Vermeide die 7 schlimmsten Kommunikationssünden, kommuniziere besser

Vermeide die 7 schlimmsten Kommunikationssünden, kommuniziere besser

Artikel zu den Todsünden der Kommunikation und Tipps für gute Kommunikation
Kommunikationssünden

Todsünden der Kommunikation

 

Für bessere Gespräche lohnt es sich, die sieben Todsünden der Kommunikation sein zu lassen. Hier folgen Tipps für bessere Kommunikation.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Video

7 Todsünden der Kommunikation — Fallgruben erkennen und besser kommunizieren

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Wie können wir bessere Gesprächspartner werden?

 

 

Zuerst einmal können wir die weit verbreiteten und trotzdem nicht empfehlenswerten Gewohnheiten lassen, die der Kommunikation keinen guten Dienst erweisen. Der Brite Julien Treasure nennt sie die sieben Todsünden der Kommunikation.

 

 

 

Die 7 Todsünden der Kommunikation

 

1. Tratschen
2. Beurteilen
3. Negativität
4. Nörgeln
5. Ausflüchte
6. Übertreibung
7. Dogmatismus

 

 

 

1. Tratschen

 

Mit Klatsch und Tratsch ist das so eine Sache. Wir tun es, obwohl wir wissen, dass wir es nicht tun sollten. Das Interesse an Klatsch und Tratsch scheint tief in uns verwurzelt zu sein. Die bunte Boulevardunterhaltung lebt davon, dieses Bedürfnis zu befriedigen.

Das Problem: Reden wir häufiger schlecht über andere Menschen, verspielen wir unser Vertrauen, unsere Glaubwürdigkeit. Wer erzählt uns dann noch etwas Vertrauliches, wenn zu erwarten ist, dass es nicht unter vier Augen bleibt?

 

 

 

2. Beurteilen

 

Wenn andere Menschen jedes Wort beurteilen, macht das aus einem Gespräch eine Prüfungssituation und die ist anstrengend. Ein entspannter Austausch von Gedanken wird zunehmend schwerer.

 

 

 

3. Negativität

 

Negativität überträgt sich von Mensch zu Mensch. Es geht nicht darum, unerfreuliche Umstände zu verschweigen und nur noch über Eitelsonnenschein zu sprechen. Es geht vielmehr um die innere Haltung: Problem oder Lösung? Erleiden oder gestalten? Menschen zuzuhören, die in allem nur das Schlechte sehen, ist anstrengend.

 

 

 

4. Nörgeln

 

Dinge verbessern zu wollen, geschieht konstruktiv. Sich zu häufig über Dinge zu beschweren, die gerade nicht zu ändern sind oder bei denen das Jammern im Vordergrund steht, ohne dass Handlungen folgen, verschwendet nur Energie.

 

 

 

5. Ausflüchte

 

Nicht nur Narzissten sind selbst nie Schuld, wenn etwas schiefgeht. Es gibt immer wieder Leute, die sich wie ein glatter Aal aus der Verantwortung winden. Viele Menschen übernehmen erst dann Verantwortung für ihr Handeln, wenn sie sich in die Ecke gedrängt fühlen und erkennen, dass sie nicht mehr anders können. Sie erschweren es allen Beteiligten, respektvoll miteinander zu kommunizieren.

 

 

 

6. Übertreibung

 

In Geschichten dient die Übertreibung dazu, den Kontrast zu erhöhen und mag im Märchenland angemessen sein. In Gesprächen ist solcherlei Übertreibung selten hilfreich. Es hat eine zu große Nähe an Märchen und somit Lügen. Wer viel übertreibt, dem wird nicht mehr geglaubt, selbst wenn es mal stimmt. Wenn alles in den Himmel gehoben wird, wie soll dann noch etwas herausstechen? Wobei Übertreibungen in alle Richtungen zeigen können. So oder so entzieht es ernstzunehmenden Themen die erforderliche Basis.

 

 

 

7. Dogmatismus

 

Es ist ein einseitiges Vergnügen. Dogmatische Menschen beharren auf ihren Standpunkt und lassen andere Meinungen nicht an sich heran. Dass solche Menschen meist schlechte Zuhörer sind, macht es nicht gerade leichter, mit ihnen zu kommunizieren. Warum sollten sie aus ihrer Sicht auch zuhören, da sie ja die Wahrheit kennen? Das ist dann wie eine Diskussion mit Fundamentalisten; keine Chance für einen Meinungsaustausch.

 

 

 

Wie funktioniert gute Kommunikation, worauf beruht sie?

 

Soweit zu den schlechten Gewohnheiten. Welche Gewohnheiten sind empfehlenswert?

 

 

1. Ehrlichkeit

 

Setze auf klare Aussagen, die korrekt und verbindlich sind. Das geht auch mit Respekt.

 

 

 

2. Authentizität

 

Lasse die Maske weg und spreche für sich selbst. Authentizität wird häufiger gefordert, als respektvoll gelebt.

 

 

 

3. Integrität

 

Walk your Talk. Zu Aussagen und Vereinbarungen stehen und auf Integrität zu setzen mag in der heutigen Zeit zwar eher selten sein, ist für Glaubwürdigkeit allerdings auch weiterhin erforderlich.

 

 

 

4. Wohlwollen

 

Anderen Menschen Gutes wünschen und deren Verhalten im Zweifelsfall positiv interpretieren. Das geht auch, ohne sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Pflege deine Fähigkeit zum Wohlwollen.

Antworten auf häufige Fragen

Was bringt Menschen zum Klatschen?

Menschen klatschen aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise, um sich überlegen zu fühlen. Viele Menschen, die unsicher sind, finden vorübergehend Erleichterung darin, über andere zu urteilen. Etwas zu wissen, was andere nicht wissen, kann sich ermutigend anfühlen, und manchmal ist das alles, was ein unsicherer Mensch zu brauchen meint.

Ist Urteilen positiv oder negativ?

Etwas zu beurteilen ist nicht grundsätzlich negativ, im Gegensatz zu der Konnotation, die wir mit diesem Wort zu verbinden pflegen. Stattdessen bedeutet „urteilen“ „sich eine Meinung oder eine Einschätzung bilden“. Dabei kann es sich entweder um eine positive, eine negative oder sogar um eine neutrale Meinung handeln. Urteile sind also weder gut noch schlecht.

Was bedeutet es, jemanden zu beurteilen?

Jemand anderen zu beurteilen bedeutet oft eine schlechte Meinung über das Verhalten einer anderen Person zu äußern.

Was ist ein Beispiel für Dogmatismus?

Dogmatismus beinhaltet die Äußerung einer Meinung oder eines Glaubens, als ob es sich um eine Tatsache handelte: positive Meinungsäußerung, insbesondere wenn sie ungerechtfertigt oder arrogant ist. Es handelt sich um einen Standpunkt oder ein Ideensystem, das auf unzureichend geprüften Prämissen beruht. 

Was ist eine dogmatische Person?

Ein Dogmatiker ist jemand, den Sie kritisieren, weil er davon überzeugt ist, dass er recht hat, und sich weigert zu berücksichtigen, dass auch andere Meinungen gerechtfertigt sein könnten.

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Kommen diese Kommunikationsfehler tatsächlich in der Praxis vor? Wie können wir bessere Gesprächspartner werden?

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Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken. Johann Wolfgang von Goethe

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2017
Überarbeitung: 12. August 2020
AN: #563105
K:
Ü: X

Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden, Präsentationen, Denken.

Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden, Präsentationen, Denken.

Was hat es damit auf sich?
Rosa-Elefant

Rosa-Elefanten-Effekt

 

Der Rosa-Elefanten-Effekt ist an vielen Stellen zu beobachten. Negatives Formulieren ist häufig in Gesprächen, Reden und Präsentationen. Eine Variante des Klassikers in Kommunikationstrainings: „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“ und schon ist es geschehen. Davon haben schon viele Menschen gelesen oder gehört. Weshalb es sich lohnt, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern? Deshalb! Mehr im Beitrag.

Video

Video im Schnitt!

Rosa-Elefanten-Effekt: Negatives Formulieren in Gesprächen, Reden und Präsentationen.

 

Zugegeben, die meisten Menschen werden im Privatleben oder im Beruf seltener über rosa Elefanten sprechen. Da sind es dann eher Formulierungen wie; „Tun Sie das nie wieder.“, „Wir dürfen nicht so weitermachen wie bisher“, „Vergessen Sie alles Bisherige!“, „Seien Sie nicht so verkrampft!“ … In vielen Gesprächen und Präsentationen wimmelt es nur so von Negativ-Formulierungen. Wer darauf hinweist, etwas möge nicht berücksichtigt, gedacht oder getan werden, lenkt genau dorthin die Aufmerksamkeit. Es wird zusätzliche Denkleistung benötigt, um zumindest intellektuell zu verstehen, was erwartet wird. Das allein ist schon nicht sehr günstig, weil es gelten sollte den Zuhörern möglichst einfach zu machen, Botschaften im beabsichtigten Sinne zu verstehen.

Was dabei jedoch vergessen wird; Botschaften wirken im Unbewussten. Und das setzt sich nicht intellektuell mit Aussagen auseinander. Es fokussiert entweder auf das was ohne Negation gesagt wurde, „Denken Sie nicht an einen rosa Elefanten“, ignoriert es oder spekuliert. So oder so ist das größtenteils nicht sehr hilfreich.

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Wenn viel von einer Entscheidung abhängt, kann eine zusätzliche unabhängige Perspektive wertvoll sein.

Wir können Möglichkeiten betrachten, Annahmen prüfen, Prioritäten klären und Konsequenzen aus unterschiedlichen Perspektiven durchdenken.

Die Entscheidung bleibt deine. Ziel ist eine bessere Grundlage, auf der du sie treffen kannst.

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Rapport schafft die Grundlage für gute Gespräche. Erfahre, wie Zuhören, Präsenz, Vertrauen und kommunikative Flexibilität echte Verbindung fördern.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 28. April 2016
Überarbeitung: 6. Januar 2021
AN: #76739
Ü:
K:

Körpersprache, die schadet: 15 Gewohnheiten vermeiden

Körpersprache, die dir schadet: 15 Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können

Wenn nonverbale Signale deiner Botschaft im Weg stehen
Körpersprache, die Ihnen schadet: 15 Gesten, die Sie lieber vermeiden sollten

Was jemand denkt, erkennen wir weniger an den Worten, als vielmehr am Verhalten.

Körpersprache, die dir schadet: 15 Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können

 

 

Wenn nonverbale Signale deiner Botschaft im Weg stehen

 

Körpersprache wirkt.

Im Gespräch.

In Präsentationen.

In Meetings.

Vor Publikum.

Vor der Kamera.

Dabei geht es weniger darum, einzelne Gesten wie ein Wörterbuch zu übersetzen.

Ein verschränkter Arm bedeutet keineswegs automatisch Ablehnung.

Ein ausweichender Blick beweist keine Unsicherheit.

Und eine bestimmte Haltung verrät weniger zuverlässig, was ein Mensch denkt.

Körpersprache bekommt ihre Bedeutung im Zusammenspiel von Kontext, Situation, Person und weiteren Signalen.

Trotzdem gibt es Gewohnheiten, die deine Wirkung unnötig schwächen können.

Vor allem dann, wenn sie sich häufig wiederholen oder im Widerspruch zu deiner Botschaft stehen.

Hier sind 15 davon.

 

 

 

Körpersprache braucht Kontext

 

Bevor wir auf einzelne Verhaltensweisen schauen, ein wichtiger Grundsatz:

Ein einzelnes körpersprachliches Signal liefert selten eine zuverlässige Interpretation.

Interessant wird das Gesamtbild:

Mimik.

Blick.

Gestik.

Stimme.

Haltung.

Bewegung.

Abstand.

Situation.

Und die Frage, was für diese Person normalerweise typisch ist.

Deshalb geht es in diesem Beitrag weniger darum:

„Diese Geste bedeutet immer …“

Sondern:

„Welche Wirkung könnte dieses Verhalten in dieser Situation erzeugen?“

 

 

 

15 Körpersprache-Gewohnheiten, die deine Wirkung schwächen können

 

1. Ständig ausweichender Blick

 

Blickkontakt hilft, Verbindung herzustellen.

Wenn du dein Gegenüber fast nie ansiehst, kann das je nach Situation als Unsicherheit, Desinteresse oder fehlende Verbindung wahrgenommen werden.

Das bedeutet weniger:

Du musst Menschen anstarren.

Hilfreicher ist natürlicher Blickkontakt mit Unterbrechungen.

Gerade bei Präsentationen kannst du den Blick bewusst im Raum verteilen.

 

 

 

2. Unruhige Hände

 

An Schmuck spielen.

Den Kugelschreiber drehen.

Die Brille ständig anfassen.

Finger kneten.

Solche Bewegungen können Aufmerksamkeit von deiner Botschaft wegziehen.

Vor allem dann, wenn sie sich ständig wiederholen.

Deine Hände dürfen sichtbar sein. Sie brauchen weniger Dauerbeschäftigung.

 

 

 

3. Gesten ohne Bezug zur Botschaft

 

Gestik kann Aussagen lebendiger und verständlicher machen.

Problematisch wird sie, wenn Hände ständig irgendetwas tun, ohne die Botschaft zu unterstützen.

Dann entsteht Bewegung ohne Bedeutung.

Besser:

Gesten dürfen Gedanken sichtbar machen.

 

 

 

4. Komplett eingefrorene Gestik

 

Das Gegenteil kann ebenfalls Wirkung kosten.

Wenn Arme und Hände fast vollständig still bleiben, kann ein Auftritt zurückhaltender oder angespannter wirken, als du beabsichtigst.

Natürlich gibt es Menschen mit ruhigerer Gestik.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Entscheidend ist:

Passt deine Gestik zu deiner Persönlichkeit, deiner Botschaft und der Situation?

 

 

 

5. Ständiges Hin- und Herlaufen

 

Bewegung kann Präsenz erzeugen.

Ungezieltes Auf-und-ab-Gehen kann dagegen Unruhe vermitteln und Aufmerksamkeit binden.

Gerade bei Präsentationen hilft:

Bewege dich mit einem Grund.

Wechsle beispielsweise die Position bei einem neuen Gedanken oder Abschnitt.

Dann bekommt Bewegung Bedeutung.

 

 

6. Wie angewurzelt stehen

 

Auch völlige Bewegungslosigkeit kann einen Auftritt steif wirken lassen.

Ein stabiler Stand ist wertvoll.

Er bedeutet weniger, dass du dich kaum bewegen darfst.

Sicherheit und Beweglichkeit passen zusammen.

 

 

 

7. Sich unnötig klein machen

 

Zusammengesunkene Haltung.

Schultern nach vorn.

Kopf dauerhaft gesenkt.

Solche Haltungen können deine Präsenz reduzieren und zugleich deine Stimme weniger frei tragen lassen.

Es geht weniger um militärische Haltung.

Eher um:

Aufgerichtet, beweglich und gut im eigenen Körper stehen.

 

 

 

8. Übertrieben raumgreifend auftreten

 

Mehr Raum bedeutet weniger automatisch mehr Autorität.

Sehr dominante Gesten, breit beanspruchter Raum oder demonstratives körperliches Überlegenheitsverhalten können je nach Kontext arrogant, aufgesetzt oder einschüchternd wirken.

Präsenz braucht weniger Inszenierung.

Nimm den Raum ein, der zu dir und zur Situation passt.

 

 

 

9. Mimik und Botschaft passen wenig zusammen

 

Du sprichst über etwas Wichtiges und lächelst gleichzeitig nervös.

Du willst Begeisterung vermitteln und dein Gesicht wirkt nahezu unbewegt.

Du hörst einer kritischen Frage zu und rollst mit den Augen.

Solche Widersprüche können die Botschaft schwächen.

Dabei gilt:

Mimik weniger kontrollieren – Botschaft und innere Haltung stärker miteinander verbinden.

 

 

10. Ein dauerhaft angespanntes Gesicht

 

Unter Druck spannen Menschen häufig unbewusst Kiefer, Stirn oder Gesichtsmuskeln an.

Das kann einen Auftritt härter oder angespannter wirken lassen.

Eine kurze körperliche Vorbereitung kann helfen:

Atmen.

Kiefer lösen.

Schultern bewegen.

Gesicht lockern.

Nicht für ein künstliches Lächeln.

Für mehr Beweglichkeit.

 

 

11. Dauerlächeln

 

Lächeln kann Nähe, Offenheit und Wärme vermitteln.

Ein dauerhaftes Lächeln passt jedoch weniger zu jeder Botschaft.

Gerade bei ernsten Themen kann es irritieren.

Eine lebendige Mimik reagiert auf Inhalt und Situation.

 

 

 

12. Zu geringe oder zu große Distanz

 

Nähe beeinflusst Wirkung.

Wer Menschen sehr nahe kommt, kann Grenzen überschreiten.

Wer unnötig viel Abstand hält, kann distanziert wirken.

Die passende Distanz hängt von Kultur, Beziehung, Situation und persönlichem Empfinden ab.

Respektiere Raum – deinen und den der anderen.

 

 

13. Ständige Selbstberührungen

 

Gesicht berühren.

Haare richten.

Kleidung korrigieren.

Hände am Hals oder Gesicht.

Solche Bewegungen können unter Anspannung häufiger werden.

Sie sind weniger ein eindeutiges „Nervositätssignal“.

Sie können jedoch die Aufmerksamkeit erhöhen, wenn sie ständig auftreten.

Video-Feedback hilft hier besonders gut.

 

 

14. Körpersprache imitieren statt natürlich reagieren

 

Manche Körpersprachetipps empfehlen:

Spiegle exakt die Haltung.

Setze gezielt diese Geste.

Nimm jene „Power Pose“ ein.

Das kann schnell künstlich wirken.

Natürlich passen Menschen ihre Körpersprache im Kontakt ohnehin teilweise aneinander an.

Das braucht weniger mechanische Nachahmung.

Gute Körpersprache entsteht aus Aufmerksamkeit und echter Verbindung.

 

 

15. Deine Körpersprache widerspricht deiner Botschaft

 

Das ist für mich der wichtigste Punkt.

Du sagst:

„Ich bin überzeugt davon.“

und wirkst gleichzeitig, als möchtest du möglichst schnell verschwinden.

Du sagst:

„Ihre Frage ist willkommen.“

und dein Gesicht signalisiert Ungeduld.

Du sagst:

„Wir schaffen das gemeinsam.“

und gehst körperlich auf Distanz.

Menschen registrieren solche Widersprüche häufig.

Dann hilft weniger kosmetische Korrektur.

Interessanter ist:

Was stimmt innerlich noch weniger mit meiner Botschaft überein?

 

 

 

Welche Körpersprache ist überzeugend?

 

Es gibt weniger die eine perfekte Körpersprache.

Ein guter Ausgangspunkt ist:

stimmig statt einstudiert.

Deine Körpersprache sollte zu deiner Persönlichkeit passen.

Zur Rolle.

Zur Situation.

Zum Publikum.

Und zu dem, was du tatsächlich sagen möchtest.

Dazu gehören häufig:

  • stabiler, beweglicher Stand

  • natürlicher Blickkontakt

  • Gestik, die Gedanken unterstützt

  • lebendige Mimik

  • bewusste Bewegung

  • passende Nähe und Distanz

  • eine Haltung, die freies Atmen und Sprechen ermöglicht

 

 

 

Wie findest du heraus, wie du tatsächlich wirkst?

