Rücken bzw. Untergraben meiner autorität. Bin nur gering qualifiziert und 61 Jahre, arbeite für Mindestlohn. Mir wurde auch schon gesagt, dass ich sehr geringes Selbstwertgefühl habe. Ich weiß nicht wie ich das noch sieben Jahre durchhalten soll oder was passiert wenn ich gekündigt werde. Ich verstehe einfach nicht warum Mobbing oder Bossing kein Straftatbestand sind, Stalking aber schon was für mich aber nur eine Form des Mobbens darstellt.

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Man kann einen narzisstischen Menschen daran erkennen, dass er äußerst empfindlich auf jede Kritik reagiert. Erich Fromm,

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2019
Überarbeitung: 21. April 2026