Visionen und Zukunftspläne: Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird

Visionen und Zukunftspläne

Wie aus Zukunftsbildern Richtung wird
Visionen

Visionen und Zukunftspläne: Eine gute Zukunft braucht mehr als große Ziele

 

Manchmal wissen wir sehr genau, was wir erledigen müssen.

Der Kalender ist voll.

Die Aufgaben sind klar.

Wir funktionieren.

Und trotzdem fehlt etwas.

Eine Richtung.

Eine Vorstellung davon, wofür das alles eigentlich geschieht.

Genau dort beginnt der Wert einer Vision.

Eine gute Vision beschreibt mehr als ein Ziel.

Sie gibt eine Antwort auf die Frage:

Welche Zukunft möchte ich mitgestalten?

Das kann beruflich sein.

Persönlich.

Unternehmerisch.

Gesellschaftlich.

Und es muss keineswegs spektakulär klingen.

Entscheidend ist etwas anderes:

Die Vorstellung muss bedeutsam genug sein, dass sie Orientierung für Entscheidungen gibt.

 

 

 

Was ist eine Vision?

 

Ein Ziel beschreibt häufig einen konkreten Zustand.

„Ich möchte diese Position erreichen.“

„Ich möchte mein Unternehmen entwickeln.“

„Ich möchte dieses Projekt abschließen.“

Eine Vision geht einen Schritt weiter.

Sie beschreibt ein erstrebenswertes Zukunftsbild.

Wie soll etwas einmal sein?

Was soll dadurch möglich werden?

Welche Wirkung möchte ich erzeugen?

Wozu lohnt sich der Aufwand?

Eine Vision beantwortet deshalb weniger:

Was möchte ich erreichen?

Und stärker:

Wofür möchte ich mich einsetzen?

 

 

 

Ein gutes Wozu verändert das Wie

 

Viele Entscheidungen werden leichter, sobald das Wozu klarer ist.

Welche Projekte verdienen Zeit?

Welche Angebote passen?

Welche Aufgaben dürfen wegfallen?

Mit welchen Menschen möchte ich zusammenarbeiten?

Welche Fähigkeiten möchte ich entwickeln?

Welche Kompromisse sind sinnvoll?

Und welche würden mich zu weit vom eigentlichen Weg entfernen?

Ohne ein übergeordnetes Bild konkurrieren viele einzelne Ziele miteinander.

Mit einem klaren Wozu entsteht eher ein Maßstab.

Eine Vision nimmt dir Entscheidungen keineswegs ab. Sie hilft dir, sie einzuordnen.

 

 

 

Große Vision oder bescheidene Richtung?

 

Visionen werden gerne groß formuliert.

Die Welt verändern.

Eine Branche revolutionieren.

Etwas Außergewöhnliches schaffen.

Das kann inspirierend sein.

Es kann genauso gut vom Wesentlichen ablenken.

Eine Vision muss weder gigantisch noch öffentlich beeindruckend sein.

Vielleicht lautet sie:

Ich möchte Arbeit schaffen, auf die ich stolz sein kann.

Ich möchte Menschen dabei unterstützen, klarer zu entscheiden.

Ich möchte ein Unternehmen führen, in dem Leistung und Würde zusammenpassen.

Ich möchte mein Leben so gestalten, dass Beziehungen, Freiheit und sinnvolle Arbeit ausreichend Raum bekommen.

Das kann vollkommen ausreichen.

Eine gute Vision braucht Größe in der Bedeutung – nicht zwingend Größe in der Inszenierung.

 

 

 

Visionen sind keine Prognosen

 

Ein wichtiger Unterschied:

Eine Vision sagt keineswegs voraus, was geschehen wird.

Sie beschreibt, was du für erstrebenswert hältst.

Prognose:

„So wird die Zukunft wahrscheinlich aussehen.“

Vision:

„So möchte ich, dass Zukunft aussieht – und dafür möchte ich etwas beitragen.“

Das ist ein großer Unterschied.

Wer beide Dinge verwechselt, kann eine Vision schnell für unrealistisch halten.

Dabei darf eine Vision durchaus über den aktuellen Zustand hinausweisen.

Sie muss allerdings genügend Wirklichkeitskontakt besitzen, damit daraus Handeln entstehen kann.

 

 

 

Zwischen Luftschloss und Status quo

 

Es gibt zwei bequeme Extreme.

Das eine lautet:

„Sei realistisch.“

Und meint eigentlich:

Bleib möglichst nah an dem, was ohnehin schon existiert.

Das andere lautet:

„Träume groß.“

Und lässt offen, wie daraus jemals Realität werden soll.

Beides greift zu kurz.

Gute Zukunftsgestaltung braucht mindestens drei Perspektiven:

den Visionär,

der fragt:

Was wäre erstrebenswert?

den Realisten,

der fragt:

Wie könnte das funktionieren?

und

den Kritiker,

der fragt:

Was übersehen wir?

Diese drei Perspektiven gehören zusammen.

Eine Vision ohne Realismus bleibt leicht Wunschdenken.

Realismus ohne Vision verwaltet vor allem das Bestehende.

Kritik ohne Gestaltung erkennt hervorragend, warum etwas schwierig ist.

 

 

 

Die Visionär-Realist-Kritiker-Frage

 

Wenn du eine Idee prüfen möchtest, kannst du bewusst zwischen drei Rollen wechseln.

 

Der Visionär

Was wäre möglich, wenn wir großzügiger denken?

Was wäre wirklich erstrebenswert?

Welche Lösung würde mich begeistern?

 

Der Realist

Was müsste konkret geschehen?

Welche Ressourcen brauche ich?

Wer könnte beitragen?

Was wäre ein sinnvoller erster Schritt?

 

Der Kritiker

Welche Risiken übersehe ich?

Welche Annahmen könnten falsch sein?

Wo könnte das Vorhaben scheitern?

Diese Rollen bekämpfen einander keineswegs.

Sie verbessern gemeinsam die Qualität einer Idee.

 

 

 

Eine Vision muss Entscheidungen aushalten

 

Viele Zukunftsbilder fühlen sich gut an, solange sie abstrakt bleiben.

Interessant wird es, wenn sie Konsequenzen haben.

Wenn du sagst:

„Freiheit ist mir wichtig.“

Was bedeutet das für deine Arbeit?

Für deine Verpflichtungen?

Für Einkommen?

Für Status?

Für Entscheidungen?

Wenn du sagst:

„Ich möchte etwas Sinnvolles beitragen.“

Welche Projekte passen dann weniger?

Eine Vision wird erst dann wirklich relevant, wenn sie Entscheidungen beeinflusst.

Was kostet mich diese Vision?

ist deshalb eine ebenso wichtige Frage wie:

Was verspricht sie mir?

 

 

 

Vorsicht vor geliehenen Visionen

 

Manche Ziele sehen beeindruckend aus, weil sie gesellschaftlich anerkannt sind.

Mehr Umsatz.

Mehr Reichweite.

Mehr Status.

Mehr Verantwortung.

Mehr Wachstum.

Mehr Sichtbarkeit.

Vielleicht passt das.

Vielleicht hast du jedoch eine Vorstellung übernommen, die vor allem anderen Menschen einleuchtet.

Dann kann Erfolg erstaunlich leer wirken.

Deshalb lohnt sich die Frage:

Würde ich diese Zukunft auch wollen, wenn niemand davon beeindruckt wäre?

Das ist ein guter Test.

 

 

 

Die Vision hinter dem Ziel

 

Wenn ein Ziel sehr wichtig erscheint, frage:

Und wenn ich das erreicht habe – was soll dadurch möglich werden?

Du möchtest eine höhere Position.

Wozu?

Mehr Einfluss?

Mehr Gestaltung?

Mehr Einkommen?

Anerkennung?

Du möchtest selbstständig arbeiten.

Wozu?

Freiheit?

Verantwortung?

Kreativität?

Du möchtest deine Reichweite vergrößern.

Wozu?

Mehr Menschen erreichen?

Mehr Wirkung?

Mehr wirtschaftlichen Spielraum?

Je häufiger du nach dem Wozu fragst, desto eher gelangst du von einem äußeren Ziel zu dem, was dir tatsächlich wichtig ist.

 

 

 

Visionen brauchen Werte

 

Eine Vision, die gegen zentrale eigene Werte arbeitet, trägt selten lange.

Deshalb lohnt sich die Verbindung:

Was möchte ich gestalten?

und

Wie möchte ich dabei sein?

Vielleicht möchtest du erfolgreich sein.

Und zugleich integer.

Wirksam.

Und frei.

Ambitioniert.

Und menschlich.

Eine gute Zukunft darf mehrere Werte gleichzeitig berücksichtigen.

Natürlich entstehen Zielkonflikte.

Gerade deshalb helfen Werte als Entscheidungsmaßstab.

 

 

 

Eine Vision darf sich verändern

 

Menschen entwickeln sich.

Lebensphasen verändern sich.

Erfahrungen verändern Prioritäten.

Was mit dreißig verlockend wirkte, kann mit fünfzig an Bedeutung verlieren.

Das ist keineswegs ein Scheitern früherer Pläne.

Eine Vision darf wachsen.

Sie darf konkreter werden.

Kleiner.

Größer.

Oder vollkommen neu.

Die entscheidende Frage lautet:

Ist dieses Zukunftsbild heute noch meines?

Nicht:

„Habe ich es mir irgendwann einmal vorgenommen?“

 

 

 

Vorsicht vor Beharrlichkeit um jeden Preis

 

Durchhaltevermögen wird häufig gefeiert.

Zu Recht.

Viele wertvolle Vorhaben brauchen Geduld.

Doch Beharrlichkeit besitzt nur dann Wert, wenn das Ziel weiterhin sinnvoll ist.

Manchmal verändert sich die Lage.

Neue Informationen tauchen auf.

Ein Weg erweist sich als ungeeignet.

Dann kann Kurskorrektur klüger sein als heroisches Durchhalten.

Eine gute Vision gibt Richtung.

Sie verpflichtet dich nicht zu jedem einmal gewählten Weg.

 

 

 

Vom Zukunftsbild zum nächsten Schritt

 

Eine Vision entfaltet wenig Wirkung, wenn sie ausschließlich inspirierend klingt.

Deshalb braucht sie Übersetzung.

Frag:

Was müsste in den kommenden zwölf Monaten geschehen?

Was in den nächsten drei Monaten?

Was diese Woche?

Und:

Was ist der nächste Schritt, der meiner gewünschten Zukunft tatsächlich näherkommt?

Vielleicht ist er erstaunlich unspektakulär.

Ein Gespräch.

Eine Entscheidung.

Eine Absage.

Eine Recherche.

Ein Entwurf.

Eine Stunde konzentrierte Arbeit.

Visionen leben von solchen Schritten.

 

 

 

Der Unterschied zwischen Bewegung und Fortschritt

 

Du kannst ausgesprochen beschäftigt sein und dich trotzdem kaum in Richtung deiner gewünschten Zukunft bewegen.

Deshalb lohnt sich regelmäßig die Frage:

Was von dem, was ich gerade tue, dient tatsächlich meiner Richtung?

Manche Aufgaben sind erforderlich.

Andere haben sich angesammelt.

Einige fühlen sich produktiv an, verhindern jedoch wichtigere Entscheidungen.

Eine Vision hilft, Aktivität und Fortschritt auseinanderzuhalten.

 

 

 

Mitstreiter und Resonanz

 

Manche Vorhaben lassen sich allein beginnen.

Viele größere Ideen brauchen irgendwann andere Menschen.

Menschen bringen:

Kompetenzen.

Perspektiven.

Energie.

Kontakte.

Widerspruch.

Erfahrung.

Und manchmal genau die Fähigkeiten, die dir selbst fehlen.

Deshalb gehört zu einer starken Vision auch die Fähigkeit, sie so zu erklären, dass andere erkennen können:

Was soll entstehen?

Warum ist es wichtig?

Welche Rolle könnten sie dabei spielen?

Menschen schließen sich selten dauerhaft einer bloßen Aufgabe an.

Sie verbinden sich eher mit einer Bedeutung, die sie nachvollziehen können.

 

 

 

Eine Vision muss auch Widerspruch vertragen

 

Begeisterung ist wertvoll.

Doch Begeisterung kann blind machen.

Deshalb solltest du Menschen in der Nähe haben, die fragen:

Was spricht dagegen?

Was übersehen wir?

Welche unbequeme Information passt gerade schlecht zu unserer Geschichte?

Eine Idee wird keineswegs kleiner, weil sie geprüft wird.

Wenn sie trägt, wird sie stärker.

Und falls sie sich verändert, war die Prüfung ebenfalls wertvoll.

 

 

 

Visionen und Realität gehören zusammen

 

Eine tragfähige Vision bewegt sich zwischen zwei Kräften.

Sie ist weit genug entfernt, um Entwicklung anzuregen.

Und nah genug an der Realität, dass Entscheidungen möglich werden.

Zu wenig Abstand:

Du verwaltest vor allem den Status quo.

Zu viel Abstand:

Der Weg verliert jede Kontur.

Die Kunst liegt dazwischen.

Eine gute Vision zieht nach vorn und gibt zugleich dem nächsten Schritt eine Richtung.

 

 

 

Der Zukunfts-Kompass

 

Wenn du deine Zukunftspläne prüfen möchtest, helfen sieben Fragen.

 

1. Welche Zukunft wünsche ich mir wirklich?

Losgelöst davon, was besonders beeindruckend klingt.

 

2. Warum ist mir diese Zukunft wichtig?

Welches Wozu steckt dahinter?

 

3. Welche Werte sollen darin sichtbar werden?

Wie möchte ich leben, arbeiten und handeln?

 

4. Was würde diese Zukunft von mir verlangen?

Welche Entscheidungen, Fähigkeiten und Verzichtsmöglichkeiten gehören dazu?

 

5. Was könnte gegen meine Vorstellung sprechen?

Welche Risiken und Annahmen sollte ich prüfen?

 

6. Welche Menschen brauche ich?

Wer ergänzt meine Fähigkeiten, fordert mein Denken heraus oder trägt zum Vorhaben bei?

 

7. Was ist der nächste konkrete Schritt?

Was kann ich tun, statt ausschließlich weiter über die Zukunft nachzudenken?

 

 

 

Wenn du keine große Vision hast

 

Auch das ist vollkommen in Ordnung.

Manchmal ist die Vorstellung einer großen Lebensvision eher belastend als hilfreich.

Dann reicht eine Richtung.

Zum Beispiel:

Mehr von dem.

Weniger von jenem.

Mehr Freiheit.

Mehr Tiefe.

Mehr Gestaltung.

Mehr Zeit für wichtige Menschen.

Weniger Aufgaben, die längst ihren Sinn verloren haben.

Aus einer Richtung können konkrete Entscheidungen entstehen.

Und aus diesen Entscheidungen entwickelt sich manchmal erst später ein klareres Zukunftsbild.

 

 

 

Vision und Selbstführung

 

Vielleicht ist das der wichtigste Zusammenhang.

Eine Vision ist weniger ein schönes Bild von irgendwann.

Sie ist ein Werkzeug für heute.

Sie hilft bei Fragen wie:

Wozu sage ich Ja?

Wozu sage ich Nein?

Welche Schwierigkeit lohnt sich?

Welche Gelegenheit passt?

Was verdient meine Energie?

Und welcher Weg sieht attraktiv aus, führt jedoch in eine Richtung, die ich gar nicht möchte?

Dann wird Vision zu Selbstführung.

 

 

 

Fazit: Eine gute Zukunft beginnt mit einer Richtung

 

Wir brauchen keineswegs alle eine spektakuläre Vision.

Wir profitieren jedoch davon, eine Vorstellung davon zu haben, wohin wir unser Leben, unsere Arbeit oder ein wichtiges Vorhaben entwickeln möchten.

