21 Anzeichen für verdeckten Narzissmus. Hinter die Fassade schauen.
Narzissten erkennen und sich schützen
Verdeckten Narzissmus erkennen
Verdeckter Narzissmus ist häufig schwerer zu erkennen als die offensichtliche, grandiose Form.
Menschen mit ausgeprägten verdeckt narzisstischen Tendenzen können zunächst zurückhaltend, sensibel, bescheiden oder sogar besonders verständnisvoll wirken.
Gerade deshalb entsteht Verunsicherung häufig erst mit der Zeit.
Vielleicht bemerkst du wiederkehrende Abwertungen.
Eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Kritik.
Schuldzuweisungen.
Passiv-aggressives Verhalten.
Oder du stellst fest, dass du zunehmend vorsichtig wirst, dich häufig rechtfertigst und deiner eigenen Wahrnehmung weniger vertraust.
Ein einzelnes Verhalten macht einen Menschen noch lange nicht zum Narzissten.
Entscheidend sind wiederkehrende Muster, ihre Ausprägung, der Kontext und die Auswirkungen auf andere Menschen.
In diesem Beitrag findest du 21 mögliche Anzeichen, die dir helfen können, solche Dynamiken genauer einzuordnen.
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Narzissmus hat viele Gesichter
Narzisstische Eigenschaften gehören in unterschiedlicher Ausprägung zum menschlichen Erleben.
Problematisch können sie werden, wenn bestimmte Muster sehr stark ausgeprägt sind, Beziehungen dauerhaft belasten und ein konstruktiver Umgang mit Verantwortung, Kritik und den Bedürfnissen anderer Menschen immer schwieriger wird.
Besonders bekannt ist die offen grandiose Erscheinungsform: selbstbewusst, überlegen, anspruchsvoll und deutlich auf Anerkennung ausgerichtet.
Daneben gibt es Menschen, bei denen narzisstische Tendenzen wesentlich weniger offensichtlich erscheinen.
Was ist verdeckter Narzissmus?
Bei verdecktem Narzissmus steht Grandiosität weniger sichtbar im Vordergrund.
Betroffene können zurückhaltend, verletzlich, schüchtern oder besonders sensibel wirken.
Gleichzeitig können sich hinter dieser Fassade ausgeprägte Bedürfnisse nach Anerkennung, eine hohe Kränkbarkeit, Anspruchsdenken, Neid oder Schwierigkeiten im Umgang mit Kritik zeigen.
Gerade diese Kombination kann das Erkennen erschweren.
Das Umfeld erlebt möglicherweise lange einzelne irritierende Situationen, ohne sie miteinander in Verbindung zu bringen.
Deshalb lohnt es sich, weniger auf einzelne Eigenschaften und stärker auf wiederkehrende Beziehungsmuster zu achten.
Wichtiger Hinweis
Dieser Beitrag dient der Orientierung und ersetzt keine professionelle Diagnostik.
Einzelne der genannten Eigenschaften kommen bei vielen Menschen vor und erlauben keine Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
Entscheidend sind das Gesamtbild, die Ausprägung, die Dauer und der jeweilige Kontext.
Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in diesem Beitrag teilweise den Begriff „Narzissten“. Gemeint sind dabei Menschen mit deutlich ausgeprägten narzisstischen Tendenzen. Eine klinische Diagnose lässt sich daraus ausdrücklich nicht ableiten.
Für deinen Umgang mit einem Menschen ist außerdem häufig eine andere Frage wichtiger als das Etikett:
Welche Verhaltensmuster erlebst du – und was bewirken sie bei dir?
21 mögliche Anzeichen für verdeckten Narzissmus
Verdeckter Narzissmus zeigt sich selten an einem einzelnen Merkmal.
Manche der folgenden Verhaltensweisen kennt fast jeder Mensch von sich.
Interessant wird das Muster:
- Wie häufig tritt etwas auf?
- Wie ausgeprägt ist es?
- Was geschieht bei Kritik oder Konflikten?
- Wie wird mit Verantwortung umgegangen?
- Und welche Auswirkungen hat das Verhalten auf andere Menschen?
Die folgenden 21 Punkte können dir helfen, genauer hinzusehen.
1. Ausgeprägte Kritik an anderen Menschen
Verdeckte Narzissten sind tendenziell sehr kritisch. Sie projizieren ihre eigenen Unsicherheiten auf andere Menschen und geben ihnen das Gefühl, minderwertig zu sein. Indem andere Menschen und ihre Leistungen abgewertet werden, wollen sie sich selbst aufwerten.
Menschen mit verdeckt narzisstischen Tendenzen neigen dazu andere häufig kritisch zu betrachten.
Fehler fallen schnell auf.
Leistungen werden relativiert.
Andere Menschen erscheinen unfähig, oberflächlich, egoistisch oder wenig intelligent.
Die eigene Überlegenheit wird dabei weniger offen präsentiert.
Sie zeigt sich eher zwischen den Zeilen.
Abwertung kann auch unscheinbarer sein.
2. Extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik
Gefühle der Unsicherheit sind typisch für Narzissten. Bei einem verdeckten Narzissten zeigt sich das als extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik.
Wobei: Eine Empfindlichkeit gegenüber Kritik ist nicht nur bei Narzissten zu beobachten. Nur wenige Menschen genießen es, kritisiert zu werden. Allerdings kann die Art und Weise, wie jemand sowohl auf tatsächliche als auch auf vermeintliche Kritik reagiert, Aufschluss darüber geben, ob diese Empfindlichkeit übersteigert ist.
Ein grandioser Narzisst neigt bei Kritik zu heftigen Reaktion. Verdeckte Narzissten tun oft eher so, als ob sie über der Kritik stehen. Innerlich fühlen sie sich jedoch verletzt, gedemütigt oder wütend, und ihre abweisenden, sarkastischen Bemerkungen sind ein Versuch, diese Gefühle zu verbergen.
3. Charme bei Bedarf
Um ihre Ziele zu erreichen sind Narzissten in der Lage und Willens charmant aufzutreten. Dann wirken sie sogar emphatisch. Sehen sie darin keinen Vorteil, schalten sie schlagartig um, die Maske fällt.
4. Passiv-aggressives Verhalten
Verdeckte Narzissten setzen häufiger auf passiv-aggressives Verhalten, um Frustration zu vermitteln oder sich selbst überlegen erscheinen zu lassen.
Ärger wird weniger direkt ausgesprochen.
Er zeigt sich indirekt.
Durch spitze Bemerkungen.
Ironie.
Verzögerungen.
Vergessen.
Rückzug.
Schweigen.
Oder scheinbar harmlose Kommentare mit deutlicher Nebenbotschaft.
Das macht Konflikte schwer greifbar. Denn auf Nachfrage kann die Antwort lauten:
„Das hast du völlig falsch verstanden.“
5. Tendenz, sich selbst herabzusetzen bei gleichzeitiger Suche nach Bestätigung
Narzissten sehnen sich nach Bewunderung und brauchen andere Menschen, um ihrer Sehnsucht danach zu entsprechen. Verdeckte Narzissten sind nicht anders, doch anstatt sich selbst zu rühmen, neigen sie bei Bedarf dazu, sich selbst herabzusetzen, mit dem Ziel, Komplimente zu bekommen.
Verdeckte Formen von Narzissmus können überraschend selbstkritisch wirken.
„Ich bin wahrscheinlich einfach zu schlecht.“
„Mich versteht sowieso niemand.“
„Andere können das viel besser.“
Das kann echte Unsicherheit ausdrücken.
Es kann gleichzeitig dazu führen, dass das Umfeld regelmäßig beruhigt, bestätigt und aufwertet.
Interessant ist deshalb weniger der einzelne Satz als das wiederkehrende Muster:
Wer übernimmt anschließend die Verantwortung für die Stabilisierung des Selbstwertgefühls?
6. Schüchterne oder zurückgezogene Natur. Versteckte Verletzlichkeit.
Verdeckter Narzissmus ist stärker mit Introversion verbunden als andere Formen von Narzissmus. Menschen mit dieser narzisstischen Ausprägung sind zutiefst unsicher und haben Angst davor, dass andere Menschen ihr Versagen sehen. Sie werden daher Situationen oder Beziehungen vermeiden, die keinen klaren Nutzen haben.
Bei verdeckt narzisstischen Mustern kann sich hinter einer zurückhaltenden Erscheinung eine starke Beschäftigung mit der eigenen Wirkung verbergen:
- Wie werde ich wahrgenommen?
- Bekomme ich genügend Anerkennung?
- Werde ich unterschätzt?
- Warum erkennen andere meine Besonderheit weniger deutlich?
Die äußere Bescheidenheit und die innere Selbstbewertung können erheblich voneinander abweichen.
7. Grandiose Fantasien
Ein verdeckter Narzisst verbringt in der Regel mehr Zeit damit, über seine Fähigkeiten und Errungenschaften nachzudenken, als über sie zu sprechen. Sie ziehen sich oft in eine Fantasiewelt von unbegrenztem Erfolg oder Grandiosität zurück, in der sie anderen überlegen sind.
Grandiosität muss weniger offen gezeigt werden.
Sie kann sich in Vorstellungen ausdrücken:
- Eigentlich wäre eine viel größere Karriere angemessen.
- Andere erkennen das eigene Potenzial einfach weniger gut.
- Mit den richtigen Umständen wäre Außergewöhnliches möglich.
- Man verdient mehr Anerkennung, Einfluss oder Status.
Solche Fantasien sind für sich genommen wenig ungewöhnlich.
Relevant werden sie im Zusammenhang mit starkem Anspruchsdenken, Kränkbarkeit und wiederkehrender Abwertung anderer.
Erkennst du vieles davon wieder?
Einzelne Verhaltensweisen sagen wenig aus. Entscheidend sind wiederkehrende Muster, ihre Intensität und die Auswirkungen auf dich.
