Wie Sie mit Einfachheit, Resonanz und Präsenz als Redner überzeugen

Die hohe Schule der Rhetorik

 

Wie Sie mit Einfachheit, Resonanz und Präsenz als Redner überzeugen

Präsenz

 

Haben Sie auch schon einmal einem besonders mitreißenden Vortrag oder einer gelungenen Präsentation zugehört ﹣und dann die Menschen im Publikum um sich herum sagen hören: „Dieser Redner hat eine unglaubliche Präsenz!“

Was genau ist es, was das Publikum hier an solchen Rednern bewundert? Worauf beruht solch eine Präsenz? Und ist sie erlernbar?

Einfachheit und Ruhe sind Qualitäten, an denen der wahre Wert jeder Kunst zu messen ist.

Frank Lloyd Wright

 

 

 

Der Zustand des Redners beeinflusst den Zustand des Publikums

 

Die Aussage des Architekten Frank Lloyd Wright gilt ebenso für gute Reden und Präsentationen. Einfachheit und Ruhe: So ist es leichter für das Publikum die Botschaft wahrzunehmen. Außerdem färbt der Zustand des Redners auf die Zuschauer ab. Und das wirkt umso mehr, wenn eine gemeinsame Resonanz spürbar wird. Wenn der Redner dann auch noch Präsenz an den Tag legt, sind die Voraussetzungen für einen besonderen Moment gegeben.

 

 

Resonanz

 

Resonanz? Eine Beziehung zwischen zwei Personen beruht dann auf Resonanz, wenn sie sich in der Tiefe berühren und wechselseitig austauschen, sich inspirieren. Das kann bei einer guten Rede auch dadurch geschehen, dass der Redner dem Publikum aus dem Herzen spricht und die Aussagen innerlich bejaht. Erkennbar ist das beispielsweise am wiederholten Nicken der Anwesenden.

In unserer beschleunigten Welt ist es seltener geworden, dass Beziehungen auch bei kürzeren Zusammentreffen spürbare Tiefe vermitteln. Doch die Sehnsucht danach ist groß. Im Alltag bleiben uns viele Dinge und andere Menschen tendenziell fremd. Wir interagieren mit anderen weitgehend zweckorientiert. Es fehlt meist die Zeit dafür, dass wir uns die Dinge zu eigen machen, und das wir uns von ihnen berühren lassen. Diese Entfremdung ist genau das Gegenteil von Resonanz, Beziehungen bleiben an der Oberfläche. Das Fehlen von Resonanz entfremdet und das Publikum erfährt den Redner als kalt, feindlich oder zumindest gleichgültig. Ist Resonanz gegeben, hängt das Publikum gebannt an den Lippen des Redners und lauscht den Worten. Wer solch ein Publikum beobachtet, sieht es an der Körpersprache; dies ist ein besonderer Moment.

 

 

 

Einflussfaktoren für Resonanz und Präsenz

 

Element, die zur Präsenz beitragen:

  • Sie sind im Kontakt mit sich selbst.
    Gehen Sie achtsam mit sich selbst um.
  • Sie sind im Kontakt mit dem Publikum.
    Hilfreich ist eine gute Portion Empathie und ein Gespür dafür, was Sie davon ansprechen und wie.
  • Sie sind aufmerksam für den Raum und Gesamtkontext.
  • Sie konzentrieren sich auf die Gemeinsamkeiten.

Mit der entsprechenden inneren Haltung wird die Körpersprache hier einen wesentlichen Beitrag leisten. So werden Sie nicht nur präsent erscheinen, sondern auch sein. Von innen nach außen geht viel leichter und ist viel glaubwürdiger, als nur so zu tun. Wobei Körpersprache ja keine Einbahnstraße ist; sie wirkt wiederum auf die Psyche.

 

 

 

Gelegenheiten, das zu lernen

 

Grau ist oft die Theorie, lebendig die Praxis. Speziell im Workshop oder Einzeltraining Rhetorik & Präsentation IV haben Sie Gelegenheit intensiv an diesen Rednerqualitäten zu arbeiten. Oder noch konkreter bei der gemeinsamen Vorbereitung Ihrer kommenden Präsentation. So werden Sie sich und Ihr Angebot noch überzeugender präsentieren.

P.S.

 

Woran erkennen Sie präsente Redner und wie wirkt das auf Sie? Achten Sie selbst bewusst bei sich darauf und wie?

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Erstveröffentlichung des Artikels von Karsten Noack am 17. Mai 2007
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