Suggestivfragen erkennen: Wie Fragen Antworten beeinflussen

Suggestivfragen erkennen

Wie Fragen Antworten beeinflussen
Suggestivfragen: Gut oder schlecht?

Suggestivfragen: Wie Fragen unsere Antworten lenken – und wie du klar bleibst

 

„Du findest doch auch, dass das die beste Lösung ist?“

Eine einfache Frage.

Zumindest sieht sie so aus.

Doch eigentlich passiert bereits mehr.

Die Frage möchte kaum erfahren, was du denkst.

Sie zeigt dir vielmehr, was du denken sollst.

Genau das macht Suggestivfragen interessant.

Sie begegnen uns in Verhandlungen.

In Verkaufsgesprächen.

In Interviews.

In Konflikten.

In Beziehungen.

Und manchmal sogar in unseren eigenen Gedanken.

Deshalb lohnt sich weniger die pauschale Frage:

Sind Suggestivfragen gut oder schlecht?

Spannender ist:

Wie beeinflusst eine Frage mein Denken – und wie frei bin ich noch in meiner Antwort?

 

 

 

Was ist eine Suggestivfrage?

 

Eine Suggestivfrage ist so formuliert, dass sie eine bestimmte Antwort nahelegt.

Zum Beispiel:

„Sie wollen doch sicherlich auch Kosten sparen?“

Oder:

„Findest du nicht auch, dass wir lange genug gewartet haben?“

Oder:

„Ist es nicht offensichtlich, dass dieser Weg besser ist?“

Formal sind das Fragen.

Doch in ihnen steckt bereits eine Richtung.

Der Fragende möchte weniger herausfinden, ob du zustimmst.

Er erleichtert dir vielmehr die Zustimmung.

Das kann subtil sein.

Und genau deshalb lohnt es sich, genauer hinzuhören.

 

 

 

Jede Frage lenkt Aufmerksamkeit

 

Zunächst eine wichtige Differenzierung:

Fragen sind niemals vollkommen neutral.

Wenn ich dich frage:

„Was gefällt dir an diesem Vorschlag?“

richtest du deine Aufmerksamkeit auf die Vorteile.

Frage ich:

„Welche Risiken siehst du?“

suchst du nach Risiken.

Frage ich:

„Welche Alternativen haben wir?“

richtet sich dein Denken auf weitere Möglichkeiten.

Schon die Auswahl einer Frage beeinflusst also, worüber nachgedacht wird.

Das ist zunächst vollkommen normal.

Die entscheidende Grenze verläuft weniger zwischen Beeinflussung und völliger Neutralität.

Interessanter ist:

Wie viel Offenheit lässt die Frage für eine eigene Antwort?

 

 

 

Eine Frage kann offen aussehen und bereits eine Behauptung enthalten

 

Besonders interessant sind Suggestivfragen, die eine Annahme einschmuggeln.

Zum Beispiel:

„Warum reagierst du schon wieder so empfindlich?“

Wer darauf antwortet:

„Weil …“

hat möglicherweise bereits zwei Behauptungen akzeptiert:

Erstens:

Du reagierst empfindlich.

Zweitens:

Das geschieht wiederholt.

Dabei könnten genau diese Behauptungen strittig sein.

Eine kluge Antwort muss deshalb keineswegs innerhalb des angebotenen Rahmens bleiben.

Du kannst sagen:

„Ich teile die Annahme in deiner Frage nicht.“

Oder:

„Was genau empfindest du an meiner Reaktion als empfindlich?“

Damit beantwortest du weniger die Suggestion.

Du prüfst ihre Grundlage.

 

 

 

Die versteckte Annahme ist häufig wichtiger als die Frage

 

Nehmen wir ein anderes Beispiel:

„Wann wirst du endlich vernünftig mit Geld umgehen?“

Die sichtbare Frage betrifft einen Zeitpunkt.

Die versteckte Behauptung lautet:

„Du gehst bisher unvernünftig mit Geld um.“

Oder:

„Warum willst du das Projekt unbedingt verhindern?“

Die Frage nach dem Warum setzt bereits voraus:

Du willst das Projekt verhindern.

Vielleicht möchtest du lediglich einen bestimmten Punkt prüfen.

Deshalb gehört zu guter Gesprächsführung die Fähigkeit, Fragen in zwei Ebenen zu zerlegen:

Was werde ich gefragt?

Und:

Was soll ich dabei gleichzeitig als gegeben akzeptieren?

Diese zweite Frage ist häufig die wichtigere.

 

 

 

Wörter, die Aufmerksamkeit verdienen

 

Suggestive Formulierungen lassen sich manchmal an bestimmten Wörtern erkennen.

Zum Beispiel:

„doch“

„auch“

„sicherlich“

„offensichtlich“

„natürlich“

„selbstverständlich“

„bekanntlich“

„endlich“

„wieder“

„immer noch“

Ein Beispiel:

„Sie möchten sicherlich ebenfalls eine schnelle Lösung.“

Das Wort „sicherlich“ signalisiert bereits die erwartete Antwort.

Oder:

„Du siehst doch auch, dass dieser Vorschlag vernünftig ist.“

„doch auch“ erzeugt sozialen und sprachlichen Zustimmungsdruck.

Solche Wörter beweisen für sich allein wenig.

Sie können jedoch Hinweise sein.

Entscheidend bleibt der gesamte Zusammenhang.

 

 

 

Auch Tonfall und Situation beeinflussen eine Frage

 

Die gleiche Formulierung kann unterschiedlich wirken.

„Du möchtest das wirklich?“

kann ehrlich interessiert klingen.

Überrascht.

Skeptisch.

Spöttisch.

Oder warnend.

Deshalb entsteht Suggestion keineswegs ausschließlich durch Wörter.

Auch Betonung, Mimik, Kontext und Machtverhältnisse beeinflussen, wie frei sich eine Antwort anfühlt.

Eine Frage des Vorgesetzten vor versammelter Mannschaft kann eine andere Wirkung haben als dieselbe Frage unter vier Augen.

Kommunikation besteht immer aus mehr als dem Satz allein.

 

 

 

Suggestivfragen funktionieren besonders gut, wenn wir schnell antworten

 

Viele Suggestivfragen nutzen einen einfachen Mechanismus:

Sie geben einen Rahmen vor.

Und wir antworten innerhalb dieses Rahmens.

„Was gefällt Ihnen besser – Variante A oder Variante B?“

Vielleicht lautet deine eigentliche Antwort:

„Keine von beiden.“

Doch sobald du beginnst, A und B miteinander zu vergleichen, hast du den vorgegebenen Entscheidungsraum bereits akzeptiert.

Deshalb ist eine kurze Pause manchmal ausgesprochen wertvoll.

Frag dich:

Muss ich zwischen den angebotenen Möglichkeiten wählen?

Oder gibt es eine dritte Antwort?

Diese kleine Unterbrechung kann Handlungsspielraum zurückgeben.

 

 

 

Suggestivfragen und Framing

 

Hier berühren Suggestivfragen ein größeres Thema:

Framing.

Ein Frame ist der Deutungsrahmen, in dem etwas betrachtet wird.

Zum Beispiel:

„Wie teuer wird diese Veränderung?“

lenkt Aufmerksamkeit auf Kosten.

„Was kostet es uns, wenn wir nichts verändern?“

lenkt Aufmerksamkeit auf die Kosten des Stillstands.

Beide Fragen können berechtigt sein.

Gemeinsam ergeben sie möglicherweise ein wesentlich vollständigeres Bild.

Deshalb bedeutet kritisches Denken keineswegs, Frames vermeiden zu wollen.

Es bedeutet:

den vorhandenen Frame erkennen und bei Bedarf weitere Perspektiven hinzufügen.

 

 

 

Suggestivfragen in Verhandlungen

 

In Verhandlungen werden Suggestivfragen gern eingesetzt.

Zum Beispiel:

„Wir sind uns doch einig, dass Qualität ihren Preis hat?“

Oder:

„Sie wollen die Entscheidung sicherlich heute noch abschließen?“

Oder:

„Dann können wir diesen Punkt wohl als geklärt betrachten?“

Solche Fragen können Tempo erzeugen und Zustimmung erleichtern.

Die wichtigste Fähigkeit besteht darin, den Takt des anderen keineswegs automatisch zu übernehmen.

Du kannst sagen:

„Diesen Punkt möchte ich noch prüfen.“

Oder:

„Über die Bedeutung von Qualität sind wir uns einig. Über den konkreten Preis sprechen wir gerade.“

Oder:

„Eine Entscheidung treffe ich, sobald die entscheidenden Fragen geklärt sind.“

Damit bleibst du im Gespräch.

Und zugleich bei deinem eigenen Maßstab.

 

 

 

Suggestivfragen in Konflikten

 

Besonders heikel werden Suggestivfragen, wenn sie mit Bewertungen verbunden sind.

„Willst du wirklich schon wieder einen Streit anfangen?“

„Musst du immer alles so kompliziert machen?“

„Kannst du einmal vernünftig reagieren?“

Das sind kaum offene Einladungen zum Austausch.

Die Fragen enthalten bereits Bewertungen.

Wer nun beginnt, sich ausführlich zu rechtfertigen, diskutiert schnell innerhalb eines Rahmens, den die andere Person gesetzt hat.

Hilfreicher kann sein:

„Ich möchte den Punkt klären, um den es gerade geht.“

Oder:

„Mit der Bewertung in deiner Frage bin ich nicht einverstanden. Lass uns über das konkrete Verhalten sprechen.“

Damit verschiebst du das Gespräch zurück auf eine überprüfbare Ebene.

 

 

 

Suggestivfragen können auch wohlwollend gemeint sein

 

Suggestivfragen sind keineswegs automatisch Ausdruck manipulativer Absichten.

Ein Mensch kann aus Ungeduld suggestiv fragen.

Aus Begeisterung.

Aus Gewohnheit.

Aus dem Wunsch nach Gemeinsamkeit.

Oder weil ihm gar nicht bewusst ist, wie stark seine Formulierung bereits eine Antwort vorgibt.

Zum Beispiel:

„Du freust dich bestimmt schon auf die neue Aufgabe.“

Das kann freundlich gemeint sein.

Vielleicht freut sich die andere Person tatsächlich.

Vielleicht empfindet sie zugleich Sorge.

Eine offenere Frage würde mehr Raum geben:

„Wie geht es dir mit der neuen Aufgabe?“

Deshalb lohnt sich auch bei guter Absicht die Frage:

Möchte ich wirklich etwas erfahren – oder möchte ich meine Erwartung bestätigt bekommen?

 

 

 

Wann Suggestivfragen sinnvoll sein können

 

Es gibt Situationen, in denen eine gewisse Lenkung durchaus hilfreich sein kann.

In einer Präsentation kann eine Frage Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Aspekt richten.

Im Coaching kann eine bewusst gewählte Frage eine bisher übersehene Perspektive zugänglich machen.

In einem Gespräch kann eine Frage helfen, Möglichkeiten wahrzunehmen.

Zum Beispiel:

„Was könnte trotz der Schwierigkeiten funktionieren?“

Auch diese Frage lenkt.

Sie lenkt Aufmerksamkeit auf Möglichkeiten.

Entscheidend ist die Transparenz und der Handlungsspielraum.

Eine hilfreiche Frage erweitert Möglichkeiten.

Eine problematische Suggestivfrage versucht eher, eine bestimmte Antwort als selbstverständlich erscheinen zu lassen.

 

 

 

Wie du Suggestivfragen souverän beantwortest

 

Du brauchst dafür selten Schlagfertigkeit.

Viel hilfreicher ist Klarheit.

 

1. Beantworte die eigentliche Frage

Du musst die angebotene Formulierung keineswegs übernehmen.

„Sie wollen doch sicherlich auch Kosten sparen?“

Antwort:

„Mir ist das Verhältnis von Kosten, Qualität und langfristigem Nutzen wichtig.“

Damit formulierst du deinen eigenen Maßstab.

 

 

2. Prüfe die Annahme

„Warum bist du schon wieder dagegen?“

Antwort:

„Wie kommst du zu der Annahme, dass ich dagegen bin?“

Damit wird die versteckte Behauptung sichtbar.