Wenn du zunehmend an deiner Wahrnehmung zweifelst, dich ständig rechtfertigst oder viel Energie darauf verwendest, Konflikte zu vermeiden, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Dynamik.
→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen und Situationen
8. Gefühle von Depression und Angstzuständen, schwankendes Selbstwertgefühl
Menschen mit verdecktem Narzissmus haben eine größere Anfälligkeit für Depressionen und Angstzustände als andere Arten von Narzissten. Aufgrund einer tiefen Angst vor Versagen und Frustration über nicht verwirklichte perfektionistische Ideale können sie mit Gefühlen der Leere oder sogar Selbstmordgedanken kämpfen.
Nach außen kann ein Mensch kompetent oder souverän wirken und gleichzeitig stark von äußerer Bestätigung abhängig sein:
- Anerkennung stabilisiert.
- Kritik erschüttert.
- Vergleiche mit anderen bekommen große Bedeutung.
Dadurch kann das Selbstbild zwischen Überlegenheit und tiefer Unsicherheit schwanken.
Für das Umfeld wirkt dieser Wechsel manchmal schwer nachvollziehbar.
9. Tendenz, Groll zu hegen
Verdeckte Narzissten neigen dazu, lange Zeit einen Groll zu hegen. Wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, äußern sie das oft nicht, sondern warten darauf, sich auf irgendeine Weise zu rächen. Zusammen mit dem Wunsch nach Rache kann dieser Groll zu Gefühlen der Bitterkeit führen. Diese Giftigkeit ist ihnen oft anzumerken, auch wenn sie versuchen sie zu verstecken.
Eine Bemerkung.
Eine Kritik.
Eine Zurückweisung.
Eine Beförderung, die jemand anderes bekommen hat.
Solche Ereignisse können lange präsent bleiben.
Alte Verletzungen werden wieder hervorgeholt und bekommen im Laufe der Zeit möglicherweise immer größere Bedeutung.
Vergebung fällt schwer, wenn eine Kränkung das eigene Selbstbild stark berührt.
10. Neid
Narzissten sind oft neidisch auf andere, die etwas erreicht haben oder Dinge besitzen, die ihrer Meinung nur ihnen vorbehalten sein sollten. Während verdeckte Narzissten vielleicht nicht offen über ihre Neidgefühle sprechen, können sie Verbitterung darüber zeigen, dass sie nicht bekommen, was sie wollen. Verdeckte Narzissten fühlen sich wohler, wenn andere sich schlecht fühlen.
Andere Menschen werden schnell zu Vergleichspersonen:
- Wer hat mehr Erfolg?
- Wer bekommt Anerkennung?
- Wer verdient mehr?
- Wer wird eingeladen?
- Wer erhält Aufmerksamkeit?
Der Erfolg anderer kann dann weniger als Inspiration und stärker als Bedrohung erlebt werden.
Manchmal folgt darauf eine subtile Abwertung:
„So beeindruckend ist das nun auch wieder nicht.“
11. Gefühle der Unzulänglichkeit und Scham
Wenn verdeckte Narzissten ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden können, fühlen sie sich unzulänglich. Dies kann zu Gefühlen der Scham, Wut oder Ohnmacht führen.
Hinter narzisstischen Verhaltensmustern kann ein sehr verletzliches Selbstwertgefühl stehen. Scham spielt dabei häufig eine wichtige Rolle.
Fehler oder Kritik werden dann weniger als begrenzte Rückmeldung erlebt. Sie können sich anfühlen wie eine Aussage über die gesamte Person.
Das kann erklären, weshalb bereits kleine Situationen überraschend starke Abwehrreaktionen auslösen. Erklärung bedeutet dabei keine Rechtfertigung für verletzendes Verhalten.
12. Vorgetäuschte Empathie
Verdeckte Narzissten wollen einfühlsam und mitfühlend wirken, doch das ist meist eigennützig. Sie versuchen, hilfreich oder großzügig zu wirken. Ihre Motivation ist es so Anerkennung und Bewunderung zu bekommen. Die Äußerungen und Aktivitäten sind Mittel zum Zweck. Wirkliches Mitgefühl und Anteilnahme sind nicht vorgesehen.
Menschen mit narzisstischen Tendenzen können durchaus empathisch reagieren.
Deshalb wäre die Aussage „Narzissten haben keine Empathie“ zu einfach. Interessanter ist, wann Empathie verfügbar bleibt.
Was geschieht, wenn deine Bedürfnisse mit den eigenen Interessen der anderen Person kollidieren?
Was geschieht bei Kritik?
Was geschieht, wenn Aufmerksamkeit gerade dir gilt?
In belastenden Beziehungen kann Empathie genau in solchen Momenten deutlich eingeschränkt erscheinen.
13. Leere
Mit solchen Menschen Zeit zu verbringen, hinterlässt eine Leere. Partner fühlen sich einsam und allein. Das Bauchgefühl weist darauf hin, dass etwas nicht stimmt.
Manche Menschen beschreiben ein schwer greifbares Gefühl: Die Beziehung existiert. Es wird gesprochen.
Vielleicht wird viel Zeit miteinander verbracht.
Und trotzdem fehlt etwas. Echte Gegenseitigkeit. Emotionale Resonanz. Interesse an der eigenen Innenwelt. Das Gefühl, wirklich gesehen zu werden.
Besonders verwirrend kann sein, wenn nach außen alles vollkommen normal oder sogar besonders harmonisch erscheint.
14. Keine ehrlichen Entschuldigungen
Von solchen Menschen geäußerte Entschuldigung sind strategischer Natur, um so etwas zu erreichen. In Wirklichkeit meinen sie es nicht so, an Fehlern sind andere Schuld. Reue widerspricht ihrer Persönlichkeit.
Jeder Mensch macht wohkl Fehler. Entscheidend für Beziehungen ist, was anschließend geschieht.
Kann jemand sagen:
„Das war mein Anteil.“
„Das hat dich verletzt.“
„Ich möchte verstehen, was passiert ist.“
Bei ausgeprägten narzisstischen Mustern wird Verantwortung häufiger relativiert, verschoben oder mit Gegenangriffen beantwortet.
Dann klingt eine Entschuldigung möglicherweise wie:
„Es tut mir leid, dass du das so empfindest.“
Oder:
„Ich hätte das nie gemacht, wenn du vorher nicht …“
15. Berechnung. geben mit Erwartung
Die Welt soll solchen Narzissten der eigenen Bedürfnisbefriedigung dienen. Selbst altruistisch wirkendes Verhalten dient mit Berechnung deren persönlichen Zweck.
Großzügigkeit kann ausgesprochen echt sein. Bei problematischen Beziehungsmustern entsteht jedoch manchmal eine unsichtbare Rechnung. Ich habe etwas für dich getan. Also schuldest du mir etwas.
Hilfe, Geschenke oder Unterstützung können später als Argument eingesetzt werden.
Dann fühlt sich Geben weniger frei an.
Es erzeugt Verpflichtung.
16. Opfer von Intrigen und Schuldzuweisungen
Wenn es nicht so läuft, sind andere Schuld. Sie übernehmen keine Verantwortung. Stattdessen suchen sie sich Menschen, denen sie einreden, daran schuld zu sein. Das ist eine häufige Manipulationsform.
In Konflikten kann Verantwortung auffällig häufig bei anderen landen.
Du hast provoziert.
Du bist zu empfindlich.
Du hast etwas falsch verstanden.
Du bist undankbar.
Du bist das eigentliche Problem.
Gleichzeitig kann sich die andere Person als diejenige darstellen, die unter deinem Verhalten leidet.
Dadurch kann sich die ursprüngliche Frage völlig verschieben:
Plötzlich verteidigst du dich, obwohl du eigentlich ein problematisches Verhalten angesprochen hast.
17. Sie können es ihnen nicht recht machen
Was auch immer du tust, es wird nicht genügen. Du können sich noch so sehr anstrengen, Nähe und Austausch auf Augenhöhe lässt sich mit solchen Persönlichkeiten nicht pflegen.
Zunächst versuchst du vielleicht, dich besser zu erklären.
Dann wirst du vorsichtiger.
Du gibst dir mehr Mühe.
Du achtest stärker auf Tonfall und Timing.
Und trotzdem entstehen immer wieder neue Konflikte.
Was gestern richtig war, ist heute falsch.
Was ausdrücklich gewünscht wurde, kann später gegen dich verwendet werden.
So entsteht mit der Zeit das Gefühl:
„Was soll ich eigentlich noch machen?“
Dieses Gefühl verdient Aufmerksamkeit.
18. Indirektes Bedürfnis nach Bewunderung
Das Bedürfnis nach Anerkennung muss weniger durch offene Selbstdarstellung sichtbar werden.
Es kann wesentlich subtiler erscheinen.
Leistungen werden scheinbar beiläufig erwähnt.
Bescheidenheit lädt zur Bestätigung ein.
Eigene Opfer werden hervorgehoben.
Oder Gespräche kehren auffällig häufig zur eigenen Person zurück.
Entscheidend ist wiederum das Muster:
Wie viel Raum braucht die Person für Anerkennung – und was geschieht, wenn sie ausbleibt?
19. Subtile Abwertung
Abwertung muss weniger wie eine offene Beleidigung klingen.
Sie kann als Humor erscheinen.
Als gut gemeinter Rat.
Als beiläufige Bemerkung.
Als Vergleich.
Oder als vermeintliche Sorge.
„Du bist heute aber mutig angezogen.“
„Für deine Verhältnisse war das wirklich gut.“
„Ich sage das doch nur, weil ich mir Sorgen um dich mache.“
Einzelne Sätze können harmlos sein.
Wiederkehrende kleine Abwertungen können hingegen das Selbstvertrauen erheblich beeinflussen.
20. Nähe und Rückzug als Beziehungsmuster
Zuwendung kann intensiv sein.
