Mitleid mit Narzissten?

Mitleid mit Narzissten

Artikel zum Themenbereich Narzissmus
Nimmt der Narzissmus in unserer Kultur zu und woran erkennen Sie Narzissten?

Mitleid mit Narzissten?

 

An einigen Stellen setze ich mich für Menschen ein, die unter narzisstischen Persönlichkeiten leiden. So werde ich häufiger gefragt, ob ich kein Mitleid mit Narzissten habe. Hier meine Antwort.

Wie steht es mit dem Mitleid für Narzissten?

 

In Beiträgen, Vorträgen, im Coaching, in der Therapie und sogar der Beratung von Unternehmen setze ich mich für Menschen ein, die unter Narzissten leiden. So werde ich häufiger gefragt — mitunter sogar angefeindet —, ob ich kein Mitleid mit Narzissten habe.

 

 

 

Achtung

 

Achtung: Dieser Artikel gilt nicht der Diagnostik pathologischer Narzissten, sondern dem Ziel, fiesen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und sich nicht ausnutzen zu lassen. Zur Vereinfachung nenne ich Menschen mit deutlichen narzisstischen Tendenzen — ob Frauen oder Männer — an dieser Stelle Narzissten.

 

 

 

Nicht so einfach

 

Schon die Aufzählung von typischen Eigenschaften narzisstischer Persönlichkeiten macht es nicht gerade leicht Mitleid mit Narzissten und Narzisstinnen zu haben.

Narzissten hinterlassen zu häufig einen Scherbenhaufen. Narzissten sind berechnend und nachtragend, sie sind arrogant und vermitteln dem Umfeld Unterlegenheit. Ihre Devise ist oft „Ohne Rücksicht auf Verluste!“, ihre dreiste Behauptung: „Ich verteidige mich nur, auch wenn ich angreife!“. Sie hören nicht zu oder nur, wenn sie sich einen Vorteil davon erhoffen. Sie wissen alles besser, täuschen, schummeln, manipulieren, inszenieren sich bei Bedarf als Opfer und die eigentlichen Opfer als Täter. Narzissten sind undankbar, wer ihre Göttlichkeit nicht anerkennt, beweist so nur eigene Dummheit. Sie leben auf großem Fuß, selbst wenn die Taschen leer sind, einschränken sollen sich die anderen. Es sind Blender und hinter der Fassade wird es enttäuschend. Sie erwarten Loyalität, ohne selbst welche zu gewähren. Moral ist nur wichtig im Hinblick darauf nicht erwischt zu werden. Narzissten sind sogar stolz darauf, wenn es ihnen gelingt, mit bedenklichem Verhalten durchzukommen. Ich, ich, ich. Eitelkeit ist üblich. Kritik wird üppig verteilt, doch selbst nicht angenommen. Sie betrachten Menschen, die sich an Regeln halten, als dumm. Mit Macht versehen, entpuppen sie sich als Tyrannen. Ich könnte noch eine Weile darüber sprechen, welchen Schaden narzisstische Persönlichkeiten anrichten können. Und das tun sie sehr häufig.

Täglich habe ich es mit Betroffenen zu tun und es ist schmerzhaft zuzuhören. Lebenspartner, Geschäftspartner, Investoren, Mitarbeiter, … viele können ein Lied davon singen, wie viel Leid Narzissten erzeugen können.

 

 

 

Mitleid mit Narzissten

 

Durchatmen: Als Therapeut und mitfühlender Mensch tun mir Narzissten leid. Narzissten führen kein glückliches Leben, ihre Geltungssucht ist ein Gefängnis, aus dem sie nicht flüchten können. Es ist eine Strafe auf Lebenszeit, Narzissmus ist nicht heilbar. Doch als Therapeut fühle ich mich nicht berufen, mit Narzissten zu arbeiten, ich habe nicht den Eindruck als wenn das gewünscht und irgendwie lohnenswert ist. Also mögen sich andere Therapeuten dem annehmen.

 

 

 

Entscheidung

 

Die Menschen, mit denen ich es zu tun habe, sind häufig durch Narzissten in unangenehme Situationen gebracht worden. Und diese Menschen unterstütze ich, weil sie es gebrauchen und annehmen können.

Video

Mitleid mit Narzissten ist eine Falle | #narzissmus

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Umfrageergebnis

 

Personen mit narzistischen Tendenzen

 

%

... können zur Belastung werden.

%

... kenne ich nicht.

%

... stören mich nicht.

