Von wegen: Lampenfieber wird mit der Zeit besser. Stimmt das?

Wann Übung und Konfrontation bei Lampenfieber hilft und wann nicht

 

Lampenfieber wird mit der Zeit besser. Stimmt das?

Die These zu Lampenfieber: Überwindung genügt!

 

Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt.

Ralph Waldo Emerson

 

Eine weitverbreitete Behauptung zu Lampenfieber: Mit jedem öffentlichen Auftritt wird die Angst etwas weniger. Also Augen zu und durch. Die Schlussfolgerung: Sie müssen es nur oft genug überstehen und es wird von Mal zu Mal besser! Dieses Versprechen soll Mut machen, doch ist es wirklich so einfach?

Wiederholungen und Routine

 

 

Eine alte Gewohnheit legt sich so leicht nicht ab, und eine Richtung, die wir früh genommen, kann wohl einige Zeit abgelenkt, aber nie ganz unterbrochen werden.

Johann Wolfgang von Goethe

 

So schlau die Sprüche des Goethe meist klingen, hier widerspreche ich ihm. Lampenfieber kann sehr wohl dauerhaft abgelegt werden, wenn der passende Weg eingeschlagen wird.

Lampenfieber tritt besonders häufig in ungewohnten oder neuen Situationen auf. Durch Wiederholung können diese Momente zur Gewohnheit werden. Oft verschwindet das Lampenfieber dann. Es gibt Gründe, weshalb das mitunter nicht geschieht. Wer sie nicht kennt, sucht die Lösung mitunter an der falschen Stelle und der Frust nimmt weiter zu.

Beobachtungen in der Praxis

 

Ich erlebe immer wieder Teilnehmer in Rhetoriktrainings, die schon sehr häufig vor Publikum standen. Dennoch leiden Sie unverändert unter unangenehmen Symptomen. Herzrasen, Schweißausbrüche, zitternde Knie weit über dem erträglichen Maß, die ständige Angst gleich den Faden zu verlieren und überhaupt ähneln die Gedankenspiele immer mehr Schreckensszenarien. Da kann es dann nicht wirklich an den fehlenden Gelegenheiten liegen. Oftmals haben diese quälenden Auftritte sogar dazu beigetragen, das Lampenfieber zu verschlimmern. Wobei es dann oft daran liegt, wie die Erfahrungen gemacht werden und welche Nach- und Vorbereitung erfolgt.

Ist es wirklich einfaches Lampenfieber?

 

Wenn es dann selbst bei Wiederholung – oder sogar mit kompetenter Unterstützung – nicht besser wird, ist es vermutlich kein einfaches Lampenfieber, sondern eher Redeangst beziehungsweise Auftrittsangst. Dann helfen auch die meisten der üblichen Empfehlungen und Techniken nicht, um die Angst abzuschütteln. Von wegen löschen: unbedachte Hinweise und Übungen ohne kompetentes Feedback liefern zusätzlichen Brennstoff, der die Flammen weiter anheizt. Gut gemeint und doch schmerzhaft!

Konfrontation als Lösung?

 

Im Fernsehen werden gerne solche Tschaka-Antreiber gezeigt, die entweder mehr an Drill-Instructor Gunnery Sergeant Hartman aus Stanley Kubricks Kriegsfilm Full Metal Jacket oder einen auch nicht sympathischeren Weichspülmotivationstrainer erinnern; „Du musst nur wollen, dann klappt das auch!“. Alles klar? Tatsächlich ist gerade das unbedingte Wollen oft wesentlich an diesem fiesen Druck beteiligt, der zu den Stressreaktionen führt.

Wenn schon eine Art Konfrontationstherapie, dann doch bitte mit professioneller Hilfe, die weiß was zu tun ist. Die Holzhammer-Methode richtet mehr Schaden an, als sie positives bewirkt. Mit Fingerspitzengefühl – statt Brechstange – geht es meist besser und vor allem schneller.

Rhetorikkurse, rauf auf die Bühne,…

 

Mit der Absicht sich den Ängsten zu stellen wagen sich so manche Betroffene von Redeangst, Auftrittsangst und intensivem Lampenfieber in vermeintlich geeignete Gruppenkurse wie beispielsweise einen Rhetorikkurs. Die These: Etwas Übung und Vertrautmachen mit Auftrittssituationen und die Angst gibt sich. Die Absicht ist gut, doch das Ergebnis erfreut nicht immer. Während es bei „einfachen“ Ängsten wie Lampenfieber durch diese Form der Konfrontationstherapie in Eigenregie mitunter zur Gewöhnung und somit Besserung kommt, verschlimmern die Symptome sich bei tiefer verwurzelten Ängsten oft zusätzlich. Zu unterschiedlich sind die Ursachen der Ängste, zu unterschiedlich die Persönlichkeit und das was es für eine anhaltende Lösung braucht. Der Rahmen eines Trainings ist für die Bearbeitung solch privater Themen ungeeignet, zumal die wenigsten Trainer einen relevanten therapeutischen Hintergrund und eine entsprechende Zulassung zur Ausübung von Psychotherapie mitbringen.

 

 

 

Weg mit dem Hammer

 

Wenn es persönlich wird, braucht es Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Intensives Lampenfieber als Redeangst oder Auftrittsangst ist oft meist tief im Unbewussten der Betroffenen verwurzelt.

Maßgeblich für Lampenfieber ist oft die Angst, vom Publikum negativ beurteilt zu werden, den Faden oder die Stimme zu verlieren oder auf irgendeine andere Art die Kontrolle zu verlieren und zu versagen.

Lampenfieber tritt häufig in Kombination mit anderen seelischen Altlasten auf, wie eine soziale Phobie, Panikattacken, Grübelzwängen oder Schlafstörungen. Viele meiner Klienten sind sehr ehrgeizig und neigen zum Perfektionismus. Krampf und Druck bei Proben und Auftritt machen den Zugang zu den eigenen Fähigkeiten zur Herausforderung.

Wer unter sehr intensivem Lampenfieber leidet, nimmt berufliche Einschränkungen in Kauf. Da bleiben Auftritte hinter den möglichen Leistungen zurück, werden unter verschiedensten Begründungen abgesagt oder sogar recht häufig wird der Beruf gewechselt. Auch deswegen ist es gut, bei Lampenfieber frühzeitig professionelle – nicht jeder hört das Wort gerne, doch genau das erfordert es – psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die Einschränkungen im Leben von Betroffenen sind sehr unterschiedlich, die Lösungsversuche ebenfalls. Die unbewussten Ängste führen ein Eigenleben. Manche Menschen neigen dadurch zu ausgeprägterer Aggressivität und andere nehmen sich vollkommen zurück. Führt beispielsweise der übertriebene Wunsch, das Publikum durch besonders kraftvolle Gesten zu beeindrucken, zu einer Verkrampfungen reagieren Publikum und Betroffene negativ darauf. Verstärkte Bemühungen steigern die Versagensangst und Verunsicherung. Mitunter führt das sogar zu psychosomatischen Symptomen.

Warten Sie nicht zu lange und lösen Sie sich von einschränkendem Lampenfieber.

Und nun?

 

Wenn Sie selbst hartnäckiges intensives Lampenfieber oder Rede- beziehungsweise Auftrittsangst ablegen wollen, dann kontaktieren Sie mich und ich beschreibe Ihnen, was ich für Sie tun kann. Selbst, wenn es etwas tiefer geht, umso besser. Dann arbeiten wir an den Wurzeln und lösen das ein für alle Mal. Und ja, ich habe neben der entsprechenden Ausbildung auch die offizielle Erlaubnis dafür, denn das ist dann eigentlich kein Coaching mehr.

Umfrageergebnis

 

Mein Lampenfieber wurde mit mehr Routine…

%

... etwas besser.

%

... viel besser.

%

... nicht besser.

Ergebnis einer nichtrepräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de und bei Teilnehmern an Veranstaltungen von NOACK Training & Coaching Berlin  (n= 1087)

Blackout vor Publikum…

%

... habe ich noch nicht erlebt aber fürchte mich davor.

%

... habe ich schon erlebt.

%

... ist kein Thema für mich.

Ergebnis einer nichtrepräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de und bei Teilnehmern an Veranstaltungen von NOACK Training & Coaching Berlin  (n= 324)