Dann folgt plötzlich Distanz.
Du weißt möglicherweise weniger genau, woran du bist.
Also investierst du mehr.
Suchst das Gespräch.
Versuchst, die frühere Nähe wiederherzustellen.
Kommt anschließend erneut Zuwendung, kann sich die Erleichterung besonders intensiv anfühlen.
Gerade der Wechsel zwischen Nähe und Distanz kann Menschen emotional stark binden.
21. Du beginnst, deiner eigenen Wahrnehmung zu misstrauen
Dieser Punkt ist für mich besonders wichtig.
Vielleicht fragst du dich zunehmend:
Bin ich zu empfindlich?
Habe ich übertrieben?
Erinnere ich mich falsch?
War das wirklich so schlimm?
Bin vielleicht ich das Problem?
Natürlich gehört Selbstreflexion zu gesunden Beziehungen.
Wenn du jedoch immer häufiger deine Wahrnehmung infrage stellst, während die andere Person ihre eigene Version der Realität konsequent durchsetzt, lohnt sich besondere Aufmerksamkeit.
Vor allem dann, wenn du früher deutlich sicherer in deiner Wahrnehmung warst.
Manchmal ist die entscheidende Frage weniger, welches Etikett ein anderer Mensch verdient.
Die wichtigere Frage lautet: Was geschieht in dieser Beziehung mit dir?
Ein Anzeichen ist noch kein Muster
Vielleicht hast du beim Lesen einige Punkte wiedererkannt.
Das allein erlaubt keine Aussage darüber, ob ein Mensch „Narzisst“ ist.
Fast jeder kann zeitweise empfindlich, neidisch, selbstbezogen, passiv-aggressiv oder unfair reagieren.
Entscheidend ist das Gesamtbild.
Wie häufig treten diese Verhaltensweisen auf?
Wie stark sind sie ausgeprägt?
Kann die Person Verantwortung übernehmen?
Ist gegenseitige Verständigung möglich?
Verändert sich etwas nach Konflikten?
Werden deine Grenzen respektiert?
Und:
Wie geht es dir auf Dauer in dieser Beziehung?
Diese Fragen sind häufig hilfreicher als die Suche nach einer eindeutigen Etikettierung.
Erkennst du vieles davon wieder?
Dann brauchst du zunächst keine Diagnose..
Du kannst damit beginnen, deine eigene Situation genauer zu betrachten.
Welche Verhaltensweisen wiederholen sich?
Was geschieht bei Konflikten?
Welche Grenzen werden respektiert?
Welche werden überschritten?
Wie hat sich dein Verhalten verändert?
Bist du freier geworden?
Oder vorsichtiger?
Vertraust du deiner Wahrnehmung?
Oder brauchst du zunehmend Bestätigung von außen?
Klarheit beginnt häufig damit, das Erlebte wieder ernst zu nehmen.
Wie gehst du mit solchen Verhaltensmustern um?
Wenn du viele der beschriebenen Muster wiedererkennst, entsteht schnell der Wunsch:
Wie bringe ich die andere Person dazu, sich anders zu verhalten?
Diese Frage ist verständlich.
Hilfreicher ist häufig eine andere:
Was liegt in meinem Einflussbereich?
Du kannst beobachten, welche Muster sich wiederholen.
Du kannst deine Grenzen klarer erkennen.
Du kannst prüfen, welche Gespräche etwas bewirken.
Du kannst entscheiden, welche Informationen du teilst.
Du kannst deine Reaktionen verändern.
Und du kannst überlegen, welche Nähe zu dieser Person dir guttut.
Das Ziel besteht weniger darin, einen anderen Menschen zu verändern.
Es geht darum, deinen eigenen Handlungsspielraum zurückzugewinnen.
1. Beobachte Muster statt einzelner Situationen
Ein einzelner Konflikt sagt wenig über eine Beziehung aus.
Interessanter sind Wiederholungen.
Was geschieht, wenn du widersprichst?
Was geschieht, wenn du eine Grenze setzt?
Was geschieht, wenn du Erfolg hast?
Was geschieht, wenn du Aufmerksamkeit bekommst?
Was geschieht, wenn die andere Person einen Fehler macht?
Was geschieht nach einer Verletzung?
Gerade wiederkehrende Abläufe liefern häufig mehr Klarheit als einzelne Aussagen.
2. Nimm deine Wahrnehmung ernst
Problematische Beziehungsdynamiken können dazu führen, dass Menschen zunehmend an sich selbst zweifeln.
Dann wird viel Energie darauf verwendet, herauszufinden, welche Version eines Ereignisses „wirklich“ stimmt.
Hilfreich kann sein, konkrete Situationen festzuhalten.
Was ist geschehen?
Was wurde gesagt?
Was hast du wahrgenommen?
Wie hast du reagiert?
Was geschah anschließend?
Das kann helfen, wiederkehrende Muster klarer zu erkennen.
3. Erkläre weniger – beobachte mehr
Wenn wir uns missverstanden fühlen, erklären wir häufig ausführlicher.
Noch ein Argument.
Noch ein Beispiel.
Noch ein Versuch, die eigene Perspektive verständlich zu machen.
In konstruktiven Beziehungen kann das hilfreich sein.
Bei manchen problematischen Dynamiken führt es vor allem zu längeren Auseinandersetzungen.
Dann kann eine kurze, klare Aussage wirkungsvoller sein.
„So möchte ich behandelt werden.“
„Das ist meine Entscheidung.“
„Darüber spreche ich gern, wenn wir respektvoll miteinander umgehen.“
Klarheit braucht häufig weniger Worte.
4. Grenzen brauchen Konsequenzen
Eine Grenze beschreibt weniger, was ein anderer Mensch tun soll.
Sie beschreibt, was du tust, wenn etwas geschieht.
Zum Beispiel:
„Wenn das Gespräch persönlich verletzend wird, beende ich es und wir sprechen später weiter.“
Dadurch wird aus einem Wunsch eine Handlungsmöglichkeit.
Entscheidend ist anschließend, die eigene Grenze ernst zu nehmen.
5. Achte darauf, was Konflikte mit dir machen
Manchmal konzentriert sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die andere Person.
Warum macht sie das?
Ist das Absicht?
Ist das Narzissmus?
Was denkt sie wirklich?
Dabei gerät eine wichtige Informationsquelle aus dem Blick:
deine eigene Veränderung.
Bist du ständig angespannt?
Bereitest du Gespräche gedanklich stundenlang vor?
Vermeidest du bestimmte Themen?
Rechtfertigst du dich häufiger?
Ziehst du dich von anderen Menschen zurück?
Fühlst du dich zunehmend kleiner?
Auch diese Veränderungen liefern wichtige Hinweise darauf, wie belastend eine Beziehung geworden ist.
6. Suche Klarheit statt das perfekte Etikett
Vielleicht möchtest du irgendwann sicher wissen:
„Ist dieser Mensch wirklich ein Narzisst?“
Eine fachliche Diagnose braucht eine entsprechende Untersuchung der betreffenden Person.
Für deine Entscheidungen brauchst du diese Diagnose häufig weniger dringend.
Du kannst auch ohne Etikett erkennen:
Dieses Verhalten verletzt mich.
Diese Grenze wird wiederholt überschritten.
Diese Kommunikation führt immer wieder in dieselbe Sackgasse.
Diese Beziehung kostet mich zunehmend Kraft.
Du darfst auf problematische Verhaltensweisen reagieren, auch ohne die andere Person diagnostizieren zu können.
Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)
Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?
Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.
Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.
Private Beziehungen
Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?
Dann können wir gemeinsam betrachten:
- Was geschieht zwischen euch?
- Welche Muster wiederholen sich?
- Wo liegen deine Grenzen?
- Welche Möglichkeiten hast du?
- Und welcher nächste Schritt passt zu dir?
→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld
Berufliche und unternehmerische Situationen
Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?
Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:
- Interessen.
- Macht.
- Verantwortung.
- Kommunikation.
- Karriere.
- Reputation.
- Wirtschaftliche Konsequenzen.
Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.
→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen
Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben
Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.
Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.
Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.
Du fühlst dich dauerhaft angespannt.
Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.
Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.
→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen
Keine Ferndiagnosen
Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:
Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.
Wir können Verhaltensweisen betrachten.
Muster erkennen.
Dynamiken verstehen.
Auswirkungen einordnen.
Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.
Hinweis zu rechtlichen Fragen
Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.
Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.
Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.
Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.
Noch ein Gedanke
Vielleicht bist du auf dieser Seite gelandet, weil du verstehen möchtest, was mit einem anderen Menschen los ist.
Das kann ein wichtiger Anfang sein.
Mit der Zeit kann eine andere Frage noch hilfreicher werden:
- Was brauche ich jetzt?
- Mehr Klarheit?
- Mehr Abstand?
- Eine Grenze?
- Ein Gespräch?
- Unterstützung?
- Eine Entscheidung?
- Oder zunächst jemanden, mit dem du deine Erfahrungen sortieren kannst?
Du musst einen anderen Menschen nicht vollständig verstehen, um gut auf dich zu achten.
Dein eigener Handlungsspielraum ist der Teil der Situation, den du tatsächlich gestalten kannst.
Antworten auf häufige Fragen
Was ist ein verdeckter Narzisst?
Als verdeckter Narzisst wird jemand bezeichnet, der sich nach Bewunderung und Bedeutung sehnt und dem es an Einfühlungsvermögen gegenüber anderen mangelt, der sich dabei möglicherweise anders verhält als ein offener Narzisst.
Ist verdeckter Narzissmus eine eigene Diagnose?
„Verdeckter Narzissmus“ ist keine eigenständige klinische Diagnose.
Der Begriff beschreibt eine Erscheinungsform narzisstischer Merkmale, bei der Grandiosität und das Bedürfnis nach Anerkennung weniger offensichtlich auftreten können.
Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung kann ausschließlich im Rahmen fachgerechter Diagnostik festgestellt werden.
Was ist der Unterschied zwischen offenem und verdecktem Narzissmus?
Offen grandiose narzisstische Verhaltensweisen sind häufig leichter erkennbar: Dominanz, Überlegenheitsansprüche und das Streben nach Bewunderung können deutlich sichtbar sein.
Verdeckte Formen können zurückhaltender, verletzlicher oder sensibler erscheinen.
Gemeinsam können beiden Formen Schwierigkeiten bei Selbstwertregulation, Kritik, Anerkennung und zwischenmenschlichen Beziehungen sein.
Sind zurückhaltende oder hochsensible Menschen verdeckte Narzissten?
Zurückhaltung, Introversion oder Sensibilität sind für sich genommen keine Hinweise auf Narzissmus.
Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Merkmale und wiederkehrender Beziehungsmuster.
Gerade deshalb ist Vorsicht bei einfachen Checklisten wichtig.
Wie verhalten sich verdeckte Narzissten in Beziehungen?
Verdeckten Narzissten mangelt es in der Regel an Einfühlungsvermögen oder der Bereitschaft sie für ihre Partner konstruktiv einzusetzen und sie tun alles, um Macht und Kontrolle in der Beziehung zu sichern. Die typischen narzisstischen Züge können dazu führen, dass sie egoistisch und dominant sind, und ihre Wünsche und Bedürfnisse haben in der Regel Vorrang vor denen des Partners.
Wissen Menschen mit verdeckt narzisstischen Tendenzen, was sie tun?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Manche Verhaltensweisen können bewusst eingesetzt werden, andere entstehen aus erlernten Schutz- und Beziehungsmustern.
Für deinen Umgang mit der Situation ist häufig entscheidender:
Was geschieht wiederholt – und welche Auswirkungen hat es auf dich?
Sind verdeckte Narzissten gewalttätig?
Verdeckte Narzissten können aggressiv oder gewalttätig werden, wenn eine Person oder eine Situation ihr Selbstwertgefühl infrage stellt. Der verdeckte Typ ist weniger offensichtlich. Eine Person mit verdecktem Narzissmus kann schüchtern, zurückgezogen oder selbstironisch wirken. Sie sind jedoch immer noch mit sich selbst beschäftigt und wollen glauben, dass sie besser sind als andere Menschen.
Können sich narzisstische Verhaltensmuster verändern?
Persönlichkeitsmuster können sich grundsätzlich entwickeln.
Voraussetzungen dafür sind unter anderem Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und die Bereitschaft, eigenes Verhalten ernsthaft zu betrachten und zu verändern.
Du kannst diese Bereitschaft bei einem anderen Menschen fördern.
Die Entscheidung zur Veränderung liegt bei dieser Person.
Ist positive Veränderung sehr wahrscheinlich?
Ich bin da wohl beruflich vorbelastet und sehr zurückhaltend.
Wie schütze ich mich im Umgang mit narzisstisch geprägtem Verhalten?
Hilfreich können klare Grenzen, realistische Erwartungen, weniger Rechtfertigung, Unterstützung durch vertrauenswürdige Menschen und ein genauer Blick auf wiederkehrende Verhaltensmuster sein.
Welche Schritte jeweils sinnvoll sind, hängt sehr von der konkreten Situation und der Beziehung ab.
Der nächste Schritt
Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.
Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:
- worum es geht
- was du erreichen möchtest
- bis wann das Thema relevant ist
- ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst
Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.
Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.
Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.
Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.
Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.
Gut informiert entscheiden
Transparenz ist mir wichtig.
Weitere Informationen findest du hier:
→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
→ Datenschutz
Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.
Kontaktformular
Vorsicht, Kommentare!
Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.
Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!
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YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co. @karsten-noack
Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.
Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.
Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.
Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.
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Wie Narzissten mit kleinen Manipulationen (Mikromanipulationen) Kontrolle ausüben
Oft dauert es sehr lange, bis die Betroffenen das böse Spiel als solches erkennen. Narzissten machen es ihnen so schwer wie möglich. Mit kleinen Manipulationen, sogenannten Mikromanipulationen, versuchen sie, die Kontrolle zu behalten. Was steckt dahinter?
Weihnachten mit Narzissten überleben: Alle Jahre wieder … Was zu erwarten und zu tun ist
Wie verhalten sich Narzissten während des Weihnachtsfests? Was ist zu erwarten? Wie lässt sich das Weihnachtsfest retten?
Wer dick aufträgt, steigt eher auf: Machen Blender eher Karriere?
Lauteren Zeitgenossen gelingt es oft ihre Leistungen besser zu verkaufen, als sie es verdient haben: Blender! Welche Selbstmarketing-Alternativen gibt es?
Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Mai 2012
Überarbeitung: 26. August 2021
AN: #849
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Wow… Ich bin baff. Dieser Beitrag hat mir endlich einen Namen für das gegeben, was ich mit meiner Ex-Freundin mehr als 7 Jahre durchgemacht habe. Abgesehen von vielleicht 2 Anzeichen Stimmen alle anderen Anzeichen überein! Vor allem der Punkt „Leere“ Herrgott.. Wie oft habe ich gespürt das etwas nicht stimmt und wie oft habe ich mein Bauchgefühl ignoriert und mir Gründe gesucht, warum es doch normal ist und das sie es ja soo schwer hat und das sie ja nichts für kann, dass die Welt böse zu ihr war. All ihre verdeckten, manipulativen Versuche mich abzuwerten oder ihr Versagen für egal was die tat zu erklären, habe hingenommen und mir irgendwann keine Gedanken mehr gemacht. Dennoch spürte ich IMMER, egal wie oft wir was unternommen haben, dass mit ihr gewaltig etwas nicht stimmt. Mit keinem anderen Menschen hatte ich solch negativen Ausflüge, Konversation oder Treffen generell.. Sie war immer komisch, ohne Empathie, ohne Tiefe, in ihr herrscht die reinste Leere, sie ist einfach anders und tat letztendlich nichts anderes, als meine gesamte Energie so weit zu ziehen und für sich zu beanspruchen, bis ich gebrochen war. Und jetzt ist die Leere größer als zuvor. Aber das Ganze ist nun 5 Monate her und ich fühle langsam, dass es bergauf geht. Ich habe zu meinen Selbstwert wiedergefunden und achte jetzt ganz genau darauf, wen ich nah an mich lasse und wem ich meine kostbare Liebe und Zuneigung schenke. Ihr Artikel hat mir geholfen zu erkennen, welcher Typ Narzist meine Ex-Freundin war. Jetzt wo ich dem Ganzen einen Namen geben kann, fällt es mir leichter, das ganze zu kategorisieren und loszulassen.. Danke dafür!
Vielen Dank für die Rückmeldung und das Teilen der Erfahrung. Das macht es den vielen Betroffenen leichter und liefert mir mehr Motivation Beiträge zu diesem Thema zu erstellen.
Alles GUTE
Karsten Noack
Hallo
Ich habe den Artikel gelesen u dabei gedacht: das ist haargenau mein Mann. Seit 6 Jahren mache ich dieses Theater jetzt mit! … und ich kann nicht mehr!
Ich kann dir nur beipflichten: es ist verdammt schwer u man ist selbst am Boden. Endlich hat dieses leere, energieraubende Etwas einen Namen !
Viel Kraft dir weiter. Ich weiß was ich jetzt zu tun habe…VG
Dann passen Sie gut auf sich auf!
Es wird selten besser.
Ich stelle mir die Frage, wie man am besten erkennen kann, ob man selbst ein verdeckter Narzisst ist.
Mir wurde verdeckter Narzissmus unterstellt, von einer Person, die ich nicht kenne, die mich nicht kennt und die in einer Sitzung die Sichtweise einer Person gehört hat.
Ich sehe solche „Ferndiagnosen“ eher kritisch und doch treibt es mich um, da ich mir seit Jahren die Frage stelle, was falsch mit mir ist.
Und sollte es so sein, dass ich eine verdeckte Narzisstin bin, dann wüsste ich es gerne damit ich dran arbeiten kann. Fragt sich dann natürlich wie man am besten dran arbeitet. Denn bei meiner Recherche im Internet lese ich überwiegend, was für schlimme Menschen das sind…
Schlimm sind die Folgen die das Verhalten toxischer Narzissten für andere hat. Narzisstische Elemente lassen sich bei vielen Menschen finden.
Wer an sich arbeiten will, kann das tun.
Ausgeprägte Narzissten werden das eher nicht tun.
Wenn Sie das in einer persönlichen Sitzung erkunden wollen … Gerne!
Oh Mann – mein jetzt Ex-Mann hat mich nach 5 Jahren vor 1o Tagen verlassen, seit Jahren wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Ich habe bei mir geguckt, war in einer psychiatrischen Klinik und konnte danach zumindest ausziehen und so eine räumliche Trennung durchsetzen. Die längst überfällige Trennung auszusprechen war mir nicht möglich. Weil ich auf eine seiner vielen Wuttiraden reagiert habe, bin ich jetzt Ziel seiner Attacken – WhatsApp, email und auch sonst. Obwohl ich an Brustkrebs erkrankt bin hat er mir noch bei ihm untergestellte Sachen (schwere Bücherkisten, bislang „kein Problem“) so vor die Tür gestellt, dass ich garnicht ans Schloss kam und das Gewicht auch nicht heben konnte.
Ich bin einerseits wütend auf ihn und sehe, wie er sich täglich neue Armutszeugnisse ausstellt. Andererseits tut er mir so leid – so viel Groll ist in ihm, das kann ja nicht gesund sein. Am schlimmsten: ich fühle mich schuldig daran, dass es ihm so schlecht geht.
