Haben Sie Marotten?

Ist das noch normal, schlimm oder liebenswert?
Marotten

Macken & Marotten, liebenswert oder nervig?

 

Marotten werden weitgehend unbewusst ausgeführt und selber nicht mehr wahrgenommen. Sie können liebenswert oder nervig sein. Und selbst?

Überblick

 

 

 

 

Haben Sie Macken und Marotten?

 

Marotten sind in allerlei Situationen immer wieder wiederkehrende Körperbewegungen, die weitgehend unbewusst ausgeführt und selber nicht mehr wahrgenommen werden. Weil Marotten oft so hoch automatisierte Gewohnheiten werde sie selbst dann nicht geändert, wenn sie nachteilig sind. Einige der Macken sind besonders dann zu bemerken, wenn jemand besonders angespannt und nervös ist. Auf einige Marotten trifft die Bezeichnung Übersprungshandlung zu. Das Verhalten der Übersprungshandlung hat der Zoologe Konrad Lorenz im Tierreich beobachtet und beschrieben. Bei Überforderung reagieren manche Tiere mit im Grunde nicht relevantem Verhalten. Ähnlich sinnlos wirkt dann auch manches Verhalten bei Menschen.

Marotten können liebenswert wirken oder das Umfeld in den Wahnsinn treiben. Werden die Grenzen weit überschritten kann es sich gar um eine Zwangserkrankung handeln. Das ist dann allerdings ein anderes Kapitel.

 

 

 

Beispiele

 

Beispiele für Marotten:

  • Brille zurückschieben
  • Die Nase reiben
  • An dass Ohr fassen
  • Mit dem Kugelschreiber spielen
  • Auf die Lippen beißen
  • Die Zungenunterseite aus den Mund drücken

 

 

 

Nachteile von Marotten

 

Wer beispielsweise während Präsentationen eigenartiges Verhalten an den Tag legt, tut sich und den Anwesenden keinen Gefallen. So ein schulmeisterlicher Blick über das Brillengestell oder das Präsentieren der Unterseite der Zunge verärgern oder irritieren.

Gute Kommunikation erfordert Aufmerksamkeit. Solche Marotten liefern auch dazu keinen positiven Beitrag, sondern irritieren die Betrachter. Publikum beziehungsweise Gesprächspartner werden durch Marotten vom Inhalt abgelenkt, die Konzentration sinkt.

 

 

 

Was tun?

 

Seien Sie aufmerksam für eigene Marotten, gegebenenfalls mit Feedback Dritter. Arbeiten Sie dann vorzugsweise mit professioneller Unterstützung daran sich von Marotten zu verabschieden. Jeder von uns hat eigene blinde Flecken.

P.S.

 

Kennen Sie Ihre Marotten?

2 Kommentare

  1. Was für eine Frage; natürlich nicht! ;-)

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2007
Überarbeitung: 28. März 2019
AN: #371
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