Räuspern: Frosch im Hals … nicht gut für die Stimme

Räuspern: Frosch im Hals ... nicht gut für die Stimme

Bitte nicht räuspern, wenn der Frosch im Hals sitzt! Häufige Ursachen ...

Stimmtraining

Frosch im Hals

 

Viele Rednerinnen und Redner kennen dieses Kratzen, den Frosch im Hals. Was tun beziehungsweise was besser nicht?

Räusper, räusper …

 

Als Räuspern wird das willkürliche oder reflexartige, mehrfache starke Ausstoßen von Luft durch die geschlossenen Stimmlippen bezeichnet. Die Stimmbänder vibrieren, es klingt so ähnlich wie Husten. Es fühlt sich so an, als wenn sich ein Fremdkörper im Hals befindet. Dieser Frosch im Hals soll von dort nach draußen befördert werden.

 

Gute Redner räuspern sich, wenn sie aus dem Text kommen.

William Shakespeare

 

Nach meinen Beobachtungen hat das Räuspern meist einen anderen Grund. Vielen Rednern geht es so; kaum haben sie vor Publikum zu sprechen begonnen, meldet sich dieses aufdringliche Kratzen im Hals. Sie meinen, sie müssen sich räuspern und das wieder und wieder! Es kann ziemlich lästig sein, wenn sich der sprichwörtliche Frosch im Hals meldet. Eine belegte Stimme ist nicht nur für Redner unangenehm, sondern, Dank der Spiegelneuronen, auf Dauer auch für die Zuhörer.

Gute Absicht ohne Erfolg: Räuspern sich Redner, dann werden die Stimmlippen kurzfristig verschlossen und der Luftdruck in den Lungen steigt. Ist ein bestimmter Druck erreicht, werden die Stimmbänder so aufgesprengt, dass Schleimablagerungen herausgeschleudert werden. ABER: Der unangenehme Kloß im Hals, der eigentlich Anspannung ist – wird dabei nicht beseitigt. Leider ist sogar das Gegenteil der Fall, denn die Missempfindungen werden noch unangenehmer. Räuspern führt zu weiterem Räuspern.

Also, achten Sie darauf, ob Sie zu häufigem Räuspern neigen.

 

 

 

 

Gehen Sie den Ursachen auf den Grund

 

 

1. Gesundheit

 

Besteht der Räusperzwang sehr oft oder sogar ständig und das mehrere Wochen lang, ist es an der Zeit dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Wenn Sie permanent einen Kloß im Hals haben und Ihr Hals sich ständig verschleimt anfühlt, ist möglicherweise mit Ihrem Stimmapparat etwas nicht in Ordnung. Dann ist es höchste Zeit, einen Arzt zu besuchen.

 

 

2. Ernährung

 

Allerdings kann auch die Ernährung die Stimme beeinflussen. Milchprodukte sind Schleim-bildend und sehr scharfes Essen trocknet den Bereich des Kehlkopfs aus. Jeder Mensch reagiert darauf unterschiedlich. Achten Sie bewusst darauf, was Sie vor Ihren Auftritten zu sich nehmen und wie sich das auf Ihre Stimme auswirkt.

 

 

3. Angewohnheiten

 

Oft handelt es sich um eine Angewohnheit und die Stimmlippen sind grundsätzlich vollkommen in Ordnung. Es ist nicht selten, dass sich Menschen räuspern, wenn Sie aufgeregt sind oder sich unsicher fühlen. In diesem Fall helfen entsprechende Übungen. Mit ihnen entspannen Sie vor Ihrem Auftritt den Körper und ganz gezielt auch Ihren Mund- und Rachenbereich. Es gibt eine Reihe von weiteren Alternativen zum Räuspern. Die meisten sind allerdings nicht zum Einsatz vor Publikum geeignet. Ein Trainer oder Coach zeigt Ihnen gerne entsprechende Übungen.

Ersetzen Sie das Räuspern durch eine kleine Pause, in der Sie schlucken und so gewissermaßen die Stimme ölen. Ein Schluck Wasser ohne Kohlensäure kann das unterstützen. Dann können Sie anschließend entspannter weitersprechen.

Gewohnheiten zu verändern, erfordert wohlwollende Aufmerksamkeit und gesunde Geduld.

 

 

 

4. Anspannung

 

Räuspern ist häufig ein Ausdruck starker Anspannung. Dann hilft es, sich locker zu machen. Und dafür gibt es ja viele Möglichkeiten.

P.S.​

 

Wie achtest du auf deine Stimme, wenn sich ein Frosch im Hals meldet?

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

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  • was du erreichen möchtest
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Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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Transparenz ist mir wichtig.

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→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
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Stimme

Artikel zur Stimme

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Finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Jeder Mensch hat eine persönliche Wohlfühlstimmlage, in der besonders entspannt gesprochen wird. Wer sich bemüht, tiefer oder höher als in seiner natürlichen Art zu sprechen, klingt verkrampft. Finden Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Ihrer Wohlfühlstimmlage (Indifferenzlage). 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Januar 2017
Überarbeitung: 3. April 2020
AN: #334
K: CNC
Ü:

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

Eine tiefere Stimme ist nicht automatisch besser.
Stimmtraining in Berlin

Stimme tiefer machen? So findest du deine natürliche Sprechlage

 

Eine tiefere Stimme klingt automatisch souveräner?

So einfach ist es kaum.

Stimmwirkung entsteht aus mehreren Faktoren:

  • Tonhöhe
  • Resonanz
  • Stimmqualität
  • Lautstärke
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Melodie
  • Pausen

Eine künstlich abgesenkte Stimme kann ebenso unnatürlich und angestrengt klingen wie eine dauerhaft gepresste hohe Stimme.

Deshalb interessiert mich eine andere Frage:

In welcher Sprechlage klingt deine Stimme tragfähig, beweglich und wirklich nach dir?

 

 

 

Kannst du deine Stimme tiefer machen?

 

Die Stimme lässt sich in gewissen Grenzen beeinflussen.

Wie tief sie grundsätzlich werden kann, hängt auch von anatomischen Voraussetzungen ab.

Die Länge, Masse und Spannung der Stimmlippen beeinflussen ihre Grundfrequenz.

Gleichzeitig prägt die Art, wie du deine Stimme verwendest, das hörbare Ergebnis erheblich.

Du kannst beispielsweise an folgenden Bereichen arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Spannung im Kehlkopfbereich
  • Atemfluss
  • Körperhaltung
  • Sprechtempo
  • Intonation
  • Artikulation

Ziel sollte weniger eine möglichst tiefe Stimme sein.

Ziel ist eine Stimme, die funktional, angenehm und ausdrucksstark ist.

 

 

 

Tiefer ist nicht automatisch besser

 

Tiefe Stimmen können in bestimmten Situationen mit Eigenschaften wie Ruhe, Autorität oder Dominanz verbunden werden.

Solche Wahrnehmungen sind jedoch weder universell noch eine zuverlässige Aussage über Persönlichkeit oder Kompetenz.

Ein Mensch wird kaum kompetenter, weil seine Stimmlippen langsamer schwingen.

Und eine höhere Stimme bedeutet keineswegs Unsicherheit.

Entscheidend ist die Gesamtwirkung.

Tonhöhe beeinflusst Wirkung. Sie definiert weder Kompetenz noch Persönlichkeit.

 

 

 

Was ist die natürliche Sprechlage?

 

Viele Menschen sprechen nicht ständig in derselben Tonhöhe.

Die Stimme bewegt sich.

Das ist gut.

Für längeres Sprechen gibt es jedoch einen Bereich, in dem die Stimme besonders angenehm und ökonomisch funktioniert.

Traditionell wird dafür häufig der Begriff Indifferenzlage verwendet.

Im Alltag lässt sich auch von einer angenehmen oder komfortablen Sprechlage sprechen.

Sie fühlt sich wenig gepresst an.

Du kannst darin längere Zeit sprechen.

Die Stimme bleibt beweglich.

Und du hast nach oben und unten genügend Spielraum für Betonung.

 

 

 

Die beste Stimme liegt nicht auf einem einzigen Ton

 

Manchmal entsteht der Eindruck, irgendwo existiere eine einzige perfekte Tonhöhe, die gefunden und anschließend festgehalten werden müsse.

Das wäre wenig hilfreich.

Natürliche Sprache lebt von Bewegung.

Fragen steigen häufig.

Aussagen können sinken.

Wichtige Wörter werden hervorgehoben.

Emotion verändert Melodie.

Eine wirkungsvolle Stimme besitzt deshalb keinen perfekten Punkt.

Sie besitzt einen funktionalen Bereich.

 

 

 

Was ist Resonanz?

 

Die Stimmlippen erzeugen den Grundklang.

Anschließend wird dieser Klang im Vokaltrakt geformt.

Rachenraum, Mundraum und weitere Strukturen beeinflussen, wie eine Stimme schließlich klingt.

Das nennen wir Resonanz.

Resonanz kann einer Stimme mehr Fülle und Tragfähigkeit geben, ohne dass du sie künstlich nach unten drücken musst.

Eine volle Stimme entsteht häufig eher durch bessere Resonanz als durch erzwungene Tiefe.

 

 

 

Warum Menschen ihre Stimme künstlich absenken

 

Oft steckt dahinter ein Wunsch nach:

  • mehr Autorität
  • mehr Ruhe
  • mehr Souveränität
  • mehr Attraktivität
  • mehr Durchsetzungsfähigkeit

Das ist nachvollziehbar.

Die entscheidende Frage lautet jedoch:

Was genau soll sich in deiner Wirkung verändern?

Vielleicht braucht deine Stimme weniger Tiefe und mehr Ruhe.

Vielleicht weniger Pressen.

Vielleicht mehr Resonanz.

Vielleicht klarere Artikulation.

Vielleicht deutlichere Pausen.

Vielleicht einen sichereren Satzschluss.

Das klingt ähnlich – ist jedoch stimmlich etwas völlig anderes.

 

 

 

13 Wege zu mehr Stimmfülle und einer angenehmen Sprechlage

 

1. Beginne mit deinem normalen Sprechen

 

Sprich einige Sätze so, wie du es im Alltag tun würdest.

Zum Beispiel:

„Heute möchte ich einen Gedanken mit dir teilen, der mir besonders wichtig ist.“

Beobachte:

  • Wo fühlt sich die Stimme leicht an?
  • Wo entsteht Druck?
  • Wie beweglich bleibt sie?
  • Wie klingt sie nach mehreren Minuten?