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de  (2017, n= 1117)

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Was halten Sie von diesen Überlegungen und welche Erfahrungen haben Sie mit Narzissten gemacht?

Woran Sie Narzissten erkennen: „Ich habe gelitten, auch Christus hat gelitten. Aber jetzt geht es mir wieder gut.“

Artikel zu Narzissten und Narzissmus

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2013
Überarbeitung: 12. April 2021
AN: #349
Ü:
K:

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Warnung vor dem Munde! Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Mut zur Verantwortung
Stimme

Reden ist Macht

 

Wer überzeugend redet hat mehr Einfluss. Wie wird diese Macht verantwortungsvoll ausgeübt, um einen Beitrag zu leisten, mitzugestalten und wie steht es mit der erforderlichen Verantwortungsbereitschaft?

Überblick

Reden bedeutet Macht: Reden heißt überzeugen, zu verändern, anzutreiben.

Ralph Waldo Emerson

Reden bedeutet Macht!

 

Nicht jede Rede will die Welt verändern und nicht jede die das möchte, liefert dazu einen erkennbaren Beitrag. Doch manchmal wäre es schon schön die Dinge mitzugestalten, oder? Es ist gut zu wissen, wie der Einfluss ausgeübt werden soll, wann es Zeit ist aufzustehen und der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Reden bedeutet Macht!

 

 

 

Zu viel Verantwortung?

 

Viel zu viele ehrliche und respektvolle Menschen überlassen weniger uneigennützigen Zeitgenossen die Bühne und damit die Macht. Ja, Reden bedeutet Macht! Sie verantwortungsvoll einzusetzen ermöglicht einen persönlichen Beitrag zu leisten und mitzugestalten.

Reden ist Macht, Einfluss braucht Verantwortungsbereitschaft

Reden erfordert Verantwortungsbewusstsein

 

Der Grat ist schmal zwischen der mutigen Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und dem Streben nach Macht an. Letzteres disqualifiziert!

Karsten Noack

 

Ja, Einfluss steht in einer engen Beziehung zur Verantwortung. Es geht im Leben darum, sich der Verantwortung als würdig zu erweisen und diese Macht überlegt einzusetzen — sich mit ihr einzusetzen, wenn jemand, oder etwas Unterstützung benötigt. Es ist an der Zeit Verantwortung zu übernehmen, Mut zu haben und sich ein ordentliches Stück Idealismus zu leisten, auch wenn das aktuell nicht dem dominierenden Zeitgeist entspricht.

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Sind Sie bereit mehr Verantwortung zu übernehmen?

Warnung vor dem Munde!

Artikel zum Thema Verantwortung

Veränderung beginnt bei dir: Selbstführung statt Selbstoptimierung

Veränderung beginnt im eigenen Einflussbereich: Muster erkennen, Handlungsspielräume nutzen und mit Selbstführung konkrete Veränderungen gestalten.

Keine Ergebnisse gefunden

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Februar 2015
Überarbeitung: 18.Februar 2020
AN: #878

Überzeugend präsentieren? Gute Ideen verkaufen sich doch von allein!

Überzeugend präsentieren? Gute Ideen verkaufen sich doch von allein!

Gute Ideen haben es verdient von anderen gehört und bemerkt zu werden
Gute Ideen verkaufen sich von allein

Überzeugend präsentieren

 

 

Bringen Sie Ihre Ideen ein, überzeugen Sie andere Menschen von Ihrem Angebot. Gute Ideen haben es verdient, von anderen gehört und bemerkt zu werden.

Überblick

 

 

 

 

Hoch leben die Selbstläufer!

 

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Gute Ideen setzen sich ganz von alleine durch.
Zurücklehnen, abwarten und Tee trinken genügt!
Schließlich ist die Erde eine Scheibe, oder?

Das scheinen zumindest ziemlich viele Menschen zu denken. Anders ist kaum zu erklären, weshalb so viele gute Ideen sich so schnell wieder aus dem Staub machen.

Die Wahrheit ist: Auch sehr gute Ideen verkaufen sich selten von alleine. Selbst dem Zufall gilt es etwas auf die Sprünge zu helfen.

Es genügt nicht selbst von einer guten Sache überzeugt zu sein, sich darauf auszuruhen und darauf zu warten, dass jemand sich der Sache annimmt. Nur wer bereit und in der Lage ist sie überzeugend zu vermitteln, haucht ihr genügend Leben ein, damit sie eine Chance bekommt. Manche Idee brauchen nur etwas Starthilfe, während andere einen beachtlichen Kraftaufwand benötigen, bis sie endlich auf eigenen Beinen stehen können.

Umfrageergebnis

 

Wenn ich es mir aussuchen kann …

%

... vermeide ich Präsentationen zu halten.

%

... übernehme ich es gerne Präsentation zu halten.

Nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2016 bis 2018, n=1117)

Das wäre Ihr Preis gewesen…

 

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière

 

Gute Ideen haben es verdient von anderen gehört und bemerkt zu werden. Bringen Sie Ihre Ideen ein, damit sie sich im Wettstreit der Angebote durchsetzen und weiterentwickeln. Sorgen Sie dafür, dass der Wert, die Bedeutung, die Chance deutlich werden und regen Sie andere Menschen dazu an daran teilzuhaben. Wenn Sie eine gute Idee anschaulich machen können, geben Sie ihr eine Chance. Wenn Sie eine gute Idee vielen Menschen anschaulich präsentieren, verhelfen Sie ihr besser, schneller und wirkungsvoller zum Erfolg.

Sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Angebot, Ihre Ideen eine Chance bekommen, indem Sie überzeugend präsentieren.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

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  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

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Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

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Probelauf und professionelles Feedback

 

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Wie sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Angebot, Ihre Ideen eine Chance bekommen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2015
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4560
K:
Ü:

Runter vom Sofa! Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Runter vom Sofa! Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Nur so ein paar Gedanken ...
Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?

Verantwortung

 

Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Wie ist das eigentlich mit dem Zuerst-vor-der-eigenen-Tür-kehren?

Verantwortung: Mancher sucht sie, mancher meidet sie

 

Die meisten Menschen schimpfen über das schlechte Wetter, aber kaum einer tut was dagegen.

Mark Twain

 

 

Verantwortung?

 

Antoine de Saint-Exupéry; „Mensch sein heißt verantwortlich sein.“ Oder Dante; „Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem Ihr die hundertprozentige Verantwortung für Euer Tun übernehmt“.

Ja und wofür Verantwortung übernehmen? Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Es ist ja schon schwer genug, für sich selbst Verantwortung zu tragen, aber Molière geht noch einen Schritt weiter und behauptet: Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf?
 

Fragen über Fragen

 

Wobei mir auch gleich der nächste Gedanke in die Aufmerksamkeit springt: Wie ist das eigentlich mit dem Zuerst-vor-der-eigenen-Tür-kehren? Oder ist es einfach leichter, die Dinge mit etwas Entfernung zu erkennen? Stichwort: Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Manchmal wirkt es ein bisschen wie Ablenkung, wenn Aktionismus entfaltet wird und die Eigenverantwortung außer Acht gelassen wird. Für Missstände anderswo Empörung an den Tag zu legen scheint ungefährlicher, als sich den eigenen Dämonen zu stellen oder harmloser formuliert; vor der eigenen Tür zu kehren. Dabei ist es doch nicht nur räumlich naheliegender bei sich selbst anzufangen und sich zuerst dort zu engagieren, wo der größte Einfluss vorhanden ist. Zu viele Empörte fahren mit dem SUV zur Ökodemo in entfernte Regionen der Republik.

 

 

 

Verantwortungsbereitschaft

 

Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit (Otto von Bismarck). Stimmt das wirklich? Oder ist unsere Bereitschaft Verantwortung an den Tag zu legen nur zu willkürlich und beendet, wenn es persönliche Konsequenzen hat? Wie steht es bei Ihnen mit der Bereitschaft, bei sich zu beginnen und einen Beitrag zu leisten? Wie wäre es mit heute, jetzt, sofort? Sie müssen ja nicht gleich die ganze Welt retten.

 

 

Der nächste Schritt

 

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Wo fängt Verantwortung an, wo hört sie auf? Wie wäre es selbst mehr Verantwortung zu übernehmen und zu gestalten?

