Medieninterview zusagen oder ablehnen? Entscheidung & Vorbereitung

Medieninterview zusagen oder ablehnen?

Entscheidung & Vorbereitung
Medienkompetenz

Medieninterview zusagen oder ablehnen? Erst entscheiden, dann auftreten

 

Das Telefon klingelt.

Eine Redaktion möchte ein Interview.

Vielleicht Fernsehen.

Radio.

Podcast.

Zeitung.

Oder ein großes Online-Medium.

Die erste Reaktion lautet schnell:

„Großartig. Wann soll ich da sein?“

Einen Moment.

Eine Interviewanfrage ist zunächst weniger eine Auszeichnung als eine Entscheidungssituation.

Denn Öffentlichkeit kann Chancen eröffnen.

Sie kann deine Botschaft verbreiten.

Deine Position stärken.

Vertrauen schaffen.

Sichtbarkeit erhöhen.

Gleichzeitig gibst du einen Teil der Kontrolle darüber ab, in welchem Zusammenhang deine Aussagen später erscheinen.

Deshalb lautet die erste Frage weniger:

„Wie bereite ich mich auf das Interview vor?“

Vorher kommt eine wichtigere:

„Sollte ich dieses Interview überhaupt geben?“

 

 

 

Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck

 

„Hauptsache Presse“ klingt verlockend.

Für manche Situationen mag Reichweite tatsächlich das wichtigste Ziel sein.

Für Menschen mit Verantwortung reicht dieses Kriterium selten aus.

Denn entscheidend ist weniger, ob du sichtbar wirst.

Entscheidend ist:

Wofür wirst du sichtbar?

In welchem Zusammenhang?

Mit welcher Botschaft?

Vor welchem Publikum?

Und mit welchen möglichen Folgen?

Eine hohe Reichweite mit dem falschen Kontext kann weniger wertvoll sein als eine kleinere Öffentlichkeit, die genau die Menschen erreicht, die für dein Anliegen relevant sind.

 

 

 

Interviewe den Interviewer

 

Bevor du einem Interview zusagst, sammle Informationen.

Du darfst Fragen stellen.

Zum Beispiel:

Worum geht es genau?

Was ist der Anlass?

Welche Perspektive verfolgt der Beitrag?

Warum wurde gerade ich angefragt?

Welche Rolle soll ich darin haben?

Wer kommt außerdem zu Wort?

Für welches Medium entsteht der Beitrag?

Welche Zielgruppe erreicht es?

Live oder Aufzeichnung?

Wie lang ist das Gespräch?

Wie viel davon wird voraussichtlich verwendet?

Wann erscheint der Beitrag?

Wer führt das Interview?

Eine professionelle Redaktion wird dir möglicherweise weniger jede Einzelheit nennen.

Trotzdem liefern bereits die Antworten auf einige dieser Fragen wichtige Hinweise.

Bevor du selbst zum Interviewpartner wirst, darfst du zunächst Informationen sammeln.

 

 

 

Die wichtigste Frage: Was ist mein Ziel?

 

Bevor du zusagst, solltest du wissen, weshalb du das Interview geben möchtest.

Was soll nach dem Gespräch anders sein?

Welche Botschaft möchtest du vermitteln?

Welche Position möchtest du vertreten?

Welche Menschen möchtest du erreichen?

Was möchtest du erklären?

Wofür möchtest du stehen?

Wenn du darauf kaum eine Antwort hast, verdient die Zusage noch etwas Zeit.

Denn Medienpräsenz allein ist selten eine Strategie.

 

 

 

Was hat die Redaktion davon?

 

Auch diese Perspektive gehört dazu.

Journalisten arbeiten für ihr Publikum.

Sie brauchen Relevanz.

Neuigkeit.

Konflikt.

Einordnung.

Persönlichkeiten.

Geschichten.

Das ist vollkommen legitim.

Deine Aufgabe besteht darin zu verstehen, welche Rolle du innerhalb dieser Geschichte bekommen könntest.

Bist du Experte?

Betroffener?

Vertreter einer Position?

Gegenstimme?

Beispiel?

Kritiker?

Verantwortlicher?

Je klarer das ist, desto besser kannst du entscheiden.

 

 

 

Die Interessen sind verschieden

 

Ein Medieninterview ist eine professionelle Begegnung mit unterschiedlichen Interessen.

Du möchtest deine Position verständlich vermitteln.

Der Journalist möchte einen interessanten Beitrag produzieren.

Die Redaktion denkt an ihr Publikum.

Bei aufgezeichneten Formaten kommen Auswahl und Schnitt hinzu.

Das ist weder gut noch schlecht.

Es gehört zum Format.

Souveränität beginnt damit, diese unterschiedlichen Interessen zu verstehen.

 

 

 

Live oder Aufzeichnung macht einen Unterschied

 

Bei einem Liveinterview hörst du eine Frage und antwortest.

Deine Aussage erreicht das Publikum weitgehend in diesem Zusammenhang.

Bei einer Aufzeichnung entsteht anschließend ein redaktionelles Produkt.

Vielleicht dauert das Gespräch 30 Minuten.

Im Beitrag erscheinen 25 Sekunden.

Dann entscheidet die Redaktion, welcher Ausschnitt verwendet wird und in welchem Kontext er steht.

Deshalb reicht es kaum, irgendwann im Gespräch einen guten Satz gesagt zu haben.

Deine Kernbotschaften sollten so klar sein, dass auch einzelne Ausschnitte für sich tragfähig bleiben.

 

 

 

Welche Risiken gibt es?

 

Vor einer Zusage lohnt sich ein nüchterner Blick.

Welche Themen könnten kritisch werden?

Welche Fragen sind wahrscheinlich?

Welche Interessen könnten berührt werden?

Welche Informationen sind vertraulich?

Welche rechtlichen Grenzen bestehen?

Welche Aussagen brauchen besondere Präzision?

Welche Auswirkungen könnte ein missverständliches Zitat haben?

Bei rechtlich relevanten Themen gehört juristische Beratung in die Vorbereitung.

Medientraining ersetzt keine Rechtsberatung.

 

 

 

Was geschieht, wenn du ablehnst?

 

Auch das gehört zu einer guten Entscheidung.

Manchmal wirkt Ablehnung zunächst riskanter als Zustimmung.

Deshalb frage:

Was geschieht realistisch, wenn ich dieses Interview ablehne?

Vielleicht fragt die Redaktion jemand anderen.

Vielleicht erscheint der Beitrag ohne deine Perspektive.

Vielleicht entsteht dadurch tatsächlich ein Nachteil.

Vielleicht passiert nahezu nichts.

Erst wenn beide Seiten betrachtet werden, entsteht eine vernünftige Entscheidung.

 

 

 

Der Interview-Entscheidungskompass

 

Vor einer wichtigen Medienzusage helfen sieben Fragen.

 

1. Was ist das Thema?

Worum geht es tatsächlich?

 

2. Warum werde gerade ich angefragt?

Welche Rolle soll ich im Beitrag spielen?

 

3. Wen erreicht das Medium?

Ist dieses Publikum für mein Anliegen relevant?

 

4. Welche Botschaft möchte ich vermitteln?

Kann ich sie in wenigen klaren Sätzen formulieren?

 

5. Welche Chancen bietet der Auftritt?

Sichtbarkeit?

Einordnung?

Vertrauen?

Positionierung?

 

6. Welche Risiken bestehen?

Reputation?

Missverständnisse?

Vertraulichkeit?

Rechtliche Konsequenzen?

 

7. Was geschieht, wenn ich ablehne?

Welche realistischen Folgen hätte ein Nein?

Erst dann folgt die Entscheidung.

 

 

 

Ein Nein kann eine souveräne Entscheidung sein

 

Nicht jedes Interview verdient eine Zusage.

Vielleicht passt das Format kaum.

Vielleicht ist der Kontext ungünstig.

Vielleicht fehlen wichtige Informationen.

Vielleicht ist die Vorbereitung in der verfügbaren Zeit kaum seriös möglich.

Vielleicht überwiegen die Risiken.

Dann kann ein freundliches Nein die professionellere Entscheidung sein.

Sichtbarkeit ist wertvoll.

Selektive Sichtbarkeit kann wertvoller sein.

 

 

 

Wenn du zusagst, beginnt die eigentliche Vorbereitung

 

Nach einer bewussten Zusage verändern sich die Fragen.

Jetzt geht es um:

Kernbotschaften.

Wahrscheinliche Fragen.

Kritische Fragen.

Beispiele.

Zahlen und Fakten.

Formulierungen.

Übergänge zu deinen Botschaften.

Körpersprache.

Stimme.

Präsenz.

Und um die Frage:

Was soll vom Gespräch hängen bleiben?

 

 

 

Drei Botschaften reichen häufig weiter als dreißig Argumente

 

Vor einem wichtigen Interview solltest du deine zentralen Aussagen kennen.

Was sind die drei wichtigsten Gedanken?

Kannst du sie jeweils in einem Satz formulieren?

Kannst du sie erklären?

Kannst du ein Beispiel geben?

Kannst du auch unter kritischem Nachfragen ruhig zu ihnen zurückkehren?

Wer alles sagen möchte, hinterlässt häufig wenig.

Klarheit braucht Auswahl.

 

 

 

Vorbereitung bedeutet mehr als Antworten auswendig lernen

 

Eine Liste erwarteter Fragen kann hilfreich sein.

Verlasse dich trotzdem weniger darauf, dass ausschließlich diese Fragen kommen.

Professionelle Vorbereitung bedeutet:

Du kennst deine Botschaften.

Du kennst sensible Bereiche.

Du hast kritische Fragen durchgespielt.

Du kannst spontan formulieren.

Und du bleibst auch dann orientiert, wenn das Gespräch eine unerwartete Richtung nimmt.

Das ist wesentlich robuster als auswendig gelernte Antworten.

 

 

 

Die Frage hinter der Medienanfrage

 

Für mich gehört ein Medieninterview deshalb zu einer größeren Kategorie:

Kommunikation in entscheidenden Momenten.

Es gibt Situationen, in denen wenige Minuten ungewöhnlich große Wirkung entfalten können.

Ein Interview.

Eine Pressekonferenz.

Eine wichtige Präsentation.

Ein Gespräch mit Investoren.

Eine Stellungnahme in einer Krise.

Ein Auftritt vor Mitarbeitenden.

Dann geht es weniger um rhetorische Tricks.

Es geht um Klarheit unter Druck.

 

 

 

Souveränität beginnt vor der Kamera

 

Ein überzeugender Medienauftritt beginnt lange vor dem ersten roten Licht.

Mit einer Entscheidung.

Warum gehe ich dorthin?

Was möchte ich erreichen?

Welche Verantwortung trage ich?

Welche Risiken akzeptiere ich?

Was möchte ich sagen?

Und wofür möchte ich anschließend stehen?

Wer diese Fragen geklärt hat, betritt ein Interview anders.

 

 

 

Individuelles Sparring vor wichtigen Medienauftritten

 

Gerade bei Interviews mit hoher Sichtbarkeit lohnt sich eine unabhängige Vorbereitung.

Wir können gemeinsam prüfen:

Solltest du die Anfrage annehmen?

Welche Chancen und Risiken bestehen?

Welche Botschaften sind entscheidend?

Welche kritischen Fragen sind wahrscheinlich?

Wo liegen kommunikative Fallstricke?

Wie formulierst du komplexe Inhalte klar?

Und wie bleibst du auch unter Druck bei deiner Position?

Dabei geht es weniger darum, möglichst mediengerecht zu wirken.

Es geht darum, auch in einer Situation mit hoher öffentlicher Wirkung klar, glaubwürdig und souverän zu kommunizieren.