Das liefert dir mehr Information als der Versuch, sofort möglichst tief zu sprechen.

 

 

2. Summe entspannt

 

Ein lockeres Summen kann helfen, Schwingung und Resonanz bewusster wahrzunehmen.

Summe beispielsweise angenehm auf:

mmm

Ohne Druck.

Ohne Lautstärke zu erzwingen.

Dann öffne langsam in einen Vokal:

mmm-aaah

Ziel ist weniger maximale Tiefe.

Ziel ist ein freier Klang.

 

 

3. Spiele mit Tonhöhen

 

Sprich denselben Satz etwas höher.

Dann etwas tiefer.

Dann wieder dort, wo er sich am angenehmsten anfühlt.

So bekommst du ein Gefühl für deinen funktionalen Bereich.

Die Stimme darf erkundet werden.

Sie muss nicht sofort optimiert werden.

4. Gähne innerlich

Ein entspannter Gähnimpuls kann helfen, unnötige Spannung im Mund- und Rachenraum wahrzunehmen und zu reduzieren.

Danach sprich einen kurzen Satz.

Beobachte, ob der Klang freier wirkt.

Wichtig:

Kein extremes Dehnen.

Keine künstlich dunkle Stimme.

5. Löse den Kiefer

Ein festgehaltener Kiefer begrenzt Artikulation und Resonanz.

Öffne und schließe den Mund locker.

Bewege den Unterkiefer vorsichtig seitlich.

Dann sprich erneut.

Schon geringe Entspannung kann hörbar sein.

 

 

6. Entspanne Schultern und Nacken

 

Viele Menschen tragen Anspannung im Schulter-Nacken-Bereich.

Das kann den gesamten Stimmeinsatz beeinflussen.

Lockere die Schultern.

Bewege den Kopf sanft.

Finde eine aufrechte, bewegliche Haltung.

Dann sprich erneut.

 

 

7. Atme ruhig und flexibel

 

Stimme braucht Luft.

Dafür musst du keineswegs möglichst tief „in den Bauch“ atmen.

Hilfreicher ist eine freie, flexible Atmung ohne unnötigen Druck.

Lass beim Einatmen Bewegung zu.

Sprich auf einem angenehmen Ausatemstrom.

Und atme neu, bevor der Satz körperlich anstrengend wird.

 

 

8. Verlangsame den Einstieg

 

Stress lässt viele Menschen schneller sprechen.

Die Stimme kann dadurch höher, flacher oder gepresster wirken.

Beginne einen wichtigen Satz etwas ruhiger.

Beende den Gedanken.

Mach eine Pause.

Dann weiter.

Oft entsteht dadurch automatisch mehr stimmliche Ruhe.

 

 

9. Lass Satzenden wirklich enden

 

Manche Sprecher führen fast jeden Satz melodisch nach oben.

Dann klingt selbst eine klare Aussage wie eine fortlaufende Frage.

Experimentiere mit einem deutlichen Abschluss.

Zum Beispiel:

„Das ist meine Empfehlung.“

Lass den Satz enden.

Pause.

Keine künstliche Tiefe.

Nur Abschluss.

 

 

10. Artikuliere präziser

 

Stimmwirkung entsteht auch durch Verständlichkeit.

Öffne den Mund ausreichend.

Nutze Lippen und Zunge bewusst.

Sprich Konsonanten klar.

Eine präzisere Artikulation kann einer Stimme deutlich mehr Präsenz geben, ohne ihre Tonhöhe zu verändern.

 

 

 

11. Nutze Gestik

 

Stimme und Körper arbeiten zusammen.

Wenn du Gedanken mit natürlicher Gestik unterstützt, verändert sich häufig auch deine stimmliche Dynamik.

Die Stimme wird beweglicher.

Betonungen werden klarer.

Und Sprache bekommt mehr Richtung.

 

 

12. Arbeite mit Pausen

 

Eine Pause gibt Stimme und Gedanken Raum.

Sie hilft dir zu atmen.

Sie verhindert, dass Sätze ineinanderlaufen.

Und sie verstärkt wichtige Aussagen.

Viele Stimmen wirken bereits souveräner, sobald die Person weniger hetzt.

 

 

13. Nimm dich auf

 

Deine eigene Stimme klingt auf einer Aufnahme anders als im eigenen Kopf.

Das ist normal.

Nimm einige Minuten auf.

Höre weniger nach dem Motto:

„Mag ich meine Stimme?“

Frage konkreter:

  • Ist sie verständlich?
  • Klingt sie gepresst?
  • Ist genügend Melodie vorhanden?
  • Gibt es deutliche Satzenden?
  • Wie wirkt das Tempo?
  • Wo klingt sie besonders frei?

Damit wird Selbstbeobachtung konstruktiver.

 

 

 

Was du vermeiden solltest

 

Wenn du eine tiefere oder vollere Stimme möchtest, würde ich insbesondere folgende Dinge vermeiden:

  • die Stimme dauerhaft nach unten drücken
  • absichtlich rau sprechen
  • über längere Zeit mit starkem Druck phonieren
  • heisere Stimme als Zeichen von Autorität trainieren
  • bei Schmerz oder deutlicher Ermüdung weiterüben

Eine Stimme sollte sich bei gesunder Nutzung funktional anfühlen.

Schmerzen sind kein Trainingsreiz.

 

 

 

Warum „Bruststimme“ als Erklärung oft zu einfach ist

 

Im Alltag sprechen Menschen gern von Bruststimme und Kopfstimme.

Diese Begriffe können zur Beschreibung von Klangeindrücken nützlich sein.

Anatomisch entsteht Stimme jedoch im Kehlkopf.

Der Brustkorb ist kein zusätzlicher Stimmapparat.

Du kannst dort Vibrationen wahrnehmen.

Das bedeutet noch nicht, dass die Stimme dort erzeugt wird.

Für praktisches Stimmtraining ist deshalb die Frage hilfreicher:

Wie frei und resonant klingt die Stimme?

 

 

 

Was ist mit der Indifferenzlage?

 

Der Begriff kann weiterhin hilfreich sein.

Ich würde ihn heute jedoch weniger mystifizieren.

Es gibt kaum eine verborgene „wahre Stimme“, die nur gefunden werden muss.

Hilfreicher ist die Vorstellung eines komfortablen Sprechbereichs.

Dort kannst du:

  • mühelos sprechen
  • nach oben und unten modulieren
  • länger sprechen
  • verständliche Lautstärke erzeugen
  • Resonanz nutzen

 

 

 

Frauen brauchen keine künstlich tiefe Stimme

 

Gerade Frauen bekommen immer wieder den Rat, tiefer zu sprechen, um kompetenter oder souveräner zu wirken.

Das halte ich als pauschale Empfehlung für wenig hilfreich.

Eine Stimme sollte zur Person, zum Körper und zur kommunikativen Situation passen.

Wenn eine Sprecherin dauerhaft deutlich außerhalb ihrer angenehmen Sprechlage spricht, kann Stimmarbeit sinnvoll sein.

Das Ziel bleibt jedoch weniger:

„möglichst tief“

sondern:

klar, tragfähig, beweglich und glaubwürdig.

 

 

 

Auch Männer profitieren kaum von künstlicher Tiefe

 

Dasselbe gilt für Männer.

Eine bewusst nach unten gedrückte Stimme kann schnell:

  • gepresst
  • monoton
  • angestrengt
  • inszeniert

wirken.

Autorität entsteht aus deutlich mehr als Frequenz.

Inhalt.

Timing.

Klarheit.

Präsenz.

Haltung.

Und eine Stimme, die all das trägt.

 

 

 

Stimme und Stress

 

Unter Stress verändert sich die Stimme häufig.

Muskelspannung steigt.

Atmung verändert sich.

Sprechtempo nimmt zu.

Die Stimme kann höher, enger oder weniger beweglich klingen.

Deshalb reicht technisches Stimmtraining bei wichtigen Auftritten manchmal kaum.

Auch Selbstregulation spielt eine Rolle.

Wenn du unter Druck wieder ruhiger und handlungsfähiger wirst, profitiert häufig auch deine Stimme.

 

 

 

Stimmwirkung ist mehr als Tonhöhe

 

Eine professionelle Stimme besitzt mehrere Dimensionen.

Dazu gehören:

  • angemessene Tonhöhe
  • Resonanz
  • Tragfähigkeit
  • Stimmqualität
  • Melodie
  • Lautstärke
  • Tempo
  • Artikulation
  • Pausen

Genau deshalb wäre es schade, sich ausschließlich auf „tiefer“ zu konzentrieren.

 

 

 

Wann medizinische oder logopädische Abklärung sinnvoll ist

 

Stimmtraining hat Grenzen.

Wenn deine Stimme beispielsweise:

  • über längere Zeit heiser bleibt
  • häufig schmerzt
  • rasch ermüdet
  • deutlich an Leistungsfähigkeit verliert
  • wiederholt vollständig ausfällt

ist eine fachärztliche beziehungsweise stimmtherapeutische Abklärung sinnvoll.

Dann geht es zunächst weniger um Wirkung als um Stimmgesundheit.

 

 

Was professionelle Stimmarbeit leisten kann

 

Gutes Stimmtraining kann helfen, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen.

Zum Beispiel:

  • eine angenehmere Sprechlage finden
  • Resonanz erweitern
  • Stimmspannung reduzieren
  • Modulation verbessern
  • Artikulation präzisieren
  • Belastbarkeit erhöhen
  • Wirkung bewusster gestalten

Dabei sollte die Stimme weniger normiert werden.

Sie sollte mehr von dem zeigen können, was bereits in ihr steckt.

Eine gute Stimme klingt weniger wie ein Ideal. Sie klingt wie du – nur freier, tragfähiger und bewusster eingesetzt.

 

 

 

Häufige Fragen zur tieferen Stimme

 

Kann ich meine Stimme natürlich tiefer machen?

In gewissen Grenzen ja. Sprechgewohnheiten, Muskelspannung, Resonanz, Atemfluss und Intonation können verändert werden. Anatomische Voraussetzungen begrenzen jedoch den möglichen Tonhöhenbereich.

 

Ist eine tiefe Stimme automatisch attraktiver?

Nein. Attraktivitätsurteile hängen von vielen Faktoren ab und unterscheiden sich zwischen Menschen und Situationen. Eine natürlich klingende, resonante und ausdrucksstarke Stimme kann wichtiger sein als reine Tiefe.

 

Wirkt eine tiefe Stimme kompetenter?