 

 

3. Erweitere den Rahmen

„Wollen wir A oder B?“

Antwort:

„Bevor wir zwischen A und B wählen, möchte ich prüfen, ob es weitere Möglichkeiten gibt.“

Du holst dir Entscheidungsspielraum zurück.

 

 

4. Benenne die Lenkung

In wichtigen Situationen kann eine direkte Antwort sinnvoll sein:

„Die Frage legt bereits eine bestimmte Antwort nahe. Ich würde sie gern offener betrachten.“

Ruhig formuliert ist das häufig ausgesprochen wirkungsvoll.

 

 

5. Nimm dir Zeit

Du musst keineswegs sofort antworten.

Gerade bei wichtigen Entscheidungen kann eine kurze Pause verhindern, dass du unbemerkt einen fremden Rahmen übernimmst.

 

 

 

Der Suggestivfragen-Check

 

Wenn eine Frage dich ungewöhnlich stark in eine Richtung zieht, helfen fünf Fragen.

 

1. Was werde ich tatsächlich gefragt?

Reduziere die Frage auf ihren sachlichen Kern.

 

2. Welche Annahme steckt bereits darin?

Was müsste ich als wahr akzeptieren, damit ich die Frage so beantworten kann, wie sie gestellt wurde?

 

3. Welche Antwort wird von mir erwartet?

Ist echter Widerspruch vorgesehen?

 

4. Welche anderen Perspektiven fehlen?

Gibt es weitere Möglichkeiten, Ursachen oder Bewertungsmaßstäbe?

 

5. Wie möchte ich selbst die Frage formulieren?

Das ist häufig die stärkste Gegenbewegung.

Statt lediglich auf den Frame des anderen zu reagieren, formulierst du deinen eigenen.

 

 

 

Die interessantesten Suggestivfragen stellen wir uns manchmal selbst

 

Auch unser innerer Dialog enthält Fragen mit eingebauten Annahmen.

„Warum bekomme ich so etwas nie hin?“

„Warum treffe ich immer die falschen Entscheidungen?“

„Warum verstehen mich die anderen nicht?“

Solche Fragen wirken wie Selbstreflexion.

Doch sie enthalten bereits weitreichende Behauptungen.

„nie“

„immer“

„die anderen“

Damit beginnt die Suche innerhalb eines engen Rahmens.

Hilfreicher können Fragen sein wie:

„Was genau gelingt mir bisher noch nicht?“

„Welche meiner Entscheidungen würde ich heute anders treffen?“

„Was könnte ich klarer kommunizieren?“

„Welche Informationen fehlen mir?“

Die Qualität unserer Fragen beeinflusst die Qualität unseres Denkens.

 

 

 

Gute Fragen öffnen – schlechte Fragen bestätigen

 

Vielleicht liegt darin der wichtigste Unterschied.

Eine gute Frage möchte etwas erfahren.

Sie lässt Überraschungen zu.

Sie kann sogar dazu führen, dass der Fragende seine eigene Einschätzung verändert.

Eine stark suggestive Frage möchte häufig vor allem Bestätigung.

Das ist ein wichtiger Prüfstein:

Bin ich wirklich an der Antwort interessiert?

Oder:

Suche ich Zustimmung zu meiner bereits fertigen Antwort?

Das gilt für Gespräche mit anderen genauso wie für unsere Selbstreflexion.

 

 

 

Fazit: Beantworte die Frage – und prüfe ihren Rahmen

 

Suggestivfragen sind weder geheimnisvolle Manipulationswaffen noch grundsätzlich schlechte Kommunikation.

Sie zeigen etwas sehr Grundsätzliches:

Fragen lenken Aufmerksamkeit.

Manche öffnen Möglichkeiten.

Andere verengen sie.

Manche möchten verstehen.

Andere möchten Zustimmung erzeugen.

Deshalb lohnt sich bei wichtigen Fragen ein kurzer innerer Check:

Was werde ich tatsächlich gefragt?

Welche Annahme steckt bereits darin?

Welche Antwort wird nahegelegt?

Welche Möglichkeiten fehlen?

Und wie würde ich die Frage selbst formulieren?

Denn souveräne Kommunikation bedeutet keineswegs, auf jede Frage innerhalb des angebotenen Rahmens zu antworten.

Manchmal beginnt Klarheit genau dort, wo du erkennst:

Ich darf auch die Frage infrage stellen.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

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Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.​

 

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Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 7. August 2017
Überarbeitung: 02. Mai 2026
Englische Version:

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst
Tipps für erfolgreiche Stegreifreden

Stegreifrede: 23 Tipps für spontanes, souveränes Sprechen

 

Wie du Gedanken schnell ordnest, auf den Punkt kommst und auch in unerwarteten Situationen überzeugend wirkst

 

„Können Sie dazu kurz etwas sagen?“

„Wie schätzen Sie die Situation ein?“

„Vielleicht ein paar Worte aus Sicht der Geschäftsführung?“

„Was empfehlen Sie?“

Und plötzlich schauen alle zu dir.

Solche Momente zeigen etwas Spannendes:

Kommunikative Souveränität zeigt sich besonders deutlich, wenn der vorbereitete Text fehlt und innerhalb weniger Sekunden etwas Eigenes entstehen soll.

Eine klare Einschätzung.

Ein Standpunkt.

Eine Antwort.

Eine kurze Rede.

Ein Gedanke, der Orientierung gibt.

Genau deshalb halte ich Stegreifreden für eine der wertvollsten Übungen der Rhetorik.

Denn hier trainierst du weit mehr als spontanes Reden.

Du trainierst, unter Aufmerksamkeit klar zu denken.

 

 

 

Stegreifreden begegnen dir häufiger, als du denkst

 

Der Begriff klingt zunächst nach Bühne und Publikum.

Im beruflichen Alltag sieht eine Stegreifrede häufig ganz anders aus.

Ein spontaner Beitrag im Meeting.

Eine Antwort vor einem Gremium.

Ein kurzes Statement gegenüber Mitarbeitenden.

Eine unerwartete Frage im Kundengespräch.

Eine Einordnung im Führungskreis.

Ein spontaner Kameraauftritt.

Eine Begrüßung.

Ein Toast.

Oder der Satz:

„Karsten, sagen Sie doch auch einmal etwas dazu.“

Mit wachsender Verantwortung nehmen solche Situationen häufig zu.

Menschen wollen deine Einschätzung.

Deine Haltung.

Deine Orientierung.

Und häufig wollen sie diese jetzt.

 

 

 

Was gute Stegreifredner wirklich können

 

Gute Stegreifredner besitzen selten einen geheimen Vorrat fertiger Reden.

Sie können etwas Wertvolleres:

Sie greifen schnell auf Erfahrungen, Wissen und Haltung zu.

Sie erkennen den wesentlichen Gedanken.

Sie geben ihm eine Struktur.

Und sie bringen ihn so zum Ausdruck, dass andere folgen können.

Das lässt sich entwickeln.

Hier sind 23 Anregungen dafür.

 

 

 

23 Tipps für überzeugende Stegreifreden

 

 

1. Kläre zuerst deinen Punkt

 

Bevor du nach schönen Worten suchst, frage dich:

Was möchte ich eigentlich sagen?

Ein klarer Gedanke trägt häufig mehr als fünf geschliffene Formulierungen.

Deine Botschaft gibt deinem Beitrag Richtung.

 

 

2. Denke vom Ende her

 

Was soll bei den Menschen hängen bleiben?

Eine Erkenntnis?

Eine Entscheidung?

Eine Empfehlung?

Ein nächster Schritt?

Wenn du dein Ziel kennst, findest du leichter einen Weg dorthin.

 

 

3. Gönn dir einen Moment

 

Du wirst angesprochen.

Alle Augen richten sich auf dich.

Jetzt darf ein kurzer Moment entstehen.

Blickkontakt.

Ein Atemzug.

Ein Gedanke.

Eine ruhige Sekunde wirkt häufig wesentlich souveräner als hektischer Aktionismus.

 

 

4. Beginne mit dem Wesentlichen

 

Ein guter Einstieg kann erstaunlich schlicht sein.

„Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

„Ich sehe darin vor allem eine Chance.“

„Der entscheidende Punkt liegt für mich an einer anderen Stelle.“

Damit entsteht sofort Orientierung.

 

 

5. Nutze eine einfache Struktur

 

Spontanes Sprechen wird leichter, sobald dein Denken eine Form bekommt.

Bewährte Möglichkeiten sind beispielsweise:

Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft

Situation – Bedeutung – nächster Schritt

These – Begründung – Beispiel

Problem – Lösung – Nutzen

Einfache Strukturen schaffen gedanklichen Freiraum.

 

 

6. Nutze die Drei-Punkte-Regel

 

Drei Punkte lassen sich gut merken.

Für dich.

Und für dein Publikum.

„Drei Dinge sind aus meiner Sicht wesentlich …“

Schon hast du eine Struktur und gleichzeitig etwas Zeit gewonnen, deine Gedanken zu sortieren.

 

 

7. Probiere P.R.E.P.

 

Eine besonders praktische Struktur für spontane Antworten ist P.R.E.P.:

Point: Was ist dein Standpunkt?

Reason: Weshalb siehst du es so?

Example: Welches Beispiel macht es verständlich?

Point: Was ist dein Fazit?

Damit lässt sich aus einem Gedanken sehr schnell ein vollständiger Beitrag entwickeln.

 

 

8. Entwickle Sprechdenken

 

Eine wichtige Fähigkeit heißt für mich Sprechdenken.

Du brauchst den kompletten Beitrag bereits vor dem ersten Satz im Kopf.

Der erste tragfähige Gedanke reicht als Ausgangspunkt.

Während du sprichst, entwickelst du den nächsten.

Pausen und klare Strukturen helfen dabei.

So entsteht sprachliche Beweglichkeit.

 

 

9. Bleibe bei deiner Botschaft

 

Spontane Situationen verführen leicht dazu, alles sagen zu wollen, was einem gerade einfällt.

Wirkung entsteht durch Auswahl.

Frage dich:

Was gehört jetzt wirklich hierher?

Damit wird aus Wissen Kommunikation.

 

 

10. Sprich über etwas, das dir etwas bedeutet

 

Persönliche Verbindung erleichtert spontanes Sprechen enorm.

Was findest du an diesem Thema interessant?

Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Was ist dir daran wichtig?

Wo du innerlich beteiligt bist, entstehen leichter lebendige Worte.

 

 

11. Nutze Beispiele

 

Abstrakte Aussagen verlangen Denkarbeit.

Beispiele erzeugen Bilder.

Ein kurzes Erlebnis.

Eine konkrete Situation.

Eine Beobachtung.

Ein Vergleich.

Schon wird deine Botschaft greifbarer.

 

 

12. Erzähle kleine Geschichten

 

Eine Stegreifrede braucht selten eine große Heldensaga.

Oft reichen drei Sätze:

Was geschah?

Was war daran bemerkenswert?

Was können wir daraus lernen?

Geschichten geben Gedanken Leben.

 

 

13. Mache Komplexes einfach

 

Gerade kompetente Menschen geraten leicht in eine Falle:

Sie wissen sehr viel.

Deshalb fällt die Auswahl schwer.

Eine hilfreiche Frage lautet:

Was müsste jemand verstehen, der sich mit diesem Thema bisher kaum beschäftigt hat?

Das führt häufig erstaunlich schnell zum Kern.

 

 

14. Verwende klare Sprache

 

Kurze Sätze helfen.

Konkrete Verben helfen.

Anschauliche Worte helfen.

Klarheit wirkt souverän.

Gerade spontane Beiträge gewinnen durch sprachliche Einfachheit.

 

 

15. Nutze Pausen

 

Eine Pause gehört zum Beitrag.

Sie gibt dir Zeit zum Denken.

Sie gibt deinen Worten Gewicht.

Und sie gibt deinem Publikum Gelegenheit, dir zu folgen.

Wer sich Pausen erlaubt, wirkt häufig präsenter.

 

 

16. Bestimme dein Tempo

 

Aufmerksamkeit kann Energie erzeugen.

Diese Energie beschleunigt leicht das Sprechen.

Gib deinen Gedanken Raum.

Ein etwas ruhigeres Tempo unterstützt Klarheit, Stimme und Wirkung.

 

 

17. Lass deine Stimme die Botschaft tragen

 

Worte vermitteln Inhalt.

Die Stimme vermittelt Haltung.

Nutze Betonung.

Tempo.

Pausen.

Lautstärke.

Und vor allem deine natürliche Stimme.

So wird aus Information Kommunikation.

 

 

18. Stehe zu deinem Standpunkt

 

Souveränes spontanes Sprechen bedeutet mehr als flüssiges Formulieren.

Es bedeutet auch:

Ich weiß, wofür ich stehe.

Gerade in Führungs- und Entscheidungssituationen ist diese innere Klarheit wertvoll.

Menschen hören Worte.

Und sie erleben Haltung.

 

 

19. Nutze deinen Körper

 

Ein ruhiger Stand unterstützt einen ruhigen Gedanken.

Richte dich auf.

Nimm Kontakt zu den Menschen auf.

Lass Gesten aus deinen Gedanken entstehen.

Dein Körper kann dir helfen, Präsenz zu entwickeln.

 

 

20. Sprich mit Menschen statt vor Menschen

 

Suche Blickkontakt.

Nimm Reaktionen wahr.

Bleibe in Beziehung.

Eine Stegreifrede ist kein sprachlicher Alleinflug.

Sie ist Kommunikation mit Menschen, die gerade wissen wollen, was du zu sagen hast.

 

 

21. Entwickle einen inneren Notfallkoffer

 

Für anspruchsvolle Situationen helfen einige vertraute Einstiege:

„Ich würde das aus zwei Perspektiven betrachten.“

„Der entscheidende Punkt ist für mich …“

„Lassen Sie mich dazu ein konkretes Beispiel geben.“

„Daraus ergeben sich aus meiner Sicht drei Konsequenzen.“

Solche Formulierungen schaffen Orientierung, bis dein Gedanke Fahrt aufnimmt.

 

 

22. Trainiere Überraschung

 

Spontaneität entwickelt sich durch Erfahrung.

Lass dir überraschende Fragen stellen.

Ziehe zufällige Themen.

Fasse komplexe Sachverhalte in 60 Sekunden zusammen.

Formuliere spontan Empfehlungen.

Begründe Positionen.

Je häufiger du erlebst, dass du etwas Tragfähiges entwickeln kannst, desto größer wird dein Vertrauen in diese Fähigkeit.

 

 

23. Bereite deine Spontaneität vor

 

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Und genau darin liegt ein wesentlicher Schlüssel.

Menschen, die spontan besonders überzeugend wirken, verfügen häufig über einen großen inneren Fundus.

Geschichten.

Beispiele.

Standpunkte.

Erfahrungen.

Fachwissen.

Strukturen.

Sprachliche Bilder.

Wer diesen Fundus pflegt, kann im entscheidenden Moment daraus schöpfen.

Spontaneität profitiert von guter Vorbereitung auf das Unvorhersehbare.

 

 

 

Der Stegreif-Kompass

 

Wenn du spontan gefragt wirst und innerhalb weniger Sekunden Orientierung brauchst, helfen drei Fragen:

 

1. Was ist mein Punkt?

Was möchte ich wirklich sagen?

 

2. Weshalb ist dieser Punkt relevant?

Warum sollten die anderen zuhören?

 

3. Was folgt daraus?

Welche Erkenntnis, Empfehlung oder Handlung ergibt sich?

Diese drei Fragen reichen erstaunlich oft, um aus einem spontanen Gedanken einen klaren Beitrag zu entwickeln.

 

 

 

Die eigentliche Fähigkeit hinter der Stegreifrede

 

Für mich liegt der größte Wert dieser Fähigkeit weit jenseits einer spontanen Rede.

Es geht um etwas Grundsätzlicheres:

Kannst du auf dich und deine Fähigkeiten zugreifen, wenn plötzlich Aufmerksamkeit auf dir liegt?

Kannst du denken, während andere auf deine Antwort warten?

Kannst du Komplexität reduzieren?

Kannst du Haltung zeigen?

Kannst du einen Gedanken so formulieren, dass Menschen ihn verstehen?

Kannst du Orientierung geben?

Genau deshalb ist spontanes Sprechen gerade für Führungskräfte, Unternehmerinnen und Unternehmer, Experten und Menschen in verantwortungsvollen Positionen so wertvoll.

Viele entscheidende Kommunikationsmomente stehen schließlich in keinem Manuskript.

 

 

Souveränität entsteht vor dem entscheidenden Moment

 

Je bedeutender eine Situation wird, desto wertvoller ist es, die eigenen Reaktionsmöglichkeiten vorher kennenzulernen.

Wie denke ich unter Druck?

Was passiert mit meiner Stimme?

Wie schnell komme ich zum Kern?

Welche Formulierungen passen wirklich zu mir?

Wie wirke ich auf andere?

Und wie kann ich meine vorhandenen Fähigkeiten zuverlässiger abrufen?

Daran lässt sich sehr konkret arbeiten.

 

 

Individuelles Sparring für entscheidende Kommunikationssituationen

 

Wenn bei dir viel auf dem Spiel steht, arbeite ich am liebsten an den echten Situationen.

Ein wichtiges Meeting.

Ein Vorstandstermin.

Eine Präsentation.

Ein Medienauftritt.

Eine anspruchsvolle Gesprächssituation.

Eine spontane Rede.

Oder eine Rolle, in der zunehmend erwartet wird, dass du Orientierung gibst.

Im individuellen Sparring entwickeln wir keine künstliche Rhetorik.

Wir arbeiten daran, dass deine Gedanken, deine Haltung und deine Persönlichkeit auch unter anspruchsvollen Bedingungen zugänglich bleiben.

Damit du im entscheidenden Moment weniger nach der perfekten Formulierung suchst und stärker auf das zugreifen kannst, was bereits in dir steckt:

Erfahrung.

Kompetenz.

Urteilsvermögen.

Und deine eigene Stimme.

 

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Antworten auf häufige Fragen

Was ist eine Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist ein spontaner Redebeitrag mit sehr kurzer Vorbereitungszeit. Typische Beispiele sind Statements, Beiträge in Meetings, spontane Begrüßungen und Antworten auf unerwartete Fragen.

Kann man Stegreifreden lernen?

Ja. Besonders gut trainierbar sind Struktur, Sprechdenken, Prägnanz, Zustandsmanagement, Stimme, Körpersprache und der Umgang mit überraschenden Fragen.

Was hilft bei einem spontanen Blackout?

Ein Atemzug, eine kurze Pause und eine vertraute Struktur geben Orientierung. Hilfreich ist beispielsweise der Einstieg: „Für mich sind dabei drei Punkte entscheidend.“

Welche Struktur eignet sich für spontane Antworten?

Sehr praktikabel sind die Drei-Punkte-Struktur sowie P.R.E.P.: Standpunkt, Begründung, Beispiel und abschließender Standpunkt.

Wie halte ich eine gute Stegreifrede?

Eine Stegreifrede ist eine Rede, die ohne vorheriges Skript oder Vorlage gehalten wird. Sie kann schwierig sein, da Sie sich auf das Improvisieren und die Fähigkeit verlassen müssen, sich schnell auf neue Themen einzustellen und diese zu präsentieren. Um eine gute Stegreifrede zu halten, gibt es einige Tipps, die Sie beachten können:

1. Vorbereitung

Obwohl Sie kein Skript haben, solltest du sich trotzdem auf die Rede vorbereiten. Überlegen Sie sich, welche Themen Sie voraussichtlich ansprechen werden und machen Sie sich Notizen, die Ihnen als Leitfaden dienen können.

 

2. Struktur

Auch bei einer Stegreifrede ist es wichtig, eine klare Struktur zu haben. Geben Sie Ihrer Rede eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss.

 

3. Körpersprache

Nutzen Sie Ihre Körpersprache, um Ihre Rede zu unterstreichen und das Publikum zu begeistern. Machen Sie Gebrauch von Gesten und Mimik, um Ihre Aussagen zu verdeutlichen.

 

4. Verbindung zum Publikum

Stellen Sie eine Verbindung zum Publikum her, indem Sie auf deren Bedürfnisse und Interessen eingehen. Fragen Sie das Publikum, welche Themen es interessieren und beziehen Sie diese in Ihre Rede ein.

 

5. Selbstvertrauen

Haben Sie Selbstvertrauen in Ihre Fähigkeiten und zeigen Sie dies auch nach außen hin. Atmen Sie tief durch und zeigen Sie Ihre Stärke und Kompetenz.

 

Wenn Sie diese Tipps beachten, werden Sie in der Lage sein, eine überzeugende und interessante Stegreifrede zu halten.

Weshalb sind Stegreifreden für Führungskräfte besonders relevant?

Mit wachsender Verantwortung entstehen viele wichtige Kommunikationsmomente spontan. Menschen erwarten Einschätzungen, Entscheidungen und Orientierung. Die Fähigkeit, Gedanken schnell zu ordnen und verständlich auszudrücken, unterstützt dabei erheblich.

P.S.

 

Wie meisterst du deine Stegreifreden und worauf gilt es aus deiner Sicht zu achten?

Spontaneität will wohlüberlegt sein.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 3. November 2014
Überarbeitung: 27. April 2022
AN: #45486
K: CNB
Ü: B

Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Die Möglichkeitsform im Glossar zu Rhetorik, Präsentation, Kommunikation,...
Konjunktive

Übersicht

 

 

 

 

Konjunktive

 

Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und bisweilen sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

 

Beispiele:

  • „Ich würde sagen…“
  • „Ich würde meinen…“
  • „Dürfte ich Sie um Ihre Aufmerksamkeit bitten?“
  • „Könnten Sie sich vorstellen…“

 

 

 

Gründe für den unnötigen Einsatz von Konjunktiven

 

Zu den Gründen für ihren Einsatz gehören Unsicherheiten und der Wunsch sich nicht eindeutig positionieren zu müssen, um sich vermeintlich nicht angreifbar zu machen. Auch kann es am Bestreben liegen möglichst vorsichtig ans Werk zu gehen, um niemanden zu verärgern. Johann Wolfgang von Goethe lässt Baccalaureus in Faust: Der Tragödie zweiter Teil. (Stuttgart, 1832) sagen; „Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.“

 

 

 

Folgen des unnötigen Einsatzes von Konjunktiven

 

Wer zu unbedacht Konjunktive einsetzt, reduziert die eigene Überzeugungskraft. Die Botschaft wird durch solche Weichmacher verwischt und ihr Kraft entzogen. Falls Sie wirklich meinen, was Sie sagen wollen, dann bitte klar und deutlich!

 

 

 

Besser

 

Besser als beispielsweise „Ich würde empfehlen …“ ist „Ich empfehle …“

 

 

 

 

Und selbst? Wirkungsanalyse.

 

Wir haben alle unsere blinden Flecken. Oft sind wir uns nicht bewusst wie wir auf andere Menschen wirken und welche Auswirkungen unserer Handlungen haben. Von Zeit zu Zeit lohnt sich daher eine professionelle Wirkungsanalyse. Lassen Sie sich konstruktives Feedback geben, das Sie voranbringt.

Video

Vorsicht, Konjunktiv! Wie du deine Wirkung nicht versehentlich weichzeichnest

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Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

  • Ziel und Kernbotschaft

  • Struktur und Dramaturgie

  • Argumentation und Storytelling

  • Sprache und Formulierungen

  • Folien und Visualisierung

  • Stimme, Körpersprache und Präsenz

  • Lampenfieber und Auftrittssicherheit

  • kritische Fragen und Einwände

  • einen realistischen Probelauf mit professionellem Feedback

Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

Entscheidend ist, was zu dir, deinem Publikum und deinem konkreten Ziel passt.

Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

Wenn von deinem Auftritt besonders viel abhängt – beispielsweise bei einer Vorstandspräsentation, einem wichtigen Pitch, einem Auftritt vor Investoren oder einer vergleichbaren Situation mit hoher Tragweite – gibt es dafür einen eigenen Rahmen.

→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

P.S.

 

Setzen Sie Konjunktive ein und wie reagieren Sie auf Konjunktive bei anderen Rednern?