Denn ein gutes Interview beginnt weniger mit der ersten Antwort.

Es beginnt mit einer guten Entscheidung.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

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→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. September 2015
Überarbeitung: 02. September 2026

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst
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Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

 

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst

 

„Können Sie dazu kurz etwas sagen?“

„Wie schätzen Sie die Situation ein?“

„Vielleicht ein paar Worte aus Sicht der Geschäftsführung?“

„Was empfehlen Sie?“

Und plötzlich schauen alle zu dir.

Solche Momente zeigen etwas Spannendes:

Kommunikative Souveränität zeigt sich besonders deutlich, wenn der vorbereitete Text fehlt und innerhalb weniger Sekunden etwas Eigenes entstehen soll.

Eine klare Einschätzung.

Ein Standpunkt.

Eine Antwort.

Eine kurze Rede.

Ein Gedanke, der Orientierung gibt.

Genau deshalb halte ich Stegreifreden für eine der wertvollsten Übungen der Rhetorik.

Denn hier trainierst du weit mehr als spontanes Reden.

Du trainierst, unter Aufmerksamkeit klar zu denken.

 

 

 

Stegreifreden begegnen dir häufiger, als du denkst

 

Der Begriff klingt zunächst nach Bühne und Publikum.

Im beruflichen Alltag sieht eine Stegreifrede häufig ganz anders aus.

Ein spontaner Beitrag im Meeting.

Eine Antwort vor einem Gremium.

Ein kurzes Statement gegenüber Mitarbeitenden.

Eine unerwartete Frage im Kundengespräch.

Eine Einordnung im Führungskreis.

Ein spontaner Kameraauftritt.

Eine Begrüßung.

Ein Toast.

Oder der Satz:

„Karsten, sagen Sie doch auch einmal etwas dazu.“

Mit wachsender Verantwortung nehmen solche Situationen häufig zu.

Menschen wollen deine Einschätzung.

Deine Haltung.

Deine Orientierung.

Und häufig wollen sie diese jetzt.

 

 

 

Was gute Stegreifredner wirklich können

 

Gute Stegreifredner besitzen selten einen geheimen Vorrat fertiger Reden.

Sie können etwas Wertvolleres:

Sie greifen schnell auf Erfahrungen, Wissen und Haltung zu.

Sie erkennen den wesentlichen Gedanken.

Sie geben ihm eine Struktur.

Und sie bringen ihn so zum Ausdruck, dass andere folgen können.

Das lässt sich entwickeln.

Hier sind 23 Anregungen dafür.

 

 

 

23 Tipps für überzeugende Stegreifreden

 

 

1. Kläre zuerst deinen Punkt

 

Bevor du nach schönen Worten suchst, frage dich:

Was möchte ich eigentlich sagen?

Ein klarer Gedanke trägt häufig mehr als fünf geschliffene Formulierungen.

Deine Botschaft gibt deinem Beitrag Richtung.

 

 

2. Denke vom Ende her

 

Was soll bei den Menschen hängen bleiben?

Eine Erkenntnis?

Eine Entscheidung?

Eine Empfehlung?

Ein nächster Schritt?

Wenn du dein Ziel kennst, findest du leichter einen Weg dorthin.

 

 

3. Gönn dir einen Moment

 

Du wirst angesprochen.

Alle Augen richten sich auf dich.

Jetzt darf ein kurzer Moment entstehen.

Blickkontakt.

Ein Atemzug.

Ein Gedanke.

Eine ruhige Sekunde wirkt häufig wesentlich souveräner als hektischer Aktionismus.

 

 

4. Beginne mit dem Wesentlichen

 

Ein guter Einstieg kann erstaunlich schlicht sein.

„Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

„Ich sehe darin vor allem eine Chance.“

„Der entscheidende Punkt liegt für mich an einer anderen Stelle.“

Damit entsteht sofort Orientierung.

 

 

5. Nutze eine einfache Struktur

 

Spontanes Sprechen wird leichter, sobald dein Denken eine Form bekommt.

Bewährte Möglichkeiten sind beispielsweise:

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Situation – Bedeutung – nächster Schritt

These – Begründung – Beispiel

Problem – Lösung – Nutzen

Einfache Strukturen schaffen gedanklichen Freiraum.

 

 

6. Nutze die Drei-Punkte-Regel

 

Drei Punkte lassen sich gut merken.

Für dich.

Und für dein Publikum.

„Drei Dinge sind aus meiner Sicht wesentlich …“

Schon hast du eine Struktur und gleichzeitig etwas Zeit gewonnen, deine Gedanken zu sortieren.

 

 

7. Probiere P.R.E.P.

 

Eine besonders praktische Struktur für spontane Antworten ist P.R.E.P.:

Point: Was ist dein Standpunkt?

Reason: Weshalb siehst du es so?

Example: Welches Beispiel macht es verständlich?

Point: Was ist dein Fazit?

Damit lässt sich aus einem Gedanken sehr schnell ein vollständiger Beitrag entwickeln.

 

 

8. Entwickle Sprechdenken

 

Eine wichtige Fähigkeit heißt für mich Sprechdenken.

Du brauchst den kompletten Beitrag bereits vor dem ersten Satz im Kopf.

Der erste tragfähige Gedanke reicht als Ausgangspunkt.

Während du sprichst, entwickelst du den nächsten.

Pausen und klare Strukturen helfen dabei.

So entsteht sprachliche Beweglichkeit.

 

 

9. Bleibe bei deiner Botschaft

 

Spontane Situationen verführen leicht dazu, alles sagen zu wollen, was einem gerade einfällt.

Wirkung entsteht durch Auswahl.

Frage dich:

Was gehört jetzt wirklich hierher?

Damit wird aus Wissen Kommunikation.

 

 

10. Sprich über etwas, das dir etwas bedeutet

 

Persönliche Verbindung erleichtert spontanes Sprechen enorm.

Was findest du an diesem Thema interessant?

Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Was ist dir daran wichtig?

Wo du innerlich beteiligt bist, entstehen leichter lebendige Worte.

 

 

11. Nutze Beispiele

 

Abstrakte Aussagen verlangen Denkarbeit.

Beispiele erzeugen Bilder.

Ein kurzes Erlebnis.

Eine konkrete Situation.

Eine Beobachtung.

Ein Vergleich.

Schon wird deine Botschaft greifbarer.

 

 

12. Erzähle kleine Geschichten

 

Eine Stegreifrede braucht selten eine große Heldensaga.

Oft reichen drei Sätze:

Was geschah?

Was war daran bemerkenswert?

Was können wir daraus lernen?

Geschichten geben Gedanken Leben.

 

 

13. Mache Komplexes einfach

 

Gerade kompetente Menschen geraten leicht in eine Falle:

Sie wissen sehr viel.

Deshalb fällt die Auswahl schwer.

Eine hilfreiche Frage lautet:

Was müsste jemand verstehen, der sich mit diesem Thema bisher kaum beschäftigt hat?

Das führt häufig erstaunlich schnell zum Kern.

 

 

14. Verwende klare Sprache

 

Kurze Sätze helfen.

Konkrete Verben helfen.

Anschauliche Worte helfen.

Klarheit wirkt souverän.

Gerade spontane Beiträge gewinnen durch sprachliche Einfachheit.

 

 

15. Nutze Pausen

 

Eine Pause gehört zum Beitrag.

Sie gibt dir Zeit zum Denken.

Sie gibt deinen Worten Gewicht.

Und sie gibt deinem Publikum Gelegenheit, dir zu folgen.

Wer sich Pausen erlaubt, wirkt häufig präsenter.

 

 

16. Bestimme dein Tempo

 

Aufmerksamkeit kann Energie erzeugen.

Diese Energie beschleunigt leicht das Sprechen.

Gib deinen Gedanken Raum.

Ein etwas ruhigeres Tempo unterstützt Klarheit, Stimme und Wirkung.

 

 

17. Lass deine Stimme die Botschaft tragen

 

Worte vermitteln Inhalt.

Die Stimme vermittelt Haltung.

Nutze Betonung.

Tempo.

Pausen.

Lautstärke.

Und vor allem deine natürliche Stimme.

So wird aus Information Kommunikation.

 

 

18. Stehe zu deinem Standpunkt

 

Souveränes spontanes Sprechen bedeutet mehr als flüssiges Formulieren.

Es bedeutet auch:

Ich weiß, wofür ich stehe.

Gerade in Führungs- und Entscheidungssituationen ist diese innere Klarheit wertvoll.

Menschen hören Worte.

Und sie erleben Haltung.

 

 

19. Nutze deinen Körper

 

Ein ruhiger Stand unterstützt einen ruhigen Gedanken.

Richte dich auf.

Nimm Kontakt zu den Menschen auf.

Lass Gesten aus deinen Gedanken entstehen.

Dein Körper kann dir helfen, Präsenz zu entwickeln.

 

 

20. Sprich mit Menschen statt vor Menschen

 

Suche Blickkontakt.

Nimm Reaktionen wahr.

Bleibe in Beziehung.

Eine Stegreifrede ist kein sprachlicher Alleinflug.

Sie ist Kommunikation mit Menschen, die gerade wissen wollen, was du zu sagen hast.

 

 

21. Entwickle einen inneren Notfallkoffer

 

Für anspruchsvolle Situationen helfen einige vertraute Einstiege:

„Ich würde das aus zwei Perspektiven betrachten.“

„Der entscheidende Punkt ist für mich …“

„Lassen Sie mich dazu ein konkretes Beispiel geben.“

„Daraus ergeben sich aus meiner Sicht drei Konsequenzen.“

Solche Formulierungen schaffen Orientierung, bis dein Gedanke Fahrt aufnimmt.

 

 

22. Trainiere Überraschung

 

Spontaneität entwickelt sich durch Erfahrung.

Lass dir überraschende Fragen stellen.

Ziehe zufällige Themen.

Fasse komplexe Sachverhalte in 60 Sekunden zusammen.

Formuliere spontan Empfehlungen.

Begründe Positionen.

Je häufiger du erlebst, dass du etwas Tragfähiges entwickeln kannst, desto größer wird dein Vertrauen in diese Fähigkeit.

 

 

23. Bereite deine Spontaneität vor

 

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Und genau darin liegt ein wesentlicher Schlüssel.

Menschen, die spontan besonders überzeugend wirken, verfügen häufig über einen großen inneren Fundus.

Geschichten.

Beispiele.

Standpunkte.

Erfahrungen.

Fachwissen.

Strukturen.

Sprachliche Bilder.

Wer diesen Fundus pflegt, kann im entscheidenden Moment daraus schöpfen.

Spontaneität profitiert von guter Vorbereitung auf das Unvorhersehbare.

 

 

 

Der Stegreif-Kompass

 

Wenn du spontan gefragt wirst und innerhalb weniger Sekunden Orientierung brauchst, helfen drei Fragen:

 

1. Was ist mein Punkt?

Was möchte ich wirklich sagen?

 

2. Weshalb ist dieser Punkt relevant?

Warum sollten die anderen zuhören?

 

3. Was folgt daraus?

Welche Erkenntnis, Empfehlung oder Handlung ergibt sich?

Diese drei Fragen reichen erstaunlich oft, um aus einem spontanen Gedanken einen klaren Beitrag zu entwickeln.

 

 

 

Die eigentliche Fähigkeit hinter der Stegreifrede

 

Für mich liegt der größte Wert dieser Fähigkeit weit jenseits einer spontanen Rede.

Es geht um etwas Grundsätzlicheres:

Kannst du auf dich und deine Fähigkeiten zugreifen, wenn plötzlich Aufmerksamkeit auf dir liegt?