 

Video

https://youtu.be/hcL0JpS7XcI

Artikel zu Visionen

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Open Space: Kaffee, Hummeln, Schmetterlinge, Ergebnisse

Open Space: Kaffee, Hummeln, Schmetterlinge, Ergebnisse

Als der Begründer dieser Methode, Harrison Owen, auf einer großen, von ihm durchgeführten Kongressveranstaltung als wesentliche Rückmeldung von den Teilnehmern erhalten haben soll, dass vor allem die in den Kaffeepausen geführten Gespräche hilfreich waren, ärgerte ihn das zunächst sehr, da er für diese Veranstaltung ziemlichen Aufwand betrieben hatte. Was hatte er als Organisator denn für Einfluss auf die Gespräche in den Kaffeepausen? Nachdem er sich aber näher mit der Bedeutung dieser eher zufälligen Treffen während der Kaffeepausen befasst hatte, kam er auf die Idee, die offene und ungezwungene Atmosphäre guter Pausengespräche als zentralen Kern von Workshops systematisch nutzbar zu machen. Vor dem Hintergrund der häufigen Erfahrung, dass starre Abläufe und das Abarbeiten fest fixierter Tagesordnungen kreative Gruppenprozesse eher behindern als ihnen förderlich sind, entstand so das Open-Space-Konzept, das einen offenen Rahmen bietet, in dem Menschen mit ihren individuellen Erfahrungen zusammenkommen und sich gegenseitig inspirieren.

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Könnte ich den anderen Planeten noch mal sehen? #verantwortung

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43312
K:
Ü:X

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Kolumne

 

Schluss mit den alltäglichen Beleidigungen

Alltägliche Beleidigungen

 

Insbesondere in den sozialen Medien bekomme ich mit, was Menschen tief bewegt.

Da versteht eine sehr gebildete Frau die Welt nicht mehr und reagiert zunehmend mit Zynismus darauf. Ein anderer sozial engagierter Mann beschimpft solche Menschen wie sie als Nazis, weil sie grundlegende Antworten bei der Flüchtlingspolitik fordert.

Einer feiert die Gesetze zum Datenschutz und bezeichnet die Kritiker als Anarchisten, ein anderer ihn als Gefahr für die Meinungsfreiheit. Tatsächlich sind die Bezeichnungen oft noch viel heftiger und beleidigender, die offene oder unterschwellige Aggressivität erschreckend.

Wer sich nicht nur in der eigenen kleinen beschaulichen Filterblase aufhält, der bekommt es deutlich mit:

 

 

 

Die Gesellschaft in Deutschland ist zerrissen

 

Es durchziehen zahlreiche Risse die Gesellschaft. Wir driften auseinander. Wer es sich dann auf der eigenen Scholle eingerichtet hat, kennt sich aus, oder meint zumindest die Wahrheit zu vertreten.

Weshalb sollte da ein Interesse am Brückenbau bestehen? Es ist ja viel einfacher, sich als richtig und die anderen als falsch zu betrachten. Ab ins Schubfach. Und als Beschriftung möglichst noch eine markige Beleidigung auf das Etikett der Fehlgeleiteten, die einfach nicht verstehen wollen.

Die clever Durchtriebenen verfolgen eigene Interessen, fördern die Verhärtung und erfreuen sich an der gelungenen Manipulation. Die Masse plappert es nach, weil zumindest die oberflächlichen Argumente ihren Bedürfnissen nachkommen. Wer bereit ist, genauer hinzusehen, könnte erkennen, dass nicht alles so einfach ist. Ursache, Wirkung und Symptom sind keine Synonyme. Dass Kosmetik nicht die Ursachen behandelt, sie sogar verschlimmern kann, wird gerne in Eifer übersehen. Versehentlich und oft auch mit Absicht, den das könnte das Weltbild infrage stellen.

 

 

 

Nazi, Gutmensch, Linker, Rechter, Träumer, Konservativer,…

 

Ja, es gibt Menschen mit bedenklichen Überzeugungen. Wobei ich selbst denen unterstelle, guten Absichten dienen zu wollen. Auch, wenn die mitunter nicht so einfach erkennbar sind und ich die verfolgten Wege missbillige. Doch zumindest, wer sich dem Grundgesetz und den Menschenrechten verpflichtet, gehört mit an den Diskussionstisch. Doch das akzeptiert nicht jeder und hat auch dafür vermutlich Gründe, die gehört werden sollten. Nur kommt es dazu viel zu selten.

 

 

 

Beleidigungen

 

Mit Benzin löschen? Wo haben Beleidigungen denn wirklich schon mal geholfen? Der Kommunikation und Lösungsfindung dienen sie jedenfalls nicht. Was treibt Menschen, vielleicht sogar mit guter Absicht, dazu zusätzlichen Schaden anzurichten?

 

 

 

Gestalten statt nörgeln

 

Wer wirklich gestalten will, geht zuerst in die Tiefe. Der beschäftigt sich ausgiebig mit den Einflussfaktoren und Zusammenhängen, durchspielt die möglichen Szenarien, erkundet den Spielraum. Erst dann ist die Basis für Diskussionen und schließlich Entscheidungen vorhanden.

