10+ Tipps für gute Fragen: "42"! Nicht jede Antwort hält, was die Frage verspricht.

Von Fragen und Antworten. Dem guten Frager ist schon halb geantwortet. Friedrich Nietzsche
Zweiundvierzig: Nicht jede Antwort hält, was die Frage verspricht

Fragen und Antworten

 

Zweiundvierzig ist die Antwort auf die ultimativen Fragen des Lebens. Und üblicherweise ist die Antwort nicht zufriedenstellend. So ist das oft, denn nicht jede Antwort auf eine Frage erfüllt die Erwartungen.

Wie konkret sollten zufriedenstellende Antworten sein und welche Fragen fördern gute Antworten?

Überblick

 

 

 

 

Zweiundvierzig* – Die Qualität von Fragen und Antworten

 

Zweiundvierzig* ist die Antwort auf die ultimativen Fragen. Und üblicherweise ist diese Antwort nicht zufriedenstellend. Antworten dürfen meist gerne etwas konkreter sein. Insofern sind Sie selbst gefordert Ihre Antworten nützlicher zu gestalten. Außerdem müssen Sie auch nicht auf jede Frage sofort eine Antwort haben. Das verführt viel zu viele Menschen dazu halbherzige Antworten zu geben, die mehr schaden als helfen. Nicht jede Antwort hält, was die Frage verspricht.

 

 

 

*Ursprung

 

Die Antwort Zweiundvierzig stammt aus dem oft vertonten und verfilmten Buch Per Anhalter durch die Galaxis des englischen Autors Douglas Adams. Ein Supercomputer liefert dort nach einigen Millionen Jahren Rechenzeit die Antwort auf die ultimative Frage aller Fragen. Die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest lautet: Zweiundvierzig.

 

 

 

Blöde Fragen?

 

Ene, mene Muh, wer nicht fragt, bleibt dumm. Fragen sind grundsätzlich förderlich und sollten willkommen sein. Sollten, doch es gibt leider auch Herausforderungen an die Geduld, Großzügigkeit und das Wohlwollen. Zugegeben, es gibt Fragen, die scheinen so blöd zu sein, dass es schmerzt.

 

Beispiele für solche Fragen:

  • Chef, was machen Sie eigentlich beruflich?
  • Wie viel mehr wiegt eine Festplatte im Vergleich zu einer leeren?
  • Vererben sich Tätowierungen?
  • Macht Schokolade schwanger?
  • Darf ich als Christ ins Solarium?
  • Ich habe heute vor dem Frühstück geflucht. Komme ich jetzt in die Hölle?
  • Meine Freundin will die Beziehung beenden, ich auch. Was sollen wir tun?
  • Tut Dummheit weh?

 

 

 

Im Ernst

 

Lassen wir solche Fragen weg, die der Pisa-Statistik zu einer heftigen Tendenz nach unten verhelfen, bleiben viele gutgemeinte und doch nicht optimale Fragen übrig.

Bei vielen Fragen ist die Wahrscheinlichkeit einer ehrlichen Antwort schon so klein, dass ihre Berechtigung gering ist. Auf die Frage im Restaurant; „Ist der Fisch frisch?“ wird selten geantwortet mit: „Er liegt hier schon zwei Wochen, weil niemand ihn bestellt hat. Schön, das wir ihn endlich an Sie loswerden!“.

Häufig ist schon die Frage der Ursprung enttäuschender Antworten, weil sie zu vage gestellt wird. Auch die Fähigkeit gute Fragen zu stellen will geübt werden. Und schon kommen wir zu ein paar Empfehlungen für gute Fragen.

 

 

 

10+ Tipps für gute Fragen

 

Aktuell enthält die Liste mit den Empfehlungen für gute Fragen noch keine 42, sondern erst 10 Tipps. Welche Tipps fallen Ihnen noch ein und wie motiviere ich Sie diese in den Kommentaren mit anderen Lesern zu teilen?

 

 

1. Vor dem Stellen einer Frage selbst nachdenken?

 

Es scheint die bequemste Form des Vorgehens zu sein Nachdenken an andere Menschen zu delegieren. Zumindest scheint es so, als wenn manch ein Zeitgenosse noch nie etwas vom Selbstdenken, Büchern, Telefonen, Wikipedia (externer Link) und dem Internet an sich gehört hat.

