Bei Ärger hilft: Love it, change it or leave it

Tagesmotto

Zustandsmanagement

In jeder Minute, die du im Ärger verbringst,
versäumst du 60 glückliche Sekunden deines Leben.

Albert Schweitzer

Love it, change it or leave it

 

Wer ärgert wen? Wir uns selbst! Friedrich von Schlegel meinte; es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er’s nicht nehmen will.

Manche schlucken ihn hinunter, manche machen ihm Luft. Meist bringt er uns so nicht weiter, der Ärger. Wer sich zu häufig und intensiv ärgert, verzichtet auf Lebensqualität, mindert Leistungsfähigkeit und schadet der körperlichen und seelischen Gesundheit.

Meist ärgen wir uns völlig unnötig. Check: Ist der Ärger überhaupt angemessen? Falls nicht, ist es schade, sich zu ärgern. Falls es relevant ist, Ärmel hoch und den Gestaltungsspielraum erkunden. Handeln statt ärgern, also die Situation aktiv verbessern.

Falls das nicht möglich ist, welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus? Ärger ist eine Reaktion auf enttäuschte Erwartungen. Waren die Erwartungen realistisch? Auf was genau bezieht sich der Ärger? Welches Bedürfniss liegt dem zugrunde? Eine gute Portion Selbstreflexion hilft bei der Klärung.

Wenn wir den Anstoß des Ärgers weder beenden noch verändern können, führt der Ärger nur zu weiteren Nachteilen. Wenn wirklich gegenwärtig keine Verbesserungsoption erkennbar ist, können wir zumindest für den Moment das Beste daraus machen. Sonst ist es eine Vergeudung von Ressourcen und Lebensqualität. Dann doch lieber den Dingen widmen, auf die wir Einfluss nehmen können.

 

An Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen – derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst.

Buddha

 

Mit Vernunft betrachtet, ist der Ärger über das, was war und nicht mehr ist, in jeder Hinsicht völlig nutzlos.“

Moses Maimonides

 

 

 

Tunnelblick

 

„Das Ärgernis täuscht die Sinne, verwirrt den Geist, trübt die Reinheit der Erkenntnis.“ schrieb Petrus Chrysologus. Wer im Ärger verharrt, sieht tatsächlich nur noch durch eine grimmige Brille. Lösungen lassen sich kaum noch erkennen. Ärger setzt Energie frei, doch vom Ärger getriebene Handlungen führen oft in die falsche Richtung. Ärger nimmt dadurch oft zu, Ärger führt zu weiterem Ärger.

 

Ärger über Ärger machts noch ärger.

 

 

 

P.S.

 

Wie und wo wollen Sie anders reagieren? Lohnt sich der Anlass, um in Rage zu geraten? Hat er womöglich sogar auch positive Auswirkungen? Was können Sie aus dem Ereignis lernen?

5 Kommentare

  1. Wennn ich mich ärgere, dann ärgere ich mich! Wie sollte ich daran etwas ändern können, wenn es Gefühle sind?

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  2. Gibt es konkrete Tricks bei aufsteigendem Ärger?

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  3. Schönes Motto!

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  4. Wenn es dafür einen Schalter, eine Sicherung geben würde, wäre es einfacher.

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Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. März 2018
Überarbeitung: 30. Juli 2019
Englische Version:
AN: #423
K: CNB
Ü: