Macht Genügsamkeit glücklicher?

Tagesmotto

Genügsamkeit

Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind ihrer Natur nach höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.

Arthur Schopenhauer

Überblick

 

 

 

 

Genügsamkeit

 

„Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“ meinte der antike Philosoph und Vertretern der Stoa (externer Link zu Wikipedia) Epikur von Samos. Doch heutzutage gilt an vielen Stellen; mehr ist mehr! Zumindest dominiert das Versprechen. Gerade bei Ausgaben für Prestige und Statussymbole gilt das. Doch wir bezahlen mit Lebenszeit. Und je mehr wir arbeiten, um die heilbringenden Anschaffungen zu finanzieren, desto weniger Zeit haben wir, all die vermeintlich tollen Erwerbungen zu genießen. Die Menschen, die uns wichtig sind sehen wir dadurch weniger und manchmal verlieren wir sie deswegen sogar. Die erhoffte Zufriedenheit will sich dann irgendwie nicht einstellen. Außerdem resultiert aus dem Mehr und Mehr auch Verantwortung und Ballast.

 

 

 

Und selbst?

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich schöne Dinge mag. Lieber weniger und dafür auch den Preis wert. Manches hält, was ich mir davon verspreche und manches auch manchmal nicht.

 

 

 

Unrealistische Erwartungen klären

 

Es würde schon helfen sich bei Anschaffungen die persönlichen Erwartungen im Verhältnis zur wahrscheinlichen Befriedigung der Bedürfnisse zu betrachten. Doch das erfordert eine gute Portion Selbstreflexion, die Pflege braucht. Dann wäre es leichter das rechte Maß zu finden. Der Lohn für Genügsamkeit ist mehr Freiheit.

 

 

 

Dankbarkeit tut gut

 

Auch die Pflege von Dankbarkeit hilft dabei mehr Zufriedenheit zu erleben. Wer Genügsamkeit kultiviert hat es leichter für die vielen Geschenke des Lebens dankbar zu sein und das Leben im Hier-und-Jetzt zu genießen. Das macht unabhängiger von Versprechungen und somit genügsamer.

 

 

 

Zeit zum Umdenken

 

Noch basiert unser Wirtschaftssystem auf stetigem Wachstum. Unendliches Wachstum ist jedoch ein Mythos, denn die Erde ist begrenzt und ihr Zustand schon jetzt besorgniserregend. Wer sich nicht als Opfer des Zeitgeists betrachtet kann sich selbst entscheiden.

 

 

P.S.

 

Wie halten Sie es mit der Genügsamkeit? Was brauchen wir wirklich, was ist eher überflüssig und was sogar belastend?

4 Kommentare

  1. Wir können uns selbst etwas vormachen. Insgeheim beneiden alle Menschen die Superreichen, die sich mit ihrem Geld alle menschlichen Gelüste befriedigen können. Niemand lebt auf einer Insel, wir alle leben im Kapitalismus und sind Rädchen für das Kapital.

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  2. Woher kommt dann der Antrieb für besondere Leistungen?

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  3. Reich ist nicht der, der viel hat, sondern der, der wenig braucht. So einfach ist das!

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  4. Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König!

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Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind ihrer Natur nach höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen. Arthur Schopenhauer

Dieser Artikel ist ein kurzer Auszug der umfangreicheren Kursunterlagen, die meine Teilnehmer im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2007
Überarbeitung: 12. Juni 2019
AN: #8120
Englische Version:
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