Bauernopfer

Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.
Bauernopfer

Bauernopfer

 

Als Bauernopfer wird beim Schachspiel die freiwillige Preisgabe eines Bauern verstanden. Es erfolgt mit dem Ziel, ein anderweitiges Äquivalent beziehungsweise einen Vorteil zu erlangen.

 

 

 

Bauernopfer jenseits des Schachbretts

 

Bauernopfer gibt es allerdings nicht nur beim Schachspiel. Auch in der Politik und in Unternehmen werden Bauernopfer in Kauf genommen. Den Preis bezahlt ja der Sündenbock und der ist oft beachtlich. Das ist allenthalben besser, als selbst das Opfer zu sein, meinen rücksichtslose Zeitgenossen.

Arthur Schopenhauer erinnerte an einen wichtigen Aspekt; „Also, wer erwartet, daß in der Welt die Teufel mit Hörnern und die Narren mit Schellen einhergehn, wird stets ihre Beute, oder ihr Spiel sein.“ Es sind viel häufiger diejenigen, von denen es nicht sofort erwartet wird, die zum Stolperstein werden.

 

Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

Henriette Wilhelmine Hanke

 

Ein Blick die Praxis zeigt es. Da werden häufiger aus Sicht der Handelnden vergleichsweise unbedeutende Person geopfert, um eine höherrangige zu schützen. Es wird ein Mitglied der Organisation ausgegrenzt, um von der Gemeinschaft als Ganzem Schaden abzuwenden. Befehlsempfänger werden entlassen, um das Führungspersonal zu schützen, das behalten werden möchte. Häufig wird die Schuld für etwas auf einen Untergebenen geschoben, damit die Verantwortung nicht selbst übernommen werden muss.

 

 

 

P.S.

 

Wenn Salvador Dali meinte; „Wer heutzutage Karriere machen will, muss schon ein bisschen Menschenfresser sein.“, hatte er damit Recht?

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