Frag dich:

Welche Zukunft ist für mich wirklich erstrebenswert?

Wozu möchte ich beitragen?

Welche Werte sollen darin erkennbar sein?

Was würde diese Zukunft von mir verlangen?

Welche Annahmen sollte ich prüfen?

Und was ist mein nächster konkreter Schritt?

Denn eine Vision ist besonders wertvoll, wenn sie mehr bewirkt als Begeisterung.

Wenn sie hilft, heute bessere Entscheidungen für morgen zu treffen.

Umfrageergebnis

 

Vision? Eine Vorstellung wohin ich will?

 

 

%

Nein. würde ich gerne haben.

%

Brauche ich nicht!

%

Ja, eine grobe Vorstellung.

%

Habe ich!

Ergebnis einer nichtrepräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 1477)

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

Die Zukunft zeigt sich uns, lange bevor sie eintritt. Rainer Maria Rilke

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 1. September 2026

Unsympathische Körpersprache: 12 Signale, die Distanz schaffen

Unsympathische Körpersprache

12 Signale, die Distanz schaffen
Sich und Ihre Botschaft überzeugend präsentieren, verbal und nonverbal

Unsympathische Körpersprache: Was ungewollt Distanz schafft

 

Du sagst etwas Freundliches.

Und trotzdem entsteht Distanz.

Du bist fachlich kompetent.

Und trotzdem wirkst du auf andere kühl.

Du möchtest souverän erscheinen.

Und kommst möglicherweise dominant an.

Wie kann das passieren?

Ein Grund kann die Körpersprache sein.

Denn Menschen reagieren weniger ausschließlich darauf, was wir sagen.

Sie nehmen gleichzeitig wahr:

Wie schauen wir?

Wie bewegen wir uns?

Wie viel Raum nehmen wir ein?

Wie nah kommen wir?

Wie reagieren wir, während andere sprechen?

Und vor allem:

Passt unser nonverbales Verhalten zu unserer Botschaft?

 

 

 

Kann Körpersprache uns unsympathisch machen?

 

Ja.

Wobei ich mit dem Wort „unsympathisch“ vorsichtig umgehen würde.

Eine einzelne Geste macht einen Menschen kaum unsympathisch.

Menschen interpretieren ein Gesamtbild.

Körpersprache kann beispielsweise den Eindruck vermitteln:

distanziert,

desinteressiert,

angespannt,

arrogant,

dominant,

unsicher,

ungeduldig

oder wenig zugewandt.

Ob dieser Eindruck zutrifft, ist eine andere Frage.

Genau deshalb lohnt sich die Beschäftigung mit Körpersprache.

 

 

 

Körpersprache ist keine Geheimsprache

 

Eine wichtige Klarstellung vorweg:

Es gibt kaum ein zuverlässiges Wörterbuch nach dem Muster:

Arme verschränkt = Ablehnung.

Blick nach links = Lüge.

Berührung der Nase = Unsicherheit.

Zurücklehnen = Desinteresse.

So funktioniert Körpersprache weniger zuverlässig.

Menschen verschränken die Arme, weil ihnen kalt ist.

Weil es bequem ist.

Weil sie nachdenken.

Weil sie angespannt sind.

Oder tatsächlich, weil sie Distanz möchten.

Eine einzelne Geste ist ein Hinweis. Kein Beweis.

Entscheidend sind:

Kontext,

Ausgangsverhalten,

Situation,

Kultur,

Persönlichkeit

und mehrere gleichzeitig auftretende Signale.

 

 

 

Wirkung und Absicht sind zwei verschiedene Dinge

 

Das ist für mich einer der wichtigsten Gedanken beim Thema Körpersprache.

Du kannst etwas vollkommen anders meinen, als es beim Gegenüber ankommt.

Du möchtest konzentriert zuhören.

Dein Gesicht wirkt streng.

Du möchtest souverän auftreten.

Deine Haltung wirkt überlegen.

Du möchtest Zeit zum Nachdenken.

Dein Schweigen wird als Ablehnung interpretiert.

Das bedeutet weniger, dass jemand falsch liegt.

Es bedeutet:

Absicht und Wirkung können auseinanderfallen.

Gute Kommunikation interessiert sich für beides.

 

 

 

12 Formen von Körpersprache, die ungewollt Distanz schaffen können

 

 

1. Fehlende Resonanz

 

Jemand erzählt dir etwas.

Du schaust ruhig.

Sehr ruhig.

Dein Gesicht verändert sich kaum.

Du nickst wenig.

Es gibt kaum sichtbare Reaktion.

Vielleicht hörst du ausgesprochen aufmerksam zu.

Dein Gegenüber erlebt jedoch wenig Resonanz.

Menschen suchen im Gespräch kleine Signale:

„Kommt meine Botschaft an?“

Ein Nicken.

Eine passende Mimik.

Ein kurzer Laut.

Ein veränderter Blick.

Resonanz bedeutet weniger, ständig Zustimmung zu signalisieren.

Sie zeigt:

„Ich bin bei dir.“

 

 

2. Starren

 

Blickkontakt ist wertvoll.

Dauerhafter intensiver Blickkontakt kann unangenehm werden.

Dann fühlt sich Kontakt weniger nach Verbindung und stärker nach Beobachtung an.

Guter Blickkontakt lebt von Natürlichkeit.

Anschauen.

Kurz lösen.

Wieder Kontakt aufnehmen.

Das wirkt häufig angenehmer als der Versuch, möglichst permanent in die Augen zu schauen.

 

 

3. Zu wenig Blickkontakt

 

Auch das andere Extrem kann Distanz erzeugen.

Wer während eines Gesprächs überwiegend:

auf den Bildschirm,

auf Unterlagen,

auf das Smartphone

oder in den Raum schaut,

kann desinteressiert wirken.

Gerade wenn jemand etwas Persönliches oder Wichtiges sagt, besitzt Blickkontakt besondere Bedeutung.

Er signalisiert:

„Du hast gerade meine Aufmerksamkeit.“

 

 

4. Der Blick aufs Smartphone

 

Kaum eine kleine Bewegung kommuniziert so effizient:

„Etwas anderes könnte gerade wichtiger sein als du.“

Vielleicht möchtest du lediglich die Uhrzeit sehen.

Vielleicht erwartest du eine wichtige Nachricht.

Die Wirkung kann trotzdem eine andere sein.

Bei wichtigen Gesprächen lohnt es sich, dem Gegenüber sichtbare Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

5. Augenrollen

 

Augenrollen gehört zu den besonders starken nonverbalen Signalen.

Es kann vermitteln:

Geringschätzung.

Ungeduld.

Spott.

Überlegenheit.

Gerade in Konflikten kann diese kleine Bewegung erheblichen Schaden anrichten.

Wer anderer Meinung ist, darf widersprechen.

Respekt macht den Widerspruch stärker, weniger schwächer.

 

 

6. Ein dauerhaft abgewandter Körper

 

Du sprichst mit jemandem, während dein Oberkörper bereits Richtung Tür zeigt.

Oder du arbeitest weiter am Computer.

Vielleicht willst du Zeit sparen.

Beim Gegenüber kann ankommen:

„Eigentlich möchte ich hier weg.“

Bei einem wichtigen Gespräch lohnt es sich deshalb, sich auch körperlich zuzuwenden.

 

 

7. Zu wenig Abstand

 

Menschen besitzen unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich räumlicher Distanz.

Wer ungefragt sehr nah kommt, kann Grenzen überschreiten.

Das gilt besonders bei:

neuen Kontakten,

Hierarchieunterschieden,

Konflikten

und kulturell unterschiedlichen Erwartungen.

Beobachte die Reaktion des Gegenübers.

Wenn jemand zurückweicht, braucht es selten einen weiteren Schritt nach vorn.

Respekt zeigt sich auch im Raum.

 

 

8. Zu viel Raum einnehmen

 

Breit sitzen.

Gegenstände ausbreiten.

Andere körperlich zurückdrängen.

Sich demonstrativ größer machen.

Das kann Selbstbewusstsein vermitteln.

Es kann ebenso dominant oder rücksichtslos wirken.

Souveränität braucht weniger möglichst viel Raum.

Sie braucht die Freiheit, Raum einzunehmen und anderen ebenfalls Raum zu lassen.

 

 

9. Ungeduld sichtbar machen

 

Mit den Fingern trommeln.

Immer wieder zur Uhr schauen.

Mit dem Fuß wippen.

Bereits Unterlagen zusammenpacken.

Richtung Ausgang schauen.

Ein einzelnes Signal kann viele Ursachen haben.

In Kombination entsteht jedoch schnell eine Botschaft:

„Komm bitte zum Ende.“

Wenn du tatsächlich wenig Zeit hast, ist eine klare verbale Information häufig respektvoller als demonstrative Ungeduld.

 

 

10. Überlegenes Lächeln

 

Lächeln kann Nähe schaffen.

Es kann ebenso herablassend wirken.

Besonders dann, wenn jemand von einem Problem erzählt und die Mimik kaum zur Situation passt.

Entscheidend ist Kongruenz.

Passt dein Gesichtsausdruck zu:

Situation,

Botschaft

und Beziehung?

Menschen reagieren sehr sensibel auf Widersprüche zwischen Worten und Ausdruck.

 

 

11. Körpersprache, die das Gegenüber klein macht

 

Von oben herab sprechen.

Sich über jemanden beugen.

Sehr nah kommen.

Andere durch Gesten unterbrechen.

Den Blick demonstrativ entziehen.

Solche Verhaltensweisen können Hierarchie betonen.

Manchmal entsteht das vollkommen unbewusst.

Gerade Menschen mit viel Status oder Autorität profitieren deshalb von einer wichtigen Frage:

„Wie wirkt mein Verhalten auf jemanden, der in dieser Situation weniger Macht besitzt?“

 

 

12. Fehlende Kongruenz

 

Du sagst:

„Das interessiert mich sehr.“

Und schaust gleichzeitig auf die Uhr.

Du sagst:

„Ich freue mich.“

Dein Gesicht bleibt vollkommen unbewegt.

Du sagst:

„Nehmen Sie sich ruhig Zeit.“

Und rückst gleichzeitig unruhig auf dem Stuhl herum.

Dann konkurrieren verbale und nonverbale Botschaft miteinander.

Menschen werden häufig skeptisch, wenn beides wenig zusammenpasst.

Glaubwürdigkeit entsteht leichter, wenn:

Worte, Stimme und Körper eine ähnliche Geschichte erzählen.

 

 

 

Sind verschränkte Arme unsympathisch?

 

Nein.

Verschränkte Arme sind zunächst:

verschränkte Arme.

Erst der Kontext liefert Hinweise auf mögliche Bedeutung.

Vielleicht friert jemand.

Vielleicht denkt die Person konzentriert nach.

Vielleicht ist diese Haltung bequem.

Vielleicht fühlt sie sich tatsächlich unwohl.

Deshalb halte ich wenig von pauschalen Empfehlungen wie:

„Verschränke niemals die Arme.“

Interessanter ist:

Wie wirkt dein gesamtes Verhalten?

Bleibt dein Gesicht zugewandt?

Hörst du aufmerksam zu?

Wie ist deine Stimme?

Wie reagiert dein Gegenüber?

Körpersprache braucht Kontext.

 

 

 

Macht eine schlechte Körperhaltung unsympathisch?

 

Auch hier lohnt sich Differenzierung.

Eine zusammengesunkene Haltung kann beispielsweise als:

müde,

unsicher,

desinteressiert

oder wenig präsent

interpretiert werden.

Sie kann genauso schlicht bequem sein oder körperliche Gründe haben.

Für die eigene Wirkung ist deshalb weniger entscheidend, irgendeine perfekte Haltung einzunehmen.

Hilfreicher ist:

eine aufrechte, bewegliche und zur Situation passende Haltung.

Präsenz wirkt stärker als Pose.

 

 

 

Was ist mit dem erhobenen Kinn?

 

Ein deutlich angehobenes Kinn kann in bestimmten Situationen überlegen oder distanziert wirken.

Doch auch hier gilt:

Keine einzelne Kopfposition besitzt eine universelle Bedeutung.

Statt künstlich das Kinn zu senken, lohnt sich eine natürlich aufgerichtete Haltung.

Du möchtest deinem Gegenüber auf Augenhöhe begegnen?

Dann darf dein Körper genau das ausdrücken.

 

 

 

Körpersprache und Macht

 

Je größer der Statusunterschied, desto wichtiger wird Körpersprache.

Eine Führungskraft sagt:

„Ihre Meinung interessiert mich.“

Gleichzeitig sitzt sie hinter einem großen Schreibtisch, arbeitet am Bildschirm weiter und schaut kaum auf.

Die Worte laden ein.

Die Situation signalisiert Distanz.

Wer Verantwortung trägt, sollte deshalb gelegentlich prüfen:

„Welche Wirkung erzeugt meine Rolle bereits – und was füge ich durch meine Körpersprache hinzu?“

Manchmal braucht Souveränität sogar weniger Statussignale.

 

 

 

Körpersprache in Konflikten

 

Unter Stress verändert sich Körpersprache.

Muskeln spannen sich an.

Bewegungen werden schneller oder starrer.

Der Blick verändert sich.

Die Stimme wird höher, härter oder lauter.

Wir lehnen uns vor.

Oder ziehen uns zurück.

Das geschieht häufig automatisch.

Deshalb hilft in schwierigen Gesprächen weniger die Anweisung:

„Achte auf deine Körpersprache.“

Hilfreicher ist zunächst:

Achte auf deinen Zustand.

Denn Körpersprache entsteht wesentlich aus ihm.

 

 

 

Erst Zustand, dann Körpersprache

 

Wer angespannt ist und versucht, gleichzeitig vollkommen locker auszusehen, hat eine anspruchsvolle Aufgabe.

Deshalb arbeite ich lieber von innen nach außen.

Wie stehst oder sitzt du gerade?

Wie atmest du?

Wo hältst du unnötige Spannung?

Wie schnell sprichst du?

Kannst du dein Gegenüber noch wirklich wahrnehmen?

Schon kleine Veränderungen können helfen.

Ausatmen.

Schultern beweglicher werden lassen.

Boden unter den Füßen wahrnehmen.

Tempo reduzieren.

Aufmerksamkeit wieder zum Gegenüber bringen.

Dann verändert sich häufig auch die Körpersprache.

 

 

 

Sympathie lässt sich weniger herstellen als erleichtern

 

Es gibt viele Tipps, wie Menschen angeblich sofort sympathischer wirken.

Lächeln.

Offene Hände.

Blickkontakt.

Spiegeln.

Bestimmte Körperhaltung.

Solche Hinweise können nützlich sein.

Wer sie mechanisch anwendet, wirkt allerdings schnell künstlich.

Deshalb bevorzuge ich einen anderen Ansatz:

Schaffe Bedingungen, unter denen echte Zugewandtheit sichtbar werden kann.

Sei präsent.

Sei interessiert.

Lass dem anderen Raum.

Höre zu.

Zeige Resonanz.

Dann entsteht vieles, was wir als positive Körpersprache bezeichnen, von selbst.

 

 

 

Körpersprache lesen: Vorsicht vor schnellen Urteilen

 

Dieses Thema hat zwei Seiten.

Wir senden Körpersprache.

Und wir interpretieren die Körpersprache anderer.

Dabei entstehen schnell Fehlschlüsse.

„Sie verschränkt die Arme. Sie lehnt meine Idee ab.“

„Er schaut weg. Er lügt.“

„Sie lächelt kaum. Sie mag mich nicht.“

Vielleicht.

Vielleicht auch vollkommen anders.

Eine bessere Haltung lautet:

Beobachtung zuerst. Interpretation danach.

Und wenn es wichtig ist:

nachfragen.

Das schützt vor unnötigen Missverständnissen.

 

 

 

Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung

 

Wir erleben unsere eigene Körpersprache von innen.

Andere erleben sie von außen.

Deshalb unterscheiden sich Selbst- und Fremdwahrnehmung häufig.

Du empfindest dich als:

konzentriert.

Andere erleben dich als:

streng.

Du möchtest kompetent wirken.

Andere erleben dich als:

distanziert.

Du möchtest entschlossen sein.

Andere erleben dich als:

dominant.

Das lässt sich kaum vollständig vermeiden.

Doch es lässt sich untersuchen.

 

 

 

Die entscheidende Frage lautet weniger: „Wie wirke ich sympathisch?“

 

Diese Frage führt leicht zur Selbstinszenierung.

Ich finde eine andere stärker:

„Welche Bedingungen möchte ich für dieses Gespräch schaffen?“

Vertrauen?

Klarheit?

Augenhöhe?

Ruhe?

Offenheit?

Entschlossenheit?

Dann kannst du prüfen:

Unterstützt meine Körpersprache diese Wirkung?

Damit wird Körpersprache vom Trick zum Bestandteil bewusster Kommunikation.

 

 

 

Der Präsenz-Kompass

 

Vor einem wichtigen Gespräch, einer Präsentation oder einem öffentlichen Auftritt helfen fünf Fragen.

 

1. Zustand

Wie bin ich gerade da?

Ruhig?

Gehetzt?

Angespannt?

Konzentriert?

 

2. Aufmerksamkeit

Bin ich wirklich beim Gegenüber?

Oder hauptsächlich bei mir selbst?

 

3. Raum

Wie gehe ich mit Nähe, Distanz und Raum um?

Gibt es genügend Platz für beide Seiten?

 

4. Resonanz

Ist sichtbar, dass ich zuhöre und reagiere?

Passt meine nonverbale Reaktion zur Situation?

 

5. Kongruenz

Erzählen Worte, Stimme und Körper dieselbe Geschichte?

Je besser diese Ebenen zusammenpassen, desto leichter entsteht Glaubwürdigkeit.

 

 

 

Körpersprache in Präsentationen und wichtigen Gesprächen

 

Gerade wenn viel auf dem Spiel steht, richtet sich die Aufmerksamkeit häufig stark auf den eigenen Auftritt.

„Wie stehe ich?“

„Was mache ich mit meinen Händen?“

„Wie schaue ich?“

Das kann paradoxerweise steif machen.

Eine stärkere Orientierung lautet:

Was möchte ich hier ermöglichen?

Was soll mein Gegenüber verstehen?

Welche Beziehung möchte ich herstellen?

Welche Haltung möchte ich verkörpern?

Dann bekommt Körpersprache einen Zweck.

Sie unterstützt die Botschaft.

 

 

 

Souveränität ist mehr als selbstbewusst aussehen

 

Manche Körpersprachetipps zielen darauf, möglichst mächtig oder selbstbewusst zu wirken.

Breiter stehen.

Mehr Raum einnehmen.

Blick halten.

Große Gesten.

Das kann in bestimmten Situationen funktionieren.

Doch Souveränität ist etwas anderes.

Ein souveräner Mensch kann:

Raum einnehmen.

Raum geben.

Blickkontakt halten.

Blickkontakt lösen.

Klar widersprechen.

Aufmerksam zuhören.

Stärke zeigen.

Und sich trotzdem zugewandt verhalten.

Souveränität braucht weniger Dominanz als innere Beweglichkeit.

 

 

 

Wenn Körpersprache Beziehungen verbessert

 

Vielleicht ist das der wertvollste Perspektivwechsel:

Körpersprache dient weniger dazu, Menschen zu beeindrucken.

Sie kann dabei helfen, Begegnung zu erleichtern.

Ich bin da.

Ich höre dich.

Ich nehme dich ernst.

Ich kenne meinen Standpunkt.

Du darfst deinen ebenfalls haben.

Diese Haltung lässt sich schwer künstlich imitieren.

Und genau deshalb wirkt sie.

 

 

 

Individuelles Sparring für Präsenz und Wirkung

 

Gerade bei wichtigen Gesprächen, Präsentationen und öffentlichen Auftritten lohnt sich ein realistischer Blick auf die eigene Wirkung.

Wie erlebst du dich selbst?

Wie erleben dich andere?

Welche deiner nonverbalen Signale unterstützen deine Botschaft?

Wo entsteht unbeabsichtigt Distanz?

Wie verändert sich deine Körpersprache unter Druck?

Und wie kannst du präsent und souverän bleiben, ohne eine Rolle zu spielen?

Im individuellen Sparring können wir genau damit arbeiten.

Weniger mit einstudierten Gesten.

Mehr mit:

Wahrnehmung.

Zustand.

Präsenz.

Kongruenz.

Und bewusster Wirkung.

Denn überzeugende Körpersprache beginnt weniger bei den Händen.

Sie beginnt bei der Haltung, mit der du anderen Menschen begegnest.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Paul Watzlawick

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

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Antworten auf häufige Fragen

Was macht Menschen unsympathisch?

Die meisten Menschen sind abgeneigt gegenüber Menschen, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit streben. Um Menschen für sich zu gewinnen, hilft es, freundlich und rücksichtsvoll zu sein. Wenn Sie freundlich, selbstbewusst und prägnant sprechen, sind die Menschen viel aufmerksamer und zugänglicher als wenn versucht wird, ihnen zu zeigen, dass wir wichtiger als sie sind.

Was sind die Anzeichen für negative Körpersprache?

Beispiele für negative Körpersprache sind:

  • Schlechte Körperhaltung oder Nachlässigkeit
    Nimmt die Person, mit der Sie kommunizieren, eine geduckte Haltung ein oder ist angespannt, wird das beispielsweise als ein Zeichen dafür interpretiert, dass sie desinteressiert oder abgelenkt ist.
  • Vermeidung von Augenkontakt.
  • Starren
  • Verschränkte Arme oder Gegenstände vor dem Körper
  • Unruhige Bewegungen
  • Negativer Gesichtsausdruck

Welche Körpersprache gilt als unhöflich?

Folgendes Verhalten gilt beispielsweise als unhöflich: Heben wir unser Kinn über die neutrale waagerechte Ebene hinaus, können wir damit den Eindruck erwecken, dass wir aggressiv sind und die Führung übernehmen wollen oder dass wir unseren Mitmenschen gegenüber respektlos sind. Wenn Sie vermeiden wollen, jemandem zu drohen, solltest du die Augen senken und den Kopf nach unten halten. Die gegenteilige Bewegung vermittelt eine Bedrohung oder den Versuch der Dominanz.

Was ist defensive Körpersprache?

Negative Körpersprache wird oft als defensive Körpersprache bezeichnet. Dies ist der Fall, wenn Bewegungen und Gesten vermitteln, dass Sie unsicher, verschlossen, unnahbar, feindselig oder desinteressiert sind.

Was ist aggressive Körperhaltung?

Als aggressive Körperhaltung wird eine drohende Haltung empfunden, bei der beispielsweise die Füße auseinander stehen und Hände in die Hüften gestemmt werden. Diese Haltung lässt Menschen größer und damit bedrohlicher erscheinen. Menschen, die diese Haltung einnehmen, wollen ihre Dominanz demonstrieren. Ihr Brustkorb und ihre Kehle sind angreifbar und sie wissen es, doch sie sind bereit für die Herausforderung.

Was ist passiv-aggressive Körpersprache?

Die meisten Menschen, die passiv-aggressives Verhalten an den Tag legen, versuchen, unschuldig und gutmütig zu wirken, während sie Sie angreifen. Sie haben die Absicht, gemein zu sein oder Sie zu verletzen, doch sie geben das nicht zu. Deshalb kommt es häufiger zu Inkongruenzen von verbalen und nonverbalen Botschaften.

Passive Aggression ist eine ungesunde Art, Ärger auszudrücken. Zu den typischen Taktiken passiv-aggressiver Menschen gehören Sarkasmus, bissige Witze, Zusagen, die dann in letzter Minute wieder zurückgenommen werden, Schmollen, Ewigkeiten brauchen, um eine einfache Aufgabe zu erledigen, absichtlich Fehler machen oder Dinge „aus Versehen“ kaputt machen.

P.S.​

 

Wie steht es mit Fragen oder Kommentaren dazu?

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2015
Überarbeitung: 29. Juli 2019
AN: #45415
K:
Ü:

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

22+ Tipps für gesundes Selbstvertrauen

Wenn Sie sich nicht vertrauen, weshalb sollten es dann andere Menschen tun?
Selbstvertrauen

Gesundes Selbstvertrauen

 

Echtes Selbstvertrauen kommt von innen, ist auch dann verfügbar, wenn es darauf ankommt. Fördern Sie den Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen, für mehr Selbstsicherheit und mehr Durchsetzungsvermögen.

Video

Selbstvertrauen steigern – wie du lernst, dir selbst zu glauben

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Definition Selbstvertrauen

 

Selbstvertrauen bedeutet: Sich-selbst-vertrauen. Bewusstsein, Sicherheit, Überzeugung im Hinblick auf die eigene Person. Vertrauen in die eigenen Kräfte, Fähigkeiten.

 

Unterschieden werden kann zwischen:

  • förderliches (gesundes) oder nachteiliges (ungesundes) Selbstvertrauen
  • hohes oder niedriges Selbstvertrauen
  • berechtigtes und unberechtigtes Selbstvertrauen

 

 

 

Wieso ich von GESUNDEM Selbstvertrauen schreibe?

 

Es gibt ja leider durchaus zahlreiche Fälle, in denen Menschen ein Selbstvertrauen an den Tag legen, das unangemessen ist. Solche Blender können schon recht nachteilig für das Umfeld sein und eine Korrektur beziehungsweise eine berechtigte Basis für das Selbstvertrauen ist wünschenswert.

Narzissten wirken beispielsweise auf viele Beobachter im ersten Moment als wären sie voller Selbstvertrauen, obwohl das tatsächlich nicht der Fall ist. Gerade deren Unsicherheit fördert ihr Verhalten. Andere Menschen legen sich eine Maske zu, tun so einiges an der Oberfläche oder mithilfe ungesunder Substanzen oder anderer Tricks.

 

 

 

Wozu soll Selbstvertrauen gut sein?

 

Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen, meinte Mark Twain. Wie auch immer er das gemeint haben sollte; wirksames Selbstvertrauen sitzt tief und erfordert meiner Meinung nach keine Ignoranz. Im Gegenteil!

Wer Selbstvertrauen hat, schaut genauer hin, anstatt sich und anderen Menschen etwas vorzumachen. Wer Selbstvertrauen hat, geht die Dinge an und schaut auf die Lösungen.

 

 

 

Wie zeigt sich gesundes Selbstvertrauen?

 

Gesundes Selbstvertrauen zeigt sich in besseren Entscheidungen. Von außen zeigt es sich in einer entsprechenden Körpersprache mit Gestik, Mimik und Körperhaltung. Ausgeprägtes Selbstvertrauen wird mit einer aufrechten und offenen Körperhaltung sowie sicherem Blickkontakt verbunden.

Geringes Selbstvertrauen kann Wahrnehmung, Denken und Handeln einschränken. Personen mit geringem Selbstvertrauen wirken meist ängstlicher, unsicherer und gehemmter in Beziehungen. Das schränkt deren Leben ein. Menschen mit Selbstvertrauen kommunizieren klarer, weil sie wissen, wer sie sind, was sie wollen und dass sie es dürfen.

 

 

 

Sind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein identisch?

 

Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden oft wie Synonyme verwendet. Genaugenommen haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen. Im Grunde ist Selbstvertrauen ein Aspekt von Selbstbewusstsein. Selbstbewusste Menschen kennen ihre Möglichkeiten und wissen, was sie sich zutrauen können.

Hindernisse und Ursachen bei mangelndem Selbstvertrauen

 

Wesentliche Hindernisse der Selbstentfaltung und somit Ursachen für mangelndes Selbstvertrauen sind Ängste, die Angst vor Ablehnung und die Angst vor Versagen. Vieles hat seine Ursachen in der Kindheit. Als Folge wird das Leben fremdbestimmter gelebt und Selbstvertrauen nur sehr schwer erworben. Da helfen auch die Maskierungen nichts, die sich manche Menschen im Laufe der Zeit erworben haben.

22+ Tipps: Wege zu gesundem Selbstvertrauen

 

Die Seele aller gelingenden Tätigkeit ist doch das tiefe Selbstvertrauen.

Wilhelm von Humboldt

 

 

 

1. Raus aus der Opferhaltung, hinein ins Gestalten

 

Ein wesentlicher Schlüssel zu gesundem Selbstvertrauen ist die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich in der Opferhaltung gefangen fühlt, macht sich selbst kleiner.

 

 

 

2. Lernbereitschaft statt Perfektionismus

 

Lernbereitschaft ist deutlich förderlicher, als krampfhafter Perfektionismus. Wer meint, ständig anderen Menschen oder sich selbst etwas unbedingt beweisen zu müssen, macht sich das Leben schwer.

Wer neugierig und lernbereit ans Werk geht, darf auch mal Umwege machen.

 

 

 

3. Sport

 

Fehlende Bewegung macht körperlich und geistig träger und träger. Bewegung und Sport, die Vergnügen bereiten, wirken sich positiv auf das Selbstvertrauen aus. Und damit sind jetzt keine mit Anabolika beschleunigten Muskelaufbauaktionen gemeint. Ein gutes Körpergefühl ist schon spürbare Belohnung. Mehr Bewegung führt zu mehr Energie und Lebenslust, die Säfte kommen ins Fließen.

 

 

 

4. Bildung

 

Mitreden zu können, wenn es an der Zeit ist, stärkt das Selbstvertrauen.

 

 

 

5. Erfüllung

 

Ein erfülltes Leben macht nicht nur Freude, es formt auch den Charakter, die Persönlichkeit. Wer bewusst lebt und gestaltet, vertraut sich selbst mehr und mehr.

 

 

 

6. Haltung

 

Kopf hoch, Brust raus, gerade Rücken, Blick nach vorne. Aufrecht und doch beweglich, registriert das Gehirn; wir sind standhaft und kraftvoll. Die Körpersprache ist nicht nur Ausdruck des Innenlebens, sie wirkt auch andersherum. Das Seelenleben drückt sich in der Körpersprache aus. Die Seele hat Einfluss auf die Haltung, doch das gilt auch andersherum. Gehen und stehen Sie aufrecht, blicken ihrem Gegenüber in die Augen und bewegen Sie sich ruhig und gelassen.

 

Zur Orientierung:

  • Stehen oder sitzen Sie aufrecht.
  • Stehen Sie etwa schulterbreit und nehmen Sie einen festen Stand ein.
  • Nehmen Sie eine offene Körperhaltung ein.
  • Lassen Sie die Hände locker neben dem Körper hängen, wenn Sie nicht gestikulieren. Im Sitzen können Sie die Arme locker auf den Armlehnen ablegen.
  • Gehen Sie zügig und mit festen Schritten.

 

 

 

7. Überzeugungen

 

„Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.“ meinte Seneca. Auch Selbstvertrauen verträgt Pflege. Vor allem unbewusste Überzeugungen und Glaubenssätze nagen gerne in der Tiefe am Selbstvertrauen und nähren Zweifel. Selbst hartnäckige und schon lang anhaftende negative Glaubenssätze lassen sich schnell und gezielt auflösen.

Wir Menschen sind voller Überzeugungen und Glaubenssätze, die unsere Wahrnehmung, Denken und Verhalten beeinflussen. Einschränkende Überzeugungen lassen sich verändern, konstruktive fördern. Weshalb sollten wir das dem Zufall überlassen und Missverständnisse belassen?