Tonhöhe kann Wahrnehmung beeinflussen. Daraus lässt sich jedoch keine zuverlässige Aussage über tatsächliche Kompetenz ableiten. Die Gesamtwirkung von Inhalt, Sprache, Stimme und Auftreten ist entscheidend.

 

Was ist die Indifferenzlage?

Damit wird traditionell ein angenehmer Bereich der Sprechstimme bezeichnet, in dem längeres Sprechen mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich ist.

 

Wie finde ich meine angenehme Sprechlage?

Sprich, summe und variiere deine Tonhöhe ohne Druck. Beobachte, in welchem Bereich die Stimme besonders frei und beweglich bleibt. Bei professioneller Stimmbelastung kann gezieltes Stimmtraining hilfreich sein.

 

Kann eine künstlich tiefe Stimme schaden?

Dauerhaftes Pressen oder Sprechen außerhalb eines komfortablen Bereichs kann die Stimme unnötig belasten. Schmerz, anhaltende Heiserkeit oder deutliche Ermüdung sollten fachlich abgeklärt werden.

 

Was ist wichtiger: Tiefe oder Resonanz?

Beides beeinflusst den Klang. Für eine volle und tragfähige Stimme lohnt sich jedoch häufig stärker die Arbeit an Resonanz und freiem Stimmeinsatz als das bloße Absenken der Tonhöhe.

 

 

 

Der entscheidende Gedanke

 

Vielleicht möchtest du eine tiefere Stimme.

Das kann ein guter Ausgangspunkt sein.

Bei genauerem Hinsehen möchtest du möglicherweise etwas anderes:

mehr Ruhe.

mehr Präsenz.

mehr Volumen.

mehr Autorität.

mehr Ausdruck.

Dann lohnt sich ein breiterer Blick.

Arbeite weniger daran, deine Stimme künstlich tiefer zu machen. Hilf ihr, sich freier und vollständiger zu entfalten.

 

 

 

Wenn deine Stimme bei wichtigen Auftritten mehr tragen soll

 

Bei Präsentationen, Interviews und wichtigen Gesprächen ist Stimme ein wesentlicher Teil deiner Wirkung.

Im persönlichen 1:1 können wir konkret daran arbeiten:

  • Sprechlage
  • Resonanz
  • Stimmklang
  • Artikulation
  • Sprechtempo
  • Pausen
  • Betonung
  • Präsenz
  • Umgang mit Anspannung
  • Übertragung auf deinen konkreten Auftritt

Dabei geht es weniger um eine fremde „Sprecherstimme“.

Es geht um deine Stimme und darum, wie gut sie deine Botschaft trägt.

Online oder persönlich in Berlin.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

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Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

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P.S.

 

Nutzt du die Möglichkeiten deiner Stimme?

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Finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Stimme

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 20. April 2015
Überarbeitung: 1. Juli 2020

Stimmpflege: Rücksicht auf die Stimme nehmen? Von Null auf Hundert!

Stimmpflege: Wozu Rücksicht auf die Stimme nehmen? Von Null auf Hundert!

Pflege deine Stimme und erweitere deine Ausdrucksmöglichkeiten
Wozu Rücksicht auf die Stimme nehmen? Von Null auf Hundert!

Wie steht es mit deiner Stimmpflege?

 

Hand aufs Herz; wenn es dir so geht, wie mir, dann ist es wahrscheinlich, dass die Stimmpflege mal mehr und dann vor allem weniger Aufmerksamkeit erhält. 

Hier gibt es Tipps für die Stimmpflege, nicht nur für professionelle Redner. Pflege deine Stimme, es lohnt sich. Der Eindruck, den sich dein Publikum von dir macht, hat eine Menge damit zu tun, wie du klingen. Nutze die Macht Ihrer Stimme. Hier erfährst du wie du deine stimmlichen Fähigkeiten ausbauen kannst.

Überblick

 

 

 

 

Setze die Macht deiner Stimme wirksam ein

 

Der Eindruck, den sich dein Publikum von dir macht, hat eine Menge damit zu tun, wie du klingst. Schon der Stimmklang hat einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung durch andere Personen. Wir gehen davon aus, dass wir so Hinweise auf den Charakter, die Werte, Haltung und aktuelle Stimmung erhalten. Bewusst und vor allem unbewusst registrieren wir selbst kleinste Hinweise und interpretieren sie – jeder einzelne Publikumsteilnehmer. Der Klang der Stimme beeinflusst die Bedeutung, die Zuhörer der Botschaft geben. Manches klingt einfach stimmiger als anderes. Manche Stimmen bleiben noch länger im Gedächtnis, während andere keinen Eindruck hinterlassen.

 

 

 

Keine Zeit zum Aufwärmen! Stimmgewaltig von Null auf Hundert?

 

Aufschließen, ran ans Lenkrad, Vollgas. Ab geht es mit quietschenden Reifen, von Null auf Hundert! Ohne Rücksicht auf Verlust. Manche Autofahrer zwingen ihr Fahrzeug aus dem Stand in den obersten Drehzahlbereich. Doch die meisten Menschen sind zu ihrem Auto gnädiger, als die Mehrzahl der Redner zu ihrer Stimme.

Gibst du genug Acht auf deine Stimme? Erfahre, weshalb und wie du eines deienr wesentlichsten Werkzeuge pflegen kannst, um dich und deine Botschaft stimmig zu präsentieren.

 

 

 

Gnade!

 

Statt ohne Rücksicht auf Verluste sofort loszulegen, kannst du es auch einfach gelassener angehen. Tausche dich mit anderen Personen aus, bevor es losgeht. Small Talk hilft der Stimme warmzuwerden und macht dich mit dem Publikum vertraut. Sei gut zu deiner Stimme! Rede ich warm, bevor du beginnst, deine Stimmwerkzeuge professionell einzusetzen. Mache Aufwärmübungen. Für diesen Zweck gibt es einige Anregungen im Artikel Wellness für die Stimme.

 

 

 

9 Tipps für die Stimmpflege

 

Lernen, deine Stimmwerkzeuge zu pflegen. Ja, viele Menschen achten besser auf ihre materiellen Besitztümer, als auf sich selbst und ihren Körper. Zumindest, bis der Körper rebelliert! Lass es nicht so weit kommen.

Wie steht es mit deiner Stimme? Wie gepflegt ist sie? Ja, eine Stimme will gepflegt und entwickelt werden. Da macht sie keinen Unterschied zu vielen anderen Dingen und Fähigkeiten. Was ungenutzt einstaubt verkümmert mit der Zeit. Außerdem: Mache es wie die Sportler, die sich vor einem Wettkampf aufwärmen. Gönne deiner Stimme vor einem Auftritt ein kleines Aufwärm-Programm. Wie du deine Stimme erkunden und entwickeln kannst, erfährst du hier:

Darauf solltest du bei deiner Stimmpflege achten, wenn deine stimmliche Überzeugungskraft eine Rolle spielt:

 

 

 

1. Schone deine Stimme

 

Die Stimme klingt rau, heiser und tief. Rauer Hals, ein akuter Infekt mit Entzündung der Schleimhäute des Rachens und des Kehlkopfes liegt vor? Schone deine Stimme während des akuten Infektes, sprechen wenig, doch flüstere nicht.

 

 

 

2. Weniger Stress und Zeitdruck

 

Stress und Zeitdruck führen zu einer höheren Stimme, hektischem Sprechen mit undeutlicher Aussprache, erhöhtem Sprechtempo und einer schlechten Atemtechnik.

 

 

 

3. Flüssigkeit

 

Die Oberfläche der Stimmlippen besteht aus Schleimhaut, die feucht gehalten werden sollte. Trinke 2-3 Liter täglich.

 

 

 

4. Stimmpausen

 

Plane auch stimmliche Ruhepausen ein. Die Überlastung der Stimme kommt recht oft vor, wird jedoch ebenso oft ignoriert und verschlimmert.

 

 

 

5. Ruhe

 

Reduziere, soweit möglich, die Umgebungslautstärke, sonst musst du dagegen ankämpfen. Das Sprechen bei erhöhter Umgebungslautstärke sorgt für eine hohe Belastung, besonders bei ungeschulten Stimmen bei denen es häufiger zur Entwicklung von Stimmproblemen und Stimmstörungen führt.

 

6. Deutliche Artikulation

 

Durch eine deutliche Aussprache erhöhe die Verständlichkeit, deine Stimme wird effektiver und benötige weniger Druck für deine Stimmkraft.

 

 

 

7. Lebendigkeit

 

Eine lebendige Sprechweise ist melodische und abwechslungsreich. Solch einer Stimme folgt nicht nur das Publikum lieber, sie ist auch viel einfacher und natürlicher als eine monotone Sprechweise.

 

 

 

8. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

 

Im Zweifelsfall gehe lieber zu einem Spezialisten, wie einen HNO-Arzt. Der oder die weiß, was zu tun ist.

 

 

9. Schluss mit der Quälerei

 

Schlechte Luft und ganz besonders Nikotinkonsum belasten die Stimme und schaden ihr. Also, hören auf zu rauchen und vermeide das Passivrauchen. Beides ist für die Stimme sehr schädlich.

 

 

 


Vorteile durch eine gepflegte Stimme

 

Das Publikum hört einer angenehmen Stimme lieber zu. Umgekehrt: Spiegelneuronen sorgen dafür, dass wir mitleiden, wenn eine Stimme gequält klingt. Eine überbeanspruchte Stimme ist auch für das Publikum sehr unangenehm. Das nimmt es übel. Und genau darauf  steuern Sie hin, wenn Sie rücksichtslos zu Ihrer Stimme sind.

Eine warme, vorbereitete Stimme klingt voller, sicher und überzeugender. Voller Stimmklang ist angenehm zu hören.
Außerdem: wenn du nicht gut mit sich selbst umgehen, was ist das dann für eine Botschaft?

Also, gebe gut auf dich Acht und schützen eines deiner wichtigsten Werkzeuge; deine Stimme.

Pflege deine Stimme und erweiter deine Ausdrucksmöglichkeiten. Ich helfe dir dabei, dich und deine Botschaft überzeugend zu präsentieren.

 

 

 

P.S.

 

Wie gehst du mit deiner Stimme um, was hilft und was nicht? Teile mit uns deine Erfahrungen und Tricks.

Umfrageergebnis

 

Die Leser dieses Blogs wärmen vor Reden und Präsentationen ihre Stimme auf.

%

Nein

%

Manchmal

%

Ja

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage (n= 237)

P.S.

 

Wie pflegen Sie Ihre Stimme?

 

 

Der nächste Schritt

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 18. Juni 2016
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:
AN: #371
K: CNB
Ü:X

Pecha Kucha in 8 Schritten vorbereiten und 9+ Tipps: Schluss mit Death by PowerPoint

Pecha Kucha in 8 Schritten vorbereiten und 9+ Tipps

Schluss mit Death by PowerPoint
Pecha Kucha

Pecha Kucha

 

Pecha Kucha bedeutet laut Übersetzer so viel wie wirres Geplauder, Stimmengewirr. Doch das ist nicht das beabsichtigte Ziel dieser Vortragsform. Hier finden Sie Informationen und Tipps.

Video

Pecha Kucha – Bessere Präsentationen mit PowerPoint & Co.

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Pecha Kucha*, ja und?

 

Die Bezeichnung klingt nach japanischem Essen. Pecha Kucha ausgesprochen „petscha-kutscha“ und in Japanisch geschrieben ペチャクチャ bedeutet laut Übersetzer allerdings so viel wie wirres Geplauder, Stimmengewirr. Doch das ist nicht das beabsichtigte Ziel dieser Vortragsform.

Pecha Kucha ist eine Vortragstechnik, bei der zu einem Vortrag 20 passende Präsentationsfolien mit Bildern gezeigt werden. Die Bilder werden jeweils für 20 Sekunden gezeigt. Taschenrechner raus: 20 Folien mal 20 Sekunden ergeben eine Gesamtdauer der Präsentation von 6 Minuten und 40 Sekunden. Das Format soll der menschlichen Aufnahmefähigkeit entgegenkommen.

 

Pecha Kucha auf den Punkt:

  • 20 Folien
  • 1 Bild pro Folie
  • 20 Sekunden pro Folie
  • Dauer des gesamten Vortrags: 6 Minuten und 40 Sekunden
  • Keinerlei Text

 

 

*Anmerkung:
Pecha Kucha ist in Deutschland und Österreich eine auf PechaKucha, Inc., Chicago Ill. eingetragene Wortmarke.

 

 

 

Schluss mit Death by PowerPoint

 

Möglicherweise bin ich nicht ganz unparteiisch; ich liebe solche Formate, wie Pecha Kucha, für das Training von Präsentationskompetenz. Diese Technik fördert bewegende, prägnante Präsentationen. Die strikte Zeitvorgabe soll von vornherein langatmige Vorträge und die damit verbundene Ermüdung der Zuhörenden unmöglich machen. Und bei etwas Vorbereitung funktioniert das recht gut!

 

 

 

So wird eine Pecha Kucha Präsentation in 8 Schritten vorbereitet

 

Die Schritte:

 

1. Thema wählen

 

Anstatt etwas Zufälliges zu wählen, darf es ruhig ein Anliegen sein, dass tatsächlich mit persönlichem Interesse verbunden ist. Es darf auch ruhig ein Stück anspruchsvoller sein. Weshalb solltest du die Gelegenheit versäumen, die Welt ein Stück besser zu machen?

Behalten Sie die Kernaussage im Auge!

 

 

 

2. Anfang

 

Wählen Sie einen guten Anfang. Bereiten Sie mit einem gelungenen Einstieg den Weg.

Beispiele:

  • Eine provokative These
  • Ein Zitat
  • Eine Geschichte
  • Eine Frage mit Abstimmung

 

Anregungen finden Sie im Artikel Mit diesen 11 Tipps fesseln Sie die Aufmerksamkeit des Publikums in Reden.

 

 

 

3. Ende

 

Wählen Sie einen guten Abschluss, der Ihr Publikum nochmals wachrüttelt und vorzugsweise zu einer Handlung animiert.

 

 

 

4. Inhalt

 

Legen Sie einen Inhalt fest, der dem Ziel des Themas und den Zeitvorgaben entspricht. Sammeln Sie, was Ihnen in die Finger kommt. Ich persönlich nutze dafür gerne Mindmaps.

Meist ist weit mehr Material vorhanden, als benötigt wird. Anstatt das als Last zu empfinden ist es doch wunderschön aus dem Vollen zu schöpfen und die besten Elemente nutzen zu können.

 

 

 

5. Struktur

 

Wählen Sie eine geeignete Redestruktur. Das macht Ihnen die Erstellung leichter und gibt allen Beteiligten Orientierung.

 

 

 

6. Bilder finden

 

Beginnen Sie nicht mit den Bildern, sondern erledigen Sie erst die vorhergehenden Schritte. Wer diese Empfehlung missachtet, braucht oft deutlich länger oder verschenkt Chancen. Anstatt mit Krampf anhand der schon gewählten Bilder eine Geschichte zu erzählen oder zumindest einen Spannungsbogen zu erzeugen, legen Sie lieber erst den Inhalt fest und lassen sich dann von den Bildern unterstützen.

Ich ziehe es vor meine eigenen Bilder zu nutzen, doch nicht jeder hat eine solch umfangreiche Sammlung zur Verfügung. Im Internet gibt es zahlreiche Fotodienste, die Bilder anbieten, die entweder lizenzfreie sind oder gegen Bezahlung in einem vorgegebenen Rahmen verwendet werden dürfen. Hier empfiehlt sich lieber zweimal nachzufragen.

Sicherheitshalber: Achten Sie auf die Auflösung der Bilder! Ein pixeliges Bild mit 640 x 480 Punkten sieht bei einem 4K-Beamer wie ein Mosaik aus.

 

 

 

7. Proben und optimieren

 

Machen Sie Probedurchläufe, um herauszufinden, ob Ihre Planung aufgeht und was es noch zu optimieren gibt. Es dauert oft eine Weile, bis die Zeitvorgabe eingehalten wird und die gewünschte Wirkung absehbar ist.

 

 

 

8. Üben, üben, üben!

 

Stellen Sie Ihr Präsentationsprogramm so ein, dass jeder Folie genau 20 Sekunden lang erscheint und losgeht es mit dem Üben. Das können Sie übrigens auch mit meiner Unterstützung.

Manche Veranstalter bieten sogar vorherige Probedurchläufe vor Ort an. So können Sie sich mit der Umgebung und der Technik vertraut machen. Und da kommen wir auch schon zu den Tipps:

 

 

 

9+ Tipps für Pecha Kucha

 

 

1. Vorbereitung

 

Es ist eine ganz ziemliche Herausforderung, 20 Folien für jeweils 20 Sekunden zu präsentieren. Es erfordert eine gute Vorbereitung, um genau 20 Sekunden einzuhalten. Gelingt es nicht, ist entweder eine unwillkommene Pause oder es fehlt ein wichtiger Hinweis, wenn die nächste Folie ins Bild springt.

 

 

 

2. Gesprächston

 

Es empfiehlt sich einen Gesprächston zu pflegen, um die entspannte Atmosphäre zu fördern, der zu einem solchen Ereignis passt. Das dient auch der Beziehung zum Publikum.

 

 

 

3. Spaßfaktor

 

Zu den wichtigsten Regeln gehört es, Spaß zu haben und sich zu begeistern.

 

 

 

4. Inhalt vor Verpackung

 

Keine noch so gute Folie rettet einen schlechten Vortrag!

 

 

 

5. Gesagt ist gesagt

 

Folie weg und weiter geht es. Unterlassen Sie das Nachreichen von Informationen, wenn sie nicht sicher anderorts, bei einer folgenden Folie unterzubringen sind.

 

 

 

6. Freie Rede

 

Reden Sie frei und ohne Notizen.

 

 

 

4. Lampenfieber

 

Eine Vielzahl von Tipps zur Reduzierung von Lampenfieber finden Sie bei den Artikeln auf www.karstennoack.de.

Artikel zur Reduzierung und dem Umgang mit Lampenfieber:

 

 

 

5. Ohmmm

 

Sorgen Sie für einen guten Einstieg, indem Sie in einem möglichst angenehmen körperlichen und seelischen Zustand sind.

Beispiele:

 

 

 

6. Storytelling

 

Pecha Kucha ist gut geeignet, um eine spannende Geschichte zu erzählen, die Wirkung hinterlässt. So haben Sie auch gleich einen schönen Spannungsbogen und das Publikum hängt an Ihren Lippen, statt am Smartphone.

Mehr im Artikel Tipps für das Storytelling: „Es war einmal…“. So nutzen Sie die Macht von Geschichten

 

 

 

7. An die Grundlagen erinnern

 

Es gelten auch bei Pecha Kucha die wesentlichen Empfehlungen für Präsentationen. Einige der Empfehlungen sind schon so alt, wie unsere Zeitrechnung und sind doch so hilfreich.

Zur Erinnerung:

 

 

 

8. Pecha Kucha Modus

 

Hier die Einstellung bei Microsoft PowerPoint™ und Apple Keynote™:

Entfernen Sie in der Rubrik Übergänge bei alles markierten Folien bei der Anzeigendauer die Einstellung „per Mausklick“ und geben Sie im Feld für die Dauer nach 20 Sekunden ein. Nun kann es losgehen!

 

 

 

9. Vorsicht

 

Nicht jedes Thema ist gleichermaßen für das Format geeignet. So kann das flotte Tempo bei einem heiklen Thema als unangemessen empfunden werden.

 

 

 

Ursprung

 

Pecha Kucha wurde in Tokio im Februar 2003 von den Architekten Astrid Klein und Mark Dytham erstmals im Rahmen einer Designveranstaltung verwendet.

 

 

 

Pecha Kucha Nights

 

In sogenannten Pecha Kucha Nights (PKN) gibt es mehrere dieser Vorträge hintereinander. Oft sind es rund 14 Präsentationen. Beliebte Themen sind bei solchen Veranstaltungen Design, Kunst, Mode und Architektur. Es können wunderbare Zusammenkünfte kreativer Menschen sein. Um eine offizielle Pecha-Kucha-Nacht zu organisieren, müssen die Organisatoren einen informellen Bewerbungsprozess durchlaufen und ein sogenanntes „Handshake Agreement“ austauschen. Pecha-Kucha-Nächte müssen ehrenamtlich, ohne Gewinnabsichten veranstaltet werden.

 

 

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P.S.

 

Was halten Sie von diesem Präsentationsformat? Sind Sie schon damit in Berührung gekommen?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Artikel zu PowerPoint™, Keynote™ and Co.

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Von wegen wirres Geplapper:
 Pecha Kucha kommt auf den Punkt!

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2017
Überarbeitung: 6. September 2019
Englische Version:
AN: #2465
K: CNB
Ü:

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürwörter (Possessivpronomen) politisch noch tragbar? Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

Worte

Sind besitzanzeigende Fürwörter zeitgemäß?

 

Bei der Aufgabe, die politische Korrektheit in die Sprache zu tragen, ist keine Kuh zu heilig. Nun sind auch die besitzanzeigenden Fürwörter an der Reihe. Dass sie sich hinter dem harmlos klingenden Alias „Possessivpronomen“ zu verstecken versuchen, wird nicht mehr lange funktionieren. Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter politisch korrekt?

 

Mit einem besitzanzeigenden Fürwort (Possessivpronomen) lassen sich Besitzer einer Sache angeben. Es drückt aus, zu wem eine Person oder Sache gehört. Ein besitzanzeigendes Fürwort steht meistens bei einem Nomen. So können wir vermitteln und erfahren, wie die Verhältnisse sind.

 

 

 

Kann das so weitergehen?

 

Für lange Zeit haben die meisten Menschen das so hingenommen. Außer beim Lernen einer neuen Sprache wurde das kaum infrage gestellt. Doch jetzt, in Zeiten der politischen Korrektheit, auch sprachlich, begehren einige Aktivisten dagegen auf. Aussagen, wie; „Das ist meine Frau.“, oder „Das ist mein Sohn, mein Hund, meine Mitarbeitenden, ….“ werden so nicht mehr hingenommen. Schließlich wollen wir in einer Zeit der Gleichberechtigung, der Abschaffung der Sklaverei und Partizipation leben. Und da sind die besitzanzeigenden Fürwörter, ein Schlag ins Gesicht. Die Bezeichnung klingt zwar harmlos, doch so ist es ja oft mit Zeitbomben. Also, das sagen die Befürworter der Abschaffung.

 

 

 

Wie geht es weiter?

 

Ich persönlich kann die Empörung gut nachvollziehen, frage mich allerdings, was die Alternative sein könnte. Außerdem liebe ich es, wenn meine Frau sagt „Das ist mein Mann“ oder ich stolz sagen kann; „Das ist meine Frau.“ Bisher hielt ich mich dadurch nicht für einen Unterdrücker oder Unterdrückten. Ich und viele andere haben die Ketten nicht bemerkt. Doch so ist das mit der Einsicht in unhaltbare Zustände, ist sie erst da, will sie durchdacht werden.

Was tun? Und welche Rolle spielt Poe’s Gesetz hier?

P.S.

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter noch zeitgemäß oder sollten zu Diskusssion gestellt werden? Gibt es Wege die Sprache zu pflegen?

Artikel

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 11. Mai 2021
AN: #4910
K:
Ü:

Sprache macht mächtig oder schmächtig

Sprache macht mächtig oder schmächtig

Zusammenhang von Sprache und Persönlichkeit: Andere Sprache, anderer Mensch! Nehmen Sie Einfluss; pflegen Sie eine konstruktive Sprache!
Sprache, Stimme und Erscheinungsbild stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Persönlichkeit.

Sprache und Persönlichkeit

 

Sprache, Stimme und Erscheinungsbild stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Persönlichkeit. Worte haben mehr Macht, als wir im uns im Alltag bewusst sein mögen. Erfahre, worauf es sich zu achten lohnt und weshalb du deine Sprache pflegen solltest. Erlebe, wie eine andere Sprache aus Ihnen einen anderen Mensch macht​, wenn das dein Ziel ist.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Der Zusammenhang von Sprache und Persönlichkeit

 

Sprache, Stimme und Erscheinungsbild stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Persönlichkeit. Jeans, Businesskleidung oder Smoking? Wenn wir uns verkleiden, verwandeln wir uns. Das gilt für die Bekleidung ebenso wie für die verwendete Sprache. Beides hat Auswirkungen. Wir verhalten uns plötzlich anders.

 

 

 

Andere Sprache, anderer Mensch?

 

Language (English), lingvo (Esperanto), la langue (Französisch), linguaggio (Italienisch), Lingua (Latein), język (Polnisch), язык (Russisch), språk (Schwedisch), idioma (Spanisch), ulimi (Zulu), Sprache (deutsch),…

Manche Menschen meinen, wir würden mit jeder neuen Sprache auch eine neue Seele erwerben. Studien behaupten sogar, dass Menschen je nach der gerade von ihnen genutzten Sprache verblüffend unterschiedliche Ergebnisse in Persönlichkeitstests hervorbringen.

 

 

Weshalb wirkt sich die Sprache auf das Denken aus?

 

Die verwendete Sprache hat gleich mehrere Veränderungen zur Folge.

Wir verbinden mit der jeweiligen Sprachen andere Vorstellungen und Erwartungen. Die Identität beruht nicht nur darauf, wie wir uns selbst einschätzen, sondern auch darauf, wie wir denken, dass andere Menschen uns wahrnehmen. Je nachdem welche sozialen und gesellschaftlichen Erfahrungen wir in der jeweiligen Sprache gemacht haben, nehmen wir uns selbst anders wahr. Wahrnehmung, Denken und Handeln verändern sich dadurch. Soweit so interessant, doch gibt es weitere interessante Beziehungen zwischen Sprache und Persönlichkeit.

Jede Sprache hat ihre linguistischen Eigenarten. Der Aufbau einer Sprache wirkt sich auf die Gestaltung des Denkens aus.

Selbst, wenn es auf den ersten Blick nicht so dramatisch wirkt; es gibt nicht in jeder Sprache eine direkte Übersetzung für Worte. Dort wo es ein Wort als Übersetzung gibt, hat es oft noch weitere und oft abweichende Bedeutungen.

 

 

 

Und in der Muttersprache?

 

Es wird im Alltag weitgehend übersehen, dass wir innerhalb unserer Muttersprache immensen Gestaltungsspielraum haben. Die persönliche Ausgestaltung der Sprache hat großen Einfluss auf unser Denken, Handeln und wie wir auf andere Menschen wirken.

Ein Beispiel ist die sprachliche und mentale Fokussierung auf Probleme oder Lösungen. Wer dazu neigt, sprachlich zur einen oder anderen Richtung zu tendieren, neigt auch mental dazu. Die Konsequenzen sind immens.

Diese Zusammenhänge machen die Wissenschaft neugierig und auch andere Interessen wollen tiefere Einblicke in unser Denken. Solche Zugänge sind für vielerlei Absichten nutzbar – im Guten, wie im Schlechten.

In den 1980ern erforschte der Psychologieprofessor James W. Pennebaker, von der University of Texas, die Zusammenhänge am Beispiel von Sprachgebrauch trauernder Menschen. Er hat dort bestätigt, was in der Psychotherapie von entsprechenden Therapeuten genauestens berücksichtigt wird. Der Einfluss der Sprache auf den Therapieerfolg ist riesig, weshalb ich dem, (ja, ich führe ein Doppelleben!) auch in der Therapie von Angststörungen hohe Aufmerksamkeit widme.

Der Gebrauch von Sprache und Wörtern ermöglicht also Rückschlüsse auf die Persönlichkeit von Menschen, nur wie lässt sich was erkennen? Auf der Suche nach Antworten wurden und werden Computerprogramme zur Auswertung der eingesetzten Sprache entwickelt und eingesetzt. Dabei werden auch unscheinbar wirkende Worte (beispielsweise Pronomen, Artikel, Konjunktionen) und die Satzkonstruktion ausgewertet. Pennebaker behauptet, dass gerade diese unscheinbaren Worte Rückschlüsse erlauben. Wieso? Weil sie unbewusster eingesetzt werden. Hier sind mit zunehmender Rechnerkapazität und Künstlicher Intelligenz radikale Entwicklungen wahrscheinlich. Doch viele Einblicke sind schon heute ohne Hilfsmittel möglich.

Mit etwas Übung lassen sich auch in Echtzeit und ohne Supercomputer durch aufmerksames Zuhören und das Wissen um entsprechende Hinweise Persönlichkeitstendenzen erkennen. Entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten kannst du in einem Einzeltraining mit mir erwerben.

 

 

 

Einflussnahme: Gestalten!

 

Die von uns verwendete Sprache ist nicht in Stein gemeißelt, wir haben Einfluss darauf. Und diesen Einfluss auszuüben lohnt sich, vor allem deswegen, weil unser Denken so maßgeblich von ihr beeinflusst wird.

Die verwendete verbale Sprache verändert unsere Persönlichkeit und somit auch die Körpersprache. Interessanterweise ist auch das keine Einbahnstraße. Verändert sich im Rahmen der Zusammenarbeit im Coaching die Körpersprache, dann verändert sich auch oft signifikant die Sprache. Persönlichkeitsentwicklung findet auf vielen Ebenen statt.

Nimm Einfluss; pflege eine konstruktive Sprache!

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Welchen Zusammenhang siehst du zwischen Sprache und Persönlichkeit? Pflegst du deine Sprache?

 

 

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Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und oft sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

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Wischiwaschi

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Achten Sie auf den Zusammenhang von Sprache und Persönlichkeit

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 11. Mai 2021
AN: #4910
K:
Ü:

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Tiefvollatmung: Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen, Seele und Stimme danken es!

Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Nehmen Sie sich Zeit zum Durchatmen

 

Gut durchatmen. Körper und Geist genießen das. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus. So geht es.

Überblick

 

 

 

 

Einatmen, Ausatmen

 

Die Atmung versorgt uns mit Sauerstoff, beeinflusst darüber hinaus auch unser Wohlbefinden sowie die Gesundheit.

Die meisten Menschen atmen falsch. Hektik und Stress in Berufs- und Privatleben lassen sie zu hastig und zu flach Luft holen. Im Alltag widmen nur wenige Menschen ihrer Atmung Aufmerksamkeit. Weshalb auch, es funktioniert doch ganz von allein, oder?

Viele Menschen atmen, oft ohne es zu wissen, nur mit dem Brustkorb (Hochatmung), während sie die Bauchmuskeln ständig unwillkürlich angespannt halten. Das Schönheitsideal des flachen Bauchs ist eines der Gründe, weshalb manche Menschen zu flach atmen, um nur den Bauch nicht herauszustrecken.

So atmen sehr viele Menschen zu flach. Das hat gleich einige Nachteile. Die Atmung hat Einfluss auf Körper und Geist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten über die Atmung Einfluss auf die mentale Haltung zu nehmen.

 

 

 

Tiefvollatmung

 

Ein flacher Atem führt auch zu einer flachen Stimme. Für das Sprechen ist mindestens die Bauch- und Zwerchfellatmung erforderlich, weil sie ein tiefes und volles Atmen ermöglicht. Als Folge richtiger Atmung drückt die Stimme Klarheit, Ruhe oder Stärke aus.

Es werden vier Atmungsarten unterschieden, die Brustatmung, die Bauch- und Zwerchfellatmung, die Flankenatmung und die Tiefvollatmung als erstrebenswerte Kombination der drei genannten Bereiche.

Bei der Flankenatmung dehnt ein großer Teil des Körpers sich beim Einatmen aus und zieht sich beim Ausatmen wieder zusammen. Ein deutlich größeres Atemvolumen wird dabei bewegt.

 

 

 

Atemübungen

 

Gute Gelegenheiten die Atmung zu trainieren bieten entsprechende Kurse und auch das Yoga mit den Pranayama Atemübungen.

Hier finden Sie Artikel in denen entsprechende Atemübungen beschreiben:

 

 

 

Anmerkung

 

Viele Redner meinen, es wäre von größter Bedeutung sich auf die Einatmung zu konzentrieren. Die Stimme wirkt dadurch oft gepresst und ängstlich. Tatsächlich ist es zu Beginn einer Rede wichtig,  vor allem gut auszuatmen. Wer zu schnell wieder einatmet, hat oft noch verbrauchte Luft in der Lunge und nicht genügend Raum für frische Luft.

Video

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Worauf achten Sie bei Ihrer Atmung?

Atmung

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 26. Juli 2018
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #1547
K:
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27 Tipps, mit denen Sie Fernsehinterviews meistern

27 Tipps, mit denen Sie Fernsehinterviews meistern

Medienkompetenz: So überzeugen Sie und Ihre Botschaft auch vor der Kamera
Tipps für Fernsehinterviews

Fernsehinterviews

 

Unverhofft kommt oft: Deswegen finden Sie hier Tipps für die Vorbereitung von und Teilnahme an Fernsehinterviews.

Fernsehauftritt: Kamera läuft…

 

Großes Kino: In einem Fernsehinterview aufzutreten ist für die meisten Menschen eine Ausnahmesituation. Schon eine Rede vor ein paar Dutzend Zuhörern steigert bei vielen Menschen rasant die Adrenalinausschüttung. Die Vorstellung, einem Millionenpublikum einen vielleicht sogar noch komplizierten Zusammenhang zu erklären, kann da schon mal Angstattacken auslösen. Manch einem genügt schon die Aufforderung sich selbst vorzustellen und etwas das sonst nebenbei erfolgt, wird zur Herausforderung.

 

 

 

27 Tipps für deinen Fernsehauftritt

 

 

 

1. Keine Panik

 

Bei dem Besuch eines Fernsehteams in den eigenen Räumen braucht es meist schon Nerven aus Stahl. Es gilt darüber hinwegzusehen, wie Kameras, Beleuchtung, Mikrofone nicht nur Licht in die Räume bringen. Sie kennen ein paar Atemübungen? Sehr gut! Es wird schon wieder und sieht meist schlimmer aus, als es ist.

Während unzählige Kabel auf der Suche nach Steckdosen sind, nutzen Sie die Zeit sich vorzubereiten. Jemanden vor Ort zu haben, der sich um alles andere kümmert, macht es Ihnen leichter sich auf Ihre Aufgaben zu konzentrieren.

Schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus, um selbst nicht gestört zu werden und die Aufzeichnung nicht durch die Strahlung zu beeinflussen.

Ein ruhiger Blick auf die Details sorgt dafür, dass später die Zuschauer nicht von offenen Hosen, Frühstücksresten oder Lippenstiftspuren abgelenkt werden.
Überprüfen Sie also gegebenenfalls Ihre Krawatte, Schnürsenkel, Reißverschlüsse, Knöpfe, abstehende Haare und die sonstigen Accessoires. Ein Blick in den Spiegel ist hier weniger ein Ausdruck von Eitelkeit, sondern von Professionalität.

 

 

 

2. Locker bleiben!

 

Kurz vorher ist es wenig förderlich darüber nachzudenken, was Sie sagen wollen. Das lässt Sie nur verkrampft wirken und sorgt dafür, dass es weniger spontan klingt. Krampfhaft vorbereitete Antworten klingen nur noch lauwarm. Bereiten Sie sich lieber frühzeitig mit entsprechender Unterstützung so vor, dass Sie zuversichtlich Ihre Botschaften unterbringen.

 

 

 

3. Botschaften?

 

Beim Smalltalk genügt den Beteiligten oft schon das Wetter. Anspruchsvolleres Publikum erwartet mehr.

Welche Botschaften, genauer Kernbotschaften, wollen Sie vermitteln? Arbeiten Sie während der Interviewvorbereitung die Kernbotschaften in einfachen, nachvollziehbaren Sätzen heraus, am besten in Kurz-Statements. Untermauern Sie diese Botschaften mit guten Argumenten. Um die Zielgruppe auch zu erreichen, müssen Sie im Hinterkopf behalten, für welches Format und Publikum der Journalist arbeitet. So ist es leichter sich auf die zielgruppenrelevanten Aspekte zu konzentrieren.

 

 

 

4. Vorsicht ist besser als Nachsicht

 

Zur Vorbereitung gehört auch eine Risikoeinschätzung und gegebenenfalls Plan B, C, D, E und … Wenn der gerade noch freundliche TV-Journalist sich zum investigativen Enthüllungsjournalisten wandelt, dessen Fragen ohne Vorbereitung zu Schweißausbrüchen führen würden, dann zeigt sich, ob sich der Aufwand gelohnt hat.

Vertrauen ist gut, Vorbereitung ist besser. Vertrauen Sie nicht blind auf Absprachen. Und selbst wenn Sie meinen, Sie hätten eine Absprache: Kaum etwas wirkt befremdlicher auf Zuschauer als der Hinweis, diese Frage sei nicht abgesprochen gewesen.

Grundsätzliche Empfehlungen für die Vorbereitung, insbesondere bei kontroversen Themen, finden Sie im Artikel Tipps für erfolgreiche Radiointerviews.

 

 

 

5. Interviews im Fernsehen sind einfacher als Radiointerviews

 

Im Grunde sind Interviews für das Fernsehen einfacher als für das Radio. Der visuelle Anteil gibt Ihnen die Möglichkeit gut auszusehen, was meist soviel meint wie sympathisch und kompetent zu schauen. Der Eindruck, den die Erscheinung, einschließlich Körpersprache vermittelt, trägt wesentlich dazu bei, wie Sie in Erinnerung bleiben.

 

 

 

6. Und wohin schaue ich?

 

In diese unpersönliche Kamera zu sprechen und dabei wie mit einem Menschen zu reden gelingt nicht jedem auf Anhieb. Auch hier zeigt sich dann, wie gut das Medientraining war.

Meist stellt jemand neben der Kamera die Fragen und Sie halten dorthin den Augenkontakt. Der Versuchung, auch nur kurz in die Kamera zu schauen, erliegen Sie in einem solchen Fall lieber nicht, denn das wirkt eigenartig und führt möglicherweise zur Wiederholung.

 

 

 

7. Dressed to … Kleider machen Leute

 

Das wichtigste Kriterium bei der Kleidungswahl: Sie fühlen sich darin wohl und es passt zu Ihrer Rolle! Es gibt hier zusätzlich allerdings noch etwas mehr zu beachten.

Es grünt nicht so grün, wenn im Studio mittels Greenscreen der Hintergrund ausgetauscht bzw. eingeblendet wird. Entsprechendes gilt für den Bluescreen, der etwas seltener ist. So oder so würde das Vorhandensein in der Kleidung zu psychedelischen Effekten führen, was in der Regel nicht erwünscht ist. Vorsicht vor Kleinkariertem. Weniger wegen der metaphorischen Deutungsgefahr, sondern weil es für ein flimmerndes Bild sorgen kann. Die Zuschauer halten dann den Moiré-Effekt für einen Fernseher-Defekt. Also weiße Hemden? So gut es sonst aussehen kann; weiße Hemden können wegen der Belichtungswahl auf das Gesicht später grau wirken.

Es klingt schlimmer, als es ist; es bleibt durchaus noch Spielraum bei der Bekleidung. Überdies lohnt sich ggf. die Nachfrage zur Abstimmung. Ich habe auch selbst so manche unerwartete Erfahrung gemacht. Beispielsweise in meiner Rolle als Coach für Pro7. Da hatte ich einen Protagonisten, der im letzten Teil fast die gleichen Kleidungsstücke anhatte, wie ich. Da er im Teil davor beim Friseur auch noch den gleichen Haarschnitt wie ich erhielt, sah er schließlich aus, wie eine Kopie von mir. Heute kann ich darüber eher lachen als damals.

 

 

 

8. Los geht es … Ruhe im Studio

 

Ruhe, Kamera läuft! Es braucht Ruhe im Studio und natürlich auch, wenn Sie in Ihrem Büro interviewt werden. Sorgen Sie für Ruhe und dass Sie nicht gestört werden. Letzteres wird oft vergessen und Überraschungen sind nicht immer für jeden Teilnehmer Quell der Freude.

 

 

 

9. Umgebung

 

Überprüfen Sie das Umfeld und insbesondere Ihren Hintergrund und was sich unmittelbar hinter Ihrem Kopf befindet. Das erspart Ihnen bei allem Humor erstaunliche visuelle Eindrücke. So manche Büropflanze wirkt im Fernsehen später wie ein Hirschgeweih, das aus dem Kopf wächst.

 

 

 

10. Namen und Berufsbezeichnung

 

Klären Sie im Vorfeld, welche Berufsbezeichnung in der Binde unter Ihrem richtig geschriebenen Namen stehen wird. Ich war einmal als Businesscoach bei einem Experiment im Einsatz und später etwas erstaunt, dass ich vom Moderator Ulrich Meyer als Paartherapeut angekündigt wurde. Das war anders vereinbart. Heute mache ich so etwas im Vorfeld schriftlich. Erbsenzähler? Sicher ist sicher!

 

 

 

11. Der Gesamteindruck zählt

 

Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl. 

Fußballer im TV-Interview

 

Fernsehpublikum reagiert sehr intensiv auf Erscheinung und den Klang der Stimme. Wenn Sie sich bei einem unbedenklichen Thema keine heftigen Patzer leisten, erinnern sich die meisten Zuschauer kurz darauf nicht mehr daran, was Sie gesagt haben. Was bleibt ist der Gesamteindruck, den Sie hinterlassen haben. Gelingt es Ihnen sympathisch und kompetent aufzutreten, haben Sie schon eine Menge erreicht. Bleiben Sie natürlich bei Ihrem Auftritt. Was auch immer Sie sagen, sagen Sie es mit Autorität.

 

 

 

12. Auf den Punkt kommen

 

Wissen allein genügt nicht, es will auch vermittelt werden. Kommen Sie auf den Punkt. Verwenden Sie kurze Sätze, um Ihre Aussage deutlich zu machen. Medien werden die Antworten bearbeiten, um sie dem jeweiligen Format anzupassen. Die Presse konzentriert sich dabei auf die Aussagen, die deren Publikum interessiert. Neuigkeiten und unterhaltsame Beiträge haben die größten Chancen veröffentlicht zu werden.

Wenn es sich nicht um ein Live-Interview handelt, haben die Journalisten, bzw. diejenigen, die für die Nachbearbeitung verantwortlich sind, die Kontrolle darüber, wie der Beitrag genutzt wird. Passt er nicht in das Konzept, bleibt er gegebenenfalls auch unberücksichtigt und der Aufwand war umsonst.

Bei den Sendern sind enge Zeitpläne und Redaktionsschluss an der Tagesordnung. Machen Sie es für alle Beteiligten einfacher und halten Sie Ihre Antworten angemessen kurz. Kurze Antworten haben bei Aufzeichnungen mit Schnitt eine größere Chance gesendet zu werden. Außerdem erhöhen Sie so die Chancen, als geschätzter Interviewpartner auch zukünftig wieder gefragt zu werden.

 

 

 

13. Verzicht auf Floskeln

 

Ihr Hinweis „Wie ich eben schon sagte…“ ist nicht nur unnötig, er erschwert den Videoschnitt. Die Floskel macht unmöglich, den O-Ton später alleinstehend zu nutzen. Je nach Format ist es am besten die Frage mit der Antwort aufzugreifen, da die Fragen von Interviewern oft nicht mitgesendet werden.

 

 

 

14. Pausen

 

Bei einer Aufzeichnung sprechen Sie in ganzen Sätzen, mit kleinen Pausen dazwischen. So erleichtern Sie auch die spätere Bearbeitung.

 

 

 

15. Kommunikationskompetenz

 

Denken Sie daran, Pausen zu machen, wenn Sie Ihre Antwort gegeben haben und wenn der Interviewer signalisiert, dass er eine andere Frage stellen möchte. Fördern Sie eine Gesprächsatmosphäre, zeigen Sie Respekt und Kommunikationskompetenz. So kommen Sie authentisch und glaubwürdig herüber, überzeugen von sich und dem, wofür Sie stehen.

 

 

 

16. Verständlichkeit

 

Wer zu komplex ans Werk geht, stammelt oft unverständlich ins Mikro. Das ist ein Fehler den viele Anfänger machen, weil sie im Fernsehen besonders gelehrt wirken wollen. Wer lange Sätze mit vielen Einschüben, schwierigen Fremdwörtern oder ausgefeilten Sprachbildern verwendet setzt sich selbst unter Druck. Die damit verbundene schlechte Atmung beeinträchtigt die Stimme. Um bei Bandwurmsätzen den Faden nicht zu verlieren, braucht es die ganze Konzentration der Sprecher:innen und deren Zuschaundhörer:innen. Das strengt an!

Verunglückt dann auch noch das gewählte Sprachbild durch einen ärgerlichen Versprecher, kommt es zu spontanen Lachern im Publikum. Das macht den Sprecher noch nervöser, der Auftritt wird zum Rohrkrepierer. Nur wenige Menschen beherrschen es, solche Situationen vor der Kamera wieder einzufangen. Zum Beispiel mit einem sympathischen Lachen über die eigene Panne.

 

 

 

17. Chiasamen und Mohnbrötchen

 

Eine Person des Vertrauens darf ruhig genauer hinsehen, bevor Sie vor die Kamera treten. Chiasamen und Co. mögen lecker sein, wirken auf den Zähnen allerdings wie eine Karrieszucht. Also, Doppelcheck!

 

 

 

18. Sie wollen anschließend zitiert werden?

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Antworten auch an anderen Stellen zitiert werden, können Sie durch die Prägnanz Ihrer Aussagen fördern. Beliebt, aber nicht ohne Risiko, sind knackige Aussprüche.

 

 

 

19. Ein Interview ist keine Verkaufsveranstaltung!

 

Das Interview dient in erster Linie dazu, die Zuschauer zu unterhalten. Schön, wenn Sie davon profitieren. Sonst würden Sie es ja auch nicht tun. Das Letzte, was sich jemand wünscht, ist der Versuch, bei der Gelegenheit etwas offensiv verkauft zu bekommen. Wer die Gelegenheit für eine Verkaufsveranstaltung missbraucht begeht einen so tiefen Vertrauensbruch, dass es vermutlich das letzte Interview bleibt.

 

 

 

20. Übung macht den Meister

 

In der Regel werden Interviews mit Erfahrungen stetig besser. Allerdings schleifen sich ohne kompetentes Feedback auch so manche Eigenarten ein, die besser frühzeitig verabschiedet werden sollten. Nach dem Interview ist vor dem Interview … oder so ähnlich! Also wird anschließend ausgewertet und verbessert.

 

 

 

21. In der Kürze liegt die Würze

 

Nicht nur bei den Antworten gilt es auf den Punkt zu kommen. Die Mitglieder des Fernsehteams haben meist noch genug anderes zu tun. Was für Sie ein besonderer Moment sein mag, ist deren Alltag, und einige haben sogar noch ein Privatleben. Je schneller Sie gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommen, desto besser für alle Teilnehmer. Spricht sich herum wie angenehm und professionell es mit Ihnen zur Sache geht, steigert das die Wiederholungswahrscheinlichkeit.

 

 

 

22. Die Zielgruppe kennen

 

Fragen Sie den Journalisten, was das Ziel des Interviews ist und richten Sie Ihre Antworten daran aus. Je genauer Ihre Vorstellung von der Zielgruppe ist, desto einfacher ist es die eigene Sprache anzupassen. Besser Sie vermeiden Fachjargon, auch damit die Journalisten nicht ständig nach deren Bedeutung fragen.

Machen Sie es den Journalisten leichter zu verstehen, weshalb ein Aspekt so wichtig ist und warum die Zielgruppe sich dafür interessieren soll. Tun Sie das in einer einfachen, geradlinigen und lebendigen Sprache. Wenn Sie etwas beschreiben sorgen Sie dafür, dass Sie es währenddessen selbst vor Ihrem geistigen Auge erleben.

 

 

 

23. Zuhören

 

Unsicherheit führt leider oft dazu, dass alle Aufmerksamkeit darauf konzentriert wird die nächste Antwort vorzubereiten, anstatt gut zuzuhören. Gute Interviewpartner sind auch gute Zuhörer.

 

 

 

24. Bleiben Sie authentisch

 

Präsentieren Sie authentisch Ihre Persönlichkeit. Machen Sie Ihre Position klar und haben Sie dabei Ihre Selbstmarketingstrategie vor Augen. Verhalten Sie sich dabei professionell und bleiben Sie Sie selbst, auch wenn Ihnen die Situation anfangs noch fremd ist. Alles andere ist viel zu anstrengend!

Je besser Sie auf Medienauftritte vorbereitet sind, desto natürlicher werden Sie die Chance nutzen und sich und Ihre Botschaft so vermitteln, dass Sie angenommen und verstanden wird.

 

 

 

25. Achten Sie auf Ihr Zustandsmanagement

 

Manche Menschen tauen vor der Kamera auf, während andere regungslos erstarren. Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt spontan vor einer Kamera zu reden. Wer sich dabei verspannt, neigt dazu zu schnell zu reden, atmet schlecht, die Stimme klingt angespannt und wird höher. All das wirkt dann weniger kompetent und souverän. Wenn Sie alleine vor der Kamera sind, stellen Sie sich einen echten Menschen vor, mit dem Sie ein angeregtes Gespräch führen. Flirten Sie ruhig mit der Kamera oder was auch immer Sie mit einem echten Menschen tun würden. Dann werden Sie auch nicht zu monoton reden. Ein natürlicher Auftritt bietet die größte Chance erneut gefragt zu werden. Entspannt und authentisch liefern Sie am leichtesten interessante Antworten.

 

 

 

26. Nach dem Interview ist vor dem Interview

 

Bedanken Sie sich im Anschluss nochmals für die Gelegenheit. Erklären Sie ggf. Ihre Bereitschaft, zu bestimmten Themen auch in Zukunft Interviews zu geben. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit erneut gefragt zu werden. Überhaupt vergrößert jeder Auftritt in den Medien die zukünftige Nachfrage. Bringen Sie die Dinge ins Rollen.

 

 

 

27. Nutzen Sie die Chance

 

Je nach Erwartungen, also Chancen und Risiken, lässt sich bei der Vorbereitung das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen einschätzen. Treffen Sie die erforderliche Entscheidung sorgfältig!

Unverhofft kommt oft: Trainieren Sie frühzeitig Ihre Medienkompetenz und bereiten Sie konkrete Gelegenheiten individuell vor.

Unterstützung für deinen Medienauftritt

 

Ein Interview, ein Statement oder ein anderer Medienauftritt kann weitreichende Wirkung haben. Eine gute Vorbereitung hilft dir, deine Botschaften zu schärfen, auch auf kritische Fragen klar zu antworten und vor Kamera oder Mikrofon präsent zu bleiben.

Ich unterstütze dich individuell bei der Vorbereitung deines konkreten Medienauftritts. Wir können mögliche Fragen und kritische Situationen durchspielen, Antworten präzisieren und den Auftritt realitätsnah simulieren.

Besonders wertvoll ist ein Probelauf mit professionellem Feedback. So erfährst du vor dem tatsächlichen Auftritt, wie deine Botschaften wirken, wo Missverständnisse entstehen können und welche Veränderungen deine Wirkung stärken.

Je nach Anlass können wir beispielsweise arbeiten an:

  • Kernbotschaften und Formulierungen
  • Interviews und kritischen Fragen
  • schwierigen oder überraschenden Nachfragen
  • kurzen Statements und O-Tönen
  • Stimme, Körpersprache und Kamerapräsenz
  • Umgang mit Anspannung und Auftrittsdruck
  • realitätsnahen Interviewsimulationen

Die Vorbereitung erfolgt individuell 1:1 in Berlin oder online. Umfang und Intensität richten sich nach Bedeutung, Ausgangssituation und Anforderungen des Medienauftritts.

→ Medienauftritt individuell vorbereiten

→ Honorare und Konditionen

 

Bei Lampenfieber

Starke Anspannung kann den Zugang zu Fähigkeiten erschweren, die dir sonst selbstverständlich zur Verfügung stehen. Wenn Lampenfieber bei deinem Medienauftritt eine größere Rolle spielt, können wir diesen Aspekt gezielt in die Vorbereitung einbeziehen.

→ Unterstützung bei Lampenfieber

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
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Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

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Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Worauf achten Sie bei einem solchen Auftritt in den Medien und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 23. Februar 2019
AN: #656105
K:
Ü:

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Atemübung: Während der Rede nicht das Atmen vergessen!

Überzeugende Präsentationen mit überzeugender Stimme
Atmentechniken - Karsten Noack Training & Coaching Berlin

Atemübungen bei Lampenfieber

 

Wenn sich während der Präsentation die Schmetterlinge im Bauch melden helfen Atemübungen. Worauf Sie bei Ihrer Atmung achten sollten, wenn Sie zu Lampenfieber bei Auftritten wie Reden und Präsentationen neigen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Mit der Atmung die Schmetterlinge im Bauch besänftigen

 

Viele Redner kennen das: Sie wollen mit Ihrer Präsentation beginnen und auf einmal melden sich die Schmetterlinge im Bauch. Und zwar andere als die, die sich in den Bäuchen Verliebter tummeln. Auf das, was da vom Reptiliengehirn mit der Körperchemie veranstaltet wird, könnten sie gut verzichten. Lampenfieber ist keine Freude.

Ja, darauf legen die meisten Redner wenig Wert, und doch gehört es in vielen Fällen dazu; die weichen Knie, dieses kribbelige Gefühl im Bauch, wenn es Ernst wird. Würde eine versteckte Kamera sie aufnehmen, könnten sie später mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen, dass sie bei solcher Nervosität die Luft anhalten oder sehr unwirksam atmen. Das hat einen Grund. Die Atmung ist mit unseren Gedanken und Gefühlen verknüpft. Der Reflex, die Luft anzuhalten, ist der Versuch sich der Situation zu entziehen beziehungsweise die Situation unter  Kontrolle zu bekommen. Die Absicht mag gut sein, die Folgen nicht.

Erstens gibt es keine vollkommene Kontrolle und außerdem führt der Versuch sich von einer Situation abzugrenzen auch dazu, dass der Kontakt zur eigenen Mitte, zum Gleichgewicht, zu den vorhanden Stärken und Erfahrungen verloren geht. Und damit auch Ihre Spontaneität und der Kontakt zum Publikum. Der roten Faden wird gekappt!

 

Einatmung wird aus gutem Grund auch Inspiration genannt.

 

 

 

Ganzkörperatmung hilft

 

Achten Sie auf eine unterstützende Atmung. Die meisten Menschen atmen sehr flach, wenn sie sich gestresst fühlen. Wenn Sie schlecht atmen, haben Sie nicht genug Unterstützung für Ihre Stimme. Für eine volle, tragfähige Stimme brauchen Sie die Bauchatmung, besser noch eine Ganzkörperatmung.

Wenn Sie eine Hand auf Ihren Bauch legen und die Bewegung der Bauchdecke beobachten, bekommen Sie ein deutlicheres Gefühl dafür. Einatmen – Ausatmen – Ruhepause. So verläuft der natürliche Atemrhythmus. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch nach außen, die Flanken weiten sich, und beim Ausatmen fallen sie wieder sanft zusammen. Wie eine Welle strömt die Luft ungehindert durch den ganzen Körper.

 

 

Atemübung:

 

  1. Beobachten Sie, ob Sie gut atmen oder wann Sie die Luft anhalten.
  2. Atmen Sie flach oder halten die Luft an, dann legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und lassen Sie den Atem bis in den Bauch strömen. Das klingt zwar leichter, als es für manche Menschen ist, doch es lohnt sich. Bisweilen ist etwas Übung erforderlich und professionelle Hilfe kann hier helfen.
  3. Bevor Sie Ihre Rede beginnen starten Sie mit vorbereiteten Ritualen. Dazu gehören für Sie passende Atemübungen.
  4. Erst, wenn Sie wirklich bereit sind beginnen Sie Ihre Rede. Senden Sie Ihre Stimme laut und deutlich in jeden Bereich des Raumes, bis hinein in den letzten Winkel.

 

 

Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können.

Theodor Fontane

 

 

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Haben Sie Erfahrungen mit Atemübungen?

 Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen. Francois de La Rochefoucauld

Artikel zur Atmung

Atembremse bei Lampenfieber: einfache Atemtechnik

Atembremse bei Lampenfieber: So nutzt du ruhiges, verlängertes Ausatmen vor Präsentationen und Reden – Schritt für Schritt, mit wichtigen Hinweisen.

15 Atemtechniken bei Lampenfieber und …

15 Atemtechniken bei Lampenfieber und …

Zwischen Atmung und Psyche findet eine Wechselwirkung statt. Atemtechniken reduzieren Lampenfieber. Da sich die Atmung ihrerseits auf die Herzfrequenz auswirkt, haben Sie sogar die Möglichkeit durch langsames Atmen Ihren Herzschlag zu beruhigen, anstatt ihn durch heftige Atmung zu beschleunigen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 22. Mai 2015
Überarbeitung: 4. Februar 2020
AN: #21485

Finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage: Stimmtraining mit Nebenwirkungen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Ihre Wohlfühlstimmlage

Kennst du deine Wohlfühlstimmlage?

Wohlfühlstimmlage

 

Jeder Mensch hat eine persönliche Wohlfühlstimmlage, in der besonders entspannt gesprochen wird. Wer sich bemüht, tiefer oder höher als in seiner natürlichen Art zu sprechen, klingt verkrampft. Finden Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Ihrer Wohlfühlstimmlage (Indifferenzlage).

Überblick

 

 

 

 

Kennst du deine Wohlfühlstimmlage?

 

Jeder Mensch hat eine Wohlfühlstimmlage, in der besonders entspannt gesprochen wird. Diese Stimmlage wird auch als Indifferenzlage bezeichnet. Sie liegt im unteren Drittel des gesamten persönlichen Stimmumfanges.

Wenn Sie entspannt sprechen, klingt Ihre Stimme tiefer als im angespannten Zustand. Wenn Sie Spannung herausnehmen, klingt sie tiefer und hat mehr Resonanz. Lernen und gewöhnen Sie sich daran, häufiger in Ihrer Wohlfühlstimmlage zu sprechen.

 

 

 

Angenehme Nebenwirkungen

 

Als positive Begleiterscheinung beruhigt das Sprechen in der Wohlfühlstimmlage auch auf einer unbewussten Ebene Ihre Zuhörer. Es färbt ab, wenn Sie sich wohlfühlen und die Stimme transportiert das. Sie werden als vertrauenerweckender und kompetenter wahrgenommen. Es setzt eine Wechselwirkung ein, die Ihnen zugutekommt. So wirkt Ihre Stimme auch auf Sie selbst entspannend und stärkend. Ihre Zuhörer registrieren das – hoch leben die Spiegelneuronen – und fühlen sich ebenfalls wohler. Ein angenehmer Kreislauf…

 

 

 

So finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage

 

Wenn Sie Ihre Wohlfühlstimmlage finden wollen, kommen Sie entweder zu mir oder lesen Sie die folgende Anleitung und den Beitrag Wellness für die Stimme.

 

 

 

Anleitung: Schritt für Schritt zur Wohlfühlstimmlage

 

Setzen oder stellen Sie sich möglichst aufrecht hin. Achten Sie darauf, dass Ihr Rücken und Ihre Wirbelsäule aufrecht sind, also eine senkrechte Gerade bilden. Die Füße berühren mit möglichst großer Fläche den Boden und Sie nehmen den festen Untergrund wahr. Stellen Sie sich vor, dass Ihre Füße fest mit dem Boden verwurzelt sind und Ihnen das einen sicheren Stand sichert.

Nun nehmen Sie sich die Zeit, dass natürliche Herein- und Herausfließen Ihres Atems zu spüren. Beginnen Sie am besten damit auszuatmen. Erlauben Sie sich dabei einfach all den Ballast, all die Anstrengungen, all die Sorgen des Tages mit einem kräftigen Seufzen loszulassen. Atmen Sie ein und spüren Sie dabei wie sich Ihre Lungen und Ihr Bauchraum bis in die Flanken mit frischer Luft füllen. Atmen Sie aus und lassen Sie los.

Wenn Sie sich eingestimmt haben und bereit sind, atmen Sie erneut tief ein und mit dem nächsten Ausatmen bilden Sie mit lockeren Lippen den Laut „wwwww“. Spüren Sie, wie dabei Ihre Lippen vibrieren und sich diese angenehme Vibration auch auf Ihren Kopf- und Halsbereich ausbreitet.

Legen Sie die Handinnenfläche auf Ihre Kehlkopfregion, während Sie den stimmhaften Laut „wwwww“ bilden. Achten Sie auf die Vibrationen in diesem Bereich! Sobald Sie diese Vibrationen wahrnehmen, beginnen Sie damit die Tonlage zu variieren. Gehen Sie mit der Tonlage wiederholt herauf und wieder herunter. Achten Sie darauf, wann Sie in Ihrer Handinnenfläche und vielleicht auch im Rest Ihres Körpers die Vibrationen am stärksten wahrnehmen. In der Tonlage, in der Sie für sich die stärksten Vibrationen wahrnehmen, liegt Ihre größte Stimmkraft.

Passen Sie nun schrittweise Ihre Sprechstimme an diese Tonlage an. Bleiben Sie dran. Sie werden angenehme Veränderungen bemerken. Ihre Stimme wird von Tag zu Tag belastbarer und auch stimmlich bringen Sie Ihre Persönlichkeit mehr und mehr auf authentische Art und Weise zum Ausdruck.

 

 

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Finden Sie Ihre Wohlfühlstimmlage: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Jeder Mensch hat eine persönliche Wohlfühlstimmlage, in der besonders entspannt gesprochen wird. Wer sich bemüht, tiefer oder höher als in seiner natürlichen Art zu sprechen, klingt verkrampft. Finden Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Ihrer Wohlfühlstimmlage (Indifferenzlage). 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2012
Überarbeitung: 1. Juli 2020
AN: #43343
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