 

 

 

2. Ehrliche Fragen

 

Suggestivfragen beabsichtigen als Fragetechnik die aktive Gesprächsführung. Gesprächspartner sollen mehr oder weniger elegant in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Dahinter stecken – je nachdem – mehr oder weniger gut gemeinte Absichten. Auf eine suggestive Frage gibt es seltener eine hilfreiche Antwort.

 

 

 

3. Gute Fragen belasten nicht die Beziehung

 

Schon die Form einer Frage hat das Potenzial die Beziehung zu anderen Personen zu verbessern oder zu verschlechtern. Leider wird unnötig Porzellan zerschlagen. Wer manipulative Absichten übertreibt, belastet durch die Haltung oft die Wirkung von Fragen. Spüren Gesprächspartner den Versuch einer unangemessenen Manipulation belastet das die Beziehung zum Manipulator.

 

 

 

4. Zuhören

 

Zur Basis guter Fragen gehört guten Zuhören. Im Artikel 19 Tipps für besseres Zuhören. Zuhören als Kunstfertigkeit finden Sie mehr dazu.

 

 

 

5. Eine Frage nach der anderen

 

Ob am Stück oder zu schnell nacheinander: Wer ganze Salven von Fragen abschießt, bekommt selten auf alle Fragen gute Antworten. So etwas erschlägt die Empfänger und bringt sie in schlechte Zustände. Eine Reihe von Fragen in einem Satz zusammenzufassen macht das auch nicht besser. Besser ist es eine klare Frage nach der anderen stellen.

 

 

 

6. Vorsicht vor WARUM-Fragen

 

Manche Fragen führen zu sehr in das Problem hinein und verbauen bei übertriebener Verwendung den Weg zu einer Lösung. WARUM-Fragen gehören zu solchen Fragen, die leicht in die Sackgasse führen. Außerdem wirken solche Fragen leicht wie eine Verhörsituation. Das führt dazu, dass die Gesprächspartner sich darauf konzentrierten sich zu rechtfertigen.

 

 

 

7. Lösungsorientierte Fragen

 

Mit lösungsorientierten Fragen lässt sich der Fokus auf mögliche Lösungen und die vorhandenen Ressourcen lenken. Besonders bewährt haben sich hier sogenannte Systemische Fragen. Gerade in festgefahrenen Situationen können sie Wunder bewirken. Beispiele dafür sind Zirkuläre Fragen, Ausnahmefragen und die Wunderfrage.

 

 

 

8. Fragetechniken

 

Es existieren zahlreiche Fragetechniken, die sich bewährt haben.

 

 

 

9. Offene und geschlossene Fragen

 

Offene Fragen liefern meist bessere Antworten als geschlossene Fragen. Geschlossene Fragen können Zeit sparen. Für offene Fragen stehen eine ganze Reihe von W-Fragen zur Auswahl.

 

Beispiele für W-Fragen:

  • Wann?
  • Warum?
  • Was?
  • Welche?
  • Wem?
  • Wen?
  • Wer?
  • Weshalb?
  • Wessen?
  • Weswegen?
  • Wie?
  • Wieso?
  • Worum?
  • Wovor?
  • Woher?
  • Worauf?
  • Woraus?
  • Wo?
  • Wobei?
  • Wodurch?
  • Wohin?
  • Womit?
  • Woran?

 

Für klassische Journalisten gehören W-Fragen zum Tagesgeschäft. Für journalistische und ähnliche Zwecke hat sich der folgende Fokus bewährt:

  1. Was
    Was ist geschehen?
  2. Wo
    Wo ist es geschehen?
  3. Wann
    Wann ist etwas passiert?
  4. Wer
    Wer ist beteiligt?
  5. Wie
    Wie ist das Geschehen abgelaufen?
  6. Weshalb
    Weshalb ist es geschehen?

 

 

 

10. Wollen Sie die Antwort überhaupt?

 

Tatsächlich werden immer wieder Fragen gestellt auf die am Ende im Grunde keine Antwort gewünscht ist. Damit meine ich jetzt keine rhetorischen Fragen.

Eine Antwort ist erst mal eine Antwort. Sie kann mir gefallen oder auch nicht. Was ich damit mache, ist eine andere Sache. Doch, fehlt schon von vornherein die Bereitschaft sich mit der Antwort angemessen zu beschäftigen, dann schadet die Frage.

P.S.

 

Wenn 42 die Antwort auf den Sinn des Lebens ist, was folgern Sie daraus? Und falls andere fragen Sie gerade bewegen: Wie konkret sollten zufriedenstellende Antworten sein und welche Fragen fördern gute Antworten?

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Coaching Berlin

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. März 2019
AN: #45424
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