 

 

 

8. Den Stärken widmen

 

Es lohnt sich, die eigenen Talente und Stärken erkunden, anstatt auf vermeintliche Schwächen zu starren. Das fördert das Selbstbewusstsein, also das Wissen um die persönlichen Eigenarten und das stärkt das Selbstvertrauen.

Machen Sie sich vertraut: Erfahren Sie mehr über sich und Ihre Wirkung. Wenn Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind, können Sie sich selbst vertrauen und Vertrauen in Ihre eigenen Fähigkeiten und Talente aufbauen. Selbstvertrauen hängt ganz eng mit unserem Selbstwert zusammen. Selbstwert ist der Wert, den wir uns selber zuschreiben.

 

 

 

9. Mentales Training, Coaching, Therapie

 

Räumen Sie Ihr Oberstübchen auf. Legen Sie, gegebenenfalls mit Unterstützung in Form von Coaching oder Therapie, Altlasten ab. Arbeiten Sie an Überzeugungen und Glaubenssätzen.

Mentaltraining kann in vielerlei Hinsicht bei der Förderung eines gesunden Selbstvertrauens unterstützen.

 

 

 

10. Vergleiche lassen

 

Sich an Beispielen zu orientieren kann inspirierend sein, doch Vergleiche machen leicht unzufrieden. Es werden dann eigene Stärken übersehen. Anstatt sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, empfiehlt es sich, die eigene Einzigartigkeit zu genießen. Eine gute Übung, um das zu pflegen, ist es, die Einzigartigkeit und Vielfalt bei den Mitmenschen genauer zu betrachten und zu würdigen.

 

 

 

11. Selbstakzeptanz

 

Ja, auch Selbstakzeptanz ist keine Selbstverständlichkeit. Die wenigsten Menschen erreichen einen vollständigen Abgleich von Fremd- und Selbstbild, doch an einigen Stellen ist das recht hilfreich. Je nach Thema können hier Therapeuten oder Coaches unterstützen.

 

 

 

12. Achtsamkeit

 

Achtsamkeit ist mehr als eine Modeerscheinung. Im Hier-und-Jetzt zu sein, hält uns auch im Kontakt mit unseren Möglichkeiten. Wer präsent ist, entfaltet mehr Wirkung, bekommt die entsprechenden ermunternden Rückmeldungen und fühlt sich berechtigterweise sicherer.

Achtsamkeit hilft dabei das Grübeln zu beenden, nehmen Sie lieber die Realität bewusst wahr. Gönnen Sie sich immer wieder einmal ein paar Minuten Ruhe und spüren Sie in sich hinein, wie es Ihnen wirklich geht. Ob Sie es Meditation oder Achtsamkeit ist sekundär.

 

 

 

13. Versagensängste und Co.

 

Mit Unterstützung lassen sich auch tief sitzende Ängste lösen. Ängste halten uns von so vielen wichtigen und schönen Schritten ab.

 

 

 

14. Rückmeldungen

 

Ehrliches und gar brauchbares Feedback zu bekommen, ist eine Seltenheit. Doch es hilft sehr konstruktives Feedback zu erhalten.

 

 

 

15. Visualisierungen

 

Nicht jeder Mensch verfügt über ein positives Selbstbild oder förderliche Zukunftserwartungen. Das kann dann schon mal im Weg stehen oder zumindest bremsen. Wie genau ist es, wenn es so ist, wie Sie es sich wünschen? Visualisierungen können sehr einflussreich sein. Gerade bei anspruchsvollen Zielen und einem einschränkenden Selbstbild lohnt sich das sehr.

 

 

 

16. Selbstliebe

 

Da fühlt man sich jung, dynamisch, gutaussehend. Und dann steht da dieser Scheiß-Spiegel.

 

Sich selbst anzunehmen und sich zu lieben, fällt vielen Menschen nicht leicht. Doch das ist so wesentlich, um das Leben wahrlich erfüllend zu erleben. Schon in der Körpersprache schlägt es sich und die Seele nieder, wenn jemand sich diese Liebe selbst vorenthält.

Lernen Sie sich selbst besser kennen und sich vertrauen. Das ist ein häufiges und lohnenswertes Thema im Coaching, das deutliche positive Unterschiede in vielen Bereichen mit sich bringt.

 

 

 

17. Visionen

 

Wer etwas zu einer lebenswerten Welt beiträgt, tut sich selbst damit einen Gefallen. Menschen wachsen mit ihren Aufgaben. Visionen liefern die Orientierung, den Rahmen.

 

 

 

18. Lächeln

 

Umso tiefer ein Lächeln seinen Ursprung hat, desto mehr richtet es die Seele auf. Das führt dazu, dass wir uns augenblicklich besser fühlen. Das gesamte Gesicht, die Mimik und dann die restliche Körperhaltung verändern sich.

 

 

 

19. Atmung

 

Eine gleichmäßige Atmung wirkt Wunder und lässt sich mit einfachen Atemtechniken fördern.

 

 

 

20. Dankbarkeit

 

Wer übersieht, womit das Leben das eigene Sein schon beschenkt hat, der verzichtet darauf, wichtige Ressourcen zu erkennen und Stolz zu empfinden. Dankbarkeit fühlt sich gut an und setzt konstruktive Kräfte frei.

 

 

 

21. Nein und Ja

 

Es ist hilfreich, zu wissen, was einem selbst guttut. Dann braucht es auch die Fähigkeit, gegebenenfalls Nein zu sagen. Manches Thema verdient es lauter zu werden, zu kämpfen.

 

 

 

22. Schluss mit Bewertungen

 

Mit jeder Bewertung legen wir die Richtung unseres Denkens vor. Selbst harmlos wirkende Verurteilungen setzen uns selbst weitere Grenzen.

Synonyme

Innere Kraft, Moral, Mut, Selbstgewissheit, Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Selbstgefühl, Selbstwertgefühl,Stolz.

Ursprung des Wortes

Das Wort Selbstvertrauen setzt sich aus den Worten „selbst“ und „Vertrauen“ zusammen.

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Wie wollen Narzissten dein Selbstvertrauen zerstören? Verhindere das!

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Wie pflegen Sie Ihr Selbstvertrauen?

Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben. Johann Wolfgang von Goethe

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2018
Überarbeitung: 9. November 2020
Englische Version:
AN: #26219
K: CNB
Ü:

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Steh zu deinen Fehlern

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehst du zu deinen Fehlern?

Wer Verantwortung übernimmt, nimmt auch mehr Einfluss!
13 Tipps für wirksame Entschuldigungen: Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

Verantwortung übernehmen und entschuldigen

 

Halbherzige Ausreden richten Schaden an. Ehrliche Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken. So gelingt es:

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Um Entschuldigung bitten – So machst du es richtig und authentisch

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Weshalb Menschen sich nicht entschuldigen

 

Dass ehrlich gemeinte Entschuldigungen einige Vorteile haben, ist kein Geheimnis und doch geschieht es vergleichsweise selten. Es gibt einige Gründe, weshalb sich Menschen nicht entschuldigen. 

 

 

a. Kognitive Dissonanz

 

Kognitive Dissonanz macht es nicht gerade einfacher sich zu entschuldigen. Wenn das ersehnte Selbstbild sich nicht mit der Realität deckt, fühlt sich das nicht gut an. Entsprechend groß ist das Bestreben schnellstens woanders hinzusehen, als dich dem zu stellen.

 

 

 

b. Scham und Schuldgefühle

 

Ein Sprichwort sagt; es ist immer Hoffnung für Menschen, die sich noch schämen können. Nur, wenn wir etwas vergeigt haben, obwohl wir es irgendwie besser wussten, kann es diese Scham auch erschweren, die betroffene Person darauf anzusprechen, sich zu entschuldigen. Es erscheint einfacher, so zu tun als, ob es nie geschehen wäre.

 

 

 

c. Stolz

 

Besonders Männer empfinden es oft, als sehr schwierig sich angemessen zu entschuldigen. Wer gibt schon gerne Fehler zu? Ein chinesisches Sprichwort sagt: Stolz ruft Unheil heben und Demut lässt die Ernte reifen.

 

 

 

d. Wut

 

Ein Wort führt zum anderen, Emotionen schaukeln sich schnell hoch. Manchmal wird die Wut so übermächtig, dass wir deshalb keine Entschuldigung aussprechen oder uns die Hand reichen. Mit geballter Faust lässt sich kein Händedruck wechseln.

 

 

 

e. Motivation

 

Der wesentlichste Grund dürfte fehlende Motivation sein, sich für eine Beziehung entsprechend einzusetzen.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern?

 

Fehler machen, eine Verpflichtung nicht einhalten, einen Rückruf vergessen, … Auch Dinge, die nicht passieren sollten geschehen mitunter. Das ist nicht schön, doch Irren ist menschlich. So wichtig es ist dafür zu sorgen, dass sie nicht geschehen, so wichtig ist es, dann nicht noch die Augen zu verschließen oder anstatt Öl auf die Wogen sogar noch Benzin aufs Feuer zu gießen.

 

 

 

Verantwortung übernehmen

 

Ganz wichtig: Keine Ausreden!
Immer wieder erlebe ich, dass Leute denken, sie hätten sich entschuldigt – dabei haben sie nur eine Ausrede geliefert.

 

Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, stellen Sie sich der Situation so schnell wie möglich, bringen sie in Ordnung und entschuldigen sich. 
Jetzt können Sie zeigen was für eine Persönlichkeit Sie tatsächlich haben. Aufrichtige Entschuldigung haben Aussicht darauf, akzeptiert und geschätzt zu werden. Es ist Ihre Chance, Integrität zu demonstrieren. Vorausgesetzt, Sie müssen sich nicht für die gleichen Fehler immer und immer wieder entschuldigen.

Uneinsichtige Rechtfertigungen richten leicht Schaden an. Echte Entschuldigungen können hingegen Beziehungen fördern, gegenseitigen Respekt und Vertrauen stärken.

Stehen Sie zu Ihren Fehlern!

Die sechs Schritte einer guten Entschuldigung.

 

Rein mechanisch lassen sich sechs Schritte für eine gute Entschuldigung skizzieren:

 

1. Den Fehler benennen und dein Bedauern ausdrücken
2. Erklären, was falsch gelaufen ist
3. Fehler eingestehen und Verantwortung dafür übernehmen
4. Reue zeigen
5. Wiedergutmachung beziehungsweise Verhaltensänderung anbieten
6. Um Vergebung bitten

 

So weit so nachvollziehbar. Doch es braucht oft etwas mehr, als nur das Abarbeiten einer Checkliste.

18 Tipps für wirksame Entschuldigungen

 

„Es tut dir leid?“

„Es tut mir wirklich, wirklich leid, und ich entschuldige mich vorbehaltlos.“

„Du nimmst es zurück?“

„Das tue ich, ich biete einen kompletten und völligen Widerruf an. Den Beschuldigungen fehlte jegliche faktische Basis, und es hat sich in keinster Weise um einen fairen Kommentar gehandelt, und entsprang somit aus purer Bösartigkeit. Und aufs Tiefste bedauere ich das Unglück welches meine Kommentare bei Ihnen verursacht haben könnten, oder bei Ihrer Familie. Und hiermit versichere ich, dass ich mir nie wieder einen solchen Fehltritt erlauben werde, weder jetzt noch in Zukunft.“

Ein Fisch namens Wanda

 

Stehen Sie zu Ihren Fehlern. Es folgen 15 Tipps für wirksame Entschuldigungen.

 

 

 

1. Aufrichtigkeit

 

Geben Sie lieber keine Entschuldigung ab, als eine unehrliche. Besonders Menschen, die uns kennen, merken recht schnell, ob wir meinen, was wir sagen. Asche aufs Haupt; entweder richtig oder gar nicht! Ich plädiere für richtig.

 

 

 

2. Betriebstemperatur beachten: Zeitnah entschuldigen

 

Guter Wein soll ja mit der Zeit besser werden. Entschuldigungen auf die lange Bank zu schieben, ist jedoch selten eine gute Idee. Das kann bitter enden! Haben Sie einen Fehler begangen oder jemanden verletzt, dann solltest du nicht lange warten. Wenn die Emotionen es erlauben, dann lieber möglichst umgehend auf die Person zugehen und sich entschuldigen.

Achten Sie auf die Betriebstemperatur: Der Empfänger sollte weder völlig erregt und damit auch wegen des Tunnelblicks für eine Entschuldigung nicht ansprechbar sein, noch die Angelegenheit längst abgehakt haben. Im Eifer des Gefechts liegen die Nerven mitunter blank. Das kann zu Reaktionen führen, die nur noch schwer wieder in den Griff zu bekommen sind. Also lieber kein zusätzliches Öl auf das Feuer gießen. Und sich erst nach einer Ewigkeit zu entschuldigen, würde nur erneut an den Ärger erinnern. Warten Sie also lieber bis die heftigsten Emotionen abgeklungen sind und setzen Sie dann zur Entschuldigung an.

 

 

 

3. Eigener Zustand

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.

 

 

 

4. Persönlich entschuldigen

 

Machen Sie sich auf den Weg: Lassen Sie die Entschuldigung nicht von einer dritten Person übermitteln, sondern entschuldigen Sie sich unbedingt persönlich. Wenn Sie es nicht einmal für nötig halten sich persönlich zu bemühen, wird das oft negativ ausgelegt.

Eine schriftliche Entschuldigung ist besser als keine. Sie kann das Eingraben von Ärger beim anderen verringern oder sogar beenden. Hier kommt es auf die geeignete Wortwahl an. Da die Beziehung gerade belastet ist, braucht es hier sehr klare Botschaften ohne Risiko-vollen Interpretationsspielraum.

 

 

 

5. Glaubhaft entschuldigen

 

Selbstmanagement: Wer nicht mit sich selbst im Reinen ist, dem gelingt keine glaubhafte Entschuldigung. Ehe Sie sich bei anderen entschuldigen solltest du zuerst wieder Ihr inneres Gleichgewicht herstellen. Solange Sie nicht mit sich selbst im Einklang sind, finden Sie kaum das notwendige Selbstbewusstsein und die Ruhe, ohne Beigeschmack zu sprechen.

Analysieren Sie Ihren Fehler, leiten Sie Konsequenzen daraus ab und verzeihen Sie sich. Wer sich selbst verzeiht, kann sich souveräner entschuldigen – und ihm wird leichter verziehen, wenn Einsicht erkennbar ist.​

 

 

 

Beispiele mit Beigeschmack

 

Beispiele, die Zweifel aufkommen lassen, sind das Geständnis von Lance Armstrong vor laufender Kamera bei Oprah Winfrey und der Auftritt des ehemaligen Bundespräsidenten Wulf. Wobei das Internet voller solcher Momente ist und die Interpretationen mitunter auch kontrovers sind. Ein G’schmäckle haben viele!

 

 

 

6. Auge in Auge

 

Von Angesicht zu Angesicht: Entschuldigen Sie sich in einem persönlichen Gespräch, nicht mit einem Brief, einer E-Mail, SMS oder Ähnlichem. Eine dieser Möglichkeiten kann auch zusätzlich gewählt werden. Also zuerst die persönliche Entschuldigung in einem Gespräch und dann zusätzlich schriftlich. Damit hat der Empfänger die Entschuldigung auch schwarz auf weiß und die Einsicht wird unterstrichen.

Die schriftliche Variante können Sie auch dann nutzen, wenn die Person nicht mehr mit Ihnen spricht. So kann die schriftliche Entschuldigung den Weg für das persönliche Gespräch ebnen.

 

 

 

7. Geeigneter Rahmen

 

Nicht zwischen Tür und Angel: Wählen Sie einen geeigneten Rahmen für die Entschuldigung, vorzugsweise in einem entspannten Umfeld, in dem Sie ungestört reden können.

 

 

 

8. Geste

 

Überraschen Sie die betreffende Person mit einer geeigneten Geste. Es muss nichts Großartiges sein, ein geht schon ein kleines Präsent, das diesem Menschen Freude bereitet und damit Wertschätzung vermittelt. Hier ist Gespür gefragt, damit die Geste ihr Ziel erreicht.

 

 

 

9. Keine Ausreden

 

Wer um den heißen Brei herumredet, anstatt die Angelegenheit beim Namen zu nennen, wirkt alles andere als glaubhaft, sondern umso uneinsichtiger.

Eine Entschuldigung mit einer Rechtfertigung verknüpfen? Das klingt dann nach einer Ausrede. Suchen Sie keine Ausreden für das Fehlverhalten. Anstatt unglücklichen Umständen oder anderen Personen die Schuld für das eigene Handeln zu geben; gestehen Sie Ihre Verantwortung ein. Empfänger wollen in dieser Phase überhaupt keine Begründung hören. Stattdessen wollen sie hören, dass derjenige versteht, dass es anders hätte laufen sollen.

 

 

 

10. Perspektivwechsel

 

Begeben Sie sich in der Vorstellung in die Perspektive der Person, bei der Sie sich entschuldigen wollen. Wie würden Sie die Situation betrachten, was erwarten, was befürchten? Dafür lassen sich einige Techniken nutzen, und die Intensität und Tiefe der Einsichten fördern.

 

 

 

11. Erklärungen

 

Entschuldigung bitten und dann: Klappe halten und wirklich zuhören.

 

Wenn eine Erklärung erforderlich ist, dann liefern Sie diese separat. „Ja, aber…“ ist ähnlich kritisch wie eine nicht ernst gemeinte Entschuldigung. Eine Ausrede im gleichen Satz wie die Entschuldigung ruiniert die Entschuldigung und nimmt ihr die Aufrichtigkeit. Was beim Gegenüber dann hängen bleibt ist ein erneuter Vorwurf, ein Sich-herauswinden. Schlucken Sie das „Aber“ hinunter. Machen Sie einen Punkt und übernehmen Sie die Verantwortung.

 

 

 

12. Fehler nicht aufrechnen

 

Die Versuchung ist groß: Wer einen Fehler begeht, erinnert sich oft spontan an die Fehler des anderen. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Das mag menschlich sein, doch eine solche Aufrechnung führt so gut wie immer zum gleichen Ergebnis: Derjenige, bei dem man sich entschuldigen möchte, macht dicht. Er ist empört, weil Sie zum Angriff übergehen, statt sich reumütig zu zeigen. Wahre Entschuldigungen stehen immer für sich allein und verzichten auf eine Aufrechnung.

 

 

 

13. Fehler nicht zweimal begehen

 

Irgendwann verliert jede noch so dramatische Entschuldigung an Wirkung. Wenn Sie denselben Fehler wiederholt begehen, verlieren Sie trotz Entschuldigung, und mag sie noch so beeindruckend sein, an Glaubwürdigkeit.

Eine Entschuldigung ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit Konsequenzen, also einem anderen Verhalten verbunden ist. Und genau das sollten sie daher an den Tag legen. Sagen Sie Ihrem Gesprächspartner möglichst konkret, was Sie aus Ihrem Fehler ableiten und halten Sie sich daran!

 

 

 

14. Recht haben oder glücklich sein

 

Machen Sie den ersten Schritt, einen möglichst großen und ehrlichen. Recht zu haben fühlt sich meist weniger gut an, als gute Beziehungen zu pflegen. Das Ego ist oft nicht der beste Berater.

 

 

 

15. Entschuldigen und dann Zuhören

 

Sagen Sie, wofür Sie sich entschuldigen. Finden Sie klare und aufrichtige Worte für Ihr Bedauern. Und schweigen Sie dann! Jetzt hat Ihr Gesprächspartner das Wort. Hören Sie aufmerksam zu und unterbrechen Sie ihn nicht.

 

 

 

16. Konsequenzen ziehen

 

Fehler haben Folgen, sie ziehen Konsequenzen nach sich. Machen Sie deutlich, dass Sie sich dieser Konsequenzen bewusst und zur Besserung bereit sind. Klingt wie ein Widerspruch: Je mehr Bereitschaft Sie zeigen, die Konsequenzen zu tragen, desto weniger wird Ihnen letztlich auf die Schultern geladen. Sie profitieren vom Sympathiefaktor, denn Menschen, die uns sympathisch sind, verzeihen wir viel schneller.

 

 

 

17. Wiedergutmachung

 

Wir können das Geschehene zwar nicht rückgängig machen, doch wir können uns dafür einsetzen es auszugleichen. Das besänftigt den anderen und reduziert das schlechte Gewissen, noch in der Schuld des Gegenübers zu stehen. Im Zweifelsfall gilt meist; der Klügere gibt nach!

 

 

 

18. Unterstützung

 

Spielen Sie das Gespräch mit professioneller Unterstützung durch. Je nach Thema kann, das auch bedeuten, einen Juristen heranzuziehen – sicherheitshalber. Für den kommunikativen Teil finden Sie in mir Unterstützung.

 

 

 

Und nun?

 

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich wirksam zu entschuldigen. Machen Sie richtig, was an zu vielen Stellen nur halbherzig geschieht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. November 2015
Überarbeitung: 23. April 2020
AN: #656202
K: CNB
Ü:

Was tun, wenn der eigene Beitrag die Welt nicht besser macht?

Was, wenn der eigene Beitrag die Welt nicht besser macht?

Ohne Vision und WOZU fehlt etwas im Leben. Wie wichtig ist Verantwortung?

Leistest du einen Beitrag, der dir und der Welt guttut?

 

Wenn wir nicht mehr wissen, wozu wir aufstehen, wird das Leben mühsam. Sinn setzt Energie frei, gibt Kraft, Orientierung und Erfüllung. Das Handeln hat Richtung und es ist klar, wozu es morgens gilt, das Bett zu verlassen. Hast du eine Vision, eine Aufgabe? Wofür setzt du dich ein?

 

 

 

Überblick

Bevor du dich daran machst, die Welt zu verbessern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus.

Chinesisches Sprichwort

 

Auf die eine oder andere Art und Weise können wir direkt oder indirekt einen Beitrag liefern, um die Welt ein Stück besser zu machen.

Video

Einen Beitrag leisten: Wie du Verantwortung übernimmst und die Welt positiv beeinflusst

Erst, bei Start des Videos wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Dann gelten die Datenschutzerklärungen von Google. Mehr bei den Hinweisen zum Datenschutz.

Verantwortung übernehmen, einen Beitrag für eine bessere Welt liefern

 

Einen positiven Beitrag leisten? Ob es uns gelingt, ist mal mehr und mal weniger offensichtlich. Doch schon allein die Überzeugung, einen Beitrag zu leisten, bereichert das eigene Leben. Sie setzt Energien frei, gibt Kraft, Orientierung und Erfüllung. Das Handeln hat Richtung und es ist klar, wozu es morgens gilt, das Bett zu verlassen. Das verändert das Leben, macht es lebenswert und erfüllend!

 

 

 

Und, wenn nicht?

 

Aber was ist, wenn jemand meint, er oder sie würde mit dem, was getan wird, nicht die Welt verbessern?

Die Vermutung hat viel mit der eignen Wahrnehmung und Überzeugungen zu tun. Vielleicht stimmt das, vielleicht auch nicht. Es könnte an eigenen Ansprüchen liegen. Möglicherweise gibt auch das Umfeld nicht die entsprechende Wertschätzung. Hier sind wir alle gefordert, aufmerksamer zu sein und weniger als selbstverständlich zu betrachten und Beiträge zu unterschätzen. Möglicherweise werden wir sie schmerzlich vermissen, wenn sie nicht mehr vorhanden sind.

Vielleicht ist das angefühlt für den Sinn auch verloren gegangen. Wenn dann die Vision fehlt, führt das, was wir tun, nicht zum Ziel. Wie auch, wenn wir es nicht im Blickfeld haben? Wir würden es dann nicht einmal bemerken, wenn wir daran vorbeikommen. Dann konzentrieren sich viele Menschen zunehmend auf das WAS und verzichten auf das WOZU.

 

 

 

Da war doch was. Erinnern Sie sich!

 

Mitunter ist es noch irgendwo im Hintergrund, dieses Gefühl, eine Mission zu haben. Manche Menschen spüren dann umso mehr die Sehnsucht nach etwas, dass sie nicht zu greifen vermögen. Es ist dann mehr eine Ahnung, dass es da mehr geben muss als gegenwärtig zu erkennen ist. Vielleicht ist es nur nicht präsent genug, eingestaubt? Mitunter wurde das WOZU mit der Zeit vergessen und es braucht eine Erinnerung, eine Auffrischung, etwas Farbe. Und manchmal hilft der Kontakt mit Menschen, die das Angebot nutzen, um sich zu erinnern.

 

 

Immer noch nicht?

 

Doch was, wenn dann immer noch nicht klar ist, wie ein wesentlicher Beitrag geleistet wird? Es bringt nichts, das Hamsterrad weiter zu beschleunigen, sondern zuerst das WOZU zu beantworten. Nur noch schneller auf der Stelle zu treten, frustriert nur umso mehr. Runter vom Gas! Dann lieber zurück zu den Wurzeln, um sich so wieder neu auszurichten. Der Sinn des Lebens ist ein Leben mit Sinn. Das Leben ist viel zu kostbar für Energieverschwendung. Wenn dann auch das Funkeln wieder in die Augen kommt, kann es mit Schwung vorangehen. Und zwar in die richtige Richtung!

 

Aus dem Gewicht der Dunkelheit flüchten.

Umfrageergebnisse

 

a. Ich weiß, welchen Beitrag ich mit meiner Arbeit an einer lebenswerten Welt leiste.

%

Stimmt nicht

%

Stimmt

%

Stimmt bedingt

Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage auf www.karstennoack.de (2017, n= 468)

b. Ich würde gerne einen Beitrag zu einer lebenswerten Welt leisten.

%

Stimmt, ich weiß nur nicht wie.

%

Stimmt, mache ich auch!

%

Nein

Ergebnis einer nicht repräsentative Umfrage auf www.karstennoack.de (2018, n= 946)

 

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Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

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Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel des Gewissens, sondern der Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren. Immanuel Kant

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 11. September 2015
Überarbeitung: 21. Oktober 2020
Englische Version:
AN: #787
K: CNB
Ü:

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

Was selbstsichere Menschen besser machen – und wie Selbstvertrauen wachsen kann
Selbstbewusstsein

20 Dinge, die wirklich selbstsichere Menschen anders machen

 

Selbstsicherheit wirkt anziehend.

Menschen, die in sich ruhen, treten anders auf. Sie sprechen klarer. Sie hören besser zu. Sie können Grenzen setzen. Sie entscheiden bewusster. Sie wirken präsenter, glaubwürdiger und gelassener.

Viele wünschen sich genau das.

Mehr Selbstvertrauen.
Mehr innere Ruhe.
Mehr Klarheit im Auftreten.
Mehr Sicherheit in Gesprächen, Entscheidungen und Begegnungen.

Diese Seite ist für Menschen gedacht, die sicherer auftreten, klarer kommunizieren, Entscheidungen selbstbewusster treffen oder in Gesprächen, Präsentationen und beruflichen Situationen präsenter wirken möchten.

Selbstsicherheit entsteht selten durch schnelle Tricks.

Ein Satz vor dem Spiegel reicht selten aus, wenn er innerlich keinen Boden hat. Echte Selbstsicherheit wächst, wenn Denken, Fühlen, Handeln und Auftreten stimmiger werden.

Die gute Nachricht:

Selbstsicherheit ist entwickelbar.

Sie ist weniger ein fester Besitz als eine Haltung, die gepflegt werden will. Mal gelingt sie leichter, mal braucht sie bewusste Aufmerksamkeit. Je anspruchsvoller die Situation, desto deutlicher zeigt sich, worauf Selbstsicherheit wirklich beruht.

 

 

 

Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein

 

Die Begriffe werden oft gleichgesetzt. Dabei lohnt sich eine kleine Unterscheidung.

Selbstbewusstsein bedeutet:
Ich nehme mich bewusst wahr.

Selbstvertrauen bedeutet:
Ich traue mir zu, mit Situationen umzugehen.

Selbstsicherheit bedeutet:
Ich bleibe mit mir in Verbindung, auch wenn es anspruchsvoll wird.

Alle drei Bereiche beeinflussen einander.

Wer sich selbst besser kennt, kann sich leichter vertrauen.
Wer sich vertraut, tritt sicherer auf.
Wer sich sicherer verhält, sammelt neue Erfahrungen, die wiederum das Selbstvertrauen stärken.

So entsteht ein positiver Kreislauf.

Selbstsicherheit wächst durch Handeln.
Durch Reflexion.
Durch Erfahrung.
Durch ehrliche Rückmeldungen.
Durch die Bereitschaft, sich selbst ernst zu nehmen.

 

 

 

Selbstsicherheit ist etwas anderes als Arroganz

 

Echte Selbstsicherheit lässt anderen Menschen Raum.

Arroganz sucht Erhöhung.
Selbstsicherheit sucht Stimmigkeit.

Arroganz braucht Vergleich.
Selbstsicherheit braucht innere Klarheit.

Arroganz redet lauter, um Eindruck zu machen.
Selbstsicherheit spricht klarer, um verstanden zu werden.

Echte Selbstsicherheit zeigt sich durch Respekt, innere Ruhe, klare Grenzen und die Fähigkeit, auch anderen Raum zu geben.

Selbstsichere Menschen können sichtbar sein, ohne sich aufzublähen. Sie können Stärke zeigen, ohne Dominanz zu spielen. Sie können klar auftreten, ohne andere abzuwerten.

Genau darin liegt ihre Wirkung.

 

 

 

Woran geringe Selbstsicherheit oft erkennbar wird

 

Geringe Selbstsicherheit zeigt sich oft dort, wo etwas bedeutsam wird.

Du zweifelst lange vor Entscheidungen.
Du machst dich kleiner, als du bist.
Du erklärst dich ausführlich, obwohl ein klarer Gedanke reichen würde.
Du vermeidest Sichtbarkeit.
Du wartest auf Zustimmung, bevor du deinem eigenen Eindruck vertraust.
Du sagst Ja, obwohl innerlich ein Nein spürbar ist.
Du nimmst Kritik sofort persönlich.
Du vergleichst dich häufig mit anderen.
Du hältst deine Meinung zurück, obwohl sie wichtig wäre.

Solche Muster sind menschlich.

Sie zeigen meist, wo innere Sicherheit wachsen darf.

 

 

 

1. Selbstsichere Menschen haben ein gutes Verhältnis zu sich selbst

 

Selbstsicherheit beginnt im eigenen Inneren.

Menschen mit gesunder Selbstsicherheit behandeln sich respektvoll. Sie kennen ihre Stärken, ihre Grenzen, ihre Eigenarten und ihre Entwicklungsthemen. Sie machen sich weder größer noch kleiner.

Sie wissen:

Ich bin ein Mensch in Entwicklung.
Ich habe Fähigkeiten.
Ich habe Lernfelder.
Ich darf wachsen.

Diese Haltung macht gelassener.

Wer mit sich im Grundsatz einverstanden ist, reagiert weniger abhängig von äußerer Zustimmung. Anerkennung ist angenehm. Sie wird zur Ergänzung, statt zur Voraussetzung.

Das verändert Auftreten, Entscheidungen und Beziehungen.

 

 

 

2. Selbstsichere Menschen kennen ihre empfindlichen Punkte

 

Jeder Mensch hat Erfahrungen gesammelt, die Spuren hinterlassen haben.