Kannst du denken, während andere auf deine Antwort warten?

Kannst du Komplexität reduzieren?

Kannst du Haltung zeigen?

Kannst du einen Gedanken so formulieren, dass Menschen ihn verstehen?

Kannst du Orientierung geben?

Genau deshalb ist spontanes Sprechen gerade für Führungskräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer, Experten und Menschen in verantwortungsvollen Positionen so wertvoll.

Viele entscheidende Kommunikationsmomente stehen schließlich in keinem Manuskript.

 

 

Souveränität entsteht vor dem entscheidenden Moment

 

Je bedeutender eine Situation wird, desto wertvoller ist es, die eigenen Reaktionsmöglichkeiten vorher kennenzulernen.

Wie denke ich unter Druck?

Was passiert mit meiner Stimme?

Wie schnell komme ich zum Kern?

Welche Formulierungen passen wirklich zu mir?

Wie wirke ich auf andere?

Und wie kann ich meine vorhandenen Fähigkeiten zuverlässiger abrufen?

Daran lässt sich sehr konkret arbeiten.

 

 

Individuelles Sparring für entscheidende Kommunikationssituationen

 

Wenn bei dir viel auf dem Spiel steht, arbeite ich am liebsten an den echten Situationen.

Ein wichtiges Meeting.

Ein Vorstandstermin.

Eine Präsentation.

Ein Medienauftritt.

Eine anspruchsvolle Gesprächssituation.

Eine spontane Rede.

Oder eine Rolle, in der zunehmend erwartet wird, dass du Orientierung gibst.

Im individuellen Sparring entwickeln wir keine künstliche Rhetorik.

Wir arbeiten daran, dass deine Gedanken, deine Haltung und deine Persönlichkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen zugänglich bleiben.

Damit du im entscheidenden Moment weniger nach der perfekten Formulierung suchst und stärker auf das zugreifen kannst, was bereits in dir steckt:

Erfahrung.

Kompetenz.

Urteilsvermögen.

Und deine eigene Stimme.

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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  • worum es geht
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  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist ein spontaner Redebeitrag mit sehr kurzer Vorbereitungszeit. Typische Beispiele sind Statements, Beiträge in Meetings, spontane Begrüßungen und Antworten auf unerwartete Fragen.

Kann man Stegreifreden lernen?

Ja. Besonders gut trainierbar sind Struktur, Sprechdenken, Prägnanz, Zustandsmanagement, Stimme, Körpersprache und der Umgang mit überraschenden Fragen.

Was hilft bei einem spontanen Blackout?

Ein Atemzug, eine kurze Pause und eine vertraute Struktur geben Orientierung. Hilfreich ist beispielsweise der Einstieg: „Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

Welche Struktur eignet sich für spontane Antworten?

Sehr praktikabel sind die Drei-Punkte-Struktur sowie P.R.E.P.: Standpunkt, Begründung, Beispiel und abschließender Standpunkt.

Wie halte ich eine gute Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist eine Rede, die ohne vorheriges Skript oder Vorlage gehalten wird. Sie kann schwierig sein, da Sie sich auf das Improvisieren und die Fähigkeit verlassen müssen, sich schnell auf neue Themen einzustellen und diese zu präsentieren. Um eine gute Stegreifrede zu halten, gibt es einige Tipps, die Sie beachten können:

1. Vorbereitung

Obwohl Sie kein Skript haben, solltest du sich trotzdem auf die Rede vorbereiten. Überlegen Sie sich, welche Themen Sie voraussichtlich ansprechen werden und machen Sie sich Notizen, die Ihnen als Leitfaden dienen können.

 

2. Struktur

Auch bei einer Stegreifrede ist es wichtig, eine klare Struktur zu haben. Geben Sie Ihrer Rede eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

 

3. Körpersprache

Nutzen Sie Ihre Körpersprache, um Ihre Rede zu unterstreichen und das Publikum zu begeistern. Machen Sie Gebrauch von Gesten und Mimik, um Ihre Aussagen zu verdeutlichen.

 

4. Verbindung zum Publikum

Stellen Sie eine Verbindung zum Publikum her, indem Sie auf deren Bedürfnisse und Interessen eingehen. Fragen Sie das Publikum, welche Themen es interessieren und beziehen Sie diese in Ihre Rede ein.

 

5. Selbstvertrauen

Haben Sie Selbstvertrauen in Ihre Fähigkeiten und zeigen Sie dies auch nach außen hin. Atmen Sie tief durch und zeigen Sie Ihre Stärke und Kompetenz.

 

Wenn Sie diese Tipps beachten, werden Sie in der Lage sein, eine überzeugende und interessante Stegreifrede zu halten.

Weshalb sind Stegreifreden für Führungskräfte besonders relevant?

Mit wachsender Verantwortung entstehen viele wichtige Kommunikationsmomente spontan. Menschen erwarten Einschätzungen, Entscheidungen und Orientierung. Die Fähigkeit, Gedanken schnell zu ordnen und verständlich auszudrücken, unterstützt dabei erheblich.

P.S.

 

Wie meisterst du deine Stegreifreden und worauf gilt es aus deiner Sicht zu achten?

Spontaneität will wohlüberlegt sein.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. November 2014
Überarbeitung: 27. April 2022
AN: #45486
K: CNB
Ü: B

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Aus gutem Grund erweitern gute Redner und Rednerinnen das Sichtfeld des Publikums

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Es sich verändert, ist die Sichtweise darauf.
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums
Gute Redner erweitern das Sichtfeld des Publikums

Perspektiverweiterung

 

Gute Redner und Rederinnen erweitern das Sichtfeld des Publikums. Weshalb tun sie das und wie kann es gelingen?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Alles eine Frage der Perspektive

 

 

Die Dinge selbst verändern sich nicht. Das Einzige, das sich verändert, ist die Sichtweise darauf.

Carlos Castañeda

 

Deshalb gehört es zu den Aufgaben überzeugender Redner, das Publikum einzuladen, weitere Sichtweisen zu erkunden als nur die bisher favorisierten. Es gilt, Licht dorthin zu tragen, wo bisher nicht hingesehen wurde.

Eine guter Redebeitrag lädt dazu ein zumindest für den Moment die Perspektive zu wechseln, sie zu erkunden, ihr eine Chance zu geben. Eine ehrliche Rede ist ein Angebot.

 

 

Respekt 

 

Wer meint, als einziger Mensch die Wahrheit zu kennen, wird schnell zum Fundamentalisten. Dann handelt es sich nicht mehr um Angebote, sondern die Bestrebung zur Zwangsbekehrung. Und auf die reagieren wenige Menschen erfreut, nicht einmal dann, wenn es um durchaus erstrebenswerte Ziele geht.

Themen haben oft viel viel Seiten, von denen aus, von denen aus sie betrachtet werden können. Die Welt ist komplex, sehr komplex. Berücksichtigen wir das, soweit es uns möglich ist. Gehen wir voran und laden wir dazu ein es uns gleich zutun. Wie können wir von anderen erwarten unserer Sicht eine Chance zu geben, wenn wir uns deren Betrachtung nicht einmal angesehen haben?

 

 

Innere Haltung statt Technik

 

Gute Redner und Rednerinnen würdigen andere Sichtweisen nicht nur, weil es eine gute Strategie ist, sondern aus Überzeugung. Respekt kann nur auf einer echten inneren Haltung beruhen, ein intelligentes Publikum merkt Schauspiel schnell.

Video

Kommt!

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

P.S.

 

Was ist dein Standpunkt dazu?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 28. Juli 2019
AN: #6760
K:
Ü:

Problem- oder Lösungsorientierung: WARUM wird überbewertet

Problem- oder Lösungsorientierung: WARUM wird überbewertet

Kommunikationskompetenz: Blick auf die Lösung!

Warum, warum, warum

 

Fragetechniken helfen bei der Klärung, führen zu besseren Entscheidungen und bringen uns Zielen näher. Aber nicht jede Fragestellung ist gleichermaßen hilfreich. WARUM führt schnell weiter hinein in das Problem anstatt zum Blick auf Lösungen.

Überblick

 

 

Der Narr wundert sich, der Weise fragt.

Benjamin Disraeli

 

 

 

Fragen

 

Fragen haben eine besonders hohe Bedeutung in der Kommunikation. Wichtig ist, nicht mit dem Fragen aufzuhören. (Albert Einstein). Fragetechniken helfen bei der Klärung, führen zu besseren Entscheidungen und bringen uns Zielen näher. Aber nicht jede Fragestellung ist gleichermaßen hilfreich.

 

Kindermund tut Wahrheit kund:

 

Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!

Kinderlied

 

Gute Fragen werden zu Recht geschätzt. Nicht nur in Beziehungen zu anderen Menschen, sondern auch in den eigenen Gedanken entfalten Fragen ihre Wirkung. Fragend schreiten wir voran – und mit guten Fragen kommen wir weiter. Allerdings gibt es hinsichtlich dieser Wirkung ziemliche Unterschiede bezüglich der Richtung, in die sie uns führen. So ist beispielsweise die Frage nach dem „Warum?“ oft ziemliche Zeitverschwendung.

 

 

 

Warum?

 

Weshalb ich Fragen mit Warum an vielen Stellen nicht sehr schätze?

 

 

In Kurzform

 

Nachteile von Fragen mit Warum:

  • führt in die Vergangenheit
    • die Vergangenheit stellt den Problemraum dar
    • die Vergangenheit lässt sich nicht ändern
  • der Fokus führt zurück und oft noch tiefer hinein in das Problem
  • alte Erklärungsmodelle werden abgerufen.
    Neue Einsichten sind so nicht zu erwarten
  • es geht darum, Schuldige zu finden statt Lösungen.
    Deswegen wird die Problemorientierung auch als Schuldrahmen (Blame Frame) bezeichnet.

Lösungsgespräch oder Problemgespräch?

 

Die Antwort auf „Warum?“ beginnt fast immer mit „Weil …“. Was dann folgt, klingt oft mehr nach einer Entschuldigung oder sogar Ausrede, weshalb sich etwas nicht ändern lässt. Dann wird mit aller Aufmerksamkeit auf das Problem geschaut – wie das Kaninchen auf die Schlange – und nur sehr wenig Licht fällt auf die Lösung. Alles dreht sich um das Problem: „Problemtalk creates problems. Solutiontalk creates solutions.“ stellte Steve de Shazer fest.

 

Sehr oft werden aus Gewohnheit Fragen mit „Warum“ gestellt:

  • Wir fragen, warum wir tun, was wir tun.
  • Wir fragen, warum etwas nicht funktioniert.
  • Wir fragen, warum wir nicht bekommen, was wir wollen.
  • Wir fragen, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen und warum wir denken, was wir denken.

Warum bringt uns in Kontakt mit grundlegenden Themen. Philosophisch hat das einen hohen Stellenwert. Warum bringt uns allerdings nur bedingt praktisch voran.

Doch ist genau das die Absicht. Es geht uns darum zu verstehen, warum etwas geschieht. Wir meinen mit der Antwort auf das Warum Einsichten zu gewinnen, mit denen wir die Dinge verbessern können. Wenn wir den Fehler finden ist die Lösung nah, zumindest bei einem mechanischen Weltbild. Da reicht es ein Problem zu lösen, indem der Fehler repariert werden, der Ursprungszustand wieder hergestellt wird. Das Auto ist kaputt, den Fehler identifizieren, Teil austauschen, Auto fährt wieder, Besitzer und Beisitzer sind glücklich.

Schnell den Fehler finden und weiter geht es. Wir wollen Fortschritte machen! Nur klebt ein Warum oft so hartnäckig am Problem, wie ein Kaugummi an der Schuhsohle. Dadurch wird ein Wald vor lauter Bäumen nicht erkannt. Kreativität benötigt einen großzügigeren Raum, um sich entfalten zu können.

 

 

 

Besser

 

Verstehen kann man das Leben oft nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts.(Sören Kierkegaard). Viel förderlicher als nach dem Warum zu fragen ist es andere Fragen zu stellen wie beispielsweise:

„Wie genau …“

  • Wie genau sieht das erwünschte Ergebnis aus?
  • Wie können wir es erreichen?

 

Diese Form der Frage ermutigt Menschen ihre Gedanken konstruktiver zu gestalten − besonders, wenn sie verknüpft werden mit „genau“. „Wie“ stimuliert die Neugier und Kreativität, während „Warum“ zu Begründungen animiert, weshalb etwas nicht funktioniert. Während Warum am Problem klebt, lockt das Wie Richtung Lösung. It is simple, but not easy! (Steve de Shazer).

 

Alternativen

 

Fragen mit „Wie“ und  „Wozu“ haben im Vergleich zu „Warum“  folgende Vorteile:

  • sie schauen in die Zukunft.
    Die Zukunft stellt den Lösungsraum dar.
  • Orientierung auf Ziele statt auf Probleme.
  • Ressourcenorientiert.
  • Fokus auf die Lösung zu.
  • fragen nach dem Nutzen.
  • fördern eigene Aktivitäten.

Video

Vom Problem zur Lösung

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie stehen Sie zum Warum? Wann bevorzugen Sie Erklärungen und wann Lösungen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4335
K:
Ü:

7 Möglichkeiten, die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern

7 Möglichkeiten, die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern

So lässt sich die Kommunikation verbessern.
Kommunikationsbausteine

Die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern

 

So lässt sich die interne Kommunikation in Unternehmen mit einfachen Mitteln verbessern.

Überblick

 

 

 

 

7 Möglichkeiten, die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern

 

Es gibt einige Möglichkeiten, die interne Kommunikation im Unternehmen zu verbessern. Interne Kommunikation ist für jedes Unternehmen wichtig, um effektiv zu funktionieren. Die Mitarbeitenden sollten das Gefühl haben, dass sie auf einfache Weise mit ihren Teammitgliedern und der oberen Führungsebene kommunizieren können, denn das trägt zur Produktivität und zum Gesamtergebnis bei.

Die folgende Liste enthält umsetzbare Schritte zur Verbesserung der internen Kommunikation:

 

 

 

1. Mache wichtige Informationen zugänglich

 

Jede Organisation hat ihr eigenes internes Wissen, oder Informationen, die alle Mitarbeitenden verstehen müssen. Es kann einige Zeit dauern, bis neue Mitarbeitende gelernt haben, wie das Unternehmen vorgeht, beispielsweise das Protokoll für die Erstellung von Unterlagen für Kunden oder andere Best Practices.

Hilf deinen Mitarbeitenden, sich diese Informationen schneller anzueignen, indem du sie in die Schulungen einbeziehst und interne Dokumente erstellst, die als Referenz verwendet werden können.

 

 

 

2. Stärke die Verbundenheit

 

Die Kommunikation sollte nicht nur zwischen den Teammitgliedern verbessert werden, die zusammenarbeiten, sondern auch zwischen den Beschäftigten und ihren Vorgesetzten. Achte darauf, dass dies in den Managementschulungen angesprochen wird.

Führungskräfte, die sich die Zeit nehmen, ihre Mitarbeitenden kennenzulernen, und die bereit sind, ihnen zuzuhören, werden es leichter haben, zu kommunizieren und ihre direkten Mitarbeitenden bei der Stange zu halten.

Wenn die Beschäftigten das Gefühl haben, dass ihre Vorgesetzten auf ihre individuellen Anliegen eingehen können, fühlen sie sich eher mit ihnen verbunden.

 

 

3. Schaffe einen offenen Dialog

 

Halte deine Mitarbeitenden über Veränderungen im Unternehmen, Fortschritte und Zukunftspläne auf dem Laufenden. Das kann über einen regelmäßigen Newsletter oder auf Betriebsversammlungen geschehen.

Erlaube den Beschäftigten außerdem, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Ermutige sie zu Fragen und Kommentaren und zeige, dass alle Ideen willkommen sind. Die Mitarbeitenden werden eher bereit sein, gut zu kommunizieren, wenn sie das Gefühl haben, dass sie mitbestimmen können, wohin sich das Unternehmen entwickelt.

 

 

 

4. Mache den Auftrag und die Vision deutlich

 

Nimm dir die Zeit, die Werte und den Auftrag des Unternehmens zu erklären, sei es im Rahmen eines Workshops oder als regelmäßige Erinnerung an die Mitarbeitenden.

Wenn sich die Mitarbeitenden über die Unternehmensziele einig sind, können sie auch besser miteinander kommunizieren, um sie zu erreichen.

Kaum etwas verbindet mehr, als eine gelebte und geteilte Mission, die sich auf eine lockende Vision ausrichtet.

 

 

 

5. Fördere den Informationsaustausch

 

Biete eine Online-Plattform für den Wissensaustausch an. Die Beschäftigten lesen wahrscheinlich regelmäßig über Brancheninformationen und -trends, also biete ihnen einen Ort, an dem sie diese Informationen teilen können. Wenn sie die Möglichkeit haben, zu zeigen, was sie wissen, werden sich die Mitarbeiter/innen gerne an diesem Vorhaben beteiligen. Das schafft nicht nur mehr Energie und Bedeutung in der Kommunikation, sondern der Austausch von wertvollen Erkenntnissen ist auch für das Unternehmen hilfreich.

 

 

 

6. Online-Tools

 

Es gibt viele Arten von Online-Tools, mit denen die Kommunikation erleichtert werden kann. Diese Tools helfen dabei, den Fortschritt eines Projekts zu verfolgen, damit alle wissen, was noch zu tun ist. Persönliche Kommunikation ist zwar immer wichtig, aber Online-Tools können dabei helfen, Zeit zu sparen und die Arbeit zu dokumentieren.

 

 

 

7. Externe Veranstaltungen planen

 

Schaffe Gelegenheiten für Mitarbeitende, sich außerhalb des Büros zu treffen. Kaum etwas beeinträchtigt die Kommunikation mehr als Mitarbeitende im Unternehmen, die sich noch nicht wirklich kennen. Plane eine Weihnachtsfeier oder eine Happy Hour nach der Arbeit. Das gibt den Mitarbeitenden auch etwas, worauf sie sich freuen können, was das Engagement und die Kommunikation fördert.

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Datenschutz

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Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Wie sorgst du dafür, die interne Kommunikation an deinem Arbeitsplatz zu verbessern?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Rapport

Rapport

Rapport schafft die Grundlage für gute Gespräche. Erfahre, wie Zuhören, Präsenz, Vertrauen und kommunikative Flexibilität echte Verbindung fördern.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2017
Überarbeitung: 5. Juli 2019
AN: #7670
K:
Ü: B

Berühmt, lohnt sich das? Mitunter hilft ein Bekanntheitsgrad

Berühmt, lohnt sich das? Mitunter hilft ein Bekanntheitsgrad

Wie wäre es mit authentischem Selbstmarketing statt oberflächlicher...
Berühmt oder berüchtigt? Oberflächlicher Ruhm ist besonders schnell vergänglich

Der Nutzen eines höheren Bekanntheitsgrads

 

Jiddu Krishnamurti meint; „Wir alle möchten berühmte Menschen sein und in dem Moment, indem wir etwas sein wollen, sind wir nicht mehr frei.“ Tatsächlich ist die Sehnsucht weit verbreitet. Um jeden Preis berühmt werden, scheint für viele Menschen das höchste Ziel zu sein. Was steckt dahinter und welchen Wert hat Bekanntheit tatsächlich?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Berühmtheit, lohnt das?

 

Die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit ist riesig und nimmt weiter zu. Im Artikel 9 Strategien, wie Sie garantiert berühmt werden, gibt es Tipps zu Methoden, die auch in der Praxis zu finden sind. Andy Warhol prophezeite es schon 1968: „In the future everyone will be world famous for 15 minutes“. Recht hatte er und die Rolle der Medien ist seitdem noch größer, die Möglichkeiten vielfältiger geworden. Eine echte Bereicherung resultiert allerdings nicht daraus. Im Gegenteil; es kann einem schon ziemlich auf die Nerven gehen, wenn von Talent unbelastete Personen anstreben über Talk-Unfug, Fernseh-Talent-Superstar-Shows, Twitter oder YouTube bekannt zu werden. Viele Menschen wollen wenigstens einmal in ihrem Leben im Rampenlicht stehen, um jeden Preis. Woher kommt nur dieser Drang zum Sternchendasein?

Ich schweife etwas ab, denn in diesem Artikel geht es um die Frage, wann und wofür ein höherer Bekanntheitsgrad nützlich sein kann.

 

 

 

Der Wert von Bekanntheit an sich?

 

Fragen zum Bekanntheitsgrad und dessen Förderung kommen immer wieder auf den Tisch. Nur, welchen Wert hat Bekanntheit an sich überhaupt?

Nun ja, das Bedürfnis danach ist in unserer heutigen Zeit nicht geringer geworden. Und auch der Preis, den manche dafür zu bezahlen bereit sind, steigt stetig. Nur, auf welchen Kriterien basiert der Kurspreis für Bekanntheit? Müsste nicht auch hier zuerst das Verhältnis von Preis (Aufwand, langfristigen Folgen) und realistischem Ergebnis – als Investition – betrachtet werden?

Viele versprechen sich durch die Aufmerksamkeit und Prominenz ein Ausbrechen aus der zugehörigen Bevölkerungsschicht, einen sozialen Aufstieg. Das scheint besonders dann attraktiv, wenn andere Wege nicht verfügbar, zu anstrengend oder unsicher erscheinen. Die vielen Glücksritter wirken auf mich nicht sehr erbaulich.

 

 

 

Ungenutzte Chancen

 

Mindestens genauso verblüffend ist für mich, wie unterschiedlich die oft wenigen Minuten der Aufmerksamkeit genutzt werden. Meist ist es schon wieder vorbei, bevor es richtig angefangen hat. Seltener werden wir als Publikum positiv überrascht und jenseits des flüchtigen Augenblicks zeichnet sich ab, dass da noch mehr auf Erkundung wartet. Mitunter ist es erstaunlich, dass Tiefe zu entdecken ist, die so nur selten an solchen Orten zu finden ist, wo Oberflächlichkeit dominiert. Und dann erwächst etwas Größeres daraus; Menschen nutzen die Aufmerksamkeit, die sie für etwas eigentlich nicht Erwähnenswertes erhalten, um für etwas Beachtliches einzutreten. Sie nutzen die Bühne für etwas Größeres, ergreifen die Chance und wachsen dabei über sich hinaus. Das Publikum ist nachhaltig positiv überrascht, die Aufmerksamkeit wohlverdient. Doch das ist selten!

 

 

 

Wenn du die Gelegenheit hast, nutzen die Gelegenheit weise

 

Wozu Aufmerksamkeit, wenn sie nicht dazu genutzt wird, einen positiven Beitrag zu leisten? Wenn du Publikum hast, dann ergreife die Gelegenheit für eine Botschaft, die Aufmerksamkeit verdient hat.

 

 

 

Viele interessante Beiträge bekommen nie eine Bühne

 

Viel zu oft sind die Menschen, die etwas zu sagen haben, dass es auch verdient hat, gehört zu werden, außerhalb der Aufmerksamkeit. Wieso?

  • Weil sie zu introvertiert sind und das Publikum scheuen.
  • Weil sie nicht wissen, wie sie ihrer Botschaft Geltung verschaffen.
  • Weil sie nicht mit diesen Schaumschlägern in einen Topf geworfen werden wollen.
  • Weil sie meinen, es sei, mit Anstand und Respekt zu schwer gehört zu werden.

 


Gerade diese Zeitgenossen haben die Bühne verdient, denn sie verwenden solch eine Gelegenheit oft mit besonderem Respekt. Deshalb ist es so wichtig immer wieder darauf hinzuweisen, dass es auch authentisch ans Werk gehen kann. Ich zeige dir gerne, wie es geht. Bei authentischem Selbstmarketing geht es nicht darum, von allen beachtet zu werden, sondern von denen, die relevant sind. Und das in einer geeigneten Form.

Nachteile eines hohen Bekanntheitsgrades

 

Ein hoher Bekanntheitsgrad bringt neben vielen Vorteilen auch verschiedene Nachteile mit sich. Hier einige der häufigsten Nachteile:

 

 

1. Verlust der Privatsphäre

 

Berühmte Personen leben oft unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. Jeder Aspekt ihres Lebens, einschließlich persönlicher und manchmal sensibler Momente, kann Gegenstand öffentlicher Diskussionen und Spekulationen werden.

 

 

 

2. Medialer Druck und Kritik

 

Die Medien können unerbittlich sein, besonders wenn es um Skandale oder Kontroversen geht. Negative Berichterstattung kann Stress auslösen und das persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen.

 

 

 

3. Unrealistische Erwartungen

 

Prominente werden oft auf ein Podest gestellt, was zu unrealistischen Erwartungen an ihr Verhalten, ihre Leistungen und ihr Aussehen führt. Das Scheitern, diesen Erwartungen gerecht zu werden, kann zu öffentlicher Kritik und persönlicher Unsicherheit führen.

 

 

 

4. Einschränkung der Freiheit

 

Die ständige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit kann es schwierig machen, normale Aktivitäten ohne Unterbrechungen oder Belästigungen durch Fans oder Paparazzi zu genießen.

 

 

 

5. Sicherheitsrisiken

 

Ein hoher Bekanntheitsgrad kann auch Sicherheitsrisiken mit sich bringen, da Prominente potenzielle Ziele für Stalking, Belästigung oder sogar physische Bedrohung sein können.

 

 

 

6. Auswirkungen auf persönliche Beziehungen

 

Freundschaften und Liebesbeziehungen können unter dem Druck des öffentlichen Lebens leiden, insbesondere wenn Vertrauen und Privatsphäre durch die ständige öffentliche Aufmerksamkeit beeinträchtigt werden.

 

 

 

7. Typcasting oder Schubladendenken

 

In bestimmten Berufen, z. B. in der Schauspielerei, kann ein hoher Bekanntheitsgrad dazu führen, dass eine Person ständig für ähnliche Rollen oder Charaktere ausgewählt wird, was ihre künstlerische Entfaltung einschränken kann.

 

 

 

8. Psychische Belastungen

 

Der Druck, ständig im Rampenlicht zu stehen und den Erwartungen gerecht zu werden, kann zu psychischen Belastungen wie Angstzuständen, Depressionen oder Substanzmissbrauch führen.

 

 

 

Fazit

 

Der Umgang mit diesen Herausforderungen gelingt Prominenten sehr unterschiedlich. Es wird weitgehend unterschätzt, was es bedeutet, mit den negativen Aspekten der Berühmtheit umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen.

 

Der nächste Schritt

 

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P.S.

 

Unter welchen Umständen ist ein höherer Bekanntheitsgrad aus deiner Sicht erstrebenswert?

Antworten auf häufige Fragen

Was bedeutet Berühmtheit?

Der Begriff Berühmtheit bezieht sich auf den Zustand, sehr bekannt und weithin anerkannt zu sein. Das kann sich auf Personen beziehen, die in verschiedenen Bereichen wie Unterhaltung, Sport, Kunst, Politik oder Wissenschaft aus Sicht zahlreicher Menschen herausragende Leistungen erbracht haben oder die durch ihre Taten, Talente oder Ereignisse große öffentliche Aufmerksamkeit erregt haben. Berühmte Personen, die oft als „Prominente“ oder „Stars“ bezeichnet werden, können einen bedeutenden Einfluss auf die Medien, die Kultur und die Gesellschaft haben. Ihre Handlungen, Meinungen und Lebensstile werden häufig von einer breiten Öffentlichkeit verfolgt und können Trends setzen oder öffentliche Diskussionen anregen. Berühmtheit kann sowohl positive als auch negative Aspekte haben, da sie oft mit einer intensiven Beobachtung durch die Medien und einem Mangel an Privatsphäre einhergeht.

Was ist der Nachteil eines hohen Bekanntheitsgrades?

Ein hoher Bekanntheitsgrad bringt neben vielen Vorteilen auch verschiedene Nachteile mit sich. Hier einige der häufigsten Nachteile:

1. Verlust der Privatsphäre:

Berühmte Personen leben oft unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. Jeder Aspekt ihres Lebens, einschließlich persönlicher und manchmal sensibler Momente, kann Gegenstand öffentlicher Diskussionen und Spekulationen werden.

 

2. Medialer Druck und Kritik

Die Medien können unerbittlich sein, besonders wenn es um Skandale oder Kontroversen geht. Negative Berichterstattung kann Stress auslösen und das persönliche Wohlbefinden beeinträchtigen.

3. Unrealistische Erwartungen

Prominente werden oft auf ein Podest gestellt, was zu unrealistischen Erwartungen an ihr Verhalten, ihre Leistungen und ihr Aussehen führt. Das Scheitern, diesen Erwartungen gerecht zu werden, kann zu öffentlicher Kritik und persönlicher Unsicherheit führen.

4. Einschränkung der Freiheit

Die ständige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit kann es schwierig machen, normale Aktivitäten ohne Unterbrechungen oder Belästigungen durch Fans oder Paparazzi zu genießen.

5. Sicherheitsbedenken

Ein hoher Bekanntheitsgrad kann auch Sicherheitsrisiken mit sich bringen, da Prominente potenzielle Ziele für Stalking, Belästigung oder sogar physische Bedrohung sein können.

6. Auswirkungen auf persönliche Beziehungen

Freundschaften und Liebesbeziehungen können unter dem Druck des öffentlichen Lebens leiden, insbesondere wenn Vertrauen und Privatsphäre durch die ständige öffentliche Aufmerksamkeit beeinträchtigt werden.

7. Typcasting oder Schubladendenken

In bestimmten Berufen, z. B. in der Schauspielerei, kann ein hoher Bekanntheitsgrad dazu führen, dass eine Person ständig für ähnliche Rollen oder Charaktere ausgewählt wird, was ihre künstlerische Entfaltung einschränken kann.

 

8. Psychische Belastungen

Der Druck, ständig im Rampenlicht zu stehen und den Erwartungen gerecht zu werden, kann zu psychischen Belastungen wie Angstzuständen, Depressionen oder Substanzmissbrauch führen.

Der Umgang mit diesen Herausforderungen gelingt Prominenten sehr unterschiedlich. Es wird weitgehend unterschätzt, was es bedeutet, mit den negativen Aspekten der Berühmtheit umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen.

Artikel

 

Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Eine gute Vision braucht mehr als große Ziele. Erfahre, wie Zukunftsbilder Orientierung geben, Entscheidungen erleichtern und konkrete Schritte ermöglichen.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. Januar 2015
Überarbeitung: 27. Februar 2024
AN: #895
K: CNB
Ü:

19 Tipps für erfolgreiche Radiointerviews

19 Tipps für erfolgreiche Radiointerviews.

Radiointerview: Live on air! Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, auch in den Medien
Radiointerview

Radiointerviews

 

Damit Sie sich und Ihr Angebot überzeugend präsentieren, auch vor dem Mikrofon. Korrekte Tipps für deine Medienkompetenz bei Radiointerviews. Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, sich so zu präsentieren, wie Sie gesehen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit. Erfahren Sie, was zu beachten ist.

Sie wurden um ein Radiointerview gebeten?

 

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Schreibtisch und sind in Ihre Arbeit vertieft. Dann klingelt das Telefon und eine freundliche Stimme bittet Sie um ein Interview für einen Radiosender. Es handelt sich um ein kurzes Interview und das Thema liegt auch in Ihrem Bereich. Was tun Sie?

Erst einmal durchatmen und Ruhe bewahren! Oft sind Journalisten unter Druck, doch lassen Sie sich dadurch nicht unter Zeitdruck setzen. Wenn Sie zusagen wollen, dann vereinbaren Sie einen Rahmen, der für alle Beteiligten in Ordnung ist. Verschaffen Sie sich Luft für eine gute Vorbereitung. Falls Sie mein Klient sind, rufen Sie mich an und wir meistern die Gelegenheit. Wenn Sie das noch sind, lesen Sie hier ruhig weiter:

Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, um sich so zu präsentieren, wie Sie wahrgenommen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit. Interviews bieten eine ideale Möglichkeit, um sich als Meinungsführer zu profilieren oder sein Unternehmen in den Medien bekannt zu machen. Wer vor Mikrofon und Kamera wirklich überzeugen will, sollte gut vorbereitet sein. Denn wer ein gutes Interview gibt, bringt gezielt seine Botschaften zum Publikum, anstatt lediglich Reporterfragen zu beantworten. Und wer es gut macht, wird zukünftig öfter als Ansprechpartner geschätzt. In diesem Artikel bekommen Sie einige Tipps für dein Radiointerview.

 

 

 

Was macht Radiointerviews aus?

 

Video Killed The Radio Star.

The Buggles

 

„Video Killed The Radio Star?“ Von wegen! Während beim Fernsehen hin- und hergeschaltet wird, hören viele Radiohörer sehr genau zu, während sie mit etwas anderem beschäftigt sind, das weitgehend automatisiert abläuft, wie beispielsweise dem Autofahren. Also, von wegen „Video killed the radio star“; Radio ist weiterhin ein aktuelles Medium.

Öffentlichkeit zu bekommen ist eine willkommene Gelegenheit, sich so zu präsentieren, wie Sie gesehen werden wollen. Und ein Radiointerview liefert Ihnen diese Gelegenheit.

Sind Sie um ein Interview oder eine Stellungnahme für einen Radiosender gebeten worden? Hurra! Die Vorbereitung beim Selbstmarketing hat Früchte getragen; Zeit zu ernten.

So groß hoffentlich die Freude ist; der Presse ein Interview zu geben ist mit Chancen, aber auch mit Risiken verbunden, wenn Sie nicht ausreichend vorbereitet sind. Ein gut vorbereitetes und strukturiertes Interview ist hingegen eine hervorragende Plattform, Ihren Ruf und Ihre Außenwahrnehmung positiv zu beeinflussen. Nutzen Sie die Chance, Ärmel hochkrempeln und ran an die Vorbereitung.

Nur, Interview ist nicht gleich Interview. Worauf kommt es bei einem Radiointerview an? Neben der grundsätzlichen Vorbereitung ist es wichtig sich darüber im Klaren zu sein, dass jedes Medium seine Eigenarten hat. Hier folgen eine Reihe von Empfehlungen:

19 Tipps für überzeugende Radiointerviews

 

 

1. Seien Sie vorbereitet

 

Jeder Journalist achtet auf unterschiedliche Aspekte. Es ist daher gut, frühzeitig zu wissen, worum es im Interview geht. Bereiten Sie sich auf offensichtliche Fragen vor und seien Sie flexibel genug, um auch unerwartete Fragen zu handhaben. Nehmen Sie schwierige Fragen vorweg, üben Sie Antworten zu geben und gewinnen Sie so Sicherheit. Besonders wichtig: Kennen Sie Ihre Kernbotschaften!

 

Hilfreiche Fragen an Interviewer:

  • Was ist die Ausgangsmeldung, der Anlass für das Interview?
  • Wird das Interview direkt oder per Telefon geführt?
  • Wann und wo soll das Interview stattfinden?
  • Wie heißt der Interviewer und wie ist er für Rückfragen zu erreichen?
  • Ist das Interview live oder wird es aufgezeichnet?
  • Wie lang soll das Interview werden?
  • Welche Fragen sind geplant?
    Auf diese Frage erhalten Sie selten eine genaue Antwort, Journalisten wollen ihre Fragen selten vorher preisgeben. Mit den folgenden Fragen erhalten Sie weitere Hinweise, was Sie zu erwarten haben.
  • In welchem Zusammenhang, beispielsweise mit anderen Beiträgen, steht das Interview?
  • Was sollen die Hörer erfahren?
  • Wer wird noch befragt?

 

 

 

 

2. Kontroverse Themen

 

Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist.

Louis Pasteur

 

Kontroverse Themen erfordern eine besonders fundierte Vorbereitung für eine entsprechende Strategie und Argumentation. Bei aller Schlagfertigkeit und Freude an der Improvisation ist schon bei der geringsten Wahrscheinlichkeit von Kontroversen etwas mehr Aufwand angeraten.

Klärung und Vorbereitung:

  • Überblick
    Ein Mindmap hilft sich schnell einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Themas zu verschaffen und vor Augen zu behalten.
  • Hintergrundinformationen
    Sammeln Sie Informationen und Sichtweisen durch Gespräche, Bücher, Zeitungen, im Internet oder anderen Quellen.
    Warum ist das Thema interessant für Sie, weshalb für die Hörer und worin besteht die Schnittmenge?
  • Gibt es Widersprüche?
  • Welche Positionen gibt es?
  • Thema eingrenzen! Welchen Aspekt finden Sie am wichtigsten bzw. am aktuellsten?
    Diskutieren Sie mit anderen! Bei kontroversen Sachverhalten ist es hilfreich, sich mit Argumenten der „Gegenseite“ vertraut zu machen.
  • Gibt es weitere Informationsquellen, die Sie nutzen können?

 

 

 

3. Seien Sie prägnant!

 

Wissen allein genügt nicht, es will auch vermittelt werden. Kommen Sie auf den Punkt. Verwenden Sie kurze Sätze, um Ihre Aussage deutlich zu machen. Medien werden die Antworten bearbeiten, um sie dem jeweiligen Format anzupassen. Die Presse konzentriert sich dabei auf die Aussagen, die deren Publikum interessiert. Neuigkeiten und unterhaltsame Beiträge haben die größten Chancen, veröffentlicht zu werden.

Wenn es sich nicht um ein Live-Interview handelt, haben die Journalisten bzw. diejenigen, die für die Nachbearbeitung verantwortlich sind, die Kontrolle darüber, wie die Beiträge genutzt werden. Passt es nicht in das Konzept, bleibt es ggf. auch unberücksichtigt und der Aufwand war umsonst.

Bei den Sendern sind enge Zeitpläne und Redaktionsschluss an der Tagesordnung. Machen Sie es für alle Beteiligten einfacher und halten Sie Ihre Antworten kürzer als 30 Sekunden. Kurze Antworten haben eine größere Chance, gesendet zu werden. Außerdem erhöhen Sie so die Chancen, als geschätzter Interviewpartner auch zukünftig wieder gefragt zu werden.

Marcus Tullius Cicero brachte es auf den Punkt: „Ein kluger Mensch wird genau bemerken, wie lange seine Unterhaltung dem anderen Vergnügen macht; und so wie er nicht ohne eine vernünftige Ursache angefangen hat zu reden, so wird er auch das Ziel wissen, wo er aufhören soll.“

 

 

 

4. Die Zielgruppe kennen

 

Fragen Sie den Journalisten was das Ziel des Interviews ist und richten Sie Ihre Antworten daran aus.

Je genauer Ihre Vorstellung von der Zielgruppe ist, desto einfacher ist es, die eigene Sprache anzupassen. Besser Sie vermeiden Fachjargon, auch damit die Journalisten nicht ständig nach deren Bedeutung fragen.

Machen Sie es Journalisten leichter zu verstehen, weshalb ein Aspekt so wichtig ist und warum die Zielgruppe sich dafür interessieren soll. Tun Sie das in einer einfachen und geradlinigen und lebendigen Sprache. Wenn Sie etwas beschreiben, sorgen Sie dafür, dass Sie es währenddessen selbst vor Ihrem geistigen Auge erleben.

 

 

 

5. Zuhören

 

Unsicherheit führt leider oft dazu, dass alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert wird die nächste Antwort vorzubereiten, anstatt gut zuzuhören.  Gute Interviewpartner sind auch gute Zuhörer.

 

 

 

6. Bleiben Sie authentisch

 

Präsentieren Sie authentisch Ihre Persönlichkeit. Machen Sie Ihre Position klar und haben Sie dabei Ihre Selbstmarketingstrategie vor Augen. Verhalten Sie sich dabei professionell und bleiben Sie Sie selbst, auch wenn Ihnen die Situation anfangs noch fremd ist. Alles andere ist viel zu anstrengend!

Je besser Sie auf Medienauftritte vorbereitet sind, desto natürlicher werden Sie die Chance nutzen und sich und Ihre Botschaft so vermitteln, dass sie verstanden und angenommen werden kann.

 

 

 

7. Achten Sie auf Ihr Zustandsmanagement

 

Manche Menschen tauen vor dem Mikrofon auf, andere erstarren. Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, spontan vor einem Mikrofon zu reden.

Wer sich deswegen dabei verspannt, neigt dazu zu schnell zu reden, atmet schlecht, die Stimme klingt angespannt und wird höher. All das wirkt dann weniger kompetent und souverän. Wenn Sie allein vor dem Mikrofon sind, stellen Sie sich einen echten Menschen vor, mit dem Sie ein angeregtes Gespräch führen. Dann werden Sie auch nicht zu monoton reden. Ja, der Tipp mit dem Lächeln stimmt nicht nur am Telefon, sondern auch hier.

Eine natürliche Sprechweise bietet die größte Chance, erneut Sendezeit im Radio zu erhalten. Entspannt und authentisch liefern Sie am leichtesten interessante Antworten.

 

 

 

8. Lesen Sie keine Statements vor

 

Das Vorlesen von Antworten oder ganzen Pressemitteilungen wirkt wenig kompetent. Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen es als Option in Betracht gezogen werden sollte. Auch wenn es die Zuhörer nicht sehen; es gibt nur wenige Menschen, die beim Vorlesen so klingen, als, wenn sie frei reden.

Die Fähigkeit, auch komplexeste Aussagen verständlich zu vermitteln und dabei natürlich zu bleiben, ist eine Fähigkeit, die erlernt werden kann. Professionelles Training unterstützt Sie mit Feedback und dem erforderlichen Wissen, um in Ihrem persönlichen Stil zu antworten.

 

 

 

9. Eine Prise Fakten und Zahlen

 

Viele Journalisten mögen es, wenn Sie Ihre Aussagen mit einer angemessenen Prise Zahlen und Fakten untermauern können. Aber halten Sie diesen Bereich kurz und verständlich. Geschichten sind interessanter als Zahlensalven.

Verwenden Sie nachvollziehbare Analogien, um die Bedeutung von Zahlen zu vermitteln. Das gibt Ihren Daten eine größere Wahrscheinlichkeit, auch tatsächlich berücksichtigt zu werden.

10. Zeigen Sie Engagement

 

Wenn Sie ein Telefoninterview geben, schließen Sie Ihre Bürotür und schalten Sie Ihr Telefon aus, um nicht gestört zu werden.

Ihr Gesprächspartner ist ein Mensch, nicht das Mikrofon. Also halten Sie in persönlichen Interviews Augenkontakt. Das macht es Ihnen leichter natürlich zu klingen, löst Stress, weil Sie ganz im Gespräch sind. So wird es automatisch persönlicher und das bemerken auch die Zuhörer, selbst, wenn sie Ihre Mimik nicht sehen können.

Wenn es zum Thema passt, dürfen Sie Ihre Leidenschaft und Begeisterung dafür ruhig zeigen.

 

 

 

11. Vorsicht vor der Rumpelstilzchen-Falle

 

Ob journalistisch angeregt oder aus einem anderen Grund; in emotionale Schieflage zu geraten birgt Risiken. Wenn Sie sich zu sehr ereifern und die Kontrolle verlieren kann das sehr dramatisch erscheinen und ist gut für die Einschaltquote. Doch können Sie so leicht Ihren Ruf und Ihre Glaubwürdigkeit mindern. Ihre Interessen müssen Sie schon selbst vertreten, das nimmt Ihnen niemand ab, auch nicht der Journalist. Also immer schön souverän bleiben, denn GESAGT IST GESAGT!

 

 

 

12. Punkt statt Ähm

 

Wenn Sie  eine Antwort beenden betonen Sie auf den Punkt, um es zu signalisieren. So werden Sie nicht versehentlich unterbrochen und wirken kompetenter.

 

 

 

13. Finger weg vom Mikrofon

 

Solange Sie nicht deutlich dazu aufgefordert werden, das Mikrofon zu ergreifen, berühren Sie es nicht. Erstens;  Berührungen erzeugen nur unnötige Geräusche und zweitens; wenige Interviewer mögen es, das Mikrofon und damit die Kontrolle aus der Hand zu geben.

 

 

 

14. Achten Sie auf Ihre Stimme

 

Mit der Stimme erzeugen wir die Stimmung bei den Zuhörern. Und stimmig wollen Sie doch herüberkommen, oder?

Also bereiten Sie Ihre Stimme vor; denken Sie an das Aufwärmen und die anderen Tipps aus dem Stimmtraining. Entsprechende Empfehlungen finden Sie hier.

 

 

 

15. Dynamik

 

Behalten Sie möglichst die Lautstärke bei. Variieren Sie stattdessen die Sprechgeschwindigkeit und betonen Sie durch gezielte Pausen.

Wie in einem angeregten Gespräch schaffen unterschiedliche Antwortlängen Abwechslung.

 

 

 

16. Machen Sie es Ihrem Interviewer leicht

 

Behalten Sie im Kopf, dass Journalisten oft einen engen Zeitplan haben.

Rufen Sie so schnell wie möglich zurück oder beantworten Sie E-Mails. Wenn Journalisten keine Antwort erhalten – manchmal schon nach wenigen Minuten – suchen sie sich einen anderen Interviewpartner.

Entscheiden Sie frühzeitig, worüber Sie mit den Medien zu sprechen bereit sind. Wenn Sie Ihre Ziele kennen, können Sie schneller entscheiden, ob Sie ein Interview geben wollen oder auch nicht.

Auch wenn Sie ein Interview nicht geben wollen, teilen Sie es dem Anfrager mit und auch, dass Sie in der Zukunft gerne zu Ihren Themen Interviews geben.

 

 

 

17. Nach dem Interview ist vor dem Interview

 

Bedanken Sie sich im Anschluss nochmals für die Gelegenheit. Erklären Sie ggf. Ihre Bereitschaft, zu bestimmten Themen auch in Zukunft Interviews zu geben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, erneut gefragt zu werden. Überhaupt vergrößert jeder Auftritt in den Medien die Nachfrage. Bringen Sie die Dinge ins Rollen.

 

 

 

18. Nutzen Sie die Chance

 

Trainieren Sie frühzeitig Ihre Medienkompetenz und bereiten Sie konkrete Gelegenheiten individuell vor. Wenn Sie erfahren wollen, wie das geht, klicken Sie hier.

 

 

 

19. Hörspiel statt Interview

 

Die Anfrage für das Radiointerview kam recht spontan oder aus anderen Gründen sind Sie zum Zeitpunkt des Live Interviews nicht im Büro oder an einem anderen geeigneten Ort? Ja und? Das macht doch nichts, genau dafür gibt es doch Mobiltelefone, oder? Doch, das macht etwas! Verbindungsabbrüche, Straßen- oder andere Umgebungsgeräusche, Stimmen im Hintergrund machen keinen guten Eindruck auf die Zuhörer. Das kann leicht daneben gehen und die Lacher gehen auf Ihre Kosten.

Man kann unmöglich in der Welt leben, ohne von Zeit zu Zeit Komödie zu spielen.
Es nur im Notfalle zu tun, unterscheidet den anständigen vom unanständigen Menschen.

Nicholas Chamfort

 

 

 

a. Besser keine Radiointerviews mit dem Handy

 

Sicher, haben heute auch Gespräche mit dem Mobilfunktelefon eine gute Qualität. Gelegentlich sogar eine bessere als Festnetz-Gespräche. Und trotzdem ist dringend davon abzuraten, unbedacht vom Handy aus ein Interview zu geben.

Heutzutage sind wir immer und überall erreichbar. Und deshalb können Sie auch immer und überall ein Interview geben. Auch für das Radio. Das Mobiltelefon macht es möglich. Aber nicht selten endet ein solches Interview eher nicht so vorteilhaft.

 

 

 

b. Störungen

 

Wer für ein Interview das Handy am falschen Ort verwendet, bekommt auch unerwünschte Kommentare oder Hintergrundgeräusche, die nicht im eigenen Interesse sind.

 

 

 

b. Verbindung

 

Jede Brücke wird zum Beziehungstest, zur Verbindungsprobe. Jeder Tunnel kann das Gespräch unterbrechen, hinein ins nächste Funkloch. Und an öffentlichen Orten wie auf Bahnhöfen oder auf Flughäfen können Sie jederzeit durch lautstarke Durchsagen oder durch kreischende Kinder oder Feiernde unterbrochen werden. Die Zuhörer darauf hinweisen, das hätte nichts mit einem zu tun, macht es dann auch nicht besser. Und selbst in geschlossenen Räumen kann das Handy zu Problemen führen. Gerade in großen Gebäuden wie auf Messen und Kongressen etwa ist der Empfang an vielen Stellen kritisch.

 

 

 

c. Fazit

 

Vermeiden Sie deshalb unnötige Risiken, um sich und Ihre Botschaft überzeugend zu präsentieren. Lassen Sie Radiointerviews mit dem Mobiltelefon lieber sein oder beherzigen Sie zumindest ein paar Empfehlungen für den Notfall.

Liebeserklärung an das Radio

 

Ich liebe Radio. Radio kann sehr nah gehen, kann mich an Orte begleiten, die sehr privat sind. Es macht lange Autofahrten erträglicher, es überrascht, liefert Schönes und Schreckliches. Und all das, ohne dass ich hinsehen müsste. Meine Augen sind sowieso schon viel zu viel im Einsatz. Eine Pause tut ihnen gut. Außerdem sind die Bilder, die ich mir selbst mache oft viel spannender und lebendiger als die einer Fernsehkamera: Kopfkino. Das nutze ich vor dem Radio und auch vor dem Mikrofon. Die Räume, in den die Aufzeichnungen stattfinden, sind oft recht spartanisch. Dann mache ich einfach die Augen zu und stelle mir meine Zuhörer vor.

 

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Antworten auf häufige Fragen

Woher kommt die Bezeichnung Radio?

Das Wort „Radio“ stammt aus dem lateinischen Wort „radius“, was „Strahl“ oder „Streustrahl“ bedeutet. Der Begriff „Radio“ wurde im späten 19. Jahrhundert von dem italienischen Physiker und Erfinder Guglielmo Marconi geprägt, der damit das drahtlose Übertragungssystem bezeichnete, das er entwickelt hatte. Der Name „Radio“ passte gut zu dieser Technologie, da die elektromagnetischen Wellen, die das Signal tragen, wie Strahlen durch die Luft ausgestrahlt werden und sich in alle Richtungen ausbreiten, ähnlich wie das Licht von einer Glühbirne ausgestrahlt wird.

Guglielmo Marconi wird oft als der Vater des Radios bezeichnet, da er wesentlich zur Entwicklung der drahtlosen Telegrafie und später des Radios beigetragen hat. Obwohl das Radio seit seiner Erfindung viele technologische Fortschritte gemacht hat, bleibt der Name „Radio“ bis heute als gebräuchliche Bezeichnung für dieses wichtige Kommunikationsmedium erhalten.

Ist Radio heute noch aktuell oder ein Relikt der Vergangenheit?

Ja, das Radio ist auch heute noch ein aktuelles und wichtiges Kommunikationsmedium. Obwohl es in den letzten Jahren von anderen Medien wie Fernsehen und Internet herausgefordert wurde, hat das Radio immer noch eine große Reichweite und Bedeutung.

Radio ist ein sehr zugängliches Medium, das in fast jedem Haushalt, Auto oder Arbeitsplatz verfügbar ist. Es kann auch auf tragbaren Geräten wie Smartphones oder Tablets empfangen werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Radiosendungen, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten und verschiedene Themen behandeln, wie Musik, Nachrichten, Sport, Unterhaltung, Bildung und mehr.

Radio ist auch ein wichtiges Medium für die Verbreitung von Notfallwarnungen, da es in der Lage ist, schnell und zuverlässig wichtige Informationen an eine breite Öffentlichkeit zu senden. In Krisensituationen wie Naturkatastrophen oder terroristischen Anschlägen kann das Radio Leben retten, indem es Menschen frühzeitig informiert und warnt.

Insgesamt ist das Radio auch heute noch ein wichtiges Medium für Unterhaltung, Information und Kommunikation. Es hat eine lange Geschichte und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Wer nutzt das Radio am häufigsten?

Das Radio wird von vielen verschiedenen Zielgruppen genutzt. Die Nutzung variiert jedoch je nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Standort.

Einige der Gruppen, die das Radio am häufigsten nutzen, sind:

  • Ältere Menschen
    Ältere Menschen hören oft Radio und machen einen großen Teil des Publikums aus. Das liegt zum Teil daran, dass das Radio ein Medium ist, das seit vielen Jahrzehnten existiert und von älteren Generationen gewohnt ist.
  • Pendler
    Pendler, die mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, hören oft Radio, um sich über die neuesten Nachrichten und Verkehrsinformationen zu informieren oder Musik zu hören.
  • Menschen mit begrenztem Zugang zu anderen Medien
    Menschen, die keinen Zugang zu anderen Medien wie Fernsehen oder Internet haben, nutzen oft das Radio als Hauptinformationsquelle.
  • Menschen mit niedrigem Einkommen
    Menschen mit niedrigem Einkommen nutzen oft das Radio als kostengünstige Unterhaltungs- und Informationsquelle, da es im Vergleich zu anderen Medien wie Fernsehen oder Internet weniger teuer ist.
  • Sportfans:
    Sportfans hören oft Radio, um Live-Übertragungen von Spielen oder Sportnachrichten zu hören.

Wie klingen beliebte Radiostimmen?

Jede Radiostimme ist einzigartig und die Zuhörerinnen und Zuhörer haben ihre Vorlieben und Meinungen darüber, was eine gute Radiostimme ausmacht. Beliebte Radiostimmen zeichnen sich oft durch ihre Klangfarbe, ihre Intonation, ihre Betonung und ihre Artikulation aus. Eine gute Radiostimme ist normalerweise angenehm und klar zu hören, sodass die Zuhörerinnen und Zuhörer leicht folgen können.

Einige der Merkmale einer beliebten Radiostimme sind:

  • Warme und angenehme Klangfarbe
    Eine angenehme Klangfarbe der Stimme kann dazu beitragen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer gerne zuhören und eine Verbindung zur Moderatorin oder zum Moderator aufbauen.
  • Klares und deutliches Sprechen
    Eine klare und deutliche Aussprache und Artikulation ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer das Gesagte verstehen können.
  • Intonation und Betonung
    Eine gute Radiostimme nutzt eine angemessene Intonation und Betonung, um wichtige Informationen hervorzuheben und dem Inhalt mehr Ausdruckskraft zu verleihen.
  • Geschwindigkeit und Rhythmus
    Eine angemessene Geschwindigkeit und ein guter Rhythmus sind wichtig, um sicherzustellen, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer dem Gespräch oder der Sendung gut folgen können.
  • Flexibilität
    Eine gute Radiostimme ist flexibel und kann sich an verschiedene Sendungen, Themen und Zuhörergruppen anpassen.

P.S.

 

Was ist aus Ihrer Sicht für erfolgreiche Radiointerviews erforderlich?

Artikel

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Welche Körpersprache lässt uns unsympathisch wirken? 12 Signale, typische Missverständnisse und Tipps für mehr Präsenz, Sympathie und souveräne Wirkung.

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43391
K:CNB
Ü:

9 Tipps: So wird die eigene Kommunikation effektiver

9 Tipps: So wird die eigene Kommunikation effektiver

So lässt sich die Kommunikation verbessern.

Kommunikationsbausteine

Effektive Kommunikation pflegen

 

So lässt sich die Kommunikation mit einfachen Mitteln verbessern.

Überblick

 

 

 

 

Grundlagen effektiver Kommunikation

 

Menschen kommunizieren auf die eine oder andere Weise, doch nicht jeder Menschen beherrscht die Fähigkeit der wirklich effektiven Kommunikation. Kommunikationsstörungen treten oft auf und führen dann zu einer Vielzahl zwischenmenschlicher Probleme, von verletzten Gefühlen und Wut bis hin zu Scheidung und sogar Gewalt.

 

 

 

 

Tipps

 

Kommunikation ist eine Fähigkeit, die gepflegt werden will. Schon Kleinigkeiten können eine Menge verbessern. Die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit ist leicht zu bewerkstelligen. Es folgen daher neun einfache und grundlegende Tipps für die Verbesserung der Kommunikation.

 

 

 

1. Lernen Sie die Grundlagen der nonverbalen Kommunikation

 

Die nonverbale Kommunikation dient der Präsentation Ihrer Worte und Ideen. Ihre Körpersprache ist in einem Gespräch genauso wichtig wie Ihre Worte, denn das Verhalten Ihres Körpers sagt etwas über Ihre Persönlichkeit aus. Sie zeigt Ihren Zuhörern Ihre Gefühle.

Wenn also die Mehrheit unserer Worte durch unseren Körper beschrieben wird, ist es wichtig, die Grundlagen der nonverbalen Kommunikation zu kennen. Um ein klares und selbstbewusstes Gespräch zu führen, solltest du sich auf Ihre Körperhaltung konzentrieren und darauf achten, dass Ihre Körperhaltung gut ist. Vermeiden Sie es, die Arme zu verschränken, keinen Augenkontakt herzustellen oder sich kleiner zu machen, als Sie sind.
Nutzen Sie Ihren Blickkontakt, um die Lücke zu schließen und den Raum zu vergrößern.

 

 

 

2. Kommen Sie auf den Punkt

 

Sagen Sie, was Sie meinen, und meinen Sie, was Sie sagen. Seien Sie direkt und ehrlich anstatt um den heißen Brei herumzureden und spielen Sie keine Spielchen.

 

 

 

3. Klare Botschaften

 

Senden Sie möglichst klare Botschaften, die sowohl in verbaler als auch in nonverbaler Hinsicht kongruent sind. Um kongruent zu sein, achten Sie darauf, dass Ihr Tonfall und Ihre Lautstärke mit dem Inhalt der Botschaft übereinstimmen, die Sie senden. Sobald Sie meinen, was Sie sagen, wird das mit höherer Wahrscheinlichkeit der Fall sein. Wenn Sie sich freuen, sehen Sie glücklich aus und klingen Sie glücklich und wenn Sie verärgert sind, sehen Sie verärgert aus und klingen Sie verärgert.

 

 

 

4. Aufmerksamkeit

 

Vergewissern Sie sich, dass Sie die Aufmerksamkeit von Gesprächspartnern haben, indem Sie einen angenehmen Blickkontakt herstellen und halten. Beginnen Sie erst dann zu sprechen, wenn Sie die Aufmerksamkeit sichergestellt haben

 

 

 

5. Respekt

 

Als Redner oder Rednerin ist es wichtig, dass Sie Ihr Publikum respektieren. Menschen sind bereit, Ihnen zuzuhören, zumindest das ist Respekt wert, selbst, wenn Sie vollkommen anderer Meinung sind.

Bringen Sie Ihren Zuhörern keinen Respekt entgegen, werden diese wahrscheinlich kein Interesse zeigen, Ihnen zuzuhören. Möglicherweise werden sie dann auch Ihnen keinen Respekt entgegenbringen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

 

 

 

6. Bitten Sie um ehrliches Feedback

 

Wann immer Sie ein Gespräch mit Ihrer Familie, Freunden, Mentoren oder nahestehenden Personen führen, fragen Sie sie nach Ihren Fehlern und Fortschritten, die Sie im Gespräch gemacht haben. Das wird Ihnen helfen, Ihre Ziele zu erreichen, und wenn Sie nach Ihren Fehlern schauen, werden Sie daraus lernen und sie verbessern.

 

 

 

7. Halten Sie Augenkontakt

 

Effektive Kommunikation wird dadurch gefördert, dass Redende Blickkontakt mit Zuhörern halten. Das fördert das Vertrauen in den Sprecher und seine Persönlichkeit. Empfänger entwickeln dann ebenfalls mehr Vertrauen und zeigen eher Interesse an den gehörten Worten. Ob Sie zu einer Menschenmenge oder zu einer Einzelperson sprechen, die Aufrechterhaltung des Augenkontakts schafft Glaubwürdigkeit und zeigt auch, dass Sie sich um Ihre Zuhörer kümmern.

 

 

 

8. Zuhören

 

Effektive rezeptive Kommunikation basiert auf gutem Zuhören. Schauen Sie Gesprächspartner an, während diese sprechen und halten Sie Augenkontakt. Nicken Sie, lächeln Sie oder machen Sie gelegentlich bestätigende Äußerungen oder andere Reaktionen, die Absendern zeigen, dass Sie ihnen zuhören. Warten Sie, bis die Person einen Gedanken zu Ende gebracht hat, ohne sie zu unterbrechen, um Ihre eigenen Ideen zu äußern. Das zeigt, dass Sie Ihre Gegenüber respektieren. Es zeigt diese und den Beobachtern, dass Sie am Austausch interessiert sind.

 

 

 

9. Dialog

 

Dialog statt Monolog. Beziehen Sie Ihre Zuhörer ein. Sie wollen, dass Ihre Zuhörer Ihnen aktiv zuhören. Wenn diese das nicht tun, können Sie ihnen Fragen stellen oder nach ihrer Meinung fragen, um ihre Aufmerksamkeit zurückzugewinnen. Damit gelingt es auch größeres Publikum zu beteiligen.

 

 

 

Fazit

 

Wenn Sie diese einfachen Empfehlungen befolgen, können Sie Ihre Kommunikationsfähigkeiten erheblich verbessern, ein besseres Verständnis in Ihren Beziehungen fördern und alle Beteiligten werden davon profitieren.

 

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Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zum Thema Kommunikation

Salamitaktik erkennen: Wenn kleine Zugeständnisse zu weit führen

Salamitaktik verändert Vereinbarungen Schritt für Schritt. Erfahre, wie du schleichende Entwicklungen erkennst, Grenzen schützt und bewusst entscheidest.

Rapport

Rapport

Rapport schafft die Grundlage für gute Gespräche. Erfahre, wie Zuhören, Präsenz, Vertrauen und kommunikative Flexibilität echte Verbindung fördern.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2017
Überarbeitung: 5. Juli 2019
AN: #7670
K:
Ü: B

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain

Rhetorik: Feilen Sie an Ihrer Wortwahl

Tagesmotto*: Rhetorische Kompetenz, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen — in Gesprächen und Präsentationen
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain

Wortwahl

 

Wie achtsam sind Sie bei der Wortwahl? Pflegen Sie Ihren Wortschatz?

Überblick

 

 

 

 

Wortwahl und Wirkung

 

Manchmal ist es Sisyphusarbeit, bis aus dem ersten Entwurf eine beachtliche Rede geworden ist. Und solch ein Aufwand lohnt wohl nicht immer in gleichem Maße. Er lohnt sich, wenn das erwartete Ergebnis im ansprechenden Verhältnis zum Aufwand steht. Es lohnt sich auch, wenn dadurch die sprachliche Kompetenz dauerhaft gesteigert wird.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2017
Überarbeitung: 25. Juli 2019
AN: #2310
Ü:
K:

Du willst Kritik vermeiden? Ob das so eine gute Idee ist?

Du willst Kritik vermeiden? Ob das so eine gute Idee ist?

Rückmeldungen nutzen, statt vermeiden
Du willst Kritik vermeiden?

Der Wert von Kritik

 

Ist es wirklich eine gute Idee, um jeden Preis Kritik zu vermeiden? Welchen Wert kann Kritik haben?

Überblick

Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand.

Aristoteles

Video

8 Tipps zum Umgang mit Kritik

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Gegen Kritik hilft auch keine Flucht

 

Kritik zu vermeiden, wirkt im ersten Moment wie ein cleverer Selbstschutz. Einfach nicht auffallen, still bleiben, unter dem Radar fliegen – das scheint sicher. Doch selbst wer sich klein macht, ist nicht davor gefeit, auf Ablehnung zu stoßen.

Und ganz ehrlich: Wäre das überhaupt ein wünschenswertes Leben? Ein Weg ohne Reibung? Ohne Position? Ohne Wirkung?

Kritik gehört dazu – gerade dann, wenn du wirklich für etwas stehst.

 

„You have enemies? Good. That means you’ve stood up for something, sometime in your life.“

– Winston Churchill

 

 

Kritik zeigt, dass du etwas bewegst

 

Wer in der Führung ist, trifft Entscheidungen. Und wer entscheidet, ruft Reaktionen hervor – auch kritische. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Relevanz. Denn niemand wird kritisiert, der nichts tut.

Kritik kann unbequem sein. Doch sie ist oft ein Hinweis auf Bedeutung. Ein Leben ohne Widerspruch ist meist ein Leben ohne Kante. Oder schlimmer: eines ohne Richtung.

 

 

Drei Arten von Kritik – und wie du damit umgehst

 

1. Konstruktive Kritik

 

Sie ist Gold wert. Vielleicht nicht angenehm, aber hilfreich. Sie eröffnet neue Perspektiven, deckt Schwächen auf, gibt Impulse. Höre genau hin, frage nach, nutze sie als Werkzeug zur Verbesserung.

 

2. Persönlich gefärbte Kritik

 

Oft stecken andere Motive dahinter – Unsicherheit, Konkurrenz, verletzter Stolz. Hier hilft Distanz. Nimm nicht alles persönlich. Frag dich: Was davon ist wirklich relevant?

 

3. Destruktive Kritik

 

Sie zielt nicht auf Entwicklung, sondern auf Verunsicherung. Manchen Menschen geht es schlicht ums Runtermachen. Lass dich davon nicht bremsen. Stärke zeigt sich, wenn du gelassen bleibst.

 

 

Kritik ist auch ein Spiegel

 

Entscheidend ist nicht, ob du kritisiert wirst, sondern wie du damit umgehst. Jeder Mensch hat blinde Flecken. Wer das erkennt, gewinnt Klarheit – über sich selbst und die Wirkung auf andere.

Gleichzeitig hilft dir Kritik, deine eigene Haltung zu schärfen. Was willst du vertreten? Wofür stehst du ein? Wo ziehst du Grenzen?

 

 

Selbstkritik: Die stärkste Form der Stärke

 

Der souveränste Umgang mit Kritik beginnt bei dir selbst. Wer sich selbst ehrlich hinterfragt, muss keine Angst vor Feedback haben. Selbstkritik ist kein Zeichen von Zweifel, sondern von innerer Stärke.

Sie macht dich unabhängig – auch von äußeren Urteilen.

 

 

Und was tun mit destruktiven Stimmen?

 

Ignorieren? Nein. Werten. Prüfen. Und dann entscheiden, ob du dich darauf einlässt.

Ein einfacher Satz hilft:

„Danke für die Rückmeldung. Ich denke darüber nach.“

Er zeigt Souveränität – ohne dich angreifbar zu machen.

 

 

Was du aus Kritik machst, liegt bei dir

 

Kritik ist weder Lob noch Urteil. Sie ist eine Perspektive. Vielleicht hilfreich. Vielleicht irrelevant. Entscheidend ist, ob du daraus lernst – oder dich lähmen lässt.

Wer in Verantwortung steht, braucht Klarheit, nicht Beifall. Führung bedeutet Haltung. Und Haltung zeigt sich nicht im Konsens, sondern im Gegenwind.

 

 

Drei Impulse zum Mitnehmen:

 

  • Beobachte deine Reaktion auf Kritik. Was triggert dich – und warum?

  • Unterscheide zwischen Inhalt und Absicht. Was ist sachlich, was persönlich?

  • Trainiere dein Team im Umgang mit Feedback. Gute Feedback-Kultur schafft Wachstum.

 

 

 

Fazit

 

Kritik ist ein Signal. Kein Grund zur Flucht. Kein Anlass zur Defensive. Sondern eine Gelegenheit zur Klärung, Entwicklung und Positionierung. Du musst nicht allen gefallen – aber du darfst dir selbst treu bleiben.

P.S.

 

Vermeidest du es Dinge zu tun, die auf Kritik stoßen?

Vorsicht, Kommentare!

 

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Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

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Um Kritik zu vermeiden sage nichts, tue nichts, sei niemand. Aristoteles

Artikel zu Kritik, Feedback und…

Narzissten Feedback geben

Menschen machen Fehler und können daraus lernen. Bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Selbst auf harmloses und vorsichtiges Feedback antworten Narzissten wie auf knallharte unangemessene Kritik. Sie reagieren gekränkt und beleidigt, weil das an ihrem Selbstbild kratzen könnte, es köchelt dann innerlich. Die Wut kann allerdings auch leicht zu deutlichen Aggressionen führen.

Konstruktive Kritik

Konstruktive Kritik

Konstruktive Kritik wäre Kritik, die auf Verbesserung eines Sachverhalts abzielt und wird deshalb als Feedback bezeichnet.

mehr lesen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. April 2015
Überarbeitung: 8. Januar 2021
AN: #243
K:
Ü:
Englische Version: https://www.karstennoack.com/you-want-to-avoid-criticism/