Edth Denzler
Heute genau, ich bin w. 65 Jahre alt, habe ich mit einem Schlag erkannt , mit wem ich 26 Jahre lang in einer Beziehung gesteckt habe. Irrtümlicherweise habe ich die Verhaltensweise meines Expartners bis heute als autistische Verhaltensweise beschrieben, bezogen auf seine Empathielosigkeit.
Ich habe als Kind einen extrovertierten Narzissten als Vater gehabt, und anschliessend einen verdeckten Narzissten geheiratet.
Obwohl ich mittlerweile seit 15 Jahren in einer gesunden und liebevollen Partnerschaft lebe, hat mich diese Erkenntnis der beschriebenen Lieblosigkeit und totalen Einsamkeit dermassen schockiert, dass mir dies nun beinahe den Atem nimmt und vollkommen den Schlaf raubt.
Für mich wird dies weiterhin keine grossen Folgen mehr haben, da ich diese Ehe bereits aufgearbeitet habe und in meiner nächsten Beziehung gesunden konnte….aber dass ich unsern zwei Kindern einen solchen Vater über so lange Zeit zugemutet habe, kann ich mir beinahe nicht verzeihen..Sie müssen sich weiterhin mit einem manipulierendem Vater auseinandersetzen oder wie ich es für mich entschieden habe, ihn zu meiden.
Traurig genug.
Auch kann ein Buch schreiben.
Es begann alles als meine Freundin ( Juni 2016) von mir erfuhr das ich mit meiner Ex Ehefrau kurz vor der Trennung war( wir waren von 1989-2016 in einem Haus 01.01.2017 bin ich von Zuhause ausgezogen)Und die Scheidung war im Juli 2019.
Ich erzählte also meiner Freundin (Arbeitskollegin)das ich wahrscheinlich mich trennen möchte und ausziehen werde. Sie sagte damals,das ist ja ein Zufall ich habe auch vor mich zu trennen. Wir mochten uns schon auf der Arbeit,alberten und hatten Spaß die Jahre davor,aber liebe, nein.
Im Herbst 2016 nachdem wir uns öfter getroffen haben und auch uns schon geküsst hatten, sagte ich zu meiner Freundin ich ziehe Januar 2016 aus . Das freute sie und munterte mich die Monate zuvor richtig auf,wir sind eins, wir zwei gehören zusammen. Ich war völlig überwältigt von einer Frau die mir soviel liebe gibt und alles so leicht schien.Als ich ausgezogen bin ging es auch schon los,wir hatten Hammer Sex,ich habe noch nie so etwas erlebt ich war glücklich. doch schon im Juli 2017 gab’s den ersten Streit,ich habe ihr Sachen erzählt die sie mich ausgefragt hatte und ich mir nie etwas bei gedacht hatte,ich wollte ehrlich sein und nicht den Fehler machen den ich in meiner Ehe gemacht habe.
Fragen wie: bist Du eifersüchtig,was wird mit eurem Haus wenn ihr geschieden seid.
Also, es ging im Juli los,sie spielte an ihrem Handy herum,nichts besonderes,aber immer wenn ich in ihre Nähe kam warf sie ihr Handy weg auf den Tisch. Irgentwann sagte ich zu ihr,warum sie daß macht,ob sie ein schlechtes Gewissen habe, was Du hast sagte sie nur. Das ging immer weiter bis ich gesagt habe wenn sie das so macht muss sie damit rechnen,das ich glaube sie hat ein Geheimnis,oh Theater pur.
Das erste Weihnachten zusammen,sie schenkte mir eine Uhr die über Dreihundert Euro gekostet hat,ich sagte das ich das nicht annehmen kann und werde. Theater.
Es ging soweit,das sie mir alles weggenommen hat was mit wichtig war,was mir Spaß gemacht hat mit ihr. Ich wurde immer ärgerlicher und sie nahm mir immer mehr.
Es gab dann nur noch gutes, wenn ich etwas gutes für sie getan habe,oder auf ihren Dackel aufpasste.
Ich zog im Dezember 2018 in einer ihrer Eigentumswohnung,sie war größer als meine Alte,ich glaubte das meine Jungs mich besuchen könnten und ein eigenes Zimmer haben könnten. Jetzt weis ich auch warum ich dort einziehen durfte,sie wollte die Mieter vor mir raushaben,sie hasste die Mieter. Eigennutzung hat sie angemeldet. Ich habe mich ab da selber eingeschlossen. Habe mich abhängig gemacht von ihr. verlor meine Arbeit 2019, meine Scheidung war im Sommer durch. und eine Freundin die mir vorgehalten hatte wo denn entlich das Geld meiner Ex Frau bleibt für unser gemeinsames Haus. Usw usw. seid Dezember 2022 bin ich seelisch am Ende gewesen,im Januar 23 hatte ich keine Kraft mehr,ich wollte nicht mehr leben,diese on Off wurden immer kürzer.Im Mai ging ich das erste mal in eine Klinik,im Juni das zweite mal. und jetzt im Oktober das dritte mal. meine Freundin drohte mir mit, wenn du keine Therapie machst ist es zu Ende. hää,es war schon lange vorbei,warum habe ich mich erpressen lassen.
Ich muß sagen ich lebe alleine, kaum Kontakt zu meinen Kindern, sie wollen nicht und sind 22+24 haben ihr eigenes Leben. Freunde sind alle bei meiner Ex. Ich habe mein Ehrenamt, mein guten Job einer großen Bank und meine Freunde verloren wegen meiner Aufgabe im Leben. Los bin ich meine Liebe immer noch nicht, ich liebe sie trotzdem noch. Nun ist sie auf Reha gegangen, Angst Bewältigung, ne sie will früher in Rente. Aber sie wird niemand etwas von ihren Ängsten wirklich sagen, sie sagte mir das es in der Bank wo sie arbeitet zu einer Gewalttat kam und sie traumatisiert ist. Sie erzählt Menschen das sie nicht mehr Autofahren kann vor Angst, fährt aber alleine 200 km an die Ostsee,passt nicht wirklich.
Sie beendet die Beziehung und kommt dann wieder und huhu ,als wenn nichts ist. Oder hast Du deine Haare wieder selber geschnitten? Ja Sonnenschein ,sieht scheise aus,waaaas so schneide ich immer, Du sagst das sieht gut aus. ohne Kommentar,sie redet einfach nicht.
Ich will während der Reha keinen Kontakt mit dir Uwe,ich muß erfahren ob ich das alles noch will mit Dir. Erst heute, sie schreibt mir es geht ihr schlecht und würde sich freuen wenn ich sie besuchen würde.
Ich kann garnicht hinfahren, weil ich mit gebrochenen Herz, hohen Blutdruck habe, Herz schmerzen, Muskelschwäche ich bin zu schwach um 200 km zu ihr zu fahren. Und sie wollte mich nicht sehen, schreiben oder telefonieren. Puh.
Ich weis nicht wie ich da raus komme,Ich liebe sie so sehr,ich bin emotional abhängig.
Ich werde wieder stärker und dann muß ich es schaffen. Oder sie ändert etwas an sich und erkennt etwas was falsch läuft. Ich gebe ihr keine Schuld,ich muß stärker werden dann kann ich auch besser damit umgehen. Ich möchte sie als Mensch nicht verlieren, sie ist ein wundervoller Mensch,aber ich kann keine Partnerschaft mit ihr,das habe ich ihr auch schon oft gesagt. Interessiert sie nicht,Sie macht es so wie sie Lust hat. Genug,das ist ein Ausschnitt aus 2016-2023.
Ich hoffe man kann mir etwas folgen und versteht was ich damit sagen wollte.
Hey,
was ist darauf geworden, magst du mir ein Update geben?
Hallo
mir geht das ganz genauso und es ist 1 zu 1 beschrieben. ich hatte fast 4 Jahre gebraucht mich zu trennen. Ich bin auch belogen und betrogen worden. Er hat irgendwann eine andere Frau heimlich eingefädelt, die er aber eben dann auch am Gängelband führte. Seit ich weiß was für eine Maskerade ich vor mir hatte geht es besser. und definitiv konnte ich es nicht erkennen
Willkommen im Club – ich dachte auch gerade der Verfasser war selbst zwei Jahre mit meiner Ex zusammen. Da passt jeder einzelne Punkt.
Und genau wie du habe ich zwei Jahre lang ihr respektloses, toxisches und bösartiges Verhalten ihre dreisten Lügen und Halbwahrheiten entschuldigt und irgendwie toleriert! Könnte ich mir heute noch dafür in den Hintern treten – zwei Jahre vergeudet für nichts und selbst noch nen kleinen Dachschaden davon mitbekommen. Bedingungsloses Vertrauen gibts bei mir nicht mehr…
Hallo! Lassen an uns Narzissten echt kein gutes Haar. Und womit ? Mit Recht!
Aber ich möchte da gerne auch eine Lanze brechen. Die meisten von uns wissen nicht was sie da machen und anrichten. Wir leben in unserer Normalität. Und hey, die ist natürlich bestens!
Ich selber hatte bis zu einem bestimmten Punkt viel Erfolg mit meiner Art und Weise zu leben. Als ich dann im Rahmen eines Klinikaufenthaltes das erste Mal die Diagnose bekommen habe konnte ich nichts damit anfangen. Erst die Internetrecherchen haben mir zu verstehen gegeben das mit meiner Normalität etwas nicht stimmen kann. Die eigene Wahrnehmung ist anders.
Das ist jetzt über 20 Jahre her. Ablegen kann ich diese Persönlichkeit nicht. Ich habe aber gelernt damit zu leben und vorsichtig mit meiner Umgebung umzugehen. Alles was ich sagen will überdenke ich in der Regel um das Gegenüber nicht zu verletzen. Das ist ganz schön anstrengend. Ich möchte Euch von Narzissten betroffenen bitten eurem Peiniger zu spiegeln wie Ihr über Ihn denkt und vor allem was Ihr fühlt. Mit etwas Glück lässt sich der Narzist darauf ein und auch er/sie versteht das Hilfe von außen benötigt wird. Ich bin auch Heute noch in Therapie und habe mehrere Klinikaufenthaltes hinter mir. Bitte gebt uns nicht auf. Aber schützt Euch vor uns. Danke! Peter F.