Manche Worte treffen tiefer als andere.
Bestimmte Situationen lösen alte Reaktionen aus.
Manche Menschen drücken innere Knöpfe, bewusst oder unbewusst.

Selbstsichere Menschen kennen solche Druckpunkte besser.

Sie merken früher:

Hier reagiere ich gerade stärker, als die Situation allein erklärt.
Hier ist ein altes Thema berührt.
Hier brauche ich einen Moment, um klar zu bleiben.

Das ist ein Zeichen von Reife.

Wer seine empfindlichen Stellen kennt, wird weniger steuerbar. Er kann sich sortieren, statt automatisch zu reagieren.

 

 

 

3. Selbstsichere Menschen wählen ihr Umfeld bewusster

 

Unser Umfeld prägt uns.

Die Menschen, mit denen wir viel Zeit verbringen, beeinflussen unser Denken, unsere Sprache, unseren Mut und unser Bild von dem, was möglich ist.

Selbstsichere Menschen achten stärker darauf, mit wem sie sich umgeben.

Sie suchen Menschen, die ehrlich sind.
Menschen mit Werten.
Menschen mit Substanz.
Menschen, die inspirieren, statt kleinzuhalten.
Menschen, die Klarheit, Humor und Wachstum ermöglichen.

Ein gutes Umfeld stärkt Selbstvertrauen.

Es erinnert uns daran, wer wir sind und wer wir werden können.

 

 

 

4. Selbstsichere Menschen kennen ihre Prioritäten

 

Wer seine Prioritäten kennt, entscheidet klarer.

Dann wird es leichter, Ja zu sagen.
Und leichter, Nein zu sagen.
Dann bekommt der eigene Weg Kontur.

Selbstsichere Menschen orientieren sich stärker an Werten als an spontaner Zustimmung. Sie fragen:

Was ist mir wirklich wichtig?
Wofür will ich stehen?
Welche Entscheidung passt zu meiner Richtung?
Womit möchte ich meine Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit verbinden?

Innere Klarheit macht nach außen deutlicher.

Wer seine Prioritäten kennt, wirkt weniger beliebig. Das schafft Vertrauen.

 

 

 

5. Selbstsichere Menschen achten auf sich

 

Selbstsicherheit hat auch mit Selbstfürsorge zu tun.

Wer sich selbst achtet, geht bewusster mit der eigenen Energie um. Schlaf, Bewegung, Ernährung, Pausen, Beziehungen und innere Ordnung sind bedeutsam. Sie beeinflussen, wie wir denken, sprechen, entscheiden und auftreten.

Selbstsichere Menschen behandeln den eigenen Körper und die eigene Psyche als Verbündete.

Sie wissen:

Ich brauche Kraft, um klar zu sein.
Ich brauche Regeneration, um präsent zu bleiben.
Ich brauche innere Ordnung, um gute Entscheidungen zu treffen.

Selbstachtung zeigt sich im Alltag.

 

 

 

6. Selbstsichere Menschen handeln, wenn es Zeit ist

 

Planung ist wertvoll.
Vorbereitung ist wertvoll.
Reflexion ist wertvoll.

Und irgendwann braucht es Handlung.

Selbstsichere Menschen erkennen eher, wann der Moment zum Handeln gekommen ist. Sie warten seltener auf perfekte Bedingungen. Sie beginnen mit dem nächsten sinnvollen Schritt.

Das stärkt Selbstvertrauen.

Denn Selbstvertrauen wächst durch erlebte Selbstwirksamkeit:

Ich habe etwas getan.
Ich habe Einfluss genommen.
Ich habe eine Situation gestaltet.
Ich habe gelernt.

Handeln bringt Erfahrung.
Erfahrung bringt Vertrauen.
Vertrauen bringt mehr Handlungsspielraum.

 

 

 

7. Selbstsichere Menschen haben eine eigene Meinung

 

Selbstsichere Menschen denken selbst.

Sie prüfen Informationen.
Sie hören zu.
Sie wägen ab.
Sie entwickeln eine eigene Haltung.

Eine eigene Meinung bedeutet dabei keine Rechthaberei. Sie bedeutet Standpunkt.

Selbstsichere Menschen tragen ihre Meinung bewusst vor. Wenn es darauf ankommt, können sie sagen, wofür sie stehen.

Auch bei Gegenwind.

Das ist besonders wichtig in Gesprächen, Verhandlungen, Führungssituationen und öffentlichen Auftritten.

Wer einen Standpunkt hat, wirkt klarer.

 

 

 

8. Selbstsichere Menschen müssen sich weniger beweisen

 

Echte Selbstsicherheit braucht weniger Bühne.

Sie sucht Wirkung, keine ständige Bestätigung.

Selbstsichere Menschen können präsent sein, ohne sich aufzublähen. Sie stehen zu ihren Fähigkeiten, ihren Angeboten und ihren Grenzen. Ihre Selbstdarstellung wirkt stimmiger, weil Inhalt und Auftreten zusammenpassen.

Das ist auch für authentisches Selbstmarketing entscheidend.

Wer sich selbst ernst nimmt, kann sichtbar werden, ohne sich zu verbiegen.
Wer den eigenen Wert kennt, kann sich zeigen, ohne laut zu werden.

Das wirkt souverän.

 

 

 

9. Selbstsichere Menschen können gut zuhören

 

Zuhören braucht innere Sicherheit.

Wer ständig um Bedeutung ringt, wartet im Gespräch häufig auf den nächsten eigenen Einsatz. Selbstsichere Menschen können anderen Raum geben.

Sie lassen Pausen zu.
Sie stellen Fragen.
Sie nehmen andere Perspektiven auf.
Sie unterscheiden zwischen Zuhören und Zustimmen.

Das macht sie zu angenehmeren Gesprächspartnern.

Gutes Zuhören ist kein Rückzug. Es ist Präsenz.

Wer gut zuhört, versteht mehr.
Wer mehr versteht, kommuniziert wirksamer.

 

 

 

10. Selbstsichere Menschen stehen zu ihren Gefühlen

 

Selbstsicherheit bedeutet emotionale Ehrlichkeit.

Selbstsichere Menschen können wahrnehmen, was sie fühlen, und damit angemessen umgehen. Sie müssen Gefühle weder dramatisieren noch verstecken.

Sie können sagen:

Das berührt mich.
Das irritiert mich.
Das freut mich.
Das brauche ich.
Das ist mir wichtig.

Gefühle werden dadurch zu Informationen.

Sie bestimmen nicht automatisch das Verhalten. Sie liefern Hinweise.

Diese Fähigkeit ist wertvoll in Beziehungen, Gesprächen, Konflikten und beruflichen Situationen.

 

 

 

11. Selbstsichere Menschen nehmen Herausforderungen an

 

Selbstsicherheit wächst durch Herausforderungen.

Menschen mit Selbstvertrauen wählen Aufgaben, an denen sie wachsen können. Sie verlassen vertraute Routinen, wenn ein nächster Entwicklungsschritt ruft.

Dabei geht es um bewusste Entwicklung.

Eine gute Herausforderung fordert.
Sie ist anspruchsvoll.
Sie lädt ein, neue Fähigkeiten zu entdecken.

Wer Herausforderungen meistert, stärkt das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit.

Und wer erlebt, dass er schwierige Situationen bewältigen kann, tritt beim nächsten Mal ruhiger auf.

 

 

 

12. Selbstsichere Menschen haben übergeordnete Ziele

 

Übergeordnete Ziele geben Richtung.

Sie verbinden einzelne Entscheidungen mit einem größeren Sinn. Sie helfen, Prioritäten zu setzen und auch dann dranzubleiben, wenn der Weg anspruchsvoll wird.

Selbstsichere Menschen fragen:

Wofür lohnt sich mein Einsatz?
Welchen Beitrag möchte ich leisten?
Welche Richtung passt zu meinen Werten?
Was soll durch mich in die Welt kommen?

Solche Fragen stärken innere Führung.

Wer eine Richtung hat, wirkt klarer.
Wer klarer wirkt, wird leichter ernst genommen.

 

 

 

13. Selbstsichere Menschen nehmen Einfluss

 

Selbstsichere Menschen erkennen, wo sie gestalten können.

Sie warten weniger darauf, dass andere alles klären. Sie übernehmen Verantwortung für den Bereich, den sie beeinflussen können.

Das kann ein Gespräch sein.
Eine Entscheidung.
Eine Beziehung.
Ein Projekt.
Eine Botschaft.
Ein Auftritt.
Der eigene nächste Schritt.

Selbstsicherheit zeigt sich darin, den eigenen Einflussbereich ernst zu nehmen.

Vieles liegt in unserer Haltung, unserer Vorbereitung und unserem Handeln.

 

 

 

14. Selbstsichere Menschen haben Durchhaltevermögen

 

Selbstsicherheit zeigt sich auch dann, wenn es schwierig wird.

Gegenwind gehört zum Leben. Kritik, Verzögerungen, Irritationen und Hindernisse sagen wenig über den Wert eines Weges aus.

Selbstsichere Menschen bleiben beweglich und zugleich ausgerichtet.

Sie lernen aus Rückmeldungen.
Sie passen ihr Vorgehen an.
Sie bleiben mit ihrer Absicht verbunden.
Sie halten aus, dass Entwicklung Zeit braucht.

Durchhaltevermögen bedeutet:

Ich bleibe meinem Ziel treu.
Und ich lerne auf dem Weg.

 

 

 

15. Selbstsichere Menschen bleiben lernfähig

 

Selbstsicherheit und Lernfähigkeit gehören zusammen.

Wer innerlich sicherer ist, kann neue Informationen leichter aufnehmen. Kritik wird weniger schnell zur Bedrohung. Andere Perspektiven werden eher zur Erweiterung.

Selbstsichere Menschen fragen nach.
Sie prüfen.
Sie vergleichen.
Sie denken selbst.
Sie bleiben neugierig.

Sie folgen der eigenen Prüfung statt jeder fremden Meinung. Sie bleiben offen für neue Gedanken.

Das macht sie geistig beweglich.

Und geistige Beweglichkeit ist eine wesentliche Grundlage für persönliche und berufliche Entwicklung.

 

 

 

16. Selbstsichere Menschen schätzen Feedback

 

Feedback ist wertvoll, wenn es gut eingeordnet wird.

Selbstsichere Menschen können Rückmeldungen anhören, prüfen und nutzen. Sie müssen sich dadurch weder klein fühlen noch sofort verteidigen.

Sie fragen:

Was davon ist hilfreich?
Was passt zu meinen Zielen?
Was kann ich daraus lernen?
Was lasse ich bewusst bei der anderen Person?

So wird Feedback zum Werkzeug.

Wer wachsen will, braucht Rückmeldung.
Wer sich selbst vertraut, kann sie besser verarbeiten.

 

 

 

17. Selbstsichere Menschen holen sich Unterstützung

 

Sich Unterstützung zu holen, ist ein Zeichen von Klarheit.

Selbstsichere Menschen erkennen, dass andere Menschen ebenfalls Kompetenzen haben. Sie können fragen, lernen, sich begleiten lassen und bei wichtigen Themen professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Das gilt besonders bei anspruchsvollen Gesprächen, Präsentationen, Entscheidungen, beruflicher Entwicklung und persönlichen Veränderungsprozessen.

Unterstützung ist oft ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.

Wer Wichtiges vorhat, bereitet sich gut vor.

 

 

 

18. Selbstsichere Menschen kommunizieren wirksamer

 

Selbstsicherheit verändert Kommunikation.

Die Stimme wird ruhiger.
Pausen werden leichter.
Botschaften werden klarer.
Grenzen werden deutlicher.
Gespräche werden weniger getrieben.

Menschen mit Selbstvertrauen lassen Raum entstehen. Sie können auf den Punkt kommen. Sie können Wirkung zulassen. Sie können auch Stille aushalten.

Das ist besonders wichtig bei Präsentationen, Verhandlungen, Führungsgesprächen und Medienauftritten.

Wirksame Kommunikation entsteht aus innerer Klarheit und äußerer Präzision.

 

 

 

19. Selbstsichere Menschen zeigen eine stimmige Körpersprache

 

Der Körper spricht mit.

Haltung, Blickkontakt, Atmung, Stimme, Gestik und Bewegungen zeigen, wie verbunden jemand mit sich selbst ist.

Selbstsichere Körpersprache entsteht durch innere Stimmigkeit.

Wer sich selbst vertraut, steht anders.
Wer sich klarer fühlt, spricht anders.
Wer präsenter ist, wirkt anders.

Und der Zusammenhang wirkt in beide Richtungen:

Eine aufrechte Haltung, ruhige Atmung und bewusste Präsenz können auch das innere Erleben stärken.

Körper und Psyche arbeiten zusammen.

 

 

 

20. Selbstsichere Menschen bleiben Menschen

 

Selbstsicherheit bedeutet lebendige Entwicklung.

Auch selbstsichere Menschen haben Zweifel.
Auch sie kennen Unsicherheit.
Auch sie erleben Momente, in denen sie sich sammeln müssen.

Der Unterschied liegt im Umgang damit.

Selbstsichere Menschen machen aus Unsicherheit kein Urteil über ihren Wert. Sie nehmen sie als Teil des Lebens. Sie sortieren sich, lernen weiter und finden zurück in ihre Haltung.

Selbstsicherheit ist kein Endzustand.

Sie ist eine Praxis.

Eine Art, mit sich selbst, mit anderen und mit Herausforderungen umzugehen.

 

 

 

Was Selbstsicherheit im Alltag verändert

 

Selbstsicherheit verändert kleine Momente.

Du sprichst klarer aus, was du meinst.
Du entscheidest bewusster.
Du bleibst bei Kritik ruhiger.
Du setzt Grenzen freundlicher und deutlicher.
Du brauchst weniger Zustimmung, um deinen Weg zu gehen.
Du trittst präsenter auf, weil du innerlich besser sortiert bist.

Das wirkt in Beziehungen.
Im Beruf.
In Gesprächen.
In Konflikten.
In Präsentationen.
In Entscheidungen.

Selbstsicherheit macht das Leben handlungsfähiger.

 

 

 

Der Kreislauf von Selbstsicherheit

 

Selbstsicherheit wächst selten auf einen Schlag.

Sie entsteht durch einen Kreislauf:

Du klärst dich.
Du handelst bewusster.
Du machst neue Erfahrungen.
Du erlebst Selbstwirksamkeit.
Du vertraust dir mehr.
Du trittst sicherer auf.
Du sammelst weitere stärkende Erfahrungen.

So wird Selbstsicherheit greifbar.

Als gelebte Erfahrung.

 

 

 

Selbstcheck: Wo stehst du gerade?

 

Nimm dir einen Moment und frage dich:

Wo trete ich bereits sicher auf?
In welchen Situationen verliere ich meine Klarheit?
Welche Menschen stärken meine Selbstsicherheit?
Welche Situationen machen mich kleiner?
Wo sage ich zu schnell Ja?
Wo halte ich meine Meinung zurück?
Welche Rückmeldung könnte mir helfen?
Welcher nächste Schritt würde mein Selbstvertrauen stärken?

Diese Fragen bringen Orientierung.

Sie zeigen, wo Selbstsicherheit bereits vorhanden ist.
Und sie zeigen, wo Entwicklung möglich wird.

 

 

 

Selbstsicherheit im Beruf

 

Im beruflichen Kontext zeigt sich Selbstsicherheit besonders deutlich.

In Gesprächen.
In Verhandlungen.
In Präsentationen.
In Führungsaufgaben.
Vor Publikum.
Vor der Kamera.
Im Umgang mit Kritik.
In Momenten, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen.

Selbstsicherheit bedeutet hier:

Du kennst deine Botschaft.
Du kannst deinen Standpunkt vertreten.
Du bleibst unter Druck klarer.
Du kannst souverän auf Einwände reagieren.
Du gestaltest deine Wirkung bewusster.
Du bist präsent, ohne dich zu verstellen.

Das ist die Grundlage für Executive Presence, authentisches Selbstmarketing und überzeugende Kommunikation.

 

 

 

Wobei ich dich unterstützen kann

 

In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, sicherer, klarer und wirksamer aufzutreten.

Dabei kann es zum Beispiel um folgende Themen gehen:

  • Selbstsicherheit in wichtigen Gesprächen.
  • Souveränes Auftreten in beruflichen Situationen.
  • Präsenz vor Publikum, Kamera oder Gremien.
  • Klarheit bei Entscheidungen.
  • Authentisches Selbstmarketing.
  • Vorbereitung auf Verhandlungen.
  • Stärkere Wirkung in Präsentationen.
  • Umgang mit Kritik, Druck und schwierigen Gesprächspartnern.
  • Mehr innere Sicherheit bei Veränderung und Entwicklung.

Im Mittelpunkt steht die Frage:

Was brauchst du, um in deiner Situation klarer, sicherer und überzeugender zu handeln?

 

 

 

Unterstützung in Berlin und online

 

Selbstsicherheit lässt sich entwickeln.

Durch Selbstklärung.
Durch Übung.
Durch gute Vorbereitung.
Durch ehrliches Feedback.
Durch stimmige Kommunikation.
Durch Erfahrungen, die neues Vertrauen ermöglichen.

Wenn du in wichtigen Situationen klarer, präsenter und souveräner auftreten möchtest, unterstütze ich dich dabei, deine innere Sicherheit zu stärken, deine Wirkung bewusster zu gestalten und dich gezielt auf Gespräche, Präsentationen oder Entscheidungen vorzubereiten.

In Berlin und online.

 

 

 

Fazit

 

Selbstsichere Menschen wirken oft gelassener, klarer und präsenter.

Diese Wirkung entsteht durch Selbstkenntnis, Werte, Erfahrung, Haltung und die Bereitschaft, zu lernen.

Selbstsicherheit bedeutet:

  • Ich kenne mich besser.
  • Ich vertraue mir mehr.
  • Ich handle bewusster.
  • Ich kommuniziere klarer.
  • Ich übernehme Verantwortung für meinen Weg.

Und genau dort beginnt Entwicklung.

Als ehrliche, lebendige Verbindung mit sich selbst.

 

 

 

Einladung

 

Wenn du mehr Selbstsicherheit entwickeln möchtest, unterstütze ich dich gern dabei, deine innere Klarheit zu stärken, deine Wirkung bewusster zu gestalten und in wichtigen Situationen souveräner aufzutreten.

In Berlin und online.

Gemeinsam klären wir, was dich stärkt, was dich bremst und welche nächsten Schritte zu dir passen.

P.S.

 

Was bedeutet Selbstbewusstsein für dich?

 

Der nächste Schritt

 

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Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
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Mehr innere Stärke.
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Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 13. Juli 2015
Überarbeitung: 4. April 2020
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K:

Warren-Harding-Effekt: Menschenkenntnis. Außen hui, innen pfui? Wer fällt darauf rein?

Warren-Harding-Effekt: Außen hui, innen pfui? Wer fällt darauf rein?

Außen hui, innen pfui? Wie steht es mit der Menschenkenntnis?
Warren-Harding-Effekt

Schade; glitzernde Verpackung, magerer Inhalt

 

Damals, wie heute, bilden wir uns in Windeseile eine Meinung von Personen auf der Basis äußerer Merkmale. Wie frei sind Sie vom Warren-Harding-Effekt?

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Warren-Harding-Effekt

 

Warren Harding war der 29. Präsident der USA. Heute wird oft behauptet, er wäre wegen seiner präsidialen Erscheinung gewählt worden. Für den heutigen Betrachter mag das nicht so offensichtlich sein. Damals wurde er als recht stattlich empfunden und beeindruckte so die Wähler und bei seiner Wahl auch erstmals Wählerinnen.

Er soll sehr charmant und attraktiv gewirkt haben. Seine Körpergröße war ausgeprägt, seine Stimme war tiefer. Andere böse Stimmen meinen allerdings auch, er wäre von der Republikanischen Partei nominiert worden, weil er ohne jegliches Profil dort keine relevanten Gegner hatte.

Vorsichtig formuliert: In der kurzen Zeit, die er als Präsident im Amt war, hat er den Erwartungen nicht entsprochen. Er gilt als einer der schlechtesten US-Präsidenten aller Zeiten. Diese Fehleinschätzung wird heute als Warren-Harding-Effekt bezeichnet.

 

 

 

Beispiel

 

Malcolm Gladwell beschreibt den Waren-Harding-Effekt ausführlich in seinem Buch Blink!

Die Beobachtung:
58 % der CEOs der Fortune-500-Unternehmen sind über 182 cm. Allerdings sind nur 14,5 % aller männlichen US-Amerikaner größer als 182 cm. These: Großen Männern wird mehr zugetraut.

Das ist ein Beispiel für den Warren-Harding-Effekt. Daran hat sich also bis heute nicht viel geändert, auch heute bilden wir, ach so aufgeklärte Zeitgenossen, uns in Windeseile eine Meinung von Personen auf der Basis äußerer Merkmale. Das ist nicht immer sehr clever.

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P.S.

 

Wie frei sind Sie vom Warren-Harding-Effekt? Wie achten Sie darauf nicht auf den äußeren Schein hineinzufallen? Wieso spielt in der deutschen Politik Charisma noch eine so kleine Rolle?

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Außen hui, innen pfui

Artikel zum Thema Körpersprache

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 15. Juli 2012
Überarbeitung: 29. März 2020
AN: #121
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Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro.
Flow und Flow-Pro

Flow und Flow-Pro für Redner und ihre Reden und Präsentationen

 

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. In diesem Artikel geht es darum, weshalb sich für engagierte Redner lohnt sich mit diesen Zuständen zu beschäftigen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Kosmo Klein im A-Trane

 

Samstagabend in Berlin-Charlottenburg, 21 Uhr geht es los. Cosmo Klein & The Campers Motrioplus spielen im A-Trane Neo Soul & Funk. Cosmo Klein liefert Rahmen, Stimme, Stimmung und den Eindruck hat er Spaß bei der Arbeit. Bei der Gelegenheit bedient er auch noch das Schlagzeug und bezieht gekonnt das Publikum ein. Bereichert wird er von Thomas Stieger (Gitarre) und Chris Keymer (Keyboard). Special Guests sind Rhani Krija (Percussion) und Till Sahm (Klavier). Eine Kombination, die das Publikum mitreißt.

Mich begeistert nicht nur die Musik im A-Trane, meinem Lieblings-Jazzclub in Berlin. Die gesamte Atmosphäre, immer wieder einzigartig, inspiriert mich. Musiker sind für mich Metaphern für hingebungsvolle Leidenschaft, die auf Publikum trifft und das Potenzial hat jedes Mal etwas Neues zu erschaffen. Wenn Künstler und Publikum sich gegenseitig mit ihrer Begeisterung anstecken entsteht etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile.

Ich liebe diese Gänsehautmomente, die im Gedächtnis bleiben. Es erinnert mich an Mihály Csíkszentmihályi und seine Beschreibungen des Flow-Erlebens.

Flow? Flow-Erleben kann sich bei nahezu allen Tätigkeiten einstellen, diese Musiker sind im Flow. Kommt nun noch Resonanz hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. Flow-Pro beschriebt das Gefühl, als ob mehrere Menschen mit dem Moment oder der aktuellen Tätigkeit zu etwas Gemeinsamen verschmelzen.

Solch ein Zustand erfordert Flow-Erleben beim Künstler und die Bereitschaft des Publikums zur Hingabe. Zumindest für den Moment von ein paar der Konventionen lösen, sich einlassen. In schönen Momenten schöne Momente mit allen Sinnen und jeder Faser des Seins zu genießen, obwohl die Welt da draußen nicht überall ein Paradies ist. Vollständig im Hier-und-Jetzt präsent, um anschließend gestärkt und auf nur bedingt beschreibbare Weise verändert daraus aufzutauchen, während es noch wohlig nachklingt.

Das erlebe ich mitunter auch bei meinen Veranstaltungen. Ich genieße es, wenn es geschieht. Ob es geschieht, ist dort maßgeblich von der Resonanz zwischen Thema, mir und dem Publikum bestimmt. Es gibt auch gute Einzelsitzungen, Gruppentrainings und Reden, die ich gebe, bei denen die Teilnehmer und ich sehr zufrieden sind, ohne solch eine Gänsehaut. Doch, wenn es dazu kommt, bleibt etwas über dem Moment hinaus im Gedächtnis. Wer es kennt, entwickelt eine besondere Dankbarkeit für solch kostbare Geschenke.

 

 

 

Flow

 

Mihály Csíkszentmihályi beschreibt den Zustand des Flow mit folgenden Eigenschaften:

  • Ausgewogenes Verhältnis zwischen Anforderung und Fähigkeiten, also mit dem Gefühl verbunden, weder über- noch unterfordert zu sein.
  • Es kann ein angestrebtes Ergebnis durch das Ausführen der Aufgabe erreicht werden.
  • Absolute Konzentration auf die Handlung.
  • Gefühl, die natürliche Steuerung der Situation und Handlungen zu haben.
  • Zeitnahe Rückmeldung, ob die Handlung die gewünschte Wirkung erzielt.
  • Das subjektive Zeitempfinden verändert sich, als wenn die Zeit wie im Flug verfliegt.
  • Körperliche Bedürfnisse wie Hunger oder Müdigkeit werden kaum noch wahrgenommen.
  • Die Ausführung erfolgt wie von allein, nahezu mühelos, voller Leichtigkeit.
  • Intrinsische Motivation, die Ausführung der Aufgabe selbst ist Ansporn und Belohnung.

 

 

 

Flow-Pro

 

Kommt zum Flow-Erleben noch Resonanz zwischen den Beteiligten hinzu, dann nenne ich den Zustand Flow-Pro. Flow-Pro ist geprägt vom Gefühl, gemeinsam mit dem Moment oder der aktuellen Tätigkeit zu verschmelzen.

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Flow – Dein Weg zu mehr Glück und Erfüllung

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P.S.

 

Kennen Sie solche Moment des Flow-Erlebens oder gar des Flow-Pro?

Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #371
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Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Welche Rolle spielt Integrität in der heutigen Zeit?

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber, aber...
Integrität

Integrität

 

Ehrlichkeit, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Integrität erwarten wir automatisch von unserem Gegenüber. Wie weit ist es damit her und was liefern wir selbst?

Video

Integrität – Wie du sie pflegst und welche Vorteile sie dir im Leben bringt

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Integrität

 

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen nicht wissen, was sie wollen, aber alles tun, um es zu bekommen.

Donald Marquis

Definition

 

Die Übereinstimmung persönlicher Wertvorstellungen mit dem eigenen Denken und Handeln wird als persönliche Integrität bezeichnet.

 

 

 

Bedeutung

 

Gerne wird die Fahne der Moral hochgehalten. Sie ist so schmückend. Die Bedeutung von Integrität wird vielerorts als besonders hoch eingestuft. Es sei so wichtig für das Vertrauen. Soweit zumindest ihr Stellenwert bei Befragungen. In der Praxis ist es damit allerdings oft nicht weit her. Wasser predigen, Wein saufen. Von wegen Vorbilder: Unternehmen, Unternehmer, Politiker und andere Personen des öffentlichen Interesses sind zu oft in Skandale verwickelt, die ihre tatsächliche Haltung zur Integrität offenbaren. Doch auch jenseits der Schlagzeilen wird an alternativen Fakten gearbeitet, früher nannten wir es Lügen und Betrügen. Der Sache mit dem Vertrauen wird so nicht gedient. So wird oft schon von vornherein davon ausgegangen, es wäre bei Aussagen so, wie in der Werbung für Antifaltencreme.

 

 

 

Alles hat seinen Preis?

 

Wer absolut integer ist, lässt sich nicht von seinen Werten und Überzeugungen ablenken, ist nicht zu verlocken, nicht zu bestechen. Andere Menschen lassen sich bereitwillig durch verlockende Gelegenheiten oder leichten Druck dazu bringen, ihren Werten und Überzeugungen den Rücken zuzuwenden. Bei manchen Menschen erfordert das rohe Gewaltanwendung, bei anderen kleine Unannehmlichkeiten oder Belohnungen. Wieder andere sind einfach unachtsam.

Die meisten Menschen bewegen sich wohl irgendwo dazwischen.

 

 

 

Selbstvertrauen

 

Integrität stärkt nicht nur das Vertrauen in Beziehungen, sondern auch das Selbstvertrauen. Gesagt, getan! Wer sich selbst treu bleibt, erleichtert sich vieles im Leben. Wer sich selbst vertraut erspart sich innere Dialoge, ist stolzer auf sich und kongruent.

 

 

 

Was hilft?

 

a. Kennen Sie Ihre Werte

 

Wie es mit den eigenen Werten steht, ist wohl sehr von den Lebensbedingungen bis zum Erwachsenwerden geprägt. Doch hat jeder Einzelne die Möglichkeit sich mit dem Thema zu beschäftigen. Es ist, als würde sich das Unbewusste so eine Vorstellung davon bilden, auf was es zu achten hat, welche Regeln gelten. So lässt sich Integrität gelassener an den Tag legen, als bei jeder Verlockung einen inneren Kampf auszufechten.

 

 

b. Der kategorische Imperativ

 

Der kategorische Imperativ von Immanuel Kant lautet in einer seiner verschiedenen Versionen:

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Nur, was genau sagt er aus? Was bedeutet er für jeden Einzelnen, was für unser Leben? 

Immanuel Kants kategorischer Imperativ ist ein Ansatz, um einen Maßstab für moralisch richtiges Handeln zu finden. Der Mensch soll aus sich heraustreten und sich in andere Menschen hineinversetzen. Diese Perspektive hilft ihm selbst zu erkennen, wie er sich verhalten muss. Er hat auch heute noch Gültigkeit und er ist verwandt mit dem Sprichwort: Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu.

 

 

 

Hilfreiche Fragen

 

  • Kennen Sie Ihre Werte und deren Hierarchie?
  • Wie fühlen Sie sich, wenn Sie Ihre Werte leben?
  • Halten Sie sich an Vereinbarungen mit sich und anderen Menschen?
  • Wie wichtig ist Ihnen Ehrlichkeit?
  • Leben Sie im Einklang mit Ihren Werten und Überzeugungen?
  • Welches Vertrauen genießen Sie?

Synonyme

 

Anständigkeit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Makellosigkeit, Rechtschaffenheit, Unbescholtenheit, Unbestechlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit.

 

 

 

Gegenteil von Integrität

 

Falschheit, Heuchelei, Bestechlichkeit, Unehrlichkeit

Wortursprung

 

Integrität ist abgeleitet vom lateinischen Wort integritas mit der Bedeutung von unversehrt‚ intakt, vollständig.

P.S.

 

Wie stehen Sie zu Integrität?

Artikel

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2018
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #43322
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Ü:

17 Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Tipps für Mimik, die zu Redner, Reden und Präsentationen passt

Rhetorik und Körpersprache: Lassen Sie bei der Mimik die Kirche im Dorf

Mimik in Reden und Präsentationen

 

Taucht im Zusammenhang von Redebeiträgen das Thema Körpersprache auf, dann geht es meist um die Gestik und einen sicheren Stand. Die Mimik wird, wenn überhaupt, mit dem Hinweis zu lächeln, abgehandelt. Das ist schade, denn sie hat sowohl einiges zu bieten als auch das Potenzial zu schaden, wenn sie nicht angemessen ist.

Was nicht zu Redenden passt, wirkt vorwiegend unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab.

Im Artikel geht es darum, worauf es sich als Redner oder Rednerin hinsichtlich der Mimik zu achten lohnt.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Professionelle Präsentation oder Faltenyoga?

 

Der Veranstaltungsort ist gut gefüllt mit Menschen, die aus Interesse am Thema der Präsentation gekommen sind. Die Voraussetzungen für eine interessante Veranstaltung sind gut. Es geht lebhaft zu, nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Gesicht der Rednerin. Bewundernswert viele Muskeln in ihrem Gesicht werden aktiviert.

Es fällt so manchen Nachbarn schwer, der Rednerin inhaltlich zu folgen. Zu sehr ist das Publikum von der sehr lebhaften Gesichtsakrobatik der Rednerin abgelenkt. Wenn es eine Präsentation für eines dieser Bücher wäre, die durch 5 Minuten Gesichtsyoga das Facelifting unnötig machen, wäre es angemessener. Doch weder geht es darum, noch genügen der Rednerin 5 Minuten.

Mimik, als wichtiges Element der nonverbalen Körpersprache, kann dem Auftritt dienen oder schaden.

 

 

 

Körpersprache

 

Neben dem Inhalt der Rede, (dem Text, dem verbalen Teil) kommt es vor allem auf die Art des Vortrags und das nonverbale Verhalten an. Dazu gehören Gesten, Blickkontakt, Blickrichtung, Körperspannung, Beinhaltung, Lautstärke, Intonation und, als oft vergessenes Element, die Pausen. Pausen vor einer Botschaft erzeugen Spannung und nach einer Botschaft, lassen sie die Botschaft erst auf eine tiefere Bewusstseinsebene sinken. Die Mimik hat in der modernen Rhetorik an Bedeutung verloren. Eine zu ausgeprägte Mimik wirkt auf das Publikum schnell theatralisch und gestellt – wie vom anderen Stern.

 

 

 

Also Nervengift gegen Falten für Redner?

 

Nein! Redner und Rednerinnen, die überzeugen wollen, müssen authentisch sein. Und dazu gehört eine lebendige Mimik. Statt sich bei der Mimik an asiatische Theatermasken oder dem Pantomimen aus der Fußgängerzone zu orientieren, liefert Method Acting die besseren Ergebnisse. Wenn du meinst, was du sagst, gehören dazu auch die entsprechenden Zustände. Wenn du mit allen Sinnen lebst, was du verbalisierst, dann liefert dein Gesicht die passende Mimik dazu. Zumindest so lange du das nicht mit Nervengift abgestellt haben.

 

 

 

Nutze deine Mimik, um dein Publikum Emotionen spüren zu lassen

 

Wenn du kommunizierst, sei es in einem Redebeitrag oder in einem Gespräch, ist die Mimik wichtig. Wenn jemand beim Trinken von Orangensaft das Gesicht verzieht, kannst du sehen, wie sauer der Orangensaft ist. Und du kannst den Säuregehalt fast schmecken. Das heißt, wenn der Gesichtsausdruck zum Geschmack passt.

 

Emotionen werden durch die Mimik übertragen. Du kannst Ekel, Abscheu, Wut oder Freude sehen. Zuhörende spüren die Emotion und das sogar, wenn sie nur die Stimme hören.

Das bedeutet, dass du als Rednerin oder Redner mit den Emotionen der Menschen spielen kannst, indem du deine Gesichtsmuskeln benutzt. Deshalb ist es wichtig, auf deine Mimik zu achten.

Wenn du über etwas Aufregendes sprichst, achte darauf, dass dein Gesicht aufregend ist! Lächle, wenn du glücklich bist!
Wenn du über etwas Trauriges sprichst, ziehst du automatisch ein trauriges Gesicht. Wenn du über etwas Wütendes sprichst, sei wütend!

Dein Publikum wird die Emotionen, die du ausdrückst, spüren. Es gibt Übungen, mit denen du das Zeigen von Emotionen trainieren kannst. Experimentiere mit den verschiedenen Emotionen, die du in deiner Präsentation zeigen kannst. Und sieh, wie die Leute darauf reagieren. Du wirst von der Wirkung deiner Mimik überrascht sein.

17 Tipps für Mimik den Rednern und Rednerinnen steht

 

 

1. Authentisch, authentisch, authentisch

 

Was nicht zu Redenden passt, wirkt meist unfreiwillig komisch, schadet der Glaubwürdigkeit und lenkt vom Inhalt und der Botschaft ab. Wer meint, was er sagt und das auch im jeweiligen Moment so wahrnimmt, wird vielleicht automatisch die passende Mimik an den Tag legen. Das ist ein häufiges Thema bei mir im Redecoaching. Außerdem wissen wenige Redner wirklich, wie sie auf das Publikum wirken. Eine Wirkungsanalyse ist hier sehr erhellend.

 

 

 

2. Lächeln

 

Mit einem Lächeln oder sogar Lachen lässt sich leichter eine Brücke zu anderen Menschen zu bauen. Das wirkt offen und freundlich. Ein echtes Lächeln kommt von innen und basiert auf der passenden mentalen Einstellung und nicht auf einer Maske. So ein Dauergrinsen sieht anders aus als ein echtes Lächeln, das als Duchenne-Lächeln bezeichnet wird. Da lachen auch die Augen und die Augenfältchen mit.

 

 

 

3. Emotionen

 

Erlebe innerlich intensiv, was du vermitteln willst, dann spiegelt die Mimik das wider. Weniger ist mehr! Mache bitte nur keine Grimassen.

 

 

 

4. Führe mit deinem Blick

 

Das Publikum registriert, wohin du schaust. So kannst du mit deinem Blick die Aufmerksamkeit des Publikums lenken. Schaue dorthin, wo das Publikum hinsehen soll.

Wenn du ständig zur Tür schaust, wird das so wirken, als wenn du gerne flüchten würdest.

 

 

 

5. Blicke verbinden

 

Gute Redner und Rednerinnen wissen, wie wichtig die Mimik ist. Du vermittelst, mit einem Lächeln, Wertschätzung gegenüber dem Publikum.

Schaue dabei immer wieder in alle Gesichter, erwidere ein Lächeln. Nimm die Hinweise, wie beispielsweise ein Stirnrunzeln zum Anlass, eine Aussage nochmals mit anderen Worten zu wiederholen oder nachzufragen.

 

 

 

6. Heikle Mimik: Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel

 

So manche Mimik kann zu Irritationen führen. Einseitiges Hochziehen der Mundwinkel kann als Zeichen der Überlegenheit gedeutet werden und dem Redner wird dann Arroganz oder Zynismus unterstellt.

 

 

 

7. Heikle Mimik: Dauerlächeln

 

Ein Dauerlächeln wirkt künstlich, selbstgefällig oder auch debil. Redner tun sich damit jedenfalls keinen Gefallen.

So etwas erinnert an schlechte Showmoderatoren oder Gebrauchtwagenverkäufer aus US-Filmen. Wer ohne Pause lächelt, macht sein Gegenüber misstrauisch. Hüten Sie sich vor schlechter Mimik, also aufgesetztem Lächeln.

Gibt es während deiner Rede Stellen, an denen du die Zuhörer zum Nachdenken anregen oder Betroffenheit ausdrücken willst, dann passt das vermutlich nicht. Wenn du dort strahlst wie ein Honigkuchenpferd, nimmt dir niemand die Ernsthaftigkeit deiner Botschaften ab.

 

 

 

8. Heikle Mimik: Angespannter Kiefer

 

Wer die Zähne energisch aufeinander presst, wirkt möglicherweise zornig und aggressiv oder zumindest verkrampft.

 

 

 

9. Heikle Mimik: Lächeln und Zähne zeigen

 

Was in den USA üblicher ist, irritiert hierzulande als Piranha-Lächeln. Es wird leicht Oberflächlichkeit und unlautere Verkäufermentalität unterstellt.

 

 

 

10. Heikle Mimik: Griff an die Nase oder vor den Mund

 

Fasse dir während Ihrer Rede nicht an Nase, Mund oder Kinn. So etwas gilt klassische Zeichen für Unsicherheit und wird von Zuhörenden schnell negativ aufgefasst. Es ist hinsichtlich der Körpersprache so viel Halbwissen im Umlauf, dass Vorsicht angebracht ist.

Seit Pinocchio gilt das als Zeichen der Lüge und weshalb solltest du freiwillig Zweifel säen?

 

 

 

11. Weitere heikle Mimik

 

In meinen Artikeln Die Körpersprache beruhigt oder schadet in heiklen Situationen und 12 Tipps, wie du durch Körpersprache Vertrauen förderst, findest du Hinweise, wie Körpersprache helfen und wie sie schaden kann.

 

 

 

12. Passen Sie Ihre Mimik der Gruppengröße an

 

Wenn dein Publikum wächst, sollten auch die Gesichtsausdrücke ausgeprägter ausfallen. Wenn die Person in der letzten Reihe Ihrer Präsentation nicht in der Lage ist, Ihr Gesicht zu lesen, wird sie als ein neutraler Ausdruck und somit als Ihr fehlendes Interesse wahrgenommen.

 

 

 

13. Die Wirkung der Mimik erkunden

 

Mimik hat meist einen kleinen Anteil an der Präsentation, weshalb sie tendenziell unterschätzt wird, aber sie spielt eine große Rolle dabei, dass Redner und Botschaft überzeugen. Es lohnt sich, die Wirkung zu erkunden.

 

 

 

14. Beobachte dein Publikum

 

So wie dein Gesichtsausdruck einen Einblick in deine Emotionen gibt, so ermöglichen die Gesichtsausdrücke deines Publikums einen Einblick in deren Gefühlswelt.

Beachte die Mimik deines Publikums. Wenn die Ausdrücke des Publikums ausdruckslos sind, besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass es sich geistig verabschiedet hat, weil es sich langweilt. Oder deren Mimik vermittelt Freude und Aufregung oder es ist gespannt, aufnahmebereit oder …

Indem du die Mimik deines Publikums berücksichtigst, bist du besser in der Lage, spontan Entscheidungen und Anpassungen zu treffen, um die Aufmerksamkeit zu fesseln.

 

 

 

15. Pult oder Manuskript

 

Wo auch immer sich dein Redemanuskript befindet, ob als Papierstapel auf dem Pult oder als Stichpunktkarten in der Hand, vermeide es in jedem Fall den ständigen Blick darauf. Lerne bei mir, wie du den Kontakt zum Publikum hältst.

 

 

 

16. Übung

 

Wie bei jeder Präsentationsfertigkeit braucht es auch bei der Mimik Übung, um sie so zu entwickeln, dass sie sowohl authentisch als auch wirksam ist.

Übe deine Präsentation und die Dinge, die du bei mir erfahren hast, vor einem Spiegel, um sich bei einem Probedurchlauf ausschließlich auf Ihre Mimik zu konzentrieren. Das wird dir helfen, deinen Ausdruck spielerisch erkunden

 

 

 

17. Unterstützung

 

Ich, als professioneller Redecoach, werde mit meinen Klienten keine Masken üben, sondern auf mögliches Potenzial für Missverständnisse hinweisen und entsprechende Zustände von innen heraus fördern.

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Antworten auf häufige Fragen

Was ist Mimik?

Mimik bezieht sich auf die Gesichtsausdrücke und -bewegungen, die eine Person zeigt, um Gefühle, Emotionen oder Absichten auszudrücken. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und kann auch auf die eigene Stimmung oder Haltung hinweisen. Sie kann zum Beispiel durch die Bewegung der Augenbrauen, des Mundes oder der Wangenmuskulatur ausgedrückt werden.

Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Körpersprache und kann zusammen mit anderen Faktoren wie zum Beispiel der Gestik, der Haltung und der Proxemik (der Distanz zu anderen Personen) interpretiert werden. Die Mimik kann dazu beitragen, die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen und die Kommunikation zu verbessern.

Weshalb ist Mimik bei der Kommunikation von Bedeutung?

Mimik ist bei der Kommunikation von Bedeutung, da sie dazu beitragen kann, die Bedeutung von Worten und Sätzen zu verstärken oder zu verändern und die Stimmung einer Person oder einer Gruppe zu verstehen. Die Mimik ist ein wichtiger Bestandteil der nonverbalen Kommunikation und kann sowohl bewusst als auch unbewusst gesteuert werden.

Durch die Mimik können Gefühle, Emotionen oder Absichten ausgedrückt werden, die möglicherweise nicht direkt in Worte gefasst werden können. Sie kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Welche Rolle spielt Lächeln in Reden und Präsentationen?

Lächeln kann in Reden und Präsentationen eine wichtige Rolle spielen, da es die Stimmung verbessern und das Publikum beruhigen kann. Ein Lächeln kann dazu beitragen, die Atmosphäre zu entspannen und das Vertrauen zwischen dem Sprecher und dem Publikum zu stärken.

Ein Lächeln kann auch dazu beitragen, die Glaubwürdigkeit und die Sympathie des Sprechers zu erhöhen und die Zuhörer zu motivieren und zu begeistern. Es kann zudem dazu beitragen, dass die Präsentation oder Rede für das Publikum angenehmer und leichter verständlich ist.

Es ist allerdings wichtig zu beachten, dass ein Lächeln nicht immer angebracht ist und dass es in manchen Situationen unpassend oder sogar fehl am Platz wirken kann. Ein Lächeln sollte daher immer im Kontext betrachtet und bewusst eingesetzt werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Vorzugsweise kommt ein Lächeln von innen heraus, anstatt aufgesetzt zu werden.

Weshalb achtet das Publikum bei Reden und Präsentationen auf die Mimik?

Das Publikum achtet bei Reden und Präsentationen häufig auf die Mimik, da diese dazu beitragen kann, die Stimmung, die Haltung und die Absichten des Sprechers zu verstehen und zu interpretieren. Die Mimik kann zum Beispiel dazu beitragen, die Aufrichtigkeit oder Ehrlichkeit einer Person zu verdeutlichen oder ihre Haltung oder Stimmung zu vermitteln.

Das Publikum achtet auch auf die Mimik, um sich ein Bild von der Persönlichkeit oder dem Charakter des Sprechers zu machen und um seine Glaubwürdigkeit und Sympathie einzuschätzen. Eine positive Mimik kann dazu beitragen, dass das Publikum sich mehr für die Präsentation oder Rede interessiert und motiviert fühlt.

Was ist Inkongruenz bei der Körpersprache?

Inkongruenz bei der Körpersprache bezieht sich auf die Diskrepanz zwischen verbalen und nonverbalen Botschaften, die während der Kommunikation übermittelt werden. Dies kann zum Beispiel auftreten, wenn jemand etwas sagt, das nicht mit seiner Mimik, Gestik oder Haltung übereinstimmt. Beispiel: Redende sprechen von Begeisterung für etwas, doch das Gesicht ist ausdruckslos.

Inkongruenz bei der Körpersprache kann dazu führen, dass die Kommunikation unglaubwürdig oder verwirrend wirkt und das Vertrauen und die Sympathie der Kommunikationspartner untergraben werden. Sie kann auch dazu beitragen, dass Missverständnisse entstehen und die Kommunikation erschwert wird.

Es ist daher wichtig, bei der Kommunikation auf eine kongruente Körpersprache zu achten, um die Glaubwürdigkeit und die Sympathie zu erhöhen und Missverständnisse zu vermeiden. Eine kongruente Körpersprache kann dazu beitragen, die Beziehung zu den Kommunikationspartnern zu stärken und das Verständnis der gegenseitigen Perspektiven zu verbessern.

P.S.

 

Worauf achtest du bei dir und anderen Menschen hinsichtlich der Mimik?

Rhetorik und Körpersprache: Bei der Mimik die Kirche im Dorf lassen

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 18. August 2019
AN: #1238
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Englische Version: https://www.karstennoack.com/facial-expressions-public-speaking/