Wer sich um ein stabiles Fundament drücken will, baut auf wackeligen Grund. In der Philosophie, wie ich sie schätze, wird mit gutem Grund darauf bestanden, zuerst die Definitionen und die Werte zu klären. Vorher geht es nicht weiter. Oft wird in der heutigen Gesellschaft allerdings damit argumentiert, die Zeit dafür wäre nicht vorhanden. Doch stimmt das wirklich und darf das eine wiederholte Ausrede für Flickwerk sein?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Beleidigungen

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Juli 2018
Überarbeitung: 1. August 2019
Englische Version:
AN: #3454
K: CNB
Ü:

Was macht einen Menschen zum Helden? Mut und Verantwortung

Was macht einen Menschen zum Helden?

Mut und Verantwortung
Definition Held

Was macht einen Menschen zum Helden? Über Mut, Haltung und Verantwortung

 

Bei Helden denken wir schnell an außergewöhnliche Menschen.

Menschen, die andere retten.

Große Risiken eingehen.

Geschichte schreiben.

Oder wenigstens einen Umhang tragen.

Dabei zeigt sich etwas, das ich viel interessanter finde, häufig sehr viel unspektakulärer.

Jemand sagt etwas, obwohl Schweigen bequemer wäre.

Jemand übernimmt Verantwortung, obwohl sich Schuld leichter weiterreichen ließe.

Jemand schützt einen anderen Menschen, obwohl das Nachteile bringen könnte.

Jemand bleibt seinen Werten treu, obwohl Anpassung gerade einfacher wäre.

Vielleicht brauchen wir deshalb eine andere Vorstellung von Heldentum.

Weniger Größe.

Mehr Haltung.

 

 

 

Was ist ein Held?

 

Traditionell verstehen wir unter einem Helden einen Menschen, der Außergewöhnliches leistet.

Dazu gehören häufig:

Mut,

Einsatzbereitschaft,

Opferbereitschaft,

besondere Fähigkeiten

oder der Einsatz für andere.

Das ist eine mögliche Definition.

Mich interessiert eine andere Frage stärker:

Welche Eigenschaften machen einen Menschen für uns bewundernswert?

Denn außergewöhnliche Leistungen allein reichen kaum.

Auch rücksichtslose Menschen können mutig sein.

Auch Fanatiker können Opfer bringen.

Auch Menschen mit fragwürdigen Zielen können Außergewöhnliches leisten.

Deshalb braucht Heldentum für mich mehr als Mut.

Es braucht Werte und Verantwortung.

 

 

 

Mut allein macht noch keinen Helden

 

Mut ist eine bemerkenswerte Eigenschaft.

Doch entscheidend ist:

Wofür wird er eingesetzt?

Jemand kann mutig für Menschen eintreten.

Oder mutig Menschen schaden.

Jemand kann große persönliche Risiken eingehen, um Freiheit zu schützen.

Oder Risiken eingehen, um Macht zu gewinnen.

Deshalb gehört zu zeitgemäßem Heldentum für mich eine Verbindung:

Mut + Menschlichkeit + Verantwortung.

Erst die Richtung gibt dem Mut seine Bedeutung.

 

 

 

Der Zweck heiligt die Mittel?

 

Gerade Menschen, die von einer Sache vollkommen überzeugt sind, geraten leicht in eine gefährliche Versuchung:

„Mein Ziel ist so wichtig, dass meine Mittel gerechtfertigt sind.“

Genau hier braucht es Haltung.

Wer für Werte eintritt und dabei seine eigenen Werte über Bord wirft, hat ein Problem.

Deshalb gehört für mich zu glaubwürdigem Engagement:

Der Weg sollte zu dem passen, wofür wir angeblich stehen.

Wer Respekt fordert, sollte respektvoll handeln.

Wer Freiheit verteidigt, sollte Freiheit achten.

Wer Menschlichkeit verlangt, sollte Menschen menschlich behandeln.

Das klingt selbstverständlich.

In Konflikten wird es anspruchsvoll.

 

 

 

Helden brauchen keinen Applaus

 

Ein weiterer Punkt ist mir wichtig:

Heldentum und Berühmtheit sind zwei verschiedene Dinge.

Berühmtheit braucht Aufmerksamkeit.

Verantwortung braucht sie manchmal überhaupt nicht.

Viele bemerkenswerte Entscheidungen geschehen, ohne dass später jemand davon erfährt.

Ein Mensch widerspricht einer unfairen Entscheidung.

Eine Führungskraft übernimmt Verantwortung für einen Fehler ihres Teams.

Jemand schützt eine Kollegin vor einer Grenzüberschreitung.

Ein Mensch beendet eine Dynamik, die anderen schadet.

Kein Publikum.

Keine Kamera.

Kein Applaus.

Und trotzdem kann genau dort etwas Bedeutendes geschehen.

 

 

 

Die kleinen Formen von Mut

 

Wir überschätzen leicht den spektakulären Mut.

Und unterschätzen den alltäglichen.

Es braucht Mut:

eine unbequeme Wahrheit anzusprechen,

eine eigene Fehlentscheidung zuzugeben,

eine Grenze zu setzen,

eine Meinung zu ändern,

um Hilfe zu bitten,

jemandem zu widersprechen, den wir bewundern,

oder eine Position zu vertreten, wenn die Mehrheit anders denkt.

Keine dieser Situationen taugt automatisch für einen Kinofilm.

Für das eigene Leben können sie entscheidend sein.

 

 

 

Heldentum beginnt häufig mit einer Entscheidung

 

Menschen wissen selten morgens:

„Heute werde ich ein Held.“

Meist entsteht eine Situation.

Und plötzlich muss jemand entscheiden.

Sage ich etwas?

Greife ich ein?

Übernehme ich Verantwortung?

Bleibe ich bei meiner Haltung?

Oder mache ich es mir leichter?

Die Entscheidung kann wenige Sekunden dauern.

Ihre Bedeutung zeigt sich manchmal erst später.

Deshalb interessiert mich weniger die Frage:

„Bin ich ein mutiger Mensch?“

Interessanter finde ich:

„Was tue ich, wenn Mut gefragt ist?“

 

 

 

Haltung zeigt sich unter Druck

 

Es ist leicht, Werte zu vertreten, solange sie nichts kosten.

Fairness ist angenehm, solange sie dem eigenen Interesse entspricht.

Loyalität ist einfach, solange kein Konflikt entsteht.

Aufrichtigkeit ist bequem, solange die Wahrheit keine unangenehmen Folgen hat.

Interessant wird es dort, wo Werte einen Preis bekommen.

Dann zeigt sich Haltung.

Das bedeutet keineswegs, dass ein guter Mensch immer kämpfen muss.

Manchmal besteht Mut darin, zu widersprechen.

Manchmal darin, einen Konflikt zu verlassen.

Manchmal darin, Unterstützung zu holen.

Manchmal darin, eine Entscheidung zu korrigieren.

Mut braucht Urteilskraft.

 

 

 

Verantwortung statt Heldenshow

 

Mich überzeugt ein Heldentum wenig, das ständig beweisen muss, wie heldenhaft es ist.

Wer Verantwortung übernimmt, richtet seine Aufmerksamkeit stärker auf die Aufgabe.

Was braucht die Situation?

Wem kann ich helfen?

Was kann ich beeinflussen?

Was ist mein Anteil?

Welche Konsequenzen hat mein Handeln?

Damit verschiebt sich die Perspektive.

Weg von:

„Wie wirke ich?“

Hin zu:

„Was ist jetzt angemessen?“

Das ist für mich eine sehr erwachsene Form von Mut.

 

 

 

Auch Führung braucht diesen Mut

 

Besonders sichtbar wird das bei Menschen mit Verantwortung.

Eine Führungskraft kann versuchen, jederzeit stark und unfehlbar zu wirken.

Oder sie kann sagen:

„Diese Entscheidung war falsch. Ich korrigiere sie.“

Das zweite verlangt häufig mehr innere Stärke.

Führung zeigt sich auch darin:

Orientierung zu geben,

unangenehme Entwicklungen anzusprechen,

Menschen zu schützen,

Konsequenzen zu übernehmen,

Widerspruch auszuhalten

und Entscheidungen zu treffen, deren Nutzen vielleicht erst später sichtbar wird.

Das ist weniger spektakulär als die klassische Heldengeschichte.

Für Organisationen kann es erheblich wichtiger sein.

 

 

 

Heldenverehrung hat Risiken

 

Gerade deshalb bin ich bei Heldenverehrung vorsichtig.

Wenn wir Menschen zu übergroßen Figuren machen, geschieht etwas Merkwürdiges.

Wir übersehen ihre Fehler.

Wir rechtfertigen ihr Verhalten.

Wir delegieren Verantwortung.

Und manchmal beginnen Menschen selbst zu glauben, für sie würden andere Regeln gelten.