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Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und oft sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

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Autor: Karsten Noack 
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2009
Überarbeitung: 14. Januar 2019
AN: #371

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, nix Tacheles! Sprache, die manipulieren will.

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, Aufblähungen, nix Tacheles!

Die Flucht vor Wahrheit und Verantwortung: Manipulation, Sprachkompetenz, Beispiele, ...
Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei

Euphemismus, Euphemismen, Schönfärberei, …

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei, durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Euphemismen sind nicht nur in der Politik im Einsatz. Lerne Schönfärberei schneller zu erkennen.

Video

Wie Euphemismen dich austricksen

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Euphemismen

 

Schönfärberei auf Wortebene:
Pflicht statt Zwang, Peanuts statt Kleinkram, naturidentisch statt künstlich.
Besser wird es dadurch nicht.

Schönfärberei

 

Ein paar Häuser weiter steht ein Gebäude, das seit heute in wunderschönen Farben erstrahlt. Vor wenigen Tagen sah es noch grau und abrissreif oder zumindest verkommen aus. Es ist schon erstaunlich, wie mit etwas Fassadenfarbe der äußere Schein beeinflusst werden kann.

Wie ich erfahren habe, sollen die einzelnen Einheiten nun als Eigentumswohnungen möglichst gewinnbringend an Frau und Mann gebracht werden. Vermutlich wird das nur bei Menschen gelingen, die das Objekt nicht kennen und hinter die Fassade schauen. Die Käufer tun mir leid, denn hinter dem oberflächlichen Farbauftrag verbirgt sich eine traurige Bausubstanz. Wie so oft, so ging auch hier der ganze Aufwand in die Verpackung, anstatt sich dem Inhalt zu widmen. Das wird ein trauriges Erwachen für diejenigen, die das nicht durchschauen.

Nach dem ersten Studium, als Dipl.-Ingenieur, hatte ich es selbst mit Gebäuden und deren Zustand zu tun. Heute begegnen mir Verschleierungsversuche anderenorts und statt Farbe kommen in erster Linie Worte zum Einsatz. Diese der Schönfärberei gewidmeten Worte nennen sich Euphemismen.

 

 

Was ist ein Euphemismus?

 

Der Begriff Euphemismus stammt aus dem Griechischen und heißt frei übersetzt „Worte von guter Bedeutung“. Ein Euphemismus ist ein Stilmittel, mit dessen Hilfe ein Sachverhalt, ein Gegenstand oder eine Person beschönigend umschrieben wird. Es gibt viele Zusammenhänge, in denen es erstrebenswert erscheint, unangenehme Wahrheiten positiver klingen zu lassen. So begegnen uns Euphemismen an vielen Stellen wie beispielsweise im Alltag, in der Politik, in der Werbung, in der Wirtschaft und in der Literatur.

Flucht vor der Wahrheit und Verantwortung

 

Euphemismen dienen der Schönfärberei. Wer sollte etwas gegen mehr Farbe in der Welt haben?

Leider geht es bei Euphemismen seltener darum, der Welt etwas Gutes zu tun. Durch sprachliche Kosmetik soll Hässliches weniger hässlich erscheinen. Wird beispielsweise statt von Entlassungen von Freisetzungen gesprochen, dann mit der Hoffnung, dass, wenn es nicht mehr so hässlich klingt, auch die Reaktionen weniger heftig ausfallen. Häufig wird der Versuch erkannt, denn nicht die Worte sind hässlich, sondern die Tatsachen, für die sie stehen. Deshalb bekommen die verwendeten Worte mit der Zeit eine neue Bedeutung, einen neuen Anstrich oder zumindest einen Beigeschmack. Allzu oft jedoch werden sie nicht als Nepp erkannt.

Solche Schönfärberei ist mehr als eine schlechte Angewohnheit. Sie ist verräterisch und in ihrer Wirkung hinsichtlich der Beziehungen destruktiv. Verräterisch ist sie deshalb, weil sie deutlich macht, dass jemand, wenn es kritisch wird, die Dinge nicht beim Namen nennt und zur Verantwortung steht, sondern versucht, die Folgen des eigenen Handelns zu verharmlosen.

Beispiele

Euphemismen A

 

  • aalglatt statt geschickt skrupellos
  • abenteuerlich statt unglaubwürdig
  • Abfallentsorgung statt Müllentfernung
  • abfüllen statt betrunken machen
  • abgetakelt statt alt und unansehnlich
  • abknüpfen statt kopieren
  • Ableben statt Tod
  • Abschreckungsmittel statt Atombombe
  • abstottern statt Raten zahlen
  • Allgemeinmediziner statt Hausarzt
  • alternative Verhörmethoden statt Folter
  • alternativlos statt nicht diskutierbar
  • antifachistischer Schutzwall statt Berliner Mauer
  • Asket statt Geizhals
  • ausradieren statt vernichten, umbringen

Euphemismen B

 

  • Bammel statt Angst
  • Baustelle statt Problem
  • Befreiung statt Unterwerfung
  • Beharrlichkeit statt Sturheit
  • Beitragsanpassung statt Beitragserhöhung
  • belastbar statt ausbeutbar
  • Belehrung statt Tadel
  • beratungsresistent statt uneinsichtig, dumm
  • Betreuer statt Vormund
  • bildungsferne Schichten statt ungebildete Menschen
  • blauer Dunst statt giftiger Zigarettenrauch
  • böhmische Dörfer statt Unverständliches
  • breit statt betrunken
  • Bürgernähe statt Populismus

Euphemismen C

 

  • Compliance statt Befolgung therapeutischer Empfehlungen

Euphemismen D

 

  • Dampf ablasen statt wütend toben
  • defekt statt kaputt
  • Demokratur statt als Demokratie getarnte Diktatur

Euphemismen E

 

  • Ehrenmord statt archaisch motivierter Mord
  • einbuchten statt einsperren
  • einfach statt dumm
  • einkommensschwach statt arm
  • eliminieren statt ermorden
  • entblättern statt ausziehen
  • Erfindung statt Lüge
  • erledigen statt ermorden

Euphemismen F

 

  • Fahrgestell statt Unterkörper
  • Facility Manager statt Hausmeister
  • Farbe ins Spiel bringen statt etwas interessanter machen
  • farbig statt dunkler Hautfarbe
  • Fehltritt statt Straftat
  • Fersengeld geben statt flüchten
  • Feuchtbiotop statt Sumpf
  • flatterhaft statt liederlich
  • Flitzer statt Exhibitionist
  • flüssiges Brot statt Bier
  • förderungswürdig statt schlecht
  • Frau in den besten Jahren statt ältere Frau
  • freie Mitarbeiter stat Scheinselbstständige
  • Freiheitsstrafe statt Gefängnisstrafe
  • Freitod statt Selbsttötung
  • Freisetzung statt Entlassung
  • fremdfinanzierten statt Schulden machen
  • fremdgehen statt außerehelich GV ausüben
  • Freudenhaus statt Bordell
  • Freudenmädchen statt Prostituierte
  • Freund und Helfer statt Polizist
  • Freundliches Feuer (Friendly Fire) statt Beschuss durch eigene Arme
  • Frontanpassung statt Rückzug
  • Fuchs statt schlauer Mensch
  • für sich behalten statt verschweigen
  • förderungswürdig statt schlecht

Euphemismen G

 

  • gefallen statt im Krieg gestorben
  • gehörlos statt taub
  • Geisterfahrer statt Falschfahrer
  • geistige Getränke statt alkoholische Getränke
  • geistige Umnachtung statt Wahnsinn
  • Gelackmeierter statt Benachteiligter
  • gemütskrank statt psychisch krank
  • Geopolitik statt Machtpolitik
  • Gerstenkaltschale statt Glas Bier
  • Gerstensaft statt Bier
  • Gerstentee statt Bier
  • Geschichten erzählen statt lügen
  • Geschwisterliebe statt Inzest
  • Gesichtserker statt große Nase
  • gesund statt geschmacklos, nüchtern
  • Gewinnwarnung statt Verlustankündigung
  • Gleichstellung statt Frauenförderung
  • glücklos statt erfolglos
  • Gottesacker statt Friedhof
  • Gotteshaus stat Kirche
  • gute Stube statt Wohnzimmer
  • guter Hoffnung statt schwanger
  • Gänsewein statt Mineralwasser
  • gutsituiert statt reich

Euphemismen H

 

  • Hahnrei statt betrogener Ehemann
  • Halbgott in Schwarz statt Richter
  • Halbgott in Weiß statt Arzt
  • Halbwelt statt kriminelles Milieu
  • halt die Luft an! statt Schweig!
  • Hand an sich legen statt sich umbringen
  • Handicap statt Behinderung
  • harte Spielweise statt unfaire Spielweise
  • Hasenfuß statt ängstlicher Mensch
  • Heilanstalt statt Irrenanstalt
  • Heiliger Krieg statt religiös gerechtfertigter Krieg
  • Heiliger Vater statt Papst
  • Heimgang statt Tod
  • heimgehen statt sterben
  • Heimkino statt Fernsehen
  • Herausforderung statt Problem
  • hinter schwedischen Gardinen statt im Gefängnis
  • hohe Stirn statt Halbglatze
  • hochpreisig statt teuer
  • Holocaust statt Völkermord
  • Hopfensaft statt Bier
  • horizontal herausgefordert statt fett
  • hopp gehen statt sterben
  • horizontales Gewerbe statt Prostitution
  • Hosenstall statt Hosenschlitz
  • Humankapital statt Menschen die für eine Sache zum Einsatz kommen

Euphemismen I

 

  • Individualist statt Sonderling
  • inhalieren statt gierig essen
  • Instandbesetzung statt Hausbesetzung
  • ins Gras beissen statt sterben
  • Interessengruppe statt Lobby
  • introvertiert statt kontaktscheu
  • Irritation statt Hautrötung oder Pickel

Euphemismen J

 

  • Jagdschein statt Unzurechnungsfähigkeit
  • Jägerlatein statt Lüge

Euphemismen K

 

  • kalt erwischt statt unvorbereitet überrascht
  • Kernenergie statt Atomkraft
  • Kernwaffen statt Atomwaffen
  • Kessel statt militärische Umzingelung
  • Kies statt Geld
  • Kinderspiel statt einfaches Vorhaben
  • Knacki statt Inhaftierter
  • Knacks stat Psychose
  • Knarre statt Schusswaffe
  • kognitiv herausgefordert statt dumm
  • Kollateralschaden statt beiläufige Tötung von Zivilisten
  • Konspiration statt Verschwörung
  • korpulent statt übergewichtig
  • korrekt statt pedantisch, pingelig
  • kostenintensiv statt teuer
  • kostenneutral stat umsonst
  • kreative Buchführung statt Bilanzfälschung
  • kräftig statt übergewichtig
  • Kunde der Polizei statt Krimineller
  • kühl statt feindselig

Euphemismen L

 

  • Landesverteidiger statt Soldat
  • Landwirt statt Bauer
  • lange Finger machen statt stehlen
  • Langfinger statt Dieb
  • Leasing statt Ratenzahlung
  • liebenswürdige Übertreibung statt Lüge
  • linken statt betrügen
  • Loch statt Gefängnis
  • Lohnangleichung statt Lohnsenkung

Euphemismen M

 

  • mental herausgefordert statt dumm
  • militärische Lösung statt Krieg
  • Mitbewerber statt Konkurrent
  • Moos statt Geld

Euphemismen N

 

  • Nachbarschaftshilfe statt Schwarzarbeit
  • nah am Wasser gebaut statt weinerlich
  • Nassauer statt Schmarotzer
  • naturidentisch statt künstlich
  • negativer Ertragsüberschuss statt Verlust
  • negatives Wirtschaftswachstum statt Wirtschaftsrückgang
  • nicht alle Latten am Zaun haben statt verrückt sein
  • nicht alle Tassen im Schrank haben statt verrückt sein
  • nicht auf dem Damm statt krank sein
  • nicht auf dem Posten statt krank sein
  • nicht auf der Höhe der Zeit statt veraltet
  • nicht auf der Höhe statt krank sein
  • nicht bei Trost sein statt verrückt sein
  • nicht mehr taufrisch statt alt
  • niederkommen statt gebären
  • Nullwachstums statt Stillstand der Wirtschaftsentwicklung