 

Selbstwahrnehmung hilft.

Sie reicht bei Körpersprache allerdings oft weniger weit.

Denn du erlebst dich von innen.

Andere sehen dich von außen.

Deshalb ist Video besonders wertvoll.

Nimm eine Präsentation oder Gesprächssituation auf.

Schau zunächst ohne Ton.

Was siehst du?

Wo wirkt etwas ruhig?

Wo unruhig?

Was unterstützt deine Botschaft?

Was zieht Aufmerksamkeit ab?

Dann schaue mit Ton.

Wie gut passen Inhalt und nonverbale Wirkung zusammen?

Genau daraus entstehen konkrete Ansatzpunkte.

 

 

 

Vorsicht vor Körpersprache-Mythen

 

Rund um Körpersprache kursieren viele einfache Regeln.

Verschränkte Arme = Ablehnung.

Blick nach rechts = Lüge.

Berühren der Nase = Täuschung.

Breiter Stand = Macht.

Solche Übersetzungen sind in dieser Form wenig belastbar.

Körpersprache ist kontextabhängig.

Menschen unterscheiden sich.

Und viele Bewegungen haben zahlreiche mögliche Ursachen.

Ein Signal ist ein Hinweis. Kein Beweis.

Das gilt besonders dort, wo aus Körpersprache Absichten, Charakter oder Wahrheit abgeleitet werden sollen.

 

 

 

Wenn du deine Wirkung gezielt verbessern möchtest

 

Manchmal reicht schon ein gutes Video und etwas Aufmerksamkeit.

Bei wichtigen Auftritten kann professionelles Feedback deutlich mehr sichtbar machen.

Wie wirkst du?

Was trägt bereits?

Welche Gewohnheiten lenken ab?

Welche kleinen Veränderungen verbessern Präsenz und Verständlichkeit?

Dabei geht es weniger darum, eine fremde Körpersprache zu lernen.

Es geht darum, deine eigene Wirkung klarer und stimmiger werden zu lassen.

→ Persönliche Wirkung, Ausstrahlung und Präsenz

 

 

 

Geht es um eine konkrete Präsentation?

 

Wenn ein wichtiger Vortrag oder eine Präsentation bevorsteht, lässt sich Körpersprache direkt im realen Kontext trainieren.

Stand.

Blickkontakt.

Gestik.

Bewegung.

Stimme.

Umgang mit Raum und Publikum.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Dein Publikum braucht weniger die perfekte Geste.

Es braucht Zugang zu dir und deiner Botschaft.

Wenn du jede Handbewegung kontrollieren möchtest, verlierst du möglicherweise genau das, worum es geht:

Kontakt.

Gute Körpersprache ist weniger eine Choreografie.

Sie ist die sichtbare Seite einer klaren, präsenten Kommunikation.

Video

Körpersprache, die dich unsympathisch macht – Fehler, die du vermeiden solltest!

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Wie wirkst du – und was würde den größten Unterschied machen?

 

Wie wirkst du mit deiner Präsentation, Rede oder deinem Auftritt auf andere?

Welche Botschaften kommen klar an?

Wo entsteht Präsenz?

Wo verliert die Wirkung an Kraft?

Und welche Veränderungen würden den größten Unterschied machen?

Ein Probelauf mit professionellem Feedback schafft dafür eine gute Grundlage.

Seit 1998 analysiere ich Reden und Präsentationen. Dabei verbinde ich meine Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing, Präsentationspraxis und persönlicher Wirkung.

Du erhältst eine klare Rückmeldung dazu,

  • was bereits gut funktioniert,
  • wie deine Botschaft beim Publikum ankommt,
  • wo Potenzial für mehr Klarheit und Wirkung liegt,
  • welche Veränderungen besonders lohnend sind
  • und wie du deinen Auftritt konkret weiterentwickeln kannst.

Bei einer anstehenden Rede oder Präsentation arbeiten wir unmittelbar an deinem realen Auftritt.

Wir können beispielsweise Botschaft, Dramaturgie, Sprache, Körpersprache, Stimme, Präsenz, Folien sowie den Umgang mit Fragen und Einwänden betrachten.

Der Vorteil eines Probelaufs ist einfach: Du erfährst vorher, was einen Unterschied machen kann – und kannst es noch nutzen.

Auch eine einzelne konzentrierte Sitzung kann bereits wertvolle Hinweise liefern.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

Antworten auf häufige Fragen

Was sind Beispiele für negative Körpersprache?

Zu diesen Verhaltensweisen, die als negative Körpersprache betrachtet werden, gehören: eine schlechte Haltung, unsicher Stand, Vermeiden von Blickkontakt, Schaffen von Barrieren, unangemessene Abstände zu anderen Personen, Schwitzen, Stirnrunzeln und der übermäßige Gebrauch von Geste, Inkongruenz.

Was sind Beispiele für positive Körpersprache?

Beispiele für positive Körpersprache:

  • Sicherer Augenkontakt
  • Zustimmendes Kopfnicken
  • Fester Händedruck
  • Zeigen offene Handflächen
  • Aufrechte und offene Körperhaltung
  • Zu Gesprächspartnern neigen

 

Mehr im Beitrag So beruhigt gute Körpersprache, so schadet Ihnen Körpersprache

P.S.

 

Kennst du weitere Elemente der Körpersprache, die du als negativ empfindest? Achtest du selbst bei dir und anderen auf solche Dinge?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2002
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #656443
Ü:
K:

Warum lügen Narzissten? 10 mögliche Gründe und was hilft

Warum lügen Menschen mit stark narzisstischen Verhaltensmustern?

10 mögliche Gründe – und was für deinen Umgang damit wichtig ist
Missverständnis

Warum lügen Menschen mit stark narzisstischen Verhaltensmustern?

 

 

10 mögliche Gründe – und was für deinen Umgang damit wichtig ist

 

Lügen können Beziehungen tief verunsichern.

Besonders belastend wird es, wenn du wiederholt feststellst:

Eine Aussage stimmt weniger mit den Fakten überein.

Absprachen werden später anders dargestellt.

Ereignisse werden umgedeutet.

Informationen fehlen.

Oder du bekommst mehrere Versionen derselben Geschichte.

Dann entsteht schnell die Frage:

Warum lügt dieser Mensch so überzeugend – manchmal sogar bei Dingen, die sich leicht überprüfen lassen?

Bei Menschen mit stark ausgeprägten narzisstischen Verhaltensmustern können unterschiedliche Motive und psychologische Funktionen eine Rolle spielen.

Wichtig ist dabei:

Narzissmus bedeutet keineswegs automatisch chronisches Lügen.

Und häufig können wir von außen weniger sicher wissen, weshalb jemand eine konkrete Unwahrheit erzählt.

Hilfreicher ist deshalb, mögliche Muster zu verstehen und gleichzeitig auf das beobachtbare Verhalten zu achten.

 

 

 

Wichtiger Hinweis

 

Dieser Beitrag dient der Orientierung und ersetzt keine fachliche Diagnostik.

Zur besseren Lesbarkeit verwende ich teilweise den Begriff „Narzissten“. Gemeint sind Menschen mit deutlich ausgeprägten narzisstischen Tendenzen.

Eine Lüge oder selbst wiederholtes Lügen erlaubt für sich genommen keine Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

Für deinen Umgang ist ohnehin häufig wichtiger:

Was wird gesagt?

Was lässt sich überprüfen?

Welche Muster wiederholen sich?

Und welche Auswirkungen hat das auf Vertrauen, Entscheidungen und Beziehung?

 

 

 

Was ist überhaupt eine Lüge?

 

Eine Lüge beinhaltet mehr als eine falsche Aussage.

Menschen können sich irren.

Etwas vergessen.

Eine Situation unterschiedlich erinnern.

Oder Informationen falsch verstanden haben.

Von einer Lüge sprechen wir sinnvollerweise dann, wenn jemand eine Aussage macht, die er selbst für falsch hält, und damit bei anderen bewusst einen falschen Eindruck erzeugen möchte.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Denn:

Nicht jede falsche Aussage ist automatisch eine bewusste Täuschung.

 

 

 

10 mögliche Gründe für Lügen bei stark narzisstisch geprägten Mustern

 

 

 

1. Das eigene Selbstbild schützen

 

Ein stark idealisiertes Selbstbild kann schwer mit Fehlern, Schwächen oder Misserfolgen vereinbar sein.

Dann kann eine Lüge dazu dienen, das gewünschte Bild aufrechtzuerhalten.

Erfolge werden größer.

Fehler kleiner.

Der eigene Anteil an Problemen verschwindet.

Die Geschichte wird so erzählt, dass sie besser zum eigenen Selbstbild passt.

 

 

 

2. Anerkennung und Bewunderung gewinnen

 

Manchmal werden Leistungen, Kontakte, Erfahrungen oder Erfolge ausgeschmückt.

Das Ziel kann sein, interessanter, erfolgreicher oder außergewöhnlicher zu wirken.

Dabei muss es keineswegs immer um eine spektakuläre erfundene Geschichte gehen.

Auch kleine Übertreibungen können dem gleichen Zweck dienen.

 

 

 

3. Scham und Kränkung vermeiden

 

Fehler können starke Scham auslösen.

Dann kann Leugnen kurzfristig leichter erscheinen als:

„Ja, das habe ich getan.“

Oder:

„Da lag ich falsch.“

Eine Lüge kann so eine Schutzfunktion erfüllen.

Das erklärt Verhalten.

Es macht die Folgen für andere weniger bedeutungslos.

 

 

 

4. Verantwortung vermeiden

 

Manchmal schützt eine Unwahrheit vor Konsequenzen.

„Das war ich nicht.“

„Das wurde anders vereinbart.“

„Davon wusste ich nichts.“

„Du hast mich falsch verstanden.“

Wenn Verantwortung regelmäßig auf andere oder äußere Umstände verschoben wird, entsteht ein problematisches Muster.

 

 

 

5. Einfluss und Kontrolle erhalten

 

Information beeinflusst Entscheidungen.

Wer bestimmt, was andere wissen, kann damit ihre Handlungsmöglichkeiten beeinflussen.

Deshalb kann Täuschung auch dazu dienen:

Informationen zurückzuhalten.

Situationen anders darzustellen.

Alternativen weniger sichtbar zu machen.

Oder Menschen gegeneinander auszuspielen.

 

 

 

6. Konflikte kurzfristig vermeiden

 

Manche Lügen sollen weniger Macht erzeugen und zunächst einfach eine unangenehme Situation verhindern.

Ein Versprechen wird gemacht, damit Ruhe entsteht.

Ein Fehlverhalten bestritten.

Eine unangenehme Wahrheit verschoben.

Kurzfristig kann das funktionieren.

Langfristig beschädigt es Vertrauen.

 

 

 

7. Die eigene Version der Geschichte schützen

 

Menschen erzählen sich Geschichten über sich selbst.

Wer war verantwortlich?

Wer wurde verletzt?

Wer hat alles versucht?

Wer war unfair?

Bei sehr starren Selbstbildern können Fakten zunehmend an diese Geschichte angepasst werden.

Dann wird es mitunter schwierig zu unterscheiden, wo bewusste Täuschung endet und Selbsttäuschung beginnt.

 

 

 

8. Mitleid und Unterstützung gewinnen

 

Auch Leidensgeschichten können strategisch eingesetzt werden.

Ein Konfliktpartner wird besonders schlecht dargestellt.

Die eigene Rolle besonders hilflos.

Vergangene Ereignisse dramatisiert.

Das Ziel kann sein, Unterstützung, Loyalität oder Schonung zu erhalten.

Hier gilt ebenfalls:

Nicht jede starke Leidensdarstellung ist Manipulation.

Interessant wird das wiederkehrende Muster und die Überprüfbarkeit konkreter Aussagen.

 

 

 

9. Beziehungen steuern

 

Unterschiedliche Menschen erhalten unterschiedliche Informationen.

Dem einen wird A erzählt.

Dem anderen B.

So können Loyalitäten, Konflikte und Bündnisse beeinflusst werden.

Gerade in Familien, Teams oder unter Geschäftspartnern kann das erhebliche Dynamik entwickeln.

 

 

 

10. Konsequenzen einer bereits erzählten Lüge vermeiden

 

Eine Lüge kann weitere Lügen nach sich ziehen.

Denn sobald eine falsche Darstellung etabliert wurde, entsteht ein neues Problem:

Wie halte ich meine bisherige Version aufrecht?

Dann werden Details ergänzt.

Widersprüche erklärt.

Neue Geschichten entwickelt.

Mit der Zeit kann daraus ein komplexes Geflecht entstehen.

 

 

 

Glauben Menschen ihre eigenen Lügen?

 

Darauf gibt es keine einfache Antwort.

Manche Lügen sind offensichtlich bewusst.

Bei anderen können Selbsttäuschung, Erinnerung, Wunschdenken und nachträgliche Rechtfertigung ineinandergreifen.

Menschen rekonstruieren Erinnerungen ohnehin weniger wie eine Videoaufnahme.

Bei einem starken Bedürfnis, das eigene Selbstbild zu schützen, kann diese Verzerrung zusätzlich verstärkt werden.

Für deinen Umgang ist deshalb oft weniger entscheidend:

„Glaubt die Person das wirklich?“

Hilfreicher ist:

„Kann ich mich auf diese Aussage verlassen?“

 

 

 

Gaslighting: Wenn Lügen deine Wahrnehmung erschüttern

 

 

Besonders belastend wird Täuschung, wenn deine eigene Wahrnehmung regelmäßig infrage gestellt wird.

„Das habe ich nie gesagt.“

„Das bildest du dir ein.“

„Du erinnerst dich falsch.“

„Du bist viel zu empfindlich.“

Dann kann mit der Zeit Unsicherheit entstehen.

Du prüfst Erinnerungen.

Suchst Beweise.

Fragst andere Menschen.

Und vertraust dir selbst immer weniger.

Genau diese Wirkung verdient Aufmerksamkeit.

→ Gaslighting erkennen und damit umgehen

 

 

 

Was hilft im Umgang mit wiederholten Lügen?

 

 

1. Prüfe wichtige Fakten

Verlasse dich bei wichtigen Entscheidungen weniger allein auf Aussagen, die bereits mehrfach widersprüchlich waren.

Hole Informationen gegebenenfalls aus unabhängigen Quellen.

 

 

 

2. Dokumentiere wichtige Vereinbarungen

 

Gerade beruflich und geschäftlich können schriftliche Zusammenfassungen sehr hilfreich sein.

Was wurde vereinbart?

Wer übernimmt was?

Bis wann?

 

 

3. Diskutiere weniger endlos über offensichtliche Widersprüche

 

Manchmal wird ein Gespräch zur Dauerschleife:

Du beweist.

Die andere Person erklärt.

Du lieferst weitere Belege.

Die Geschichte verändert sich erneut.

Dann kann eine praktischere Frage hilfreicher sein:

Welche Konsequenz hat es für mich, dass ich mich auf diese Aussage weniger verlassen kann?

 

 

 

4. Richte Entscheidungen stärker am Verhalten aus

 

Versprechen können überzeugend sein.

Entschuldigungen ebenfalls.

Für wichtige Entscheidungen ist langfristiges Verhalten häufig aussagekräftiger.

Was geschieht tatsächlich über Zeit?

 

 

 

5. Schütze deine Entscheidungsfreiheit

 

Wenn du wichtige Informationen kaum verlässlich erhältst, verändert das die Grundlage deiner Entscheidungen.

Dann kann es sinnvoll sein, Abstand zu gewinnen, zusätzliche Perspektiven einzubeziehen oder Vereinbarungen anders abzusichern.

 

 

 

Muss ich eine Lüge konfrontieren?

 

Nicht jede Unwahrheit braucht eine große Konfrontation.

Frage zunächst:

Was möchte ich erreichen?

Eine Information korrigieren?

Eine Grenze setzen?

Eine Vereinbarung klären?

Vertrauen überprüfen?

Eine Entscheidung mitteilen?

Manchmal lohnt sich ein klares Gespräch.

Manchmal liefert die beobachtete Lüge bereits genügend Information für deine nächste Entscheidung.

 

 

 

Wenn die Person alles abstreitet

 

Du musst einen anderen Menschen weniger dazu bringen, deine Realität offiziell zu bestätigen.

Gerade wenn du belastbare Fakten hast, kann irgendwann eine Grenze erreicht sein.

Dann geht es weniger um:

„Gib endlich zu, dass du gelogen hast.“

und stärker um:

„Was bedeutet dieses Verhalten für meine weitere Beziehung oder Zusammenarbeit?“

Das verschiebt die Aufmerksamkeit wieder in deinen Einflussbereich.

 

 

 

Privat und beruflich unterscheiden

 

Private Beziehungen

 

Wiederholtes Lügen kann Vertrauen in Partnerschaft, Familie oder Freundschaft erheblich beschädigen.

Dann stellen sich Fragen nach Grenzen, Nähe, Verlässlichkeit und möglicherweise der Zukunft der Beziehung.

→ Umgang mit Narzissten: Selbstschutz, Grenzen und Handlungsspielraum

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Bei Vorgesetzten, Kollegen, Geschäftspartnern oder Gesellschaftern können zusätzlich Karriere, Verträge, Reputation und wirtschaftliche Interessen betroffen sein.

Dann sind sorgfältige Dokumentation und strategische Vorbereitung besonders wichtig.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

 

Lügen sind weniger das einzige Problem

 

Manchmal konzentriert sich alles auf die Frage:

„Warum lügt dieser Mensch?“

Doch möglicherweise ist eine andere Frage wichtiger:

„Was macht es mit meiner Beziehung zu diesem Menschen, dass ich seinen Aussagen kaum noch vertrauen kann?“

Denn Vertrauen entsteht weniger durch die richtige Erklärung für eine Lüge.

Es entsteht durch verlässliches Verhalten über Zeit.

 

 

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht wirst du irgendwann genau verstehen, weshalb ein Mensch lügt.

Scham.

Selbstschutz.

Kontrolle.

Angst vor Konsequenzen.

Bedürfnis nach Anerkennung.

Das kann psychologisch interessant sein.

Für dein Leben bleibt jedoch eine weitere Frage:

Was möchtest du mit dem tun, was du inzwischen weißt?

Verstehen schafft Orientierung.

Deine Entscheidungen schaffen Richtung.

Video

Warum Narzissten ständig lügen – 10 psychologische Gründe, die du kennen solltest

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Antworten auf häufige Fragen

Was gilt als Lüge?

Eine Lüge ist eine nicht wahrheitsgemäße Behauptung, mit der die Quelle beabsichtigt, den Glauben an die Wahrheit einer Aussage zu erwecken, von der selbst geglaubt wird, dass sie falsch ist. Eine Lüge beinhaltet also die Absicht zu täuschen. Außerdem versichert oder verspricht die Quelle Empfängern implizit, dass die Aussage wahr ist.

Lügen Narzissten häufiger?

Narzisstische Zeitgenossen lügen mehr als andere Persönlichkeitstypen. Ihr künstliches Ego ist so aufgeblasen und wacklig, dass sie oft das Bedürfnis haben, das zu verstecken, ihre Fehler zu vertuschen und Geschichten zu erfinden, um sich selbst besser aussehen zu lassen.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

P.S.

 

Hattest du es schon mit toxischen Menschen wie Narzissten zu tun und wie hasst du auf dich acht gegeben? Welche Erfahrungen hast du mit narzisstischen Lügen gemacht?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co. @karsten-noack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.

Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.

Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.

Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.

Externer Link zu YT-Kanal @karsten-noack (es geltem die Datenschutzbedingungen von Google/YouTube)

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 17. September 2021
Überarbeitung: 17. September 2021
AN: #949
English version:
Ü:
K:

Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger, selbst mit besten Kommunikationstechniken

Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger, selbst mit besten Kommunikationstechniken

Tagesmotto*: Kommunikationskompetenz

Kommunikationskompetenz: Nicht jede Information erreicht ihren Empfänger
Keiner ist so taub wie der, der nicht hören will. Französisches Sprichwort

Kommunikation erfordert Bereitschaft

 

Manchmal nutzen die besten Kommunikationstechniken nichts. Wenn die Bereitschaft zuzuhören nicht vorhanden ist, braucht es erst noch eine entsprechende Vorbereitung.

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Wie gut, dass wir miteinander reden

 

Die Welt der Kommunikation ist weitreichend und die Angebote dazu liefern interessante Einblicke und wirksame Techniken. Das kann das Leben aller Beteiligten verbessern und vereinfachen. Davon profitieren besonders die Beziehungen, was wiederum vieles im Leben erleichtert. Doch manchmal helfen die besten Kommunikationstechniken nichts. Das Tagesmotto erinnert daran.

 

 

 

Empfänger verweigert die Annahme

 

Rapport ist mehr als ein Wort aus der Theorie der Literatur zur Kommunikation. Ohne Rapport (ausreichend tragfähige Beziehung) ist die Bereitschaft zum Austausch von Gedanken und sich mit anderen Menschen zu beschäftigen gering bis abwesend. Dann helfen weder stupide Wiederholung, noch lauter werden oder Aggression, um der Botschaft zur Beachtung zu verhelfen.

Ist die Bereitschaft zuzuhören nicht vorhanden, dann braucht es erst noch eine entsprechende Vorbereitung. Und auch das ist nicht immer so einfach, wenn überhaupt möglich. Manche Kluft ist anfangs zu groß, um sie spontan zu überbrücken. Solange die Voraussetzungen beim Empfänger einer Botschaft fehlt, sie anzunehmen, sie überhaupt wahrzunehmen, perlen die Angebote ab.

 

 

 

Und selbst …

 

Wenn bei einem selbst der Druck schon zu hoch ist, ist es mitunter schon eine ziemliche Herausforderung, sich auf Gesprächspartner einzustellen. Und doch lohnt es sich.

Außerdem gilt es, sich von Zeit zu Zeit auch an die eigene Nase zu fassen. Wir leben alle in unserer persönlichen Welt. Filterblase und Echokammer sind nicht nur Phänomene, die andere Menschen betreffen. Jeder hat eigene Filter, blinde Flecken, …

Welche Gründe haben Missverständnisse?

 

Missverständnisse können aus verschiedenen Gründen entstehen, einschließlich:

 

 

 

1. Unterschiedliche Wahrnehmungen

 

Menschen können dieselbe Situation unterschiedlich wahrnehmen, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Perspektiven. Daher können sie verschiedene Interpretationen desselben Ereignisses haben und Missverständnisse entstehen.

 

 

 

2. Unterschiedliche Sprachen und Kulturen

 

Menschen aus verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen können Schwierigkeiten haben, sich aufgrund von Unterschieden in der Sprache und Kultur zu verstehen. Ein Wort oder Ausdruck kann in einer Sprache eine andere Bedeutung haben als in einer anderen, was zu Missverständnissen führen kann.

 

 

3. Unklare Kommunikation

 

Wenn jemand seine Gedanken oder Absichten nicht klar ausdrückt, kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Unklare oder unvollständige Kommunikation kann zu Fehlinterpretationen führen und somit Missverständnisse hervorrufen.

 

 

 

4. Unterschiedliche Erwartungen

 

Menschen haben unterschiedliche Erwartungen und Annahmen darüber, wie andere sich verhalten sollten oder was sie sagen sollten. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, kann dies zu Missverständnissen führen.

 

 

5. Emotionen

 

Emotionen können die Wahrnehmung beeinflussen und zu Missverständnissen führen. Wenn jemand beispielsweise wütend oder gestresst ist, kann er die Worte und Handlungen anderer falsch interpretieren.

Insgesamt gibt es viele Gründe, warum Missverständnisse entstehen können, und es ist wichtig, darauf zu achten, wie wir kommunizieren, um Missverständnisse zu minimieren. Klare und präzise Kommunikation sowie das Verständnis anderer Perspektiven und Hintergründe können helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

 

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.​

 

 

Wie sorgst du dafür, dass du und deine Gesprächspartner bereit für eine konstruktive Kommunikation sind?

Grenzen der Kommunikation: Souverän bleiben, wenn Worte verdreht werden

Selbst, wenn wir einer Botschaft die entsprechend verdiente Chance verschaffen, es wird nicht immer fair kommuniziert. Dann helfen Ihnen die besten Techniken und immense Vorbereitung nur bedingt. Irgendein Haar lässt sich in jeder Suppe finden, oder hineinzaubern.

Wie unterhaltsam muss ein Blindtext sein?

Wie unterhaltsam muss ein Blindtext sein?

Als Blindtexte werden sinnfreie Texte bezeichnet, die bei der Produktion von Publikationen oder Webseiten als Platzhalter für spätere Inhalte stehen, wenn der eigentliche Text noch nicht vorhanden ist. So helfen sie dabei schon einen Eindruck der ersten Gestaltungen zu bekommen. Sie werden auch als Dummy-, Füll- oder Platzhaltertexte bezeichnet.

mehr lesen

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 29. September 2015
Überarbeitung: 22. November 2020
Englische Version:
AN: #234
K: CNB
Ü:

YouTube-Kanal: Schutz vor Narzissten & toxischen Menschen | Karsten Noack

YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co.

So schützt du dich vor toxischen Menschen
Missverständnis

YouTube-Kanal: Schutz vor Narzissten & toxischen Menschen

 

Klarheit, Selbstschutz und ruhige Stärke in schwierigen Beziehungen

 

Manche Beziehungen hinterlassen mehr Fragen als Antworten.

Was ist hier eigentlich passiert?

Warum zweifle ich plötzlich an meiner eigenen Wahrnehmung?

Warum fühle ich mich ständig verantwortlich?

Warum kosten mich bestimmte Gespräche so viel Kraft?

Und wie kann ich mich schützen, ohne selbst hart oder zynisch zu werden?

Genau darum geht es auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack.

Ich beschäftige mich dort mit narzisstisch geprägten und toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation, psychologischem Selbstschutz und den Folgen für Menschen, die solchen Dynamiken ausgesetzt sind.

Mein Ziel ist weniger, Menschen vorschnell zu etikettieren.

Mein Ziel ist, dir zu helfen, Muster früher zu erkennen, deiner Wahrnehmung wieder mehr zu vertrauen und klarer zu handeln.

 

 

 

Worum geht es auf dem Kanal?

 

Auf dem Kanal findest du Beiträge zu Themen wie:

  • narzisstische Beziehungsmuster

  • verdeckter Narzissmus

  • Gaslighting

  • Schuldumkehr

  • Manipulation

  • Lovebombing

  • Silent Treatment

  • Hoovering

  • Future Faking

  • Projektion

  • Triangulation

  • Trauma-Bonding

  • Grenzsetzung

  • Kontaktgestaltung und Kontaktabbruch

  • schwierige Elternbeziehungen

  • toxische Partnerschaften

  • problematische Geschäftspartner

  • Selbstzweifel nach belastenden Beziehungen

  • Wiederaufbau von Selbstvertrauen

  • psychologischer Selbstschutz

Dabei geht es immer wieder um eine zentrale Frage:

Was hilft dir, klarer, würdevoller und handlungsfähiger zu bleiben?

 

 

 

Weniger Diagnose, mehr Orientierung

 

Der Begriff Narzissmus wird heute sehr schnell verwendet.

Ein egoistischer Mensch ist weniger automatisch narzisstisch.

Eine schwierige Beziehung beweist keine Persönlichkeitsstörung.

Und aus einzelnen Verhaltensweisen lässt sich kaum seriös eine Diagnose ableiten.

Deshalb verwende ich den Begriff „Narzissten“ auf dem Kanal meist alltagssprachlich für Menschen mit deutlich narzisstisch geprägten Verhaltensmustern.

Für deinen Alltag ist häufig ohnehin eine andere Frage wichtiger:

Welche Verhaltensweisen erlebe ich – und was bedeuten sie für mich?

Kann die andere Person Verantwortung übernehmen?

Sind Grenzen möglich?

Werden Vereinbarungen eingehalten?

Wird meine Wahrnehmung regelmäßig infrage gestellt?

Ist eine faire Klärung möglich?

Konkretes Verhalten gibt dir häufig mehr Orientierung als ein Etikett.

 

 

 

Wenn du immer wieder an dir zweifelst

 

Viele Menschen kommen auf den Kanal, weil sie sich selbst kaum noch trauen.

Nach einem Gespräch denken sie:

Vielleicht war ich unfair.

Vielleicht bin ich zu empfindlich.

Vielleicht habe ich alles falsch verstanden.

Vielleicht bin ich wirklich das Problem.

Ein einzelner Selbstzweifel ist menschlich.

Wenn du jedoch nach vielen Begegnungen systematisch weniger Klarheit hast als vorher, lohnt sich ein genauerer Blick.

Ein wichtiger Schritt kann sein:

Fakten und Interpretation wieder voneinander zu trennen.

Was ist konkret geschehen?

Was wurde gesagt?

Was war vereinbart?

Was wiederholt sich?

Und wie reagiert die andere Person, wenn du um Klärung bittest?

 

 

 

Grenzen ohne Drama

 

Ein Schwerpunkt meines Kanals ist Grenzsetzung.

Dabei geht es weniger um möglichst harte Ansagen.

Eine Grenze kann ruhig sein.

Klar.

Respektvoll.

Und trotzdem verbindlich.

Zum Beispiel:

„So möchte ich weniger mit mir sprechen lassen.“

„Darüber entscheide ich nach Prüfung.“

„Diese Vereinbarung gilt für mich weiterhin.“

„Ich möchte beim konkreten Thema bleiben.“

„Dafür stehe ich weniger zur Verfügung.“

Grenzen brauchen weniger Lautstärke.

Sie brauchen Konsequenz.

 

 

 

Manipulation früher erkennen

 

Manipulation funktioniert häufig besonders gut dort, wo Menschen etwas sehr Wertvolles schützen möchten.

Nähe.

Zugehörigkeit.

Anerkennung.

Harmonie.

Sicherheit.

Liebe.

Reputation.

Deshalb wirken manipulative Dynamiken selten wie ein offensichtlicher Angriff.

Sie können sich langsam entwickeln.

Ein kleiner Zweifel.

Ein Schuldgefühl.

Eine Verschiebung der Verantwortung.

Ein weiterer Kompromiss.

Noch eine Ausnahme.

Der Kanal hilft dir dabei, solche Muster besser zu erkennen.

Früher erkennen bedeutet früher wählen können.

 

 

 

Toxische Dynamik oder schwieriger Mensch?

 

Nicht jede schwierige Person ist toxisch.

Menschen können:

gestresst sein.

unreif reagieren.

Fehler machen.

egoistisch handeln.

schlecht kommunizieren.

oder in einem Konflikt ungünstig reagieren.

Entscheidend wird weniger ein einzelner Moment.

Achte auf:

Wiederholung.

Klärbarkeit.

Verantwortungsübernahme.

Respekt vor Grenzen.

Gegenseitigkeit.

Ein schwieriger Mensch kann sich korrigieren.

Eine destruktive Dynamik reproduziert sich häufig trotz vieler Gespräche.

 

 

 

Mein Realitäts-Kompass

 

Wenn du gerade kaum noch weißt, was du glauben sollst, können vier Fragen helfen:

 

1. Was ist konkret geschehen?

Beobachtbares Verhalten.

 

2. Was war vereinbart?

Was wurde tatsächlich gesagt oder festgehalten?

3. Ist es ein Einzelfall oder ein Muster?

Ein Fehler ist etwas anderes als eine wiederkehrende Dynamik.

 

4. Ist Klärung möglich?

Kann die andere Person zuhören, Verantwortung übernehmen und Verhalten verändern?

Klärbarkeit ist ein entscheidender Unterschied.

 

 

 

Warum ich diese Videos mache

 

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen, die unter schwierigen und narzisstisch geprägten Beziehungen leiden.

Dabei begegnen mir immer wieder ähnliche Fragen.

Warum habe ich das so lange ausgehalten?

Warum fällt mir Abgrenzung so schwer?

Warum vermisse ich jemanden, der mir so geschadet hat?

Warum fühle ich mich schuldig, wenn ich mich schütze?

Warum reicht Erkenntnis allein manchmal weniger?

Aus diesen Fragen sind im Laufe der Zeit mehrere hundert Videos entstanden.

Heute ist der Kanal eine umfangreiche Fachmediathek rund um:

Klarheit.

Selbstschutz.

Grenzen.

Beziehungsmuster.

und den Weg zurück zu mehr eigener Handlungsfähigkeit.

 

 

 

 

Der Kanal ersetzt keine persönliche Unterstützung

 

Videos können Orientierung geben.

Sie können helfen, Muster zu erkennen.

Sie können Sprache für etwas liefern, das bisher schwer greifbar war.

Und manchmal braucht es mehr.

Eine konkrete Geschichte.

Eine schwierige Entscheidung.

Eine belastende Beziehung.

Ein bevorstehendes Gespräch.

Oder die Frage:

Was bedeutet all das jetzt für mich?

Dann kann individuelle Unterstützung sinnvoll sein.

 

 

 

Unterstützung bei narzisstischen Dynamiken

 

Wenn du eine konkrete Situation klären möchtest, können wir gemeinsam betrachten:

Was geschieht tatsächlich?

Welche Muster wiederholen sich?

Welche Grenzen brauchst du?

Welche Optionen hast du?

Welche Gespräche stehen an?

Wie kannst du deine Wahrnehmung wieder besser als Orientierung nutzen?

Und was hilft dir, innerlich stabiler zu bleiben?

Je nach Anliegen geht es um Coaching, Beratung, Gesprächsvorbereitung oder therapeutische Unterstützung im passenden Rahmen.

→ Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken

→ Honorare und Konditionen

Rechtliche Fragen gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachleute.

 

 

 

Allgemeine Fragen und Austausch

 

Viele Fragen interessieren auch andere Menschen.

Dafür eignet sich die Kommentarfunktion unter meinen Videos und Artikeln.

Manche Fragen greife ich später in einem eigenen Beitrag auf.

Sehr persönliche oder vertrauliche Situationen gehören dagegen in einen geschützten Rahmen.

 

 

 

YouTube-Kanal @karsten-noack

 

Wenn du dich für psychologischen Selbstschutz, narzisstische Dynamiken und klare Grenzen interessierst, findest du auf meinem Kanal regelmäßig neue Beiträge.

→ YouTube-Kanal @karsten-noack ansehen

Dort geht es weniger darum, möglichst viele Menschen als „Narzissten“ zu identifizieren.

Es geht darum, dich selbst besser zu schützen und klarer zu entscheiden, wie du mit schwierigen Menschen umgehen möchtest.

 

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht bist du auf diesen Kanal gekommen, weil du einen anderen Menschen verstehen möchtest.

Das ist nachvollziehbar.

Und irgendwann wird eine andere Frage wichtiger:

Was brauche ich?

Was schützt mich?

Was stärkt mich?

Welche Grenze brauche ich?

Welche Beziehung möchte ich führen?

Und welche Rolle möchte ich künftig in meinem eigenen Leben spielen?

Dort beginnt für mich der entscheidende Teil.

YouTube-Kanal @karsten-noack Schutz vor Narzissten & Co.

 

Vor einiger Zeit startete ich einen YouTube-Kanal, der sich dem Schutz von Menschen widmet, die es mit toxischen Menschen, wie Narzissten zu tun haben.

Narzisstischer Missbrauch ist verletzend, richtet viel Schaden an. Ich werde den Tag feiern, an dem dieser und ähnliche Kanäle nicht mehr benötigt werden. Aktuell jedoch steigt der Bedarf.

Auf diesem Kanal (@karsten-noack) konzentrieren sich die Beiträge auf den Schutz vor toxischen Zeitgenossen, wie Narzissten und Co., denn auch ohne diagnostizierte Persönlichkeitsstörung können Menschen mit entsprechenden Tendenzen das Leben ihrer Mitmenschen zur Hölle machen. Es geht darum, die Schritte zu einem erfüllten, selbstbestimmten Leben zu erleichtern.

Externer Link: https://www.youtube.com/@karsten-noack

 

 

 

Achtung

Dieser Beitrag ist keine Anleitung zur Diagnostik pathologischer Narzissten. Er soll dir helfen, unangenehmen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und dich vor Ausnutzung zu schützen. Zur Vereinfachung spreche ich hier von „Narzissten“, wenn ich Menschen mit deutlich narzisstischen Tendenzen meine – unabhängig davon, ob es sich um Frauen oder Männer handelt.

Video

Sind heute alle Narzissten?

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Antworten auf häufige Fragen

Für wen ist der YouTube-Kanal gedacht?

Für Menschen, die narzisstisch geprägte, manipulative oder toxische Beziehungsmuster besser verstehen und sich wirksamer schützen möchten.

Geht es ausschließlich um Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung?

Nein. Der Schwerpunkt liegt auf problematischen narzisstischen Verhaltensmustern und ihren Auswirkungen. Diagnosen gehören in professionelle Hände.

Kennst du dich auch verdeckten Narzissmus aus?

Ja. Verdeckte beziehungsweise vulnerable narzisstische Muster, Gaslighting, Schuldumkehr und subtile Manipulation gehören zu den regelmäßigen Themen.

Geht es ausschließlich um Partnerschaften?

Nein. Die Dynamiken können ebenso in Familien, Freundschaften, am Arbeitsplatz oder in Geschäftsbeziehungen auftreten.

Kann ich dir Themen für Videos empfehlen?

Allgemeine Fragen und Themenvorschläge kannst du gerne über die Kommentarfunktion einbringen.

Gibt es persönliche Unterstützung?

Ja. Bei konkreten und vertraulichen Anliegen ist individuelle Unterstützung möglich. Der passende Rahmen richtet sich nach der Situation.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co. @karsten-noack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.

Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.

Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.

Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.

Externer Link zu YT-Kanal @karsten-noack (es geltem die Datenschutzbedingungen von Google/YouTube)

P.S.

 

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Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Artikel zu Narzissten und Narzissmus

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 14. Januar 2024
Überarbeitung: 14. Januar 2024
AN: #849
English version:
Ü:
K:

Beleidigungen durch Narzissten: Bedeutung & Selbstschutz

Beleidigungen durch Narzissten — das bedeuten sie wirklich

So schützt du dich vor toxischen Menschen
Missverständnis

Beleidigungen durch Narzissten: Was dahinterstecken kann und wie du dich schützt

 

Wenn Worte treffen sollen: Abwertung erkennen, einordnen und souveräner reagieren

 

Manchmal trifft eine Beleidigung überraschend genau.