Peter,ich verurteile keine Menschen mit ihrer Persönlichkeit,ich habe selber meine.
Aber wenn Zwei Normalität zusammen treffen,ist es nicht leicht den anderen zu verstehen.
Jetzt wo ich allmählich meine Freundin verstehe,habe ich viel über mich gelernt.
Ich gebe niemand so schnell auf,aber ich hoffe das der andere auch an sich arbeitet und nicht die Schuld bei mir alleine sucht.
Das was ich immer bei dieser Frau gemacht habe,was ich zuvor leider nicht war, ehrlich zu sein und mein Empfinden mitteile,ich bin kein Therapeut,ich will nicht heilen,ich möchte die Menschen so nehmen wie sie sind,aber du bist ein gutes Beispiel das auch Menschen mit den Persönlichkeiten an sich arbeiten können und hoffentlich erkennen können wer es gut mit ihnen meint und vor allem den anderen auch wirklich liebt. Was auch jeder an Liebe versteht, fühlt oder ahnen kann das der Partner der dich nicht aufgibt wichtig ist für Dich und man ihn nicht verlieren will,oder Peter.
sehe ich das falsch?
Verdeckter Narzissmus…
in den Anfangsjahren habe ich mich immer mehr in die Co-Abhängigkeit entwickelt..irgendwann kam Wut – bei mir leider viel zu spät – bzw. ich habe sie auf mich gerichtet , erst dann undich wollte ihm sein Verhalten (bewusst) spiegeln, weil reden oft nicht ankam..und je mehr es um sein erleben ging..umso mehr wurde auf mich projiziert.
ICH WOLLTE DIESE BEZIEHUNG auf Gedeih und Verderb…bis ich mich zu einer perfekten Co-Narzisstin entwickelt habe.
Nun versuche ich von ihm loszukommen..er auch von mir….wobei er darin wesentlich besser ist als ich.
Was ich verloren hatte, ein Stück wieder gefunden hatte – und nun wieder daran arbeite, ist das Vertrauen in mich, das ich weiß, was für mich gut ist..das ich wieder Abstand halten kann – und für mich sorge.
Im Großen und Ganzen geht es mir da wirklich gut – nicht zu vergleichen mit mir vor einem Jahr – aber was schwer war, das ich in den ganzen Mist reingerutscht bin, TROTZ meiner therapeutischen Ausbildung, trotz der vielen Jahre Arbeit an mir.
Ja, ich darf Fehler machen. Wenn ich hier so einiges durchlese und mich selber in narzisstischen Strukturen entdecke..dann macht es mich einerseits traurig. Andererseits weiß ich auch, weshalb ich so nach dieser Liebe gesucht habe..
Wichtig bei allem ist es für mich, Narzissten sind keine schlechten Menschen, jeder hat seine Form gefunden, den inneren Mangel zu kompensieren, vielleicht auch den erlittenen Schmerz (z. Bsp. in der Kindheit) zu verdrängen…
Einsicht ist auf jeder Seite wichtig..auf der Seite des Narzissten, wie sehr er versucht über alles die Kontrolle zu haben und so seinen Minderwert zu kompensieren und genauso ist es auf der Abhängigen- Co-Narzissten-Seite, wie haben genauso einen Mangel..und wir dürfen aus unserer Opferrolle raus..und glaubt mir, ich bin eine Meisterin im schuldig sprechen..aber damit ist meine Kraft nicht bei mir…
Ich ziehe nur deshalb so Menschen an, weil ich die Verantwortung für mich abgegeben habe. Nämlich auch dann konsequent zu sein, wenn es dem bedürftigen Teil in mir überhaupt nicht passt, auf diesen Menschen zu verzichten, auf seine Nähe..usw. auch wenn es ehrlich betrachtet oft mit Angst und Unsicherheit verbunden war.
Ich wünsche beiden Seiten den Mut, hinzuschauen. Die Kraft innerlich loszulassen (ja, das ist für Kontrolletis ein Kraftakt) das wir uns selbst spüren, das wir unsere inneren Kinder in den Arm nehmen, das wir wissen, wir sind wertvoll, einfach WEIL wir sind und das wir Zeit haben, unser Leben lang immer wieder diese Schritte zu gehen.
Verdeckter Narzissmus…
…auf der Suche nach einer Erklärung bin ich mir nun sicher, dass auch meine Schwiegermutter darunter leidet. Fast alle Faktoren treffen zu. Wir (mein Mann und meine 2 Kinder) wohnen mit seinen Eltern auf einem Grundstück. Die ersten 1-2 Jahre war alles gut, die Schwiegermutter war nett und hat viel Zeit mit mir verbracht, mich ausgehorcht, meine Schwächen erforscht.
Das erste Kind kam und es wuchsen Unstimmigkeiten. Sie drohte damit meinem Mann das Grundstück (welches Sie Ihm überschrieben hatte, mit vielen Klauseln) wegzunehmen, wenn er nicht für Sie da ist. Das zweite Kind kam. Sie fühlte sich immer mehr bedroht. Es ging alles immer nur um Sie, Sie brauchte jeden Tag bei irgendetwas Hilfe von meinem Mann. Bei Feiern brauchte Sie extrem viel Aufmerksamkeit und Sätze wie “ Mein Essen hat dir nicht geschmeckt“, nur um zu hören das dies nicht der Fall ist, fielen oft. Wurde Sie angegriffen hat Sie manchmal auch ganz laut gelacht und ich konnte dieses Lachen einfach nicht mehr ertragen.
Kritik konnte Sie in keiner Form ertragen. Sie wurde sofort laut und es gab einen Riesen krach, weswegen mein Mann und auch sein Vater versuchten keine Kritik an Ihr zu üben, Sie hatten einfach Angst.
Angst hatte ich dann auch, um meine kleine Familie und um mich. Am Ende bin ich wahrscheinlich selber krank geworden und habe den Kontakt gänzlich abgebrochen und dies auch von meinem Mann verlangt (welcher selber gesagt hat, das es notwendig ist). Was garnicht so einfach ist wenn man sich eine Einfahrt und Garage teilt. Mein Puls steigt jedes mal wenn ich Sie auch nur sehe. Wir verlassen das Haus nur noch selten, gehen wenn Sie weggefahren ist erst raus oder kommen mit Absicht erst wenn es dunkel ist wieder. Unseren Fahrradausflug beginnen wir selbst am Wochenende schon gegen 7 Uhr, nur um Ihr nicht zu begegnen. Sie hat später viele Freunde verloren, welche sich dann bei uns gemeldet haben. Denen hat Sie gesagt, welch großes Opfer Sie ist und hat meine Kinder als Behindert beschrieben (obwohl Sie sie nicht mal kennt). In Behandlung war Sie natürlich auch wegen Ihrer Depressionen, welche Ihre bösartigen Kinder Ihr zugefügt haben doch hat Sie die leider abgebrochen (hat man mir später erzählt).
Ich hoffe nur, dass ich nicht das Leben von meinem Mann und Kindern mit meinem Verhalten Ihr gegenüber zerstöre.
Wenn 17 von 17 Anzeichen auf meine Ex-Freundin zutreffen, ich dies aber erst fast 20 Jahre nach Beginn der Beziehung und 15 Jahre späteres Zusammenleben als Berufspartner und Nachbar bemerke, ist das wohl ein zusätzliches Anzeichen dafür, welch manipulative Kraft und was für emotionale Umprogrammierungen durch das Zusammenleben mit einer vulnerablen Narzisstin möglich und wirksam werden können. Ich war nach Lesen Ihrer Auflistung und nochmaligem Durchdenken meiner letzten 20 Lebensjahre schlicht schockiert und werde mich jetzt zunächst in eine umfassende Auszeit begeben, um diesen „Hirnfick“ – anders lässt sich das wohl nicht treffender bezeichnen – loszuwerden. Danke für die Aufklärung!!
Ich habe vor kurzem mitbekommen dass mein mann ein verdeckter narzisst ist (nach 20 ehejahren und 3 kinder ) ich bin das perfekte opfer (Empathisch, grossherzig mitfühlend sozial…) und ich will und kann immer noch nicht glauben dass er mich oder uns nie wirklich geliebt hat es ist so furchtbar aussichtslos und ich fühl mich so alleine
Hallo, ich beschäftige mich nun seit geraumer Zeit mit diesem Thema und danke jedem der seine Erlebnisse teilt und es ist erschreckend, dass diese Erlebnisse sich wie ein Buch lesen lassen. Ich selbst durfte über 10Jahre dieses langsam aufbauende (abwertende/zerstörerische) Verhalten erleben. Es fing an mit Kleinigkeiten, die Wäsche falsch aufgehangen und eingeräumt, man wäre „immer“ an allem Schuld, Vorhaltungen, permanente Lästereien (tgl.) über alles und jeden (auch Freunde), nicht Kritik fähig und wenn, dann war es ja nur halb so schlimm bei ihr, man solle Verständnis haben. Ganz subtil wurde versucht einem alles zu nehmen wie Hobbys, Freunde und Familie. Ach ja und natürlich der Liebesentzug, war gang und gebe.
Man fühlte sich ständig schlapp und müde und auch da fingen dann langsam die kleinen Nörgeleien an ;). Zu letzt kommt noch dieses Gaslighning oder wie das geschrieben wird. Man bekommt etwas gesagt und plötzlich wird alles verleugnet oder im Mund herum gedreht. Tiefgründige Gespräche waren eher Mangelware, tatsächlich kann ich mich nicht wirklich an sowas erinnern. Versprechen wurden ignoriert bzw. knall hart gebrochen. Im Grunde war man in dieser (Beziehung) ständig allein.