Euphemismen O

 

  • Ölteppich statt Ölpest
  • ohne Fortune statt glücklos
  • Ordnungshüter statt Polizist
  • ohne Stellung statt arbeitslos
  • orgeln statt schnarchen
  • Outsourcing statt Entlassung

Euphemismen P

 

  • Pazifizierung statt Unterwerfung
  • Peanuts statt Kleinkram
  • Perle statt Freundin
  • Pfeife statt Versager
  • Pferdeapfel statt Pferdekot
  • Pflicht statt Zwang
  • physisch herausgefordert statt körperlich behindert
  • Politik der Stärke statt militärische Aufrüstung
  • Politikverdrossenheit statt Desinteresse an Demokratie
  • positive Diskriminierung statt Benachteiligung von Männern
  • potjomkinsche Dörfer statt Vorspiegelungen
  • Preisanpassung statt Preiserhöhung
  • preisgünstig statt billig
  • preiswert statt billig
  • Prekariat statt Unterschicht

Euphemismen Q

 

Euphemismen R

 

  • Rachenputzer statt Schnaps
  • Rationalisierung statt Einsparung bzw. Entlassungen
  • Raumpflegerin statt Putzfrau
  • redaktionelle Entscheidung statt Zensur
  • Reibereien statt Konflikte
  • reif statt alt
  • Remis statt Unentschieden
  • Repräsentant statt Vertreter
  • requirieren statt beschlagnahmen
  • reserviert statt feindselig
  • Rückbau statt Abriss
  • Rückgang der Beschäftigtenzahl statt Zunahme der Arbeitslosenzahlen
  • Rückschlag statt Misslingen
  • rustikal statt einfach, eingeschränkt, ländlich

Euphemismen S

 

  • Säumniszuschlag statt Mahngebühr
  • Schadstoffemission statt Luftvergiftung
  • Schatten der Vergangenheit statt frühere Vergehungen
  • Schaumschlägerei statt Angeberei
  • schief geladen haben statt betrunken sein
  • schmieren statt bestechen
  • Schnee statt Kokain, Heroin
  • Schnellrestaurant statt Frittenbude
  • schräg statt eigenartig
  • Schutzgeld statt Erpressung
  • schwach belegt statt pleite
  • Schwarzes Gold statt Erdöl
  • Seemannsgarn statt Lügen
  • Seitensprung statt außerehelicher GV
  • Selbstbedienung statt Diebstahl
  • Selbstverwirklichung statt Egotrip
  • sexueller Übergriff statt Vergewaltigung
  • sinnfrei statt sinnlos
  • sozial schwach statt arm
  • Sozialreform statt Sozialabbau
  • steiler Zahn statt attraktive Frau
  • stellenlos statt arbeitslos
  • stellungslos statt arbeitslos
  • stempeln gehen statt arbeitslos gemeldet sein
  • sterbliche Hülle statt Leiche
  • stibitzen statt stehlen
  • stiften gehen statt flüchten
  • stubenrein statt moralisch einwandfrei
  • suboptimal statt schlecht
  • Stuhl statt Kot
  • super statt gut
  • Superwaffen statt Atomwaffen
  • Synergie-Effekte statt Einsparungen durch Zusammenlegung von Bereichen
  • sägen statt schnarchen

Euphemismen T

 

  • talentfrei statt untalentiert
  • textilarm statt nackt
  • textilfrei statt nackt
  • textillos statt nackt
  • thermisches Recycling statt Müllverbrennung
  • tilgen statt vernichten
  • Torte statt Frau
  • transpirieren statt schwitzen
  • Treue statt Gehorsam
  • türken statt fälschen

Euphemismen U

 

  • übersichtlich statt spärlich
  • umlegen statt ermorden
  • umsatteln statt sich verändern
  • Umsiedlung statt Vertreibung
  • Umstrukturierung statt Entlassung
  • Ungeziefer statt Insekten
  • unglückliche Äusserung statt Beleidigung
  • unschädlich machen statt töten
  • unter dem Pantoffel stehen statt in Beziehung unterdrückt werden
  • unter die Haube kommen statt heiraten
  • unterbelichtet statt dumm
  • unterkühlt statt temperamentlos
  • unterprivilegiert statt arm
  • untersetzt statt dick
  • Unterwelt statt kriminelles Milieu
  • unvernünftig statt dumm
  • unvorteilhaft statt schlecht
  • unwahr statt falsch

Euphemismen V

 

  • verbale Unrichtigkeit statt Lüge
  • Verbesserungspotential statt Schwäche, Fehler
  • verduften statt fliehen
  • verhaltensoriginell statt verhaltensgestört
  • Vergütung statt Gehalt, Lohn
  • Verhältnis statt Liebesbeziehung
  • verscheiden statt sterben
  • vermögend statt reich
  • Verteidigungsfall statt Krieg
  • Verteidigungsbündnis statt Militärbündnis
  • vertikal herausgefordert statt kleinwüchsig
  • Vertreibung statt Umsiedlung
  • Vitamin C statt persönliche Netzwerke
  • Vitamin B statt Beziehungen
  • volksnah statt populistisch
  • Volksvertreter statt Politiker
  • voll statt betrunken
  • voll wie eine Rakete statt sturzbetrunken
  • vollschlank statt dick
  • von allen übeln erlöst statt tot
  • vorprogrammiert statt erwartet
  • Vorstoß in den rückwärtigen Sektor statt Flucht
  • Vorwärtsverteidigung statt Angriffskrieg

Euphemismen W

 

  • Wachstumspause statt Wirtschaftsstillstand, Rezession
  • Waffengewalt anwenden statt Schusswaffeneinsatz
  • Wehrdienst statt Kriegsdienst
  • Wehrpflicht statt Zwangsrekrutierung
  • weiche Ziele statt Menschen
  • Werbung statt Reklame
  • Wertstoffe statt Müll
  • Wettbewerb statt Konkurrenz
  • windig statt unseriös
  • wohlgenährt statt dick
  • wohnsituiert statt reich
  • Wohlstandsrolle statt Bauch
  • Wohnpark statt Ghetto
  • Würfelhusten statt Erbrechen

Euphemismen X

 

Euphemismen Y

 

Euphemismen Z

 

  • Zeit ist abgelaufen statt sterben
  • zeitnah statt bald oder auch nicht
  • zierlich statt dürr
  • zu Papier bringen statt aufschreiben
  • zurückhaltend statt nichtssagend, langweilig
  • zurücktreten statt ein Amt aufgeben
  • zurückbauen statt abreissen
  • zwangspausierend statt gesperrt sein

Dysphemismen

 

Das Gegenstück des Euphemismus ist der Dysphemismus, auch Kakophemismus genannt. Der selten verwendete Begriff Dysphemismus beschreibt die Übersteigerung eines Tabus, während beim Euphemismus die negative Wirkung einer Aussage reduziert werden soll. Beide haben gemeinsam, dass sie beeinflussen wollen.

Rhetorischer Stilmittel und Tricks

 

Den zeitgemäßen Einsatz rhetorischer Stilmittel in Reden und. Präsentationen können Sie in den Kursen Rhetorik & Präsentation III und Training Rhetorik & Präsentation IV kennen, schätzen und einsetzen lernen. Und natürlich im Einzeltraining mit mir. Bei der Gelegenheit erfahren Sie auch, wie Sie gekonnt auf Manipulationsversuche reagieren können.

 

Der nächste Schritt

 

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Weitere Informationen findest du hier:

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→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

 

Unterstützung bei Reden und Präsentationen

 

Du bereitest eine Rede, Präsentation, einen Vortrag oder einen anderen wichtigen Auftritt vor?

Dann können wir unmittelbar an deinem konkreten Auftritt arbeiten.

Je nach Anliegen geht es beispielsweise um:

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  • Argumentation und Storytelling

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  • Folien und Visualisierung

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Dabei geht es weniger darum, möglichst viele Präsentationstechniken einzusetzen.

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Seit vielen Jahren verbinde ich dabei Erfahrungen aus Rhetorik und Kommunikation mit Psychologie, Marketing und persönlicher Wirkung.

 

 

 

Wenn ein konkreter Auftritt bevorsteht

 

Wir können deine tatsächliche Rede oder Präsentation gemeinsam vorbereiten und gezielt weiterentwickeln.

→ Vorbereitung wichtiger Reden und Präsentationen

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→ Executive Präsentationsvorbereitung

 

 

 

Probelauf und professionelles Feedback

 

Du möchtest vor dem tatsächlichen Auftritt erfahren, was bereits trägt und wo gezielte Veränderungen mehr Wirkung ermöglichen?

Ein Probelauf macht genau das sichtbar.

→ Feedback, Analyse und Optimierung für Reden und Präsentationen

 

 

P.S.

 

Kennst du weitere Euphemismen und wie stehst du zu ihnen?

YouTube-Kanal @karstennoack

 

Auf meinem YouTube-Kanal @karstennoack findest du Beiträge zu Psychologie, Philosophie, persönlicher Entwicklung und guter Lebensführung.

Dort übersetze ich Gedanken aus Psychologie, Philosophie und Beratungspraxis in alltagstaugliche Impulse.
Für mehr Klarheit.
Mehr innere Stärke.
Mehr Würde im Umgang mit dir selbst und anderen.

Die Videos ergänzen meine Arbeit als Coach, Therapeut und Berater.
Sie bilden eine öffentlich zugängliche Mediathek für Menschen, die sich selbst, ihre Beziehungen und das Leben bewusster gestalten möchten.

Wenn du weitere Beiträge zu diesen Themen ansehen möchtest, gelangst du hier zu meinem YouTube-Kanal.

Zum Kanal @karstennoack (Der externe Link öffnet meinen YouTube-Kanal in einem neuen Fenster.)

YOUTUBE.COM/@KARSTENNOACK

Wer uns vor nutzlosen Wegen warnt, leistet uns einen ebenso guten Dienst, wie derjenige, der uns den rechten Weg anzeigt. Heinrich Heine

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. Januar 2006
Überarbeitung: 06. Januar 2025
AN: #323160
K: CNB
Ü:

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen in Reden und Gesprächen eine Form geben

VAKOG & Spiegelneuronen: Mit 5 Sinnen Ideen eine Form geben - in Gesprächen und Präsentationen

Genügen 5 Sinne? Mit allen Sinnen sinnlich kommunizieren und überzeugen.
Genügen 5 Sinne? Hoch leben die Spiegelneuronen!

In Gesprächen und Präsentationen alle Sinne ansprechen

 

Welche Erkenntnisse gewinnen wir aus Wissen zur Wahrnehmung und den menschlichen Sinnen? Wie lässt sich die Kommunikation fördern? Genügen 5 Sinne? Lerne mit allen Sinnen sinnlich zu kommunizieren, um in Gesprächen und Präsentationen zu überzeugen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

 

Ideen eine Form geben

 

Mutige Redner wagen es einen Schritt weiterzugehen, lassen ihrer Vorstellungskraft den Raum sich zu entfalten. Überzeugende Redner lassen mögliche Szenarien so lebendig werden, das sie zum Greifen nahe sind. Sie liefern so nicht nur Orientierung, sondern auch die ansteckende Begeisterung und Energie, damit sich Gleichgesinnte mit auf den Weg machen.

 

 

 

Wahrnehmung

 

Aus dem Essay des Autors Aldous Huxley „Die Pforten der Wahrnehmung“ (The Doors of Perception):

If the doors of perception were cleansed
everything would appear to man as it is:
infinite.

 

Wären die Pforten der Wahrnehmung bereinigt,
schiene jedes Ding wie es wirklich ist:
Unerschöpflich.

 

Wir gehen davon aus, dass wir mit 5 Sinnen die Realität wahrnehmen und so auch speichern. Das Gehirn hat keinen direkten Kontakt zur Außenwelt. Es geht somit nur über Umwege. Damit die Nervenzellen des Gehirns erregt werden können müssen elektromagnetische, mechanische, chemische und andere Reize durch die Sinnesrezeptoren in neuroelektrische oder neurochemische Signale umgewandelt werden.