Sie greift etwas auf, das du einmal im Vertrauen erzählt hast.

Eine Unsicherheit.

Eine alte Verletzung.

Etwas, das dir wichtig ist.

Und plötzlich fragst du dich:

Warum sagt dieser Mensch so etwas zu mir?

Gerade bei stark narzisstisch geprägten Beziehungsmustern können Beleidigungen eine besondere Funktion bekommen.

Sie können abwerten.

Verunsichern.

Dominanz herstellen.

Eine Reaktion provozieren.

Oder davon ablenken, worüber gerade gesprochen werden sollte.

Für deinen Selbstschutz ist deshalb eine Frage besonders hilfreich:

Was geschieht hier gerade zwischen uns?

 

 

 

Eine Beleidigung sagt zunächst etwas über das Verhalten des anderen Menschen

 

Wenn jemand dich beleidigt, entstehen schnell Zweifel.

War ich wirklich zu empfindlich?

Habe ich etwas falsch gemacht?

Ist an der Aussage vielleicht doch etwas dran?

Damit beginnt häufig ein ungünstiger Prozess.

Du untersuchst dich selbst, während das Verhalten der anderen Person aus dem Blick gerät.

Deshalb lohnt sich zunächst eine nüchterne Feststellung:

Ein Mensch hat sich entschieden, dich abzuwerten.

Darüber kannst du sprechen.

Das kannst du einordnen.

Und darauf kannst du reagieren.

 

 

 

Warum beleidigen narzisstisch geprägte Menschen?

 

Es gibt darauf keine einzige Erklärung.

Menschen handeln aus unterschiedlichen Motiven.

Bei ausgeprägt narzisstischen Mustern können Beleidigungen beispielsweise im Zusammenhang mit folgenden Situationen auftreten:

Kritik.

Widerspruch.

Grenzen.

Zurückweisung.

Konkurrenz.

Statusverlust.

Scham.

Kontrollverlust.

Oder dem Gefühl, in der eigenen Bedeutung infrage gestellt zu werden.

Dann kann Abwertung dazu dienen, das eigene Überlegenheitsgefühl wiederherzustellen.

Ein anderer Mensch wird kleiner gemacht, damit die eigene Position wieder größer erscheint.

Das erklärt ein Verhalten möglicherweise.

Es rechtfertigt es keineswegs.

 

 

 

9 typische Formen der Abwertung

 

1. Die direkte Beleidigung

 

Sie ist leicht zu erkennen.

„Du bist lächerlich.“

„Du bist unfähig.“

„Mit dir stimmt etwas nicht.“

Solche Aussagen transportieren kaum sachliche Information.

Sie greifen die Person an.

Eine hilfreiche Reaktion lautet deshalb selten, den eigenen Wert zu beweisen.

Die wichtigere Frage ist:

Wie möchte ich mit einem Menschen umgehen, der so mit mir spricht?

 

 

 

2. Die Beleidigung als angeblicher Scherz

 

„War doch nur Spaß.“

„Du verstehst wirklich keinen Humor.“

„Man wird ja wohl noch einen Witz machen dürfen.“

Humor verbindet Menschen.

Er kann ebenso als Verpackung für Abwertung dienen.

Ein guter Orientierungspunkt:

Ein Scherz auf deine Kosten bleibt kein guter Scherz, sobald deine Würde den Preis dafür zahlt.

 

 

 

3. Die kleine Spitze

 

Manchmal geht es subtiler zu.

Ein Augenrollen.

Ein abwertender Ton.

Ein scheinbar beiläufiger Kommentar.

„Das verstehst du wahrscheinlich sowieso nicht.“

„Für deine Verhältnisse ganz ordentlich.“

„Interessant, dass ausgerechnet du das sagst.“

Jede einzelne Bemerkung wirkt klein.

Die Wiederholung verändert die Wirkung.

Viele kleine Abwertungen können das Selbstvertrauen ebenso angreifen wie eine offene Beleidigung.

 

 

 

4. Der Angriff auf deine empfindlichste Stelle

 

Du hast einmal erzählt, dass du dich für etwas schämst.

Oder dass dich ein bestimmtes Thema verletzt.

Später wird genau dieses Wissen im Streit eingesetzt.

Das trifft besonders stark, weil persönliche Offenheit ursprünglich auf Vertrauen beruhte.

Hier entsteht eine wichtige Information:

Wie geht dieser Mensch mit deiner Verletzlichkeit um?

Vertrauen zeigt sich besonders darin, wie jemand mit Dingen umgeht, die ihm anvertraut wurden.

 

 

 

5. Die öffentliche Abwertung

 

Unter vier Augen verhält sich die Person freundlich.

Vor anderen folgen Spott, Korrekturen oder Bloßstellungen.

Vielleicht wird eine Geschichte erzählt, die dich schlecht aussehen lässt.

Oder ein Fehler wird demonstrativ hervorgehoben.

Öffentliche Abwertung kann eine zusätzliche Wirkung haben:

Sie verändert Status.

Plötzlich geht es weniger um das Sachthema und stärker darum, wer oben und wer unten steht.

Gerade im beruflichen Umfeld verdient dieses Muster besondere Aufmerksamkeit.

 

 

 

6. Der Vergleich mit anderen

 

„Meine Ex konnte damit viel besser umgehen.“

„Andere Mitarbeiter schaffen das schließlich auch.“

„Jeder andere würde sich darüber freuen.“

Solche Vergleiche erzeugen Konkurrenz.

Du sollst möglicherweise beweisen, dass du wertvoll genug, leistungsfähig genug oder liebenswert genug bist.

Die bessere Orientierung lautet:

Dein Wert entsteht weder durch Konkurrenz noch durch einen Vergleich.

 

 

 

7. Die Provokation bis zur Reaktion

 

Eine kleine Beleidigung.

Noch eine Spitze.

Eine Unterstellung.

Noch etwas Persönliches.

Irgendwann reagierst du deutlich.

Und plötzlich lautet das Thema:

„Siehst du, wie aggressiv du bist?“

Der gesamte Vorlauf verschwindet aus der Geschichte.

Das kann ausgesprochen verwirrend sein.

Dein Schutz beginnt deshalb möglichst früh.

Verlasse destruktive Gespräche, bevor die Eskalation ihre eigene Dynamik entwickelt.

 

 

 

8. Abwertung nach einer Grenze

 

Du sagst Nein.

Du widersprichst.

Du ziehst dich zurück.

Du triffst eine eigene Entscheidung.

Und plötzlich folgen Beleidigungen.

„Egoistisch.“

„Undankbar.“

„Arrogant.“

„Kalt.“

Dann lohnt sich eine genaue Beobachtung.

Vielleicht beschreibt die Beleidigung weniger deinen Charakter.

Vielleicht zeigt sie vielmehr, wie die andere Person auf deinen wachsenden Handlungsspielraum reagiert.

 

 

 

9. Abwertung als Ersatz für ein Argument

 

Du sprichst über einen konkreten Sachverhalt.

Statt einer Antwort folgt:

„Du bist verrückt.“

„Du hast doch keine Ahnung.“

„Mit dir kann man sowieso nicht reden.“

Das Gespräch wechselt von der Sachebene auf deine Person.

Dann hilft eine einfache innere Trennung:

Ein persönlicher Angriff beantwortet keine Sachfrage.

Du darfst beim Thema bleiben.

Oder das Gespräch beenden.

 

 

 

Besonders wichtig: Beleidigungen können von der Sache ablenken

 

Stell dir vor:

Du möchtest darüber sprechen, dass eine Vereinbarung gebrochen wurde.

Die andere Person sagt:

„Du bist einfach krankhaft kontrollierend.“

Nun hast du zwei Möglichkeiten.

Du beginnst darüber zu diskutieren, ob du kontrollierend bist.

Dann verschwindet die gebrochene Vereinbarung.

Oder du bleibst beim Ausgangspunkt:

„Wir sprechen gerade über unsere Vereinbarung.“

Dieser kleine Unterschied kann enorm viel verändern.

 

 

 

Muss ich mich gegen jede Beleidigung verteidigen?

 

Eine verständliche Reaktion lautet:

„Das stimmt überhaupt nicht!“

Dann beginnt häufig eine lange Rechtfertigung.

Und genau dadurch erhält die Beleidigung noch mehr Raum.

Manchmal ist eine kürzere Reaktion wirksamer:

„So lasse ich mit mir nicht sprechen.“

Oder:

„Wenn wir sachlich sprechen, führe ich das Gespräch weiter.“

Oder:

„Ich beende das Gespräch an dieser Stelle.“

Du musst deine Würde weder beweisen noch verteidigen.

Du kannst sie durch dein Verhalten schützen.

 

 

 

Vier Schritte für eine souveränere Reaktion

 

1. Erkenne den Wechsel der Ebene

Gerade ging es um ein Thema.

Jetzt geht es plötzlich um deinen Charakter.

Erkenne diesen Wechsel möglichst früh.

 

 

 

2. Rechtfertige dich sparsam

 

Eine Beleidigung lädt häufig zu einer Verteidigungsrede ein.

Du darfst diese Einladung ausschlagen.

 

 

 

3. Setze eine klare Grenze

 

Zum Beispiel:

„Ich spreche gern über das Thema. Persönliche Angriffe gehören für mich zu keinem konstruktiven Gespräch.“

Oder sehr kurz:

„So führe ich dieses Gespräch nicht weiter.“

 

 

 

4. Handle entsprechend

 

Eine Grenze gewinnt durch Konsequenz.

Wenn persönliche Angriffe weitergehen, beendest du beispielsweise das Gespräch.

Damit verlagerst du deinen Fokus.

Weg von:

„Wie bringe ich den anderen Menschen dazu, mich zu respektieren?“

Hin zu:

„Wie verhalte ich mich, wenn Respekt fehlt?“

Das ist Selbstführung.

 

 

 

Welche Reaktion ist bei Narzissten am besten?

 

Eine universelle Antwort gibt es kaum.

Die passende Reaktion hängt von der Situation ab.

Ein Partner erfordert möglicherweise einen anderen Umgang als ein Kollege.

Ein Familienmitglied einen anderen als ein Geschäftspartner.

Bei manchen Menschen hilft eine klare Ansage.

Bei anderen führt jedes zusätzliche Argument zu einer weiteren Runde.

Dann kann weniger Kommunikation hilfreicher sein.

Wichtig ist deshalb weniger die perfekte Formulierung.

Wichtig ist deine Strategie.

 

 

 

Lass dich weniger auf die Frage ein: „Hat er vielleicht recht?“

 

Natürlich darfst du dich selbst reflektieren.

Selbstreflexion ist wertvoll.

Eine Beleidigung ist dafür allerdings ein schlechter Ausgangspunkt.

Wenn du wissen möchtest, ob an einer Kritik etwas dran ist, frage lieber:

Was wurde konkret beobachtet?

Welche Situation ist gemeint?

Welches Verhalten soll sich verändern?

Gibt es nachvollziehbare Beispiele?

Konstruktive Kritik wird konkreter, sobald du nachfragst.

Abwertung bleibt häufig pauschal.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

 

 

 

Kritik und Beleidigung unterscheiden

 

Kritik kann unangenehm sein und gleichzeitig hilfreich bleiben.

Zum Beispiel:

„Du hast mir die Unterlagen zweimal später geschickt als vereinbart.“

Das beschreibt ein konkretes Verhalten.

Eine Beleidigung lautet:

„Auf dich ist grundsätzlich kein Verlass.“

Oder:

„Du bist völlig unfähig.“

Hier wird aus einem Verhalten ein Urteil über die ganze Person.

Ein hilfreicher Maßstab lautet:

Konstruktive Kritik eröffnet Handlungsmöglichkeiten. Abwertung greift den Wert einer Person an.

 

 

 

Wenn Beleidigungen regelmäßig werden

 

Ein einzelner Ausrutscher kann in vielen Beziehungen aufgearbeitet werden.

Menschen können Verantwortung übernehmen.

Sie können sich entschuldigen.

Sie können ihr Verhalten verändern.

Interessant wird deshalb das Muster:

Was geschieht anschließend?

Wird Verantwortung übernommen?

Folgt eine glaubwürdige Entschuldigung?

Verändert sich das Verhalten?

Oder beginnt alles erneut?

Beziehungen zeigen ihre Qualität weniger durch Fehlerfreiheit.

Sie zeigen sie durch den Umgang mit Fehlern.

 

 

 

Beleidigungen in Partnerschaften und Familie

 

Wiederholte Abwertung verändert Beziehungen.

Menschen beginnen möglicherweise, ihre Worte sorgfältiger auszuwählen.

Sie vermeiden bestimmte Themen.

Sie überlegen ständig, welche Reaktion entstehen könnte.

Sie ziehen sich zurück.

Oder sie versuchen, durch besondere Rücksicht wieder Frieden herzustellen.

So bekommt die andere Person immer mehr Einfluss auf das eigene Verhalten.

An dieser Stelle lohnt sich eine wichtige Frage:

Wie viel Raum nimmt die Angst vor der nächsten Reaktion inzwischen in meinem Leben ein?

 

 

 

Beleidigungen im beruflichen Umfeld

 

Auch im Beruf können Abwertungen erhebliche Folgen entwickeln.

Ein Vorgesetzter macht dich vor Kollegen lächerlich.

Ein Geschäftspartner greift deine Kompetenz an.

Ein Mitgesellschafter wird persönlich, sobald du widersprichst.

Ein Kollege provoziert und erzählt anschließend lediglich von deiner Reaktion.

Hier lohnt sich besonders viel Sachlichkeit.

Dokumentiere wichtige Vorgänge.

Trenne persönliche Angriffe von sachlichen Fragen.

Kläre Vereinbarungen möglichst eindeutig.

Und achte darauf, wo Reputation, Karriere oder wirtschaftliche Interessen berührt werden.

Bei hoher Tragweite braucht es häufig mehr als eine schlagfertige Antwort.

Es braucht eine Strategie.

Narzissmus im professionellen Bereich

 

 

 

Wenn du an dir selbst zweifelst

 

Wiederholte Abwertung kann Spuren hinterlassen.

Vielleicht hörst du irgendwann die Stimme der anderen Person, obwohl sie längst abwesend ist.

„Du bist zu empfindlich.“

„Du kannst das sowieso nicht.“

„Mit dir stimmt etwas nicht.“

Dann lohnt sich eine wichtige Trennung:

Eine oft wiederholte Behauptung wird dadurch noch lange keine Wahrheit.

Frage dich:

Welche konkreten Erfahrungen sprechen für mich?

Was sagen Menschen, deren Urteil ich schätze?

Wie habe ich mich erlebt, bevor diese Beziehung so viel Raum bekam?

Welche meiner Eigenschaften möchte ich selbst definieren?

So kommt die Deutungshoheit schrittweise zurück zu dir.

 

 

 

Was Beleidigungen wirklich bedeuten können

 

Vielleicht bist du auf diese Seite gekommen, weil du wissen möchtest:

„Was bedeutet es, wenn ein Narzisst mich beleidigt?“

Meine Antwort lautet:

Eine Beleidigung kann unterschiedliche Motive haben.

Sie kann aus Wut entstehen.

Aus Kränkung.

Aus dem Wunsch nach Dominanz.

Aus Verachtung.

Aus Überforderung.

Aus einem Versuch, dich zu provozieren oder abzuwerten.

Von außen lässt sich die Motivation selten sicher bestimmen.

Für deinen Selbstschutz ist etwas anderes wichtiger:

Der Mensch hat sich gerade entschieden, respektlos mit dir umzugehen.

Und du darfst entscheiden, was du daraus machst.

 

 

 

Du musst das Spiel weder verstehen noch gewinnen

 

Viele Betroffene investieren viel Energie in die Frage:

Warum macht dieser Mensch das?

Was denkt er?

Was fühlt er?

Was bezweckt er?

Verstehen kann hilfreich sein.

Und irgendwann kommt eine wichtigere Frage:

Was brauche ich jetzt?

Welche Grenze?

Welchen Abstand?

Welche Klarheit?

Welche Unterstützung?

Welche Entscheidung?

Damit verschiebt sich deine Aufmerksamkeit zurück dorthin, wo du tatsächlich Einfluss hast.

Zu dir.

 

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Eine Beleidigung kann treffen.

Sie darf trotzdem dort bleiben, wo sie entstanden ist.

Bei der Person, die sie ausgesprochen hat.

Du kannst prüfen, ob eine sachliche Information darin steckt.

Du kannst Verantwortung für dein eigenes Verhalten übernehmen.

Und du kannst gleichzeitig deine Würde schützen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb weniger:

„Was sagt diese Beleidigung über mich aus?“

Sondern:

„Was sagt der Umgang dieser Person mit mir über unsere Beziehung aus – und wie möchte ich darauf reagieren?“

Diese Frage führt zurück zu Klarheit.

 

 

 

Unterstützung beim Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

Wenn Beleidigungen, Abwertung und Manipulation längst an deinem Selbstvertrauen oder deiner Wahrnehmung rütteln, kann ein Blick von außen hilfreich sein.

Gemeinsam können wir sortieren:

Was geschieht tatsächlich?

Welche Muster wiederholen sich?

Welche Grenzen helfen?

Welche Form von Kontakt ist sinnvoll?

Wie kannst du schwierige Gespräche vorbereiten?

Und wie gewinnst du wieder mehr Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit?

Im privaten Kontext kann es dabei auch um die Folgen länger andauernder narzisstisch geprägter Beziehungen gehen.

Im beruflichen oder unternehmerischen Umfeld kommen Macht, Reputation und wirtschaftliche Interessen hinzu.

Hilfe im Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

19 fiese Spiele von Narzissten

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Hinweis

 

Dieser Beitrag beschreibt mögliche Verhaltens- und Beziehungsmuster.

Einzelne Beleidigungen oder andere Verhaltensweisen ermöglichen keine Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Für eine fachliche Diagnose braucht es eine entsprechende persönliche diagnostische Untersuchung.

Antworten auf häufige Fragen

Warum beleidigen Narzissten Menschen, die ihnen nahestehen?

Warum beleidigen Narzissten Menschen, die ihnen nahestehen?

Meinen Narzissten ihre Beleidigungen wirklich so?

Diese Frage lässt sich von außen kaum zuverlässig beantworten.
Manche Aussagen entstehen aus momentaner Wut.
Andere dienen möglicherweise gezielter Abwertung.
Für deinen Selbstschutz zählt stärker, dass die Aussage gefallen ist und welches Beziehungsmuster sich daraus entwickelt.

Wie reagiere ich am besten auf eine Beleidigung?

Bleibe möglichst kurz und klar.
Benenne deine Grenze.
Vermeide lange Rechtfertigungen.
Und entscheide anhand des weiteren Verhaltens, ob du das Gespräch fortsetzt.

Sollte ich zurückbeleidigen?

Gegenangriffe ziehen dich leicht tiefer in dieselbe Dynamik hinein.
Eine klare Grenze schützt deinen Handlungsspielraum meist besser.

Was mache ich, wenn die Beleidigungen immer schlimmer werden?

Dann lohnt sich ein Blick auf die gesamte Beziehung.
Welche Grenzen werden überschritten?
Welche Möglichkeiten zum Abstand bestehen?
Welche Unterstützung brauchst du?
Bei Drohungen, Gewalt oder anderen Sicherheitsrisiken gehören entsprechende Fachstellen und gegebenenfalls juristische Unterstützung dazu.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

P.S.

 

Wie steht es mit respektvollen Kommentaren, Tipps, Erfahrungen?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
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→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Verantwortungsverschiebung im Unternehmen | Karsten Noack

Wenn Verantwortung nach einem Misserfolg plötzlich anders verteilt wird: Entscheidungsqualität, Rückschaufehler und Verantwortungsverschiebung erkennen.

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

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Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2018
Überarbeitung: 17. Juli 2021
AN: #849
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21 Anzeichen für verdeckten Narzissmus. Hinter die Fassade schauen.

21 Anzeichen für verdeckten Narzissmus. Hinter die Fassade schauen.

Narzissten erkennen und sich schützen
Missverständnis

Verdeckten Narzissmus erkennen

 

Verdeckter Narzissmus ist häufig schwerer zu erkennen als die offensichtliche, grandiose Form.
Menschen mit ausgeprägten verdeckt narzisstischen Tendenzen können zunächst zurückhaltend, sensibel, bescheiden oder sogar besonders verständnisvoll wirken.
Gerade deshalb entsteht Verunsicherung häufig erst mit der Zeit.

Vielleicht bemerkst du wiederkehrende Abwertungen.
Eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Kritik.
Schuldzuweisungen.
Passiv-aggressives Verhalten.
Oder du stellst fest, dass du zunehmend vorsichtig wirst, dich häufig rechtfertigst und deiner eigenen Wahrnehmung weniger vertraust.

Ein einzelnes Verhalten macht einen Menschen noch lange nicht zum Narzissten.

Entscheidend sind wiederkehrende Muster, ihre Ausprägung, der Kontext und die Auswirkungen auf andere Menschen.

In diesem Beitrag findest du 21 mögliche Anzeichen, die dir helfen können, solche Dynamiken genauer einzuordnen.

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21 Anzeichen verdeckter Narzissmus

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Narzissmus hat viele Gesichter

 

Narzisstische Eigenschaften gehören in unterschiedlicher Ausprägung zum menschlichen Erleben.

Problematisch können sie werden, wenn bestimmte Muster sehr stark ausgeprägt sind, Beziehungen dauerhaft belasten und ein konstruktiver Umgang mit Verantwortung, Kritik und den Bedürfnissen anderer Menschen immer schwieriger wird.

Besonders bekannt ist die offen grandiose Erscheinungsform: selbstbewusst, überlegen, anspruchsvoll und deutlich auf Anerkennung ausgerichtet.

Daneben gibt es Menschen, bei denen narzisstische Tendenzen wesentlich weniger offensichtlich erscheinen.

 

 

Was ist verdeckter Narzissmus?

 

Bei verdecktem Narzissmus steht Grandiosität weniger sichtbar im Vordergrund.

Betroffene können zurückhaltend, verletzlich, schüchtern oder besonders sensibel wirken.

Gleichzeitig können sich hinter dieser Fassade ausgeprägte Bedürfnisse nach Anerkennung, eine hohe Kränkbarkeit, Anspruchsdenken, Neid oder Schwierigkeiten im Umgang mit Kritik zeigen.

Gerade diese Kombination kann das Erkennen erschweren.

Das Umfeld erlebt möglicherweise lange einzelne irritierende Situationen, ohne sie miteinander in Verbindung zu bringen.

Deshalb lohnt es sich, weniger auf einzelne Eigenschaften und stärker auf wiederkehrende Beziehungsmuster zu achten.

 

 

 

 

Wichtiger Hinweis

 

Dieser Beitrag dient der Orientierung und ersetzt keine professionelle Diagnostik.

Einzelne der genannten Eigenschaften kommen bei vielen Menschen vor und erlauben keine Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

Entscheidend sind das Gesamtbild, die Ausprägung, die Dauer und der jeweilige Kontext.

Zur besseren Lesbarkeit verwende ich in diesem Beitrag teilweise den Begriff „Narzissten“. Gemeint sind dabei Menschen mit deutlich ausgeprägten narzisstischen Tendenzen. Eine klinische Diagnose lässt sich daraus ausdrücklich nicht ableiten.

Für deinen Umgang mit einem Menschen ist außerdem häufig eine andere Frage wichtiger als das Etikett:

Welche Verhaltensmuster erlebst du – und was bewirken sie bei dir?

 

 

 

21 mögliche Anzeichen für verdeckten Narzissmus

 

Verdeckter Narzissmus zeigt sich selten an einem einzelnen Merkmal.

Manche der folgenden Verhaltensweisen kennt fast jeder Mensch von sich.

Interessant wird das Muster:

  • Wie häufig tritt etwas auf?
  • Wie ausgeprägt ist es?
  • Was geschieht bei Kritik oder Konflikten?
  • Wie wird mit Verantwortung umgegangen?
  • Und welche Auswirkungen hat das Verhalten auf andere Menschen?

Die folgenden 21 Punkte können dir helfen, genauer hinzusehen.

 

 

 

1. Ausgeprägte Kritik an anderen Menschen

 

Verdeckte Narzissten sind tendenziell sehr kritisch. Sie projizieren ihre eigenen Unsicherheiten auf andere Menschen und geben ihnen das Gefühl, minderwertig zu sein. Indem andere Menschen und ihre Leistungen abgewertet werden, wollen sie sich selbst aufwerten.

Menschen mit verdeckt narzisstischen Tendenzen neigen dazu andere häufig kritisch zu betrachten.
Fehler fallen schnell auf.
Leistungen werden relativiert.
Andere Menschen erscheinen unfähig, oberflächlich, egoistisch oder wenig intelligent.

Die eigene Überlegenheit wird dabei weniger offen präsentiert.
Sie zeigt sich eher zwischen den Zeilen.
Abwertung kann auch unscheinbarer sein.

 

 

 

2. Extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik

 

Gefühle der Unsicherheit sind typisch für Narzissten. Bei einem verdeckten Narzissten zeigt sich das als extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik.

Wobei: Eine Empfindlichkeit gegenüber Kritik ist nicht nur bei Narzissten zu beobachten. Nur wenige Menschen genießen es, kritisiert zu werden. Allerdings kann die Art und Weise, wie jemand sowohl auf tatsächliche als auch auf vermeintliche Kritik reagiert, Aufschluss darüber geben, ob diese Empfindlichkeit übersteigert ist.

Ein grandioser Narzisst neigt bei Kritik zu heftigen Reaktion. Verdeckte Narzissten tun oft eher so, als ob sie über der Kritik stehen. Innerlich fühlen sie sich jedoch verletzt, gedemütigt oder wütend, und ihre abweisenden, sarkastischen Bemerkungen sind ein Versuch, diese Gefühle zu verbergen.

 

 

 

3. Charme bei Bedarf

 

Um ihre Ziele zu erreichen sind Narzissten in der Lage und Willens charmant aufzutreten. Dann wirken sie sogar emphatisch. Sehen sie darin keinen Vorteil, schalten sie schlagartig um, die Maske fällt.

 

 

 

4. Passiv-aggressives Verhalten

 

Verdeckte Narzissten setzen häufiger auf passiv-aggressives Verhalten, um Frustration zu vermitteln oder sich selbst überlegen erscheinen zu lassen.

Ärger wird weniger direkt ausgesprochen.
Er zeigt sich indirekt.
Durch spitze Bemerkungen.
Ironie.
Verzögerungen.
Vergessen.
Rückzug.
Schweigen.
Oder scheinbar harmlose Kommentare mit deutlicher Nebenbotschaft.

Das macht Konflikte schwer greifbar. Denn auf Nachfrage kann die Antwort lauten:
„Das hast du völlig falsch verstanden.“

 

 

 

5. Tendenz, sich selbst herabzusetzen bei gleichzeitiger Suche nach Bestätigung

 

Narzissten sehnen sich nach Bewunderung und brauchen andere Menschen, um ihrer Sehnsucht danach zu entsprechen. Verdeckte Narzissten sind nicht anders, doch anstatt sich selbst zu rühmen, neigen sie bei Bedarf dazu, sich selbst herabzusetzen, mit dem Ziel, Komplimente zu bekommen.

Verdeckte Formen von Narzissmus können überraschend selbstkritisch wirken.
„Ich bin wahrscheinlich einfach zu schlecht.“
„Mich versteht sowieso niemand.“
„Andere können das viel besser.“

Das kann echte Unsicherheit ausdrücken.
Es kann gleichzeitig dazu führen, dass das Umfeld regelmäßig beruhigt, bestätigt und aufwertet.

Interessant ist deshalb weniger der einzelne Satz als das wiederkehrende Muster:
Wer übernimmt anschließend die Verantwortung für die Stabilisierung des Selbstwertgefühls?

 

 

 

6. Schüchterne oder zurückgezogene Natur. Versteckte Verletzlichkeit.

 

Verdeckter Narzissmus ist stärker mit Introversion verbunden als andere Formen von Narzissmus. Menschen mit dieser narzisstischen Ausprägung sind zutiefst unsicher und haben Angst davor, dass andere Menschen ihr Versagen sehen. Sie werden daher Situationen oder Beziehungen vermeiden, die keinen klaren Nutzen haben.

Bei verdeckt narzisstischen Mustern kann sich hinter einer zurückhaltenden Erscheinung eine starke Beschäftigung mit der eigenen Wirkung verbergen:

  • Wie werde ich wahrgenommen?
  • Bekomme ich genügend Anerkennung?
  • Werde ich unterschätzt?
  • Warum erkennen andere meine Besonderheit weniger deutlich?

Die äußere Bescheidenheit und die innere Selbstbewertung können erheblich voneinander abweichen.

 

 

 

7. Grandiose Fantasien

 

Ein verdeckter Narzisst verbringt in der Regel mehr Zeit damit, über seine Fähigkeiten und Errungenschaften nachzudenken, als über sie zu sprechen. Sie ziehen sich oft in eine Fantasiewelt von unbegrenztem Erfolg oder Grandiosität zurück, in der sie anderen überlegen sind.

Grandiosität muss weniger offen gezeigt werden.
Sie kann sich in Vorstellungen ausdrücken:

  • Eigentlich wäre eine viel größere Karriere angemessen.
  • Andere erkennen das eigene Potenzial einfach weniger gut.
  • Mit den richtigen Umständen wäre Außergewöhnliches möglich.
  • Man verdient mehr Anerkennung, Einfluss oder Status.

Solche Fantasien sind für sich genommen wenig ungewöhnlich.
Relevant werden sie im Zusammenhang mit starkem Anspruchsdenken, Kränkbarkeit und wiederkehrender Abwertung anderer.

 

 

Erkennst du vieles davon wieder?

Einzelne Verhaltensweisen sagen wenig aus. Entscheidend sind wiederkehrende Muster, ihre Intensität und die Auswirkungen auf dich.

Wenn du zunehmend an deiner Wahrnehmung zweifelst, dich ständig rechtfertigst oder viel Energie darauf verwendest, Konflikte zu vermeiden, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Dynamik.

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen und Situationen

 

 

 

8. Gefühle von Depression und Angstzuständen, schwankendes Selbstwertgefühl

 

Menschen mit verdecktem Narzissmus haben eine größere Anfälligkeit für Depressionen und Angstzustände als andere Arten von Narzissten. Aufgrund einer tiefen Angst vor Versagen und Frustration über nicht verwirklichte perfektionistische Ideale können sie mit Gefühlen der Leere oder sogar Selbstmordgedanken kämpfen.

Nach außen kann ein Mensch kompetent oder souverän wirken und gleichzeitig stark von äußerer Bestätigung abhängig sein:

  • Anerkennung stabilisiert.
  • Kritik erschüttert.
  • Vergleiche mit anderen bekommen große Bedeutung.

Dadurch kann das Selbstbild zwischen Überlegenheit und tiefer Unsicherheit schwanken.
Für das Umfeld wirkt dieser Wechsel manchmal schwer nachvollziehbar.

 

 

 

9. Tendenz, Groll zu hegen

 

Verdeckte Narzissten neigen dazu, lange Zeit einen Groll zu hegen. Wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, äußern sie das oft nicht, sondern warten darauf, sich auf irgendeine Weise zu rächen. Zusammen mit dem Wunsch nach Rache kann dieser Groll zu Gefühlen der Bitterkeit führen. Diese Giftigkeit ist ihnen oft anzumerken, auch wenn sie versuchen sie zu verstecken.

Eine Bemerkung.
Eine Kritik.
Eine Zurückweisung.
Eine Beförderung, die jemand anderes bekommen hat.

Solche Ereignisse können lange präsent bleiben.
Alte Verletzungen werden wieder hervorgeholt und bekommen im Laufe der Zeit möglicherweise immer größere Bedeutung.
Vergebung fällt schwer, wenn eine Kränkung das eigene Selbstbild stark berührt.

 

 

 

10. Neid

 

Narzissten sind oft neidisch auf andere, die etwas erreicht haben oder Dinge besitzen, die ihrer Meinung nur ihnen vorbehalten sein sollten. Während verdeckte Narzissten vielleicht nicht offen über ihre Neidgefühle sprechen, können sie Verbitterung darüber zeigen, dass sie nicht bekommen, was sie wollen. Verdeckte Narzissten fühlen sich wohler, wenn andere sich schlecht fühlen.

Andere Menschen werden schnell zu Vergleichspersonen:

  • Wer hat mehr Erfolg?
  • Wer bekommt Anerkennung?
  • Wer verdient mehr?
  • Wer wird eingeladen?
  • Wer erhält Aufmerksamkeit?

Der Erfolg anderer kann dann weniger als Inspiration und stärker als Bedrohung erlebt werden.
Manchmal folgt darauf eine subtile Abwertung:
„So beeindruckend ist das nun auch wieder nicht.“

 

 

 

11. Gefühle der Unzulänglichkeit und Scham

 

Wenn verdeckte Narzissten ihren eigenen hohen Ansprüchen nicht gerecht werden können, fühlen sie sich unzulänglich. Dies kann zu Gefühlen der Scham, Wut oder Ohnmacht führen.

Hinter narzisstischen Verhaltensmustern kann ein sehr verletzliches Selbstwertgefühl stehen. Scham spielt dabei häufig eine wichtige Rolle.
Fehler oder Kritik werden dann weniger als begrenzte Rückmeldung erlebt. Sie können sich anfühlen wie eine Aussage über die gesamte Person.
Das kann erklären, weshalb bereits kleine Situationen überraschend starke Abwehrreaktionen auslösen. Erklärung bedeutet dabei keine Rechtfertigung für verletzendes Verhalten.

 

 

 

12. Vorgetäuschte Empathie

 

Verdeckte Narzissten wollen einfühlsam und mitfühlend wirken, doch das ist meist eigennützig. Sie versuchen, hilfreich oder großzügig zu wirken. Ihre Motivation ist es so Anerkennung und Bewunderung zu bekommen. Die Äußerungen und Aktivitäten sind Mittel zum Zweck. Wirkliches Mitgefühl und Anteilnahme sind nicht vorgesehen.

Menschen mit narzisstischen Tendenzen können durchaus empathisch reagieren.
Deshalb wäre die Aussage „Narzissten haben keine Empathie“ zu einfach. Interessanter ist, wann Empathie verfügbar bleibt.
Was geschieht, wenn deine Bedürfnisse mit den eigenen Interessen der anderen Person kollidieren?
Was geschieht bei Kritik?
Was geschieht, wenn Aufmerksamkeit gerade dir gilt?

In belastenden Beziehungen kann Empathie genau in solchen Momenten deutlich eingeschränkt erscheinen.

 

 

 

13. Leere

 

Mit solchen Menschen Zeit zu verbringen, hinterlässt eine Leere. Partner fühlen sich einsam und allein. Das Bauchgefühl weist darauf hin, dass etwas nicht stimmt.

Manche Menschen beschreiben ein schwer greifbares Gefühl: Die Beziehung existiert. Es wird gesprochen.
Vielleicht wird viel Zeit miteinander verbracht.
Und trotzdem fehlt etwas. Echte Gegenseitigkeit. Emotionale Resonanz. Interesse an der eigenen Innenwelt. Das Gefühl, wirklich gesehen zu werden.

Besonders verwirrend kann sein, wenn nach außen alles vollkommen normal oder sogar besonders harmonisch erscheint.

 

 

 

14. Keine ehrlichen Entschuldigungen

 

Von solchen Menschen geäußerte Entschuldigung sind strategischer Natur, um so etwas zu erreichen. In Wirklichkeit meinen sie es nicht so, an Fehlern sind andere Schuld. Reue widerspricht ihrer Persönlichkeit.

Jeder Mensch macht wohkl Fehler. Entscheidend für Beziehungen ist, was anschließend geschieht.
Kann jemand sagen:
„Das war mein Anteil.“
„Das hat dich verletzt.“
„Ich möchte verstehen, was passiert ist.“
Bei ausgeprägten narzisstischen Mustern wird Verantwortung häufiger relativiert, verschoben oder mit Gegenangriffen beantwortet.
Dann klingt eine Entschuldigung möglicherweise wie:
„Es tut mir leid, dass du das so empfindest.“
Oder:
„Ich hätte das nie gemacht, wenn du vorher nicht …“

 

 

 

15. Berechnung. geben mit Erwartung

 

Die Welt soll solchen Narzissten der eigenen Bedürfnisbefriedigung dienen. Selbst altruistisch wirkendes Verhalten dient mit Berechnung deren persönlichen Zweck.

Großzügigkeit kann ausgesprochen echt sein. Bei problematischen Beziehungsmustern entsteht jedoch manchmal eine unsichtbare Rechnung. Ich habe etwas für dich getan. Also schuldest du mir etwas.

Hilfe, Geschenke oder Unterstützung können später als Argument eingesetzt werden.
Dann fühlt sich Geben weniger frei an.
Es erzeugt Verpflichtung.

 

 

 

16. Opfer von Intrigen und Schuldzuweisungen

 

Wenn es nicht so läuft, sind andere Schuld. Sie übernehmen keine Verantwortung. Stattdessen suchen sie sich Menschen, denen sie einreden, daran schuld zu sein. Das ist eine häufige Manipulationsform.

In Konflikten kann Verantwortung auffällig häufig bei anderen landen.
Du hast provoziert.
Du bist zu empfindlich.
Du hast etwas falsch verstanden.
Du bist undankbar.
Du bist das eigentliche Problem.
Gleichzeitig kann sich die andere Person als diejenige darstellen, die unter deinem Verhalten leidet.
Dadurch kann sich die ursprüngliche Frage völlig verschieben:
Plötzlich verteidigst du dich, obwohl du eigentlich ein problematisches Verhalten angesprochen hast.

 

 

 

17. Sie können es ihnen nicht recht machen

 

Was auch immer du tust, es wird nicht genügen. Du können sich noch so sehr anstrengen, Nähe und Austausch auf Augenhöhe lässt sich mit solchen Persönlichkeiten nicht pflegen.

Zunächst versuchst du vielleicht, dich besser zu erklären.
Dann wirst du vorsichtiger.
Du gibst dir mehr Mühe.
Du achtest stärker auf Tonfall und Timing.
Und trotzdem entstehen immer wieder neue Konflikte.
Was gestern richtig war, ist heute falsch.
Was ausdrücklich gewünscht wurde, kann später gegen dich verwendet werden.
So entsteht mit der Zeit das Gefühl:
„Was soll ich eigentlich noch machen?“
Dieses Gefühl verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

18. Indirektes Bedürfnis nach Bewunderung

 

Das Bedürfnis nach Anerkennung muss weniger durch offene Selbstdarstellung sichtbar werden.
Es kann wesentlich subtiler erscheinen.
Leistungen werden scheinbar beiläufig erwähnt.
Bescheidenheit lädt zur Bestätigung ein.
Eigene Opfer werden hervorgehoben.
Oder Gespräche kehren auffällig häufig zur eigenen Person zurück.
Entscheidend ist wiederum das Muster:
Wie viel Raum braucht die Person für Anerkennung – und was geschieht, wenn sie ausbleibt?

 

 

 

19. Subtile Abwertung

 

Abwertung muss weniger wie eine offene Beleidigung klingen.
Sie kann als Humor erscheinen.
Als gut gemeinter Rat.
Als beiläufige Bemerkung.
Als Vergleich.
Oder als vermeintliche Sorge.
„Du bist heute aber mutig angezogen.“
„Für deine Verhältnisse war das wirklich gut.“
„Ich sage das doch nur, weil ich mir Sorgen um dich mache.“
Einzelne Sätze können harmlos sein.
Wiederkehrende kleine Abwertungen können hingegen das Selbstvertrauen erheblich beeinflussen.

 

 

20. Nähe und Rückzug als Beziehungsmuster

 

Zuwendung kann intensiv sein.
Dann folgt plötzlich Distanz.
Du weißt möglicherweise weniger genau, woran du bist.
Also investierst du mehr.
Suchst das Gespräch.
Versuchst, die frühere Nähe wiederherzustellen.
Kommt anschließend erneut Zuwendung, kann sich die Erleichterung besonders intensiv anfühlen.
Gerade der Wechsel zwischen Nähe und Distanz kann Menschen emotional stark binden.

 

 

 

21. Du beginnst, deiner eigenen Wahrnehmung zu misstrauen

 

Dieser Punkt ist für mich besonders wichtig.
Vielleicht fragst du dich zunehmend:
Bin ich zu empfindlich?
Habe ich übertrieben?
Erinnere ich mich falsch?
War das wirklich so schlimm?
Bin vielleicht ich das Problem?

Natürlich gehört Selbstreflexion zu gesunden Beziehungen.
Wenn du jedoch immer häufiger deine Wahrnehmung infrage stellst, während die andere Person ihre eigene Version der Realität konsequent durchsetzt, lohnt sich besondere Aufmerksamkeit.
Vor allem dann, wenn du früher deutlich sicherer in deiner Wahrnehmung warst.
Manchmal ist die entscheidende Frage weniger, welches Etikett ein anderer Mensch verdient.
Die wichtigere Frage lautet: Was geschieht in dieser Beziehung mit dir?

 

 

 

Ein Anzeichen ist noch kein Muster

 

Vielleicht hast du beim Lesen einige Punkte wiedererkannt.
Das allein erlaubt keine Aussage darüber, ob ein Mensch „Narzisst“ ist.
Fast jeder kann zeitweise empfindlich, neidisch, selbstbezogen, passiv-aggressiv oder unfair reagieren.
Entscheidend ist das Gesamtbild.
Wie häufig treten diese Verhaltensweisen auf?
Wie stark sind sie ausgeprägt?
Kann die Person Verantwortung übernehmen?
Ist gegenseitige Verständigung möglich?
Verändert sich etwas nach Konflikten?
Werden deine Grenzen respektiert?
Und:
Wie geht es dir auf Dauer in dieser Beziehung?
Diese Fragen sind häufig hilfreicher als die Suche nach einer eindeutigen Etikettierung.

 

 

 

Erkennst du vieles davon wieder?

 

Dann brauchst du zunächst keine Diagnose..
Du kannst damit beginnen, deine eigene Situation genauer zu betrachten.
Welche Verhaltensweisen wiederholen sich?
Was geschieht bei Konflikten?
Welche Grenzen werden respektiert?
Welche werden überschritten?
Wie hat sich dein Verhalten verändert?
Bist du freier geworden?
Oder vorsichtiger?
Vertraust du deiner Wahrnehmung?
Oder brauchst du zunehmend Bestätigung von außen?
Klarheit beginnt häufig damit, das Erlebte wieder ernst zu nehmen.

Wie gehst du mit solchen Verhaltensmustern um?

 

Wenn du viele der beschriebenen Muster wiedererkennst, entsteht schnell der Wunsch:

Wie bringe ich die andere Person dazu, sich anders zu verhalten?

Diese Frage ist verständlich.

Hilfreicher ist häufig eine andere:

Was liegt in meinem Einflussbereich?

Du kannst beobachten, welche Muster sich wiederholen.

Du kannst deine Grenzen klarer erkennen.

Du kannst prüfen, welche Gespräche etwas bewirken.

Du kannst entscheiden, welche Informationen du teilst.

Du kannst deine Reaktionen verändern.

Und du kannst überlegen, welche Nähe zu dieser Person dir guttut.

Das Ziel besteht weniger darin, einen anderen Menschen zu verändern.

Es geht darum, deinen eigenen Handlungsspielraum zurückzugewinnen.

 

 

 

1. Beobachte Muster statt einzelner Situationen

 

Ein einzelner Konflikt sagt wenig über eine Beziehung aus.

Interessanter sind Wiederholungen.

Was geschieht, wenn du widersprichst?

Was geschieht, wenn du eine Grenze setzt?

Was geschieht, wenn du Erfolg hast?

Was geschieht, wenn du Aufmerksamkeit bekommst?

Was geschieht, wenn die andere Person einen Fehler macht?

Was geschieht nach einer Verletzung?

Gerade wiederkehrende Abläufe liefern häufig mehr Klarheit als einzelne Aussagen.

 

 

 

2. Nimm deine Wahrnehmung ernst

 

Problematische Beziehungsdynamiken können dazu führen, dass Menschen zunehmend an sich selbst zweifeln.

Dann wird viel Energie darauf verwendet, herauszufinden, welche Version eines Ereignisses „wirklich“ stimmt.

Hilfreich kann sein, konkrete Situationen festzuhalten.

Was ist geschehen?

Was wurde gesagt?

Was hast du wahrgenommen?

Wie hast du reagiert?

Was geschah anschließend?

Das kann helfen, wiederkehrende Muster klarer zu erkennen.

 

 

 

3. Erkläre weniger – beobachte mehr

 

Wenn wir uns missverstanden fühlen, erklären wir häufig ausführlicher.

Noch ein Argument.

Noch ein Beispiel.

Noch ein Versuch, die eigene Perspektive verständlich zu machen.

In konstruktiven Beziehungen kann das hilfreich sein.

Bei manchen problematischen Dynamiken führt es vor allem zu längeren Auseinandersetzungen.

Dann kann eine kurze, klare Aussage wirkungsvoller sein.

„So möchte ich behandelt werden.“

„Das ist meine Entscheidung.“

„Darüber spreche ich gern, wenn wir respektvoll miteinander umgehen.“

Klarheit braucht häufig weniger Worte.

 

 

 

4. Grenzen brauchen Konsequenzen

 

Eine Grenze beschreibt weniger, was ein anderer Mensch tun soll.

Sie beschreibt, was du tust, wenn etwas geschieht.

Zum Beispiel:

„Wenn das Gespräch persönlich verletzend wird, beende ich es und wir sprechen später weiter.“

Dadurch wird aus einem Wunsch eine Handlungsmöglichkeit.

Entscheidend ist anschließend, die eigene Grenze ernst zu nehmen.

 

 

 

5. Achte darauf, was Konflikte mit dir machen

 

Manchmal konzentriert sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die andere Person.

Warum macht sie das?

Ist das Absicht?

Ist das Narzissmus?

Was denkt sie wirklich?

Dabei gerät eine wichtige Informationsquelle aus dem Blick:

deine eigene Veränderung.

Bist du ständig angespannt?

Bereitest du Gespräche gedanklich stundenlang vor?

Vermeidest du bestimmte Themen?

Rechtfertigst du dich häufiger?

Ziehst du dich von anderen Menschen zurück?

Fühlst du dich zunehmend kleiner?

Auch diese Veränderungen liefern wichtige Hinweise darauf, wie belastend eine Beziehung geworden ist.

 

 

 

6. Suche Klarheit statt das perfekte Etikett

 

Vielleicht möchtest du irgendwann sicher wissen:

„Ist dieser Mensch wirklich ein Narzisst?“

Eine fachliche Diagnose braucht eine entsprechende Untersuchung der betreffenden Person.

Für deine Entscheidungen brauchst du diese Diagnose häufig weniger dringend.

Du kannst auch ohne Etikett erkennen:

Dieses Verhalten verletzt mich.

Diese Grenze wird wiederholt überschritten.

Diese Kommunikation führt immer wieder in dieselbe Sackgasse.

Diese Beziehung kostet mich zunehmend Kraft.

Du darfst auf problematische Verhaltensweisen reagieren, auch ohne die andere Person diagnostizieren zu können.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

Noch ein Gedanke

 

Vielleicht bist du auf dieser Seite gelandet, weil du verstehen möchtest, was mit einem anderen Menschen los ist.
Das kann ein wichtiger Anfang sein.

Mit der Zeit kann eine andere Frage noch hilfreicher werden:

  • Was brauche ich jetzt?
  • Mehr Klarheit?
  • Mehr Abstand?
  • Eine Grenze?
  • Ein Gespräch?
  • Unterstützung?
  • Eine Entscheidung?
  • Oder zunächst jemanden, mit dem du deine Erfahrungen sortieren kannst?

Du musst einen anderen Menschen nicht vollständig verstehen, um gut auf dich zu achten.
Dein eigener Handlungsspielraum ist der Teil der Situation, den du tatsächlich gestalten kannst.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist ein verdeckter Narzisst?

Als verdeckter Narzisst wird jemand bezeichnet, der sich nach Bewunderung und Bedeutung sehnt und dem es an Einfühlungsvermögen gegenüber anderen mangelt, der sich dabei möglicherweise anders verhält als ein offener Narzisst.

Ist verdeckter Narzissmus eine eigene Diagnose?

„Verdeckter Narzissmus“ ist keine eigenständige klinische Diagnose.
Der Begriff beschreibt eine Erscheinungsform narzisstischer Merkmale, bei der Grandiosität und das Bedürfnis nach Anerkennung weniger offensichtlich auftreten können.
Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung kann ausschließlich im Rahmen fachgerechter Diagnostik festgestellt werden.

Was ist der Unterschied zwischen offenem und verdecktem Narzissmus?

Offen grandiose narzisstische Verhaltensweisen sind häufig leichter erkennbar: Dominanz, Überlegenheitsansprüche und das Streben nach Bewunderung können deutlich sichtbar sein.
Verdeckte Formen können zurückhaltender, verletzlicher oder sensibler erscheinen.
Gemeinsam können beiden Formen Schwierigkeiten bei Selbstwertregulation, Kritik, Anerkennung und zwischenmenschlichen Beziehungen sein.

Sind zurückhaltende oder hochsensible Menschen verdeckte Narzissten?

Zurückhaltung, Introversion oder Sensibilität sind für sich genommen keine Hinweise auf Narzissmus.
Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Merkmale und wiederkehrender Beziehungsmuster.
Gerade deshalb ist Vorsicht bei einfachen Checklisten wichtig.

Wie verhalten sich verdeckte Narzissten in Beziehungen?

Verdeckten Narzissten mangelt es in der Regel an Einfühlungsvermögen oder der Bereitschaft sie für ihre Partner konstruktiv einzusetzen und sie tun alles, um Macht und Kontrolle in der Beziehung zu sichern. Die typischen narzisstischen Züge können dazu führen, dass sie egoistisch und dominant sind, und ihre Wünsche und Bedürfnisse haben in der Regel Vorrang vor denen des Partners.

Wissen Menschen mit verdeckt narzisstischen Tendenzen, was sie tun?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Manche Verhaltensweisen können bewusst eingesetzt werden, andere entstehen aus erlernten Schutz- und Beziehungsmustern.
Für deinen Umgang mit der Situation ist häufig entscheidender:
Was geschieht wiederholt – und welche Auswirkungen hat es auf dich?

Sind verdeckte Narzissten gewalttätig?

Verdeckte Narzissten können aggressiv oder gewalttätig werden, wenn eine Person oder eine Situation ihr Selbstwertgefühl infrage stellt. Der verdeckte Typ ist weniger offensichtlich. Eine Person mit verdecktem Narzissmus kann schüchtern, zurückgezogen oder selbstironisch wirken. Sie sind jedoch immer noch mit sich selbst beschäftigt und wollen glauben, dass sie besser sind als andere Menschen.

Können sich narzisstische Verhaltensmuster verändern?

Persönlichkeitsmuster können sich grundsätzlich entwickeln.
Voraussetzungen dafür sind unter anderem Selbstreflexion, Verantwortungsübernahme und die Bereitschaft, eigenes Verhalten ernsthaft zu betrachten und zu verändern.
Du kannst diese Bereitschaft bei einem anderen Menschen fördern.
Die Entscheidung zur Veränderung liegt bei dieser Person.

Ist positive Veränderung sehr wahrscheinlich?
Ich bin da wohl beruflich vorbelastet und sehr zurückhaltend.

Wie schütze ich mich im Umgang mit narzisstisch geprägtem Verhalten?

Hilfreich können klare Grenzen, realistische Erwartungen, weniger Rechtfertigung, Unterstützung durch vertrauenswürdige Menschen und ein genauer Blick auf wiederkehrende Verhaltensmuster sein.
Welche Schritte jeweils sinnvoll sind, hängt sehr von der konkreten Situation und der Beziehung ab.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Hast du es schon mit toxischen Menschen wie Narzissten zu tun gehabt und wie hast du auf dich acht gegeben? Welche Erfahrungen hast du mit verdecktem Narzissmus?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

YouTube-Kanal Schutz vor Narzissten & Co. @karsten-noack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karsten-noack „Narzissmus & Selbstschutz“ findest du eine umfangreiche Fachmediathek zu narzisstischen Dynamiken, toxischen Beziehungsmustern, emotionaler Manipulation und den Folgen für Betroffene.

Die Videos sind aus meiner langjährigen Arbeit als Therapeut, Coach und Berater entstanden.
Sie geben Orientierung, ordnen typische Muster ein und vermitteln konkrete Impulse für mehr Klarheit, Selbstschutz und innere Stabilität.

Im Laufe der Zeit ist daraus eine große Sammlung mit mehreren hundert Beiträgen entstanden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen den Kanal als Begleitung, zur Reflexion und zum Austausch mit anderen Betroffenen.

Die persönliche therapeutische und beratende Arbeit bleibt der Kern meiner Tätigkeit.
Die Videos ergänzen diese Arbeit als öffentlich zugängliche Fachmediathek.

Externer Link zu YT-Kanal @karsten-noack (es geltem die Datenschutzbedingungen von Google/YouTube)

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Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Ich unterstütze dich dabei, den Zugang zu deine eigenen Ressourcen zu nutzen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 27. Mai 2012
Überarbeitung: 26. August 2021
AN: #849
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Seltsames Gefühl bei Narzissten? 9 mögliche Gründe

Seltsame Stimmung bei Kontakt mit Narzissten: Wenn dein Gefühl Alarm schlägt

Du kannst kaum erklären, was passiert – und trotzdem fühlt sich der Kontakt merkwürdig an
Missverständnis

Seltsame Stimmung bei Kontakt mit Narzissten: Wenn dein Gefühl Alarm schlägt

 

Du kannst kaum erklären, was passiert – und trotzdem fühlt sich der Kontakt merkwürdig an

 

Kennst du dieses Gefühl?

Du triffst einen Menschen.

Das Gespräch wirkt zunächst vollkommen normal.

Vielleicht sogar angenehm.

Und trotzdem stimmt etwas für dich nicht.

Du wirst angespannter.

Aufmerksamer.

Du überlegst stärker, was du sagst.

Nach dem Gespräch gehst du einzelne Sätze noch einmal durch.

Vielleicht fragst du dich:

„Warum fühle ich mich bei diesem Menschen so seltsam?“

Gerade im Kontakt mit stark narzisstisch geprägten oder manipulativen Menschen berichten Betroffene immer wieder von diesem schwer greifbaren Gefühl.

Dafür kann es gute Gründe geben.

Und gleichzeitig gilt:

Ein ungutes Gefühl ist ein Hinweis. Es ist noch kein Beweis.

Deshalb lohnt sich ein zweiter Schritt.

Beobachte das Muster.

 

 

 

Dein Gefühl nimmt manchmal wahr, was dein Verstand noch sortiert

 

Unser Gehirn verarbeitet ständig soziale Informationen.

Gesichtsausdruck.

Tonfall.

Abstände.

Reaktionen.

Widersprüche.

Tempo.

Blickkontakt.

Verlässlichkeit.

Übereinstimmung zwischen Worten und Verhalten.

Vieles davon analysieren wir kaum bewusst.

Trotzdem entsteht daraus ein Gesamteindruck.

Manchmal lautet er:

Hier fühle ich mich wohl.

Und manchmal:

Irgendetwas passt hier für mich nicht zusammen.

Gerade diese zweite Wahrnehmung verdient Aufmerksamkeit.

Sie braucht weder Panik noch eine schnelle Diagnose.

Sie braucht Neugier.

 

 

 

Weshalb kann sich der Kontakt so merkwürdig anfühlen?

 

Häufig liegt es weniger an einem spektakulären Ereignis.

Es sind kleine Unstimmigkeiten.

Einzelne Signale passen kaum zueinander.

Freundliche Worte und ein abwertender Unterton.

Ein Lächeln und gleichzeitig eine kleine Spitze.

Großes Interesse und wenig echtes Zuhören.

Nähe und plötzlich Distanz.

Komplimente und anschließend subtile Kritik.

Jeder einzelne Moment lässt sich erklären.

Die Summe erzeugt ein Gefühl:

Hier stimmt etwas für mich noch nicht.

 

 

 

9 mögliche Gründe für die seltsame Stimmung

 

1. Worte und Verhalten passen kaum zusammen

 

Jemand sagt:

„Du kannst mir vollkommen vertrauen.“

Und hält Vereinbarungen wiederholt kaum ein.

Oder:

„Mir ist Offenheit sehr wichtig.“

Und reagiert empfindlich auf Widerspruch.

Vielleicht heißt es:

„Ich respektiere deine Entscheidung.“

Kurz darauf beginnt der nächste Versuch, sie zu verändern.

Unser Wahrnehmungssystem registriert solche Widersprüche.

Der Verstand sucht häufig noch nach Erklärungen.

Genau daraus kann Irritation entstehen.

Achte weniger auf einzelne Aussagen und stärker auf die Übereinstimmung zwischen Worten und Verhalten.

 

 

 

2. Du weißt kaum, welche Version der Person dich erwartet

 

Heute herzlich.

Morgen kühl.

Heute interessiert.

Morgen gereizt.

Heute bist du großartig.

Wenig später scheinst du alles falsch zu machen.

Unberechenbarkeit bindet Aufmerksamkeit.

Du beginnst stärker zu beobachten.

Welche Stimmung herrscht heute?

Was darf ich ansprechen?

Wie wird dieser Satz aufgenommen?

Mit der Zeit kann daraus eine Art inneres Radar entstehen.

Du beschäftigst dich immer stärker mit der Stimmung des anderen Menschen.

Und immer weniger mit deiner eigenen.

 

 

 

3. Du wirst ungewöhnlich selbstbewusst – im wörtlichen Sinn

 

Plötzlich beobachtest du dich selbst.

Wie sitze ich?

Was sage ich?

War das gerade falsch?

Habe ich zu viel erzählt?

War mein Ton angemessen?

Sollte ich mich erklären?

Das Gespräch fließt weniger.

Stattdessen überwachst du dich zunehmend selbst.

Das ist ein interessantes Signal.

In sicheren Beziehungen dürfen Menschen relativ selbstverständlich sie selbst sein.

Wenn du dauerhaft jedes Wort innerlich prüfst, lohnt sich die Frage:

Was in dieser Beziehung macht mich so vorsichtig?

 

 

 

4. Kleine Abwertungen lassen sich schwer greifen

 

Manchmal fehlt eine eindeutige Beleidigung.

Stattdessen gibt es:

einen Blick,

ein Augenrollen,

ein süffisantes Lächeln,

einen scheinbaren Scherz,

einen beiläufigen Vergleich,

einen kleinen Seitenhieb.

Wenn du reagierst, heißt es vielleicht:

„So war das doch gar nicht gemeint.“

Oder:

„Du bist heute empfindlich.“

Jetzt entstehen zwei Wahrnehmungen gleichzeitig.

Du hast etwas als unangenehm erlebt.

Und gleichzeitig wird dir vermittelt, dass es keinerlei Grund dafür gibt.

Das kann ausgesprochen irritierend werden.

 

 

 

5. Nähe fühlt sich überraschend intensiv an

 

Auch sehr positive Aufmerksamkeit kann verunsichern.

Ein Mensch interessiert sich scheinbar außergewöhnlich stark für dich.

Er versteht dich sofort.

Ihr habt angeblich unglaublich viel gemeinsam.

Du wirst bewundert.

Bestätigt.

Vielleicht bereits früh idealisiert.

Das kann sich großartig anfühlen.

Und gelegentlich gleichzeitig etwas zu schnell.

Dann lohnt sich weniger die Frage:

„Ist dieser Mensch ein Narzisst?“

Hilfreicher ist:

„Darf diese Beziehung in meinem Tempo wachsen?“

Gesunde Nähe verträgt Zeit.

 

 

 

6. Deine Grenzen verändern die Atmosphäre sofort

 

Solange du zustimmst, ist die Stimmung wunderbar.

Dann sagst du:

„Heute passt es für mich nicht.“

Oder:

„Das sehe ich anders.“

Oder ganz schlicht:

„Nein.“

Und plötzlich verändert sich etwas.

Kälte.

Kritik.

Schweigen.

Spott.

Druck.

Oder ein deutliches Nachlassen der Freundlichkeit.

Grenzen liefern deshalb sehr wertvolle Informationen über Beziehungen.

Wie ein Mensch mit deinem Nein umgeht, erzählt häufig mehr als sein Umgang mit deinem Ja.

 

 

 

7. Du fühlst dich nach Gesprächen verwirrter als vorher

 

Vor dem Gespräch hattest du einen klaren Gedanken.

Danach fragst du dich:

Habe ich mich geirrt?

Bin ich unfair?

Habe ich das falsch verstanden?

War meine Erinnerung korrekt?

Bin ich vielleicht wirklich zu empfindlich?

Ein einzelnes Gespräch kann verwirrend verlaufen.

Interessant wird die Wiederholung.

Wenn du Gespräche regelmäßig mit weniger Klarheit verlässt, als du hineingegangen bist, verdient das Aufmerksamkeit.

Wiederholtes Gaslighting kann genau diese Art von Selbstzweifeln und Verunsicherung fördern.

 

 

 

8. Du spürst Spannung, obwohl äußerlich alles freundlich wirkt

 

Manche schwierigen Beziehungen sind erstaunlich höflich.

Keine offenen Beleidigungen.

Kein lauter Streit.

Und trotzdem sitzt du angespannt da.

Vielleicht registrierst du unterschwelligen Wettbewerb.

Kontrolle.

Abwertung.

Eine Erwartung.

Oder eine Diskrepanz zwischen der sozialen Oberfläche und dem tatsächlichen Kontakt.

Du brauchst dieses Gefühl weder sofort zu erklären noch wegzudiskutieren.

Du kannst zunächst beobachten:

Wann genau tritt es auf?

 

 

 

9. Du fühlst dich erleichtert, sobald der Kontakt endet

 

Auch das kann eine wertvolle Information sein.

Während des Gesprächs funktionierst du.

Du bist freundlich.

Aufmerksam.

Diplomatisch.

Erst wenn die Person gegangen ist, merkst du:

Deine Schultern sinken.

Du atmest tiefer.

Du wirst ruhiger.

Vielleicht denkst du:

„Endlich.“

Dann lohnt sich die Frage:

Was genau war während dieses Kontakts so anstrengend?

Manchmal erkennt der Körper die Belastung leichter über die anschließende Erleichterung.

 

 

 

Das Gefühl ist ein Signal – keine Diagnose

 

Dieser Unterschied ist wesentlich.

Wenn du dich bei einem Menschen unwohl fühlst, bedeutet das noch lange keine narzisstische Persönlichkeitsstörung.

Dein Gefühl kann viele Ursachen haben.

Vielleicht erinnert dich jemand an eine frühere Erfahrung.

Vielleicht bist du gerade besonders angespannt.

Vielleicht unterscheiden sich eure Kommunikationsstile.

Vielleicht fehlt Vertrautheit.

Vielleicht registrierst du tatsächlich widersprüchliches oder grenzüberschreitendes Verhalten.

Deshalb gilt:

Nimm dein Gefühl ernst und überprüfe gleichzeitig die Fakten.

Beides zusammen schafft Orientierung.

 

 

 

Drei Ebenen für mehr Klarheit

 

Wenn du herausfinden möchtest, was dich verunsichert, trenne drei Ebenen.

 

1. Was habe ich beobachtet?

 

Zum Beispiel:

„Er hat mich dreimal unterbrochen.“

„Sie hat meine Entscheidung erneut infrage gestellt.“

„Nach meinem Nein wurde der Ton deutlich kühler.“

Das sind Beobachtungen.

 

 

 

2. Was habe ich interpretiert?

 

Zum Beispiel:

„Er möchte mich kleinmachen.“

„Sie will mich kontrollieren.“

Das können plausible Erklärungen sein.

Sie bleiben zunächst Interpretationen.

Diese Trennung schafft Klarheit.

 

 

 

3. Welche Wirkung hat der Kontakt auf mich?

 

Zum Beispiel:

„Ich werde angespannt.“

„Ich zweifle anschließend stärker an mir.“

„Ich bereite mich inzwischen auf jedes Gespräch intensiv vor.“

„Ich fühle mich nach dem Kontakt regelmäßig erschöpft.“

Diese Wirkung ist real und für deine Entscheidung relevant.

 

 

 

Dein Körper kann früh reagieren – und gleichzeitig irren

 

Manchmal heißt es:

„Dein Körper weiß immer, was stimmt.“

Das klingt attraktiv.

So einfach funktioniert menschliche Wahrnehmung kaum.

Unser Nervensystem lernt aus Erfahrungen.

Es kann reale Warnsignale schnell registrieren.

Es kann ebenso auf Ähnlichkeiten mit früheren Erfahrungen reagieren, obwohl die aktuelle Situation deutlich sicherer ist.

Deshalb finde ich eine andere Haltung hilfreicher:

Höre auf dein Gefühl. Und prüfe es.

So verbindest du Intuition mit Realitätssinn.

 

 

 

Achte auf Muster statt auf einzelne Momente

 

Ein schwieriger Tag sagt wenig über einen Menschen.

Ein ungeschickter Satz ebenfalls.

Menschen sind gelegentlich gereizt.

Unaufmerksam.

Unsicher.

Oder schlicht schlecht gelaunt.

Aussagekräftiger werden wiederkehrende Muster.

Frage dich:

Wie geht die Person mit Grenzen um?

Wie reagiert sie auf Widerspruch?

Kann sie Verantwortung übernehmen?

Kann sie sich entschuldigen?

Werden Vereinbarungen respektiert?

Bleibt Raum für deine Perspektive?

Wie fühlst du dich über längere Zeit in diesem Kontakt?

Muster liefern mehr Orientierung als einzelne Auffälligkeiten.

 

 

 

Der Vergleich mit anderen Menschen hilft

 

Manchmal wird ein Muster deutlicher, wenn du vergleichst.

Wie fühlst du dich nach einem Gespräch mit einem Menschen, dem du vertraust?

Vielleicht ruhig.

Klar.

Angeregt.

Gesehen.

Wie fühlst du dich regelmäßig nach dem Kontakt mit dieser Person?

Angespannt?

Erschöpft?

Verwirrt?

Schuldig?

Klein?

Dieser Unterschied verdient Aufmerksamkeit.

 

 

 

Wenn du ständig „auf Eierschalen“ gehst

 

Viele Menschen beschreiben problematische Beziehungen mit diesem Bild:

„Ich laufe ständig auf Eierschalen.“

Sie versuchen vorauszusehen, was den anderen Menschen verärgern könnte.

Welche Worte funktionieren?

Welche Themen lösen Konflikte aus?

Welche Stimmung herrscht heute?

Mit der Zeit richtet sich immer mehr Aufmerksamkeit auf die Regulation des anderen Menschen.

Das kostet Kraft.

Eine Beziehung gewinnt Qualität, wenn beide Menschen Verantwortung für ihre Gefühle und ihr Verhalten übernehmen.

 

 

 

Gaslighting kann das seltsame Gefühl verstärken

 

Besonders verwirrend wird eine Dynamik, wenn deine Wahrnehmung regelmäßig infrage gestellt wird.

Du erinnerst dich an eine Aussage.

Die andere Person bestreitet sie.

Du sprichst über eine Verletzung.

Dir wird erklärt, dass diese überhaupt stattgefunden habe.

Du setzt eine Grenze.

Plötzlich wird deine Reaktion zum eigentlichen Problem erklärt.

Über längere Zeit können solche Muster dazu führen, dass du immer häufiger die eigene Wahrnehmung überprüfst.

Dann entsteht ein paradoxer Zustand:

Du spürst, dass etwas merkwürdig ist – und vertraust gleichzeitig diesem Gefühl immer weniger.

Genau dort lohnt sich Unterstützung von außen.

 

 

 

Was kannst du konkret tun?

 

Beobachte einige Zeit bewusst

Du brauchst keine schnelle Entscheidung.

Achte auf wiederkehrende Situationen.

 

Schreibe wichtige Ereignisse auf

Das schafft Abstand und erleichtert den Blick auf Muster.

Was geschah?

Was wurde gesagt?

Wie hast du reagiert?

Wie ging es dir anschließend?

 

Bleibe mit anderen Menschen verbunden

Gute soziale Kontakte liefern Orientierung.

Isolation hingegen macht die Wahrnehmung einer einzigen Beziehung immer bedeutsamer.

 

Setze kleine Grenzen

Du brauchst für eine erste Orientierung kaum eine große Konfrontation.

Ein kleines Nein liefert häufig erstaunlich viele Informationen.

Beobachte die Reaktion.

 

Reduziere Rechtfertigungen

Du darfst Entscheidungen treffen, ohne daraus ein Gerichtsverfahren zu machen.

Kurze, klare Aussagen stärken deinen Handlungsspielraum.

 

Gib Vertrauen Zeit

Vertrauen entsteht durch wiederholte Erfahrung.

Worte können einen Anfang machen.

Verlässliches Verhalten entscheidet über die weitere Entwicklung.

 

 

 

Was dein Gefühl dir sagen könnte

 

Vielleicht lautet die Botschaft:

„Ich brauche mehr Abstand.“

Vielleicht:

„Ich möchte genauer hinschauen.“

Vielleicht:

„Ich brauche klarere Grenzen.“

Oder:

„Diese Beziehung fühlt sich für mich auf Dauer wenig gesund an.“

Du brauchst dafür keine Diagnose.

Du brauchst Klarheit über deinen eigenen Handlungsspielraum.

 

 

 

Gerade nach narzisstisch geprägten Beziehungen kann das innere Radar sehr empfindlich sein

 

Nach längerer Manipulation, Abwertung oder emotionaler Unberechenbarkeit beobachten manche Menschen ihr Umfeld besonders aufmerksam.

Ein Tonfall fällt sofort auf.

Eine kleine Stimmungsveränderung.

Ein Zögern.

Ein Blick.

Diese Wachsamkeit kann einmal sehr hilfreich gewesen sein.

Später kann sie anstrengend werden.

Dann geht es darum, wieder differenzieren zu lernen:

Ist hier gerade wirklich Gefahr oder alte Alarmbereitschaft?

Das Ziel ist weder blindes Vertrauen noch permanentes Misstrauen.

Das Ziel ist ein zunehmend gutes Gespür für Sicherheit, Grenzen und Realität.

 

 

 

Seltsame Stimmung im beruflichen Umfeld

 

Dieses Phänomen gibt es ebenso bei Kollegen, Vorgesetzten, Geschäftspartnern und Mitgesellschaftern.

Vielleicht läuft jedes Gespräch äußerlich korrekt.

Und trotzdem bemerkst du:

  • Informationen werden anders dargestellt.
  • Vereinbarungen verschieben sich.
  • Verantwortung wandert.
  • Widerspruch verändert die Atmosphäre.
  • Andere Menschen verhalten sich auffallend vorsichtig.

Gerade bei hoher wirtschaftlicher oder beruflicher Tragweite lohnt sich eine nüchterne Analyse.

Dokumentiere Fakten.

Kläre Interessen.

Beobachte Machtverhältnisse.

Und trenne persönliche Irritation von strategisch relevanten Vorgängen.

Narzissmus im Unternehmen

Bei hoher wirtschaftlicher oder strategischer Tragweite kann ein vertrauliches Executive Sparring sinnvoll sein.

 

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Du brauchst dein ungutes Gefühl weder wegzuerklären noch sofort zur Wahrheit zu erklären.

Du darfst es als Einladung verstehen:

Schau genauer hin.

Beobachte Verhalten.

Beobachte Muster.

Beobachte deine Reaktionen.

Und frage dich:

Werde ich in diesem Kontakt klarer, freier und mehr ich selbst?

Oder verbringe ich zunehmend Energie damit, den anderen Menschen einzuschätzen, zu beruhigen und meine eigene Wahrnehmung infrage zu stellen?

Diese Frage kann sehr viel sichtbar machen.

 

 

 

Unterstützung bei narzisstischen Dynamiken

 

Wenn du schon lange das Gefühl hast, dass etwas kaum greifbar und zugleich belastend ist, kann ein Blick von außen helfen.

Gemeinsam können wir sortieren:

Was geschieht tatsächlich?

Welche Muster wiederholen sich?

Welche Rolle spielen frühere Erfahrungen?

Welche Grenzen helfen dir?

Welche Form von Kontakt ist sinnvoll?

Und wie gewinnst du wieder mehr Vertrauen in deine Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit?

Je nach Situation geht es um Coaching, Beratung oder therapeutische Unterstützung.

Im beruflichen Kontext können zusätzlich Macht, Reputation und wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen.

Hilfe im Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

19 fiese Spiele von Narzissten

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Hinweis

 

Dieser Beitrag dient der Orientierung zu Beziehungsmustern und Verhaltensweisen.

Ein ungutes Gefühl, einzelne Verhaltensweisen oder schwierige Beziehungserfahrungen erlauben keine Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

Antworten auf häufige Fragen

Warum fühle ich mich bei einem Narzissten so unwohl?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben.
Unberechenbares Verhalten, widersprüchliche Botschaften, subtile Abwertung, Grenzüberschreitungen oder wiederholte Verunsicherung können innere Anspannung fördern.
Gleichzeitig können eigene frühere Erfahrungen die Wahrnehmung beeinflussen.
Deshalb lohnt sich der Blick auf konkrete Muster.

Kann der Körper Narzissten erkennen?

Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung lässt sich weder körperlich erspüren noch anhand eines unguten Gefühls erkennen.
Unser Wahrnehmungssystem kann jedoch Unstimmigkeiten, Veränderungen im Tonfall und andere soziale Signale registrieren.
Das Gefühl liefert einen Anlass zum Hinschauen.
Die Bewertung braucht weitere Informationen.

Weshalb zweifle ich nach Gesprächen plötzlich an mir?

Wiederholte Abwertung, widersprüchliche Kommunikation oder Gaslighting können Selbstzweifel fördern.
Beobachte, ob sich dieses Muster regelmäßig und besonders im Kontakt mit einer bestimmten Person zeigt.

Sollte ich meinem Bauchgefühl vertrauen?

Nimm dein Bauchgefühl ernst.
Und ergänze es um Beobachtung.
Frage:
Was genau habe ich wahrgenommen?
Was davon ist Tatsache?
Welche Muster wiederholen sich?
Diese Kombination ist besonders wertvoll.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

P.S.

 

Wie steht es mit respektvollen Kommentaren, Tipps, Erfahrungen?

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2018
Überarbeitung: 17. Juli 2021
AN: #849
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Weihnachten mit Narzissten überleben: Alle Jahre wieder … Was zu erwarten und zu tun ist

Weihnachten mit Narzissten überleben: Alle Jahre wieder … Was zu erwarten und zu tun ist

So schützen Sie sich vor narzisstischen Persönlichkeiten während der weihnachtlichen Feiertage
Nimmt der Narzissmus in unserer Kultur zu und woran erkennen Sie Narzissten?

Narzissten und Weihnachten

 

Wie verhalten sich Narzissten während des Weihnachtsfests? Was ist zu erwarten?

Video

Weihnachten mit Narzissten überstehen - Rettungsaktion

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Weihnachtsfest

 

Für viele Menschen ist das Weihnachtsfest von ganz besonderer Bedeutung. Dafür investieren sie eine ganze Menge in die Vorbereitung. Bei aller Vorfreude erzeugt das auch Stress und die eigenen Nerven wünschen sich nichts sehnlicher als Ruhe und Entspannung. Typisch: Bereits der kleinste Auslöser kann dafür sorgen, dass sich die innere Gereiztheit entlädt und sich ein Streit entwickelt, noch bevor die Festlichkeit überhaupt begonnen hat. Zum Glück beruhigen sich die Nerven im Kreis der Familie meist und das Wort Besinnlichkeit passt. Doch, wie verläuft das Weihnachtsfest, wenn ein anstrengender Narzissten anwesend ist?

 

 

 

Achtung

 

Achtung: Dieser Beitrag ist keine Anleitung zur Diagnostik pathologischer Narzissten. Er soll dir helfen, unangenehmen Zeitgenossen aus dem Weg zu gehen und dich vor Ausnutzung zu schützen. Zur Vereinfachung spreche ich hier von „Narzissten“, wenn ich Menschen mit deutlich narzisstischen Tendenzen meine – unabhängig davon, ob es sich um Frauen oder Männer handelt.

 

 

 

Wie Narzissten zu Weihnachten sind

 

Weihnachten ist eine seltsame Zeit für Narzissten. Sie mögen die üppigen Geschenke, das Trinken und das Essen genießen, doch sie genießen oft nicht die anderen Eigenschaften des Weihnachtsfests. Weihnachten ist eine Zeit, in der die Familie zusammenkommt. Geschenke werden verpackt und alle rücken näher zusammen. Menschen zeigen ihre Liebe und Zuneigung füreinander. Aber Narzissten mögen diesen Aspekt normalerweise nicht.

Nicht alle Narzissten verhalten sich an Weihnachten gleich, doch es gibt häufige Verhaltensweisen, die wahrscheinlicher sind.

 

 

 

 

a. Nähe und Bindungen

 

Der einzige wahre Lieblingsmensch, den Narzissten kennen, sind sie selbst. Narzissten fällt es schwer, eine echte Bindung zu den Menschen aufzubauen, die ihnen am nächsten stehen. Ihr gestörtes Einfühlungsvermögen macht es schwierig, eine echte Verbindung herzustellen. Sie wissen dann nicht, wie sie sich verhalten sollen. Und sie spüren, dass sie sich abkapseln, während sie eifersüchtig beobachten, wie andere die Gesellschaft genießen. Das kann dazu führen, dass Narzissten sich aufspielen oder seltsam verhalten. Das tun sie, weil sie nicht wollen, dass andere von ihren geheimen inneren Kämpfen erfahren. Sie projizieren stattdessen ihren eigenen Schmerz in der Weihnachtszeit auf andere.

 

 

 

b. Im Mittelpunkt stehen

 

Die grandiosen Narzissten haben Probleme damit, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Und wenn viele Leute anwesend sind, gibt es mehr Konkurrenz. Sie können sich daher aufspielen, um im Mittelpunkt zu stehen. Negative Aufmerksamkeit empfinden einige Narzissten als besser als gar keine. Also verursachen sie möglicherweise Ärger, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

 

 

 

c. Fokus

 

Wenn es darauf ankommt, sind Narzissten nach außen hin äußerst charmant, werden in intimen Beziehungen jedoch schnell wütend, hassen es, im Unrecht zu sein, geben Schuld niemals zu, verlangen ständige Bewunderung und Anerkennung, denken, dass soziale Regeln für sie nicht gelten, lügen und manipulieren, um als Opfer dazustehen, handeln immer im Eigeninteresse und haben keine Empathie für andere.

 

 

 

d. Bestätigung

 

Während der Weihnachtszeit haben Narzissten Schwierigkeiten, andere Menschen so zu isolieren, zu kontrollieren und zu regulieren, dass sie ausreichend narzisstische Zuwendung bekommen. Ihnen fehlt schnell die Aufmerksamkeit, die sie brauchen, um sich wichtig zu fühlen.

Narzissten werden an Weihnachten schmerzlich daran erinnert, dass sie nicht die Liebe und Freude empfinden können, die andere empfinden können, und versuchen, dies zu kompensieren. Er oder sie wird versuchen, den eigenen Schmerz auf andere Menschen zu projizieren, in der Hoffnung, ihnen das Weihnachtsfest zu verderben, oder Handlungen zu kreieren, die den Fokus wieder auf ihn oder sie lenken.

 

 

 

Typisches Verhalten von Narzissten zur Weihnachtszeit

 

Nicht alle Narzissten verhalten sich an Weihnachten gleich, doch es gibt häufige Verhaltensweisen, die wahrscheinlicher sind. Es folgen einige Verhaltensweisen, die Narzissten in der Weihnachtszeit häufig an den Tag legen, und Gedanken dazu, was Sie tun können, damit sie Ihnen und den Menschen, die Sie Ihnen am Herzen liegen, das Weihnachtsfest nicht verderben.

 

 

 

1. Dominanz

 

„Ich reiße mich nicht darum, aber wenigstens ein Mensch sollte wissen, wie es geht, also werde ich das managen!“

 

Narzissten bestehen oft vehement auf ihrer sehr starren Vorstellung davon, wie das Weihnachtsfest ablaufen soll und sie dulden keine Abweichungen. Sie bestehen darauf, den Tannenbaum auszuwählen und legen fest, wo er zu stehen hat und wie er zu schmücken ist. Sie wollen die Kontrolle haben, über den gesamten Ablauf des Weihnachtsfestes allein entscheiden: Was wird gekocht, wann wird gegessen, sind die Geschenke dran, in welcher Reihenfolge werden sie ausgetauscht und wie lange dürfen die Kinder aufbleiben? Alles muss sich so abspielen, wie es der Narzisst wünscht.

 

 

 

2. Nicht helfen

 

„Ich habe schon genug geleistet!“

 

Der engste Kreis kommt zusammen, der auch den Narzissten vertraut ist und am Herzen liegen sollten. Erwarten Sie von Narzissten trotzdem keine Unterstützung zu Weihnachten. Wenn Sie Hilfe bei den Vorbereitungen, der Gastfreundlichkeit oder beim Aufräumen nach dem Fest wünschen, erwarten Sie lieber nicht zu viel.

Die meisten Narzissten versuchen das ganze Jahr über, so wenig wie möglich zu tun. Warum sollte es also an Weihnachten anders sein?

Narzissten mögen es, bedient zu werden, ob es nun Weihnachten ist oder nicht. Und sie lassen Sie gerne die ganze Arbeit machen, wenn sie damit davonkommen. Narzissten haben ein eingeschränktes Einfühlungsvermögen, sodass sie nicht sehen, wenn andere Hilfe brauchen. Und sie fühlen den Schmerz anderer Menschen nicht. Eine Andeutung reicht selten aus. Sie müssen sie direkt fragen, wenn Sie ihre Hilfe wollen.

Narzissten wollen immer das Beste aus allem herausholen. Wundern Sie sich also nicht, wenn sie Ihnen nicht helfen und dann die Lorbeeren für all Ihre Bemühungen einfordern. Atmen Sie langsam und tief durch und bleiben Sie im Gleichgewicht.

 

 

 

3. Geschenke

 

„Ich bin Geschenk genug!“

 

Geben Sie den Gedanken auf, dass dieses Jahr in Sachen Geschenke endlich einmal etwas anders sein könnte. Geschenke von Narzissten sind meist nicht vorhanden oder eine bequeme, unüberlegte Wahl. Erwarten Sie nicht mehr von Narzissten, denn wenn sie damit konfrontiert werden, werden sie mit Ausreden, Ablenkungsmanövern und Projektionen reagieren und Ihnen im Allgemeinen die Schuld für deren Verhalten geben.

 

 

 

4. Sich abwenden oder unhöflich sein

 

„Ich greife nicht an, ich sage nur die Wahrheit!“

 

Haben Sie ein Familienmitglied, das einfach weggeht, wenn ihm niemand Aufmerksamkeit schenkt? Wenn Narzissten nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, machen sie die Atmosphäre für alle anderen so unangenehm wie nur möglich. Wie können sich andere Leute amüsieren, wenn sie es nicht können?! Erwarten Sie also, dass sich Narzisst ohne Rücksicht auf andere entfernt oder unhöfliche und verletzende Bemerkungen machen, um das Weihnachtsfest für alle so unangenehm wie möglich zu gestalten.

5. Narzissten ruinieren es für alle

 

„Und bist du nicht willig, dann…“

 

Manche Narzissten entscheiden sich dafür, Weihnachten zu ruinieren. Dafür kann es mehrere Gründe geben.

Narzissten glauben gerne, dass sie überlegen sind. Deshalb tun sie so, als sei nichts gut genug, was den Ablauf wirklich stören kann. Sie kritisieren vielleicht das Essen, die Dekoration oder die Geschenke. Und obwohl sie wahrscheinlich kaum etwas beigetragen haben, sind sie der Meinung, dass sie es viel besser gemacht hätten.

Narzissten wissen nicht wirklich, wie sie eine Bindung zu anderen Menschen aufbauen können. Manche tun so, als könnten sie es, sie wollen es verbergen. Vielleicht reizen sie die Kinder oder einen sensiblen Erwachsenen, damit die auf ihre Provokationen reagieren. Narzissten wollen davon alle davon überzeugen, dass die andere Person die Schuld für die Reaktion trägt. Das dient als Ablenkung für das eigene Verhalten, denn alle schauen auf den Beschuldigten.

Andere Narzissten spielen sich auf, um im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Wenn sie das Gefühl haben, dass sich nicht alles um sie dreht, verursachen sie vielleicht den einen oder anderen Streit, nur damit sich alle auf sie konzentrieren. Oder sie schmollen und lassen alle wie auf Scherben gehen.

 

 

 

6. Versprechungen und …

 

„Ja, aber…“

 

Machen Sie sich auf Ausreden gefasst. Er oder sie macht vielleicht Versprechungen für Weihnachten und lässt Sie dann im Stich. Es kann sein, dass Narzissten einen Streit mit Ihnen anzetteln, eine Ausrede erfinden oder sogar ganz verschwinden, um nicht gehört zu werden. Dies geschieht nicht nur, um den Festtagen zu entgehen, sondern um jemanden zu bestrafen. Es ist für sie eine Rechtfertigung, andere traurig zu machen, damit auch sie, wie die Narzissten, Weihnachten nicht genießen können.

 

 

 

7. Hoffnungslos betrunken

 

Prost! Einige Narzissten bewältigen Weihnachten, indem sie sich hoffnungslos betrinken. Sie gehen davon aus, dass das Trinken als Deckmantel für ihr Verhalten dient, weil die Leute annehmen, dass sie sich wegen des Alkohols daneben benehmen oder unbeholfen sind.

Narzissten erwarten, dass ihre Familie ihnen verzeihen wird, wenn sie sich im betrunkenen Zustand daneben benehmen. Es lag ja nur am Alkohol.

Narzissten übernehmen selten die Verantwortung für die Dinge, die um sie herum passieren. Wenn sie sich also betrinken wollen, dann tun sie das wahrscheinlich auch. Ungeachtet dessen, was zu tun ist und ungeachtet aller Verantwortlichkeiten, die sie vielleicht hätten.

 

 

 

8. Narzissten übernehmen die Kontrolle für ein fabelhaftes Weihnachten

 

„Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht“, meinte Theodor Fontane.

 

Es geht auch ganz anders. Grandiose Narzissten wollen bewundert und verehrt werden. Deshalb nutzen einige Narzissten das Weihnachtsfest, um zu beweisen, wie fabelhaft sie sind. Dabei schießen sie häufig über das Ziel hinaus. Sie übertreiben es vielleicht mit der Dekoration und dem Festmahl. Und sie machen zahlreiche Fotos von ihrer besonders glücklichen Familie, die sie in den sozialen Medien verbreiten.

Auch wenn diese Narzissten sich viel Mühe gemacht haben, ist ihr Motiv rein egoistisch. Sie sind mehr daran interessiert, gut auszusehen als anderen Menschen eine schöne Zeit zu bereiten.

 

 

 

9. Lieblose Geschenke

 

Ein Geschenkgutschein genauso viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht wurde. Die meisten Narzissten sind keine guten Geschenkkäufer. Ihre eingeschränkte Empathie macht es schwierig, sich in den Kopf eines anderen Menschen hineinzuversetzen und zu überlegen, was der sich als Geschenk wünschen würde. Deshalb kaufen Narzissten vielleicht etwas, das er sich selbst wünschen würde. Oder sie gehen auf Nummer sicher und kaufen ein beliebiges Geschenk, das für fast jeden geeignet wäre.

Wer schon lange mit Narzissten zusammen sind, erhält von ihnen oft keine Geschenke. Narzissten ziehen während der Flitterwochen gerne alle Register. Aber das hört in der Regel auf, wenn sie in einer festen Beziehung sind. Und Sie erhalten bestenfalls halbherzige Geschenke.

 

 

 

10. Riesige Geschenke

 

Auch nicht viel besser als lieblose Geschenke sind übertriebene Geschenke. Um sich selbst und ihre Allmacht zu inszenieren, überraschen Narzissten auch gerne mal mit unangemessen wertvollen Geschenken, die mindestens eine Nummer zu groß sind. So wollen sie sich selbst darstellen und Einfluss ausüben.

 

 

 

11. Narzissten wollen die Lorbeeren für die Arbeit anderer einheimsen

 

„Na, wie habe ich das gemacht?“

 

Narzissten wollen die Lorbeeren für die Arbeit anderer einheimsen. Dies ist ein klassisches narzisstisches Verhalten, also seien Sie nicht allzu überrascht, wenn es geschieht. Es dient nur dazu, dass Narzissten vor anderen gut dastehen.

Bewahren Sie alle Ihre Quittungen auf, führen Sie Buch, damit es einen unbestreitbaren Beweis dafür gibt, dass Sie es waren, dem das Fest zu verdanken ist. Im Ernst; diejenigen, auf die es ankommt, fallen vermutlich auf den gekaperten Erfolg ohnehin nicht herein.

Wenn Ihnen danach ist, können Sie Narzissten sogar anbieten, sie gut aussehen zu lassen, indem Sie Ihnen bei etwas helfen, damit sie damit glänzen können.

Letzten Endes werden Sie sich vielleicht nicht einmal dagegen wehren wollen, denn eine ruhige, angenehme Feierlichkeit könnte es wert sein, dass er Narzissten Ihnen etwas Anerkennung stehlen.

 

 

 

12. Unsicherheit

 

Der schlimmste Albtraum von Narzissten ist es, dass andere Aufmerksamkeit bekommen und sie an ihre eigene Unzulänglichkeit erinnert werden. Das ist der Grund, warum sie andere schikanieren und aggressiv sind, da sie ihre eigene Unsicherheit auf andere Menschen projizieren.

 

 

 

13. Party

 

„Lass mich mal ans Mikrofon!“

 

Bei Narzissten ist an Weihnachten nicht immer alles schlecht. Narzissten wissen oft, wie man sich amüsiert. Vor allem die offenkundigeren unter ihnen. Und obwohl sie vielleicht nicht gerade hilfreich sind, wenn es darum geht, Dinge zu organisieren und zu erledigen, wissen sie oft, wie sie sich amüsieren können. Wenn sie in Form sind, bringen Narzissten die Stimmung in Bewegung. Und obwohl es ihnen nur um ihr eigenes Vergnügen geht, ist das möglicherweise in Ordnung, wenn sie andere mit auf die Reise nehmen.

 

 

 

Auf den Punkt gebracht

 

Auf den Punkt gebracht: Erwarten Sie von Narzissten über Weihnachten keine große Hilfe. Es sei denn, die nutzen Weihnachten, um zu beweisen, wie toll sie sind.

Narzissten fällt es schwer, eine gesunde Bindung zu Menschen aufzubauen. Wundern Sie sich also nicht, wenn sie so tun, als ob sie das verbergen wollten. Oder sich aufspielen, um im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Narzissten sind berüchtigt dafür, Feierlichkeiten zu ruinieren, nur um im Rampenlicht zu stehen. Denken Sie daran, dass die meisten Narzissten es verabscheuen, ignoriert zu werden. Und sie erwarten, dass sich alles um sie dreht.

Wenn Narzissten ohnehin schon gerne Alkohol trinken, dann ist Weihnachten wahrscheinlich eine Zeit, in der sie sich übermäßig vergnügen. Narzissten machen so ziemlich das ganze Jahr über, was sie wollen. Deshalb neigen sie dazu an Weihnachten etwas mehr zu sich nehmen, wenn sie Lust dazu haben. Und sie kümmern sich wahrscheinlich nicht um ihre Verantwortung. Das bedeutet, dass Sie die Zügel in die Hand nehmen müssen.

Wenn Sie Glück haben, beschließen Narzissten, sich zu amüsieren und eine gute Zeit zu haben. Dann werden sie zum Mittelpunkt der Party. Das ist viel besser, als wenn sie Trübsal blassen, kritisieren und sich beschweren. Und vielleicht haben Sie sogar eine gute Zeit mit ihnen. Erwarten Sie nur nicht, dass sie danach mit aufräumen!

Gehen Sie Ihren Weg – passen Sie gut auf sich auf.

Hilfe im Umgang mit narzisstischen Dynamiken (keine Rechtsberatung!)

 

 

Welche Unterstützung passt zu deiner Situation?

 

Narzisstisch geprägte Dynamiken können in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen auftreten.

Deshalb unterscheide ich bewusst zwischen privaten, beruflichen und therapeutischen Anliegen.

 

Private Beziehungen

 

Geht es um Partnerschaft, Familie, Freundschaft oder eine andere persönliche Beziehung?

Dann können wir gemeinsam betrachten:

  • Was geschieht zwischen euch?
  • Welche Muster wiederholen sich?
  • Wo liegen deine Grenzen?
  • Welche Möglichkeiten hast du?
  • Und welcher nächste Schritt passt zu dir?

→ Unterstützung bei narzisstisch geprägten Beziehungen im privaten Umfeld

 

 

Berufliche und unternehmerische Situationen

 

Geht es um Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter oder andere professionelle Beziehungen?

Dann spielen neben der persönlichen Dynamik häufig weitere Faktoren eine Rolle:

  • Interessen.
  • Macht.
  • Verantwortung.
  • Kommunikation.
  • Karriere.
  • Reputation.
  • Wirtschaftliche Konsequenzen.

Hier geht es um einen professionellen Umgang mit der Situation und deinen Handlungsspielraum.

→ Professioneller Umgang mit narzisstisch geprägten Personen

 

 

Wenn die Erfahrungen deutliche Folgen hinterlassen haben

 

Manche Erfahrungen wirken weit über einzelne Konflikte hinaus.

Vielleicht reagiert dein Körper noch lange nach einer belastenden Beziehung.

Bestimmte Situationen lösen starke Reaktionen aus.

Du fühlst dich dauerhaft angespannt.

Oder frühere Erfahrungen beeinflussen dein heutiges Erleben und deine Beziehungen.

Dann kann ein therapeutischer Rahmen sinnvoll sein.

→ Therapeutische Unterstützung bei belastenden Erfahrungen und Traumafolgen

 

 

 

Keine Ferndiagnosen

 

Ein wichtiger Grundsatz meiner Arbeit:

Ich diagnostiziere keine abwesenden Personen.

Wir können Verhaltensweisen betrachten.

Muster erkennen.

Dynamiken verstehen.

Auswirkungen einordnen.

Und deine Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Das reicht häufig vollkommen aus, um wesentlich klarer zu sehen.

 

 

 

Hinweis zu rechtlichen Fragen

 

Gerade bei Trennungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Auseinandersetzungen mit Geschäftspartnern oder anderen eskalierten Situationen können auch rechtliche Fragen eine Rolle spielen.

Meine Unterstützung bietet und ersetzt keine Rechtsberatung.

Bei rechtlichen Fragen und Entscheidungen wende dich bitte an entsprechend qualifizierte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Im Coaching beziehungsweise in der Beratung konzentrieren wir uns auf psychologische Dynamiken, Kommunikation, Entscheidungsfindung, Vorbereitung und deinen persönlichen Handlungsspielraum.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Haben Sie es schon mit toxischen Menschen bei festlichen Ereignissen zu tun gehabt und wie haben Sie auf sich acht gegeben?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. Dezember 2016
Überarbeitung: 23. Dezember 2021
AN: #649
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