Nach außen wird aber fleißig der Schein gewahrt und ich weiß auch, daß sie mich des Fremdgehens bezichtigt, obwohl sie sofort nach der Trennung jemand neues hatte. Auch die Umgebung wurde ordentlich gegen mich geimpft, vorallem ihre Freundin. Aber soll jeder seine Erfahrungen selber machen. Ich habe semtliche Kontakte abgebrochen. Nun besteht die Problematik Kinder, wir haben 2 Söhne und somit ist leider kein absoluter Kontaktabbruch möglich. Sie äußerte zur Trennung, das sie dachte wir bleiben Freunde, den Zahn hatte ich sofort gezogen. Nach einer kleinen Kontaktsperre (heißt ich habe mich nicht gemeldet, Kontakt per Telefon aber möglich)…, kümmerte mich aber zu festen Zeiten um die Kinder. …Fing sie an mir jeden Tag belanglose Sachen zu schreiben. Diese hatte ich kurz und knapp abgewendet. Danach erfolgte eine drohende und wie erwartet erniedrigende Nachricht, Sorgerecht Entzug usw., wenn ich mich nicht kümmern würde.
Nun merke ich wie sie langsam wieder freundlicher wird. Eines meiner Kinder äußerte mir gegenüber;“Mama hat sich doch nicht verliebt“. Wo ich stutzig wurde und generell die Sache nicht einzuordnen weiß, besonders hinsichtlich Manipulation der Kinder. Ein Remake kommt nicht in Frage, auch wenn es manchmal nicht einfach war und ist.
Nun ja, auch in mir arbeitet halt das Ganze, ändern kann man nur eins. Diese Person nie wieder zu nah ranlassen und komplett den Kontakt abbrechen sobald es irgendwie möglich ist. Auch Gelüste der Rache kamen in mir hoch, ich empfehle Meditation, de tox = 12 Monate keine Beziehung und sich erstmal selbst wieder aufbauen.
Erstaunlich aber fand ich, ca. 1 Woche nach Umzug, kam bereits meine Energie wieder zurück und ich war deutlich weniger müde und schläfrig.
ABER, ohne das Verhalten in Schutz zu nehmen… Ich habe auch Fehler gamacht in der Beziehung und das ist o.k. und normal, im besten Fall kann man durch klare und mitfühlende Gespräche diese aus dem Weg räumen.
…Schon im ersten halben Jahr, waren Zeichen zu erkennen. Ich war nur zu blind diese zu sehen und ließ anschließend diese Dinge mit mir machen. Beispiel, sie äußerte das sie nie länger als 6 Monate mit jemanden zusammen war. Plötzlicher Kontaktabbruch ohne Grund (erste Trennung), danach wieder zusammengekommen usw. der ein oder andere kennt das ja.
Letztendlich haben alle Seiten es in der Hand, wie man leben möchte, man braucht nur den Mut sich davon zu lösen. Tatsächlich hilft es mir sehr, weiterhin dieser Person mit Herzlichkeit zu begegnen, ich sehe es als Krankheit und das ist Strafe genug und ich glaube, habe es so noch nie gelesen, aber ich glaube ein Narzisst hat doch in sich etwas Reue und es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese ans Tageslicht kommt.
Lasst euch nicht unterkriegen und macht euer Ding, der/die Richtige wird kommen und wenn nicht, bleibt euch selbst treu, denn ihr solltet für euch die Nr. 1 sein und niemand anderes.
Hast du deiner Ex gesagt das sie Narzisstin ist .. ode mr Züge hat
Hallo Jens,
wahre Worte und treffend beschrieben, wie man sich fühlt bei so jemandem.
Ich habe mich trotz Wissens um Narzissmus (er hatte 8 von 10 red flags) doch noch einmal auf jemanden eingelassen, der zunächst eher ins Aspergermuster passte (IT-Nerd, Spezialinteressen). Er war verlassen worden und kümmerte sich gut um seine bei ihm gebliebene Tochter, soweit ich beurteilen konnte.
Nach und nach merkte ich aber, dass diese sich voll auf ihn eingestellt hatte, was blieb ihr auch übrig. Sie hat sich in den letzten 6 Jahren nicht normal entwickelt, keine dauerhaften Freundschaften, „alle sind doof“.
Das Lästern über alles und fast jeden, das Leben in der virtuellen Welt(Insta, Twitter, Onlinespiele etc.) , das verbindet beide.
Dieser Mann ist passiv, leer und verbreitet durch Rumgenöle an Kleinigkeiten (falsche Zahnpasta, falsch geschnittenes Essen, Raumtemperatur entweder zu kalt oder zu warm etc.) so dermaßen schlechte Laune, dass ich schon immer im vorauseilenden Gehorsam alles versuchte, um das zu vermeiden. Eine unschaffbare Aufgabe, bei der man sich wie Sisyphos abarbeitet.
Mein Fazit: Diese Menschen sind ein schwarzes Loch. Emotionale Antimaterie. Da muss man Abstand halten, sonst wird man auch zu einem Nichts.
Ich habe mich vor ein paar Wochen von meinem Freund, nach 5 Jahren Beziehung, getrennt.
Es wurde von Jahr zu Jahr schlimmer.
Er schrie mich ohne Grund an, leugnete Geschehnisse, machte mich bei Kleinigkeiten fertig, war unfähig Kritik anzunehmen…etc..
Am schlimmsten für mich war, dass er sich nicht entschuldigen konnte…für nichts. Er war nie Schuld, er machte keine Fehler, er hatte keine Schwächen. Immer die anderen…immer ich.
Ich hatte immer das Gefühl, je näher wir uns standen, desto mehr distanzierter er sich von mir, obwohl er immer wieder betonte, wie seeehr er mich liebe und dass ich seine Traumfrau wäre.
Mein ganzes Denken und Handeln kreiste nur noch um ihn.
Ich wollte sein Verhalten, welches ich einfach nicht verstand, analysieren. Dabei habe ich mich immer mehr verloren.
Er tat mir sogar leid.
Ich hielt ihn für so liebenswert und zerbrechlich.
Nachdem er wieder mal etwas Geschehenes leugnete und mir die Worte im Munde umdrehte, eskalierte die Situation.
Ich habe die Beziehung beendet, alle Kontakte gelöscht von jetzt auf gleich. Es gab kein Gespräch mehr zwischen uns.
Das ist jetzt drei Wochen her.
Ich leide enorm und vermisse ihn so sehr (bekloppt, das weiß ich selber). Ich denke immer an unsere schönsten Zeiten und rede mir ein, dass mich nie wieder jemand so liebt wie er mich geliebt hat. Eigentlich total abstrus, aufgrund seines miesen, rücksichtslosen Verhaltens.
Er hat mich schon zweimal anonym unter Vorwänden angerufen, aber ich bin nicht darauf eingegangen.
Es ging ihm sehr schlecht und er sagte, dass er mich immer lieben werde.
Ich bin stark geblieben und bleibe es auch hoffentlich weiterhin.
Mir zuliebe.
Auch ich habe mich vor 3 Wochen von meinem Partner getrennt. Es war ein langer Prozess, denn ein verdeckter Narzisst ist tatsächlich nochmal deutlich schwerer zu durchschauen. Bei meinen vielen Recherchen bin ich auf Turid Müller gestoßen, die ein Buch über verdeckten Narzissmus geschrieben hat. Dieses Buch ist ein Segen für jeden Betroffenen und ich möchte es Euch ans Herz legen.