Ein Vorbild darf menschlich bleiben.

Vielleicht sollte es das sogar.

Denn ein Mensch, der zweifelt, Fehler macht, lernt und trotzdem Verantwortung übernimmt, kann uns mehr lehren als eine makellose Figur auf einem Sockel.

 

 

 

Du brauchst keinen Heldenstatus

 

Das ist vielleicht die angenehmste Nachricht.

Du musst keineswegs außergewöhnlich sein.

Du musst keine Welt retten.

Du brauchst keinen Titel.

Und niemand muss später eine Statue von dir aufstellen.

Es reicht, in wichtigen Momenten möglichst klar zu entscheiden:

Wofür möchte ich stehen?

Was ist hier angemessen?

Welche Verantwortung habe ich?

Welchen Preis bin ich bereit dafür zu tragen?

Das kann schon anspruchsvoll genug sein.

 

 

 

Der Haltungs-Kompass

 

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst, können fünf Fragen helfen.

 

1. Worum geht es hier wirklich?

Was liegt unter dem offensichtlichen Konflikt?

 

2. Welche Werte sind betroffen?

Was möchtest du schützen?

 

3. Wer trägt die Folgen deiner Entscheidung?

Betrachte mehr als das eigene Interesse.

 

4. Passen deine Mittel zu deinen Werten?

Wie du handelst, gehört zur Entscheidung.

 

5. Welche Entscheidung möchtest du später noch vertreten können?

Diese Frage schafft manchmal erstaunliche Klarheit.

 

 

 

Vorbilder statt Übermenschen

 

Vielleicht brauchen wir weniger Heldenverehrung.

Und mehr gute Vorbilder.

Menschen, die zeigen:

So kann Verantwortung aussehen.

So kann jemand mit einem Fehler umgehen.

So kann jemand Haltung bewahren.

So kann jemand widersprechen.

So kann jemand Macht verantwortungsvoll einsetzen.

So kann jemand für andere eintreten.

Vorbilder machen uns kleiner, wenn wir sie auf unerreichbare Sockel stellen.

Gute Vorbilder können etwas anderes bewirken:

Sie erinnern uns daran, was auch uns möglich ist.

 

 

 

Was für mich zeitgemäße Helden ausmacht

 

Wenn ich den Begriff verwenden möchte, gehören für mich einige Eigenschaften dazu:

Sie übernehmen Verantwortung.

Auch dort, wo Wegsehen bequemer wäre.

Sie schützen grundlegende Werte.

Und achten darauf, dass ihre Mittel dazu passen.

Sie stellen die Aufgabe über die Selbstdarstellung.

Aufmerksamkeit ist Werkzeug, weniger Ziel.

Sie bleiben menschlich.

Sie kennen Zweifel, Fehler und Grenzen.

Sie handeln.

Denn Werte, die ausschließlich gedacht werden, verändern wenig.

Und vielleicht am wichtigsten:

Sie brauchen den Titel „Held“ überhaupt nicht.

 

 

 

Heldentum ohne Publikum

 

Vielleicht finden die wichtigsten Formen von Heldentum genau dort statt, wo niemand zuschaut.

Ein Vater entschuldigt sich bei seinem Kind.

Eine Mitarbeiterin widerspricht einer unfairen Behandlung.

Ein Unternehmer trifft eine Entscheidung, die kurzfristig Geld kostet und langfristig seinen Werten entspricht.

Jemand beendet eine Beziehung, in der Würde und Respekt verloren gegangen sind.

Ein Mensch bittet um Hilfe.

Jemand steht wieder auf.

Von außen sieht manches davon klein aus.

Für den Menschen selbst kann es ein Wendepunkt sein.

 

 

 

Fazit: Wir brauchen weniger Heldenposen und mehr Haltung

 

Brauchen wir Helden?

Vielleicht.

Vielleicht brauchen wir vor allem Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Menschen, die ihre Werte auch dann ernst nehmen, wenn es unbequem wird.

Menschen, die Macht mit Verantwortung verbinden.

Menschen, die für andere eintreten.

Menschen, die Fehler korrigieren.

Menschen, die dort handeln, wo sie tatsächlich etwas bewirken können.

Das braucht keinen Umhang.

Keine Superkräfte.

Und häufig keinen Applaus.

Es braucht etwas viel Alltäglicheres und gleichzeitig Anspruchsvolleres:

Mut, Menschlichkeit und die Bereitschaft, in entscheidenden Momenten Haltung zu zeigen.

  •  

2. Ich würde gerne einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt leisten.

%

Stimmt, ich weiß nur nicht wie.

%

Stimmt, mache ich auch!

%

Nein

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 946)

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Artikel zum Thema Heldinnen und Helden

Grenzsituationen meistern: Klar bleiben und handlungsfähig entscheiden

Grenzsituationen erschüttern Gewissheiten. Erfahre, wie du unter Unsicherheit klarer denkst, Prioritäten findest und tragfähige Entscheidungen triffst.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 31. Januar 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #43328
K: CNB
Ü:

Eigentlich ist Ehrlichkeit eine Selbstverständlichkeit, oder?

Eigentlich ist Ehrlichkeit eine Selbstverständlichkeit, oder?

Gedanken: Ist das mit der Ehrlichkeit tatsächlich immer so einfach?
Eigentlich ist Ehrlichkeit eine Selbstverständlichkeit, oder?

Ehrlich?

 

Ehrlichkeit ist wichtig. Doch wie einfach ist es tatsächlich ehrlich zu bleiben, wenn es für einen selbst kein oder nur ein geringes Risiko hat?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ehrlichkeit als Selbstverständlichkeit?

 

Es gibt Momente und Dinge, die ich nicht mehr missen möchte. Dazu gehören mein Wellnesstag und mein mobiles Büro in Form des iPad Pro. Die Rituale an den Wellnesstagen helfen mir, auch in bewegten Zeiten, darauf zu achten, die Batterien aufzuladen. Das schon vorher aufgeladene iPad gibt mir den erforderlichen Freiraum bei Anfragen, Notfällen und kreativen Anflügen.

Zu den lieb gewonnenen Gewohnheiten gehört an solchen Tagen der Besuch von Stammlokalen. Mindestens einmal in der Woche ist das vietnamesische Restaurant Huong Que in der Bergmannstrasse an der Reihe. M3, der Pho Salat mit Tofu, schmeckt göttlich. Die anderen Angebote sind auch lecker, doch M3 ist auch eine weite Anreise wert.

Heute ist wieder Wellnesstag und nach einer üppigen Portion M3 lag ich kurz darauf auf der Massagebank. Eine gekonnte Massage sorgt bei mir dafür, schnellstens herunterzukommen und die Seele baumeln zu lassen. Normalerweise! Doch heute wechselten sich nach einigen Minuten Genuss und Unruhe ab. Irgendetwas stimmte nicht. Und weil ich mich daran erinnerte, was ich selbst oft über das Bauchgefühl sage, unterbrach ich die Massage, um herauszufinden, was mit meinem Gepäck nicht stimmt. So stellte ich fest, dass mein iPad Pro nicht im dafür vorgesehenen Fach lag. Es wird mir im Restaurant aus der Tasche gerutscht sein.

Schade auch, ich hätte es gerne noch eine Weile als Begleiter gehabt. Wer lässt schon ein solches Spielzeug liegen, wenn er es mitnehmen kann? Ohne große Erfolgsaussichten wollte ich zumindest noch nicht aufgeben. Das Adrenalin half mir dabei, in Windeseile ein paar Straßen zurück ins Restaurant zu gelangen. Jeder Platz war belegt und meine Hoffnung sanken weiter. Umso erfreuter war ich, als der Kellner mich erkannte und mir mein iPad in die Hand drückte, als wenn es das normalste Verhalten auf der Welt wäre. Er lehnte den Finderlohn ab und verwies darauf, er hätte das gerne getan, eine Selbstverständlichkeit. Eine Selbstverständlichkeit? Eigentlich schon, eigentlich, aber…

 

 

 

Hand aufs Herz

 

Nicht immer teilen wir alle die Vorstellungen darüber, was angebracht ist. Ja, ja Ehrlichkeit ist wichtig. Doch wie einfach ist es tatsächlich ehrlich zu bleiben, wenn es für einen selbst kein oder nur ein geringes Risiko hat?

 

Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man täglich Suppe, Gemüse und Fleisch zu essen hat.

Georg Büchner

Umfrageergebnis

 

Ehrlichkeit …

%

... ist eine Selbstverständlichkeit.

%

... in der Praxis nicht immer ganz so einfach.

Nicht repräsentative Umfrage (n=200)

P.S.

 

Was meinen Sie; wo fangen die Selbstverständlichkeiten tatsächlich an, wo hören sie auf. Ist es immer so leicht ehrlich zu sein?

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
K:
Ü: