Lampenfieber und Redeangst sind doch nur eingebildet, oder?

An vielen Stellen ist zu lesen und hören; Lampenfieber ist nur Einbildung. Also einfach ignorieren!

Tatsächlich gibt es mit Studien untermauerte Behauptungen, das selbst die körperlichen Symptome viel schlimmer empfunden werden als es messbar ist. Atemnot, Herzrasen, schwitzige feuchte Hände, Übelkeit bis hin zu Schwindel, werden demnach von den Betroffenen viel intensiver bewertet, als sie es sind. Ja, und nun? 

Adrenalin und Lampenfieber: Vorsorge ist besser als Nachsorge

Bei der Flucht vor wilden Tieren mag die Aktivierung des Stammhirns die Überlebenschancen erhöht haben. Doch in heutigen Zeiten verursacht das oft mehr Probleme, als es löst.

Und doch erleben wir bei vielen Gelegenheiten wie einer Präsentation die gleichen Reaktionen, als wenn uns ein zottiges Raubtier mit Fangzähnen jagen würde. Das Adrenalin fliest, ein nervöses Gefühl in der Magengegend meldet sich, das Herz klopft, die Knie werden weich, die Hände feucht: Lampenfieber!

Lampenfieber: Realistische Bewertung der Befürchtungen

Fast jeder, der Präsentationen oder Reden vor Publikum hält, kennt Lampenfieber. Mit dem Leistungs- und Konkurrenzdruck in unserer Gesellschaft steigt auch die Angst, zu versagen. Rasender Herzschlag, zitternde Hände, Schweißausbrüche, jagende Gedanken machen sich dann unangenehm bemerkbar. Ob im Besprechungsraum oder auf der Bühne, ob Präsentation, Prüfung oder Konzert; wer vor anderen Menschen etwas vorträgt und sich dabei nicht blamieren möchte, kennt die Tücken des Nervensystems, das diese Angstreaktionen hervorbringt. Im Lampenfieber verdeutlicht sich unsere tief verwurzelte Angst vor dem Ausgeliefertsein, dem Ungewissen. Meistens tritt es kurz vor oder am Anfang einer Präsentation auf.

Wer Lampenfieber überwinden möchte, muss sich der Gelegenheit stellen und bewusst damit umgehen, anstatt die Angst zu verdrängen. Setzen Sie sich bewusst mit Ihrem Lampenfieber auseinander und Sie werde es nicht nur überwinden, sondern daran wachsen.

Intensives Lampenfieber und Redeangst im Studium

Redeangst im Studium ist recht häufig. Auch, wenn wenige Studierende davon berichten ist in vielen Seminaren zu beobachten, dass nur wenige Teilnehmer mitreden, während die Mehrheit schweigt. Wer genauer beobachtet merkt, dass sich an Diskussion nicht unbedingt diejenigen Personen beteiligen, die besonders viel zu sagen hätten. Oft gibt es gerade unter den schweigsamen Anwesenden einige, die interessante Beiträge leisten könnten. Doch davon ist erst erst im persönlichen Gespräch zu erfahren.