Liebe Menschen dort draußen in der Welt! Es ist kaum vorstellbar, was wir uns tagtäglich über Jahre und Jahrzehnte aufladen lassen. Und dass wir kein Mitleid mit uns haben. Warum lassen wir das zu? Ich bin jetzt 65 Jahre alt und ich war das erste Mal mit einem grandiosen Narzissten und das zweite Mal mit einem verdeckten Narzissten verheiratet. Bei dem verdeckten Narzissten dachte ich, er ist völlig anders als mein erster Ehemann. Liebe Susanne, auch ich war gerettet, als ich Turid Müller und ihr Buch entdeckte. Mein erster Mann hat mich aus dem Nichts permanent zusammengebrüllt. Ich bin zum Glück sehr stark und 2006 zog ich mit meinen 3 Töchtern aus. Ich liebte die Wohnung und es war immer noch meine schönste Zeit. Ziemlich bald lernte ich meinen jetzigen Mann, den verdeckten Narzissten kennen. Er rettete mich und meine Seele. Ich flog auf Wolken und meine Kinder respektierten mein neues Glück. Als ich dann aber gerettet war, konnte mein Mann sein grandioses Retterdasein nicht abstellen. Das Gleichgewicht kippte. Ich mutete meinen Kindern viel Abwesenheit und Verständnis für die schon immer unglücklich machende Beziehung zu. Liebe Stefanie, auch ich kann meine Schuldgefühle meinen Töchtern gegenüber nicht ignorieren. Aber wir sind eine innige Einheit geblieben bis jetzt, weil keiner meiner Männer die Macht hatte, mich von Lieblingsmenschen zu trennen. Lieber Peter, auch mir tut mein Mann leid. Er konnte meine Liebe und die meiner Töchter nicht spüren. Wir haben uns so angestrengt. 17 Jahre lang. Das ist so traurig. Für uns und auch für ihn. Liebe Edith, auch ich habe meinen Mann zu einer Autismusberatung geschleppt und es wurde gesagt, er wäre wohl einer … Meine älteste Tochter sagte einmal: Wenn er kein Autist ist, hat er einen unsympathischen Charakter. Am 12. Juni, gerade 65 geworden, zog ich an einem Tag mit meiner jüngsten Tochter mit 12 Helfern – einschließlich mein 74 jähriger Ex-Schwager – in die Einliegerwohnung zu meiner ältesten Tochter. Seit 2 1/2 Monaten muss ich mir diese verwirrende Gehirnwäsche nicht mehr anhören. Mich haben so viele Menschen wundervoll aufgefangen. Ich möchte jeden von euch, die ihr in einer toxischen Beziehung aushaltet, raten: Springt in den Abgrund. Bleibt nicht für die Ewigkeit im Tal der Traurigkeit, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, … gefangen. Mein Fall war nicht angenehm, aber das Aufgefangen Werden von fremden Händen war Wunder voll. Ich bin dankbar, dass ich gesprungen bin. Mir fiel „Frau Holle“ ein. Ich mochte das Märchen nie so richtig und hab’s auch nicht verstanden. Wieso springt man in die Tiefe, um dann im Himmel die Betten zu schütteln? Aber ich kann es auch anders interpretieren: Ich wage den Sprung in die Tiefe und erlebe, dass ich Wunder voll aufgefangen werde. So erlebte es auch die Goldmarie, weil sie vertraute. Ich möchte euch allen da draußen Mut machen. Springt. Alles ist besser als bleiben. Ich habe mittlerweile eine Wohnung, in die ich im Herbst ziehe. Mein Mann fehlt mir nicht im geringsten. Es ist schwer zu erkennen, dass der Mann, den ich liebte, nicht mein Freund, sondern mein Feind war. So etwas kommt in meinen Gedankengängen nicht vor. Meine mittlere Tochter hängt nun leider – schon zum 3. Mal – in einer narzisstischen Beziehung fest. Das macht mich als Mutter sehr traurig. Aber ich kann nichts tun. Meine persönlichen Erfahrungen sagen mir: Ich bin für dich da, wenn du da raus willst. Ich grüße euch alle, ob im Dunkel oder im Licht. Ines
Seit vier Jahren habe ich nach knapp 30 Jahren mit einem Narzissten eine eigene Wohnung. Ich könnte Bücher schreiben über meine Kindheit, das Kennenlernen und das allmähliche Scheitern. Dass wir uns gefunden haben, ist kein Zufall. Es passte alles. Gesund war diese Beziehung nie. Nach einem Seitensprung (den ich zu verantworten hatte, weil ich nicht mehr gut genug war) kam nach langem Kampf um die Beziehung der Bruch. Den Kindern zuliebe blieb ich im Ort. Die räumliche Nähe erschwert den Abschied bis heute. Alle oben aufgeführten 17 Punkte sind erfüllt. Allerdings um einiges subtiler als angegeben. Er war und ist viel zu gut sozialisiert, intelligent, beruflich erfolgreich, sportlich, attraktiv und in vielerlei Hinsicht talentiert, um sich irgendeine Blöße zu geben. Er hat diese Spielchen zu seinem eigen Nutzen mit der Muttermilch aufgesogen und perfektioniert. Als willige Co-Narzisstin habe ich ihn immer unterstützt. Ich sonnte mich im Spiegel des strahlenden Narzissten.
Ich habe ihn erst verlassen, als ich sterben wollte, weil von mir nichts mehr übrig war. Ich gab mich selbst auf.
Nach meinem Selbstmordversuch begann der eigentliche Spießrutenlauf. Ich spielte nicht mehr in seinem Team, das musste bestraft werden. Weil mir zu dieser Zeit die Kraft fehlte, um mich zu wehren, ließ ich Kinder, Haustier und Luxushaus hinter mir. Mein neuer Job musste reichen, um mich über Wasser zu halten. Die Absteige, die ich heute mein Zuhause nenne, erinnert mich täglich an materiell bessere Zeiten. Ich stockte Stunden auf und zahlte Unterhalt, obwohl er sehr gut verdient. Heute würde ich diesen Notarvertrag so nicht mehr unterschreiben. Und er fordert immer noch mehr. Natürlich nicht für ihn, sondern für die priviligierten Kinder, die ja nichts dafür können, dass ich nicht mehr da bin, so seine Argumentation.Trotz aller Manipulationen sind die inzwischen erwachsenen Kinder noch oft und gerne bei mir.
Bei der Trennung haben seine Kumpel und Vereinsfreunde mich für den Bruch verantwortlich gemacht und sich von mir abgewendet. „Social distancing“ nannte es eine Bekannte, die sich kurze Zeit später auch verabschiedete. Ich hatte aus deren Sicht nichts mehr zu bieten. Es war für diese Leute unvorstellbar, wie man einen solch attraktiven und charmanten Mann verlassen kann. Da ich schon mehrere Jahre despressiv war lag die Ursache auf der Hand. Außerdem musste ja etwas faul bei mir sein, denn eine Mutter geht nicht ohne ihre Kinder. Unglaublich, wie diese Leute mich verurteilt haben. Meine erste Therapie-Anlaufstelle teilte diese Auffassung und war der Meinung, ich müsse nur aus der Depression raus und ein bisschen Sport machen, um wieder attraktiv für meinen Mann zu werden.
Zwei Freundinnen von früher, die mich seit mehr als 20 bzw. 30 Jahren kennen, haben mir geglaubt und meine schleichende Verwandlung bemerkt. Ihre Warnungen hatte ich all die Jahre ausgeblendet und den Ex sogar immer wieder verteidigt, wenn er absurde Forderungen stellt und mich dauernd kontrollierte.
Die Unsicherheit im Umgang mit Männern sitzt tief. Bis heute suche ich trotz Therapie immer wieder den Fehler bei mir. Es fällt mir schwer zu glauben, dass dieser Mann mich nie wirklich geliebt hat. Ganz meiden kann ich ihn nicht, weil ich sonst meine Kinder verliere. Das ist belastend. Ich vermisse so viel.
Immer wieder muss ich mir vor Augen halten, dass die Umstellung mein Lachen zurückgebracht hat,obwohl es mich um ein Haar nicht mehr gegeben hätte. Ich brauche keine Medikamente mehr. Der Schlaf ist oft noch schlecht. Der finanzielle Rückschritt, der Besuch meiner Kinder – statt mit ihnen zu leben und die Scham über das Erlebte ohne die nötige Gegenwehr bedrücken mich.
Ich habe seit einiger Zeit einen Freund. Mehr als einmal hat er mir zu verstehen gegeben, dass ich sehr misstrauisch bin und es ihm schwer mache, mich zu lieben. Ich bin kritisch mit ihm und setze noch oft falsche Maßstäbe. Aus Angst und aus Gewohnheit. Er hat selbst eine traurige Biografie und tut mir leid; was mich nur noch argwöhnischer macht. Dabei ist er so glücklich, wenn er mich im Arm hält. Mein antrainierter vorauseilender Gehorsam gefällt ihm überhaupt nicht.
Ich ertappe mich dabei, die Daten ein bisschen zu variieren, damit ich nicht erkannt werde. Warum? Ich will nicht entdeckt werden. Ich plane keinen Rachefeldzug, aber der Ex würde es so verstehen und mich erneut dafür bluten lassen. Und sei es nur, indem er wieder vor meiner Wohnung Patrouille läuft.
Nichts ist wirklich gut bisher. Für keinen Beteiligten. Es wird noch dauern bis die Wunden verheilt sind.
Hallo,
die Beschreibung des versteckten Narzissten trifft punktgenau zu, man sollte Mitleid haben – doch sogar das wäre Verschwendung, denn ein Narzisst wird nie verstehen, warum man sich von ihm abwendet. Ist er selbst schuld und egal wie viele Menschen ihm das sagen, er wird das nie erkennen.
ich habe 9 Jahre eine Beziehung geführt. Anfangs war ich so begeistert, verliebt, ich war so glücklich ihn gefunden zu haben, es waren drei schöne Jahre. Doch auch schon anfangs haben sich gewisse passiv-agressive Züge bemerkbar gemacht, tagelanges Schmollen ohne ersichtlichen Grund, durch Schweigen ein schlechtes Gewissen erzeugen…haben mein Leben schwerer gemacht. Zum Schluss fühlte ich mich nur noch einsam, obwohl er ständig da war. Er hat mich nie gesehen wie ich bin, daher auch viele Missverständnisse und viel Streit. Wer immer alles in Ordnung brachte, wer war das wohl?
Die Beziehung dauerte 9 Jahre und zwei weitere Jahre vor Gericht, denn er wollte sich rächen.
Meine Enttäuschung war so furchtbar groß und tat so furchtbar weh und ich konnte mir es lange nicht eingestehen wie sehr mir das zusetzte. Nicht die verbalen Verletzungen, nicht die Lügen, das Ausnützen, die Manipulationen – sondern das Erkennen der wahren Person, die nicht fähig ist zu lieben, zu geben oder den anderen zu schätzen – das tat am Meisten weh und wenn ich ehrlich bin noch heute. Jetzt wo ich endlich alles abschließen kann, bin ich noch immer enttäuscht, weil ich hatte es ernst gemeint und wollte dass es funktioniert. Doch ich hätte schon viel früher erkennen müssen, dass es sinnlos ist und verschwendete Energie. ich bin stolz auf mich, dass ich es trotzdem geschafft habe mich zu trennen und es war nicht leicht seinen gespielten Wiedergewinnungsversuchen zu widerstehen. Aber es hätte mich kaputt gemacht, es hat viel zu lange gedauert. Heute empfinde ich nur noch Verachtung für diesen Menschen, der unfähig ist selbst zu reflektieren und aufrichtig Emphatie und Liebe zu empfinden. Ich bemühe mich jeden Anflug von Mitleid zu ignorieren. Das Leben geht weiter.
Wenn man in einer Beziehung mit einem Narzissten ist, dann kann man sich wenigstens von ihm trennen. Aber was empfiehlst du, wenn die eigene Schwester eine Narzissten ist?
Ich habe mir jetzt schon vorgenommen, den Kontakt zu ihr abzubrechen, wenn unsere Eltern beide nicht mehr da sind. Das kann aber noch dauern.
Was macht man solange?