Wir erleben auf diesem Umweg unsere Umgebung durch unsere fünf Sinne; wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Trocken werden unsere Sinne deshalb auch als Repräsentationssysteme (Sehen, Hören, Spüren, Riechen und Schmecken) bezeichnet, weil diese Sinneseindrücke die Realität repräsentieren.

Wie anders sollen wir uns auch einen Eindruck von der Wirklichkeit machen? Ist diese Auswahl überhaupt ausreichend, um als Realität bezeichnet zu werden?

  • Rund um diese Fragen sind schon viele Bärte von Philosophen ergraut.
  • Wie hängen die Inhalte unserer Wahrnehmungen mit den tatsächlichen Geschehnissen in der Welt zusammen?
  • Welchen Wahrheits- und Realitätsgehalt haben unsere Wahrnehmungen?
  • Woher weiß ich, dass ich es nicht träume?
  • Sehe ich vor allem, was ich zu sehen erwarte?
  • Was sind Konstruktionen?
  • Fragen über Fragen!

 

Jeder meint, dass seine Wirklichkeit die wirkliche Wirklichkeit ist.

Paul Watzlawick

 

Und auch Neurologen & Co. beschäftigen sich mit Fragen zur Wahrnehmung; wie verarbeiten wir Sinnesreize und welchen Anteil haben Interpretationen? Nehmen wir alle die Welt genauso wahr? Ist beispielsweise meine Farbwahrnehmung dieselbe wie bei allen anderen Menschen; ist mein Rot vielleicht für jemand anderen ein Blau?

Bildgebende Verfahren vermitteln tiefe Einblicke. Beispielsweise, dass die Augen nicht wie objektive Kameras funktionieren, die neutrale Aufnahmen der visuellen Umgebung machen, sondern dass schon der Sehprozess selbst davon abhängt was wir gerade hören, denken und fühlen.

Mit Hilfe der Sinne werden Informationen aufgenommen, organisiert und verarbeitet. Wahrnehmungen können somit visuell (Sehen), auditiv (Hören), kinästhetisch (Fühlen), olfaktorisch (Riechen) und gustatorisch (Schmecken) sein. Dabei bevorzugen Menschen oft in unterschiedlichem Maß bestimmte Sinneskanäle. Dominant dürfte in unserer Gesellschaft die visuelle Orientierung sein. Wir nehmen die meisten Informationen mit den Augen auf. Internet, gedruckte Medien, eBook-Reader, Smartphone, Video, … Visuelle Sinnesangebote dominieren und das prägt. Muskeln, die nicht genutzt werden, nehmen ab, Nervenverbindungen, die nicht aktiviert werden, lösen sich auf. So stabilisieren sich Tendenzen zunehmend.

 

Alle unsere normalen sprachlichen Ausdrücke tragen den Stempel unserer gewohnten Formen der Wahrnehmung.

Niels Bohr

 

Anstatt dem Reiz zu erliegen jetzt den philosophischen Aspekten dieses Themenbereiches weiter zu folgen; was können wir hier ganz praktisch lernen? Wie lässt sich die Kommunikation dadurch fördern?

Wenn du mit Einzelpersonen zu tun haben, kannst du beispielsweise lernen deren bevorzugte Wahrnehmungskanäle zu bedienen. Bei Gruppen – beispielsweise bei einer Präsentation – bieten Sie Ihre Angebote in verschiedenen Systemen an. Sonst erreichen Sie im Wesentlichen nur Menschen, mit denen du das selbst bevorzugte Repräsentationssystem teilen. Je wohlwollender das Publikum ist, desto bereitwilliger wird es auch selbst unbewusst Ihre Angebote für sich übersetzen. Wobei das Sprechen in der Sprache des Publikums die positive Beziehung zusätzlich fördert.

 

 

 

 

Beispiele für sinnliche Sprache:

 

 

1. Visuell (Sehen)

 

Wer die Augen offen hält entdeckt viele visuelle Worte.

 

Beispiele:

Absicht, Übersicht, sich vorstellen, ausmalen, beobachten, Perspektive, deutlich, einleuchtend, aufzeigen, betrachten, leuchten, Farben, unsichtbar, sichtlich, gucken, Weitsicht, anschaulich, Ansicht, schleierhaft, Einsicht, Perspektive, strahlend, Bild, Vision, Umriss, Rücksicht, Illusion, Vorstellung, düster, einleuchtend, unklar, verschwommen, deutlich, Fokus, ein heller Kopf, einen Blick werfen, anstarren, Vorsicht, Zeiger, ins Auge fallen, glänzend, unter die Lupe nehmen, fokussieren, offenbaren, überwachen, Projektion, Einsicht, Perspektivwechsel, Horizont, rot sehen, schwarz sehen, Gemälde, Vorschau, schleierhaft, Blitz, Ausblick, Lichtblick, die Zukunft sehen

 

 

 

2. Auditiv (Hören)

 

Welche auditiven Worte sind Ihnen schon zu Ohren gekommen?

 

Beispiele:

Ankündigung, Stimme, stimmig, hörbar, klingen, lauschen, summen, fragen, Harmonie, Missklang, seufzen, sagen, Einklang, scharfe Töne, knistern, harmonisch, das schreit zum Himmel, Donnerwetter, Anklang, unerhört, eine leise Ahnung, Akzent, Geräusch, harmonisch, kreischen, Zitate, die Stimme der Vernunft, die erste Geige spielen, Zustimmung, es macht Klick, sich einstimmen, pfeifen, schnurren, Sprachlosigkeit, in den höchsten Tönen, den Marsch blasen, rauschend, schrill, Lautstärke, stöhnen, tratschen, Antwort, Stimmung, trommeln, Musik, Töne, wispern, leise, Schall, Knall, Krach, das klingt wie Musik in meinen Ohren, Tratsch

 

 

 

3. Kinästhetisch (Fühlen)

 

Werden in einem Text Bewegungen beschrieben, aktiviert das den Motorcortex. Manche Menschen müssen etwas ergreifen, bevor sie es begreifen.

Hier habe ich entspannt ein paar kinästhetische Worte zusammengetragen.

 

Beispiele:

fühlen, spüren, erleben, warm, kalt, behalten, begreifen, glatt, zart, rau, den Eindruck haben, Berührung, Empfindung, berührt, prickelnd, hart, zugreifen, heiß auf etwas sein, schwerfällig, Begriff, überstürzt, unsensibel, Intensität, kühl, das Gefühl haben, raue Sitten, Belastung, handhaben, passend, Erleichterung, es lässt mich kalt, niedergeschlagen, ermüdend, schleichen, schlurfen, Rührung, voll, rund, umarmen, zerstreut, ausschließlich, müde, frisch, zerknirscht, körnig

 

 

 

4. Olfaktorisch (Riechen)

 

Welcher Organsinn ist der undankbarste und scheint auch der entbehrlichste zu sein?
Der des Geruchs.
Es belohnt nicht, ihn zu kultivieren oder wohl gar zu verfeinern, um zu genießen; denn es gibt mehr Gegenstände des Ekels, als der Annehmlichkeit, die er verschaffen kann und der Genuss durch diesen Sinn kann immer nur flüchtig und vorübergehend sein, wenn er vergnügen soll.

Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Von den fünf Sinnen

 

Die wenigsten Menschen schenken dem Geruchssinn große Beachtung, doch für manche ist er sehr wesentlich.

Ein sehr intensives Beispiel ist der Roman „Parfüm“ von Patrick Süßkind. Der Protagonist Jean-Baptiste Grenouille erlebt die Welt durch seinen Geruchssinn. Seine Fähigkeit olfaktorisch wahrzunehmen, übersteigt alles Dagewesene. Seine Wahrnehmung der Welt wird bestimmt durch diese eigenartige Besonderheit. Sehr sinnlich vermittelt der Roman, wie sich die olfaktorische Welt von derjenigen unterscheidet, in der sich die meisten von uns aufhalten. Grenouille kann sich bald vollständig von der eigenen Nase führen lassen.

Mit einem guten Riecher witterst auch du olfaktorische Worte schon von weitem.

 

Beispiele:

Riechen, schnuppern, muffig, schal, frisch, duftend, dufte, das stinkt zum Himmel, mir stinkt es, Parfüm, parfümiert, staubig, das riecht nach, etwas wittern, die Nase rümpfen, Schnüffler, Spürsinn, Spürnase, den richtigen Riecher haben, anrüchig, rauchig, eine delikate Angelegenheit,…

 

 

 

5. Gustatorisch (Schmecken)

 

Hoffentlich treffen diese gustatorischen Worte Ihren Geschmack.

 

Beispiele:

schmecken, essen, bitter, salzig, süß, sauer, Geschmack beweisen, die Schnauze voll haben, Leckerbissen, süß, sauer, geschmackvoll, scharf, fad, lecker, ein gefundenes Fressen, das schmeckt nach …, schmackhaft

 

 

 

VAKOG

 

Zusammenfassung aller Sinnesreize, für die Menschen Rezeptoren (Aufnahmeorgane) haben: visuell (Sehsinn), auditiv (Hörsinn), kinästhetisch (Gefühlssinn), olfaktorisch (Geruchssinn), gustatorisch (Geschmackssinn).

 

 

 

Persönliche Tendenzen

 

Wir bevorzugen unterschiedliche Sinnessystem. Im Gespräch lassen sich Tendenzen erkennen, doch gilt es flexibel und aufmerksam zu bleiben.
Das bevorzugte Sinnessystem kann je nach Situation wechseln. Je nach Kontext hinsichtlich eigener Rolle, Beziehung, persönlicher Stimmung (Freude, Stress, Angst, Panik) verändert sich mitunter die Rangfolge der Sinnessysteme und auch die Fähigkeit und Bereitschaft zu übersetzen. Entsprechend wird unter Druck die eigene Wahrnehmung verändert und Konflikte durch Missverständnisse wahrscheinlicher. Ein typisches Beispiel für die Veränderung der Wahrnehmung bei Stress ist der Tunnelblick.

Um die Kommunikation mit anderen Menschen – gerade in Stresssituationen wie Meinungsverschiedenheiten etc. - zu fördern, lohnt es sich genau zuzuhören und flexibel in der passenden Sprache zu antworten.

 

 

 

Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

Schon allein der Einsatz von Sprache, die den Sinnen nahe ist, macht Ihre Angebote lebendiger. Vergleichen Sie das mit eigenen Erfahrungen:

Wissenschaftliche Texte und Vorträge sind meist trocken. Ihnen fehlt oft jegliche Sprache, durch die unsere Sinne angesprochen werden.
Entsprechend anstrengend ist es dann, dem Gesagten zu folgen.

In der Werbung und spannenden Erzählungen hingegen zieht uns die Sprache in Ihren Bann. Es ist, als würden wir das Gesagte persönlich erleben.

 

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.

Arabisches Sprichwort

 

Deine Sprache wird lebendiger, wenn du einen hohen Anteil sinnlicher Worte, also solche wie sie oben bei den Beispielen stehen, verwendest. Deine Zuhörer erleben dann, was du beschreibst, weil sie es im Geist reproduzieren, es nachspielen. Hoch leben die Spiegelneuronen!

 

 

 

Ideen sinnlich eine Form geben

 

Die folgenden Worte von Aristoteles lassen sich sehr gut auf die Eigenschaften guter Redner übertragen:

Es ist nicht die Aufgabe des Dichters, das was wirklich geschehen ist, zu erzählen, sondern das, was hätte geschehen können, dass heißt, was nach Wahrscheinlichkeit oder Notwendigkeit möglich ist.

 

 

1. Sprich alle Sinne an

 

Wir haben mindestens 5 Sinne, können sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen. Sorge dafür, dass für jeden menschlichen Sinn etwas Ansprechendes dabei ist, wenn du präsentierst. Das sorgt dafür das deine Botschaft in den Köpfen des Publikums zum Leben erweckt werden.

 

 

 

2. Beispiele

 

Liefere relevante Bespiele, in denen sich das Publikum wiederfindet. Beschreibe sinnlich was dein Angebot konkret für die Zuhörer bedeutet, wie es ihnen welche Vorteile bringt. Sorge dafür das es sich in deine Beschreibungen hineinversetzen kann.

 

 

 

3. Geschichten

 

Nimm das Publikum mit auf die Reise. Storytelling funktioniert, vorallem wenn alle Sinne angesprochen werden.

 

 

 

4. Identifikation

 

Sorge dafür, dass du selbst zuerst auf der inneren Leinwand das erleben, was du vermitteln wollen.

 

 

 

5 Sinne genügen dir nicht?

 

Allgemein sprechen wir von unseren fünf Sinnen. Diese Einteilung liegt auch deshalb nahe, weil wir für jeden Wahrnehmungsbereich sichtbare Sinnesorgane zur Verfügung haben; die Augen, die Ohren, die Haut und insbesondere die Hände, den Mund bzw. die Zunge und die Nase.

Für all jene, denen 5 Sinne nicht genug sind, hat beispielsweise Rudolf Steiner zwölf Sinne eingeteilt:

  • Tastsinn
  • Lebenssinn
  • Bewegungssinn
  • Gleichgewichtssinn
  • Geruchssinn
  • Geschmackssinn
  • Sehsinn
  • Wärmesinn
  • Gehörsinn
  • Sprachsinn
  • Denksinn
  • Ichsinn

Wie wirkst du in Reden und Präsentationen, was sind deine Potenziale, was lässt sich optimieren?

 

Wie überzeugend bist du und deine Botschaften in Reden und Präsentationen?
Wie wendest du die 118+ wichtigsten Präsentationstechniken an?
Wie schaffst du es, dass du und deine Botschaften überzeugen?

Seit 1998 analysiere ich systematisch Reden. Nach Tausenden von ausgewerteten Reden und Präsentationen kann ich dir sehr genau sagen, was bei welchem Publikum wie wirkt. Lass mich deine Rede und deinen Auftritt analysieren. Anschließend gebe ich ein professionelles Feedback, das dich weiterbringt. Du bekommst aussagekräftige Rückmeldungen und konkrete Empfehlungen und für konkrete Reden die Impulse, die du brauchst, um zu überzeugen. Profitiere von meinen Erfahrungen aus Psychologie, Marketing und Kommunikationswissenschaften.

Interessiert? Dann findest du hier die Informationen zum Feedback mit Optimierungsempfehlungen für Reden und Präsentationen.

 

 

 

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten. Novalis

P.S.

 

Welche Sinne sind dir am vertrautesten? Beziehst du alle Sinne in Gesprächen und Präsentationen mit ein?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 10. Januar 2015
Überarbeitung: 6. Juli 2019
AN: #97629
Ü:X
K:

Problem- oder Lösungsorientierung: WARUM wird überbewertet

Problem- oder Lösungsorientierung: WARUM wird überbewertet

Kommunikationskompetenz: Blick auf die Lösung!

Warum, warum, warum

 

Fragetechniken helfen bei der Klärung, führen zu besseren Entscheidungen und bringen uns Zielen näher. Aber nicht jede Fragestellung ist gleichermaßen hilfreich. WARUM führt schnell weiter hinein in das Problem anstatt zum Blick auf Lösungen.

Überblick

 

 

Der Narr wundert sich, der Weise fragt.

Benjamin Disraeli

 

 

 

Fragen

 

Fragen haben eine besonders hohe Bedeutung in der Kommunikation. Wichtig ist, nicht mit dem Fragen aufzuhören. (Albert Einstein). Fragetechniken helfen bei der Klärung, führen zu besseren Entscheidungen und bringen uns Zielen näher. Aber nicht jede Fragestellung ist gleichermaßen hilfreich.

 

Kindermund tut Wahrheit kund:

 

Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!

Kinderlied

 

Gute Fragen werden zu Recht geschätzt. Nicht nur in Beziehungen zu anderen Menschen, sondern auch in den eigenen Gedanken entfalten Fragen ihre Wirkung. Fragend schreiten wir voran – und mit guten Fragen kommen wir weiter. Allerdings gibt es hinsichtlich dieser Wirkung ziemliche Unterschiede bezüglich der Richtung, in die sie uns führen. So ist beispielsweise die Frage nach dem „Warum?“ oft ziemliche Zeitverschwendung.

 

 

 

Warum?

 

Weshalb ich Fragen mit Warum an vielen Stellen nicht sehr schätze?

 

 

In Kurzform

 

Nachteile von Fragen mit Warum:

  • führt in die Vergangenheit
    • die Vergangenheit stellt den Problemraum dar
    • die Vergangenheit lässt sich nicht ändern
  • der Fokus führt zurück und oft noch tiefer hinein in das Problem
  • alte Erklärungsmodelle werden abgerufen.
    Neue Einsichten sind so nicht zu erwarten
  • es geht darum, Schuldige zu finden statt Lösungen.
    Deswegen wird die Problemorientierung auch als Schuldrahmen (Blame Frame) bezeichnet.

Lösungsgespräch oder Problemgespräch?

 

Die Antwort auf „Warum?“ beginnt fast immer mit „Weil …“. Was dann folgt, klingt oft mehr nach einer Entschuldigung oder sogar Ausrede, weshalb sich etwas nicht ändern lässt. Dann wird mit aller Aufmerksamkeit auf das Problem geschaut – wie das Kaninchen auf die Schlange – und nur sehr wenig Licht fällt auf die Lösung. Alles dreht sich um das Problem: „Problemtalk creates problems. Solutiontalk creates solutions.“ stellte Steve de Shazer fest.

 

Sehr oft werden aus Gewohnheit Fragen mit „Warum“ gestellt:

  • Wir fragen, warum wir tun, was wir tun.
  • Wir fragen, warum etwas nicht funktioniert.
  • Wir fragen, warum wir nicht bekommen, was wir wollen.
  • Wir fragen, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen und warum wir denken, was wir denken.

Warum bringt uns in Kontakt mit grundlegenden Themen. Philosophisch hat das einen hohen Stellenwert. Warum bringt uns allerdings nur bedingt praktisch voran.

Doch ist genau das die Absicht. Es geht uns darum zu verstehen, warum etwas geschieht. Wir meinen mit der Antwort auf das Warum Einsichten zu gewinnen, mit denen wir die Dinge verbessern können. Wenn wir den Fehler finden ist die Lösung nah, zumindest bei einem mechanischen Weltbild. Da reicht es ein Problem zu lösen, indem der Fehler repariert werden, der Ursprungszustand wieder hergestellt wird. Das Auto ist kaputt, den Fehler identifizieren, Teil austauschen, Auto fährt wieder, Besitzer und Beisitzer sind glücklich.

Schnell den Fehler finden und weiter geht es. Wir wollen Fortschritte machen! Nur klebt ein Warum oft so hartnäckig am Problem, wie ein Kaugummi an der Schuhsohle. Dadurch wird ein Wald vor lauter Bäumen nicht erkannt. Kreativität benötigt einen großzügigeren Raum, um sich entfalten zu können.

 

 

 

Besser

 

Verstehen kann man das Leben oft nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts.(Sören Kierkegaard). Viel förderlicher als nach dem Warum zu fragen ist es andere Fragen zu stellen wie beispielsweise:

„Wie genau …“

  • Wie genau sieht das erwünschte Ergebnis aus?
  • Wie können wir es erreichen?

 

Diese Form der Frage ermutigt Menschen ihre Gedanken konstruktiver zu gestalten − besonders, wenn sie verknüpft werden mit „genau“. „Wie“ stimuliert die Neugier und Kreativität, während „Warum“ zu Begründungen animiert, weshalb etwas nicht funktioniert. Während Warum am Problem klebt, lockt das Wie Richtung Lösung. It is simple, but not easy! (Steve de Shazer).

 

Alternativen

 

Fragen mit „Wie“ und  „Wozu“ haben im Vergleich zu „Warum“  folgende Vorteile:

  • sie schauen in die Zukunft.
    Die Zukunft stellt den Lösungsraum dar.
  • Orientierung auf Ziele statt auf Probleme.
  • Ressourcenorientiert.
  • Fokus auf die Lösung zu.
  • fragen nach dem Nutzen.
  • fördern eigene Aktivitäten.

Video

Vom Problem zur Lösung

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Vorbereitung wichtiger Gespräche und Verhandlungen
(Keinerlei Rechtsberatung!)

 

Ein wichtiges Gespräch lässt sich selten vollständig planen.

Du kannst dich jedoch so vorbereiten, dass du mit Klarheit, Orientierung und Handlungsspielraum hineingehst.

Wir können gemeinsam beispielsweise:

  • Ziele und Prioritäten klären
  • Interessen und mögliche Motive der Beteiligten betrachten
  • Argumentationen entwickeln und prüfen
  • Gesprächsstrategien vorbereiten
  • kritische Fragen und Einwände antizipieren
  • schwierige Gesprächsverläufe simulieren
  • Formulierungen ausprobieren
  • Grenzen und Alternativen klären
  • persönliche Wirkung und Präsenz betrachten
  • den Umgang mit Druck und überraschenden Wendungen vorbereiten

Dabei geht es weniger um ein auswendig gelerntes Gesprächsskript.

Du sollst wissen, was du erreichen möchtest, worauf es ankommt und wie du auch bei unerwarteten Entwicklungen beweglich bleiben kannst.

Je nach Anliegen verbinde ich Coaching, Beratung, Einzeltraining und Sparring.

 

 

 

Welcher Rahmen passt?

 

PRIVAT 1:1

Für wichtige Gespräche im persönlichen Kontext, beispielsweise in Partnerschaft, Familie oder im Umgang mit schwierigen Personen.

→ PRIVAT 1:1

 

BUSINESS 1:1

Für berufliche Gesprächssituationen und die gezielte Entwicklung deiner Gesprächs- und Verhandlungskompetenz.

→ BUSINESS 1:1

 

EXECUTIVE SPARRING

Für konkrete Gespräche und Verhandlungen mit hoher wirtschaftlicher, beruflicher oder strategischer Tragweite.

→ EXECUTIVE SPARRING

Aktuelle Honorare und Rahmenbedingungen findest du jeweils auf den entsprechenden Angebotsseiten.

 

P.S.

 

Wie stehen Sie zum Warum? Wann bevorzugen Sie Erklärungen und wann Lösungen?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 02. Mai 2026
AN: #4335
K:
Ü:

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain

Rhetorik: Feilen Sie an Ihrer Wortwahl

Tagesmotto*: Rhetorische Kompetenz, damit Persönlichkeit und Botschaft überzeugen — in Gesprächen und Präsentationen
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain
Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen. —Mark Twain

Wortwahl

 

Wie achtsam sind Sie bei der Wortwahl? Pflegen Sie Ihren Wortschatz?

Überblick

 

 

 

 

Wortwahl und Wirkung

 

Manchmal ist es Sisyphusarbeit, bis aus dem ersten Entwurf eine beachtliche Rede geworden ist. Und solch ein Aufwand lohnt wohl nicht immer in gleichem Maße. Er lohnt sich, wenn das erwartete Ergebnis im ansprechenden Verhältnis zum Aufwand steht. Es lohnt sich auch, wenn dadurch die sprachliche Kompetenz dauerhaft gesteigert wird.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.

 

Wie achtsam sind Sie bei der Wortwahl? Pflegen Sie Ihren Wortschatz?

Vorsicht, Kommentare!

 

Meiner Bestimmung als Schreiber nach bin ich fürs Schreiben da und du als Leserin oder Leser bist zuständig fürs Lesen. Wenn du nun auch schreibst und ich lesen muss, bringst du hier alles durcheinander. Nur mal so.

Fühle dich gerade dazu ermuntert, ich mag das!

 

Der nächste Schritt

 

Wenn du dein Anliegen mit mir besprechen möchtest, nutze am besten das Kontaktformular.

Hilfreich ist, wenn du kurz beschreibst:

  • worum es geht
  • was du erreichen möchtest
  • bis wann das Thema relevant ist
  • ob du eine Online-Sitzung oder Präsenz in Berlin bevorzugst

Je genauer ich deinen Kontext kenne, desto gezielter kann ich auf deine Anfrage eingehen.

Viele Anliegen lassen sich online sehr effektiv bearbeiten. Das bietet einen diskreten, flexiblen und konzentrierten Rahmen.

Wenn Präsenz in Berlin sinnvoll ist, kann sie ebenfalls vereinbart werden.

Du kannst mich auch per E-Mail unter mail@karstennoack.de erreichen.

Telefonische Anfragen nehme ich aufgrund der hohen Zahl eingehender Kontakte weniger über eine öffentliche Telefonnummer entgegen. Klientinnen und Klienten erhalten die jeweils passenden Kontaktdaten für unsere Zusammenarbeit.

 

 

 

Gut informiert entscheiden

 

Transparenz ist mir wichtig.

Weitere Informationen findest du hier:

→ Profil und beruflicher Hintergrund
→ Angebote und Möglichkeiten der Zusammenarbeit
→ Honorare und Konditionen
→ Kennenlernen und erste Sitzung
→ Häufige organisatorische Fragen
Datenschutz

Wenn der Rahmen für dich passt, freue ich mich auf deine Anfrage.

→ Kontakt aufnehmen

 

 

 

Kontaktformular

 

Die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen und bin einverstanden. Soweit relevant habe ich mich mit den Honoraren und organisatorischen Hinweisen vertraut gemacht.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 2. März 2017
Überarbeitung: 25. Juli 2019
AN: #2310
Ü:
K:

Ein Volk hat keine Idee, zu der es kein Wort hat. Johann Gottfried Herder

Die Bedeutung der Muttersprache

Tagesmotto* zum internationalen Tag der Muttersprache
Sprachlicher Winter
Ein Volk hat keine Idee, zu der es kein Wort hat. Johann Gottfried Herder

Muttersprache

 

Der Begriff lockt die unterschiedlichsten Assoziationen hervor. Grund genug dem Thema Aufmerksamkeit zu widmen.

Überblick

Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache.

Theodor Fontane

Tag der Muttersprache

 

Am 21. Februar begeht die UNESCO seit dem Jahre 2000 den Internationalen Tag der Muttersprache, um so die sprachliche Vielfalt weltweit und mehrsprachigen Unterricht zu fördern.

Für Vielfalt und ihre Bedeutung wird an vielen Stellen geworben, da verdient das Thema Muttersprache schon deswegen Aufmerksamkeit. Sprache ist wesentlicher Bestandteil von Identität und Kultur.

Heute sind allerdings über 50 Prozent der weltweit etwa 6700 gesprochenen Sprachen vom Verschwinden bedroht. Es geht rund alle zwei Wochen eine Sprache verloren.

Und weshalb wurde der 21. Februar als internationaler Tag der Muttersprache gewählt? 

Der Internationale Tag der Muttersprache bezieht sich mit dem Datum auf den 21. Februar 1952. Die Bevölkerung der pakistanischen Provinz Bengalen ging die Straße und protestierte damals heftig gegen die Einführung von Urdu als Amtssprache. Es drohte das in der Bevölkerung weit verbreitete Bengali unterdrückt und somit bedeutungslos zu werden. Zwei Jahrzehnte später wurde Ost-Bengalen als Bangladesch unabhängig und führte Bengali als Amtssprache ein.

 

 

 

Die Bedeutung von Sprachen

 

Was mich persönlich an Sprachen besonders fasziniert; mit dem Wechsel der Sprache verändern sich auch Wahrnehmung, Denken und Verhalten. Sprache liefert den Rahmen und der verändert sich mit der eingesetzten Sprache. Unterschiedliche Sprachen fördern unterschiedliche Perspektiven. Auch deswegen genieße ich es sehr in die eigene Muttersprache und in andere Sprachen tiefer einzutauchen.

Mal schauen, was sich mit diesem Fokus heute noch für Gedanken formen lassen.

Erst, wenn Sie das Video starten wird eine Verbindung zu YouTube™ hergestellt. Bitte lesen Sie dazu die Hinweise zum Datenschutz.

 

*Anmerkungen

 

Das Tagesmotto wähle ich meist, weil mich etwas daran anspricht. Es lacht mich an oder reizt mich. Es fühlt sich so an, als könnte es etwas bewegen und dem will ich auf den Grund gehen. So widme ich jedem Tag ein Motto und lasse mich überraschen, was es mit mir macht.

Mitunter klärt sich der Grund für die Wahl erst später. Deswegen sind die Gedanken zum Tagesmotto überwiegend auch keine Artikel, sondern Assoziationen. Es sind in Worte verwandelte Gedanken. Sie sind spontan und außerdem veröffentliche ich sie häufig, während ich unterwegs bin. Sie neigen deswegen dazu, in Fragmenten zu erscheinen. Fühl dich eingeladen, Ihre Assoziationen hinzuzufügen, um deine persönlichen Perspektiven zu bereichern – das Bild abzurunden.

 

Die folgenden Fragen helfen dabei, vom Tagesmotto ganz persönlich zu profitieren:

 

  • Was löst das Zitat bei dir aus?
  • Unter welchen Umständen stimmst du der Aussage zu und wann nicht?
  • Was hat die Aussage in deinem Leben für eine Bedeutung?
  • Wie kann das Tagesmotto dein Leben bereichern?
  • In welchem Zusammenhang könnte die Aussage nützlich sein?
  • Wo willst du dich wie daran erinnern?

 

P.S.​

 

Was für Gedanken kommen Ihnen zum Thema Muttersprache?

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2012
Überarbeitung: 16. Dezember 2020
AN: #231
K: CNC
Ü:

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürworter politisch korrekt?

Sind besitzanzeigende Fürwörter (Possessivpronomen) politisch noch tragbar? Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

Worte

Sind besitzanzeigende Fürwörter zeitgemäß?

 

Bei der Aufgabe, die politische Korrektheit in die Sprache zu tragen, ist keine Kuh zu heilig. Nun sind auch die besitzanzeigenden Fürwörter an der Reihe. Dass sie sich hinter dem harmlos klingenden Alias „Possessivpronomen“ zu verstecken versuchen, wird nicht mehr lange funktionieren. Jetzt könnte es ihnen an den Kragen gehen.

 

 

 

Überblick

 

 

 

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter politisch korrekt?

 

Mit einem besitzanzeigenden Fürwort (Possessivpronomen) lassen sich Besitzer einer Sache angeben. Es drückt aus, zu wem eine Person oder Sache gehört. Ein besitzanzeigendes Fürwort steht meistens bei einem Nomen. So können wir vermitteln und erfahren, wie die Verhältnisse sind.

 

 

 

Kann das so weitergehen?

 

Für lange Zeit haben die meisten Menschen das so hingenommen. Außer beim Lernen einer neuen Sprache wurde das kaum infrage gestellt. Doch jetzt, in Zeiten der politischen Korrektheit, auch sprachlich, begehren einige Aktivisten dagegen auf. Aussagen, wie; „Das ist meine Frau.“, oder „Das ist mein Sohn, mein Hund, meine Mitarbeitenden, ….“ werden so nicht mehr hingenommen. Schließlich wollen wir in einer Zeit der Gleichberechtigung, der Abschaffung der Sklaverei und Partizipation leben. Und da sind die besitzanzeigenden Fürwörter, ein Schlag ins Gesicht. Die Bezeichnung klingt zwar harmlos, doch so ist es ja oft mit Zeitbomben. Also, das sagen die Befürworter der Abschaffung.

 

 

 

Wie geht es weiter?

 

Ich persönlich kann die Empörung gut nachvollziehen, frage mich allerdings, was die Alternative sein könnte. Außerdem liebe ich es, wenn meine Frau sagt „Das ist mein Mann“ oder ich stolz sagen kann; „Das ist meine Frau.“ Bisher hielt ich mich dadurch nicht für einen Unterdrücker oder Unterdrückten. Ich und viele andere haben die Ketten nicht bemerkt. Doch so ist das mit der Einsicht in unhaltbare Zustände, ist sie erst da, will sie durchdacht werden.

Was tun? Und welche Rolle spielt Poe’s Gesetz hier?

P.S.

 

Sind besitzanzeigende Fürwörter noch zeitgemäß oder sollten zu Diskusssion gestellt werden? Gibt es Wege die Sprache zu pflegen?

Artikel

Vorsichtig mit Konjunktiven (Möglichkeitsform)

Selbst bei erfahrenen Rednern schleichen sich eigenartige Gewohnheiten ein. Manche davon fühlen sich vertraut an, weil sie so weit verbreitet sind. Das ändert allerdings nichts daran, dass sie entweder nicht hilfreich und oft sogar schädlich sind. Dazu gehören Formulierungen mit unnötigen Konjunktiven.

Reizworte

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Reizworte haben eine negative emotionale Wirkung. Was hat es damit auf sich und wieso lohnt es sich hier achtsam ans Werk zu gehen?

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Sprache macht mächtig oder schmächtig

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Wischiwaschi

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Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 21. Mai 2004
Überarbeitung: 11. Mai 2021
AN: #4910
K:
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Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, dass sie selbst denken.

Wer will Sie auf welche Weise beeinflussen? Manipulationen erkennen.

Tagesmotto*
Man kann die Menschen zur Vernunft bringen, indem man sie dazu verleitet, dass sie selbst denken.  Voltaire

Beeinflussungen

 

Sind wir uns stets ausreichend bewusst, wer uns wie beeinflussen will?

Manipulation. Ja, und?

 

Der Begriff Manipulation hat verschiedene, mal mehr und mal weniger angesehene, Bedeutungen. Dabei manipulieren wir alle. Alles, das wir tun, bezweckt unsere bewussten und unbewussten Bedürfnisse zu befriedigen.

Manches geschieht offen, anders verdeckt. An dieser Stelle geht es um die gezielte und verdeckte Einflussnahme, die auf eine Steuerung der Wahrnehmung, Entscheidungen und das Verhalten von Einzelnen und Gruppen zielt. Dabei kann mit guten oder auch schlechte Absichten ans Werk gegangen werden. Unlauter wird es da, wo ein Mensch oder die Gesellschaft Schäden nehmen.

 

 

 

Vorsicht vor Manipulationen in den Medien, im Büro, im Privatleben

 

Und, hat Sie heute schon jemand manipuliert? Manchen Zeitgenossen ist fast jedes Mittel recht, um eigene Ziele durchzusetzen. Es geht ihnen oft um Macht und den eigenen Vorteil. Das recht einseitige Vergnügen muss dem Manipulator ja nicht unnötig einfach gemacht werden, oder? Also, wie erkennen Sie die Psycho-Tricks und wie entgehen Sie ihnen?

 

 

 

Lass das, ich hass’ das: Manipulationstechniken erkennen

 

Die Manipulationsmöglichkeiten haben sich natürlich im Zeitalter der Massenmedien erheblich erhöht.

Arthur Miller

 

Es werden wohl immer, mehr oder weniger ehrenwerte, Interessen auf uns Einfluss nehmen wollen. Es gilt entsprechend wachsam zu sein und sich eigene Meinungen zu bilden. Sonst gilt der Ausspruch von Jesus: „Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen sie beide hinunter in eine Grube.“

Manchmal braucht es etwas, um die Spielregeln zu durchschauen. Wenn Sie sich in einer Situation unfair behandelt fühlen, kann das ein Hinweis darauf sein gerade manipuliert worden zu sein. Was tun? Gefahr erkannt … Gefahr gebannt? Der erste Schritt besteht darin, die gebräuchlichsten Manipulationstechniken kennenzulernen. Dann können Sie geeignete Gegenstrategien einsetzen. Wobei wir meist gegen bestimmte Manipulationsversuche immun sind, auf andere jedoch selbst gegen besseren Wissens anfällig sind.

 

 

 

Heute

 

Sie könnten sich heute vornehmen besonders genau hinzusehen und zwischen den Zeilen zu lesen, die Ohren spitzen, um herauszufinden, wer Sie wie beeinflussen will.

P.S.

 

Wer hat heute alles dazu angesetzt Sie zu beeinflussen? Was haben Sie getan, wenn es nicht Ihren Interessen entsprach?

Die Artikel sind meist kurze Auszüge der umfangreicheren Kursunterlagen, die Teilnehmende im entsprechenden Gruppen- oder Einzeltraining oder im Coaching erhalten.

Autor: Karsten Noack
Erstveröffentlichung: 25. Februar 2018
Überarbeitung: 6. Januar 2020
Englische Version:
AN: #121
K: CNB
Ü: